Dehydrobenzperidol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Dehydrobenzperidol Injektionslösung 5 mg-2 ml
  • Dosierung:
  • 5 mg-2 ml
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Dehydrobenzperidol Injektionslösung 5 mg-2 ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE098777
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN PATIENTEN

Dehydrobenzperidol 5 mg/2ml Injektionslösung

Droperidol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Dehydrobenzperidol und wofür wird es angewendet

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Dehydrobenzperidol beachten?

3. Wie ist Dehydrobenzperidol anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich

5. Wie ist Dehydrobenzperidol aufzubewahren

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST DEHYDROBENZPERIDOL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET

Der Name Ihres Medikaments ist Dehydrobenzperidol, auch oft als „DHBP“ bezeichnet. Es enthält

den Wirkstoff Droperidol, der zu einer Gruppe von Arzneistoffen gehört, die als „Butyrophenone“

bezeichnet werden.

Dehydrobenzperidol wird bei Krankheiten eingesetzt, die die Art und Weise Ihres Denkens, Fühlens

oder Handelns beeinflussen. Durch diese Erkrankungen können Sie sich sehr unruhig, hyperaktiv,

aggressiv oder gewalttätig fühlen.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON

DEHYDROBENZPERIDOL BEACHTEN?

Dehydrobenzperidol darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

allergisch auf Butyrophenone reagieren. Dies ist eine Gruppe von Arzneimitteln, die zur

Behandlung von psychiatrischen Störungen eingesetzt werden (z.B. Haloperidol,

Triperidol, Benperidol, Melperon, Domperidon).

oder jemand aus Ihrer Familie ein auffälliges Elektrokardiogramm (EKG) hat.

einen Kalium- oder Magnesiummangel haben.

eine Pulsfrequenz von weniger als 55 Schlägen pro Minute haben (Ihr Arzt oder Ihre

Krankenschwester wird dies kontrollieren), oder Arzneimittel einnehmen, die dies

verursachen können.

an einem Nebennierentumor (Phäochromozytom) leiden.

im Koma liegen.

an Parkinson-Krankheit leiden.

unter schweren Depressionen leiden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dehydrobenzperidol ist erforderlich

Bevor Ihnen eine Dehydrobenzperidol-Injektion verabreicht wird, sollten Sie Ihren Arzt oder

Ihre Krankenschwester informieren, wenn:

Sie an Epilepsie leiden, oder in der Vergangenheit gelitten haben.

Sie Herzprobleme haben oder in der Vergangenheit hatten.

ein Familienmitglied an plötzlichem Herztod verstorben ist.

Sie an einer Nierenkrankheit leiden (besonders bei Langzeit-Dialyse)

Sie an einer Lungenkrankheit leiden oder Atembeschwerden haben.

Sie unter anhaltender Übelkeit oder Durchfall leiden.

Sie Insulin verwenden.

Sie Diuretika (Wassertabletten) einnehmen, die die Kalium-Ausscheidung fördern können (z.B.

Furosemid oder Bendroflumethiazid).

Sie Abführmittel einnehmen.

Sie Glucocorticoide (ein Steroidhormon) einnehmen.

Sie oder ein Verwandter schon einmal Blutgerinnsel hatten, denn derartige Arzneimittel

werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

Anwendung von Dehydrobenzperidol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel anzuwenden..

Dehydrobenzperidol darf nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln angewendet

werden:

Anwendungsgebiete des Arzneimittels

Wirkstoff(e)

Herzerkrankungen

Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Amiodaron oder

Sotalol

Antibiotika

Azithromycin, Erythromycin, Clarithromycin, Sparfloxacin

Allergien

Astemizol, Terfenadin

Depression

Amitriptylin, Maprotilin, Fluoxetin, Sertralin, Fluvoxamin

Psychische Krankheiten, z.B.

Schizophrenie etc.

Amisulprid, Chlorpromazin, Haloperidol, Melperon,

Phenothiazine, Pimozid, Sulpirid, Sertindol, Tiaprid

Malaria

Chinin, Chloroquin, Halofantrin

Sodbrennen

Cisaprid

Infektion

Pentamidin

Kontrolle des Immunsystems

Tacrolimus

Brustkrebs

Tamoxifen

Hirndurchblutungsstörungen

Vincamin

Übelkeit oder Erbrechen

Metoclopramid

Droperidol, der aktive Wirkstoff in Dehydrobenzperidol, kann die Wirkung von Beruhigungsmitteln

wie Barbituraten, Benzodiazepinen und morphinhaltigen Arzneimitteln verstärken. Die Wirkung

blutdrucksenkender Medikamenten (Antihypertensiva) und zahlreicher anderer Arzneimittel, wie z.B.

bestimmter antifungal, antiviral und antibiotisch wirksamer Medikamente, kann durch Droperidol

ebenfalls verstärkt werden.

Bestimmte Medikamente können die Wirkung von Droperidol verstärken, z.B. Cimetidin (zur

Behandlung von Magengeschwüren), Ticlopidin (zur Verhinderung der Blutgerinnung) und Mibefradil

(zur Behandlung von Angina pectoris). Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer

Krankenschwester, wenn Sie Zweifel bezüglich der Anwendung von Droperidol haben.

Anwendung von Dehydrobenzperidol zusammen mit Alkohol

Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol 24 Stunden vor und nach der Verabreichung von

Dehydrobenzperidol.

Schwangerschaft und Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie schwanger sind. Dieser wird dann über die Anwendung von

Dehydrobenzperidol entscheiden.

Während der Stillzeit wird empfohlen, nur eine Gabe von Dehydrobenzperidol zu verabreichen.

Bei neugeborenen Babys von Müttern, die droperidol im letzten Trimenon (letzte drei Monate der

Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder

-schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn

Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Droperidol beeinträchtigt die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen

von Maschinen in erheblichem Ausmaß.

Vermeiden Sie das Lenken eines Fahrzeuges oder die Benutzung einer Maschine für mindestens 24

Stunden nach Verabreichung von Dehydrobenzperidol.

Wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile von Dehydrobenzperidol

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 1 ml, d.h. es ist nahezu

“natriumfrei”.

3.

WIE IST DEHYDROBENZPERIDOL ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt. Fragen Sie bei Ihrem

Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dehydrobenzperidol wird Ihnen von einem Arzt als Injektion in die Muskel verabreicht.

Die Dosierung und die Art der Anwendung richten sich nach der jeweiligen Situation.

Wenn Sie eine größere Menge von X angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel von Dehydrobenzperidol verwendet haben, sollen Sie sofort mit Ihrem Arzt, Ihrem

Apotheker oder dem Antigiftzentrum (070/245.245) Kontakt aufnehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre

Krankenschwester.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Ihre Körpertemperatur ansteigt, Sie an Muskelstarre,

Zittern, spontan auftretenden Schwellungen im Gesicht oder Hals leiden oder wenn Sie nach

Einnahme des Medikaments Schmerzen im Brustbereich verspüren.

Weitere bekannte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Droperidol-Behandlung: Informieren

Sie bitte Ihren Arzt, Ihre Krankenschwester oder Ihren Apotheker wenn eine der aufgeführten

Nebenwirkungen Sie erheblich beträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 100 Patienten, aber bei weniger als 1 von 10 Patienten)

Benommenheit

Niedriger Blutdruck

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 1000 Patienten, aber bei weniger als 1 von 100

Patienten)

Angstzustände

Augenrollen

Beschleunigter Puls, d.h. mehr als 100 Schläge pro Minute

Schwindel

Seltene Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10000 Patienten, aber bei weniger als 1 von 1000

Patienten)

Starke allergische Reaktionen, bekannt als Anaphylaxie oder anaphylaktischer Schock

Verwirrung

Unruhe

Unregelmäßiger Puls

Ausschlag

Malignes neuroleptisches Syndrom, mit Symptomen wie Fieber, Schwitzen, übermäßiger

Speichelfluss, Muskelstarre und Zittern

Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10000 Patienten)

Störungen des Blutbilds (für gewöhnlich Krankheiten die die roten Blutkörperchen oder die

Blutplättchen betreffen). Ihr Arzt kann Sie darüber informieren.

Stimmungsänderungen wie z.B. Traurigkeit, Ängstlichkeit, Depression und Reizbarkeit

Unkontrollierte Muskelbewegungen

Krämpfe oder Zittern

Herzinfarkt (Herzstillstand)

Plötzlicher Herztod

Andere Nebenwirkungen:

Gestörte Sekretion des antidiuretischen Hormons (eine erhöhte Freisetzung dieses Hormons, was

zu verringerter Wasserausscheidung und zu verringerten Natriumwerten im Blut führt)

Halluzinationen

Epileptische Anfälle

Parkinson-Krankheit

Psychomotorische Hyperaktivität

Koma

Torsade-de-pointes-Arrythmien (lebensbedrohlicher, unregelmäßiger Herzschlag)

Verlängerung der QT-Intervalle im EKG (eine Erkrankung des Herzens mit Auswirkung auf die

Herzfrequenz)

Ohnmacht

Atembeschwerden

Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden,

wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine

Antipsychotika einnahmen, berichtet

Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und

Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort

Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser

Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, Ihre Krankenschwester oder Ihren Apotheker wenn eine der

aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht

in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de/DE/Pharmakovigilanz/form/functions/formpv-node.html

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST DEHYDROBENZPERIDOL AUFZUBEWAHREN

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Ampulle nach {EXP}

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezeiht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Dehydrobenzperidol darf bei Anzeichen von Verderben nicht verwendet werden. Die Lösung sollte

vor dem Gebrauch visuell kontrolliert werden und es sollten nur klare, farblose Lösungen ohne

sichtbare Partikel verwendet werden.

Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen sind, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese

Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Dehydrobenzperidol enthält

Der Wirkstoff ist Droperidol, 1 ml der Lösung enthält 2,5 mg Droperidol.

Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol, Weinsäure, Natriumhydroxid, Injektionswasser.

Wie Dehydrobenzperidol aussieht und Inhalt der Packung

Dehydrobenzperidol ist eine klare, farblose Injektionslösung.

Die Lösung befindet sich in braunen Glasampullen. Jede Ampulle enthält 2 ml Lösung und ist in

Packungsgrößen mit 10 Ampullen erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

HERSTELLER

Kyowa Kirin Ltd.

Galabank Business Park

Galashiels

TD1 1QH

Vereinigtes Königreich

DelPharm Tours

Rue Paul Langevin

37170 Chambray-les-Tours

Frankreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 05/2016.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 07/2016.

Verschreibungspflichtig.

Zulassungsnummer: BE098777