Diclofenac Helvepharm 50 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Diclofenac Helvepharm 50 mg Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • diclofenacum natricum 50 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Diclofenac Helvepharm 50 mg Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antirheumaticum, Antiphlogisticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 47696
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-11-1986
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Diclofenac/- retard Helvepharm Filmtabletten/Retardtabletten

Helvepharm AG

Was ist Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm und wann wird es angewendet?

Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm ist ein nichtsteroidales

Antirheumatikum und wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Die Anwendung von Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm kann von den

Symptomen einer Entzündung wie Schmerz und Schwellung befreien, indem es die Synthese der

Moleküle (Prostaglandine) blockiert, welche verantwortlich sind für Entzündung, Schmerz und

Fieber. Es kann jedoch nicht die Ursachen heilen.

Diclofenac Helvepharm wird auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet zur

Behandlung von rheumatischen Krankheiten wie z.B. Arthrosen, Entzündung und Schmerz bei

Gichtanfall, schmerzhafte Leiden des Rückens und der Halswirbelsäule, Weichteilrheumatismus,

Entzündungen und Schmerzen nach Verletzungen (z.B. Verstauchung, Zerrungen) und operativen

Eingriffen (z.B. in der Zahnheilkunde und in der Orthopädie), Schmerzen und Entzündungen bei

Frauenleiden, als ergänzende Behandlung bei verschiedenen schmerzhaften akuten

Infektionskrankheiten, insbesondere im Bereich von Ohren, Nase und Hals.

Diclofenac retard Helvepharm eignet sich besonders für erwachsene Patientinnen und Patienten, bei

denen die Tagesdosis von 75 mg bzw. 100 mg dem Krankheitszustand entspricht. Die Möglichkeit

der einmaligen Verabreichung pro Tag vereinfacht vor allem eine länger dauernde Behandlung.

Diclofenac retard Helvepharm wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet zur

Behandlung von rheumatischen Krankheiten wie z.B. Arthrosen, Weichteilrheumatismus,

schmerzhaften Entzündungszuständen, Schwellungen im Rücken und im Bereich der Gelenke,

Entzündungen und Schmerzen nach Verletzungen und operativen Eingriffen, schmerzhaften

entzündlichen Frauenleiden.

Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm soll nicht zur ausschliesslichen

Fiebersenkung verwendet werden.

Wenn Sie an einer Herzkrankheit leiden oder wesentliche Risiken für eine Herzkrankheit haben, wird

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Fortsetzung der Behandlung mit Diclofenac Helvepharm bzw.

Diclofenac retard Helvepharm Retard in regelmässigen Abständen neu beurteilen, insbesondere

wenn die Behandlung über mehr als 4 Wochen dauert.

Wann darf Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm nicht angewendet werden?

Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm darf nicht angewendet werden, wenn

Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure

oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nichtsteroidalen entzündungshemmenden

Arzneimitteln Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten, im letzten Drittel der

Schwangerschaft, bei aktiven Magen- und/oder Dünndarm-Geschwüren

(Zwölffingerdarmgeschwüren) oder Magen- Darmblutungen oder Perforation, oder bei Symptomen

wie Blut im Stuhl oder schwarzem Stuhl, bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn,

Colitis ulcerosa), bei Leber- oder Nierenversagen, bei schwerer Herzleistungsschwäche, zur

Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz einer

Herz-Lungen-Maschine).

Falls einer dieser Zustände bei Ihnen zutrifft, sagen Sie es Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin und wenden

Sie Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm nicht an. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

wird entscheiden, ob dieses Arzneimittel für Sie geeignet ist.

Wegen ihres hohen Wirkstoffgehalts sind Filmtabletten zu 50 mg und Retardtabletten zu 100 mg

nicht für die Anwendung bei Kindern unter 14 Jahren geeignet.

Wenn Sie glauben, dass Sie möglicherweise allergisch sind, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

um Rat.

Wann ist bei der Einnahme von Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm

Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm können

im oberen Magen-Darm-Trakt Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen

Perforationen (Magen-, Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der

Behandlung jederzeit auch ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern,

verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest

möglichen Therapiedauer. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie

Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie an einer Herz- oder Blutgefässerkrankung leiden (sogenannte

kardiovaskuläre Krankheit, einschliesslich unkontrollierter Bluthochdruck, Herzinsuffizienz,

bestehende ischämische Herzkrankheit oder periphere arterielle Krankheit), da eine Behandlung mit

Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm üblicherweise nicht empfohlen ist.

Wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (siehe oben) leiden oder bedeutende Risikofaktoren

wie hoher Blutdruck, abnormal hohe Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyzeride), Diabetes haben, oder

falls Sie rauchen, und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin sich entschliesst, Ihnen Diclofenac Helvepharm bzw.

Diclofenac retard Helvepharm zu verschreiben, dürfen Sie die Dosis nicht über 100 mg pro Tag

erhöhen, wenn Sie länger als 4 Wochen behandelt werden.

Es ist generell wichtig, die niedrigste Dosis Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard

Helvepharm anzuwenden, die Ihre Schmerzen und/oder Schwellung lindert, und über die kürzest

mögliche Zeitdauer, um Ihre Risiken für kardiovaskuläre Nebenwirkungen so gering wie möglich zu

halten.

Für gewisse Schmerzmittel, die so genannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen

und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Ob

dieses erhöhte Risiko auch für Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm zutrifft,

ist noch nicht bekannt. Falls Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose

hatten, oder falls Sie Risikofaktoren haben wie hoher Blutdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), hohe

Blutfettwerte, Rauchen, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Diclofenac Helvepharm

bzw. Diclofenac retard Helvepharm trotzdem anwenden können. Informieren Sie in jedem Fall Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin darüber.

Die Einnahme bzw. Anwendung von Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm

kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder

Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin,

wenn Sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B.

harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, z.B.

durch starkes Schwitzen.

In sehr seltenen Fällen können Entzündungshemmer (einschliesslich Diclofenac Helvepharm bzw.

Diclofenac retard Helvepharm) schwerwiegende Hautreaktionen (z.B. Hautausschlag) auslösen. Bei

den ersten Anzeichen einer Hautreaktion ist die Behandlung mit Diclofenac Helvepharm bzw.

Diclofenac retard Helvepharm abzubrechen und den Arzt bzw. die Ärztin zu informieren.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Insbesondere beim Auftreten von Schwindel, Sehstörungen oder anderen zentralnervösen Störungen

sollten Sie auf das Führen eines Motorfahrzeuges oder das Bedienen von Maschinen verzichten und

umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Ferner ist besondere Vorsicht angezeigt, wenn Sie Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard

Helvepharm gleichzeitig mit anderen entzündungshemmenden Arzneimitteln (wie

Acetylsalicylsäure, Kortikosteroide), «Blutverdünner» oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

(SSRI's) (gegen Depression) einnehmen, wenn Sie Asthma, Heuschnupfen (saisonale allergische

Rhinitis), Leber- oder Nierenprobleme, Blutgerinnungsstörungen haben oder andere Schwierigkeiten

mit dem Blut, einschliesslich ein seltenes Leberproblem bekannt als Porphyrie.

Wenn einer dieser Zustände zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bevor Sie

Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm einnehmen bzw. anwenden.

Falls Sie während der Anwendung von Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm

Retard irgendwelche Anzeichen oder Symptome von Schwierigkeiten mit Ihrem Herz oder

Blutgefässe wie Brustkorbschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche oder undeutliches Sprechen

wahrnehmen, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden,

insbesondere, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

Lithium oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI's) (zur Behandlung von Depressionen),

Digoxin (bei Herzproblemen), Diuretika (zur Erhöhung der Harnausscheidung), ACE-Hemmer oder

Betablocker (gegen Bluthochdruck und Herzprobleme), andere entzündungshemmende Arzneimittel

wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen, Kortikosteroide, gerinnungshemmende Arzneimittel

(Antikoagulantien), Arzneimittel (z.B. Metformin) zur Behandlung von Diabetes (ausgenommen

Insulin), Methotrexat (bei Arthritis und Krebserkrankung), Ciclosporin oder Tacrolimus (bei

Organtransplantation), Trimethoprim (bei Harnwegsinfektionen), Chinolon-Antibiotika (Arzneimittel

gegen Infektionen), oder Voriconazol (ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektion) oder

Phenytoin (ein Arzneimittel zur Behandlung von epileptischen Anfällen), Rifampicin (Antibiotikum

zur Behandlung von bakteriellen Infektionen).

Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm kann die Anzeichen einer Infektion

(z.B. Kopfschmerzen, hohe Körpertemperatur) abschwächen und somit das Aufdecken und die

angemessene Behandlung der Infektion erschweren.

In sehr seltenen Fällen können bei Patientinnen und Patienten, welche mit Diclofenac Helvepharm

resp. Diclofenac retard Helvepharm, wie auch mit anderen entzündungshemmenden Arzneimitteln

behandelt werden, schwere allergische Reaktionen (z.B. Ausschlag) auftreten. Informieren Sie

deshalb umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls eine solche Reaktion bei Ihnen auftritt.

Wenn Sie Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm längere Zeit (mehr als 2-3

Wochen) einnehmen, sollten Sie die regelmässigen von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin angeordneten

Kontrolluntersuchungen nicht versäumen.

Vorsicht ist bei älteren Patienten und Patientinnen geboten, insbesondere bei gebrechlichen oder

solchen mit einem geringen Körpergewicht. Sie können auf die Wirkung von Diclofenac

Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm empfindlicher reagieren. Deswegen sollten sie

vorsorglich die niedrigste wirksame Dosierung verwenden.

Darf Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm während einer Schwangerschaft

oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Diclofenac nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft

darf Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm sollte während der Stillzeit nicht

eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm?

Die Dosierung und Anwendung wird vom Arzt oder der Ärztin je nach Anwendungsbereich, Alter

und Ausprägung der Beschwerden individuell festgelegt; die Anweisungen sind sorgfältig zu

befolgen. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Tagesdosis und Behandlungsdauer, die von Ihrem

Arzt bzw. von Ihrer Ärztin verschrieben wurde.

Falls Sie Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm länger als wenige Wochen

anwenden, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin für reguläre Kontrollen aufsuchen, um sicher zu

stellen, dass Sie nicht an unbemerkten Nebenwirkungen leiden.

Filmtabletten

Zu Beginn der Behandlung beträgt die Tagesdosis im Allgemeinen 100-150 mg. In leichteren Fällen

und zur Langzeitbehandlung sind 75-100 mg pro Tag in der Regel ausreichend. Gewöhnlich wird die

Tagesdosis auf 2-3 Teildosen aufgeteilt. Nehmen Sie nicht mehr als die maximale Tagesdosis von

150 mg.

Bei Menstruationsschmerzen beginnen Sie die Behandlung mit einer Einzeldosis von 50-100 mg,

sobald die ersten Beschwerden auftreten. Wenn erforderlich, setzen Sie die Behandlung während

einiger Tage mit bis zu dreimal täglich 50 mg fort.

Die Filmtabletten sind mit viel Flüssigkeit vorzugsweise vor der Mahlzeit einzunehmen. Die

Filmtabletten dürfen nicht gekaut oder geteilt werden.

Retardtabletten

Zu Beginn der Behandlung beträgt die Tagesdosis im Allgemeinen 100–150 mg. In leichteren Fällen

und zur Langzeitbehandlung sind 75–100 mg pro Tag, 1 Retardtablette Diclofenac retard

Helvepharm 100 mg morgens oder abends, in der Regel ausreichend. Retardtabletten mit einem

geringeren Wirkstoffgehalt sind unter anderem Handelsnamen verfügbar.

Zur Vermeidung von Nachtschmerzen und/oder Morgensteifigkeit wird Diclofenac retard

Helvepharm abends eingenommen.

Bei Bedarf kann die Tagesdosis auf 150 mg (2 Retardtabletten zu 75 mg oder 1 Retardtablette zu

100 mg in Kombination mit Filmtabletten zu 25 oder 50 mg oder Zäpfchen) erhöht werden, die

vorzugsweise über den Tag zu verteilen sind. Retardtabletten zu 75 mg und Zäpfchen zu 50 mg sind

unter anderem Handelsnamen verfügbar. Diclofenac retard Helvepharm Retardtabletten sollen ganz,

am besten mit viel Flüssigkeit, vorzugsweise zu der Mahlzeit eingenommen werden. Die

Retardtabletten dürfen nicht gekaut oder geteilt werden.

Kinder: Für die Behandlung von Kindern stehen gesondert Kinderzäpfchen und Tropfen zur

Einnahme zur Verfügung.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme/Anwendung von Diclofenac Helvepharm bzw.

Diclofenac retard Helvepharm auftreten:

Häufig sind Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,

Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Blähungen, verminderter Appetit, Hautausschlag,

Flüssigkeitsansammlung, Schwellung, erhöhter Blutdruck Veränderung der Leberfunktion (z.B.

Erhöhung der Leberenzymkonzentration im Blut).

Gelegentlich, insbesondere bei Einnahme einer hohen Tagesdosis (150 mg) über eine längere

Zeitdauer: plötzliche und beklemmende Brustkorbschmerzen (Anzeichen von Herzmuskelinfarkt und

Herzanfall); Atemnot, Atemschwierigkeiten beim Liegen, Schwellung der Füsse oder Beine

(Anzeichen von Herzschwäche).

Selten sind Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwellung im Gesicht, Mund, an den Gliedmassen

(bis hin zu Blutdruckabfall und Schock), Asthma, Schläfrigkeit, Entzündungen und Geschwüre des

Magendarmtraktes, Bluterbrechen, blutiger Durchfall, gestörte Leberfunktion, Leberentzündung,

Gelbsucht (sehr selten Leberversagen), Nesselsucht.

Sehr selten sind Veränderung des Blutbildes, unübliche Blutung, Bluterguss, psychische Probleme

(inkl. Schlaflosigkeit, Reizbarkeit), Missempfindung, Gedächtnisstörung, Krämpfe, Angstgefühl,

Zittern, Geschmackstörung, Sehstörung*, Sehschwäche, Ohrgeräusch, vermindertes Hörvermögen,

starrer Nacken, erhöhter Blutdruck, Gefäss-, Lungen-, Dickdarmentzündung, Verstopfung,

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, der Mundschleimhaut, der Zunge, Ekzem, Juckreiz,

entzündliche Hautrötung, Haarausfall, Hautblutung, akute Nierenprobleme, Blut im Urin.

* Sehstörung: Falls während der Behandlung mit Diclofenac Helvepharm resp. Diclofenac retard

Helvepharm Symptome einer Sehschwäche auftreten sollten, kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin. Eine Augenuntersuchung kann in Betracht gezogen werden, um andere Ursachen

auszuschliessen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eine dieser Nebenwirkungen feststellen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Diclofenac Helvepharm magensaftfeste Filmtabletten bzw. Diclofenac retard Helvepharm

Retardtabletten müssen bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und

für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Angebrochene oder verfallene Packungen geben Sie bitte Ihrem Apotheker bzw. Ihrer

Apothekerin zur fachgerechten Entsorgung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm enthalten?

1 magensaftresistente Filmtablette enthält 25 mg oder 50 mg Diclofenac-Natrium sowie Hilfsstoffe.

1 Retardtablette enthält 100 mg Diclofenac-Natrium sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

47696, 47697 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Diclofenac Helvepharm bzw. Diclofenac retard Helvepharm? Welche Packungen

sind erhältlich?

Magensaftresistente Filmtabletten und Retardtabletten sind in Apotheken nur gegen ärztliche

Verschreibung erhältlich.

Magensaftresistente Filmtabletten zu 25 mg: 30 und 100.

Magensaftresistente Filmtabletten zu 50 mg: 20 und 100.

Retardtabletten zu 100 mg: 10, 30 und 100.

Zulassungsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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Tafinlar® 50 mg/75 mg Hartkapseln

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