Diprolen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Diprolen Salbe
  • Darreichungsform:
  • Salbe
  • Zusammensetzung:
  • betamethasonum 0.5 mg ut betamethasoni dipropionas, propylenglycolum, excipiens ad unguentum pro 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Diprolen Salbe
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Entzündliche, nicht infizierte Dermatosen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 44850
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-12-1982
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Diprolen®

MSD Merck Sharp & Dohme AG

Was ist Diprolen und wann wird es angewendet?

Der in Diprolen enthaltene Wirkstoff (Betamethasondipropionat) wirkt entzündungshemmend und

juckreizstillend. Zusätzlich enthält Diprolen Propylenglykol, eine Substanz, die das Eindringen des

Wirkstoffes in die tieferliegenden Schichten der Haut ermöglicht.

Diprolen Creme/Salbe dient zur Behandlung von entzündlichen, hartnäckigen und schweren

Erkrankungen der Haut sowie Psoriasis (Schuppenflechte).

Diprolen darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Diprolen nicht angewendet werden?

Wenn Sie an einer Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen leiden, bei Windpocken

(spitzen Blattern), bei einer Herpesinfektion (z.B. Fieberbläschen), tuberkulösen und syphilitischen

Hauterkrankungen, Impfreaktionen, perioraler Dermatitis (entzündliche Erscheinung im Bereich des

Mundes) und Rosazea (Kupferfinne) dürfen Sie Diprolen nicht anwenden.

Diprolen darf nicht bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden.

Diprolen ist nicht für die Anwendung am Auge bestimmt.

Diprolen darf nicht unter einem dicht abschliessenden Verband angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Diprolen Vorsicht geboten?

Diprolen ist ein stark wirksames Mittel. Überschreiten Sie nicht die vom Arzt bzw. von der Ärztin

vorgeschriebene Behandlungsdauer, die normalerweise 2 bis 3 Wochen beträgt, da sich sonst

Hautschäden einstellen können.

Wenn eine Hautkrankheit nicht innert einiger Tage auf die Behandlung anspricht oder sich gar

verschlimmert, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Teilen Sie ihm bzw. ihr mit, wenn

unerwarteterweise Überempfindlichkeitsreaktionen (Rötung, Juckreiz, Schwellung, Bläschen) oder

eine starke Verdünnung der Haut und Verletzungen auftreten.

Eine grossflächige Anwendung (mehr als 10% der Körperoberfläche) sowie eine Anwendung auf

verstärkt resorbierenden Hautarealen [offene Wunden, geschädigte Haut, intertriginöse Bereiche

(Haufalten) in Gelenkbeugen sowie zwischen den Fingern bzw. Zehen, Haut/Schleimhautgrenzen,

um die Augen herum] ist zu vermeiden.

Leiden Sie an einer bakteriellen oder pilzartigen Infektion, oder wenn eine solche Infektion während

der Behandlung auftritt, muss vom Arzt bzw. von der Ärztin eine zusätzliche antibakterielle oder

antimykotische Behandlung eingeleitet werden.

Bei Anwendung von Diprolen kann der Wirkstoff die gleichen unerwünschten Wirkungen

verursachen, die auch nach Einnahme von Kortikosteroiden auftraten, insbesondere bei Säuglingen

und Kindern.

Verwenden Sie Diprolen nur für Ihr jetziges Hautleiden, für das der Arzt bzw. die Ärztin es Ihnen

verschrieben hat, nicht aber für andere spätere Hautleiden. Geben Sie Diprolen nicht an andere

Personen weiter.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Diprolen während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Obwohl bisher keine schädigenden Wirkungen auf das Ungeborene beobachtet wurden, wenn

Diprolen in der Schwangerschaft angewendet wurde, weisen Tierversuche auf ein Risiko von

Missbildungen bei sehr hohen Dosen hin. Diprolen sollte deshalb nach Möglichkeit während der

Schwangerschaft nicht, namentlich in den ersten drei Monaten, und während der Stillzeit nur

kleinflächig und kurzfristig verwendet werden. Fragen Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder den

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder die Apothekerin, und teilen Sie ihm/ihr jedenfalls mit, wenn Sie vor

oder während der Behandlung schwanger werden.

Wie verwenden Sie Diprolen?

Creme/Salbe:

Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet:

Eine dünne Schicht 1-2mal täglich auf die betroffene Hautpartie auftragen und leicht einmassieren,

wobei die gesamte Läsion bedeckt wird.

Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin vorgeschriebene Behandlungsdauer

(siehe «Wann ist bei der Anwendung von Diprolen Vorsicht geboten?»).

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Diprolen haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Diprolen auftreten:

Am Anfang der Behandlung

Reizungen, Brennen, Jucken, Trockenheit, Überempfindlichkeit

Bei grossflächiger und/oder längerdauernder Anwendung

Verdünnung der Haut, Erweiterung von oberflächlichen Blutgefässen, Dehnungsstreifen, Blutungen

unter der Haut, Akne, Rotfinne (Rötung, Pickelbildung und Abschälungen im Gesicht),

Hautentzündungen in der Umgebung des Mundes

Bei grossflächiger und/oder bei Anwendung mit Verbänden

Systemische Erkrankungen wie Infektionen, Erkrankungen des Hormonhaushalts (Unterfunktion der

Nebennieren, Erhöhung der Cortisolkonzentration), Diabetes, Dehnungsstreifen, Verringerung und

Schwächung des Knochengewebes, Wachstumsverzögerung bei Kindern, Wassereinlagerungen

Bei Kindern, besonders Säuglingen und Kleinkindern, ist zu beachten, dass der Wirkstoff vermehrt

in die Blutbahn aufgenommen wird, so dass u.a. Wachstumsstörungen bei längerer Anwendung

auftreten können.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren!

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Diprolen Creme/Salbe bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Diprolen enthalten?

1 g Creme/Salbe enthält als Wirkstoff 0,5 mg Betamethason (in Form von 0,64 mg

Betamethasondipropionat) sowie diverse Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

44849, 44850 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Diprolen? Welche Packungen sind erhältlich?

Diprolen erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Creme/Salbe: Tuben zu 30 g sind erhältlich.

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

CCDS 022014/MK1460-CHE-2017-015670