Ergomed - Tropfen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ergomed - Tropfen
  • Einheiten im Paket:
  • 15 ml, Laufzeit: 36 Monate,50 ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ergomed - Tropfen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Ergoloidmesylat
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15917
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-08-1976
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Ergomed - Tropfen

Wirkstoff: Co-Dergocrinmesilat (Dihydroergotoxinmethansulfonat)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was sind Ergomed - Tropfen und wofür werden sie angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Ergomed - Tropfen beachten?

Wie sind Ergomed - Tropfen einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Ergomed - Tropfen aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS SIND Ergomed - Tropfen UND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Der in Ergomed - Tropfen enthaltene Wirkstoff Co-Dergocrinmesilat gehört zur Wirkstoff-

gruppe

Mutterkornalkaloide

wirkt

unterstützend,

altersbedingte

Beeinträchtigung der Funktion der Gehirnzellen zu verbessern.

Wirkstoff

Co-Dergocrinmesilat

besetzt

bestimmte

Bindungsstellen

verschiedener

körpereigener Botenstoffe, die Impulsübertragungen zwischen Nervenzellen beeinflussen.

Besteht ein Ungleichgewicht zwischen diesen Botenstoffen, so treten Störungen auf. Durch

Ergomed - Tropfen werden die Wirkungen an den Nervenzellen teilweise gehemmt und zum

anderen Teil verstärkt, sodass wieder ein Gleichgewicht hergestellt wird. Dadurch kommt es

unter anderem zu einer Verbesserung der Stoffwechselleistung der Gehirnzellen.

Ergomed - Tropfen werden angewendet

als unterstützende Maßnahme bei Hirnleistungsstörungen im Alter, wenn andere

Arzneimittel nicht wirksam sind bzw. nicht vertragen werden.

Typische Beschwerden, bei denen die Anwendung von Ergomed - Tropfen hilfreich sein

kann,

sind

Störungen

geistigen

Leistungsfähigkeit

(Konzentrationsschwäche),

Befindlichkeit,

Motivation

(Mangel

Eigeninitiative)

sozialen

Interaktion

(Zurückgezogenheit, Isolation).

Die Bedingungen, unter denen günstige Wirkungen erwartet werden können, sind jedoch

nicht vorhersehbar; es ist auch nicht sicher, welche Krankheitserscheinungen beim

einzelnen Patienten günstig zu beeinflussen sind.

Hinweis:

Bevor die Behandlung mit Ergomed - Tropfen begonnen wird, wird Ihr Arzt abklären, ob

Krankheitserscheinungen

nicht

einer

spezifisch

behandelnden

Grunderkrankung (internistischer und psychiatrisch-neurologischer Natur) beruhen.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Ergomed - Tropfen BEACHTEN?

Ergomed - Tropfen dürfen nicht eingenommen werden,

wenn

überempfindlich

(allergisch)

gegen

Wirkstoff

Co-Dergocrinmesilat,

gegenüber anderen Mutterkornalkaloiden oder einen der sonstigen Bestandteile von

Ergomed - Tropfen sind.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

wenn Sie über längere Zeit hinweg mit Ergomed - Tropfen behandelt werden sollen und

eine Herzklappenerkrankung vorhanden war oder ist

wenn

Gefäßerkrankungen

(Durchblutungsstörungen

Gehirn

Ihrer

Krankengeschichte, ‚Raynaud-Syndrom’ (Durchblutungsstörung im Bereich der Finger

und/oder Zehen aufgrund von Gefäßkrämpfen)) leiden.

wenn

unter

einem

Krankheitsbild

leiden,

welches

durch

Auftreten

einer

Gefäßwandentzündung

speziell

großer

Arterien

Kopfbereich

gekennzeichnet

(„Arteriitis temporalis“).

Wenn Sie an koronaren Herzerkrankungen leiden (Erkrankung der Herzkranzgefäße wie

‚Angina pectoris’).

wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben.

wenn Sie unter einer Blutvergiftung (Sepsis) leiden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ergomed - Tropfen ist erforderlich,

bei erniedrigtem Blutdruck. Ihr Arzt wird den Blutdruck in den ersten Wochen der

Behandlung

Kombination

anderen

blutdrucksenkenden

Arzneimitteln

regelmäßig kontrollieren.

bei starker Verlangsamung der Herztätigkeit.

bei nicht körperlich begründbaren seelisch-geistigen Erkrankungen.

bei eingeschränkter Leberfunktion. Ihr Arzt wird unter Umständen eine niedrigere Start-

und Erhaltungsdosis in Erwägung ziehen und entsprechende Kontrolluntersuchungen

durchführen.

bei schwerer Nierenfunktionsstörung. Ihr Arzt wird unter Umständen eine niedrigere

Start-

Erhaltungsdosis

Erwägung

ziehen

entsprechende

Kontrolluntersuchungen durchführen.

wenn bei Ihnen Narbengewebe vorhanden war oder ist, die Ihr Herz, Ihre Lunge oder

Ihren Bauchraum betrafen bzw. betreffen. Falls Sie Ergomed - Tropfen über längere Zeit

erhalten, untersucht Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung Ihr Herz, Ihre Lunge und Ihre

Nieren. Während der Behandlung achtet Ihr Arzt besonders auf alle Anzeichen, die mit

Bindegewebsreaktionen in Verbindung stehen könnten und erstellt gegebenenfalls ein

EKG. Sollten Bindegewebsreaktionen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen

werden.

Wenn

gleichzeitig

Arzneimittel,

welche

Verklumpung

Blutplättchen

(Thrombozyten-aggregationshemmer)

oder

Arzneimittel,

Blutgerinnung

(Antikoagulantien) hemmen einnehmen, wird Ihr Arzt die Gerinnungsparameter häufiger

überprüfen.

Besondere Vorsicht mit Ergomed - Tropfen ist erforderlich, wenn es Hinweise gibt, dass Sie

von krankhafter Spielsucht und zwanghaftem Sexualtrieb besessen sind.

Die zu häufige Einnahme von Mutterkornalkaloiden (wie z.B. Ergomed - Tropfen) kann zu

einem

Kopfschmerz

Arzneimittelübergebrauch

führen

(Arzneimittel-bedingter

Kopfschmerz). Sollte dies auftreten ist zu überlegen, die Häufigkeit der Einnahmen zu

verringern. Unter Umständen ist auch eine Beendigung der Behandlung in Betracht zu

ziehen. Bei Auftreten von Kopfschmerzen informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Nach

längerer

und/oder

hochdosierter

Einnahme

Mutterkornalkaloiden

(wie

z.B.

Ergomed - Tropfen) kann es zu peripheren Durchblutungsstörungen kommen. Falls bei

Ihnen

Haut

Bereich

Finger

und/oder

Zehen

blass

bzw.

blau

verfärbt

berührungsempfindlich

ist,

sich

kühl

anfühlt,

falls

Taubheitsgefühl,

Kribbeln

oder

Muskelschmerzen/-krämpfe im Bereich der Gliedmaßen auftreten, unterbrechen Sie bitte die

Einnahme von Ergomed - Tropfen und kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Zu Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ergomed - Tropfen bei Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Deshalb wird die Anwendung

von Ergomed - Tropfen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Bei Einnahme von Ergomed - Tropfen mit anderen Arzneimitteln

Bitte

informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Sie sollten auch Ihren Arzt informieren, wenn Sie Ergomed - Tropfen zusammen mit anderen

Arzneimitteln

einnehmen,

Abbau

Wirkstoffs

beeinflussen,

z.B.

bestimmte

Antibiotika

(z.B.

Troleandomycin,

Erythromycin,

Clarithromycin),

bestimmte

Arzneimittel

gegen AIDS (z.B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delavirdin) oder bestimmte Mittel gegen

Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol). Wenn mehrere Arzneimittel

eingenommen werden, kann es zu einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung (oder

auch der Nebenwirkungen) kommen.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, welche die Blutgerinnung hemmen (Arzneimittel

zur Blutverdünnung), sollen häufigere Kontrollen der Blutgerinnung vorgenommen werden.

Ergomed - Tropfen sollen nicht gleichzeitig mit anderen Mutterkornalkaloiden angewendet

werden (Gefahr der unkontrollierten Wirkungsverstärkung).

Die Wirkung von Arzneimittel, die ihrerseits den Blutdruck senken, kann verstärkt, die von

Präparaten, die den Blutdruck steigern, kann abgeschwächt werden. Bei der gleichzeitigen

Anwendung

solcher

Arzneimittel

Ergomed

Tropfen

soll

regelmäßig

Blutdruck

kontrolliert werden.

Bei Einnahme von Ergomed - Tropfen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

gleichzeitige

Einnahme

Alkohol

Ergomed

Tropfen

soll

allen

Arzneimitteln unterlassen werden, da die Wirkung nicht vorhersehbar ist.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie dürfen Ergomed - Tropfen während der Schwangerschaft nicht einnehmen, da das

Arzneimittel Gebärmutterkrämpfe bewirken und eine Gefäßverengende Wirkung haben kann

damit

Gefahr

einer

verminderten

Plazentadurchblutung

Auslösung

vorzeitiger Wehen besteht.

Es liegen keine ausreichenden Untersuchungen zur Sicherheit in der Schwangerschaft beim

Menschen vor.

Stillzeit

Mutterkornalkaloide hemmen die Milchproduktion.

Co-Dergocrinmesilat,

Wirkstoff

Ergomed

Tropfen,

Muttermilch

ausgeschieden wird und beim Säugling unerwünschte Wirkungen verursachen kann, dürfen

Sie Ergomed - Tropfen während der Stillzeit nicht einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit Ergomed - Tropfen erfordert eine regelmäßige ärztliche Kontrolle. Halten

Sie sich daher bitte an die Anordnungen Ihres Arztes. Durch individuelle Reaktionen kann

die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder

Arbeiten

ohne

sicheren

Halt

beeinträchtigt

werden.

Dies

gilt

allem

Behandlungsbeginn, Präparatewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie / Ihr Betreuer wahrnehmen, dass Sie

ein für Sie unübliches drang- oder triebhaftes Verhalten entwickeln oder wenn Sie dem

Impuls,

Trieb

oder

Versuchung

nicht

widerstehen

können,

bestimmte

Tätigkeiten

auszuüben, die Ihnen oder anderen schaden können. Dies wird auch Impulskontrollstörung

genannt und kann mit Verhalten wie Spielsucht, übermäßigem Essen oder Geld ausgeben,

anormal starkem Sexualtrieb oder einer Zunahme von sexuellen Gedanken oder Gefühlen

einhergehen. Möglicherweise muss Ihr Arzt Ihre Behandlung anpassen und beenden.

3.

WIE SIND Ergomed - Tropfen EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Ergomed - Tropfen immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, werden im Allgemeinen dreimal täglich 25 bis 50

Tropfen vor oder (bei empfindlichem Magen) zu einer Mahlzeit mit Flüssigkeit eingenommen.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten gilt die oben angeführte Dosierung von dreimal täglich 25 bis 50

Tropfen. Unter Umständen wird Ihr Arzt eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in

Erwägung ziehen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Ihr Arzt wird die für Sie richtige Dosierung verschreiben. Bei Patienten mit eingeschränkter

Leberfunktion wird unter Umständen eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in Erwägung

gezogen werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Arzt

wird die für

richtige

Dosierung

verschreiben.

Bei Patienten

schwerer

Einschränkung

der

Nierenfunktion

wird

unter

Umständen

eine

niedrigere

Start-

Erhaltungsdosis in Erwägung gezogen werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Anwendung von Ergomed - Tropfen bei diesen Patientengruppen wird nicht empfohlen,

da keine ausreichenden Studien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit vorliegen.

Art und Dauer der Anwendung

Die Tropfen werden mit Flüssigkeit vor oder (bei empfindlichem Magen) zu einer Mahlzeit

eingenommen.

Achtung:

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Die Anwendungsdauer von Ergomed - Tropfen ist bei bestimmungsgemäßer Dosierung

zeitlich nicht begrenzt. In geeigneten Abständen, mindestens jedoch alle 6 Monate, wird Ihr

Arzt überprüfen, ob die Behandlung mit Ergomed - Tropfen weiterhin angezeigt ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Ergomed - Tropfen eingenommen haben, als Sie

sollten

Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung mit Ergomed - Tropfen ist in jedem Fall

unverzüglich ein Arzt (z.B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen. Nehmen Sie die restlichen

Tropfen oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff

informieren kann.

Die Anzeichen einer Überdosierung von Ergomed - Tropfen können sehr vielfältig und unter

Umständen widersprüchlich sein. Von Patient zu Patient unterschiedlich können die unter

Punkt 4. ‚WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?’ aufgeführten Erscheinungen

verstärkt

auftreten.

Weiters

können

Sehstörungen,

Angst,

Atemstörungen,

Erregungszustände,

Verwirrtheit,

Krämpfe,

Verlangsamung

oder

Beschleunigung

Herztätigkeit

Blutdrucksenkung

Kreislaufkollaps

Atemlähmung

auftreten.

Auch

Auftreten

Gefäßkrämpfen

Blutdrucksteigerung

nachfolgendem

Kältegefühl, Empfindungsstörungen (Kribbelgefühl) sowie Schmerzen in den Gliedmaßen ist

möglich.

Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen

Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.

Für den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser

Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Ergomed - Tropfen vergessen haben

Bitte holen Sie die versäumte Dosis nicht nach bzw. nehmen Sie nicht die doppelte Dosis

ein, sondern setzen Sie die Einnahme von Ergomed - Tropfen, wie von Ihrem Arzt verordnet,

fort.

Wenn Sie die Einnahme von Ergomed - Tropfen abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Auftreten

Nebenwirkungen

wird

Arzt

Ihnen

besprechen,

welche

Gegenmaßnahmen es hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage

kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel können Ergomed - Tropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

folgende

Einteilung

wurde

für

Häufigkeitsbeschreibungen

Nebenwirkungen

verwendet:

Sehr häufig:

betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Nasenverstopfung, Kopfschmerzen, vorübergehende Übelkeit und Magenverstimmungen

kommen vor, können aber im Allgemeinen vermieden werden, wenn das Arzneimittel mit den

Mahlzeiten

eingenommen

wird.

meisten

Fällen

gehen

diese

unerwünschten

Wirkungen zurück, ohne dass besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung von Co-Dergocrinmesilat kann es, insbesondere

Patienten

niedrigem

Blutdruck,

Gangunsicherheit,

Schwindelgefühl,

Schwarzwerden vor den Augen beim Aufstehen (orthostatischen Kreislaufstörungen) und

leichten Kopfschmerzen kommen. Erforderlichenfalls wird Ihr Arzt deshalb regelmäßige

Kreislaufkontrollen durchführen.

Besonders bei empfindlichen Patienten können folgende Beschwerden auftreten.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten:

Schlafstörung, gesteigerter Tätigkeitsdrang

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich:

Empfindungsstörungen (Kribbelgefühl)

Selten:

Schwindel, Kopfschmerzen

Herzerkrankungen

Selten:

verlangsamte

Herztätigkeit,

Herzrhythmusstörungen,

Verstärkung

oder

Auftreten von Beschwerden einer ‚Angina pectoris’ (Enge in der Brust; nach

längerer Behandlungsdauer)

Sehr selten:

Herzklappenveränderungen und andere Herzerkrankungen, z.B. Herzbeutel-

entzündung

(Perikarditis)

oder

Erguss

Flüssigkeit

Herzbeutel

(Perikarderguss).

Als Frühsymptome können eines oder mehrere der folgenden Symptome

auftreten: erschwertes Atmen, Kurzatmigkeit, Brust- oder Rückenschmerzen

Beinschwellungen.

Wenn

Ihnen

eines

dieser

Symptome

auftritt,

müssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.

Gefäßerkrankungen

Selten:

niedriger Blutdruck (vor allem bei Verabreichung über die Vene), arterielle

Durchblutungsstörungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und der Brusthöhle

Selten:

Behinderung der Nasenatmung, Nasenverstopfung

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Selten:

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, Durchfall

Sehr selten:

Vermehrung des Bindegewebes in der hinteren Bauchhöhle (Beschwerden:

Rückenschmerzen,

Schmerzen

Unterbauch

oder

Verengung

ableitenden Harnwege bzw. Schmerzen beim Harnlassen)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten:

Hautausschlag, -reaktionen

Bei Patienten, die mit Co-Dergocrinmesilat behandelt wurden, wurde insbesondere bei

hohen Dosen ein Auftreten von Anzeichen eines ungewöhnlichen Drangs zu Glücksspielen

(Spielsucht)

oder

gesteigerter

Sexualdrang

und/oder

gesteigertes

Sexualverhalten

berichtet, die im Allgemeinen bei Verminderung der Dosis oder bei Abbruch der Behandlung

wieder zurückgehen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Unvermögen,

Impuls,

Trieb

oder

Versuchung

widerstehen,

bestimmte

Tätigkeiten auszuüben, die Ihnen oder anderen schaden können. Wie z.B.:

Starker

Drang

Spielsucht

trotz

schwerer

persönlicher

oder

familiärer

Konsequenzen.

Verändertes oder gesteigertes sexuelles Interesse und Verhalten, das für Sie und

andere

wesentlicher

Bedeutung

ist,

Beispiel

gesteigerter

Sexualtrieb.

Kaufsucht oder übermäßiges, unkontrollierbares Ausgeben von Geld.

Fressattacken

(Sie

essen

große

Mengen

Nahrung

kurzer

Zeit)

oder

zwanghaftes

Essen

(Sie

essen

mehr

Nahrung

normal

mehr

notwendig, um Ihren Hunger zu stillen)

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie eines dieser Anzeichen wahrnehmen; Er wird mit

Ihnen Möglichkeiten zum Umgang mit diesen Anzeichen oder zu deren Reduktion

besprechen.

5.

WIE SIND Ergomed - Tropfen AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

dürfen

Arzneimittel

nach

Umkarton

nach

‚Verwendbar

bis:’

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie

Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen.

Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Ergomed - Tropfen enthalten

Der Wirkstoff ist Co-Dergocrinmesilat (Dihydroergotoxinmethansulfonat)*.

1 ml Tropflösung (ca. 25 Tropfen) enthält 1 mg Co-Dergocrinmesilat

Co-Dergocrin

besteht

hydrierten

Mutterkornalkaloiden

Dihydroergocornin,

Dihydroergocristin,

Dihydroergocryptin

(Dihydro-α-ergocryptin

Dihydro-β-ergocryptin

Verhältnis

2:1)

gleichen

Mengenanteilen.

sonstigen

Bestandteile

sind:

Glycin,

Thioharnstoff,

Weinsäure,

Glycerin,

Äthylalkohol, Wasser

Wie Ergomed - Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

Tropfen zum Einnehmen in Glasflaschen zu 15 ml und 50 ml mit Kunststoffverschraubung

und Tropfeinsatz

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

WABOSAN Arzneimittelvertriebs GmbH

Anton Anderer Platz 6/1

A-1210 Wien

Tel: 01 / 270 03 70

Fax: 01 / 270 03 70 20

E-mail: office@wabosan.at

Hersteller

Montavit, Absam

Z.Nr.:

15.917

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2014.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal

bestimmt:

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Die Anzeichen einer Überdosierung von Ergomed - Tropfen können sehr vielfältig und unter

Umständen

widersprüchlich

sein.

Individuell

unterschiedlich

können

unter

Nebenwirkungen

(siehe

Punkt

‚WELCHE

NEBENWIRKUNGEN

SIND

MÖGLICH?’)

aufgeführten

Symptome

verstärkt

auftreten,

sowie

Sehstörungen,

Angst,

Dyspnoe,

Erregungszustände, Verwirrtheit, Krämpfe, Brady- oder Tachykardie und Blutdrucksenkung

bis hin zu Koma und Atemlähmung. Je nach Ausgangslage des Gefäßsystems ist auch ein

Auftreten

Gefäßspasmen

Blutdrucksteigerung

nachfolgendem

Kältegefühl,

Parästhesien sowie Schmerzen in den Extremitäten möglich.

Therapie einer Überdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Bei erhaltenem Bewusstsein sollte möglichst

frühzeitig

Erbrechen

ausgelöst

werden.

Weitere

Maßnahmen

Verringerung

Resorption sind Magenspülung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-

Passage (Natriumsulfat).

Blutdruckabfall

sind

Volumensubstitution,

indirekte,

ggf.

auch

direkte

Sympathomimetika,

Gefäßspasmen

gefäßerweiternde

Mittel

nach

Situation

Befund

β-Blocker,

Kalzium-Antagonisten,

Theophyllin)

angezeigt.

jedem

Falle

sind

regelmäßige Kreislaufkontrollen erforderlich.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

22-10-2018

EU/3/16/1640 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/16/1640 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/16/1640 (Active substance: 2-methyl-1-[(4-[6-(trifluoromethyl)pyridin-2-yl]-6-{[2-(trifluoromethyl)pyridin-4-yl]amino}-1,3,5-triazin-2-yl)amino]propan-2-ol methanesulfonate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6989 of Mon, 22 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/253/15/T/01

Europe -DG Health and Food Safety