Diazepam

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Diazepam Accord 10 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Zusammensetzung:
  • Diazepam 10.mg
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Diazepam Accord 10 mg Tabletten
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • 94206.00.00
  • Letzte Änderung:
  • 11-10-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Diazepam Accord 5 mg Tabletten

Diazepam Accord 10 mg Tabletten

Diazepam

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

­

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

­

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

­

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

­

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Diazepam Accord und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Diazepam Accord beachten?

Wie ist Diazepam Accord einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Diazepam Accord aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Diazepam Accord und wofür wird es angewendet?

Diazepam Accord enthält den Wirkstoff Diazepam, der zu einer Gruppe von

Arzneimitteln namens Benzodiazepine gehört. Diazepam wirkt angstlösend, beruhigend

und muskelentspannend.

Diazepam Accord wird angewendet:

Bei Erwachsenen:

­

Kurzzeitige (2-4 Wochen) symptomatische Behandlung von schweren, behindernden

oder für die Patienten extrem belastenden Angstzuständen.

­

Symptomatische Behandlung von akutem Alkoholentzug.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Diazepam Accord beachten?

Diazepam Accord darf nicht eingenommen werden:

­

wenn Sie allergisch gegen Diazepam oder andere Benzodiazepine oder einen der in

Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

­

wenn Sie an einer Erkrankung namens Myasthenia gravis leiden, bei der die Muskeln

geschwächt sind und schnell ermüden.

­

wenn Sie an Schlafapnoe leiden (einer Schlafstörung, bei der während des Schlafs

ungewöhnliche Atempausen vorkommen).

­

wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden.

­

wenn Sie an akuter Atemdepression (zu langsame und/oder flache Atmung) leiden.

­

wenn bei Ihnen eine akute Intoxikation mit anderen auf das zentrale Nervensystem

wirkenden Substanzen (z.B. Schlafmitteln, Schmerzmitteln, Antidepressiva,

Antipsychotika) besteht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen:

­

wenn Sie alkohol- und/oder drogenabhängig sind oder waren

­

wenn Sie schon älter sind. Dieses Arzneimittel kann zu Verwirrtheit führen und

Wirkungen auf die Muskeln haben, durch die es zu Stürzen und Verletzungen

kommen kann.

­

wenn Sie Probleme mit der Atmung haben.

­

wenn Sie unter Depressionen leiden.

­

wenn Sie Suizidgedanken haben.

­

wenn Sie an Epilepsie leiden oder Krampfanfälle haben oder hatten.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden, da die

Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht bekannt sind.

Weitere Punkte zur Beachtung

­

Psychische Nebenwirkungen – Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie

Nebenwirkungen wie Agitiertheit, Hyperaktivität, Ruhelosigkeit, Aggressivität,

Albträume oder Halluzinationen bemerken. Diese Nebenwirkungen treten häufiger bei

Kindern oder älteren Patienten auf.

­

Gedächtnisverlust – Wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen, kann bei Ihnen

Gedächtnisverlust auftreten. Gedächtnisverlust kommt häufiger bei Einnahme hoher

Dosen Diazepam vor.

­

Abhängigkeit – Bei Einnahme dieses Arzneimittels besteht das Risiko einer

Abhängigkeitsentwicklung. Das Risiko nimmt mit der Dosis und der

Anwendungsdauer zu und ist bei Patienten mit Alkohol-, Drogen-

/Arzneimittelmissbrauchin der Vorgeschichte besonders hoch. Sie sollten dieses

Arzneimittel daher nur so kurz wie möglich einnehmen.

­

Gewöhnung – Wenn Sie nach einigen Wochen feststellen, dass das Arzneimittel nicht

mehr so gut wirkt wie zu Beginn der Behandlung, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber

sprechen.

­

Absetzen – Die Behandlung sollte schrittweise abgesetzt werden. Bei diesem

Arzneimittel treten Entzugserscheinungen auch dann auf, wenn normale Dosen für

kurze Zeit eingenommen werden. Siehe Abschnitt 3, „Wenn Sie die Einnahme von

Diazepam Accord abbrechen“.

­

Wenn Benzodiazepine mit langer Wirkungsdauer angewendet werden, ist es wichtig,

vor einer Umstellung auf Benzodiazepine mit kurzer Wirkungsdauer zu warnen, da

Entzugssymptome auftreten können.

Einnahme von Diazepam Accord zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel handelt. Dies gilt insbesondere für:

­

Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. Fluvoxamin, Fluoxetin)

­

Antipsychotika wie Clozapin (zur Behandlung psychischer Störungen)

­

Antihistaminika (zur Behandlung von Allergien)

­

Allgemeinanästhetika (Narkosemittel)

­

Sedativa (Beruhigungsmittel)

­

Hypnotika (Schlafmittel)

­

Muskelentspannende Arzneimittel (z.B. Suxamethonium, Tubocurarin)

­

bestimmte starke Schmerzmittel wie Morphin (Opioide)

­

Barbiturate wie Phenobarbital (zur Behandlung von Epilepsie und psychischen

Störungen)

Wenn Sie diese Arzneimittel zusammen mit Diazepam einnehmen, kann Ihr geistiger

Zustand beeinträchtigt werden. Sie können sehr schläfrig werden, Ihre Atmung kann sich

verlangsamen und Ihr Blutdruck kann sinken.

­

Disulfiram (zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit). Wenn Sie dieses Arzneimittel

zusammen mit Diazepam nehmen, können Sie sehr schläfrig werden und Diazepam

kann langsamer als gewöhnlich aus dem Körper ausgeschieden werden.

­

Arzneimittel gegen Epilepsie, z.B. Phenytoin und Carbamazepin können die Wirkung

von Diazepam abschwächen. Umgekehrt kann Diazepam die Wirkung von Phenytoin

beeinflussen.

­

Theophyllin (zur Behandlung von Asthma und anderen Atmungserkrankungen) kann

die Wirkung von Diazepam abschwächen.

­

Cimetidin, Omeprazol oder Esomeprazol (Arzneimittel zur Hemmung der

Magensäurebildung) können bewirken, dass Diazepam langsamer als gewöhnlich aus

dem Körper ausgeschieden wird.

­

Rifampicin (ein Antibiotikum) kann bewirken, dass Diazepam schneller als

gewöhnlich aus dem Körper ausgeschieden wird. Die Wirkung von Diazepam kann

abgeschwächt werden.

­

Atazanavir, Ritonavir, Delavirdin, Efavirenz, Indinavir, Nelfinavir oder Saquinavir

(Arzneimittel gegen Viruserkrankungen), Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol oder

Voriconazol (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen) können bewirken, dass Diazepam

langsamer als gewöhnlich aus dem Körper ausgeschieden wird, und damit das Risiko

für Nebenwirkungen erhöhen.

­

Isoniazid (zur Behandlung von Tuberkulose) kann bewirken, dass Diazepam

langsamer als gewöhnlich aus dem Körper ausgeschieden wird.

­

Empfängnisverhütungsmittel zum Einnehmen können die Ausscheidung von

Diazepam aus dem Körper verlangsamen und so seine Wirkung verstärken. Wenn

Diazepam und orale Empfängnisverhütungsmittel gemeinsam angewendet werden,

kann es zu Zwischenblutungen kommen; der Empfängnisschutz ist jedoch nicht

vermindert.

­

Cisaprid (zur Behandlung von Magenerkrankungen) kann bewirken, dass Diazepam

langsamer als gewöhnlich aus dem Körper ausgeschieden wird.

­

Kortikosteroide (Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen im Körper) können

die Wirkung von Diazepam abschwächen.

­

Levodopa (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit). Diazepam kann die Wirkung

von Levodopa abschwächen.

­

Valproinsäure (zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Störungen) kann die

Ausscheidung von Diazepam aus dem Körper verlangsamen und seine Wirkung

verstärken.

­

Ketamin (ein Narkosemittel): Diazepam kann die Wirkung von Ketamin verstärken.

Risiken bei gleichzeitiger Anwendung von Opioiden

Die gleichzeitige Anwendung von Diazepam Accord und Opioiden (starken

Schmerzmitteln, Arzneimitteln zur Substitutionstherapie und bestimmten Hustenmitteln)

erhöht das Risiko von Schläfrigkeit, Atemschwierigkeiten (Atemdepression), Koma und

Tod. Aus diesem Grund sollte eine gleichzeitige Anwendung nur dann in Betracht

gezogen werden, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Falls Diazepam Accord dennoch zusammen mit Opioiden angewendet wird, sollte die

Anwendung in begrenzter Dosierung und nur über einen begrenzten Zeitraum erfolgen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Opioide, die Sie anwenden, und befolgen Sie

die Dosierungsanweisungen Ihres Arztes genau.

Einnahme von Diazepam Accord zusammen mit Getränken und Alkohol

Trinken Sie keinen Alkohol während der Behandlung mit Diazepam. Alkohol kann die

beruhigende Wirkung dieses Arzneimittels verstärken und Sie sehr schläfrig machen.

Sie sollten während der Behandlung mit Diazepam keinen Grapefruitsaft trinken, da

dieser die Ausscheidung von Diazepam aus dem Körper verlangsamt und das Risiko von

Nebenwirkungen erhöht.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie dieses Arzneimittel in der Spätschwangerschaft oder während der Wehen

einnehmen, könnte Ihr Baby eine niedrige Körpertemperatur, stark herabgesetzte

Muskelspannung und Atemprobleme haben. Wenn Sie das Arzneimittel in der

Spätschwangerschaft regelmäßig einnehmen, kann Ihr Baby Entzugserscheinungen

entwickeln.

Während der Behandlung mit Diazepam Accord sollten Sie nicht stillen, da der Wirkstoff

in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann Sie schläfrig machen und Ihre Konzentration beeinträchtigen.

Es kann auch die Funktion Ihrer Muskeln beeinflussen. Diese Wirkungen können auch

nach dem Absetzen der Behandlung mit Diazepam noch mehrere Tage anhalten. Führen

Sie keine Fahrzeuge und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, wenn Sie diese

Wirkungen bei sich feststellen.

Diazepam Accord enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose (eine Zuckerart). Bitte nehmen Sie Diazepam Accord

daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter

einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Diazepam Accord einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis bestimmen und Ihnen sagen, wie lange Sie die

Tabletten einnehmen müssen. Die Behandlungsdauer einschließlich der schrittweisen

Absetzphase beträgt normalerweise höchstens 4 Wochen. Falls erforderlich, kann Ihr Arzt

die Behandlungsdauer verlängern.

Übliche Dosierung:

Erwachsene

Zur Behandlung von Angstzuständen

2 mg bis 5 mg Diazepam zwei- bis dreimal täglich. In schweren Fällen kann Ihr Arzt die

Dosis abhängig von Ihrem Zustand bis auf höchstens 30 mg täglich, aufgeteilt auf 2 bis 4

einzelne Dosen, erhöhen.

Zur Behandlung von Alkoholentzugssymptomen

5 mg bis 20 mg Diazepam, wenn notwendig nach 2 bis 4 Stunden einmalig zu

wiederholen.

Um geeignete Dosen von weniger als 5 mg Diazepam zu erreichen, muss ein anderes

Arzneimittel angewendet werden.

Ältere Patienten

Wenn Sie älter oder gebrechlich sind, sind Sie wahrscheinlich empfindlicher für die

Wirkungen dieses Arzneimittels und Ihre Dosis muss reduziert werden. Ihr Arzt wird

entscheiden, wie viel Diazepam Accord Sie einnehmen sollen, und wie oft. Die übliche

Anfangsdosis beträgt 2 mg bis 2,5 mg einmal oder zweimal täglich.

Um geeignete Dosen von weniger als 5 mg Diazepam zu erreichen, muss ein anderes

Arzneimittel angewendet werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Normalerweise ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Wenn Sie an Leberzirrhose oder an einer anderen Lebererkrankung leiden, muss Ihre

Dosis reduziert werden.

Art der Anwendung

Diazepam Accord ist zum Einnehmen.

Schlucken Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser.

Wenn Sie eine größere Menge Diazepam Accord eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten (mehr als die verordnete Menge) eingenommen haben oder

wenn Sie vermuten, dass ein Kind die Tabletten eingenommen hat, wenden Sie sich

sofort an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses oder informieren Sie

umgehend Ihren Arzt.

Anzeichen einer Überdosierung sind unter anderem ein Verlust der Koordination der

Muskelbewegungen, schlafartiger Dämmerzustand, Verwirrtheit, verwaschene Sprache

und Muskelschwäche. Eine extreme Überdosis kann zum Koma (Bewusstlosigkeit, aus

der man nicht geweckt werden kann), zu niedriger Körpertemperatur (Hypothermie),

niedrigem Blutdruck, langsamem Puls und ernsthaften Atemschwierigkeiten führen.

Wenn Sie die Einnahme von Diazepam Accord vergessen haben:

Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie daran denken.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von Diazepam Accord abbrechen:

­

Brechen Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels nicht ohne vorherige Rücksprache mit

Ihrem Arzt ab. Sie sollten die Anzahl oder Stärke der Tabletten allmählich verringern,

bevor Sie sie ganz absetzen.

­

Wenn Sie plötzlich mit der Einnahme dieses Arzneimittels aufhören, können

Entzugssymptome auftreten wie z.B. Angstzustände, Panikattacken, Palpitationen

(starker und hämmernder Herzschlag), Schwitzen, Zittern, Magenbeschwerden,

Reizbarkeit, Aggressivität, gestörte Sinneswahrnehmungen, Muskelkrämpfe,

allgemeines Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, psychische

Nebenwirkungen wie starke Verwirrtheit und Krampfanfälle. Die Wahrscheinlichkeit

und Schwere der Entzugssymptome ist von der Dauer der Behandlung, der

Dosierungsstärke und dem Grad der Abhängigkeit abhängig.

­

Wenn Sie Epilepsie haben oder schon einmal Krampfanfälle hatten und plötzlich

aufhören, dieses Arzneimittel einzunehmen, besteht ein Risiko für Krämpfe oder einen

lang andauernden epileptischen Anfall. Zudem besteht das Risiko von Krämpfen,

wenn Sie Probleme mit Alkohol- oder Drogen-/Arzneimittelmissbrauch haben und

plötzlich aufhören, dieses Arzneimittel einzunehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Diese Nebenwirkungen sind normalerweise leicht bis mittelschwer.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und umgehende ärztliche

Behandlung erfordern:

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

­

Atemdepression (sehr langsame und/oder flache Atmung)

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

­

Atemstillstand (Aufhören der Atmung)

­

Bewusstlosigkeit

­

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder des weißen Teils der Augen)

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

­

Anaphylaxie (schwere allergische Reaktion) mit Symptomen wie plötzlich

einsetzender pfeifender Atmung, Schwellung von Lippen, Zunge und Rachen oder

Körper, Hautausschlag, Ohnmacht oder Schluckbeschwerden

Sonstige Nebenwirkungen:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

­

Schläfrigkeit

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

­

Erschöpfung

­

Entzugssymptome (mögliche Symptome siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie die Einnahme

von Diazepam Accord abbrechen“)

­

Verwirrtheit

­

Verlust der Koordination von Muskelbewegungen (Ataxie) und andere

Bewegungsstörungen, Zittern

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

­

Muskelschwäche

­

Gedächtnisverlust

­

Konzentrationsschwierigkeiten

­

Gleichgewichtsstörungen

­

Schwindelgefühl

­

Kopfschmerzen

­

Verwaschene Sprache

­

Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall

­

Verstärkter Speichelfluss

­

Allergische Hautreaktionen in Form von Juckreiz, Rötung der Haut und

Hautausschlag

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

­

Blutdyskrasie (mit Symptomen wie anhaltendem Fieber, blauen Flecken, Blutungen,

Blässe)

­

Psychische Nebenwirkungen wie Erregung, Agitiertheit, Ruhelosigkeit, Reizbarkeit,

Aggressivität, Gedächtnisverlust, Wahnvorstellungen, Wutausbrüche, Psychosen,

Albträume oder Halluzinationen. Diese Wirkungen können schwerwiegend sein oder

werden. Diese Nebenwirkungen treten häufiger bei Kindern oder älteren Patienten auf.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

­

Verminderte Aufmerksamkeit

­

Depression

­

Verflachung der Gefühle

­

Insomnie (Schlafstörungen)

­

Herzbeschwerden wie langsamer Herzschlag (Bradykardie), Herzversagen und

Aufhören des Herzschlags (Herzstillstand)

­

Niedriger Blutdruck, Ohnmacht (Synkope)

­

Vermehrter Schleim in der Lunge

­

Mundtrockenheit

­

Gesteigerter Appetit

­

Veränderung bestimmter Leberenzyme bei Blutuntersuchungen

­

Unfähigkeit, Wasser zu lassen, Verlust der Blasenkontrolle (Auslaufen von Urin)

­

Vergrößerung der Brustdrüsen beim Mann

­

Impotenz, Störung des Sexualtriebs (Libido)

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

­

Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie)

­

Erhöhter Spiegel eines bestimmten Enzyms im Blut (Transaminase)

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

­

Verschwommenes Sehen, Doppeltsehen und unwillkürliche Augenbewegungen (diese

Nebenwirkungen bilden sich nach Absetzen von Diazepam zurück)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-

Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Diazepam Accord aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung, dem Etikett und dem

Umkarton nach “EXP" bzw. "verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Diazepam Accord enthält

­

Der Wirkstoff ist Diazepam.

Diazepam Accord 5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 5 mg Diazepam.

Diazepam Accord 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Diazepam.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Carboxymethylstärke-

Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Wie Diazepam Accord aussieht und Inhalt der Packung

Diazepam Accord 5 mg Tabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde, flache Tabletten mit abgeschrägten Kanten, ca. 8,0

mm Durchmesser, mit der Prägung „CY“ auf der einen Seite und ohne Prägung auf der

anderen Seite.

Diazepam Accord 10 mg Tabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde, flache Tabletten mit abgeschrägten Kanten, ca. 8,5

mm Durchmesser, mit der Prägung „CZ“ auf der einen Seite und ohne Prägung auf der

anderen Seite.

PVC/PVdC//Aluminium-Blisterpackungen mit 10, 20, 25, 28, 30, 40, 50, 60, 90 oder

100 Tabletten und HDPE-Behältnisse mit kindergesichertem Verschluss aus PP mit 30

Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Accord Healthcare Limited

Sage House, 319 Pinner Road

HA1 4HF North Harrow, Middlesex

Vereinigtes Königreich

Hersteller

Accord Healthcare Limited

Sage House, 319 Pinner Road

HA1 4HF North Harrow, Middlesex

Vereinigtes Königreich

Wessling Hungary Kft.

Fóti út 56

1047 Budapest

Ungarn

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des Mitgliedsstaates

Bezeichnung des Arzneimittels

Österreich

Diazepam Accord 5 mg/10 mg Tabletten

Zypern

Diazepam Accord 5 mg/10 mg Tablets

Bulgarien

Diazepam Accord 5 mg/10 мг таблетки

Deutschland

Diazepam Accord 5 mg /10 mg Tabletten

Dänemark

Diazepam Accord 5 mg tabletter

Estland

Diazepam Accord

Finnland

Diazepam Accord 5 mg/10mg tabletti

Irland

Diazepam 5 mg/10 mg Tablets

Malta

Diazepam 5 mg/10 mg Tablets

Norwegen

Diazepam Accord

Polen

Codez

Schweden

Diazepam Accord 5 mg/10 mg tabletter

Slowakei

Diazepam Accord 5 mg/10 mg tablety

Vereinigtes Königreich

Diazepam 5 mg/10mg Tablets

Frankreich

DIAZEPAM ACCORD 5 mg/10 mg comprimé

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2018.

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