Ecalta 100 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ecalta 100 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: anidulafunginum 100 mg, fructosum, mannitolum, polysorbatum 80 -, Säure-tartaricum, für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ecalta 100 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antimykotikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58325
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-09-2009
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Ecalta®

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Zusammensetzung

Wirkstoff: Anidulafunginum.

Hilfsstoffe: Fructosum, Mannitolum (E421), Polysorbatum 80 (E433), Acidum Tartaricum (E334).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver mit 100 mg Anidulafungin zur Herstellung einer Infusionslösung (3.33 mg/ml Lösung nach

Rekonstitution, 0.77 mg/ml nach Herstellung einer Infusionslösung).

Pulver: weisser bis grauweisser, lyophilisierter Feststoff.

Die rekonstituierte Lösung hat einen pH von 4.0-6.0.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur Behandlung von Candidämie und invasiver Candidiasis bei erwachsenen Patienten.

Ecalta wurde hauptsächlich bei Infektionen durch Candida albicans untersucht sowie ausserdem bei

Infektionen durch C. glabrata, C. tropicalis und C. parapsilosis (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Für andere Species (wie z.B. C. krusei und C. guilliermondii) liegen bisher nur limitierte Daten vor.

Bei Patienten mit Candida-Endokarditis, Candida-Meningitis oder Candida-Osteomyelitis wurde

Anidulafungin nicht untersucht (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Ecalta sollte von einem Arzt eingeleitet werden, der über Erfahrung in der

Therapie invasiver Pilzinfektionen verfügt. Vor Beginn der Behandlung sollten Proben für

Pilzkulturen gewonnen werden. Die Therapie kann begonnen werden, bevor die Ergebnisse der

Kultur vorliegen, die antimykotische Therapie sollte jedoch entsprechend angepasst werden, wenn

die Ergebnisse verfügbar sind.

Die Dosierung beträgt:

Tag 1: 1× 200 mg

Ab Tag 2: 1× täglich 100 mg

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer hängt vom klinischen Ansprechen des Patienten ab. Im Allgemeinen sind

antimykotische Behandlungen nach der letzten positiven Kultur für mindestens 14 Tage

weiterzuführen.

Da bisher nicht genügend Daten über eine länger dauernde Behandlung mit 100 mg

Anidulafungin/Tag vorliegen, sollte eine Behandlungsdauer von 35 Tagen nicht überschritten

werden.

Art der Anwendung

Bevor Ecalta verabreicht wird, muss das Pulver mit Wasser für Injektionszwecke zu einer

Konzentration von 3.33 mg/ml rekonstituiert und anschliessend auf eine Konzentration von 0.77

mg/ml verdünnt werden (siehe «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung»).

Es wird empfohlen, die maximale Infusionsgeschwindigkeit von 1.1 mg/min (entsprechend 1.4

ml/min bei Rekonstitution und Verdünnung gemäss Anleitung) bei der Verabreichung von

Anidulafungin nicht zu überschreiten. Infusionsbedingte unerwünschte Wirkungen (wie Flush,

Husten, Dyspnoe) sind selten, wenn eine Infusionsgeschwindigkeit von 1.1 mg/min nicht

überschritten wird. Ecalta darf nicht als Bolus-Injektion verabreicht werden (siehe auch «Sonstige

Hinweise/Hinweise für die Handhabung»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Zur Wirksamkeit und Sicherheit von Ecalta bei Patienten unter 18 Jahren liegen nur limitierte Daten

vor (siehe «Pharmakokinetik»). Aus diesem Grund wird die Anwendung von Ecalta bei dieser

Patientenpopulation nicht empfohlen, bis weitere Daten vorliegen.

Ältere Patienten

Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion jeglichen Grades ist keine Dosisanpassung

erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit Einschränkungen der Nierenfunktion jeglichen Grades bis hin zur Dialysepflicht

sind keine Dosisanpassungen notwendig. Anidulafungin kann ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der

Hämodialyse verabreicht werden (siehe «Pharmakokinetik»).

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Anidulafungin, anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der

Echinocandine oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Patienten mit Candida-Endokarditis, -Osteomyelitis oder -Meningitis wurde Ecalta nicht

untersucht.

Die Wirksamkeit von Ecalta wurde nur an einer begrenzten Zahl neutropenischer Patienten

untersucht (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Die klinische Wirksamkeit wurde hauptsächlich bei Infektionen durch Candida albicans untersucht

sowie ausserdem bei Infektionen durch C. glabrata, C. tropicalis und C. parapsilosis. Für seltenere

Species (wie z.B. C. krusei und C. guilliermondii) liegen hingegen nur limitierte Daten vor (siehe

auch «Eigenschaften/Wirkungen»).

Anaphylaktische Reaktionen

In Zusammenhang mit der Anwendung von Anidulafungin wurde über anaphylaktische Reaktionen

bis hin zu anaphylaktischem Schock berichtet. Falls solche Reaktionen auftreten, muss die

Behandlung mit Anidulafungin abgebrochen und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden.

Infusionsbedingte Reaktionen

Darüber hinaus wurde über infusionsbedingte unerwünschte Wirkungen wie Ausschlag, Urtikaria,

Flushing, Pruritus, Dyspnoe, Bronchospasmen und Hypotonie berichtet. In der pivotalen Studie bei

Candidasepsis und invasiver Candidiasis wurden entsprechende Symptome mit folgenden

Häufigkeiten beobachtet: Pruritus 2.3%; Flushing 2.3%; Hautausschlag 1.5%; Urtikaria 0.8%. Solche

infusionsbedingten Reaktionen sind weniger häufig, wenn eine Infusionsgeschwindigkeit von

Anidulafungin von 1.1 mg/min nicht überschritten wird.

Im Rahmen einer präklinischen Studie an Ratten wurde bei der gemeinsamen Verabreichung von

Anidulafungin mit Anästhetika eine Verstärkung der infusionsbedingten Reaktionen beobachtet

(siehe «Präklinische Daten»). Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt. Dennoch

ist bei einer Komedikation von Anidulafungin mit Anästhetika Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen an der Leber

Im Rahmen von Leberfunktionstests wurden bei Patienten und gesunden Probanden, die mit

Anidulafungin behandelt wurden, erhöhte Leberenzymwerte (insbesondere ein

Transaminasenanstieg) beobachtet. Bei einigen Patienten mit schweren Grunderkrankungen, die

zusätzlich zu Anidulafungin multiple Begleitmedikationen erhielten, traten klinisch relevante

Leberwertanomalien auf. In Einzelfällen wurde über eine ausgeprägte Störung der Leberfunktion,

eine Hepatitis oder eine Leberinsuffizienz berichtet; ein ursächlicher Zusammenhang mit

Anidulafungin ist nicht belegt. Sollte der Patient während der Behandlung mit Anidulafungin

pathologische Leberenzymwerte entwickeln, muss eine Überwachung der Leberfunktion erfolgen

(d.h. insbesondere auf eine mögliche Verschlechterung geachtet werden), und das Risiko/Nutzen-

Verhältnis einer Weiterführung der Behandlung mit Anidulafungin sollte ermittelt werden.

Bei Patienten mit seltener hereditärer Fruktoseintoleranz sollte dieses Arzneimittel nicht angewendet

werden.

Interaktionen

In vitro-Studien zeigten, dass Anidulafungin nicht durch humanes Cytochrom P450 oder isolierte

humane Hepatozyten metabolisiert wird und die Aktivität der humanen CYP-Isoformen (1A2, 2B6,

2C8, 2C9, 2C19, 2D6, 3A) in klinisch relevanten Konzentrationen nicht signifikant hemmt. Zu

beachten ist, dass diese in vitro-Studien mögliche Interaktionen in vivo nicht vollständig

ausschliessen können.

Es wurden keine klinisch relevanten Wechselwirkungen zwischen Anidulafungin und den folgenden

Arzneimitteln (für welche eine gemeinsame Verabreichung mit Anidulafungin wahrscheinlich ist)

beobachtet.

Ciclosporin (CYP3A4-Substrat): Die maximale Plasmakonzentration von Anidulafungin im Steady-

State (Cmax) wurde durch die zweimal tägliche Gabe von 1.25 mg/kg Ciclosporin oral nicht

signifikant verändert; die AUC war jedoch um 22% erhöht. Die unerwünschten Wirkungen bei

gleichzeitiger Gabe von Ciclosporin unterschieden sich nicht von jenen unter alleiniger Gabe von

Anidulafungin.

In einer in vitro-Studie zeigte Anidulafungin keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von

Ciclosporin.

Für keines der beiden Arzneimittel ist eine Dosisanpassung erforderlich, wenn sie gemeinsam

verabreicht werden. Es sollte jedoch die Leberfunktion überwacht werden.

Tacrolimus (CYP3A4-Substrat): Bei gleichzeitiger Gabe von Tacrolimus (orale Einzeldosis von 5

mg) und Anidulafungin (100 mg pro Tag im Anschluss an eine Anfangsdosis von 200 mg) waren

Cmax im Steady-State und AUC von Anidulafungin und Tacrolimus nicht signifikant verändert. Für

keines der beiden Arzneimittel ist eine Dosisanpassung erforderlich, wenn sie gemeinsam

verabreicht werden.

Voriconazol (CYP2C19, CYP2C9, CYP3A4 Inhibitor und Substrat): Bei gleichzeitiger Gabe von

Anidulafungin (100 mg pro Tag im Anschluss an eine Anfangsdosis von 200 mg) und Voriconazol

(2× 200 mg täglich oral im Anschluss an 2× 400 mg am ersten Tag als Anfangsdosis) waren Cmax

im Steady-State und AUC von Anidulafungin und Voriconazol nicht signifikant verändert. Für

keines der beiden Arzneimittel ist eine Dosisanpassung erforderlich, wenn sie gemeinsam

verabreicht werden.

Amphotericin B: In einer Wirksamkeitsstudie wurde die Pharmakokinetik von Anidulafungin

(100 mg täglich) durch die gemeinsame Verabreichung mit Amphotericin B (in Dosen bis zu 5

mg/kg/Tag) nicht signifikant verändert, verglichen mit den Daten von Patienten, die kein

Amphotericin B erhielten. Es ist keine Dosisanpassung von Anidulafungin erforderlich.

Rifampicin (potenter CYP450-Induktor): In einer populationspharmakokinetischen Analyse an den

Daten von 27 Patienten, die Anidulafungin (50 oder 75 mg pro Tag) und gleichzeitig Rifampicin

(Dosen bis zu 600 mg/Tag) erhielten, fand sich keine signifikante Veränderung der

pharmakokinetischen Parameter von Anidulafungin durch die gemeinsame Verabreichung mit

Rifampicin. Es ist keine Dosisanpassung von Anidulafungin erforderlich.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine klinischen Daten für die Anwendung von Anidulafungin bei Schwangeren vor.

Die Verabreichung von Anidulafungin an trächtige Kaninchen verursachte maternale Toxizität und

geringfügige Entwicklungsstörungen (siehe «Präklinische Daten»).

Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Anidulafungin darf während der

Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig.

Stillzeit

Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Anidulafungin in die Muttermilch übertritt. Es ist

nicht bekannt, ob Anidulafungin auch beim Menschen in die Muttermilch übertritt. Die

Entscheidung, das Stillen fortzusetzen oder abzustillen bzw. die Behandlung mit Anidulafungin

fortzusetzen oder abzubrechen, sollte im Hinblick auf den Nutzen von Anidulafungin für die Mutter

und den Nutzen des Stillens für den Säugling getroffen werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Im Rahmen klinischer Studien erhielten 1'565 Patienten mindestens eine Dosis Anidulafungin

intravenös: 1'308 in Phase-2/3-Studien (923 Patienten mit Candidämie bzw. invasiver Candidiasis,

355 Patienten mit oraler/ösophagealer Candidiasis, 30 Patienten mit invasiver Aspergillose) und 257

Probanden in Phase-1-Studien.

Häufigste unerwünschte Wirkungen waren dabei Diarrhoe, Übelkeit und Hypokaliämie (bei jeweils

>10% der Patienten).

In klinischen Studien wurden unter Anidulafungin infusionsbedingte Reaktionen berichtet, unter

anderem Flushing, Pruritus, Hautausschlag und Urtikaria.

In der nachfolgenden Aufstellung sind die unerwünschten Wirkungen nach Organsystem (MedDRA-

Terminologie) und Häufigkeit angegeben, welche in den klinischen Studien unter Behandlung mit

100 mg Anidulafungin oder während der Marktüberwachung beobachtet wurden. Die Häufigkeiten

sind dabei wie folgt definiert: «sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich»

(≥1/1'000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000) und «nicht bekannt»

(basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann

nicht abgeschätzt werden).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Clostridium Colitis.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Thrombozytopenie, Thrombozytose.

Gelegentlich: Koagulopathie.

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer Schock.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hypokaliämie (11.5%).

Häufig: Hypomagnesämie, Hyperkaliämie, Hyperglykämie, Hypernatriämie, Hyperkalzämie.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Konvulsionen.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Verschwommensehen, Augenschmerzen, Sehstörungen.

Herzerkrankungen

Häufig: Vorhofflimmern, ventrikuläre Extrasystolen.

Gelegentlich: Sinusarrhythmie, Rechtsschenkelblock.

Gefässerkrankungen

Häufig: Hypotonie, Hypertonie, Thrombose.

Gelegentlich: Flushing.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums

Häufig: Bronchospasmen (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Sehr häufig: Diarrhoe (12.0%), Übelkeit (10.5%).

Häufig: Erbrechen, Obstipation.

Gelegentlich: Oberbauchschmerzen, Erhöhung von Serumamylase und -lipase.

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: erhöhte alkalische Phosphatase, erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte

Aspartataminotransferase, erhöhtes Billirubin, Cholestase.

Gelegentlich: Erhöhte Gamma-Glutamyltransferase.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag, Pruritus.

Gelegentlich: Urtikaria.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Rückenschmerzen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: erhöhtes Serumkreatinin, erhöhter Serumharnstoff.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Schmerzen an der Infusionsstelle.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung können die im Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen» genannten

Nebenwirkungen auftreten.

Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Im Falle einer Überdosierung sollten ggf. allgemeine

supportive Massnahmen eingeleitet werden. Anidulafungin ist nicht dialysierbar.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J02AX06

Wirkungsmechanismus

Anidulafungin ist ein semisynthetisches Echinocandin, ein Lipopeptid, das aus einem

Fermentationsprodukt von Aspergillus nidulans synthetisiert wird.

Sein Wirkungsmechanismus beruht auf der selektiven Hemmung der 1,3-β-D-Glucansynthase, einem

Enzym, welches in Pilzzellen vorliegt, jedoch nicht in Säugerzellen. Dies führt zu einer Hemmung

der Synthese von 1,3-β-D-Glukan, einem wesentlichen Bestandteil der Pilzzellwand. Anidulafungin

wirkt fungizid gegen Candida-Species und ist aktiv gegen Regionen mit aktivem Zellwachstum in

den Hyphen von Aspergillus fumigatus.

Wirkung in-vitro

In-vitro war Anidulafungin wirksam gegen C. albicans, C. glabrata, C. parapsilosis, C. krusei und

C. tropicalis. Zur klinischen Bedeutung dieser Befunde siehe «Klinische Wirksamkeit».

In vitro-Daten zeigen, dass die MHK-Werte von Anidulafungin gegenüber C. parapsilosis höher sind

als gegenüber anderen Candida-Species. Dies beruht vermutlich auf einer intrinsischen Veränderung

im Zielgen. In den klinischen Studien ergab sich bezüglich der Responseraten für Anidulafungin

(siehe «Klinische Wirksamkeit») bei Nachweis von C. parapsilosis kein relevanter Unterschied

gegenüber anderen Species. Der Einsatz von Echinocandinen bei einer durch C. parapsilosis

verursachten systemischen Candida-Infektion sollte jedoch nicht als Therapie der ersten Wahl

angesehen werden.

Auch für C. guilliermondii wurden höhere MHK-Werte gefunden.

Vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) wurden ein

Standardverfahren zur Testung der Empfindlichkeit von Candida-Arten gegenüber Anidulafungin

sowie folgende Grenzwerte für die Interpretation etabliert.

Tabelle 1: EUCAST-Grenzwerte

Candida-Art

MHK-Grenzwert (mg/l)

≤ S (Empfindlich) > R (Resistent)

Candida albicans

0.03

0.03

Candida glabrata

0.06

0.06

Candida tropicalis

0.06

0.06

Candida krusei

0.06

0.06

Candida parapsilosis

0.002

Andere Candida spp.

Unzureichende Evidenz

Es gibt Berichte über Candida-Isolate mit reduzierter Empfindlichkeit gegenüber Echinocandinen

(einschliesslich Anidulafungin). Die klinische Relevanz ist bisher nicht geklärt, d.h. es ist nicht

bekannt, ob ein Zusammenhang zwischen in vitro-Aktivität und klinischem Ansprechen besteht.

Klinische Wirksamkeit

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Anidulafungin wurde in einer pivotalen, randomisierten,

doppelblinden, multizentrischen, multinationalen Phase-3-Studie an n=256 Patienten im Alter von

16-91 Jahren mit Candidämie sowie einer begrenzten Zahl von Patienten mit invasiver Candidose

(tiefe Candida-Infektionen oder Abszesse, z.B. intraabdomineller Abszess) untersucht. Davon litten

219 Patienten (116 unter Anidulafungin (91.3%), 103 unter Fluconazol (87.3%)) nur an Candidämie;

5.5% der Patienten im Anidulafungin-Arm und 9.3% der Patienten im Fluconazol-Arm zeigten

ausschliesslich Infektionen in anderen, normalerweise sterilen Bereichen; 3.1% der Patienten im

Anidulafungin Arm und 3.4% der Patienten im Fluconazol Arm wiesen sowohl eine Candidämie als

auch eine Infektion in anderen, normalerweise sterilen Bereichen auf.

Die Patienten erhielten entweder einmal täglich Anidulafungin i.v. (Initialdosis 200 mg gefolgt von

100 mg täglich) oder Fluconazol i.v. (Initialdosis 800 mg gefolgt von 400 mg täglich). Die

Behandlung wurde über mindestens 14 Tage und maximal 42 Tage durchgeführt. Die Patienten

beider Studienarme konnten nach einer mindestens 10 Tage dauernden intravenösen Therapie auf

orales Fluconazol umgestellt werden, vorausgesetzt, dass eine orale Verabreichung für sie verträglich

war, sie mindestens 24 Stunden fieberfrei und die letzten Blutkulturen negativ für sämtliche

Candida-Spezies waren. Die Patienten wurden für 6 Wochen über das Therapieende hinaus

beobachtet.

Primärendpunkt war das allgemeine Ansprechen (Global Response) am Ende der intravenösen

Therapie. Eine Klassifikation als Response erforderte dabei sowohl eine klinische Verbesserung als

auch eine mikrobiologische Eradikation.

Die zu Beginn der Studie am häufigsten isolierte Spezies war C. albicans (63.8% Anidulafungin,

59.3% Fluconazol), gefolgt von C. glabrata (15.7% bzw. 25.4%), C. parapsilosis (10.2% bzw.

13.6%) und C. tropicalis (11.8% bzw. 9.3%). Nur 3% der Patienten waren neutropenisch (ANC

≤500), und 81% hatten einen APACHE II-Score ≤20.

Im primären Endpunkt war Anidulafungin dem Fluconazol signifikant überlegen. Im Anidulafungin-

Arm wiesen 96 Patienten (75.6%) einen Gesamterfolg auf, im Fluconazol-Arm 71 Patienten (60.2%).

Die Therapiedifferenz (Differenz zwischen der Erfolgsrate für Anidulafungin und jener für

Fluconazol) lag bei 15.4% (95% CI: 3.9, 27.0).

Die Befunde der wesentlichen Sekundärendpunkte (klinische Response, mikrobiologische Response)

sowie jene für die Global Response am Ende jeglicher antimykotischer Behandlung (d.h.

einschliesslich einer eventuellen oralen Fluconazol-Therapie) waren hierzu konsistent.

Darüber hinaus wurden 6 weitere Phase III/IV-Studien zur Wirksamkeit von Anidulafungin bei

Candidämie und invasiver Candidiasis durchgeführt, in welche unter anderem auch neutropenische

Patienten (definiert als absolute Neutrophilenzahl ≤500 Zellen/mm3, Leukozytenzahl

≤500 Zellen/mm3 oder Einstufung als neutropenisch durch den Prüfarzt zu Studienbeginn) sowie

solche mit Infektionen tiefer Gewebe (sogenannte Deep Tissue Infections, DTI) eingeschlossen

waren. Bei vier dieser Studien handelte es sich um offene, unkontrollierte Studien; zwei weitere

Studien wurden doppelblind mit Caspofungin als aktivem Komparator durchgeführt. Ansonsten war

das Studiendesign dieser Studien jenem der pivotalen Studien ähnlich.

Die Wirksamkeit in diesen Subpopulationen wurde darüber hinaus in einer gepoolten Analyse der

Daten sämtlicher Studien untersucht.

Wirksamkeit bei neutropenischen Patienten

In die gepoolte Analyse gingen Daten von insgesamt 46 neutropenischen Patienten ein. Bei den

meisten dieser Patienten (39/46) lag ausschliesslich eine Candidämie vor. Die häufigsten zu

Studienbeginn isolierten Pathogene waren C. tropicalis (16/46), C. krusei (9/46), C. parapsilosis

(8/46), C. albicans (7/46) und C. glabrata (7/46). Die Global Response (gemäss obiger Definition)

betrug am Ende der intravenösen Behandlung 56.5%, am Ende jeglicher antimykotischer

Behandlung (d.h. einschliesslich einer eventuellen Umstellung auf eine orale Fluconazol-Therapie)

52.2%.

Wirksamkeit bei Infektionen tiefer Gewebe (DTI)

In die o.g. gepoolte Analyse gingen die Daten von insgesamt 129 Patienten mit DTI ein, davon

hatten 16% eine begleitende Candidämie.

Am häufigsten war die Infektion intraabdominal lokalisiert (Peritonealhöhle: 54%, Leber und/oder

Gallenwege: 7%), gefolgt von der Pleurahöhle (5%).

Die häufigsten bei Studienbeginn aus einem tiefen Gewebe isolierten Pathogene waren C. albicans

(64%), C. glabrata (31%) und C. tropicalis (12%).

Die Global Response (gemäss obiger Definition) betrug am Ende der intravenösen Behandlung

79.1%, am Ende jeglicher antimykotischer Therapie 72.9%.

Wirksamkeit bei Infektionen durch C. krusei

In der pivotalen Studie stellten Infektionen durch C. krusei ein Ausschlusskriterium dar, da diese

Species gegenüber dem Komparator Fluconazol eine bekannte Resistenz aufweist. Die Wirksamkeit

bei dieser Species wurde daher an den gepoolten Daten der übrigen 6 Studien untersucht. In die

gepoolte Analyse gingen Daten von insgesamt 19 Patienten ein. 11 Patienten wiesen ausschlieslich

eine Candidämie, die übrigen 8 zusätzlich eine Gewebeinfektion auf. Der Anteil neutropenischer

Patienten war mit 8/19 hoch. Die Global Response (gemäss obiger Definition) lag am Ende der

intravenösen Behandlung bei 14/19, am Ende jeglicher antimykotischer Therapie bei 12/19.

Patienten mit Candida-Endocarditis, -Osteomyelitis oder -Meningitis waren von sämtlichen Studien

ausgeschlossen.

Sicherheitspharmakodynamik

Eine thorough QT study wurde mit Anidulafungin nicht durchgeführt.

Pharmakokinetik

Bei Patienten mit Pilzinfektionen entspricht die Pharmakokinetik von Anidulafungin gemäss

populations-pharmakokinetischer Analysen jener bei gesunden Probanden. Unter einer täglichen

Dosis von 100 mg nach einer Anfangsdosis von 200 mg an Tag 1, bei einer Infusionsrate von 1.1

mg/min, lag im Steady-State die Cmax bei etwa 7 mg/l, die Cmin bei etwa 3 mg/l, die mittlere

AUCss bei etwa 110 mg × h/l.

Die inter-individuelle Variabilität der systemischen Exposition war gering (Variationskoeffizient

~25%). Das Steady-State wurde am ersten Tag nach Verabreichung der Anfangsdosis (in der Höhe

des Doppelten der täglichen Erhaltungsdosis) erreicht.

Anidulafungin zeigt bei einmal täglicher Gabe über einen weiten Dosisbereich (15-130 mg) eine

lineare Pharmakokinetik.

Distribution

Die Pharmakokinetik von Anidulafungin ist durch eine schnelle Verteilungshalbwertszeit (0.5-1

Stunde) und ein Verteilungsvolumen von 30-50 l charakterisiert, welches mit dem

Gesamtkörperwasser vergleichbar ist. Anidulafungin wird zu mehr als 99% an humane

Plasmaproteine gebunden.

Zum Übertritt von Anidulafungin in die Cerebrospinalflüssigkeit und/oder durch die Blut-Hirn-

Schranke liegen keine Informationen vor.

Metabolismus

Für Anidulafungin wurde keine hepatische Metabolisierung beobachtet. Anidulafungin ist kein

klinisch relevantes Substrat von Cytochrom-P450-Isoenzymen.

Anidulafungin unterliegt bei physiologischer Temperatur und pH einem langsamen chemischen

Abbau zu einem Peptid mit offener Ringstruktur, das keine antimykotische Wirkung mehr aufweist.

Die Halbwertszeit des Abbaus von Anidulafungin in vitro unter physiologischen Bedingungen

beträgt etwa 24 Stunden. In vivo wird der ringgeöffnete Metabolit anschliessend durch Peptidasen

abgebaut.

Elimination

Die Clearance von Anidulafungin liegt bei etwa 1 l/h. Anidulafungin wird hauptsächlich über die

Galle ausgeschieden. Es weist eine dominante Eliminationshalbwertszeit von ungefähr 24 Stunden

auf, die den Grossteil des Konzentrations-Zeit-Profils im Plasma kennzeichnet, und eine terminale

Halbwertszeit von 40-50 Stunden, welche die terminale Eliminationsphase des Profils charakterisiert.

Etwa 30% der verabreichten radioaktiv markierten Dosis wurden über 9 Tage mit den Fäzes

ausgeschieden, davon weniger als 10% als intakter Wirkstoff. Die renale Clearance ist gering,

weniger als 1% der verabreichten radioaktiv markierten Dosis wurde über den Urin ausgeschieden. 6

Tage nach Applikation fielen die Anidulafunginkonzentrationen unter die quantitative

Nachweisgrenze. Geringfügige Mengen der Radioaktivität wurden bis zu 8 Wochen nach der

Applikation in Blut, Urin und Fäzes gefunden.

Pharmakokinetik spezieller Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Anidulafungin nach mindestens 5 Tagesdosen wurde an 24

immunkompromittierten Kindern (2-11 Jahre) und Jugendlichen (12-17 Jahre) mit Neutropenie

untersucht. Das Steady-State wurde am ersten Tag nach der Anfangsdosis (in der Höhe des

Doppelten der täglichen Erhaltungsdosis) erreicht, und die Cmax im Steady-State sowie die AUCss

nahmen dosisabhängig zu. Die systemische Exposition unter einer täglichen Erhaltungsdosis von

0.75 und 1.5 mg/kg/Tag in dieser Population war vergleichbar jener, die bei Erwachsenen unter 50

bzw. 100 mg/Tag beobachtet wurde.

Ältere Patienten

Eine populations-pharmakokinetische Analyse zeigte, dass sich die mediane Clearance zwischen der

Gruppe der älteren Patienten (≥65 Jahre, mediane Cl = 1.07 l/h) und der Gruppe der jüngeren

Patienten (<65 Jahre, mittlere Cl = 1.22 l/h) zwar geringfügig unterscheidet, der Bereich, in dem die

Clearancewerte lagen, war jedoch gleich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Pharmakokinetik von Anidulafungin wurde bei Probanden mit Child-Pugh Klassifizierungen A,

B und C untersucht. Die Anidulafunginkonzentrationen waren bei Patienten mit Leberinsuffizienz

jeden Schweregrades nicht erhöht. Bei Patienten mit Child-Pugh Klasse C wurde eine geringfügige

Abnahme der AUC beobachtet, die sich jedoch innerhalb des Bereichs der Populationsschätzungen

für gesunde Probanden bewegte.

Eingeschränkte Nierenfunktion

In einer klinischen Studie an Patienten mit leichter, mittelschwerer, schwerer oder terminaler

(dialysepflichtiger) Niereninsuffizienz unterschieden sich die pharmakokinetischen Werte nicht von

den Werten der Probanden mit normaler Nierenfunktion. Anidulafungin ist nicht dialysierbar und

kann unabhängig vom Zeitpunkt der Hämodialyse verabreicht werden.

Geschlecht

Die Plasmakonzentrationen von Anidulafungin waren bei gesunden Männern und Frauen

vergleichbar. In Patientenstudien mit Mehrfachgaben war die Wirkstoff-Clearance bei Männern

leicht höher (etwa 22%).

Körpergewicht

Obwohl das Körpergewicht in der populations-pharmakokinetischen Analyse als eine der Ursachen

der Variabilität der Clearance identifiziert wurde, hat es nur eine geringe klinische Relevanz für die

Pharmakokinetik von Anidulafungin.

Ethnische Zugehörigkeit

Die Pharmakokinetik von Anidulafungin war bei Kaukasiern, Personen schwarzer Hautfarbe,

Asiaten und Lateinamerikanern vergleichbar.

Präklinische Daten

Mutagenität und Kanzerogenität

In vivo und in vitro durchgeführte Genotoxizitätsstudien zu Anidulafungin lieferten keine Evidenz

für ein genotoxisches Potential. Tierexperimentelle Langzeitstudien zur Evaluierung des

karzinogenen Potentials von Anidulafungin wurden nicht durchgeführt.

Reproduktionstoxizität

Die Verabreichung von Anidulafungin an Ratten liess keine Wirkungen auf die Reproduktion,

einschliesslich der Fertilität männlicher und weiblicher Tiere, erkennen.

Anidulafungin führte bei Ratten bei der höchsten getesteten Dosis zu keiner arzneimittelbedingten

Entwicklungstoxizität. Auswirkungen auf die Entwicklung, die bei Kaninchen beobachtet wurden

(leicht reduziertes Gewicht des Föten) traten nur in der Gruppe mit der höchsten Dosis auf, eine

Dosis, die auch zu einer Toxizität bei den Muttertieren führte.

Weitere Untersuchungen

Ratten erhielten Anidulafungin in drei Dosierungen und wurden innerhalb von einer Stunde mit einer

Kombination von Ketamin und Xylazin betäubt. Bei den Ratten in der Hochdosisgruppe kam es zu

infusionsbedingten Reaktionen, die durch die Anästhesie verstärkt wurden. Bei einigen Ratten in der

Gruppe mit der mittleren Dosis kam es zu ähnlichen Erscheinungen, jedoch erst nach Gabe der

Anästhetika. In der Gruppe mit der niedrigen Dosis kam es zu keinen unerwünschten Reaktionen,

weder ohne noch mit der Anästhesie. Auch in der Gruppe mit der mittleren Dosis kam es ohne

Anästhesie zu keinen infusionsbedingten Reaktionen. Die klinische Relevanz dieser Beobachtungen

ist nicht bekannt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Ecalta darf ausser mit den in Abschnitt «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung»

aufgeführten Arzneimitteln nicht mit anderen Arzneimitteln oder Elektrolyten gemischt oder

gemeinsam verabreicht werden.

Haltbarkeit

Verfalldatum beachten.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank (2-8 °C) aufbewahren. Das Pulver kann bis zu 96 Stunden bei maximal 25 °C

gelagert und danach wieder im Kühlschrank (2-8 °C) aufbewahrt werden.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Rekonstituierte Lösung

Die rekonstituierte Lösung ist bis zu 24 Stunden bei maximal 25 °C chemisch und physikalisch

stabil. Aufgrund dieser Daten soll die rekonstituierte Lösung innerhalb dieser Zeit zur

Infusionslösung weiter verdünnt werden.

Infusionslösung

Die Infusionslösung ist während 48 Stunden bei maximal 25 °C oder mindestens 72 Stunden

tiefgefroren (-20 °C) chemisch und physikalisch stabil.

Aus mikrobiologischer Sicht muss die rekonstituierte Lösung bzw. die Infusionslösung sofort

verwendet werden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und

-bedingungen in der Verantwortung des Anwenders.

Hinweise für die Handhabung

Anidulafungin muss mit Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert und darf nachfolgend

ausschliesslich mit 0.9%-Natriumchlorid-Infusionslösung (9 mg/ml) oder 5%-Glukose-

Infusionslösung (50 mg/ml) verdünnt werden. Die Kompatibilität der rekonstituierten

Anidulafungin-Lösung mit intravenösen Substanzen, Zusätzen oder Arzneimitteln ausser 0.9%-

Natriumchlorid-Infusionslösung (9 mg/ml) oder 5%-Glukose-Infusionslösung (50 mg/ml) wurde

nicht untersucht.

Rekonstitution

Jede Durchstechflasche ist unter aseptischen Bedingungen mit 30 ml Wasser für Injektionszwecke zu

rekonstituieren, so dass sich eine Konzentration von 3.33 mg/ml ergibt. Die Rekonstitutionszeit kann

bis zu 5 Minuten betragen. Die rekonstituierte Lösung muss klar und frei von sichtbaren Partikeln

sein. Die Lösung muss verworfen werden, wenn nach der anschliessenden Verdünnung

Schwebeteilchen oder Verfärbungen zu erkennen sind.

Falls die Lösung nicht unmittelbar weiter verdünnt wird, sollte die rekonstituierte Lösung maximal

24 Stunden bei maximal 25 °C gelagert und innerhalb dieser Zeit verdünnt werden.

Verdünnung und Infusion

Der Inhalt der rekonstituierten Durchstechflasche ist unter aseptischen Bedingungen in einen

Infusionsbeutel (oder Flasche) zu überführen, der entweder 0.9%-Natriumchlorid-Infusionslösung (9

mg/ml) oder 5%-Glukose-Infusionslösung (50 mg/ml) enthält, und bis auf eine

Anidulafunginkonzentration von 0.77 mg/ml zu verdünnen. Die untenstehende Tabelle gibt das für

jede Dosis erforderliche Volumen an.

Verdünnungsanforderungen für die Verabreichung von Anidulafungin

Dosis Anzahl

Durchstechflaschen

Gesamtes

Rekonstitutionsvolume

Infusions-volumenA Gesamtes

Infusionsrate Minimaldauer

mit Pulver

Infusions-volumen

der Infusion

30 ml

100 ml

130 ml

1.4 ml/min

90 min

60 ml

200 ml

260 ml

1.4 ml/min

180 min

A Entweder 0.9%-Natriumchlorid zur Infusion (9 mg/ml) oder 5%-Glukose zur Infusion (50 mg/ml)

Die Konzentration der Infusionslösung beträgt 0.77 mg/ml.

Parenterale Arzneimittel müssen vor der Verabreichung visuell auf Schwebeteilchen und

Verfärbungen untersucht werden, wann immer es Lösung und Behälter erlauben. Sind

Schwebeteilchen oder Verfärbungen zu erkennen, ist die Lösung zu verwerfen.

Die Infusionsrate sollte 1.1 mg/min (entspricht 1.4 ml/min bei Rekonstitution und Verdünnung

gemäss Anweisung) nicht überschreiten.

Falls die Infusionslösung nicht unmittelbar verabreicht wird, ist sie 48 Stunden bei maximal 25 °C

oder mindestens 72 Stunden tiefgefroren (-20 °C) haltbar. Die Infusionslösung sollte innerhalb von

dieser Zeit verabreicht werden.

Zur einmaligen Verwendung.

Zulassungsnummer

58325 (Swissmedic).

Packungen

Ecalta enthält eine Durchstechflasche mit 100 mg Pulver. [A]

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Stand der Information

Juni 2016.

LLD V012

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

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13-11-2018

Alebrije Dist Wholesale Recalls Quesillo Queseria “La Milagrosa” and “Alebrije Cheese” Because of Possible Health Risk

Alebrije Dist Wholesale Recalls Quesillo Queseria “La Milagrosa” and “Alebrije Cheese” Because of Possible Health Risk

ALEBRIJE DIST WHOLESALE is collaborating with health officials due to a positive finding of Salmonella in a sample of Quesillo “Queseria La Milagrosa”. ALEBRIJE DIST WHOLESALE is voluntarily recalling the amount of 100 kilos of Quesillo “Queseria La Milagrosa”. While “Alebrije Cheese” has not been found positive for Salmonella, ALEBRIJE DIST WHOLESALE has decided to voluntarily recall the specific 498 “Alebrije Cheese” pieces that were imported during the same period out of an abundance of caution.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-11-2018

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. is voluntarily recalling one lot of Losartan Potassium Hydrochlorothiazide Tablets, USP 100mg/25mg to the consumer level. This product is being recalled due to the trace amount of an impurity, N-nitrosodiethylamine (NDEA) contained in the API Losartan, USP manufactured by Zhejiang Huahai Pharmaceutical Co. Ltd. Sandoz Inc. Losartan Potassium Hydrochlorothiazide product is manufactured by Lek Pharmaceuticals dd, Ljubljana, Slovenia. This impurity, which is a substance that occurs naturally in ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-11-2018

First Choice Vapor recalls Unflavoured 100 mg Nicotine Base E-Liquids

First Choice Vapor recalls Unflavoured 100 mg Nicotine Base E-Liquids

These vaping products do not meet requirements of the Consumer Chemicals and Containers Regulations, 2001 (CCCR, 2001) under the Canada Consumer Product Safety Act.

Health Canada

9-11-2018

Safety assessment of the substance Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials

Safety assessment of the substance Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials

Published on: Wed, 07 Nov 2018 00:00:00 +0100 The EFSA Panel on Food Contact Materials, Enzymes and Processing Aids (CEP Panel) assessed the safety of the additive Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials. It is a family of mixtures combining the four lanthanides lanthanum (La), europium (Eu), gadolinium (Gd) and/or terbium (Tb) in different proportions as their 1,4‐benzene dicarboxylate complexes, used as a taggant in plastics for authentication and ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

6-11-2018

Levamisol 100 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

Levamisol 100 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

● Die Neuzulassung erfolgte am 06.11.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

31-10-2018

Efficacy of Bergazym® P100 (endo‐1,4‐β‐xylanase) as a feed additive for chickens for fattening and weaned piglets

Efficacy of Bergazym® P100 (endo‐1,4‐β‐xylanase) as a feed additive for chickens for fattening and weaned piglets

Published on: Tue, 30 Oct 2018 00:00:00 +0100 The product Bergazym® P100 contains a xylanase which is produced by a non‐genetically modified strain of Trichoderma reesei. The additive is available in a coated granular form and it is intended to be used as a zootechnical additive (functional group: digestibility enhancers) for chickens for fattening, and weaned piglets at the dose of 1,500 EPU/kg feed. The production strain and the additive were fully characterised in a previous assessment of the Panel o...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

24-10-2018

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Published on: Tue, 23 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed (FEEDAP) was asked to deliver a scientific opinion on the safety and efficacy of HOSTAZYM® X as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets. The additive HOSTAZYM® X contains endo‐1,4‐beta‐xylanase and is available in liquid and solid formulations. This product is authorised as a feed additive for chickens for fattening, tu...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-10-2018

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Published on: Fri, 19 Oct 2018 00:00:00 +0200 EFSA was requested to deliver a scientific opinion on the implications for human health of the flavouring substance 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide [FL‐no: 16.133], in the Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411), according to Regulation (EC) No 1331/2008 of the European Parliament and of the Council. The substance has not been reported to occur in natural source materials of botanical or animal origin. It is intende...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

28-9-2018

Endo Pharmaceuticals Issues Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Robaxin® 750mg Tablets 100 Count Bottle Packs Due to Incorrect Daily Dosing Information on Label

Endo Pharmaceuticals Issues Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Robaxin® 750mg Tablets 100 Count Bottle Packs Due to Incorrect Daily Dosing Information on Label

Endo International plc (NASDAQ: ENDP) today announced that one of its operating companies, Endo Pharmaceuticals Inc., is voluntarily recalling two lots of Robaxin® (methocarbamol tablets, USP) 750mg Tablets 100 Count Bottle pack to the consumer level. The products have been found to have incorrect daily dosing information on the label due to a labeling error which misstates the daily dose as "two to four tablets four times daily" rather than the correct dosage of "two tablets three times daily." (see pic...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

20-9-2018

Vacant position at IMA's Quality Assessment Team

Vacant position at IMA's Quality Assessment Team

The Agency advertises vacancy for expert in Quality Assessment Team in Assessment Division. The Agency is looking for strong candidate who are willing to work on challenging and interesting tasks. The vacancy is a full position (100%).

IMA - Icelandic Medicines Agency

12-9-2018

Kabinet investeert in eerste 1000 dagen kind

Kabinet investeert in eerste 1000 dagen kind

Van kinderwens tot 2-jarige peuter: de ontwikkeling die we in de eerste 1000 dagen als kind meemaken is cruciaal voor zowel een gezonde groei als de ontplooiing en kansen op latere leeftijd. Verreweg de meeste kinderen in Nederland groeien veilig en gezond op. Toch heeft ongeveer 14% van de kinderen in Nederland een ‘valse’ start door vroeggeboorte, een te laag geboortegewicht of een combinatie van beide. Minister Hugo de Jonge (VWS), gemeenten, partijen uit de geboortezorg en de jeugdgezondheidszorg (JG...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

7-9-2018

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

, SCA Pharmaceuticals LLC (“SCA Pharma”) is voluntarily recalling 7 lots of the injectable product Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride 100 mg bag to the consumer level. This product is being recalled for visible particulate matter believed to be furosemide precipitate.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

7-9-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/304100/2018 vom 30.05.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit der Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/304100/2018 vom 30.05.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit der Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für die Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

1-9-2018

Spodoptera frugiperda partial risk assessment

Spodoptera frugiperda partial risk assessment

Published on: Fri, 31 Aug 2018 00:00:00 +0200 EFSA was asked for a partial risk assessment of Spodoptera frugiperda for the territory of the EU focussing on the main pathways for entry, factors affecting establishment, risk reduction options and pest management. As a polyphagous pest, five commodity pathways were examined in detail. Aggregating across these and other pathways, we estimate that tens of thousands to over a million individual larvae could enter the EU annually on host commodities. Instigat...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

14-11-2018

DuoPlavin® 75 mg/100 mg Filmtabletten

Rote - Liste

13-11-2018

CEPROTIN 1000 I.E.

Rote - Liste

8-11-2018

Palladon® injekt 2 mg/10 mg/100 mg

Rote - Liste

6-11-2018

Symkevi® 100 mg/150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

31-10-2018

Zodin® Omega-3 1000 mg Weichkapseln

Rote - Liste

30-10-2018

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Active substance: Glycine, L-alanine, L-arginine, L-aspartic acid, L-cysteine, L-cystine, L-glutamic acid, L-histidine, L-lysine monohydrate, L-methionine, L-phenylalanine, L-proline, L-serine, L-threonine, L-tryptophan, L-tyrosine, taurine) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7277 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/18

Europe -DG Health and Food Safety

25-10-2018

Vancomycin Lyomark 1000 mg Pulver

Rote - Liste

24-10-2018

Nebido® 1000 mg Injektionslösung

Rote - Liste

23-10-2018

ECALTA®

Rote - Liste

22-10-2018

BeneFIX® 250/500/1000/2000/3000 I.E.

Rote - Liste

8-10-2018

ISENTRESS 100 mg/- 25 mg Kautabletten

Rote - Liste

2-10-2018

NexoBrid (MediWound Germany GmbH)

NexoBrid (MediWound Germany GmbH)

NexoBrid (Active substance: Concentrate of proteolytic enzymes enriched in bromelain) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)6460 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/10028/201712

Europe -DG Health and Food Safety

1-10-2018

Tremfya® 100 mg Injektionslösung

Rote - Liste

19-9-2018

Kadcyla (Roche Registration GmbH)

Kadcyla (Roche Registration GmbH)

Kadcyla (Active substance: Trastuzumab emtansine) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)6100 of Wed, 19 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2389/R/39

Europe -DG Health and Food Safety

11-9-2018

Sobelin® 100 mg Vaginalzäpfchen

Rote - Liste

7-9-2018

Dexdor 100 Mikrogramm/ml

Rote - Liste

7-9-2018

CRESEMBA 100 mg Hartkapseln

Rote - Liste

6-9-2018

Atenativ 500/1000 I.E.

Rote - Liste

1-9-2018

SIRTURO® 100 mg Tabletten

Rote - Liste