Dipeptiven

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Dipeptiven Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • alanyl-glutaminum 200 mg Endwerte. alaninum 82 mg und glutaminum 134.6 mg, Wasser iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Dipeptiven Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Parenterale Ernährung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53373
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-12-2000
  • Letzte Änderung:
  • 07-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Dipeptiven®

Fresenius Kabi (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin.

Hilfsstoff: Aqua ad iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

1 ml enthält: N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin 200 mg (= 82 mg L-Alanin, 134,6 mg L-Glutamin); Aqua

ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 1 ml;

pH 5,4–6,0;

Theoretische Osmolarität 921 mosm/l.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Dipeptiven wird angewendet im Rahmen einer parenteralen Ernährung als Zusatz zu

Aminosäurenlösungen zur Verbesserung der Stickstoffbilanz bei hyperkatabolen Stoffwechsellagen

nach operativen Eingriffen.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung beträgt, je nach Schwere des katabolen Zustandes, täglich ca. 1,5–2,5 ml Dipeptiven

pro kg Köpergewicht (KG), entsprechend ca. 0,3–0,5 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin pro kg KG. Das

sind 100 bis 175 ml Dipeptiven für einen Patienten mit 70 kg KG.

Die tägliche Maximaldosierung für Patienten mit sehr hohem Glutaminbedarf beträgt 2,5 ml

(entsprechend 0,5 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin aus Dipeptiven) pro kg KG.

Bis zu einer Zufuhr von maximal 2,0 g Gesamtaminosäuren/kg KG (maximale Tagesdosis inkl.

N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin) soll Dipeptiven zusätzlich zur als Trägerlösung dienenden

Aminosäurenlösung oder auch einem aminosäurenhaltigen Infusionsregime verabreicht werden (z.B.

1,5 g AS/kg KG plus 0,3 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin/kg KG = insgesamt 1,8 g Gesamt-AS/kg KG).

Da eine maximale Tagesdosis von 2,0 g Aminosäuren/kg KG (inkl. N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin)

nicht überschritten werden sollte, ist im Einzelfall zu erwägen, ob und inwieweit bei Zusatz von

Dipeptiven die Dosierung der anderen Aminosäuren zur parenteralen Ernährung reduziert werden

sollte.

Der Anteil der durch Dipeptiven zugeführten Aminosäuren sollte nicht mehr als ca. 30% der

Gesamtzufuhr an Aminosäuren betragen.

Die Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach derjenigen der Trägerlösung und beträgt maximal

0,1 g Aminosäuren/kg KG und Stunde. (s. «Sonstige Hinweise»).

Anwendungsdauer

Die Dauer der Anwendung beträgt maximal 5 Tage.

Kinder

Es sind keine Daten zur Sicherheit und Unbedenklichkeit bei Kindern erhoben worden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff.

Dipeptiven soll nicht verabreicht werden bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Creatinin-

Clearance <25 ml/Min.) sowie bei schwerer Leberinsuffizienz und schweren metabolischen

Azidosen (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Dipeptiven soll nicht bei

Kindern angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die empfohlene Tageshöchstdosis von Dipeptiven ist strikt einzuhalten, da es bei einer

Überdosierung zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann.

Dipeptiven sollte nicht bei Patienten mit bestehendem Schock oder bei Patienten mit ungelöstem

Versagen des kardiopulmonalen, renalen oder Blutgerinnungssystems eingesetzt werden.

Da die Gabe von Dipeptiven im Rahmen einer parenteralen Aminosäurenzufuhr resp. als

Komponente eines parenteralen Ernährungsregimes erfolgen soll, gelten die generellen

Kontraindikationen und Vorsichtsmassnahmen, wie instabile Zustände (z.B. akuter Schock, schwere

posttraumatische Zustände, dekompensierter Diabetes mellitus, akuter Myokardinfarkt, Schlaganfall,

Embolie, metabolische Azidose, schwere Sepsis, hypotone Dehydratation und hyperosmolares

Koma), sowie die allgemeinen Kontraindikationen für die Infusionstherapie: akutes Lungenödem,

Hyperhydratation, dekompensierte Herzinsuffizienz.

Sofern die Tageshöchstdosis von Dipeptiven (0,5 g N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin/kg KG) als indiziert

angesehen wird, kann diese mit 1,0–1,5 g Aminosäuren/kg KG/Tag gemischt werden, so dass der

unter «Dosierung/Anwendung» beschriebene ungefähre 30%-Anteil von Dipeptiven an Gesamt-

Aminosäuren resp. die maximale Tagesdosis von 2,0 g Gesamt-Aminosäuren/kg KG/Tag nicht

überschritten wird.

Die Leber-Enzyme (alkalische Phosphatase, GPT, GOT) und Bilirubin, der Säuren-Basen-Status,

Serumelektrolyte, Serumosmolarität und mögliche Symptome einer Hyperammonämie sind zu

kontrollieren. Bei Vorliegen einer kompensierten Leberinsuffizienz sind die Leberwerte regelmässig

zu kontrollieren.

Interaktionen

Sind bisher nicht beobachtet und untersucht worden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Eine tierexperimentelle Studie ergab keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung des Präparates,

und kontrollierte klinische Studien liegen nicht vor.

Unter diesen Umständen soll das Arzneimittel nur verabreicht werden, wenn dies klar notwendig ist.

Es ist nicht bekannt, ob das Präparat in die Muttermilch übergeht. Das Präparat sollte deshalb

während der Stillzeit nicht verabreicht werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Gastrointestinale Störungen

Bei zu schneller Infusion von Dipeptiven kann es, wie auch bei zu schneller Infusion von

Aminosäurelösungen zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Die Infusion ist in diesem Fall sofort

abzusetzen.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Anstieg von Bilirubin, alkalischer Phosphatase, GPT/GOT wurden beobachtet.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Anstieg von Harnsäure und Basenexzess wurden beobachtet.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Bei zu schneller Infusion von Dipeptiven kann es, wie auch bei zu schneller Infusion von

Aminosäurelösungen zu Schüttelfrost kommen. Die Infusion ist in diesem Fall sofort abzusetzen.

Überdosierung

Siehe «Unerwünschte Wirkungen».

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05XB02

Das Dipeptid N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin wird endogen in die Aminosäuren Glutamin und Alanin

gespalten und ermöglicht die Zufuhr von Glutamin mit Infusionslösungen zur parenteralen

Ernährung. Postoperative hyperkatabole Zustände, bei denen eine Indikation zur parenteralen

Ernährung besteht, können mit einer Verarmung des Organismus an Glutamin einhergehen.

Glutamin enthaltende Infusionsregimes können dem entgegen wirken.

Pharmakokinetik

N(2)-L-Alanyl-L-Glutamin wird nach Infusion rasch in Alanin und Glutamin gespalten. Beim

Menschen wurden Halbwertzeiten zwischen 2,4 und 3,8 Min. (bei terminaler Niereninsuffizienz

4,2 Min.) und eine Plasma-Clearance zwischen 1,6 und 2,7 l/Min. ermittelt. Das Verschwinden des

Dipeptids war von einem äquimolaren Anstieg der entsprechenden freien Aminosäuren begleitet. Die

Hydrolyse erfolgt wahrscheinlich vollständig im Extrazellulärraum. Die renale Ausscheidung von

N(2)-L-Alanyl-Glutamin liegt bei Dauerinfusion unter 5% und damit in der gleichen

Grössenordnung wie die von infundierten Aminosäuren.

Präklinische Daten

Studien zur akuten und subchronischen Toxizität wurden an Ratten und Hunden durchgeführt. Es

liegen keine Hinweise für eine mutagene oder tumorigene Wirkung von Ala-Gln vor. Bei Ratten

bestehen keine Hinweise auf eine mögliche teratogene Wirkungen. Eine Fötotoxizität war nur in

maternal toxischen Dosen zu beobachten.

Nach wiederholter i.v.-Infusion von N(2)-L-alanin-L-glutamin (5- und 10-%ige Lösung) über 13

Wochen traten bei Ratten und Hunden ab 0,5 g/kg KG an den Einstichstellen

Unverträglichkeitsreaktionen (Schwellungen, Verfärbungen, Nekrosen) auf. Histopathologisch

zeigten sich bei den Ratten wirkstoffinduzierte entzündliche Reaktionen mit leichter bis voll

entwickelter Dermatitis purulenta necroticans und Osteomalazien der Schwanzwirbel,

Thrombophlebitis und Periphlebitis. Bei Hunden waren perivaskuläre entzündliche Reaktionen und

gelegentlich ein Gefässverschluss zu beobachten.

Die an Hunden durchgeführten Tests der lokalen Toleranz nach einer einzigen, intraarteriellen,

paravenösen und intramuskulären Verabreichung ergaben keine Anzeichen unüblicher

Unverträglichkeitsreaktionen durch falsche Anwendung.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Beim Zumischen zu einer Trägerlösung sollte auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen, gute

Durchmischung und vor allem auf Kompatibilität geachtet werden. Dipeptiven kann allen

gebräuchlichen Nährlösungen zugesetzt werden. Weitere Arzneimittel sollten der Mischung nicht

zugesetzt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «verwendbar bis» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Aus mikrobiologischen Gründen sollte die gebrauchsfertige Lösung unmittelbar nach Verdünnung

verwendet werden. Restmengen sollten verworfen werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Nur verwenden, wenn die Lösung klar und das Behältnis unbeschädigt ist.

Dipeptiven ist ein Infusionslösungs-Konzentrat, das nicht direkt verabreicht werden darf, sondern vor

der Applikation einer kompatiblen Aminosäurenlösung oder auch einem aminosäurenhaltigen

Infusionsregime zugeführt wird. Dipeptiven wird mit der Trägerlösung infundiert. 1 Volumenanteil

Dipeptiven soll mit mindestens 5 Volumenanteilen Trägerlösung gemischt werden (z.B. 100 ml

Dipeptiven + mindestens 500 ml Aminosäurenlösung).

Die maximale Konzentration an Dipeptiven für die Therapie soll 3,5% betragen.

Auf keinen Fall darf Dipeptiven nach dem Zusatz anderer Komponenten gelagert werden.

Zulassungsnummer

53373 (Swissmedic).

Packungen

Flaschen zu 50 ml: 10 [B]

Flaschen zu 100 ml: 10 [B]

Zulassungsinhaberin

Fresenius Kabi (Schweiz) AG, 6370 Oberdorf NW.

Stand der Information

September 2014.

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