Dafalgan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Dafalgan Brausetabletten 1 g
  • Darreichungsform:
  • Brausetabletten 1 g
  • Zusammensetzung:
  • paracetamolum 1 g, aromatica, aspartamum, conserv.: E 211, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Dafalgan Brausetabletten      1 g
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Analgetikum, Antipyretikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 47503
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-12-1986
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, denn sie enthält

wichtige Informationen. Dieses Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder

Ihrer Ärztin verschrieben erhalten oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke

oder Drogerie bezogen. Wenden Sie das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise

nach Anweisung des Arztes, Apothekers oder Drogisten bzw. der Ärztin, Apothekerin oder Drogistin

an, um den grössten Nutzen zu haben. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie

vielleicht später nochmals lesen.

DAFALGAN® Brausetabletten

Was sind Dafalgan Brausetabletten und wann werden sie angewendet?

Dafalgan Brausetabletten enthalten den Wirkstoff Paracetamol, der schmerzlindernd und

fiebersenkend wirkt.

Dafalgan 500 mg und 1 g Brausetabletten werden angewendet zur kurzfristigen Behandlung von

Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern,

Rückenschmerzen, Schmerzen während der Monatsblutung, Schmerzen nach Verletzungen (z.B.

Sportverletzungen), Schmerzen bei Erkältungskrankheiten sowie gegen Fieber. Dafalgan 1 g

Brausetabletten werden ausserdem zur Behandlung von Arthroseschmerzen verschrieben.

Dafalgan Brausetabletten à 1 g sind nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin erhältlich.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dafalgan nicht länger als 5 Tage oder bei Fieber nicht länger als 3 Tage anwenden, ausser auf

ärztliche Verschreibung. Bei Kindern bis 12 Jahren beträgt die maximale kontinuierliche

Anwendungsdauer ohne ärztliche Konsultation 3 Tage.

Schmerzmittel sollen nicht ohne ärztliche Kontrolle über längere Zeit regelmässig eingenommen

werden. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.

Hohes Fieber oder eine Verschlechterung des Zustandes bei Kindern erfordern eine frühzeitige

ärztliche Konsultation.

Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, soll sichergestellt werden, dass andere

verabreichte Medikamente kein Paracetamol enthalten.

Die angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten

werden. Es ist auch zu bedenken, dass die langdauernde Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits

dazu beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiterbestehen. Die langfristige Einnahme von

Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur

dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.

Wann dürfen Dafalgan Brausetabletten nicht eingenommen werden?

In folgenden Fällen dürfen Dafalgan Brausetabletten nicht eingenommen werden:

- Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Paracetamol oder einen anderen Inhaltsstoff (siehe

„Was ist in Dafalgan Brausetabletten enthalten?“). Eine solche Überempfindlichkeit äussert sich z.B.

durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder

Hautausschläge (Nesselfieber).

- Bei schweren Lebererkrankungen.

- Bei Alkoholüberkonsum.

- Bei einer erblichen Leberstörung (sogenannte Meulengracht-Krankheit).

Wann ist bei der Einnahme von Dafalgan Brausetabletten Vorsicht geboten?

Bei Erkrankungen der Niere oder der Leber sowie beim sogenannten „Glucose-6-Phosphat-

Dehydrogenase-Mangel“ (seltene erbliche Krankheit der roten Blutkörperchen) sollten Sie vor der

Einnahme Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin ebenfalls, wenn Sie gleichzeitig blutverdünnende

Medikamente oder gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin, Isoniazid),

Epilepsie (Phenytoin, Carbamazepin), Gicht (Probenecid), erhöhten Blutfettwerten (Cholestyramin)

oder HIV-Infektionen (Zidovudin) einnehmen müssen. Vorsicht ist auch geboten bei der

gleichzeitigen Anwendung von Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Chloramphenicol, Salicylamid

oder Phenobarbital.

Von der gleichzeitigen Einnahme von Paracetamol und Alkohol ist abzuraten. Besonders bei

fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung.

Bei Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und sehr starker Abmagerung sowie bei chronischer

Mangelernährung ist Vorsicht geboten bei der Einnahme von Dafalgan.

Bei Flüssigkeitsmangel und verminderten Mengen an Blut ist Vorsicht geboten bei der Einnahme

von Dafalgan. Bei einer schweren Infektion (z.B. einer Blutvergiftung) ist ebenfalls Vorsicht geboten

bei der Anwendung von Dafalgan.

Da Dafalgan Brausetabletten Sorbitol enthalten, sollten sie bei Fruktoseintoleranz nicht

eingenommen werden. Falls Sie an der seltenen, angeborenen Stoffwechselstörung Phenylketonurie

leiden, sollten Sie Dafalgan 1 g Brausetabletten nicht einnehmen, da diese den Süssstoff Aspartam

enthalten.

Dieses Arzneimittel enthält Natrium. Wenn eine kochsalzarme Diät befolgt werden muss, soll der

Arzt oder die Ärztin um Rat gefragt werden.

Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf

Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe „Welche Nebenwirkungen können Dafalgan

Brausetabletten haben?“).

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst

gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Dürfen Dafalgan Brausetabletten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um

Rat fragen.

Aufgrund bisheriger Erfahrungen ist bei kurzfristiger Anwendung vom Wirkstoff Paracetamol in der

angegebenen Dosierung kein Risiko für das Kind bekannt.

Obwohl Paracetamol in sehr geringen Mengen in der Muttermilch auftritt, darf gestillt werden.

Wie verwenden Sie Dafalgan Brausetabletten?

Die schmerzlindernde Wirkung der Dafalgan Brausetabletten tritt doppelt so schnell ein wie bei

Paracetamol-Tabletten.

Die Brausetabletten werden am besten in einem grossen Glas Wasser aufgelöst, damit eine klare

Lösung entsteht. Die Tabletten nicht zerkauen oder schlucken.

Einzeldosen der Brausetabletten nicht häufiger als angegeben verabreichen. Die angegebene

maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Dafalgan Brausetabletten 1 g sollen von Erwachsenen und Kindern unter 50 kg nicht eingenommen

werden, da dies zu einer Überdosierung (mehr als die empfohlene Dosis) und somit zu einer

Leberschädigung führen kann. Dafalgan Brausetabletten 500 mg nicht anwenden bei Kindern unter 6

Jahren.

Brausetabletten zu 500 mg:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre (über 40 kg):

1-2 Brausetabletten zu 500 mg als Einzeldosis, 4-8 Stunden bis zur nächsten Einnahme warten. Die

Maximaldosis pro Tag beträgt 8 Brausetabletten zu 500 mg (= 4 g Paracetamol).

Kinder 30-40 kg (9-12 Jahre):

1 Brausetablette zu 500 mg als Einzeldosis, 6-8 Stunden bis zur nächsten Einnahme warten. Die

Maximaldosis pro Tag beträgt 4 Brausetabletten zu 500 mg (= 2 g Paracetamol).

Kinder 22-30 kg (6-9 Jahre):

½-1 Brausetablette zu 500 mg als Einzeldosis, 6-8 Stunden bis zur nächsten Einnahme warten. Die

Maximaldosis pro Tag beträgt 3 Brausetabletten zu 500 mg (= 1,5 g Paracetamol).

Brausetabletten zu 1 g:

Erwachsene und Jugendliche über 15 Jahre (über 50 kg):

1 Brausetablette zu 1 g als Einzeldosis, 4-8 Stunden bis zur nächsten Einnahme warten. Die

Maximaldosis pro Tag beträgt 4 Brausetabletten zu 1 g (= 4 g Paracetamol).

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen können Dafalgan Brausetabletten haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Dafalgan Brausetabletten auftreten:

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Schwellungen der Haut und

Schleimhäute oder Hautausschläge bis hin zu schweren Hautreaktionen (sehr selten) und Übelkeit

auftreten. Des Weiteren können Atemnot oder Asthma auftreten, vor allem, wenn diese

Nebenwirkungen auch schon früher bei der Verwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen

nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) beobachtet wurden. Treten Zeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion oder Blutergüsse/Blutungen auf, so ist das Arzneimittel abzusetzen

und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Sehr selten wurden Veränderungen des Blutbildes

beobachtet, wie eine verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke

Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen (Agranulozytose).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Feuchtigkeit geschützt und ausser

Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosis) ist unverzüglich ein Arzt bzw. eine Ärztin zu

konsultieren. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und/oder allgemeines

Krankheitsgefühl können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden

bis einen Tag nach Einnahme auf.

Eine Überdosis kann eine sehr schwere Leberschädigung zur Folge haben.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Paracetamol dürfen nicht an Kinder, welche versehentlich Alkohol

eingenommen haben, verabreicht werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Dafalgan Brausetabletten enthalten?

1 Brausetablette Dafalgan 500 mg enthält:

500 mg Paracetamol als Wirkstoff, Saccharin-Natrium, Sorbitol, Natriumbenzoat (E 211) als

Konservierungsmittel sowie weitere Hilfsstoffe.

1 Brausetablette zu 500 mg enthält 412,4 mg (=17,9 mmol) Natrium.

1 Brausetablette Dafalgan 1 g enthält:

1 g Paracetamol als Wirkstoff, Aromatika, Aspartam, Sorbitol, Natriumbenzoat (E 211) als

Konservierungsmittel sowie weitere Hilfsstoffe.

1 Brausetablette zu 1 g enthält 567,3 mg (=24,6 mmol) Natrium.

Zulassungsnummer

47503 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Dafalgan Brausetabletten? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung:

Dafalgan 500 mg: Schachtel mit 16 Brausetabletten.

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung:

Dafalgan 1 g: Schachteln mit 20 Brausetabletten.

Zulassungsinhaberin

Bristol-Myers Squibb SA, Steinhausen

Diese Packungsbeilage wurde im April 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.