Emedog 1 mg_ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Emedog 1 mg_ml Injektionslösung 1,17 mg/ml
  • Dosierung:
  • 1,17 mg/ml
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Emedog 1 mg_ml Injektionslösung 1,17 mg/ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Dopamin-Agonisten.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE-V480177
  • Letzte Änderung:
  • 17-04-2018

Packungsbeilage

Notice – Version DE

EMEDOG 1 MG/ML

PACKUNGSBEILAGE

{ EMEDOG, 1 mg/ml, Injektionslösung für Hunde }

1.

NAME

UND

ANSCHRIFT

DES

ZULASSUNGSINHABERS

UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS,

DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Laboratoire TVM

57 rue des Bardines

63370 LEMPDES

FRANKREICH

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

HAUPT PHARMA LIVRON

Rue du Comte de Sinard

26250 LIVRON SUR DRÔME

FRANKREICH

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

EMEDOG, 1 mg/ml, Injektionslösung für Hunde

Apomorphin

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 ml Lösung enthält:

Apomorphin ............................................ 1,0 mg

(entspricht 1,17 mg Apomorphinhydrochloridhemihydrat)

Natriummetabisulfit (E223)...................... 1,0 mg

Farblose oder schwach gelbliche, klare Lösung.

4.

ANWENDUNGSGEBIET

Auslösen von Erbrechen.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei ZNS-Depression.

Nicht anwenden bei Katzen und anderen Tierarten.

Nicht anwenden nach oraler Aufnahme von ätzenden Substanzen (Säuren oder Laugen), schaumbildenden

Produkten, flüchtigen Substanzen, organischen Lösungsmitteln oder scharfkantigen Gegenständen (z. B.

Glas).

Nicht anwenden bei Hypoxie, Kurzatmigkeit, Krämpfen, Übererregtheit, extremer Schwäche, Ataxie, Koma,

Fehlen des normalen Würgreflexes oder bei Vorliegen anderer ausgeprägter neurologischer Störungen, die

zu einer Aspirationspneumonie führen könnten.

Nicht anwenden bei Kreislaufversagen, Schock und Anästhesie.

Nicht anwenden bei Tieren, die zuvor mit Dopamin-Antagonisten (Neuroleptika) behandelt wurden.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen

Bestandteile.

Notice – Version DE

EMEDOG 1 MG/ML

6.

NEBENWIRKUNGEN

Es können folgende leichte Nebenwirkungen auftreten:

Benommenheit (sehr häufig),

Veränderung des Appetits (sehr häufig),

Erhöhte Speichelbildung (sehr häufig),

Leichte bis mäßige Schmerzen nach Injektion (sehr häufig),

Leichte Dehydrierung (häufig).

Veränderte Herzfrequenz (Tachykardie mit anschließender Bradykardie) (häufig).

Sie sind vorübergehend und können als physiologische Reaktion auf das Würgen zurückgeführt werden.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der Behandlung)

- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Es kann zu mehrmaligem Erbrechen kommen. Gegebenenfalls kann die emetische Wirkung erst mehrere

Stunden nach der Injektion einsetzen.

Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem

Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker

mit.

7.

ZIELTIERART

Hunde.

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Nur zur subkutanen Anwendung.

Bei Hunden: 0,1 mg Apomorphin/kg Körpergewicht (entsprechend 1 ml/10 kg Körpergewicht) einmalig

subkutan injizieren.

Tiere vor der Behandlung wiegen.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Keine.

10.

WARTEZEIT

Nicht zutreffend.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

In der Originalverpackung aufbewahren, vor Licht schützen.

Mögliche Lösungsresten in der Ampulle sind nach Verabreichung der erforderlichen Dosis zu entsorgen.

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 3 Jahre. Sie dürfen das Tierarzneimittel nach

dem auf dem Etikett und dem Karton angegebenen Verfalldatum nach EXP nicht mehr anwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Nach dem Öffnen sofort verwenden.

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Würgen mit oder ohne Erbrechen tritt voraussichtlich 2 bis 15 Minuten nach Injektion des Tierarzneimittels

auf und kann 2 Minuten bis 2,5 Stunden andauern (entsprechend klinischer Beobachtungen).

Injektion nicht wiederholen, da sie gegebenenfalls unwirksam sein und klinische Vergiftungssymptome

hervorrufen kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Notice – Version DE

EMEDOG 1 MG/ML

Bei Hunden mit bekannter schwerer Leberinsuffizienz sollte das Tierarzneimittel nur nach einer

entsprechenden Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Tierarzt angewendet werden.

Vor Verabreichung des Tierarzneimittels ist der Zeitpunkt der oralen Aufnahme der Substanz (im Verhältnis

zur Magenentleerungszeit) zu beachten und ein Auslösen von Erbrechen in Abhängigkeit von der Art der

oral aufgenommenen Substanz abzuwägen (siehe auch Abschnitt ’Gegenanzeigen“).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Dieses Tierarzneimittel kann zu Überempfindlichkeit führen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit

gegenüber Apomorphin oder einem der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit diesem

Tierarzneimittel vermeiden.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Bei Hautkontakt sofort mit reichlich Wasser spülen.

Dieses Tierarzneimittel kann zu Übelkeit und Schläfrigkeit führen. Bei versehentlicher Selbstinjektion

ärztlichen Rat einholen und dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett zeigen. NICHT AUTO

FAHREN, da Sedierung auftreten kann.

In Laborversuchen zeigte Apomorphin bei einigen Labortieren eine teratogene Wirkung. Schwangere Frauen

sollten den Umgang mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Apomorphin geht in die Muttermilch über. Stillende Frauen sollten den Umgang mit dem Tierarzneimittel

vermeiden.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:

Apomorphin zeigte teratogene Wirkung bei Kaninchen und fetotoxische Wirkung bei Ratten nach der

Verabreichung von Dosen, die höher als die empfohlene Dosis bei Hunden waren.

Die Verträglichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist bei Hunden nicht

belegt.

Da Apomorphin in die Muttermilch übergeht, sollten die Welpen von laktierenden Hündinnen, denen das

Tierarzneimittel verabreicht wurde, sorgfältig auf unerwünschte Nebenwirkungen überwacht werden.

Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Neuroleptika (wie z.B. Chlorpromazin, Haloperidol) und Antiemetika (Metoclopramid, Domperidon)

schwächen oder unterdrücken die emetischeWirkung von Apomorphin.

Die gleichzeitige Verabreichung oder vorherige Aufnahme von Opiaten oder Barbituraten zusammen mit

Apomorphin kann zusätzliche zentralnervöse Störungen und eine Atemdepression bewirken.

Vorsicht ist geboten bei Hunden, die mit anderen Dopamin-Agonisten (wie z.B. Cabergolin) behandelt

wurden, da es zu einer additiven Wirkung, wie z.B. einer Verstärkung oder Aufhebung der emetischen

Wirkung kommen kann.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):

Nach Überdosierung von Apomorphin kann es zu Atemdepression und/oder Kardiodepression, ZNS-

Stimulation (Erregung, Anfälle) oder-Depression, lang anhaltendem Erbrechen oder in seltenen Fällen zu

Ruhelosigkeit, Erregung oder sogar Konvulsion kommen.

Durch die Verabreichung von Maropitant oder Naloxon kann die Wirkung von Apomorphin auf das ZNS

und die Atmung aufgehoben werden.

Bei anhaltendem Erbrechen sollten Dopamin-Antagonisten wie Metoclopramid in Erwägung gezogen

werden.

Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen

Tierarzneimitteln gemischt werden.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN

FÜR

DIE ENTSORGUNG VON

NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den

nationalen Vorschriften zu entsorgen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Notice – Version DE

EMEDOG 1 MG/ML

Oktober 2015

15.

WEITERE ANGABEN

Packungsgrößen

5 x 1 ml.

ZulassungsNummer:

BE-V480177

Einstufung des Arzneimittels hinsichtlich der Abgabe:

Für Tiere. Verschreibungspflichtig