Diprogenta

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Diprogenta Creme
  • Darreichungsform:
  • Creme
  • Zusammensetzung:
  • betamethasonum 0,5 mg zu betamethasoni dipropionas, gentamicinum 1 mg bis gentamicini sulfas, conserv.: chlorocresolum, excipiens ad-Salbe für 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Diprogenta Creme
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Entzündliche, sekundär bakteriell infizierte Dermatosen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 38695
  • Berechtigungsdatum:
  • 04-10-1974
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie sollten es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später

nochmals lesen.

Diprogenta®

Was ist Diprogenta und wann wird es angewendet?

Diprogenta ist ein Kombinationspräparat, das 2 Wirkstoffe enthält. Der eine Wirkstoff von

Diprogenta (Betamethasondipropionat) wirkt entzündungshemmend, antiallergisch und

juckreizstillend. Zusätzlich enthält Diprogenta eine antibakterielle Substanz (Gentamicin), die das

Wachstum von bakteriellen Erregern hemmt.

Diprogenta dient zur lokalen Behandlung von entzündlichen, allergischen und ekzematösen

Hauterkrankungen, bei welchen eine zusätzliche Infektion beseitigt werden soll.

Diprogenta darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Die Salbe eignet sich für Läsionen auf trockener Haut, die Creme auf fetter Haut sowie für nässende

krankhafte Zustände.

Wann darf Diprogenta nicht angewendet werden?

Wenn Sie an einer Überempfindlichkeit gegenüber Betamethasondipropionat, Gentamicinsulfat oder

einem andern Bestandteil des Präparates leiden, dürfen Sie Diprogenta nicht anwenden, ebenso wenn

tuberkulöse und syphilitische Hauterkrankungen, Herpesinfektionen (z.B. Fieberbläschen),

Windpocken (Varizellen) oder Impfreaktionen bestehen. Bei offenen Wunden und eitrigen

Entzündungen sollte Diprogenta nicht angewendet werden. Der Arzt bzw. die Ärztin sollte

unverzüglich informiert werden.

Wann ist bei der Anwendung von Diprogenta Vorsicht geboten?

Diprogenta ist ein stark wirksames Arzneimittel. Überschreiten Sie nicht die vom Arzt bzw. von der

Ärztin vorgeschriebene Behandlungsdauer, die bei Erwachsenen und Jugendlichen normalerweise

maximal 2 bis 3 Wochen beträgt, da sich sonst Hautschäden einstellen können.

Sollten unerwarteterweise Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann ist die Behandlung

abzubrechen.

Wenn eine Hautkrankheit nicht innert einiger Tage auf die Behandlung anspricht oder sich gar

verschlimmert, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin; eine Allergie oder eine Infektion durch

unempfindliche Keime könnte die Ursache sein. Teilen Sie ihm bzw. ihr ebenfalls mit, wenn Juckreiz

und Rötung, Bläschen oder eine starke Verdünnung der Haut und Verletzungen auftreten.

Diprogenta Creme/Salbe soll nicht in oder in der Nähe der Augen angewendet werden.

Eine grossflächige Anwendung (mehr als 10% der Körperoberfläche) sowie eine Anwendung auf

verstärkt resorbierenden Hautarealen [offene Wunden, geschädigte Haut, intertriginöse Bereiche

(Hautfalten) in Gelenkbeugen sowie zwischen den Fingern bzw. Zehen, Haut/Schleimhautgrenzen,

um die Augen herum] ist zu vermeiden.

Bei Kindern von 2-12 Jahren soll Diprogenta mit Vorsicht, nicht länger als 5-7 Tage und nicht

grossflächig aufgetragen werden. Bei Kindern unter 2 Jahren ist die Anwendung nicht empfohlen.

Muss Diprogenta bei Kindern von 2-12 Jahren angewendet werden, sollte die Therapie vom Arzt

bzw. von der Ärztin eng überwacht werden, da die Wirkstoffe über die Haut aufgenommen werden

können und unerwünschte Wirkungen auslösen können. Dies gilt insbesondere bei Anwendung auf

verstärkt resorbierenden Hautarealen wie Gesicht, am Hals, auf der Kopfhaut, im Genitalbereich, im

Rektalbereich und in Hautfalten.

Bei der Behandlung mit Diprogenta Crème/Salbe im Genital- oder Analbereich kann es wegen der

Hilfsstoffe weisses Vaselin und dickflüssiges Paraffin bei gleichzeitiger Anwendung von Kondomen

aus Latex zu einer Verminderung der Reissfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit

von Kondomen kommen.

Verwenden Sie Diprogenta nur für Ihr jetziges Hautleiden, für das der Arzt bzw. die Ärztin es Ihnen

verschrieben hat, nicht aber für andere spätere Hautleiden. Geben Sie Diprogenta nicht an andere

Personen weiter.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

- an anderen Krankheiten leiden,

- Allergien haben oder

- andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Diprogenta während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, sollten Sie Diprogenta ausschliesslich

nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin anwenden. Fragen Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder

den Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder die Apothekerin, und teilen Sie ihm bzw. ihr unbedingt mit,

wenn Sie vor oder während der Behandlung schwanger werden.

Wie verwenden Sie Diprogenta?

Jugendliche und Erwachsene

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, eine genügende Menge 2mal täglich auf

die erkrankten Hautstellen auftragen und behutsam einreiben.

Bei Kindern von 2-12 Jahren eine dünne Menge nicht häufiger als zweimal täglich auftragen und

mindestens 6-12 Stunden zwischen den Anwendungen verstreichen lassen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Diprogenta haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Diprogenta auftreten: Reizungen der

Haut, Brennen, Jucken, Trockenheit und Überempfindlichkeitsreaktionen sowie Hautverfärbungen

können auftreten. Es ist nicht bekannt, ob die Hautverfärbungen bleibend sind.

Nach längerer Anwendung kann es zu einer Verdünnung der behandelten Hautstellen, zu

Erweiterungen kleiner oberflächlicher Blutgefässe und zur Bildung von blaurötlichen Streifen

kommen.

Bei grossflächiger Anwendung, Okklusivverbänden oder Anwendung auf geschädigter Haut kann

der Wirkstoff über die Haut aufgenommen werden und unerwünschte Wirkungen auslösen. Dazu

gehören Störungen im Hormonhaushalt oder Auftreten einer bisher symptomlosen (latenten)

Zuckerkrankheit (Diabetes).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren!

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Diprogenta Creme/Salbe ist bei Raumtemperatur (15-25°C) aufzubewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Diprogenta enthalten?

1 g Creme/Salbe enthält als Wirkstoff: 0,5 mg Betamethason (in Form von 0,64 mg

Betamethasondipropionat), 1 mg Gentamicin (in Form von 1,7 mg Gentamicinsulfat) sowie

Hilfsstoffe.

Diprogenta Creme enthält das Konservierungsmittel Chlorocresol.

Zulassungsnummer

38695; 38696 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Diprogenta? Welche Packungen sind erhältlich?

Diprogenta erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Diprogenta Salbe: Es gibt Packungen zu 30 g.

Diprogenta Creme: Es gibt Packungen zu 10 g und 30 g.

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG

Luzern

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.