Dafalgan Kinder

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Dafalgan Kinder Pulver
  • Darreichungsform:
  • Pulver
  • Zusammensetzung:
  • paracetamolum 250 mg, aromatica, aspartamum, conserv.: E 211, excipiens ad pulverem pro charta.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Dafalgan Kinder Pulver
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Analgetikum, Antipyretikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 51231
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-10-1992
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses

Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten,

oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke oder Drogerie bezogen. Wenden Sie

das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes, Apothekers

oder Drogisten bzw. der Ärztin, Apothekerin oder Drogistin an, um den grössten Nutzen zu haben.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

DAFALGAN® Pulver für Kinder

Was ist Dafalgan und wann wird es angewendet?

Dafalgan Pulver enthält den Wirkstoff Paracetamol, der schmerzlindernd und fiebersenkend wirkt.

Dafalgan Pulver wird angewendet zur kurzfristigen Behandlung von Kopfschmerzen,

Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen, Schmerzen

während der Monatsblutung, Schmerzen nach Verletzungen (z.B. Sportverletzungen), Schmerzen bei

Erkältungskrankheiten sowie gegen Fieber.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wie alle Fieber- und Schmerzmittel soll auch Dafalgan nicht ohne ärztliche Verschreibung länger als

5 Tage oder bei Fieber länger als 3 Tage angewendet werden. Bei Kindern bis 12 Jahren beträgt die

maximale kontinuierliche Anwendungsdauer ohne ärztliche Konsultation 3 Tage.

Schmerzmittel sollen nicht ohne ärztliche Kontrolle über längere Zeit regelmässig eingenommen

werden. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.

Hohes Fieber oder eine Verschlechterung des Zustandes bei Kindern erfordern eine frühzeitige

ärztliche Konsultation.

Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, soll sichergestellt werden, dass andere

verabreichte Medikamente kein Paracetamol enthalten.

Die angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten

werden.

Es ist auch zu bedenken, dass die langdauernde Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits dazu

beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiterbestehen.

Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer

schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines

Nierenversagens führen.

Wann darf Dafalgan nicht eingenommen werden?

In folgenden Fällen darf Dafalgan nicht eingenommen werden:

- Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Paracetamol oder einen anderen Inhaltsstoff (siehe

„Was ist in Dafalgan Pulver enthalten?“). Eine solche Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch

Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder

Hautausschläge (Nesselfieber).

- Bei schweren Lebererkrankungen.

- Bei einer erblichen Leberstörung (sogenannte Meulengracht-Krankheit).

Wann ist bei der Einnahme von Dafalgan Vorsicht geboten?

Bei Erkrankungen der Niere oder der Leber sowie beim sogenannten „Glucose-6-Phosphat-

Dehydrogenase-Mangel“ (seltene erbliche Krankheit der roten Blutkörperchen) sollten Sie vor der

Einnahme Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin ebenfalls, wenn Ihr Kind gleichzeitig blutverdünnende

Medikamente oder gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin, Isoniazid),

Epilepsie (Phenytoin, Carbamazepin), Gicht (Probenecid), erhöhten Blutfettwerten (Cholestyramin)

oder HIV-Infektionen (Zidovudin) einnehmen muss. Vorsicht ist auch geboten bei der gleichzeitigen

Anwendung von Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Chloramphenicol, Salicylamid oder

Phenobarbital.

Bei Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und sehr starker Abmagerung sowie bei chronischer

Mangelernährung ist Vorsicht geboten bei der Einnahme von Dafalgan.

Bei Flüssigkeitsmangel und verminderten Mengen an Blut ist Vorsicht geboten bei der Einnahme

von Dafalgan. Bei einer schweren Infektion (z.B. einer Blutvergiftung) ist ebenfalls Vorsicht geboten

bei der Anwendung von Dafalgan.

Da Dafalgan Pulver Sorbitol enthält, sollte es bei Fruktoseintoleranz nicht eingenommen werden.

Falls Ihr Kind an der seltenen, angeborenen Stoffwechselstörung Phenylketonurie leidet, sollte es

Dafalgan Pulver nicht einnehmen, da dieses den Süssstoff Aspartam enthält.

Dafalgan Pulver für Kinder enthält Natrium. Wenn eine kochsalzarme Diät befolgt werden muss, soll

der Arzt bzw. die Ärztin um Rat gefragt werden.

Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf

Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe „Welche Nebenwirkungen kann Dafalgan haben?“).

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn das zu behandelnde Kind an anderen Krankheiten leidet, Allergien hat oder andere

Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnimmt oder äusserlich anwendet!

Darf Dafalgan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Dieses Präparat ist nur für die Anwendung bei Kindern bestimmt.

Bei eventueller Einnahme von Dafalgan Pulver durch jugendliche oder erwachsene Frauen gelten

folgende Hinweise:

Vorsichtshalber sollte während einer Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichtet oder der Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um

Rat gefragt werden.

Aufgrund bisheriger Erfahrungen ist bei kurzfristiger Anwendung vom Wirkstoff Paracetamol in der

angegebenen Dosierung kein Risiko für das Kind bekannt. Obwohl Paracetamol in der Muttermilch

auftritt, darf gestillt werden.

Wie verwenden Sie Dafalgan Pulver?

Der Inhalt des Sachets ist in ein Glas oder in die Schoppenflasche zu geben, dann Flüssigkeit

zufügen (Wasser, Milch oder Fruchtsaft). Nach der Auflösung dem Kind zum Trinken geben.

Einzeldosen des Pulvers nicht häufiger als angegeben verabreichen. Die angegebene maximale

Tagesdosis darf nicht überschritten werden. Dafalgan Pulver soll bei Kindern unter 3 Jahren nicht

angewendet werden.

Kinder von 15-22 kg (3-6 Jahre):

1 Sachet zu 250 mg als Einzeldosis, 6-8 Std. bis zur nächsten Einnahme warten. Die Maximaldosis

pro Tag beträgt 4 Sachets zu 250 mg (=1000 mg Paracetamol).

Kinder von 22-30 kg (6-9 Jahre):

1-2 Sachets zu 250 mg als Einzeldosis, 6-8 Std. bis zur nächsten Einnahme warten. Die

Maximaldosis pro Tag beträgt 6 Sachets (= 1,5 g Paracetamol).

Kinder von 30-40 kg (9-12 Jahre):

2 Sachets zu 250 mg als Einzeldosis, 6-8 Std. bis zur nächsten Einnahme warten. Die Maximaldosis

pro Tag beträgt 8 Sachets (= 2 g Paracetamol).

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit dem Arzt bzw. der Ärztin des Kindes, Ihrem Apotheker oder Drogisten bzw. Ihrer

Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Dafalgan haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Dafalgan auftreten:

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Schwellungen der Haut und

Schleimhäute oder Hautausschläge bis hin zu schweren Hautreaktionen (sehr selten) und Übelkeit

auftreten. Des Weiteren können Atemnot oder Asthma auftreten, vor allem, wenn diese

Nebenwirkungen auch schon früher bei der Verwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen

nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) beobachtet wurden. Treten Zeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion oder Blutergüsse/Blutungen auf, so ist das Arzneimittel abzusetzen

und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Sehr selten wurden Veränderungen des Blutbildes

beobachtet, wie eine verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke

Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen (Agranulozytose).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Dafalgan Pulver ist bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Feuchtigkeit geschützt und ausser

Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosis) ist unverzüglich ein Arzt bzw. eine Ärztin zu

konsultieren. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und/oder allgemeines

Krankheitsgefühl können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden

bis einen Tag nach Einnahme auf.

Eine Überdosis kann eine sehr schwere Leberschädigung zur Folge haben.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Paracetamol dürfen nicht an Kinder, welche aus Versehen Alkohol

eingenommen haben, verabreicht werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin des Kindes, Ihr Apotheker oder Drogist

bzw. Ihre Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche

Fachinformation.

Was ist in Dafalgan Pulver enthalten?

1 Sachet enthält 250 mg Paracetamol als Wirkstoff sowie Hilfsstoffe wie Aspartam, Sorbitol,

Aromastoffe, als Konservierungsmittel Natriumbenzoat (E 211) sowie weitere Hilfsstoffe. 1 Sachet

zu 250 mg enthält 92,9 mg (=4.04 mmol) Natrium.

Zulassungsnummer

51231 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Dafalgan Pulver? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Schachtel mit 12 Sachets.

Zulassungsinhaberin

Bristol-Myers Squibb SA, Steinhausen

Diese Packungsbeilage wurde im April 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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