Diazepam-Mepha rectal 5 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Diazepam-Mepha rectal 5 mg Mikroklisma
  • Darreichungsform:
  • Mikroklisma
  • Zusammensetzung:
  • diazepamum 5 mg, propylenglycolum, conserv.: E 210, E 211, alcohol benzylicus, excipiens ad solutionem pro 2.5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Diazepam-Mepha rectal 5 mg Mikroklisma
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Behandlung von Krampfzuständen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 41756
  • Berechtigungsdatum:
  • 07-12-1979
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Actavis Switzerland AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Diazepam-Mepha Tabletten, - rectal Mikroklisma

Was ist Diazepam-Mepha und wann wird es angewendet?

Diazepam-Mepha ist ein Arzneimittel, das auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin gegen

Angst und Spannungszustände eingesetzt wird. Diazepam-Mepha wirkt beruhigend in Fällen von

innerer Unruhe, Nervosität, Beklemmung und Schlafstörungen, die mit Angst einhergehen, sowie

krampflösend bei epileptischen Anfällen.

Wann darf Diazepam-Mepha nicht eingenommen/angewendet werden?

Diazepam-Mepha sollte nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen

Diazepam oder einem anderen Arzneimittel der gleichen Wirkstoffgruppe (Benzodiazepine) oder

einem Hilfsstoff gemäss Zusammensetzung.

Wenn Sie unter Muskelschwäche (Myasthenia gravis), schweren Atembeschwerden, nächtlichem

Erwachen wegen Unterbrechung der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom), Lebererkrankungen leiden,

oder falls Sie von einem Mittel abhängig sind, einschliesslich Alkohol, dürfen Sie Diazepam-Mepha

ebenfalls nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Diazepam-Mepha Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Sie sollten deshalb unter Diazepam-Mepha kein

Motorfahrzeug lenken und keine gefährlichen Maschinen bedienen.

Abhängigkeitsgefährdung

Die Einnahme von Diazepam-Mepha kann – wie bei allen Benzodiazepin-haltigen Präparaten – zu

einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere

Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des

Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit,

Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen

klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab.

Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte

folgende Hinweise:

·Nehmen Sie Diazepam-Mepha nur auf Anordnung des Arztes bzw. der Ärztin ein.

·Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosis.

·Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt

werden muss.

·Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger

ärztlicher Überwachung erfolgen.

Diazepam-Mepha kann die Wirkung von Alkohol oder anderer dämpfender Arzneimittel, wie

Beruhigungsmittel, Schlafmittel, krampflösende Mittel (gegen Epilepsie) oder Schmerzmittel

verstärken.

Verzichten Sie deshalb während der Behandlung am besten ganz auf alkoholische Getränke.

Andere auf das Gehirn wirkende Arzneimittel (zum Beispiel Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Mittel

gegen Depressionen, verschiedene Schmerzmittel, Arzneimittel gegen Anfallsleiden (Antiepileptika)

oder muskelrelaxierende Mittel), ebenso gewisse Arzneimittel gegen Magengeschwüre, Tuberkulose,

Pilzerkrankungen, Asthma oder zur Alkoholentwöhnung und Diazepam-Mepha können einander

unter Umständen beeinflussen. Solche Arzneimittel dürfen Sie deshalb nur dann zusammen mit

Diazepam-Mepha einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin damit einverstanden ist. Sagen Sie es

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie an einer Herzkrankheit oder an Atemschwierigkeiten leiden.

Darf Diazepam-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen/angewendet werden?

Während der Schwangerschaft soll auf Diazepam-Mepha verzichtet werden, ausser wenn der Arzt

oder die Ärztin es für absolut unerlässlich hält und es Ihnen trotzdem ausdrücklich verschreibt. Die

Anwendung wurde mit schädigenden Wirkungen auf das Ungeborene in Verbindung gebracht.

Während der Stillzeit sollen Sie Diazepam-Mepha nicht anwenden, da Diazepam-Mepha und seine

Stoffwechselprodukte in die Muttermilch übergehen. Ist die Behandlung unausweichlich, soll

abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Diazepam-Mepha?

Die normale Dosierung für Erwachsene beträgt 1 bis 2 mal täglich 1 Tablette oder 1 Mikroklisma zu

5 mg oder 10 mg. Die Tabletten sind mit einem Glas Wasser oder einem andern alkoholfreien

Getränk zu schlucken.

Bei älteren und schwachen Patienten sollte die Dosis 5 mg pro Tag nicht überschreiten.

Kinder 1–6 Jahre: 2 mg bis 5 mg pro Tag.

Kinder über 6 Jahre: 5 mg bis 10 mg pro Tag.

In jedem Fall legt der Arzt oder die Ärztin die für Sie notwendige Dosierung fest.

Besonders wenn Sie Diazepam-Mepha länger als drei Monate und in hohen Dosen eingenommen

haben (15 mg pro Tag und mehr), sollte das Beenden der Behandlung nicht abrupt, sondern durch

schrittweise Verminderung der Dosis erfolgen.

Ändern Sie deshalb nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Diazepam-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Diazepam-Mepha

auftreten:

Einige Tage nach dem Absetzen kann es, besonders nach längerem Gebrauch, zu einem

vorübergehenden Wiederauftreten der ursprünglichen Krankheitszeichen kommen. In den meisten

Fällen handelt es sich um eine natürliche Anpassungsreaktion Ihres Körpers, welche auch ohne

Gebrauch des Arzneimittels rasch verschwindet. Ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

sollten Sie deswegen nicht mit der Wiedereinnahme von Diazepam-Mepha oder einem ähnlichen

Präparat beginnen.

Eine spätere erneute Behandlung auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ist jederzeit möglich.

Besonders bei hohen Dosen oder am Anfang der Behandlung können Schläfrigkeit, Mattigkeit,

Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit, Muskelschwäche und unsicherer Gang (Sturzgefahr)

auftreten.

Im Weiteren sind folgende Nebenwirkungen beobachtet worden: Verwirrtheit,

Koordinationsstörungen, Bewusstseinstrübung, reduzierte Aufmerksamkeit, Herz-Kreislauf-

Störungen, Gelbsucht, Verstopfung, Depression, Sehstörungen (zum Beispiel Doppeltsehen),

undeutliche Aussprache, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Blasenstörungen, Sexualschwäche,

Übelkeit, Mundtrockenheit oder vermehrter Speichelfluss, Hautausschläge, Zittern, Schwindel,

Gedächtnisstörungen, paradoxe Reaktionen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Angst, Alpträume,

Halluzinationen, Reizbarkeit, Wut, Aggressivität, Wahnvorstellungen, ungewöhnliches Verhalten

können auftreten. Treten solche Erscheinungen auf, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

benachrichtigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Diazepam-Mepha rectal Mikroklisma: Bei Raumtemperatur (15-25° C) in der Originalverpackung,

vor Licht geschützt und für Kinder unerreichbar aufbewahren. Nicht einfrieren.

Diazepam-Mepha Tabletten: Bei Raumtemperatur (15-25° C) in der Originalverpackung und für

Kindern unerreichbar aufbewahren.

Was ist in Diazepam-Mepha enthalten?

Diazepam-Mepha enthält Diazepam als Wirkstoff. Diazepam-Mepha ist erhältlich in Form von

Tabletten zu 2 mg, 5 mg, 10 mg und Mikroklismen zu 5 mg und 10 mg pro 2,5 ml Lösung. Die

Tabletten enthalten verschiedene Hilfsstoffe, die zu ihrer Herstellung benötigt werden. Die

Mikroklismen enthalten Propylenglykol, weitere Hilfsstoffe und die Konservierungsmittel E 210, E

211 und Benzylalkohol.

Zulassungsnummer

39645, 41756 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Diazepam-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Diazepam-Mepha Tabletten 2 mg: 25 und 100.

Diazepam-Mepha Tabletten 5 mg: 25 und 100.

Diazepam-Mepha Tabletten 10 mg: 25 und 100.

Diazepam-Mepha rectal Mikroklisma 5 mg: 5.

Diazepam-Mepha rectal Mikroklisma 10 mg: 5.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 1.2

5-6-2018

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