Deponit 5

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Deponit 5 Pflaster
  • Darreichungsform:
  • Pflaster
  • Zusammensetzung:
  • glyceroli trinitras 18.7 mg, excipiens ad praeparationem pro 9 cm² cum liberatione 5 mg/24h.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Deponit 5 Pflaster
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Koronartherapeutikum aus der Klasse der organischen Nitrate / Prophylaxe von Phlebitis

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 45986
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-03-1984
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Deponit 5/10

Was ist Deponit 5/10 und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Deponit ist ein Arzneimittel in Form eines Pflasters, mit dem der Wirkstoff Nitroglycerin durch die

Haut in den Körper gebracht wird. Der Wirkstoff ist im Klebefilm des Pflasters enthalten.

Deponit erweitert die zum Herzen hinführenden Blutgefässe. Die Folgen:

·Der (Blut-)Druck auf das Herz verringert sich.

·Die ebenfalls erweiterten Herzkranzgefässe ermöglichen eine bessere Versorgung mit Blut und

Sauerstoff.

Deponit eignet sich zur Dauerbehandlung der Angina pectoris bei koronarer Herzkrankheit und wird

auch angewendet zur

·Dauerbehandlung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe (koronare Herzkrankheit)

·Vorbeugung von Angina-pectoris-Anfällen (Herzschmerz)

·Behandlung der schweren Herzleistungsschwäche (chronische Herzinsuffizienz) in Verbindung mit

Herzglykosiden und/oder harntreibenden Präparaten

·vorbeugenden Behandlung einer Venenentzündung bei Verabreichung von Lösungen und

Arzneimitteln über Venenkatheter

Wann darf Deponit 5/10 nicht angewendet werden?

Deponit darf nicht angewendet werden bei:

·Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen Nitratverbindungen oder einem der

Hilfsstoffe.

·akutem Herzinfarkt, akuter Linksherzinsuffizienz oder anderen Herzerkrankungen. Deponit ist

nicht geeignet zur Behandlung von akuten Angina pectoris Anfällen.

·Akutem Kreislaufversagen (Schock, Gefässkollaps)

·Sehr niedrigem Blutdruck

·Schwerer Blutarmut

·Stark verringertem Blutvolumen (Hypovolämie)

·Gefühl eines starken Kopfdrucks

Wichtiger Hinweis

Wenn Sie als Patient mit einer Herzerkrankung (z.B. Angina pectoris) unter Behandlung mit Deponit

stehen, dürfen Sie keinesfalls Phosphodiesterasehemmer, wie Sildenafil (Viagra), Vardenafil

(Levitra) oder Tadalafil (Cialis) (Medikamente zur Behandlung der Impotenz des Mannes resp.

Medikamente gegen zu hohen Blutdruck im Kreislauf) einnehmen. Die gleichzeitige Anwendung

von Viagra kann eine gefährliche Verstärkung der Wirkung von Deponit in Form von

Blutdruckabfall und Kreislaufzusammenbruch verursachen.

Sollten Sie aber dennoch Phosphodiesterasehemmer eingenommen haben, ist die Anwendung von

Deponit innerhalb von 24 Stunden nach Einnahme der Phosphodiesterasehemmer strikt verboten.

Dies gilt auch im Falle von plötzlich auftretenden Herzbeschwerden. Wenden Sie sich in dieser

Notfallsituation an einen Arzt oder eine Ärztin und informieren Sie ihn bzw. sie über die Einnahme

der Phosphodiesterasehemmer. Auch dürfen Sie keine Arzneimittel mit dem Wirkstoff Riociguat

(Adempas, Arzneimittel zur Senkung des Lungenhochdrucks) einnehmen, wenn Sie mit Deponit

behandelt werden.

Wann ist bei der Anwendung von Deponit 5/10 Vorsicht geboten?

Bei Neigung zu Kreislaufstörungen durch niedrigen Blutdruck (orthostatische

Kreislaufregulationsstörungen) sollte Deponit mit Vorsicht angewendet werden.

Bei einem verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes (Hypoxämie) aufgrund einer Blutarmut

(Anämie) ist bei der Anwendung von Deponit Vorsicht geboten.

Bei Gabe von Deponit kann, bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in

minderbelüftete Lungenabschnitte, eine vorübergehende Verminderung des Sauerstoffgehaltes im

Schlagaderblut auftreten, wodurch bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe

eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff ausgelöst werden kann.

Bei Patienten, welche mit Diuretika behandelt werden sollte der Volumenmangel vor Anwendung

von Deponit behandelt werden.

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit kann das Symptom der Brustenge verstärkt werden, bzw

zu niedrigem Blutdruck und Ohnmacht führen.

Die gleichzeitige Einnahme von blutdrucksenkenden Präparaten (Antihypertensiva z.B.

Kalziumantagonisten, ACE-Hemmern), anderen gefässerweiternden Mitteln (Vasodilatatoren),

trizyklischen Antidepressiva, Neuroleptika und Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von

Deponit verstärken.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Deponit und Dihydroergotamin (DHE) wird der systolische

Blutdruck im Stehen stärker erhöht als unter alleiniger DHE-Verabreichung.

Die Wirkung von Deponit kann durch die Einnahme von Entzündungshemmern/Antirheumatika

(z.B. Indometacin) abgeschwächt werden. Auch dürfen Sie keine Arzneimittel mit dem Wirkstoff

Riociguat (Adempas, Arzneimittel zur Senkung des Lungenhochdrucks) einnehmen, wenn Sie mit

Deponit behandelt werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie ein Arzneimittel

mit dem Wirkstoff Riociguat einnehmen.

Die gleichzeitige Anwendung von Deponit und Acetylsalizylsäure (z.B: Aspirin) kann den

blutdrucksenkenden Effekt von Deponit verstärken.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Sapropterin ist Vorsicht geboten.

Eine Langzeitbehandlung sollte nicht plötzlich beendet werden.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch. Dies

gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Deponit 5/10 während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

In der Schwangerschaft sollte Deponit nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes oder der Ärztin

angewendet werden. Während der Behandlung mit Deponit soll nicht gestillt werden.

Wie verwenden Sie Deponit 5/10?

Erwachsene

Soweit nicht anders verordnet, wird zur Dauerbehandlung von Durchblutungsstörungen der

Herzkranzgefässe und zur Vorbeugung von Angina-pectoris-Anfällen im Allgemeinen mit einem

Pflaster pro Tag begonnen, bei Bedarf kann die Dosis erhöht werden.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Deponit bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft

worden.

Anwendung bei älteren Patienten

Die Anwendung bei älteren Patienten sollte im Allgemeinen mit Vorsicht erfolgen, da diese

empfindlicher auf eine Behandlung mit Deponit reagieren können.

Wie bei allen Nitraten kann es auch unter Glyceroltrinitrat-Pflastern bei einigen Patientinnen und

Patienten während einer Dauertherapie zu einer Abschwächung der Wirkung kommen. In diesen

Fällen sollte das Pflaster während der Schlafenszeit entfernt werden. Bei Patientinnen und Patienten

mit überwiegend nächtlicher Angina pectoris wird das Pflaster nur während der Nacht verwendet.

Die Dosierung von Deponit wird vom behandelnden Arzt oder von der behandelnden Ärztin

individuell entsprechend dem Krankheitsbild festgelegt. Zum Schutz des Patienten vor Angina-

pectoris-Anfällen ist ein plötzliches Absetzen zu vermeiden und bei Umstellung auf ein anderes

Wirkprinzip eine überlappende Behandlung durchzuführen.

Deponit kann im gesamten Brustbereich aufgeklebt werden, jedoch auch auf dem Oberarm, dem

Oberschenkel, dem Bauch oder dem Schulterbereich.

Die Hautstelle sollte täglich gewechselt werden. Die Körperpartie muss unbedingt trocken, gesund,

glatt und möglichst wenig behaart sein.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Wie wird Deponit richtig angebracht?

1. Die Einzelverpackung (Siegelbeutel) wird an den Randkerben geöffnet.

2. Das Pflaster wird mit beiden Händen so gehalten, dass die Schutzfolie nach oben zeigt. Die eine

Hälfte des Pflasters wird nach unten geknickt. Dadurch öffnet sich der Einschnitt in der Mitte der

Folie und die eine Hälfte kann bequem abgezogen werden.

3. Danach wird das Pflaster auf die vorgesehene Hautstelle gebracht - und erst jetzt die zweite Hälfte

der Folie abgezogen. Mit der Handfläche gut andrücken.

Deponit haftet sicher beim täglichen Duschen und Baden, bei aller Art von Bewegung und sogar

beim Schwimmen. Das Pflaster darf nicht zerschnitten werden.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit grösseren Mengen von Deponit ist das (sind die) Pflaster

unverzüglich zu entfernen und sofort ein Arzt zu benachrichtigen.

Welche Nebenwirkungen kann Deponit 5/10 haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Deponit auftreten:

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen sollten abklingen, wenn Sie das Arzneimittel eine

Zeit lang angewendet haben. Falls die Kopfschmerzen nicht verschwinden oder bei schweren

Kopfschmerzen suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Häufig: Schwindel, Schläfrigkeit

Herzerkrankungen

Häufig: Erhöhung der Pulsfrequenz (Tachykardie)

Gelegentlich: Verstärkung der Angina-Pectoris-Symptomatik

Unbekannte Häufigkeit: Herzklopfen

Gefässerkrankungen

Häufig: Abfall des Blutdrucks und/oder Benommenheit beim Aufstehen

Gelegentlich: Kollapszustände manchmal begleitet von Herzrhythmusstörungen mit Verlangsamung

der Pulsfrequenz und plötzlichem Bewusstseinsverlust (Synkopen).

Erkrankungen des Magen-Darmtraktes

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen

Sehr selten: Sodbrennen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: allergische Hautreaktionen (z.B. Rash), allergisches Kontaktekzem

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Schwächegefühl

Gelegentlich: Hautrötung (Erythem), Juckreiz, brennendes Gefühl, Reizung

Besteht nach dem Entfernen des Pflasters eine leichte Rötung der Haut, ist sie gewöhnlich nach

wenigen Stunden verschwunden. Um Hautreizungen vorzubeugen, muss jedes frische Pflaster auf

eine andere Hautstelle geklebt werden.

Schwerwiegende Reaktionen bei Abfall des Blutdrucks mit Übelkeit, Erbrechen, Ruhelosigkeit,

Blässe und übermässigem Schwitzen können auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Deponit soll nicht bei Temperaturen über 25°C aufbewahrt werden.

Pflaster vor und nach Gebrauch ausser Reichweite der Kinder aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Deponit 5/10 enthalten?

1 Pflaster Deponit 5 enthält als Wirkstoff 18,7 mg Nitroglycerin (Glyceroltrinitrat) sowie Hilfsstoffe.

Deponit 5 gibt 5 mg Wirkstoff pro 24 Stunden ab.

1 Pflaster Deponit 10 enthält als Wirkstoff 37,4 mg Nitroglycerin (Glyceroltrinitrat) sowie

Hilfsstoffe. Deponit 10 gibt 10 mg Wirkstoff pro 24 Stunden ab.

Zulassungsnummer

45986 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Deponit 5/10? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Deponit 5: 10, 30 und 100 transdermale Pflaster (B)

Deponit 10: 10, 30 und 100 transdermale Pflaster (B)

Zulassungsinhaberin

CPS Cito Pharma Services GmbH, 8610 Uster

Diese Packungsbeilage wurde im November 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.