Dipiperon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Dipiperon Tablette 40 mg
  • Dosierung:
  • 40 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Dipiperon Tablette 40 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antipsychotika, Butyrophenonderivaten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE097307
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage

Version 3.0, 04/2013

PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

DIPIPERON 40 mg Tabletten

DIPIPERON 40 mg/mL Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Pipamperon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Dipiperon und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Dipiperon beachten?

Wie ist Dipiperon einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Dipiperon aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Dipiperon und wofür wird es angewendet?

Dipiperon eignet sich zur Behandlung von Charakter- und Verhaltensstörungen, besonders bei

Kindern, älteren Menschen, Alkoholikern, Personen die an Fallsucht leiden, und dementen Patienten.

Wenn sich die betreffende Person feindselig oder abweisend verhält, ist Dipiperon besonders gut

geeignet.

Dipiperon wird bei bestimmten psychischen Krankheiten - manchmal zusammen mit anderen und

stärkeren Arzneimitteln - auch als Beruhigungsmittel eingesetzt.

Dipiperon ist kein Schlafmittel, jedoch lassen sich bei psychisch Kranken bestimmte Abweichungen

des normalen Schlafverlaufs mit diesem Mittel behandeln.

Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Gruppe : Beruhigungsmittel gegen Charakter- und Verhaltensstörungen

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Dipiperon beachten?

Dipiperon darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Pipamperon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an der Parkinson Krankheit leiden,

wenn Sie sich auf Grund einer Krankheit oder der Einnahme von Arzneimitteln bzw. Alkohol

ungewöhnlich benommen fühlen.

Auch Personen, die an einer ernsten Form der Schwermut leiden, dürfen Dipiperon nicht als einziges

Mittel verwenden.

Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Dipiperon einnehmen.

Ihr Arzt wird während der Behandlung mit Dipiperon alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen

treffen.

Wenn erforderlich, wird er die Dosierung anpassen (z.B. bei älteren Personen) und Sie über die

notwendigen Maßnahmen unterrichten, wenn Nebenwirkungen auftreten.

Wenn Sie ein Herz- oder Gefäßleiden haben oder an Fallsucht (Epilepsie) leiden, müssen Sie dies

Ihrem Arzt mitteilen.

Während der Behandlung mit Dipiperon ist Alkoholgenuss nicht gestattet, da Dipiperon die

Auswirkungen von Alkohol verstärken kann (siehe auch die Spalte „Einnahme von Dipiperon

zusammen mit Alkohol“).

Wenn Sie an Brustkrebs leiden, sollten Sie Ihren Arzt fragen, bevor Sie Dipiperon einnehmen.

Dipiperon kann unwillkürliche Gesichtszuckungen verursachen. Fragen Sie in einem solchen Fall

ihren Arzt.

Manchmal können hohes Fieber, Atembeschleunigung, Schweißausbrüche und

Bewusstseinstrübung auftreten. Fragen Sie in einem solchen Fall umgehend Ihren Arzt.

Wenn Sie oder ein Familienmitglied eine Vorgeschichte von Blutgerinnseln haben, da dieser

Arzneimitteltyp in Verbindung mit der Bildung von Blutgerinnseln gebracht worden ist.

Einnahme von Dipiperon mit anderen Arzneimitteln

Dipiperon kann die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken oder abschwächen.

Das gilt insbesondere für Schlaf- und Beruhigungsmittel, manche starken schmerzstillenden Mittel,

manche Arzneimittel gegen die Parkinson Krankheit, Fallsucht (Epilepsie), Allergien oder

Bluthochdruck.

Manchmal wird Dipiperon zusammen mit Arzneimitteln gegen Nervenzusammenbruch oder

Depression (Antidepressiva) verabreicht, weil es die Wirkung solcher Mittel günstig beeinflusst.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Er wird Ihnen

sagen, welche Arzneimittel Sie nicht einnehmen dürfen bzw. welche anderen Maßnahmen erforderlich

sind (z.B. eine Dosisanpassung). So lange Sie Dipiperon einnehmen, dürfen Sie ohne vorherige

Mitteilung an Ihren Arzt oder Apotheker keine Behandlung mit einem anderen Arzneimittel beginnen.

Einnahme von Dipiperon zusammen mit Alkohol

Wenn Sie regelmäßig rauchen oder alkoholische Getränke zu sich nehmen und DIPIPERON

einnehmen müssen, verständigen Sie bitte Ihren Arzt. Er kann eine Dosisanpassung für erforderlich

halten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Über die Anwendung von Dipiperon während der Schwangerschaft beim Menschen liegen derzeit

noch keine hinreichenden Informationen vor. Ihr Arzt wird entscheiden, ob das Arzneimittel für Sie

geeignet ist, wenn Sie schwanger sind. Bei neugeborenen Babies von Müttern, die Dipiperon im

letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome

auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder –schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit,

Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome

entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Sollten Sie Dipiperon einnehmen, so empfiehlt es sich nicht zu stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dipiperon kann die Aufmerksamkeit und Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Darum empfiehlt es sich, keine

Maschinen zu bedienen bzw. Fahrzeuge zu fahren, bis Ihre persönliche Empfindlichkeit gegenüber

Dipiperon bekannt ist. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

Dipiperon (Tabletten) enthält Laktose

Wenn Sie von Ihrem Arzt erfahren haben, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden, kontaktieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme

3.

Wie ist Dipiperon einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird festlegen, wann und wieviel Dipiperon Sie einnehmen sollten. Er wird dabei Ihr Alter

sowie Ihre körperliche und geistige Verfassung berücksichtigen.

Die Dosis ist je nach Umständen und Arzneimittelwirkung anzupassen.

Sollten Sie sich nach Einnahme von Dipiperon schläfrig fühlen, dann nehmen Sie das Arzneimittel

vorzugsweise abends ein (beim Abendessen und vor dem Schlafengehen).

Die Tropfen nehmen Sie vorzugsweise mit einem gesüßten, nicht-alkoholischen Getränk ein.

Da ältere Personen für die Wirkung dieser Art von Arzneimitteln empfindlicher sind, beginnen sie am

Besten mit der halben Dosis.

Wichtig: Sie dürfen die Behandlung mit Dipiperon erst nach vorheriger Genehmigung durch Ihren

Arzt einstellen. Wenn Sie die Behandlung zu früh und ohne Genehmigung Ihres Arztes einstellen,

können Ihre Beschwerden wieder auftreten.

Befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Arztes in Bezug auf die Einstellung der Behandlung genau.

Gebrauchsanweisung zum Öffnen der Tropfflasche mit kindersicherem Schraubverschluss:

Den Schraubverschluß aus Plastik nach unten drücken und gleichzeitig entgegen dem Uhrzeigersinn

drehen (siehe Abbildung). Nach Entfernen des Schraubverschlusses kann die benötigte Anzahl Tropfen

über den Tropfenzähler, der sich auf der Flasche befindet, herausfließen.

Verabreichungsweise

Tabletten und Tropfen um durch den Mund einzunehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Dipiperon eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Dipiperon haben angewendet, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt,

Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum (070/245.245)

Fragen Sie einen Arzt, wenn jemand zu viel Dipiperon eingenommen hat. In schweren Fällen wird er

sofort entsprechende Maßnahmen einleiten.

Zu hohe Dosen dieses Arzneimittels können folgende Erscheinungen verursachen: Gleichgültigkeit,

Schlafsucht, Blutdrucksenkung, Wegdrehen der Augen, Speichelfluss, unwillkürliche Bewegungen

von Mund und Gliedern, Muskelstarre, Zittern oder unregelmäßiger Herzschlag.

Mitteilung für den Arzt: Die Behandlung ist vor allem eine unterstützende Behandlung. Eine

Magenspülung und die Verabreichung von Aktivkohle können indiziert sein. Es muss für freie

Atemwege gesorgt werden. EKG-Überwachung und Einweisung ins Krankenhaus sollten in Erwägung

gezogen werden. Antiparkinsonmittel können bei der Unterdrückung extrapiramidaler Reaktionen

nützlich sein.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn hohes Fieber, Pulsbeschleunigung, Schweißausbrüche, Bewegungsunvermögen,

Muskelstarre, Atembeschleunigung oder Bewusstseinstrübung auftreten, müssen Sie sofort Ihren

Arzt verständigen.

Zu Beginn der Behandlung (meist innerhalb von 4 bis 7 Tagen) können Bewegungsstörungen, wie

Muskelstarre, Schwierigkeiten beim Gehen, Zittern, unwillkürliche Bewegungen und Sitzunruhe

auftreten. Ihr Arzt wird die Dosis herabsetzen oder ein Mittel verabreichen, das diese

Bewegungsstörungen abklingen lässt.

Zu Beginn der Behandlung kann der Blutdruck bei manchen Personen vorübergehend sinken. Das

führt manchmal zu kurzzeitigem Schwindel, der abklingt, wenn man sich hinsetzt.

Bei lang anhaltender Anwendung können Nervenzuckungen im Zungen-, Gesichts-, Mund- und

Kieferbereich auftreten. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, müssen Sie Ihren Arzt verständigen.

Manchmal können Brustdrüsenschwellung, Milchabsonderung oder Menstruationsstörungen

auftreten.

Auch Kopfschmerzen, Schwermut, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, eine

leichte Blutdrucksenkung, Pulsbeschleunigung oder Änderungen des Blutbildes können in

seltenen Fällen auftreten.

Ab und zu können Schwierigkeiten beim Wasserlassen, verschwommene Sicht,

Knöchelschwellungen oder auffällige Änderungen der Körpertemperatur auftreten.

Leberstörungen, schwere Hauterkrankungen oder Herzprobleme können auftreten, sind jedoch

äußerst selten. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, müssen Sie Ihren Arzt verständigen.

Eine Überempfindlichkeit gegen Dipiperon ist selten. Sie tritt zum Beispiel in Form von

Hautausschlag, Juckreiz, Kurzatmigkeit oder Gesichtsschwellung auf. In einem solchen Fall

sollten Sie Ihren Arzt verständigen.

Einige Personen können sich nach Einnahme von Dipiperon schläfrig fühlen.

Blutgerinnsel in den Venen, besonders in den Beinen (die Symptome sind: Schwellung,

Schmerzen und Rötung der Beine), die über die Blutbahn in die Lunge gelangen können und

Schmerzen in der Brust sowie Atemschwierigkeiten verursachen können. Kontaktieren Sie sofort

Ihren Arzt, wenn Sie denken, dass Sie eines dieser Symptome haben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über:

Belgien : Internet-Site: www.fagg-afmps.be oder e-mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Luxemburg : http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

anzeigen . Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Dipiperon aufzubewahren?

Dipiperon wird bei Zimmertemperatur (15-25 °C) aufbewahrt.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach EXP angegebenen Verfalldatum

nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Dipiperon enthält

Tabletten :

Der Wirkstoff ist Pipamperonhydrochlorid 48 mg (= 40 mg Pipamperon) je Tablette.

Die sonstigen Bestandteile sind Laktose (Siehe Abschnitt 2), Stärke, Saccharose, Talkum,

Magnesiumstearat

Tropfen :

Der Wirkstoff ist Pipamperonhydrochlorid 48 mg (= 40 mg Pipamperon) je mL Tropfflüssigkeit

(1 mL = 20 Tropfen).

Die sonstigen Bestandteile sind Synthetisches Johannisbeeraroma, Methylparahydroxybenzoat,

Propylparahydroxybenzoat, gereinigtes Wasser

Wie Dipiperon aussieht und Inhalt der Packung

Tabletten: Blisterverpackung mit 20, 60, 240 oder 1000 (Klinikverpackung) Kreuzschlitztabletten.

Tropfen: Tropfflasche zu 60 mL.

Dipiperon ist rezeptpflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Eumedica S.A.

Winston Churchill Avenue 67

BE-1180 Brussels

Hersteller

Tabletten

Janssen-Cilag S.p.A.

Via C. Janssen

I-04010 Borgo San Michele (Latina)

Italien

Eumedica S.A./N.V.

Chemin de Nauwelette 1

BE-7170 Manage

Tropfen

Janssen Pharmaceutica NV

Turnhoutseweg 30

B-2340 Beerse

Eumedica S.A./N.V.

Chemin de Nauwelette 1

BE-7170 Manage

Zulassungsnummern

Tabletten: BE 000271

Tropfen: BE 097307

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 10/2014.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 10/2014