Digoxin-Juvisé 0

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Digoxin-Juvisé 0 125 mg, Tabletten
  • Darreichungsform:
  • 125 mg, Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • digoxinum 0,125 mg, excipiens pro Kompression.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Digoxin-Juvisé 0 125 mg, Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Herzglykosid

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 26728
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-07-1960
  • Letzte Änderung:
  • 24-01-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Novartis Pharma Schweiz AG

Digoxin-Sandoz®

Medius AG

Was ist Digoxin-Sandoz und wann wird es angewendet?

Digoxin-Sandoz ist ein Herzpräparat, welches ausschliesslich auf Verschreibung des Arztes bzw. der

Ärztin verwendet und nur gegen ärztliches Rezept abgegeben wird. Es enthält als Wirkstoff Digoxin,

ein Herzglykosid, das aus der Fingerhutpflanze (lateinisch: Digitalis) gewonnen wird.

Das Herz ist ein Muskel. Digoxin-Sandoz erhöht durch seine Wirkung auf die Herzmuskelfasern

Kraft und Wirkungsgrad des Herzmuskels. Es verbessert so die Herzfunktion und normalisiert den

Herzrhythmus. Dadurch wird die Blutversorgung der Körperorgane verbessert und einer

Ansammlung von Flüssigkeit (z.B. in den Beinen) entgegengewirkt.

Digoxin-Sandoz wird zur Behandlung der vorübergehend oder andauernd verminderten

Leistungsfähigkeit des Herzens (Herzinsuffizienz) bei Erwachsenen und Kindern angewendet.

Digoxin-Sandoz wird ebenfalls bei der Behandlung gewisser Herzrhythmusstörungen eingesetzt

werden.

Wann darf Digoxin-Sandoz nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit auf Digoxin, ein anderes Herzglykosid oder einen anderen Bestandteil von

Digoxin-Sandoz.

Bei Verdacht auf Digitalisvergiftung.

Bei bestimmten Störungen der Reizbildung und Reizleistung im Herzen, unregelmässigem

Herzschlag und gewissen Erkrankungen des Herzmuskels (Herzvergrösserung).

Bei Ungleichgewichten von gewissen Salzen im Blut (zuwenig Kalium und Magnesium, zuviel

Kalzium).

Bei verminderter Sauerstoffversorgung der Gewebe.

Bei vorbestehender Erweiterung der Schlagader.

Wann ist bei der Einnahme von Digoxin-Sandoz Vorsicht geboten?

Wie alle Arzneimittel, die aus der Digitalispflanze gewonnen werden, ist Digoxin in hohen Dosen

giftig.

Der Arzt oder die Ärztin wird Digoxin-Sandoz bei Ihnen mit spezieller Vorsicht einsetzen, wenn Sie

in den letzten 2-3 Wochen mit Digoxin oder anderen Herzglykosiden behandelt wurden, an

Störungen des Säure-Basen-und Elektrolythaushaltes (Kalium z.B. durch Dialyse, Unterernährung,

Durchfall oder längeres Erbrechen, Magnesium oder Calcium im Blut), an einer Über- oder

Unterfunktion der Schilddrüse, einer Nierenkrankheit, an schweren Lungen- oder

Atmungskrankheiten, gewissen Verdauungsstörungen (Störungen der Aufnahme von Stoffen vom

Darm ins Blut) oder gewissen Störungen des Herzens leiden sowie bei älteren Patientinnen oder

Patienten und nach einer Operation im Magen-Darm-Trakt.

Ferner können viele andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel die Wirkung von Digoxin-

Sandoz verstärken oder vermindern.

Zu diesen gehören:

•solche, die die Aufnahme von Digoxin aus dem Darm vermindern, wie z.B. solche, die Digoxin an

sich binden, wie Aktivkohle, Kaolin-Pektin, cholesterin- und fettbindende Arzneimittel mit

Wirkstoffen Colestipol, Colestyramin, ferner Präparate, die die Verweildauer im Darm verändern,

wie Abführmittel, oder solche, die den Wirkstoff Metoclopramid (gegen Erbrechen) enthalten,

Sucralfat. In diesen Fällen sollen die beiden Arzneimittel im Abstand von mindestens 4 Stunden

eingenommen werden,

•Arzneimittel, die die Aufnahme aus dem Darm verstärken, mit den Wirkstoffen Erythromycin,

Clarithromycin, Azithromycin, Tetracyclin oder Abkömmlinge, Gentamicin, Trimethoprim,

Neomycin (gegen bakterielle Infektionen), Sulfasalazin (gegen entzündliche Darmkrankheiten),

Loperamid (gegen Durchfall),

•Arzneimittel mit Wirkstoffen, die die Ausscheidung durch die Nieren vermindern, wie Atorvastatin,

Calciumantagonisten (z.B. Verapamil, Felodipin, Bepridil), Captopril, Spironolacton, Itraconazol,

Chinin, Atropin, Ciclosporin, Ritonavir und Saquinavir, Antiarrhythmika (Chinidin, Amiodaron,

Flecainid, Propafenon), Indomethacin und Alprazolam. Solche, die den Gehalt an Kalium,

Magnesium oder Calcium im Blut stören können, wie gewisse harntreibende Mittel, in diesem

Zusammenhang sind auch die möglichen Verluste an Kalium bei schwerem Durchfall oder die

Einnahme von Kaliumsalzen zu erwähnen,

•eine Reihe von Arzneimitteln, die auf anderen Wegen die Wirkung von Digoxin beeinflussen, wie

Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder gegen Reizleitungsstörungen des Herzens (mit den

Wirkstoffen Amiodaron, Propafenon, Verapamil), Kreislaufmittel mit Wirkstoffen wie Adrenalin

oder Asthmamittel mit dem Wirkstoff Theophyllin und weitere Arzneimittel wie Benzylpenicillin,

Amphotericin B, Kortikosteroide, ACTH, Salicylate, Lithiumsalze, Prazosin, Betablocker,

Suxamethoniumchlorid, Reserpin, trizyklische Antidepressiva, Sympathomimetika, Rifampicin,

Johanniskraut (Hypericum perforatum) und Acarbose, PAS, Zytostatika, Sulfasalazin, Salbutamol,

Phenytoin, Penicillamin, P-Glykoprotein Hemmer und schmerz- und entzündungshemmende

Arzneimittel, wie Aspirin, Indomethacin, Nicht-steroidale-anti-inflammatorische Medikamente

(NSAIDs).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden. Er oder sie

wird entscheiden, welche Sie zusammen mit Digoxin-Sandoz anwenden können.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Digoxin-Tabletten enthalten Laktose. Wenn Sie Laktose nicht vertragen, sollten Sie Digoxin-

Tabletten nicht einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

•an anderen Krankheiten leiden,

•Allergien haben oder

•andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Digoxin-Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Im Falle einer Schwangerschaft oder wenn Sie schwanger werden möchten sowie während der

Stillzeit entscheidet Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin, ob dieses Arzneimittel eingenommen werden darf.

Wie verwenden Sie Digoxin-Sandoz?

Es ist unbedingt notwendig, sich an die Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin zu halten.

Die für die einzelne Kranke oder den einzelnen Kranken erforderliche Dosis ist von Fall zu Fall

verschieden, insbesondere bei älteren Patientinnen und Patienten, Patientinnen und Patienten mit

einer verminderten Nierenfunktion und bei Kindern. Je nach Schwere der Erkrankung kann die Dosis

am ersten Tag deutlich höher sein als die anschliessend einzunehmende Dosis bei der

Dauerbehandlung. Nachdem Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die für Sie geeignete Dosis ermittelt hat, sollte

diese einmal täglich immer zur gleichen Zeit eingenommen werden.

Digoxin-Tabletten können vor oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden, wobei der Wirkstoff

nach einer Mahlzeit langsamer vom Körper aufgenommen wird.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Digoxin-Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Digoxin-Sandoz auftreten:

Häufig: Nebenwirkungen am Herz (z.B. zu schneller oder zu langsamer Herzschlag, Herzstottern),

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schläfrigkeit,

Müdigkeit, Energielosigkeit, Schmerzen im Gesicht.

Selten: Sehstörungen, falsche Farbwahrnehmung, Bauchschmerzen, Verwirrtheit, Desorientierung,

Sprachstörungen, Albträume, Wahrnehmungsstörungen, Depressionen, Delirium, Psychosen,

Halluzinationen, Anfälle.

Sehr selten: Vergrösserung der Brust beim Mann, Krampfanfälle, Veränderungen des Blutbildes.

Sollten sich derartige Nebenwirkungen bemerkbar machen, ist dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

unverzüglich mitzuteilen. Überempfindlichkeit (Juckreiz, Ausschlag).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie ebenfalls Ihren

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Vor Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Digoxin-Sandoz enthalten?

Digoxin-Sandoz enthält als Wirkstoff Digoxin sowie Milchzucker (Laktose-Monohydrat) und

weitere Hilfstoffe.

Tabletten zu 0.125 oder 0.25 mg Digoxin.

Zulassungsnummer

26728 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Digoxin-Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tabletten zu 0.125 mg: 100.

Tabletten zu 0.25 mg: 100.

Zulassungsinhaberin

Medius AG, 4132 Muttenz

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.