Effortil comp.

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Effortil comp. - Tropfen
  • Einheiten im Paket:
  • 20 ml, Laufzeit: 60 Monate,50 ml, Laufzeit: 60 Monate
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Effortil comp. - Tropfen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Etilefrin, Kombinatione

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 17802
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage

PACKUNGSBEILAGE 

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

Effortil® comp. - Tropfen 

Wirkstoffe: Etilefrinhydrochlorid, Dihydroergotaminmesilat 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses 

Arzneimittels beginnen. 

–  Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. 

–  Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. 

–  Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. 

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie. 

–  Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie 

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, 

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. 

Diese Packungsbeilage beinhaltet: 

1.  Was ist Effortil comp. und wofür wird es angewendet? 

2.  Was müssen Sie vor der Einnahme von Effortil comp.beachten? 

3.  Wie ist Effortil comp. einzunehmen? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie ist Effortil comp. aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1.  WAS IST EFFORTIL COMP. UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET? 

Effortil comp. - Tropfen sind ein Kreislaufmittel. Durch die Kombination der beiden Wirkstoffe 

Etilefrinhydrochlorid und Dihydroergotaminmesilat werden die unangenehmen Begleiterscheinungen 

eines zu niederen Blutdrucks – wie Neigung zu Ohnmacht, Schwarzwerden vor den Augen, 

Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Antriebsmangel und Konzentrationsschwäche – 

verhindert sowie Kreislaufstörungen bei Lagewechsel und im Stehen vermieden. 

Effortil comp. - Tropfen werden angewendet bei behandlungsbedürftigem niederen Blutdruck und 

Kreislaufstörungen sowie deren Erscheinungsformen, wie z. B. Schwarzwerden vor den Augen und 

Schwindel bei Lagewechsel. 

2.  WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON EFFORTIL COMP. BEACHTEN? 

Effortil comp. darf nicht eingenommen werden, 

–  wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Etilefrinhydrochlorid, Dihydroergotaminmesilat 

und andere Mutterkornalkaloide oder einen der sonstigen Bestandteile von Effortil comp. - 

Tropfen sind; 

–  wenn Sie an einer der nachfolgenden Erkrankungen leiden: 

  Bluthochdruck (Hypertonie) in allen Formen; 

  Kreislaufregulationsstörungen bei erniedrigtem Blutdruck mit hypertoner Reaktion im 

Stehtest; 

  Überfunktion der Schilddrüse (Thyreotoxikose); 

  Geschwulst der Nebenniere (Phäochromozytom); 

  erhöhter Augeninnendruck (Engwinkelglaukom = „Grüner Star“); 

  Entleerungsstörung der Harnblase mit Restharnbildung, insbesondere bei Vergrößerung der 

Vorsteherdrüse (Prostataadenom); 

  Durchblutungsstörungen der Beine (Raynaud-Syndrom); 

  verschließende (obliterative) Gefäßerkrankungen wie Arteriitis temporalis; 

  verhärtende (sklerotische) Gefäßveränderungen; 

  Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit); 

  Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz); 

  Verengung (Stenose) an den Herzklappen oder Verengung der großen Arterien; 

  vorübergehender Blutdruckabfall bei schnellem Lagewechsel gefolgt von überschießendem 

Blutdruckanstieg (orthostatische Hypotension und lageabhängige hypertensive 

Gegenregulation); 

  Erkrankung des Herzmuskels, die mit übermäßigem und einengendem Wachstum einhergeht 

(hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie); 

  erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie) und/oder Herzrhythmusstörungen; 

  schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen; 

  Blutvergiftung (Sepsis); 

  Migräne in bestimmten Formen (Basilaris-Migräne, familiäre halbseitige [hemiplegische] 

Migräne); 

–  wenn bei Ihnen früher vorübergehende plötzliche Mangeldurchblutungen (ischämische 

Attacken) des Gehirns oder Gehirnschäden aufgetreten sind; 

–  wenn Sie gleichzeitig mit einem der folgenden Arzneimittel behandelt werden (siehe auch „Bei 

Einnahme von Effortil comp. mit anderen Arzneimitteln“): 

  bestimmte Arzneimittel gegen bakterielle Keime (Makrolidantibiotika); 

  gefäßverengende Arzneimittel; 

  bestimmte Arzneimittel gegen eine HIV-Infektion; 

  bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer). 

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Effortil comp. ist erforderlich, 

–  wenn Sie an einer der nachfolgenden Erkrankungen leiden: 

  Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus); 

  erhöhtem Kalziumspiegel im Blutserum (Hyperkalzämie); 

  erniedrigtem Kaliumspiegel im Blutserum (Hypokaliämie); 

  einer Herzerkrankung infolge einer Drucksteigerung im Lungenkreislauf (Cor pulmonale); 

  schweren Herz- und Gefäßveränderungen; 

  zu schneller Schlagfolge des Herzens und/oder Herzrhythmusstörungen – 

Sie dürfen dann Effortil comp. - Tropfen nur auf ausdrückliche ärztliche Verordnung 

einnehmen; 

–  wenn bei Ihnen früher arzneimittelbedingte Bindegewebsveränderungen aufgetreten sind – Ihr 

Arzt wird dann die Behandlung besonders sorgfältig überwachen; 

–  wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist, insbesondere bei Leberentzündung durch Gallenstau 

(cholestatische Hepatitis); 

–  falls Sie gleichzeitig β-Rezeptorenblocker (bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck und 

Angina pectoris) einnehmen – bei gleichzeitiger Anwendung von β-Rezeptorenblockern mit 

Wirkstoffen, die eine ähnliche Struktur wie Dihydroergotaminmesilat haben (Methysergid, 

Ergotamintartrat), wurden sehr selten schwere, periphere Durchblutungsstörungen infolge 

verstärkter Gefäßverengung beschrieben; ebenfalls sehr selten wurde das Auftreten eines 

Brands (Gangrän) der Beine beobachtet (diese Reaktion ist auch bei gleichzeitiger Anwendung 

von Dihydroergotaminmesilat und β-Rezeptorenblockern nicht auszuschließen); 

–  vor der Behandlung mit Sumatriptan und anderen Triptanen (z. B. Almotriptan, Eletriptan, 

Zolmitriptan) – Sie sollten die Einnahme von Arzneimitteln, die diese Stoffe enthalten, 

frühestens 24 Stunden nach Beendigung der Behandlung mit Effortil comp. - Tropfen beginnen, 

da es sonst zu einer Verstärkung der gefäßverengenden Wirkung von Dihydroergotaminmesilat 

kommen kann. 

Die andauernde Einnahme von Effortil comp. - Tropfen in höheren als den empfohlenen Dosen ist zu 

vermeiden, da diese zu Gefäßkrämpfen führen kann. 

Die Anwendung des Arzneimittels Effortil comp. - Tropfen kann bei Dopingkontrollen zu positiven 

Ergebnissen führen. 

Halten Sie unbedingt die Höchstdosen und Dosierungsabstände, die unter „Wie ist Effortil comp. 

einzunehmen?“ angegeben sind, ein. Bei ersten Zeichen einer Überdosierung (siehe auch „Wenn Sie 

eine größere Menge von Effortil comp. eingenommen haben, als Sie sollten“) ist das Arzneimittel 

abzusetzen und unverzüglich der behandelnde Arzt zu Rate zu ziehen. 

Bei Einnahme von Effortil comp. mit anderen Arzneimitteln 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden 

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht 

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. 

Verstärkung der Wirkung 

Bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln gegen Bluthochdruck (Reserpin, 

Guanethidin), bestimmten Nebennierenrindenhormonen (Mineralkortikoide), Schilddrüsenhormonen, 

bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Asthma (Sympathomimetika), bestimmten 

Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen (trizyklische Antidepressiva oder MAO-Hemmer), 

Schilddrüsenhormonen, bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Allergien (Antihistaminika) 

oder Calcium-Präparaten ist eine Verstärkung der blutdrucksteigernden Wirkung möglich. 

Herzwirksame Digitalispräparate in höherer Dosierung und bestimme Narkosegase (so genannte 

halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe) können die Wirkung auf den Herzmuskel verstärken 

und so zu Herzrhythmusstörungen führen. 

Bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten antibiotisch wirkenden Arzneimitteln (Makrolide, 

Tetrazykline), bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung einer HIV-Infektion (HIV-Protease-

Hemmer), Katecholaminen (Noradrenalin, Dopamin), bestimmten Arzneimitteln gegen Bluthochdruck 

und Angina pectoris (β-Rezeptorenblocker), Sumatriptan und anderen Arzneimitteln mit Wirkstoffen 

aus der Klasse der 5-HT

-Rezeptorantagonisten sowie Glyceroltrinitrat kann es zu verstärkter 

Verengung der Gefäße kommen. 

Die gleichzeitige Verabreichung von Etilefrinhydrochlorid und Atropin kann zu einer Verstärkung der 

Wirkung von Etilefrin und zu einem Anstieg der Herzfrequenz führen. 

Verminderung der Wirkung 

Chinidin, ein Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, vermindert die blutdrucksteigernde 

Wirkung von Etilefrinhydrochlorid, so genannte adrenerge Rezeptorenblocker (α-Blocker und 

-Blocker) können sie teilweise oder vollständig aufheben. Die gleichzeitige Anwendung von 

-Rezeptorenblockern soll wegen der Möglichkeit einer zu starken Verlangsamung der 

Herzschlagfolge (Reflexbradykardie) vermieden werden. 

Auswirkungen auf andere Arzneimittel 

Die gleichzeitige Verabreichung von Etilefrinhydrochlorid und Arzneimitteln zur Behandlung der 

Zuckerkrankheit (Antidiabetika) führt zu einer verminderten Blutzuckersenkung. 

Die Wirkung von gefäßerweiternden Arzneimitteln (Vasodilatatoren, z. B. Nitrate oder Calcium-

Antagonisten) wird abgeschwächt. 

Bei Einnahme von Effortil comp. zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken 

Effortil comp. - Tropfen werden mit etwa einem halben Glas Wasser (50-100 ml) verdünnt 

eingenommen. Effortil comp. - Tropfen sind vor den Mahlzeiten einzunehmen. 

Schwangerschaft und Stillzeit 

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. 

Effortil comp. - Tropfen dürfen während der ersten drei Monate der Schwangerschaft und in der 

Stillzeit nicht eingenommen werden. Ab dem 4. Monat der Schwangerschaft dürfen Effortil comp. - 

Tropfen nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung eingenommen werden. 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum 

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Einige der möglichen Nebenwirkungen von Effortil comp. - 

Tropfen können die Aufmerksamkeit oder die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen (Schwindel, Unruhe, 

Muskelzittern). Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, dürfen Sie bis zum Abklingen der 

Symptome keine Fahrzeuge lenken und keine gefährlichen Maschinen bzw. Werkzeuge bedienen. 

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Effortil comp. 

Effortil comp. - Tropfen enthalten 63,4 Vol.-% Alkohol. Jede Dosis zu 25 Tropfen enthält bis zu 

417 mg Ethanol. Dies kann für Patienten, welche an Lebererkrankungen, Alkoholismus, Epilepsie 

oder ZNS-Erkrankungen leiden, sowie für Schwangere oder Kinder schädlich sein. Die Wirkung 

anderer Arzneimittel kann verändert oder verstärkt werden. 

3.  WIE IST EFFORTIL COMP. EINZUNEHMEN? 

Nehmen Sie Effortil comp. - Tropfen immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie 

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. 

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Einzeldosis bei Jugendlichen über 16 Jahren und 

Erwachsenen 25 Tropfen. 

Eine Tagesdosis von 3 x 25 Tropfen (entsprechend einer Tagesdosis von 25 mg Etilefrinhydrochlorid 

und 5 mg Dihydroergotaminmesilat) darf insbesondere bei längerer Einnahme nicht überschritten 

werden. 

Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt nach Ihrem persönlichen Beschwerdebild festgelegt. 

Nach einigen Monaten, mindestens jedoch alle 6 Monate, wird Ihr Arzt jeweils überprüfen, ob eine 

Einnahme von Effortil comp. - Tropfen weiterhin erforderlich ist. 

Effortil comp. - Tropfen wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 

16 Jahren aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit. 

Effortil comp. - Tropfen werden mit etwa einem halben Glas Wasser (50-100 ml) verdünnt 

eingenommen. Effortil comp. - Tropfen sind vor den Mahlzeiten einzunehmen. 

Hinweis für die Handhabung 

Falls erforderlich, zum Antropfen leicht auf den Flaschenboden tippen. 

Wenn Sie eine größere Menge von Effortil comp. eingenommen haben, als Sie sollten 

Bei einer erheblichen Überschreitung der vorgesehenen Dosierung nehmen Sie bitte unverzüglich 

ärztliche Hilfe in Anspruch. Anzeichen einer Überdosierung können sein: 

Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz, Herzklopfen (Palpitationen), erhöhte Herzschlagfolge 

(Tachykardie), starker Blutdruckanstieg oder Blutdruckabfall, Erregung, Engegefühl, Brustschmerzen, 

Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen), Schwindelgefühl, Unruhe, Schweißausbruch sowie Taubheit, 

Kribbeln, Schmerzen und Blauverfärbung (Zyanose) der Gliedmaßen. Bei Säuglingen und 

Kleinkindern kann eine Überdosierung zu herabgesetzter Atemleistung (zentrale Atemdepression) und 

Koma führen. 

In schweren Fällen können intensivmedizinische Maßnahmen erforderlich sein. 

Wenn Sie die Einnahme von Effortil comp. vergessen haben 

Setzen Sie die Einnahme zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn 

Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. 

Wenn Sie die Einnahme von Effortil comp. abbrechen 

Wenn die Behandlung mit Effortil comp. - Tropfen abgebrochen wird, können die ursprünglichen 

Beschwerden wieder auftreten. Sie sollten daher Effortil comp. - Tropfen so lange einnehmen, wie Ihr 

Arzt es verordnet. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung abbrechen 

wollen. 

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder 

Apotheker. 

4.  WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH? 

Wie alle Arzneimittel können Effortil comp. - Tropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei 

jedem auftreten müssen. 

Häufig können Kopfschmerzen, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen (insbesondere zu schnelle 

Schlagfolge des Herzens), Übelkeit und Erbrechen, allergische Hautreaktionen (Schwellungen, 

Juckreiz, Ausschlag) sowie Schwitzen auftreten. 

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet: 

sehr häufig:  betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 

häufig:  betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 

gelegentlich:  betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 

selten:  betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000 

sehr selten:  betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000 

nicht bekannt:  Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar 

Erkrankungen des Immunsystems 

nicht bekannt:  Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) 

Psychiatrische Erkrankungen 

gelegentlich:  Angstzustände, Schlaflosigkeit 

Erkrankungen des Nervensystems 

häufig:  Kopfschmerzen 

gelegentlich:  Muskelzittern, Unruhe, Schwindel 

Herzerkrankungen 

gelegentlich:  Herzrhythmusstörungen, Tachykardie, Palpitationen 

sehr selten:  ventrikuläre Herzrhythmusstörungen, Präkordialschmerz 

nicht bekannt:  Schmerzen und Engegefühl in der Brust (Angina pectoris), Blutdruckanstieg 

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts 

häufig:  Erbrechen 

gelegentlich:  Übelkeit 

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort 

nicht bekannt:  Schwitzen 

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes 

häufig:  allergische Hautreaktionen (Schwellungen, Juckreiz, Ausschlag) 

sehr selten:  Fibrosen (siehe unten) 

Selten können überschießender Blutdruckanstieg, sehr selten Rhythmusstörungen der Herzkammer, 

Schmerzen in der Herzgegend und Bindegewebsveränderungen (siehe unten) auftreten. 

Bei Wirkstoffen aus der Klasse der Mutterkornalkaloide, zu denen z. B. Dihydroergotaminmesilat, 

einer der beiden Wirkstoffe von Effortil comp. - Tropfen, gehört, wurden insbesondere nach 

mehrjähriger Einnahme in hohen Dosen Bindegewebsveränderungen beobachtet. Diese betrafen vor 

allem das Rippenfell (mit den klinischen Zeichen von z. B. Hustenreiz in Verbindung mit Atemnot) 

und den Raum hinter dem Bauchfell (z. B. mit Rückenschmerzen und Verengung der ableitenden 

Harnwege). Ebenfalls wurden Verdickungen der Herzklappen, eventuell mit Beeinträchtigung der 

Klappenfunktion, beschrieben. 

Bei langer und zu hoch dosierter Einnahme von Dihydroergotaminmesilat können gelegentlich als 

Folge einer Gefäßverengung Durchblutungsstörungen in den Arterien der Gliedmaßen auftreten: es 

kann zu anhaltenden Missempfindungen (z. B. Taubheitsgefühl oder Kältegefühl) in Händen und 

Füßen, zu Muskelschmerzen in Armen und Beinen sowie zu einer Blauverfärbung (Zyanose) der 

Gliedmaßen kommen. Sehr selten wurde Brand (Gangrän) der Beine beschrieben. In diesem Fall ist 

die Einnahme des Arzneimittels sofort abzubrechen und Rücksprache mit dem Arzt zu nehmen. 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie 

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser 

Gebrauchsinformation angegeben sind. 

5.  WIE IST EFFORTIL COMP. AUFZUBEWAHREN? 

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Nach Anbruch 6 Monate verwendbar. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum 

nicht mehr verwenden. 

6.  WEITERE INFORMATIONEN 

Was Effortil comp. enthält 

–  Die Wirkstoffe sind: Etilefrinhydrochlorid (10 mg/ml), Dihydroergotaminmesilat (2 mg/ml) 

–  Die sonstigen Bestandteile sind: Ethanol (500 mg/ml, entsprechend 63,4 Vol.-% Alkohol), 

Methansulfonsäure, gereinigtes Wasser 

Wie Effortil comp. aussieht und Inhalt der Packung 

Klare, farblose Lösung 

1 ml entspricht 30 Tropfen. 

Braunglasflaschen mit Polyethylenverschluss zu 20 und 50 ml 

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller 

Zulassungsinhaber 

Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG 

Dr. Boehringer-Gasse 5-11, 1121 Wien 

Hersteller 

Istituto De Angeli S.R.L. 

Reggello (Florenz), Italien 

Z.Nr.: 17802 

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Jänner 2010. 

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: 

Gegenmaßnahmen bei Intoxikationen 

Nach kurz zurückliegender Einnahme Entfernung des Arzneimittels aus dem Gastrointestinaltrakt 

durch Magenspülung, gefolgt von der Anwendung medizinischer Kohle und salinischer Abführmittel. 

Die symptomatische Behandlung sollte der Situation entsprechend erfolgen und kann folgende 

Maßnahmen umfassen: 

–  Bei Gefäßspasmen ist die i.v.-Gabe eines peripheren Vasodilatators wie z. B. 

Nitroprussidnatrium, Dihydralazin oder Nifedipin in Betracht zu ziehen. Weiters werden die 

örtliche Anwendung von Wärme an dem betroffenen Körperteil und Krankenpflege empfohlen, 

um Gewebsschäden zu verhindern. 

–  Beim Auftreten von Koronarspasmen sollte eine geeignete Behandlung, z. B. die Gabe von 

Glyceroltrinitrat, durchgeführt werden. 

–  Bei schwerer Überdosierung sollten Intensivmaßnahmen ergriffen werden. Symptome, die auf 

die Wirkung von β

-Sympathomimetika zurückgehen, sollten entsprechend den für diese 

Substanzklasse üblichen therapeutischen Maßnahmen behandelt werden. 

–  Der Einsatz von β-Rezeptorenblockern ist wegen der Möglichkeit überschießender 

Bradykardien besonders abzuwägen.