Daraprim

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Daraprim Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • pyrimethaminum 25 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Daraprim Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Toxoplasmose

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 20964
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-02-1955
  • Letzte Änderung:
  • 11-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Daraprim

GlaxoSmithKline AG

Was ist Daraprim und wann wird es angewendet?

Daraprim wird in Kombination mit einem Antibiotikum (Sulfadiazin, oder ein anderes geeignetes

Sulfonamid) zur Behandlung der Toxoplasmose eingesetzt.

Der in Daraprim enthaltene Wirkstoff greift in den Stoffwechsel der Toxoplasmose-Erreger ein und

verhindert so deren Vermehrung.

Daraprim darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer

gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Antibiotikum in Daraprim ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten

verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten

Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die

Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Daraprim nicht eingenommen werden?

Daraprim darf im Falle einer bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit gegenüber dem

Wirkstoff Pyrimethamin oder gegenüber einem anderen Bestandteil des Arzneimittels nicht

eingenommen werden.

Wann ist bei der Einnahme von Daraprim Vorsicht geboten?

Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung, Krampfanfällen (Epilepsie) oder an einem

Folsäuremangel leiden, wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Daraprim mit besonderer Vorsicht

verabreichen und die Behandlung streng überwachen.

Während der Behandlung mit Daraprim wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin zusätzlich

Kalziumfolinat oder Folsäure verordnen, um so die Nebenwirkungen von Daraprim auf die

Blutbildung zu vermindern.

Da Sie gleichzeitig mit Daraprim ein Antibiotikum (Sulfonamid) einnehmen müssen, sollten Sie

genügend trinken.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Daraprim mit bestimmten Arzneimitteln (Cotrimoxazol,

Trimethoprim, Proguanil, Zidovudin oder Zytostatika) kann der Folsäurestoffwechsel zusätzlich

gehemmt werden. Eine gleichzeitige Verabreichung sollte daher streng überwacht werden. Die

gleichzeitige Einnahme von Lorazepam, einem Benzodiazepin, mit Pyrimethamin kann zu leichten

Leberschädigungen führen. Die Wirksamkeit oder Toxizität anderer Substanzen (z.B. Chinin oder

Warfarin) kann durch die gleichzeitige Verabreichung mit Pyrimethamin beeinflusst werden.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Daraprim während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, sollten Sie Daraprim ausschliesslich nach

Rücksprache mit dem Arzt bzw. mit der Ärztin einnehmen. Informieren Sie deshalb bitte Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten.

Daraprim darf nicht in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft angewendet werden.

Schwangere unter Behandlung mit Daraprim müssen gleichzeitig ein Folsäurepräparat erhalten.

Daraprim wird seit vielen Jahren in Kombination mit einem Antibiotikum (Sulfonamid) zur

Behandlung der Toxoplasmose ab dem 4. Monat der Schwangerschaft eingesetzt. Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin wird mit Ihnen die Risiken einer Toxoplasmose-Infektion während der Schwangerschaft und

die Vor- und Nachteile der Behandlung eingehend besprechen.

Da der in Daraprim enthaltene Wirkstoff auch in die Muttermilch ausgeschieden wird, sollte

während der Behandlung mit Daraprim auf das Stillen verzichtet werden.

Wie verwenden Sie Daraprim?

Zur Behandlung der Toxoplasmose wird Daraprim zusammen mit einem Antibiotikum (Sulfadiazin

oder ein anderes geeignetes Sulfonamid) eingenommen. Der Arzt bzw. die Ärztin wird die für Sie

nötige Dosis von Daraprim und dem Sulfonamid festlegen.

Im Allgemeinen wird Daraprim für Erwachsene und Kinder über 6 Jahren wie folgt dosiert: 4

Tabletten Daraprim am ersten Tag, danach 1-2 Tabletten täglich. Die Behandlung dauert gewöhnlich

3-6 Wochen. Der Arzt bzw. die Ärztin wird den Zeitpunkt des Abbruchs der Therapie bestimmen.

Für Säuglinge und Kinder wird die Dosierung vom Arzt bzw. von der Ärztin anhand des

Körpergewichtes festgelegt.

Falls Ihnen oder Ihrem Kind Dosen unter 25 mg verschrieben wurden, wenden Sie sich bezüglich der

Zubereitung der Einzeldosen an Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum

Aufteilen in gleiche Dosen.

Eine begonnene Antibiotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet

durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft bevor die Infektion vollständig

ausgeheilt ist. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung

kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Daraprim haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Daraprim auftreten: Beeinträchtigung der

Blutbildung. Aus diesem Grund wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin gleichzeitig Kalziumfolinat

oder Folsäure zu Daraprim geben, um diese unerwünschte Wirkung von Daraprim zu vermindern.

Beobachten Sie an sich Blutungen oder blaue Flecken, Halsschmerzen, Fieber oder grosse

Müdigkeit, müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.

Zu Beginn der Behandlung können auch Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall

auftreten. Diese Zeichen können aber spontan wieder verschwinden, ohne dass die Behandlung

abgebrochen werden muss. Seltenere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Schwindelgefühl,

Trockenheit von Mund und Rachen, Fieber, Unwohlsein, Hautausschlag oder Hautverfärbungen

sowie Depression.

Treten diese Zeichen auf, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung setzen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie ebenfalls Ihren

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Daraprim Tabletten sind lichtgeschützt, nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern

aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Nach Beendigung der Behandlung sind die restlichen Tabletten Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

Ihrer Ärztin oder Apothekerin zur Vernichtung zu bringen.

Was ist in Daraprim enthalten?

Eine Tablette enthält: 25 mg Pyrimethamin als Wirkstoff sowie Lactosum monohydricum,

Maisstärke, oxidierte Stärke, Magnesiumstearat, Natriumdioctylsulfosuccinat als Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

20964 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Daraprim? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Tabletten zu 25 mg: 30.

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.