Decalcit

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Decalcit Pulver
  • Darreichungsform:
  • Pulver
  • Zusammensetzung:
  • calcium 140 mg calcium hydrogenophosphas dihydricus, cholecalciferolum 750 U. I., excipiens Pulver für 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Decalcit Pulver
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Calcium- und Vitamin D-Präparat

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 19035
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-10-1953
  • Letzte Änderung:
  • 24-01-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Wie verwenden Sie Decalcit

Decalcit® Kautabletten und Pulver

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses

Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben

bekommen, oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke oder Drogerie bezogen.

Wenden Sie das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes,

Apothekers oder Drogisten bzw. der Ärztin, Apothekerin oder Drogistin an, um den grössten Nutzen

zu haben. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Was ist Decalcit und wann wird es angewendet?

Decalcit ist ein Kombinationspräparat mit Calcium und Vitamin D. Calcium ist ein wichtiger

Aufbaustoff für den menschlichen Organismus, insbesondere für Knochen und Zähne. Vitamin D

fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Magen-Darm-Trakt. Bei ausgeglichen ernährten

gesunden Personen tritt ein Vitamin D-Mangel nicht oder selten auf. Ein Mangel an Vitamin D kann

jedoch bei einseitiger Ernährung, bei einer Störung der Nahrungsaufnahme im Darm oder bei

Nierenfunktionsstörungen entstehen.

Decalcit eignet sich bei Kindern zur Vorbeugung von Rachitis, vor allem im ersten Lebensjahr und

in den Wintermonaten. Bei älteren Personen mit Calcium- und Vitamin D-Mangel oder bei hohem

Risiko für einen Calcium- und Vitamin D-Mangelzustand.

Was sollte dazu beachtet werden?

Hinweis für Diabetikerinnen und Diabetiker

1 Decalcit Kautablette enthält 0.3g verwertbare Kohlenhydrate.

1 Messlöffel (1g) Decalcit Pulver zum Einnehmen enthält 0.4g verwertbare Kohlenhydrate.

Wann darf Decalcit nicht eingenommen werden?

Decalcit darf nicht eingenommen werden, wenn bereits eine Überversorgung mit Calcium und

Vitamin D besteht sowiebei Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff gemäss

Zusammensetzung. Bei erhöhtem Calcium- oder Phosphatgehalt des Blutes (Hypercalcämie bzw.

Hyperphosphatämie) und bei vermehrter Ausscheidung von Calcium mit dem Urin (Hypercalciurie)

sollten Vitamin D-haltige Präparate generell vermieden werden. Decalcit darf nicht eingenommen

werden bei Störung der Knochenbildung oder bei systemischen Erkrankungen des Bindegewebes mit

Granulombildung (Sarkoidose) sowie bei primärer Nebenschilddrüsenüberfunktion,

Knochenmarktumoren, Knochenmetastasen, Harnsteinleiden und immobilisationsbedingtem Abbau

der Knochenmasse. Ebenso darf Decalcit nicht bei ungenügender Leistungsfähigkeit der Nieren

(Niereninsuffizienz) und bei Knochenveränderungen infolge Niereninsuffizienz (renale

Osteodystrophie) eingenommen werden. Decalcit darf nicht eingenommen werden, wenn Sie bereits

Vitamin D- oder Vitamin D-ähnliche Präparate einnehmen. Besteht eine Unterfunktion der

Schilddrüse (Hypothyreose) oder liegt ein erhöhter Calciumgehalt im Blut vor, so darf bei

Säuglingen und Kleinkindern keine Rachitisprophylaxe mit Decalcit vorgenommen werden. Da die

Kautabletten Aspartam enthalten, dürfen Patienten mit Phenylketonurie diese nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Decalcit Vorsicht geboten?

Bei länger dauernder Behandlung und/oder bei leichter Niereninsuffizienz wird empfohlen, die mit

dem Urin ausgeschiedene Calcium-Menge (Calciurie) regelmässig kontrollieren zu lassen. Bei

längerfristiger Einnahme von grossen Calciummengen oder hohen Vitamin D-Dosen aus Nahrung

oder Arzneimitteln und gleichzeitig leicht aufzunehmenden basischen Substanzen (Alkalien z.B.

Bicarbonate, die in Arzneimitteln zur Bindung der Magensäure enthalten sind) kann es zu einem

Milch-Alkali-Syndrom (Kalkstoffwechselstörung) kommen mit dem Risiko von Nierenschäden. Die

gleichzeitige Einnahme sollte unbedingt vermieden werden.

Besondere Vorsicht gilt bei Patientinnen und Patienten mit Nierenerkrankungen, Arteriosklerose und

Herzerkrankungen.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt/ Ihre Ärztin, bevor Sie Decalcit einnehmen, wenn Sie Digoxin gegen

Herzprobleme oder wassertreibende Medikamente (Thiaziddiuretika) gegen Blutdruckhochdruck

oder Ödeme einnehmen. Eine regelmässige Überwachung ist erforderlich. Decalcit vermindert die

Aufnahme von Tetrazyklin-Antibiotika. Decalcit sollte daher nicht während drei Stunden vor und

nach oraler Einnahme von Tetrazyklin-Antibiotika eingenommen werden. Chinolonantibiotika

müssen mindestens zwei Stunden vor oder vier bis sechs Stunden nach der Einnahme von Decalcit

verabreicht werden, weil sonst ihre Wirksamkeit durch Decalcit vermindert werden kann. Die

Wirksamkeit einer Schilddrüsenhormonsubstitution mit Levothyroxin kann reduziert sein, weil

Calcium dessen Aufnahme blockieren kann. Deshalb empfiehlt sich ein zeitlicher Abstand von

mindestens vier Stunden zur Einnahme von Decalcit. Da die gleichzeitige Gabe von Colestyramin,

Orlistat oder Abführmitteln wie Paraffin die Aufnahme von Vitamin D vermindert, sollte Decalcit

nicht während der gleichen Zeit vor und nach deren Einnahme genommen werden. Wegen einer

Verminderung der Aufnahme von Biphosphonaten, Natriumfluorid, Estramustin, Eisen- und Zink-

präparaten sollte ein Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme dieser Präparate und Decalcit

eingehalten werden.

Es ist zu beachten, dass Kortikosteroide die Resorption von Calcium aus dem Darm hemmen und zu

erhöhter Calciumausscheidung über die Nieren führen. Andere Harntreibende Mittel (Furosemid,

Torasemid) steigern die Calciumausscheidung über die Nieren. Bei einer gleichzeitigen Behandlung

mit Schlaf/Beruhigungsmitteln (Barbiturate), Antiepileptika (Phenytoin) oder Rifampicin (gegen

Tuberkulose) kann die Wirkung von Vitamin D wegen beschleunigter Verstoffwechselung

vermindert werden. Auch Nahrungsbestandteile aus Spinat und Rhabarber (Oxalsäure) und

Vollkorngetreide (Phytinsäure) können die Aufnahme von Calcium durch Bildung von unlöslichen

Verbindungen hemmen. Deshalb wird die Verabreichung von Calciumpräparaten erst zwei Stunden

nach Verzehr dieser Nahrungsmittel empfohlen.

Bei der Einnahme von Decalcit ist darauf zu achten, dass keine anderen Nahrungsmittel oder

Arzneimittel gleichzeitig eingenommen werden, welche Vitamin D bereits enthalten. Die

empfohlene Decalcitdosis sollte regelmässig eingenommen, aber nicht überschritten werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Decalcit während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Decalcit sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der

Ärztin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Decalcit?

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: täglich 1-2 Kautabletten (entsprechend 500-1000 IE Vitamin

D3 und 140-280 mg Kalzium) oder ½ - 1 Messlöffel voll Pulver (entsprechend 375-750 IE Vitamin

D3 und 70-140 mg Kalzium). Zur Verabreichung an Säuglinge und Kleinkinder eignet sich

besonders das Pulver, welches der täglichen Nahrung (Flasche, Brei) beigemischt werden kann. Für

grössere Kinder und Erwachsene sind die Kautabletten bestimmt, welche zerkaut und mit etwas

Flüssigkeit geschluckt werden.

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder unter 12 Jahren: Säuglinge inkl. Frühgeborene ab der 3.

Lebenswoche und Kleinkinder erhalten während der ersten beiden Lebensjahre täglich ½ Messlöffel

Decalcit-Pulver (entsprechend 375 IE Vitamin D3 und 70 mg Kalzium). Falls notwendig, erhalten

die Kinder diese Tagesdosis auch in den darauffolgenden Lebensjahren während der sonnenarmen

Wintermonate.

Über die Behandlungsdauer entscheidet der Arzt oder die Ärztin je nach Schwere und Art der zu

behandelnden Erkrankung.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebenen oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebenen Dosierungen. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Decalcit haben?

Gelegentlich können erhöhte Blut-Calciumspiegel (Hypercalcämie), erhöhte Blut-Phosphatspiegel

(Hyperphosphatämie) oder Calcium-Ausscheidung im Urin (Hypercalciurie) auftreten. Bei Einnahme

über längere Zeit in höheren Dosen Bildung von Harnsteinen oder Nierensteinen in den Harnwegen.

Bei Überdosierung in Verbindung mit der Einnahme von basischen Substanzen (z.B. Mittel zur

Bindung von Magensäure) kann ein Milch-Alkali-Syndrom entstehen (siehe ‚Wann ist bei der

Einnahme Vorsicht geboten?‘).

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Sehr selten sind schwere

allergische Reaktionen.

In seltenen Fällen können Magen-Darmstörungen wie Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit,

Verstopfung oder Durchfall, Bauchschmerzen oder Erbrechen auftreten.

Selten sind Hautausschlag, Juckreiz, oder Nesselsucht.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Decalcit darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „Exp“ bezeichneten Datum verwendet werden.

Bitte achten Sie stets darauf, Decalcit so aufzubewahren, dass es für Kinder nicht erreichbar ist.

Decalcit ist bei Raumtemperatur (15-25 °C) und vor Licht geschützt aufzubewahren. Weitere

Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Decalcit enthalten?

1 Kautablette enthält

Wirkstoffe:

Cholecalciferol (Vitamin D3) 500 IE

Wasserfreies Calciumhydrogenphosphat 480 mg

(entsprechend 140 mg Calcium)

Hilfsstoffe:

Dextrate

Aspartam

Wasserfreie Citronensäure

Orangenaroma (enthält Bergamottöl)

Magnesiumstearat

1 Messlöffel Pulver (= 1g) enthält

Wirkstoffe:

Cholecalciferol (Vitamin D3) 750 IE

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat 600 mg

(entsprechend 140 mg Calcium)

Hilfsstoffe:

Zucker

Wasserfreie Glucose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Zulassungsnummer

12'337,19'035 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Decalcit? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Decalcit in Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen zu 60 Kautabletten, 100 Kautabletten und 100 g Pulver.

Zulassungsinhaberin

Geistlich Pharma AG, CH-6110 Wolhusen

Stand der Information

Diese Packungsbeilage wurde im August 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

19-12-2008

Consultation responses on the future reimbursement status of dihydropyridine calcium antagonists (C08CA)

Consultation responses on the future reimbursement status of dihydropyridine calcium antagonists (C08CA)

The Danish Medicines Agency's assessment of the future reimbursement status of the dihydropyridine calcium antagonists (C08CA) were submitted for consultation with 11 November 2008 as the consultation deadline.

Danish Medicines Agency

29-10-2008

Reassessment of reimbursement status for medicinal products in ATC group C08CA

Reassessment of reimbursement status for medicinal products in ATC group C08CA

The Danish Medicines Agency has assessed the question of the future reimbursement status for medicinal products in ATC group C08CA (dihydropyridine calcium channel blockers) which are used for the treatment of cardiovascular diseases.

Danish Medicines Agency

8-9-2008

Reassessment of reimbursement status of medicinal products for cardiovascular diseases – additional recommendation from the Reimbursement Committee

Reassessment of reimbursement status of medicinal products for cardiovascular diseases – additional recommendation from the Reimbursement Committee

The Danish Medicines Agency has asked the Reimbursement Committee to reassess the reimbursement status of medicinal products authorised for marketing in Denmark in the ATC groups C02 (antihypertensives), C03 (diuretics), C07 (beta blocking agents), C08 (calcium channel blockers) and C09 (ACE inhibitors, angiotensin II antagonists and renin inhibitors).

Danish Medicines Agency

14-2-2008

Reassessment of reimbursement status for medicinal products for the treatment of cardiovascular diseases

Reassessment of reimbursement status for medicinal products for the treatment of cardiovascular diseases

Following a request from the Danish Medicines Agency, the Reimbursement Committee has reassessed the reimbursement status for medicinal products authorised for marketing in Denmark in ATC groups C02 (antihypertensives), C03 (diuretics), C07 (beta blocking agents), C08 (calcium channel blockers) and C09 (ACE inhibitors, angiotensin II antagonists and renin inhibitors).

Danish Medicines Agency

4-6-2018

Calcium D3-ratiopharm® forte

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