Daonil

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Daonil Tablette 5 mg
  • Dosierung:
  • 5 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Daonil Tablette 5 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Medikamente, die den Blutzucker senken: Sulfonylharnstoff.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE067837
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Daonil-pil-de-closing-240817

24/08/2017

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

DAONIL 5 mg Tabletten

(Glibenclamid)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Daonil und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Daonil beachten?

Wie ist Daonil anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Daonil aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST DAONIL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Daonil ist ein Arzneimittel zum Einnehmen, das den Blutzuckerspiegel senkt.

Es ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes (Zuckerkrankheit) angezeigt, der mit Insulin nicht

behandelt werden kann und bei dem eine Diät, Körperbewegung und Gewichtsverlust allein

nicht ausreichen.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON DAONIL BEACHTEN?

Daonil darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen der Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6. Genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie allergisch gegen Sulfonamide oder Sulfonylharnstoff-Derivate sind.

wenn Sie an Typ-1- Diabetes leiden, der allein mit Insulin behandelt werden kann.

wenn Ihr Metabolismus (Stoffwechsel) stark beeinträchtigt ist. In diesem Fall kann allein

Insulin angewendet werden. Diese Erkrankung kann mit Ketoazidose (Versäuerung des

Blutes durch einen Mangel an Insulin) verbunden sein oder nicht und dieser Zustand

kann sich zu einem diabetischen Koma entwickeln.

wenn Ihre Leber- oder Ihre Nierenfunktion schwer eingeschränkt ist.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

wenn Sie bereits Bosentan einnehmen, ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck in den

Lungenarterien (pulmonale Hypertonie).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Daonil anwenden.

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Basis: approved 150617

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Bei der Behandlung von Diabetes besteht die erste und wichtigste Maßnahme aus der

strengen Einhaltung einer Diät. Versuchen Sie, sich so viel wie möglich und

regelmäßig zu bewegen und, falls erforderlich, abzunehmen. Diese Maßnahmen sind

genauso wichtig wie die regelmäßige Einnahme von Daonil.

Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist erforderlich. Ihr Arzt wird die Zuckermenge

in Ihrem Blut und in Ihrem Harn messen und, falls erforderlich, Ihre Dosis Daonil

anpassen.

Die verschriebene Dosis von Daonil wird Ihren Blutzuckerspiegel auf einen normalen

Wert senken. Wenn Sie zu viel Daonil oder zu wenig Zucker oder Nahrungsmittel zu sich

nehmen, wird das Gleichgewicht beeinträchtigt und Ihr Blutzuckerspiegel wird zu niedrig

sein. Dies wird medizinisch Hypoglykämie genannt.

Faktoren, die

Hypoglykämie

(zu niedriger Blutzuckerspiegel) fördern:

Nichteinhaltung der verschriebenen Menge Daonil.

Unregelmäßige Aufnahme von Mahlzeiten oder das Überschlagen von Mahlzeiten.

Veränderungen der Diät oder der Lebensweise (z. B. die Ausübung ungewohnter

körperlicher Anstrengungen).

Alkoholverbrauch, vor allem in Perioden von Fasten.

Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion.

Überdosierung von Daonil.

Entgleisung des Hormonsystems, das den Abbau von Zucker regelt.

Gleichzeitige Einnahme von anderen Arzneimitteln (siehe “Bei Anwendung von Daonil

mit anderen Arzneimitteln”).

Anwendung von Daonil ohne Grund.

Ältere Patienten sind besonders anfällig für die hypoglykämierende Wirkung von

blutzuckersenkenden Arzneimitteln. Hypoglykämie lässt sich bei älteren Menschen nur

schwer erkennen. Die Anfangs- und Erhaltungsdosis muss konservativ eingestellt werden,

um hypoglykämische Reaktionen zu vermeiden.

Hypoglykämie kann tödliche Folgen haben. Konsultieren Sie sofort Ihren Arzt im

Falle einer schweren oder langzeitigen Hypoglykämie, die nur durch die Verabreichung

einer üblichen Zuckermenge vorübergehend unter Kontrolle ist. In einigen Fällen ist sogar

eine Einlieferung ins Krankenhaus erforderlich.

Die Symptome eines Zuckermangels im Blut können sein:

Kopfschmerzen

starkes Hungergefühl, Übelkeit und sogar Erbrechen

extreme Müdigkeit, Schlafstörungen

Reizbarkeit, Aggressivität

Konzentrationsstörungen, herabgesetztes Reaktionsvermögen

Depression, Verwirrtheit

Sprachstörungen und sogar Sprachverlust

Sehstörungen

Zittern, Lähmungssymptome, Sinnesstörungen, Schwindel

Einsamkeitsgefühl, Verlust der Selbstkontrolle, Delirium

Konvulsionen

Schläfrigkeit, Ohnmacht

oberflächliche Atmung, verlangsamter Puls

Als Folge dieser Reaktionen des Körpers auf den Zuckermangel können auch andere

Symptome auftreten:

Schwitzen, klamme Haut, Angst

beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag

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Basis: approved 150617

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Anstieg des Blutdruckes, Herzklopfen

beklemmendes schmerzhaftes Gefühl in der Brust (Angina pectoris)

Die Symptome eines schweren Hypoglykämie-Anfalles sind denen eines Schlaganfalles

ähnlich. Die Symptome verschwinden nahezu immer nach Aufhebung des Zuckermangels

im Blut.

Die Symptome einer Hypoglykämie können weniger ausgeprägt sein, wenn sich die

Hypoglykämie langsam entwickelt, wenn Sie eine Nervenkrankheit haben oder wenn Sie

bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Clonidin, Betablocker, Reserpin,

Guanethidin) einnehmen.

Im Allgemeinen kann ein Zuckermangel im Blut durch die Einnahme von Zucker

(Traubenzucker, Zuckerwürfel, Fruchtsaft, gesüßte Getränke) schnell aufgehoben werden.

Bitte beachten! Künstliche Süßstoffe (wie Saccharin, Aspartam, Cyclamat) sind nicht in

der Lage, eine Hypoglykämie aufzuheben.

Sorgen Sie dafür, dass es in Ihrer Umgebung immer eine Person gibt, die darüber

informiert ist, dass Sie an Diabetes leiden, und die Ihnen im Falle eines Anfalles helfen

kann. Ein Hypoglykämie-Anfall kann leicht erneut auftreten. Darum sollten Sie immer Ihren

Arzt über eine Episode von Hypoglykämie sowie über die Faktoren, die die Hypoglykämie

ausgelöst haben, informieren. In einigen Fällen muss die komplette Behandlung

angepasst werden. Dies ist der Fall, wenn Sie krank sind oder wenn Sie Ihre Lebensweise

verändern.

Seien Sie stets für Episoden von Hypoglykämie aufmerksam, die während jeder

Behandlung auftreten können, die eine Senkung Ihres Blutzuckerspiegels zum Ziel haben.

Sie müssen dann Zucker zu sich nehmen; sorgen Sie dafür, dass Sie stets einige

Zuckerwürfel bei sich haben.

Ihr behandelnder Arzt wird die Spiegel Ihres glykolisierten Hämoglobins regelmäßig

bestimmen (ein Bluttest, der Ihren durchschnittlichen Blutzuckerspiegel über zwei oder

drei Monate misst).

WARNHINWEISE:

In einigen Stress-Situationen (z. B. Trauma, schwere Infektion mit Fieber, chirurgischer

Eingriff) kann es erforderlich sein, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt zeitlich auf Insulin

überzugehen.

Die Symptome einer Hyperglykämie (zu hoher Blutzuckerspiegel) sind:

Zunahme der Harnmenge

starker Durst

Mundtrockenheit

trockene Haut

Wenn Sie von verschiedenen Ärzten oder medizinischen Diensten behandelt werden,

müssen Sie diese über Ihren Diabetes informieren.

Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6-PD) (eine seltene erbliche

Krankheit), die mit Sulfonyharnstoff-Derivaten behandelt werden, weisen ein Risiko auf

Blutarmut durch einen verstärkten Abbau von roten Blutzellen (hämolytische Anämie) auf.

Glibenclamid ist ein Sulfonyharnstoff-Derivat. Seien Sie darum vorsichtig und

konsultieren Sie Ihren Arzt. Eine Behandlung mit einer anderen Klasse von

Sulfonylharnstoff-Derivaten ist in Erwägung zu ziehen.

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Basis: approved 150617

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Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der oben genannten Warnhinweise auf Sie zutrifft

oder in der Vergangenheit auf Sie zutraf.

Anwendung von Daonil zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Nehmen Sie Daonil nicht in Kombination mit folgenden Arzneimitteln ein:

Bosentan (Arzneimittel gegen Bluthochdruck in den Lungenarterien (pulmonale

Hypertonie)). Dies kann für Ihre Leber toxisch sein.

Die Einnahme von Doanil in Kombination mit bestimmten Arzneimitteln kann Ihren

Blutzuckerspiegel entweder senken (Hypoglykämie) oder erhöhen (Hyperglykämie). Auch

wenn Sie während der Behandlung mit Daonil die Anwendung eines anderen Arzneimittels

abbrechen, kann sich die Kontrolle Ihres Blutzuckerspiegels verändern.

Ihr Arzt oder Apotheker verfügt über die vollständige Liste der Arzneimittel, die Ihre Behandlung

beeinflussen können.

Das Risiko auf

Hypoglykämie

(zu niedriger Blutzuckerspiegel) nimmt zu, wenn Sie Daonil in

Kombination mit folgenden Arzneimitteln einnehmen:

Insulin, andere Arzneimittel gegen Diabetes (Antidiabetika)

ACE-Hemmer (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

anabole Steroide, männliche Geschlechtshormone

bestimmte Antibiotika: Clarithromycin, Chloramphenicol, Chinolone, Tetrazykline,

Sulfonamide

bestimmte Arzneimittel gegen Tumoren: Cyclophosphamid, Ifosfamid

Disopyramid (ein Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen)

Fibrate (um die Triglyzeride und den Cholesterinspiegel im Blut zu senken)

Fluoxetin, MAO-Hemmer (Antidepressiva)

Miconazol, Fluconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

Para-Aminosalicylsäure, Phenylbutazon, Salicylate (entzündungshemmende

Arzneimittel)

Sympathikolytika (z. B. Betablocker und Guanethidin)

Das Risiko auf

Hyperglykämie

(zu hoher Blutzuckerspiegel) nimmt zu, wenn Sie Daonil in

Kombination mit folgenden Arzneimitteln einnehmen:

Barbiturate (Beruhigungsmittel, Arzneimittel gegen Epilepsie)

Diazoxid (gegen Hypoglykämie)

Diuretika (wassertreibende Arzneimittel), wie Acetazolamid

Epinephrin und andere Sympathikomimetika (Arzneimittel mit anregender Wirkung auf

das autonome Nervensystem)

Glucagon (eine bestimmte Art von Hormon)

Kortikoide (Nebennierenrindehormone mit u. a. einer entzündungshemmenden Wirkung)

Anwendung von Abführmitteln über einen langen Zeitraum

Nikotinsäure (in hoher Dosis)

Östrogene und Progestativa (die Pille)

Phenothiazin (Arzneimittel gegen eine schwere Geisteskrankheit)

Phenytoin (Arzneimittel gegen Epilepsie)

Schilddrüsenhormone

Rifampicin (Antibiotikum)

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Basis: approved 150617

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Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie Daonil in Kombination mit folgenden Arzneimitteln:

Die H

-Antagonisten (Arzneimittel gegen Magengeschwüre) und Clonidin (gegen

Bluthochdruck) können die blutzuckersenkende Aktivität von Daonil verstärken oder

vermindern.

Arzneimittel gegen Bluthochdruck, wie Betablocker, Clonidin, Reserpin und Guanethidin

können die Alarmsymptome von Hypoglykämie verändern.

Daonil kann die Aktivität von Arzneimitteln, die der Blutgerinnung entgegenwirken (z. B.

Cumarin) verstärken oder vermindern.

Daonil kann die Toxizität von Ciclosporin (Arzneimittel gegen Abstoßung nach einer

Transplantation) erhöhen.

Glibenclamid sollte mindestens 4 Stunden vor Colesevelam angewendet werden.

Anwendung von Daonil zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Sie müssen immer essen nach der Einnahme von Daonil. Lassen Sie keine Mahlzeiten aus.

Der langzeitige oder plötzliche Konsum von Alkohol kann auf unvorhergesehene Weise die

Wirkung von Daonil verstärken oder vermindern.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft:

Sobald die ersten Zeichen einer Schwangerschaft auftreten oder wenn Sie schwanger werden

möchten, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Insulin fortsetzen. Der Übergang auf Insulin muss

unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Stillzeit:

Verwenden Sie Daonil nicht während der Stillzeit. Falls erforderlich, wird Ihnen Ihr Arzt Insulin

verschreiben.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Zu Beginn einer ersten Behandlung, bei Veränderung einer Behandlung oder im Falle von

unregelmäßiger Einnahme der Tabletten können Episoden von Hypoglykämie oder

Hyperglykämie auftreten. Hierdurch können die Reflexe verzögert sein. Seien Sie darum

vorsichtig beim Führen eines Fahrzeuges oder beim Bedienen von Maschinen.

Daonil enhält Lactose

Daonil Tabletten enthält Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Daonil erst

nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer

Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST DAONIL ANZUWENDEN ?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nur Ihr Arzt kann bestimmen, wie viel und wann Sie Daonil einnehmen müssen. Befolgen

Sie genau seine Anweisungen über die Menge und den Zeitpunkt der Einnahme.

Die übliche Dosierung beträgt:

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Basis: approved 150617

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Die Behandlung wird normalerweise mit der möglichst niedrigen Dosis (½ Tablette täglich)

begonnen. Dies ist vor allem wichtig bei Patienten, die zu Hypoglylämie neigen oder die

weniger als 50 kg wiegen. Die Dosis wird alle ein bis zwei Wochen erhöht, bis ein gutes

Gleichgewicht erreicht wird.

Die am meisten übliche Dosis beträgt 1 bis 2 Tabletten täglich.

Die maximale Dosierung beträgt 3 Tabletten (15 mg) täglich, da eine höhere Dosis nur in

Ausnahmefällen bessere Ergebnisse hervorruft.

Der Zeitpunkt der Einnahme und die Verteilung der Dosis müssen mit Ihrem Arzt besprochen

werden und hängen von Ihren Lebensgewohnheiten ab.

Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit einem halben Glas Flüssigkeit ein. Sie

müssen immer essen, nachdem Sie Daonil eingenommen haben und Sie dürfen keine

Mahlzeiten auslassen.

Wenn Sie mehr als 2 Tabletten täglich einnehmen müssen, nehmen Sie dann maximal 2

Tabletten unmittelbar vor dem Frühstück und den Rest der Dosis abends vor der Mahlzeit ein.

Es ist möglich, dass Ihr Bedarf an Daonil im Laufe der Behandlung abnimmt. Um einer

Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel) vorzubeugen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt

konsultieren, sodass er erwägen kann, Ihre Dosis zeitlich zu senken oder Ihre Behandlung

abzubrechen. Ihr Arzt wird eine Dosisanpassung in Erwägung ziehen, wenn sich Ihr

Körpergewicht verändert oder sich Ihre Lebensgewohnheiten verändern oder wenn andere

Faktoren zu einem Übermaß oder einem Mangel an Zucker in Ihrem Blut führen können.

Wenn Sie eine größere Menge von Daonil angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel von Daonil eingenommen haben, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt,

Apotheker oder der Giftnotrufzentrale (070 / 245 245) auf.

Wenn Sie eine zu hohe Dosis Daonil eingenommen haben, tritt eine Hypoglykämie auf. Diese

kann 12 bis 72 Stunden dauern und kann nach einer scheinbaren Wiederherstellung erneut

auftreten. Die Symptome können 24 Stunden nach der Einnahme auftreten. Darum wird

empfohlen, dass Sie sich in einem Krankenhaus untersuchen lassen. Übelkeit, Erbrechen und

Schmerzen im Oberbauch können auftreten. Im Allgemeinen ist eine Hypoglykämie mit

neurologischen Phänomenen verbunden, wie Erregung, Zittern, Seh- und

Koordinationsstörungen, Schläfrigkeit, Koma und Konvulsionen.

Die Behandlung besteht in erster Instanz daraus, der Resorption vorzubeugen, indem man den

Patienten erbrechen lässt und anschließend Wasser oder Limonade mit Aktivkohle (Adsorbens)

trinken lässt. Bei Einnahme von großen Mengen ist eine Magenspülung angezeigt, wobei

Aktivkohle (Adsorbens) und Natriumsulfat (Abführmittel) im Magen bleiben. Bei (schwerer)

Überdosierung ist eine Aufnahme in die Intensivstation angezeigt.

Glucose so schnell wie möglich verabreichen, falls erforderlich, zu Beginn mit einer

intravenösen Injektion von 50 ml einer 50 %igen Lösung als Bolus, gefolgt von der

Verabreichung einer 10 %igen Infusionslösung unter strenger Kontrolle des Blutzuckers.

Danach eine symptomatische Behandlung verabreichen.

Wenn Sie die Anwendung von Daonil vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Daonil abbrechen

Brechen Sie niemals Ihre Behandlung mit Daonil ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt

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Basis: approved 150617

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Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH ?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Die Häufigkeit möglicher Nebenwirkungen ist nach der folgenden Konvention definiert:

sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten)

häufig (bei 1 von 10 Behandelten)

gelegentlich (bei 1 von 100 Behandelten)

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Häufigkeit nicht bekannt: hämolytisches Phänomen (Abbau der roten Blutzellen) und

Veränderungen des Blutbildes (hämolytische Anämie, Erythrozytopenie, Leukopenie,

Granulozytopenie, Agranulozytose, Panzytopenie als Folge einer Unterdrückung des

Knochenmarks, sowie mäßige bis schwere Thrombozytopenie mit Purpura). Konsultieren Sie

Ihren Arzt für weitere Informationen.

Diese Wirkungen sind meistens umkehrbar, sobald die Behandlung abgebrochen wird.

Erkrankungen des Immunsystems

Häufigkeit nicht bekannt: allergische oder pseudo-allergische Reaktionen, wie Juckreiz,

Hautausschlag oder Nesselsucht.

Leichte Reaktionen des Nesselsucht-Types können sich . verschlimmern und zu schweren

Symptomen wie Atembeschwerden (Dyspnoe) und Hypotonie führen, die wiederum zu einem

Schock führen kann. Falls Nesselsucht auftritt, konsultieren Sie sofort Ihren Arzt.

Die Überempfindlichkeitsreaktionen auf Daonil können auf Glibenclamid oder einen der

Hilfsstoffe zurückzuführen sein. Eine Kreuzallergie mit Sulfonamiden und ihren Derivaten ist

möglich.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel)

Siehe “

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”.

Augenerkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt : zeitweise Sehstörungen (vor allem zu Beginn der Behandlung).

Gefäßerkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt: allergische Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße); in einigen Fällen

mit fatalem Verlauf.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall.

Gelegentlich: schwerer Magen, Völlegefühl

Häufigkeit nicht bekannt: Erbrechen

Es ist nicht erforderlich, die Behandlung abzubrechen; diese Nebenwirkungen verschwinden

meistens spontan.

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt: Anstieg der Leberenzyme und Lebererkrankungen.

Closing Ccds v10.1 240817

Basis: approved 150617

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24/08/2017

Sie können bei Abbruch der Behandlung verschwinden; jedoch können sie sich auch zu einer

schwer eingeschränkten Leberfunktion entwickeln.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufigkeit nicht bekannt: Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), Juckreiz, Hautreaktionen mit

Blasenbildung, rote Flecken auf der Haut, Abschilferung

Häufig: Hautausschlag

Siehe auch: “Erkrankungen des Immunsystems”.

Untersuchungen

Häufigkeit nicht bekannt: Senkung des Blutnatriumspiegels (Saltz).

Häufig: Gewichtszunahme

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen über:

Belgien:

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz - EUROSTATION II - Victor Hortaplein, 40/40 - B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be - E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Luxemburg

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi - L-2120 Luxembourg Site internet:

http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST DAONIL AUFZUBEWAHREN ?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "EXP" angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Daonil enthält

Der Wirkstoff ist Glibenclamid.

Die Hilfsstoffe sind: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, prägelatinierte

Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid und Talk. Siehe Abschnitt 2. „Daonil enthält Lactose“

Wie Daonil aussieht und Inhalt der Packung

Daonil ist in Packungen mit 30 und 100 weißen, teilbaren, länglichen Tabletten, mit LDI-

Prägung in Blistern erhältlich.

Closing Ccds v10.1 240817

Basis: approved 150617

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24/08/2017

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Sanofi Belgium

Leonardo da Vincilaan 19

1831 Diegem

: 02/710.54.00

Fax: 02/710.54.09

E-Mail: info.belgium@sanofi.com

Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Industriepark Höchst

DE - 65926 Frankfurt am Main

oder

Famar

Route du Crulai

Z.I. n°1

FR-31200 L’Aigle

oder

Sanofi Winthrop Industrie

Route de Choisy au Bac

FR – 60205 Compiègne

Zulassungsnummer:

BE067837

Verkaufsabgrenzung:

verschreibungspflichtig.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

08/2017

.

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