Diprosalic

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Diprosalic Salbe
  • Darreichungsform:
  • Salbe
  • Zusammensetzung:
  • betamethasonum 0,5 mg zu betamethasoni dipropionas, Säure-salicylicum 30 mg, excipiens ad-Salbe für 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Diprosalic Salbe
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Nicht infizierte, hyperkeratotische Dermatosen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 39308
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-06-1975
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Diprosalic®

MSD Merck Sharp & Dohme AG

Was ist Diprosalic und wann wird es angewendet?

Der Hauptwirkstoff von Diprosalic (Betamethasondipropionat) wirkt enzündungshemmend,

antiallergisch und juckreizstillend. Zusätzlich enthält Diprosalic einen Wirkstoff (Salicylsäure), der

das Eindringen von Betamethasondipropionat in die Haut fördert, Schuppen löst und die übermässige

Verhornung der Haut vermindert.

Diprosalic Salbe dient zur Behandlung von entzündlichen und zu verstärkter Verhornung neigenden

Hautkrankheiten wie längerdauernden Ekzemen verschiedener Ursachen, Psoriasis

(Schuppenflechte).

Diprosalic Lösung ist geeignet zur Behandlung von entzündlichen und ekzematischen, mit

verstärkter Verhornung einhergehenden Erkrankungen der Kopfhaut (Schuppenflechte der

Kopfhaut).

Diprosalic darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Wann darf Diprosalic nicht angewendet werden?

Wenn Sie an einer Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten oder einem anderen Bestandteil des

Präparates leiden, bei Windpocken (spitzen Blattern), Herpesinfektionen (z.B. Fieberbläschen),

tuberkulösen und syphilitischen Hauterkrankungen, Impfreaktionen, perioraler Dermatitis

(entzündliche Erscheinungen im Bereich des Mundes) und Rosazea (Kupferfinne) dürfen Sie

Diprosalic nicht anwenden.

Bei offenen Wunden und eitrigen Entzündungen wie z.B. Furunkel, Abszessen und Akne soll

Diprosalic nicht angewendet werden.

Diprosalic ist nicht für die Anwendung am Auge bestimmt. Auch sollte die Salbe/Lösung nicht in der

Nähe der Augen angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Diprosalic Vorsicht geboten?

Diprosalic ist ein stark wirksames Mittel. Überschreiten Sie nicht die vom Arzt bzw. von der Ärztin

vorgeschriebene Behandlungsdauer, die normalerweise 2 bis 3 Wochen beträgt, da sich sonst

Hautschäden einstellen können.

Wenn eine Hautkrankheit nicht innert einiger Tage auf die Behandlung anspricht oder sich gar

verschlimmert, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Teilen Sie ihm/ihr ebenfalls mit, wenn

Juckreiz und Rötung, Bläschen oder eine starke Verdünnung der Haut und Verletzungen auftreten.

Eine grossflächige Anwendung (mehr als 10% der Körperoberfläche) sowie eine Anwendung auf

verstärkt resorbierenden Hautarealen [offene Wunden, geschädigte Haut, intertriginöse Bereiche

(Hautfalten) in Gelenkbeugen sowie zwischen den Fingern bzw. Zehen, Haut/Schleimhautgrenzen,

um die Augen herum] ist zu vermeiden.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ärztin mit, wenn verschwommen Sehen oder Sehstörungen auftreten. Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob ein Augenarzt hinzugezogen werden soll, um abzuklären

was die möglichen Ursachen (einschliesslich Linsentrübung, Grüner Star oder weitere seltene

Erkrankungen) Ihrer Sehstörungen sind.

Leiden Sie an einer bakteriellen Infektion der Haut oder an einer Pilzinfektion, oder wenn eine

solche Infektion während der Behandlung auftritt, muss vom Arzt bzw. von der Ärztin eine

zusätzliche antibakterielle oder antimykotische Behandlung eingeleitet werden.

Bei Kindern soll Diprosalic mit Vorsicht, nicht über längere Zeit und nicht grossflächig aufgetragen

werden.

Die Behandlung sollte vorübergehend abgesetzt werden, wenn Diprosalic ein starkes Austrocknen

der Haut oder unerwünschte Schuppen verursacht.

Verwenden Sie Diprosalic nur für Ihr jetziges Hautleiden, für das der Arzt bzw. die Ärztin es Ihnen

verschrieben hat, nicht aber für andere spätere Hautleiden. Geben Sie Diprosalic nicht an andere

Personen weiter.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Diprosalic während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, sollten Sie Diprosalic ausschliesslich

nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin anwenden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheidet

darüber, ob Sie Diprosalic während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden sollen.

Wie verwenden Sie Diprosalic?

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet:

Salbe: 2mal täglich (morgens und abends) eine dünne Schicht auf die erkrankten Hautstellen

auftragen und leicht einreiben.

Lösung: 2mal täglich tropfenweise auf die Krankheitsherde auftragen - am besten morgens und

abends - und leicht einmassieren. Bei stärkerem Haarwuchs ist das Haar zu scheiteln. Bei besonders

fettiger Kopfhaut Diprosalic auf einen Wattebausch geben und den Haarboden damit abtupfen. Für

die Behandlung von Kopfhauterkrankungen ist es vorteilhaft, das Haar mit einem milden, die

Behandlung unterstützenden Haarwaschmittel zu waschen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Diprosalic haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Diprosalic auftreten:

Am Anfang der Behandlung

Reizungen, Brennen, Jucken, Trockenheit, Überempfindlichkeit

Bei längerdauernder Anwendung

Verdünnung der Haut, Erweiterung von oberflächlichen Blutgefässen, Dehnungsstreifen, Blutungen

unter der Haut, Akne, Rotfinne (Rötung, Pickelbildung und Abschälungen im Gesicht),

Hautentzündungen in der Umgebung des Mundes.

Bei der Anwendung von topischen Kortikosteroiden wurde über verschwommenes Sehen berichtet.

Bei grossflächiger und/oder bei Anwendung mit Verbänden

Systemische Erkrankungen wie Infektionen, Erkrankungen des Hormonhaushalts (Unterfunktion der

Nebennieren, Erhöhung der Cortisolkonzentration), Diabetes, Dehnungsstreifen, Verringerung und

Schwächung des Knochengewebes, Wachstumsverzögerung bei Kindern, Wassereinlagerungen.

Bei Kindern, besonders Säuglingen und Kleinkindern, ist zu beachten, dass die Wirkstoffe vermehrt

in die Blutbahn aufgenommen werden, so dass u.a. Wachstumsstörungen bei längerer Anwendung

auftreten können.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren!

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Diprosalic Salbe/Lösung ist bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufzubewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Diprosalic enthalten?

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 0,5 mg Betamethason (in Form von 0,64 mg

Betamethasondipropionat), 30 mg Salicylsäure sowie Hilfsstoffe.

1 g Lösung enthält als Wirkstoff: 0,5 mg Betamethason (in Form von 0,64 mg

Betamethasondipropionat), 20 mg Salicylsäure in einer alkoholisch wässrigen Lösung und weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

39308, 41288 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Diprosalic? Welche Packungen sind erhältlich?

Diprosalic erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Salbe: Es gibt Tuben zu 30 g.

Lösung: Es gibt Tropffläschchen zu 30 ml und 100 ml.

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

CCPPI 082017/MK1460A-CHE-2018-017012

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.