Dafalgan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Dafalgan Suppositorien 300 mg
  • Darreichungsform:
  • Suppositorien 300 mg
  • Zusammensetzung:
  • paracetamolum 300 mg, excipiens pro suppositorio.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Dafalgan Suppositorien 300 mg
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Analgetikum, Antipyretikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 47505
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-11-1986
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

DAFALGAN® Suppositorien

Bristol-Myers Squibb SA

Was ist Dafalgan und wann wird es angewendet?

Dafalgan Suppositorien enthalten den Wirkstoff Paracetamol, der schmerzlindernd und

fiebersenkend wirkt.

Dafalgan Suppositorien werden angewendet zur kurzfristigen Behandlung von Kopfschmerzen,

Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen, Schmerzen

während der Monatsblutung, Schmerzen nach Verletzungen (z.B. Sportverletzungen), Schmerzen bei

Erkältungskrankheiten sowie gegen Fieber.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wie alle Fieber- und Schmerzmittel soll auch Dafalgan nicht ohne ärztliche Verschreibung länger als

5 Tage oder bei Fieber länger als 3 Tage angewendet werden. Bei Kindern bis 12 Jahren beträgt die

maximale kontinuierliche Anwendungsdauer ohne ärztliche Konsultation 3 Tage.

Schmerzmittel sollen nicht ohne ärztliche Kontrolle über längere Zeit regelmässig angewendet

werden. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung. Hohes Fieber oder eine

Verschlechterung des Zustandes bei Kindern erfordern eine frühzeitige ärztliche Konsultation.

Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, soll sichergestellt werden, dass andere

verabreichte Medikamente kein Paracetamol enthalten.

Die angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten

werden.

Es ist auch zu bedenken, dass die langdauernde Anwendung von Schmerzmitteln ihrerseits dazu

beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiterbestehen.

Die langfristige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer

schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines

Nierenversagens führen.

Wann darf Dafalgan nicht angewendet werden?

In folgenden Fällen darf Dafalgan nicht angewendet werden:

·Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Paracetamol. Eine solche Überempfindlichkeit äussert

sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimhäute

oder Hautausschläge (Nesselfieber).

·Bei schweren Lebererkrankungen.

·Bei Alkoholüberkonsum.

·Bei einer erblichen Leberstörung (sogenannte Meulengracht-Krankheit).

Wann ist bei der Anwendung von Dafalgan Vorsicht geboten?

Bei Erkrankungen der Niere oder der Leber sowie beim sogenannten «Glucose-6-Phosphat-

Dehydrogenase-Mangel» (seltene erbliche Krankheit der roten Blutkörperchen) sollten Sie vor der

Anwendung Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin ebenfalls, wenn Sie gleichzeitig blutverdünnende

Medikamente oder gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin, Isoniazid),

Epilepsie (Phenytoin, Carbamazepin), Gicht (Probenecid), erhöhten Blutfettwerten (Cholestyramin)

oder HIV-Infektionen (Zidovudin) einnehmen müssen. Vorsicht ist auch geboten bei der

gleichzeitigen Anwendung von Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Chloramphenicol, Salicylamid

oder Phenobarbital.

Von der gleichzeitigen Anwendung von Paracetamol und Alkohol ist abzuraten. Besonders bei

fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung.

Bei Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und sehr starker Abmagerung sowie bei chronischer

Mangelernährung ist Vorsicht geboten bei der Anwendung von Dafalgan.

Bei Flüssigkeitsmangel und verminderten Mengen an Blut ist Vorsicht geboten bei der Anwendung

von Dafalgan. Bei einer schweren Infektion (z.B. einer Blutvergiftung) ist ebenfalls Vorsicht geboten

bei der Anwendung von Dafalgan.

Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf

Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Dafalgan haben?»).

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst

gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Dafalgan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um

Rat fragen.

Aufgrund bisheriger Erfahrungen ist bei kurzfristiger Anwendung vom Wirkstoff Paracetamol in der

angegebenen Dosierung kein Risiko für das Kind bekannt. Obwohl Paracetamol in der Muttermilch

auftritt, darf gestillt werden.

Wie verwenden Sie Dafalgan Suppositorien?

Zäpfchen in den After einführen. Einzeldosen der Zäpfchen nicht häufiger als angegeben

verabreichen. Die angegebene maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Bei Kindern unter 3 Monaten dürfen die Dafalgan Suppositorien nur auf Anweisung des Arztes bzw.

der Ärztin angewendet werden.

Kinder von:

5-7 kg (3-6 Monate): Suppositorien zu 80 mg

7-10 kg (6-12 Monate): Suppositorien zu 80 mg und zu 150 mg

10-15 kg (1-3 Jahre): Suppositorien zu 150 mg

15-22 kg (3-6 Jahre): Suppositorien zu 150 mg und zu 300 mg

22-30 kg (6-9 Jahre): Suppositorien zu 300 mg

30-40 kg (9-12 Jahre): Suppositorien zu 300 mg und zu 600 mg

>12 Jahre und Erwachsene (über 40 kg): Suppositorien zu 600 mg

Gewicht (Alter)

Einzeldosis

max. Tagesdosis

5-7 kg

(bis 6 Monate)

1 Supp. zu 80 mg

4 Supp. zu 80 mg

320 mg

7-10 kg

(6-12 Monate)

1-2 Supp. zu 80 mg oder

1 Supp. zu 150 mg

6 Supp. zu 80 mg oder

3 Supp. zu 150 mg

480 mg

10-15 kg

(1-3 Jahre)

1 Supp. zu 150 mg

4 Supp. zu 150 mg

600 mg

15-22 kg

(3-6 Jahre)

1-2 Supp. zu 150 mg oder

1 Supp. zu 300 mg

6 Supp. zu 150 mg

oder 3 Supp. zu 300 mg

900 mg

22-30 kg

(6-9 Jahre)

1-2 Supp. zu 300 mg

5 Supp. zu 300 mg

1500 mg

30-40 kg

(9-12 Jahre)

1-2 Supp. zu 300 mg oder

1 Supp. zu 600 mg

6 Supp. zu 300 mg

oder 3 Supp. zu 600 mg

1800 mg

Über 40 kg

(über 12 Jahre und Erwachsene)

1-2 Supp. zu 600 mg

4-6 Supp. zu 600 mg

3600 mg

Halten Sie zwischen den Einzeldosen der Suppositorien einen Zeitabstand von 6-8 Std. ein.

Aufgrund des Risikos der lokalen Toxizität, sollen Suppositorien nicht öfter als 4 mal am Tag

verwendet werden. Die Dauer der rektalen Behandlung soll so kurz wie möglich sein. Die

Anwendung von Suppositorien ist bei Patienten mit Diarrhoe nicht empfohlen.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Dafalgan haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Dafalgan auftreten:

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Schwellungen der Haut und

Schleimhäute oder Hautausschläge bis hin zu schweren Hautreaktionen (sehr selten) und Übelkeit

auftreten. Des Weiteren können Atemnot oder Asthma auftreten, vor allem, wenn diese

Nebenwirkungen auch schon früher bei der Verwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen

nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) beobachtet wurden. Treten Zeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion oder Blutergüsse/Blutungen auf, so ist das Arzneimittel abzusetzen

und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Sehr selten wurden Veränderungen des Blutbildes

beobachtet, wie eine verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke

Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen (Agranulozytose).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Dafalgan Suppositorien sind in der Originalpackung von Wärmequellen entfernt bei

Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei unkontrollierter Anwendung (Überdosis) ist unverzüglich ein Arzt bzw. eine Ärztin zu

konsultieren. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und/oder allgemeines

Krankheitsgefühl können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden

bis einen Tag nach Anwendung auf.

Eine Überdosis kann eine sehr schwere Leberschädigung zur Folge haben.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Paracetamol dürfen nicht an Kinder, welche aus Versehen Alkohol

eingenommen haben, verabreicht werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Dafalgan Suppositorien enthalten?

1 Suppositorium enthält 600 mg oder 300 mg oder 150 mg oder 80 mg Paracetamol als Wirkstoff

sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

47505 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Dafalgan Suppositorien? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Schachtel mit 10 Suppositorien für alle Dosierungen.

Zulassungsinhaberin

Bristol-Myers Squibb SA, Steinhausen.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.