Equipalazone

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 837747
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-07-2017
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION

Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Dechra Limited

Snaygill Industrial Estate

Keighley Road

Skipton

North Yorkshire

BD23 2RW

Vereinigtes Königreich

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Dales Pharmaceuticals

Snaygill Industrial Estate

Keighley Road

Skipton

North Yorkshire

BD23 2RW

Vereinigtes Königreich

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys

Phenylbutazon

3.

WIRKSTOFF UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Jeder Beutel enthält:1 g Phenylbutazon.

Pulver zum Eingeben.

Weißes bis cremefarbenes Pulver.

4.

ANWENDUNGSGEBIETE

Zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Pferden und Ponys, die durch die

entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften von Phenylbutazon gelindert werden

können, z.B. Lahmheit im Zusammenhang mit Osteoarthrose, akute und chronische Hufrehe, Bursitis

und Carpitis sowie postoperative Weichteilgewebeentzündungen.

5.

GEGENANZEIGEN

Phenylbutazon hat eine geringe therapeutische Breite. Deshalb sollte die angegebene Dosis und

Behandlungsdauer nicht überschritten werden.

Nicht gleichzeitig mit oder innerhalb von 24 Stunden nach Verabreichung anderer nicht-steroidaler

Antiphlogistika (NSAIDs) anwenden.

Nicht anwenden bei Tieren mit Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, wenn die Möglichkeit von

Ulzera oder Blutungen im Magendarmtrakt besteht oder bei Anzeichen einer Blutbildveränderung.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der

sonstigen Bestandteile.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Wie bei anderen NSAIDs, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann es zu gastrointestinalen

Störungen oder einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen. Dies tritt üblicherweise in

Verbindung mit einer Überdosierung auf und kommt daher selten vor. Im Regelfall erholen sich die

Tiere nach Absetzen der Behandlung und unterstützender symptomatischer Therapie.

Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und ein Tierarzt zu Rate

gezogen werden.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht

gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERARTEN

Pferde und Ponys (die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen).

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zum Eingeben.

Das Tierarzneimittel hat sich nach Vermischen mit Kraftfutter als schmackhaft für Pferde erwiesen.

Die Dosierung sollte dem individuellen Ansprechen des Tieres angepasst werden.

Folgende Angaben können jedoch als Richtwert dienen:

Pferd: 450 kg (1000 lb) Körpergewicht: zwei Beutel zweimal täglich am 1. Tag (entspricht

8,8 mg/kg/Tag), danach ein Beutel zweimal täglich an vier Tagen (4,4 mg/kg/Tag) und anschließend

ein Beutel einmal täglich, oder jeden zweiten Tag, um das Pferd schmerzfrei zu halten

(2,2 mg/kg/Tag).

Pony: 225 kg (500 lb) Körpergewicht: ein Beutel (4,4 mg/kg) jeden zweiten Tag.

Die Behandlung ist abzusetzen, wenn nach vier bis fünf Tagen Behandlung keine klinische Besserung

erkennbar ist.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Das Tierarzneimittel sollte mit einer kleinen Menge Futter vermischt verabreicht werden.

Das Einweichen des Tierarzneimittels in Futter 5 Minuten vor der Verfütterung führt nachweislich

nicht zu einer Beeinträchtigung der Schmackhaftigkeit des Arzneimittels. Ob sich längeres

Einweichen auf die Schmackhaftigkeit oder Stabilität des Arzneimittels auswirkt, ist nicht bekannt.

10.

WARTEZEIT

Nicht zur Anwendung bei Pferden, die für den Verzehr durch den Menschen bestimmt sind.

Behandelte Pferde dürfen nicht für den Verzehr durch den Menschen geschlachtet werden.

Das Pferd muss im Rahmen der nationalen Pferdepass-Vorschriften als nicht für den Verzehr durch

den Menschen deklariert werden.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

Trocken lagern.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Beutel und dem Karton angegebenen Verfalldatum

nach dem „Verwendbar bis“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des Monats.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Die klinische Wirkung von Phenylbutazon kann noch mindestens drei Tage nach dem Absetzen der

Therapie andauern. Dies ist bei Lahmheitsuntersuchungen von Pferden zu berücksichtigen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwendung bei Tieren unter sechs Wochen oder bei sehr alten Tieren kann mit zusätzlichen

Risiken verbunden sein. Wenn sich eine solche Anwendung nicht vermeiden lässt, können unter

Umständen eine Dosisreduktion und eine sorgfältige klinische Überwachung erforderlich sein.

Die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonen Tieren ist zu vermeiden, da die

Gefahr einer erhöhten Nierentoxizität besteht.

Tieren unter Vollnarkose sollten bis zur vollständigen Erholung keine NSAIDs verabreicht werden,

die die Prostaglandinsynthese hemmen.

Das klinische Ansprechen auf eine Langzeittherapie sollte regelmäßig von einem Tierarzt überwacht

werden.

NSAIDs können eine Hemmung der Phagozytose verursachen. Daher ist bei der Behandlung

entzündlicher Erkrankungen, die mit bakteriellen Infektionen einhergehen, eine entsprechende

antibiotische Begleittherapie einzuleiten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Das Tierarzneimittel kann nach Hautkontakt oder versehentlichem Einatmen bei Personen, die gegen

Phenylbutazon sensibilisiert sind, zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie) führen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Phenylbutazon oder einen der sonstigen

Bestandteile sollten den Kontakt mit diesem Tierarzneimittel vermeiden.

Wenn nach versehentlichem Kontakt Symptome wie Hautausschlag auftreten, sollten Sie ärztliche

Hilfe in Anspruch nehmen und dem Arzt diesen Warnhinweis zeigen. Schwellungen im

Gesichtsbereich, der Lippen oder der Augen sowie Atembeschwerden sind schwerwiegendere

Symptome, die einer sofortigen medizinischen Behandlung bedürfen.

Dieses Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen hervorrufen. Augenkontakt ist zu vermeiden.

Bei versehentlichem Augenkontakt, die Augen mit reichlich Wasser ausspülen. Falls die Reizung

weiter anhält, suchen Sie einen Arzt auf. Betroffene Hautstellen und Hände nach der Handhabung

waschen.

Die Anwendung sollte mit Umsicht erfolgen, um eine versehentliche Einnahme zu vermeiden. Bei

versehentlicher Einnahme ist ein Arzt aufzusuchen und Packung oder Gebrauchsinformation

vorzuzeigen.

Zur Unbedenklichkeit von Phenylbutazon während der Schwangerschaft liegen keine Daten vor. Das

Arzneimittel sollte von schwangeren Frauen oder Frauen, die eine Schwangerschaft planen, nicht

verabreicht werden.

Anwendung während der Trächtigkeit oder Laktation:

Zur Unbedenklichkeit von Phenylbutazon während der Trächtigkeit liegen keine Daten vor. Die

Anwendung während der Trächtigkeit sollte soweit wie möglich vermieden werden, vor allem im

ersten Drittel der Trächtigkeit.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Aufgrund der hohen Plasmaproteinbindung konkurrieren einige NSAIDs mit anderen, ebenfalls stark

proteingebundenen Arzneimitteln, und führen zu einem Anstieg des nicht proteingebundenen

Wirkstoffes, was toxische Wirkungen verursachen kann. Die gleichzeitige Verabreichung von

möglicherweise nephrotoxischen Arzneimitteln (z. B. Aminoglykosid-Antibiotika) ist zu vermeiden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Kortikosteroiden kann bei Tieren, die NSAIDs erhalten, zu einer

Verschlimmerung gastrointestinaler Ulzera führen.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):

Eine Überdosierung kann zu Magen- und Dickdarm-Ulzera und allgemeiner Enteropathie führen. Es

kann außerdem zu einer Schädigung der Nierenpapillen und in der Folge zu einer Beeinträchtigung der

Nierenfunktion kommen. Aufgrund eines Verlustes von Plasmaproteinen können sich subkutane

Ödeme bilden, vor allem unterhalb des Kiefers.

Es gibt kein spezifisches Antidot. Bei Anzeichen einer möglichen Überdosierung ist das Tier

symptomatisch zu behandeln.

Phenylbutazon hat eine geringe therapeutische Breite. Beim Menschen wurde eine Überdosierung mit

Phenylbutazon erfolgreich mit Aktivkohle-Hämoperfusion zusammen mit Dopamin behandelt. Zur

Anwendung dieser Behandlungsmethode beim Pferd liegen keine Erfahrungen vor.

Inkompatibilitäten:

Keine bekannt.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den

nationalen Vorschriften zu entsorgen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

15.

WEITERE ANGABEN

Für Tiere.

BE: Verschreibungspflichtig

AT: Rezept- und apothekenpflichtig.

AT: Z.Nr.:

Die Anwendung des Arzneimittels „Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys“

kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Packungsgröβen: Karton mit 32 oder 100 Beuteln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.

1-4-2018

Equipalazone ad us. vet., Pulver

Equipalazone ad us. vet., Pulver

● Anwendung bei Pferden im Nutztierstatus nicht mehr erlaubt.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

1-4-2018

Equipalazone Paste ad us. vet., Paste

Equipalazone Paste ad us. vet., Paste

● Anwendung bei Pferden im Nutztierstatus nicht mehr erlaubt.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

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