Cytarabine Hikma Onco-Tain

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Cytarabine Hikma Onco-Tain Injektionslösung 100 mg-ml
  • Dosierung:
  • 100 mg-ml
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Cytarabine Hikma Onco-Tain Injektionslösung 100 mg-ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE189174
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage

BEL 17C14

BEL 17C14

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Cytarabine Hikma Onco-Tain 1000 mg/10 ml, Infusionslösung

Cytarabine Hikma Onco-Tain 2000 mg/20 ml, Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 1000 mg oder 2000 mg Cytarabin

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Infusionslösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Akute Leukämien bei Erwachsenen und Kindern, Non-Hodgkin-Lymphome (im

Rahmen der hierbei erforderlichen Polychemotherapie).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Verabreichung von Cytarabin muss im Krankenhausbereich erfolgen, um die

unerlässlichen klinischen und Labor-Kontrollen zu gewährleisten..

a. Remissionsinduktion:

100–200 mg/m

/Tag in Form einer schnellen, auf 2 Gaben aufgeteilten Injektion, oder

100 mg/m

/Tag als i.v. Infusion.

Die Dauer der Behandlung ist abhängig von den klinischen und morphologischen

Befunden

(Knochenmark).

therapielimitierend

Auftreten

einer

Knochenmarkhypoplasie anzusehen.

Vor einem erneuten Therapiezyklus sollte eine Erholungspause von mindestens 15

Tagen eingehalten werden, um die Regeneration des Knochenmarks zu ermöglichen.

Konsolidierungszyklen werden häufig mit verminderter Behandlungsdauer verabreicht.

Remissionsinduktion bei therapierefraktären Leukämien:

2–3 g/m

als 1- bis 3-stündige Infusion alle 12 Stunden über 4–6 Tage.

b. Remissionserhaltung:

75–100 mg/m

/Tag, einmal monatlich über 5 Tage oder einmal wöchentlich.

c. ZNS:

10–30 mg/m

intrathekal, 3-mal wöchentlich.

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d. Non-Hodgkin-Lymphome:

Diese werden in der Regel mit Polychemotherapie behandelt.

Cytarabin kann i.v., i.m., s.c., intrathekal und auch als Dauerinfusion angewendet

werden. Die Infusionslösung ist mit NaCl 0,9% oder Glucose 5% Lösung zuzubereiten.

Cytarabin kann mithilfe einer Infusionspumpe direkt verabreicht werden.

Die Anwendung als i.m. oder s.c. Injektion ist im Allgemeinen der Erhaltungstherapie

vorbehalten. Eine intrakutane Injektion ist wegen der Gefahr der Ödembildung zu

vermeiden

Die Durchstechflaschen sind ausschließlich für den Einmalgebrauch vorgesehen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Anämie, Leukopenie und Thrombozytopenie nicht maligner Ätiologie

(z. B. Knochenmarkaplasie); es sein denn, der Arzt ist der Meinung, dass eine

Solche Behandlung die hoffnungsvollere Alternative für den Patienten darstellt.

Degenerative und toxische Enzephalopathien, vor allem nach Anwendung von

Methotrexat oder nach einer Behandlung mit ionisierenden Strahlen.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemein: Cytarabin darf nur durch Ärzte angewendet werden, die Erfahrung in der

Krebsbehandlung haben.

Für eine Induktionstherapie wird empfohlen, die Patienten in einer Einrichtung zu behandeln,

die über ein Labor und die notwendige Infrastruktur verfügt, um die Toleranz des

Arzneimittels zu kontrollieren und um die Patienten bei Toxizitätserscheinungen zu schützen

und zu behandeln.

schwersten

Nebenwirkungen

Cytarabin

sind

Knochenmarkdepression

Leukopenie, Thrombozytopenie und Anämie. Weniger schwerwiegende Nebenwirkungen sind

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall

Bauchschmerzen,

Mundgeschwüre

Leberfunktionsstörungen.

Bevor eine Behandlung mit Cytarabin empfohlen wird, muss der Arzt die möglichen Vorteile

für den Patienten gegen die bekannte toxische Wirkung davon abwägen. Vor dieser

Abwägung oder dem Beginn der Behandlung muss der Arzt die unten stehende Tabelle zur

Kenntnis nehmen.

Erkrankungen des Blutes: Cytarabin verursacht eine starke Knochenmarkdepression, deren

Schwere von der Dosis des Arzneimittels und vom Verabreichungsschema abhängt. Bei

Patienten mit vorbestehender arzneimittelgebundener Knochenmarkdepression muss die

Behandlung mit Vorsicht eingeleitet werden. Bei Patienten, die dieses Arzneimittel erhalten,

ist eine engmaschige medizinische Kontrolle erforderlich und müssen während der

Induktionstherapie täglich die Leukozyten- und Thrombozytenzahlen bestimmt werden. Nach

Verschwinden der Blasten aus dem peripheren Blut muss das Knochenmark häufig untersucht

werden. Die Behandlung wird am besten unterbrochen oder geändert, wenn die

arzneimittelgebundene Knochenmarkdepression die Thrombozyten auf weniger als 50.000

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gesenkt hat oder die polymorphkernigen Granulozyten unter 1.000/mm³ liegen. Die

Thrombozytenzahl im peripheren Blut kann nach Absetzen des Arzneimittels weiter sinken

und die niedrigsten Werte nach arzneimittelfreien Pausen von 12 bis 24 Tagen erreichen.

Wenn die Wiederaufnahme der Behandlung angezeigt ist, darf diese erst wieder begonnen

werden, wenn während aufeinanderfolgender Knochenmarkuntersuchungen deutliche Zeichen

einer Regeneration des Knochenmarks festgestellt werden. Die Einrichtung muss über die

notwendige Ausrüstung für die Behandlung der möglicherweise tödlichen Komplikationen

einer Knochenmarkdepression verfügen (Infektion infolge einer Granulozytopenie und

anderer

Störungen

Abwehrmechanismus,

Hämorrhagie

infolge

einer

Thrombozytopenie).

Ein Abwarten der völligen hämatologischen Normalisierung bis zur

Wiederaufnahme der Therapie kann zu einer unkontrollierbaren Krankheitsprogression

führen.

Während der Behandlung mit Cytarabin traten anaphylaktische Reaktionen auf. Anaphylaxie,

die zu akutem Herz- und Atemstillstand führte und bei der Reanimation notwendig war,

wurde gemeldet. Dies war unmittelbar nach intravenöser Verabreichung von Cytarabin der

Fall.

Schemata mit hohen Dosen: Nach Verabreichung hoher Dosen Cytarabin (2-3 mg/m²) wurde

schwere und gelegentlich letale Toxizität für das ZNS, den Magen-Darm-Trakt und die

Atemwege festgestellt. Diese toxischen Reaktionen unterscheiden sich von jenen, die bei

Behandlungen mit den üblichen Dosen festgestellt werden, und umfassen folgende

Symptome:

Corneale und konjunktivale Toxizität worunter reversible Läsionen der Cornea,

hämorrhagische Konjunktivitis, die durch eine prophylaktische lokale Behandlung mit

Kortikosteroid-Augentropfen vermieden oder vermindert werden können.

Meist

reversible

zerebrale

zerebellare

Dysfunktion

unter

anderem

Persönlichkeitsveränderungen, Lethargie, Schläfrigkeit, Konvulsionen und Koma.

Schwere intestinale Ulzerationen, darunter Pneumatosis cystoides intestini, die zu

Peritonitis führen.

Sepsis und Leberabszess.

Lungenödem.

Leberschädigung mit Hyperbilirubinämie.

Darmnekrose und nekrotisierende Kolitis.

Eine schwere und gelegentlich letale Lungentoxizität, ADRS („adult respiratory distress

syndrome“) und ein Lungenödem wurden nach Applikationsschemata mit hohen Dosen

Cytarabin beobachtet.

Bei der Behandlung eines Leukämierezidivs wurde nach Verabreichung einer experimentellen

hohen Dosis Cytarabin ein ADRS („adult respiratory distress syndrome“) mit einer schnellen

Progression zum Lungenödem und einer in der Röntgenuntersuchung nachweisbaren

Kardiomegalie gemeldet.

Bei Patienten, die mit einer experimentellen hohen Dosis Cytarabin und Cyclophosphamid

bei Knochenmarktransplantation behandelt wurden, wurde eine Verschlimmerung einer

Kardiomyopathie mit tödlichem Ausgang gemeldet. Das Schema kann dabei eine Rolle

spielen.

Nach Konsolidierung mit hohen Dosen Cytarabin, Daunorubicin und Asparaginase

entwickelten erwachsene Patienten mit akuter Non-Lymphoblastenleukämie eine periphere,

motorische und sensorielle Polyneuropathie. Daher müssen Anzeichen einer Neuropathie bei

Patienten, die mit hohen Dosen Cytarabin behandelt werden, aufgespürt werden. Eine

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Dosisänderung ist manchmal notwendig, um diese seltene irreversible neurologische

Erkrankung zu vermeiden.

Bei hoher Dosierung, und bei Patienten die eine Kombinationsbehandlung erhalten die ZNS-

toxisch ist wie beispielsweise Strahlentherapie, oder bei Patienten die sich einer früheren

Behandlung des ZNS unterzogen aben, z.B. intrathekaler Chemotherapie.

Eine gleichzeitige Granulozytentransfusion sollte vermieden werden, da von schwerer

Ateminsuffizienz berichtet wurde.

Schwerer Hautausschlag mit darauf folgendem Abschuppen wurde selten gemeldet.

Vollständige Alopezie wird bei Behandlung mit hohen Dosen häufiger festgestellt, als

während einer normalen Behandlung mit Cytarabin.

Toxizität von Benzylalkohol

Bei der Verabreichung hoher Dosen dürfen keine Lösungsmittel mit Benzylalkohol

angewendet werden. Benzylalkohol wurde mit dem letalen „gasping syndrome“ bei

Frühgeborenen in Zusammenhang gebracht. Bei intrathekaler Anwendung dürfen keine

Lösungsmittel mit Benzylalkohol angewendet werden. Viele Ärzte nehmen die Rekonstitution

mit Natriumchlorid 0,9 % für Injektionszwecke ohne Konservierungsmittel vor und

verbrauchen die Lösung sofort.

Bei schneller Verabreichung beträchtlicher intravenöser Dosen wird den Patienten oft übel

und kommt es vor, dass sie während mehrerer Stunden nach der Injektion erbrechen. Bei einer

Infusion des Arzneimittels sind diese Symptome aber weniger schwer.

Schemata mit üblichen Dosen: Bauchschmerzen (Peritonitis) und eine guajakpositive Kolitis,

mit einer gleichzeitigen Neutropenie und Thrombozytopenie, wurden bei Patienten berichtet,

die mit den üblichen Dosen Cytarabin in Verbindung mit anderen Arzneimitteln behandelt

wurden. Eine nicht-operative medizinische Behandlung war bei diesen Patienten genug.

Kinder mit akuter myeloischer Leukämie, denen in Verbindung mit verschiedenen anderen

Arzneimitteln intrathekal und intravenös übliche Dosen Cytarabin verabreicht wurden, wiesen

in einem späteren Stadium eine progressive aufsteigende Lähmung auf.

Leber- und/oder Nierenfunktion:

Die menschliche Leber nimmt anscheinend einer

beträchtlichen Menge der verabreichten Dosis die toxischen Eigenschaften ab. Patienten mit

Leber- und Niereninsuffizienz können nach einer Behandlung mit hohen Dosen Cytarabin

stärker für eine Toxizität für das ZNS prädestiniert sein. Bei Patienten mit Leberinsuffizienz

muss das Arzneimittel vorsichtig und mit geringeren Dosen angewendet werden.

Bei Patienten, die Cytarabin erhalten, müssen Knochenmark, Leber- und Nierenfunktion

regelmäßig kontrolliert werden.

Tumorlysesyndrom: Wie andere zytotoxische Mittel kann auch Cytarabin durch die schnelle

Lyse von neoplastischen Zellen zu Hyperurikämie führen. Der Arzt muss den Harnsäuregehalt

im Blut genau kontrollieren und bei Bedarf unterstützende und pharmakologische

Maßnahmen ergreifen.

Akute Pankreatitis wurde bereits bei Patienten beschrieben, die zusammen mit Cytarabin

noch andere Arzneimittel erhalten haben.

Immunsuppressive Wirkungen/erhöhte Infektionsanfälligkeit:

Die Verabreichung lebender

oder lebender abgeschwächter Impfstoffe an Patienten, die durch Chemotherapeutika wie

Cytarabin immunsupprimiert wurden, kann schwere oder letale Infektionen verursachen. Eine

Impfung mit einem Lebendimpfstoff muss bei Patienten, die mit Cytarabin behandelt werden,

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vermieden werden. Abgetötete und inaktivierte Impfstoffe dürfen verabreicht werden; die

Reaktion auf diese Impfstoffe kann jedoch abgeschwächt sein.

Während der Zubereitung wurden keine Wirkungen nach Exposition beobachtet. Leichte

Augenreizung ist möglich. Wiederholter oder anhaltender Kontakt mit der Haut kann zu

Reizung führen. Nach versehentlichem Kontakt muss die betroffene Hautzone reichlich mit

Wasser und Seife gewaschen werden.

INTRATHEKALE ANWENDUNG

Bei intrathekaler Verabreichung kann Cytarabin systemische Toxizität verursachen und eine

sorgfältige Kontrolle des hämopoetischen Systems ist somit angezeigt. Eine Änderung der

Anti-Leukämiebehandlung kann notwendig sein.

Schwere Toxizität kommt selten vor.

Wenn Cytarabin innerhalb einiger Tage sowohl intrathekal als auch intravenös verabreicht

wird, besteht ein erhöhtes Risiko auf Rückenmarktoxizität. Bei schwerer lebensbedrohlicher

Erkrankung muss die eventuell gleichzeitige Verabreichung von Cytarabin auf intrathekalem

und intravenösem Weg dem sachkundigen Urteil des behandelnden Arztes überlassen werden.

Die gleichzeitige Anwendung von intravenösem Cytarabin und intrathekalem Methotrexat

kann, hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen, das Risiko auf schwerwiegende

neurologische Symptome, worunter Kopfschmerzen, Paralyse, Apoplexie-ähnliche Vorfälle

und Koma erhöhen.

KARZINOGENESE, MUTAGENESE, FERTILITÄTSSTÖRUNGEN

Cytarabin verursacht ausgedehnte chromosomale Schädigung einschließlich von

Chromatinbrüchen. Auch maligne Transformationen von Nagetierzellen in Kultur wurden

beschrieben.

Cytarabin erwies sich als karzinogen bei Tieren. Daher muss bei der Ausarbeitung einer

Langzeittherapie für Patienten mit einem gleichartigen Effekt Rechnung getragen werden.

Cytarabin Hikma darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn,

dies ist eindeutig erforderlich (vitale Indikation), wenn die Vorteile des Arzneimittels gröβer

sind als die möglichen Gefahren für den Fetus (siehe Abschnitt 4.6).

Pädiatrische Patienten

Die Unbedenklichkeit bei Kindern konnte nicht nachgewiesen werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In manchen Fällen verstärkt die Kombination von Cytarabin mit anderen antineoplastischen

oder myelosuppressiven Arzneimitteln oder Strahlentherapie deren zytotoxische und

immunsuppressive Wirkung.

Digoxin: Bei Patienten, denen Beta-Acetyldigoxin zusammen mit einer Chemotherapie mit

Cyclophosphamid, Vincristin und Prednison, mit oder ohne Cytarabin oder Procarbazin,

verabreicht

wurde,

wurden

umkehrbare

Senkungen

Steady-State-

Digoxinplasmakonzentrationen und der renalen Glykosidausscheidung festgestellt. Während

der Behandlung mit Zytostatika muss der Digoxinspiegel genau kontrolliert werden. Es wurde

keine Änderung der Steady-State-Digoxinplasmakonzentration festgestellt. Die Anwendung

von Digitoxin kann bei diesen Patienten als Alternative in Erwägung gezogen werden.

Gentamicin: In einer In-vitro-Interaktionsstudie mit Gentamicin und Cytarabin zeigte sich ein

Cytarabin-gebundener Antagonismus für die Sensibilität von K. pneumoniae-Stämmen. Daher

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ist es manchmal notwendig, die antibakterielle Behandlung bei Patienten, die mit Cytarabin

behandelt werden und bei denen eine Infektion durch K. pneumoniae

nicht auf eine

Behandlung mit Gentamicin anspricht, zu revidieren.

Fluorcytosin: 5-Fluorcytosin sollte nicht zusammen mit Cytarabin verabreicht werden, da

unter einer solchen Therapie ein Ausbleiben der therapeutischen Wirksamkeit von 5-

Fluorcytosin mit klinischen Daten nachgewiesen wurde. Dies kann die Folge einer

kompetitiven Inhibition der Aufnahme sein.

Immunsuppressiva: Aufgrund der immunsuppressiven Eigenschaften von Cytarabin können

Infektionen mit Viren, Bakterien, Pilzen, Parasiten oder saprophytischen Organismen an allen

Stellen des Körpers mit der Anwendung von Cytarabin allein oder in Kombination mit

anderen immunsuppressiven Wirkstoffen assoziiert sein, nach immunsuppressiven Dosen,

welche die zelluläre oder humorale Immunität beeinträchtigen. Diese Infektionen können

leicht sein, aber auch schwerwiegend mit gelegentlich tödlichem Ausgang.

Methotrexat: Die gleichzeitige Anwendung von intravenösem Cytarabin und intrathekalem

Methotrexat

kann,

hauptsächlich

Kindern

Jugendlichen,

Risiko

schwerwiegende

neurologische

Symptome,

worunter

Kopfschmerzen,

Paralyse,

Enzephalopathie, Apoplexie-ähnliche Vorfälle und Koma erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Studien zur Anwendung von Cytarabin bei schwangeren Frauen vor. Bei

einigen Tiersorten wurde mit Cytarabin eine teratogene Wirkung nachgewiesen (siehe

Abschnitt 5.3).

Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden können, darf dieses Produkt nur

verabreicht werden, nachdem die Vor- und Nachteile davon für Mutter und Kind sorgfältig

abgewogen wurden. Bei fruchtbaren Frauen muss von einer Schwangerschaft abgeraten

werden.

Männer und Frauen müssen während und bis zu 6 Monate nach der Therapie eine wirksame

Empfängnisverhütung anwenden.

Mütter, die während der Schwangerschaft Cytarabin (allein oder in Kombination mit anderen

Arzneimitteln) erhielten, haben normale Kinder zur Welt gebracht. Einige dieser Kinder

wurden zu früh geboren oder hatten ein niedriges Geburtsgewicht. Einige normale Kinder

wurden nach der Exposition während eines Zeitraums von 6 Wochen bis zu 7 Jahren

überwacht und wiesen keine weiteren Anomalien auf.

Ein offensichtlich normales Kind starb 90 Tage nach der Geburt infolge einer Gastroenteritis.

Es wurden Fälle kongenitaler Abweichungen berichtet, insbesondere wenn der Fetus der

systemischen Cytarabintherapie während des ersten Trimesters ausgesetzt worden war. Sie

umfassten Defekte, distal an den unteren und oberen Gliedmaßen, und Missbildungen der

Extremitäten und der Ohren.

Fälle von Panzytopenie, Leukopenie, Anämie, Thrombozytopenie, Elektrolytstörungen,

vorübergehender Eosinophilie, erhöhten IgM-Spiegeln und Hyperpyrexie, Sepsis und Tod

wurden während der neonatalen Periode bei Kindern berichtet, auf die Cytarabin in utero

eingewirkt hatte. Einige dieser Kinder waren auch Frühgeborene.

Therapeutische Aborte wurden bei mit Cytarabin behandelten schwangeren Frauen

durchgeführt. Normale Feten wurden gemeldet, während ein anderer Bericht eine vergrößerte

Milz und eine chromosomale Abweichung (Trisomie-C) im Choriongewebe umfasste.

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Während des ersten Trimenons der Schwangerschaft können bei Anwendung von Cytarabin

fetale Missbildungen auftreten. Daher muss jede Patientin, die schwanger ist oder während

der Behandlung mit Cytarabin schwanger werden könnte, vor dem möglichen Risiko für den

Fetus gewarnt werden. Ferner muss mit ihr besprochen werden, ob die Fortsetzung der

Schwangerschaft wünschenswert ist.

Wenn die Therapie während des zweiten oder dritten Trimesters der Schwangerschaft

gestartet wird, ist das Risiko bedeutend geringer. Obwohl Patientinnen, die während der drei

Schwangerschaftsperioden behandelt wurden, normale Kinder geboren haben, müssen solche

Kinder engmaschig überwacht werden.

Stillzeit

Es steht nicht fest, ob dieses Arzneimittel in die Milch übergeht. Da viele Arzneimittel in die

Muttermilch übergehen und Cytarabin bei Säuglingen schwere Nebenwirkungen verursachen

kann, muss entschieden werden, entweder abzustillen oder die Behandlung abzusetzen, wobei

die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter berücksichtigt werden muss.

Fertilität

Es wurden keine Fertilitätsstudien zur Reproduktionstoxizität von Cytarabin durchgeführt.

Gonadensuppression, die zu Amenorrhoe oder Azoospermie führt, kann bei Patienten

während der Cytarabin-Therapie auftreten, besonders in Kombination mit alkylierenden

Wirkstoffen. Im Allgemeinen scheinen diese Effekte abhängig von Dosis und Dauer der

Therapie zu sein und können sich als irreversibel erweisen. Wenn man das mutagene

Potenzial von Cytarabin in Betracht zieht, das chromosomale Schäden in den menschlichen

Samenzellen auslösen kann, muss Männern, die sich einer Behandlung mit Cytarabin

unterziehen,

sowie

ihren

Partnerinnen

angeraten

werden,

eine

zuverlässige

Empfängnisverhütung anzuwenden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Cytarabin hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen. Trotzdem kann eine Chemotherapie bei einigen Patienten allgemein die

Verkehrsfähigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinflussen. Diese Patienten sollten

daher auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht werden und, falls eine Einschränkung

dieser Fähigkeiten bemerkt werden, diese Tätigkeiten vermeiden.

4.8

Nebenwirkungen

ÜBLICHE NEBENWIRKUNGEN (siehe auch Abschnitt 4.4)

Folgende Nebenwirkungen wurden in Verbindung mit einer Cytarabin-Therapie berichtet:

Die Häufigkeitsangaben entsprechen folgender Konvention:

Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100, <1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000, <1/100), Selten (≥

1/10.000, <1/1.000), Sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Die Nebenwirkungen von Cytarabin sind dosisabhängig. Am häufigsten treten

Nebenwirkungen am Gastrointestinaltrakt auf. Cytarabin ist myelotoxisch und

verursacht hämatologische Nebenwirkungen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

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Da Cytarabin das Knochenmark unterdrückt, kann dessen Verabreichung zu Anämie,

Leukopenie, Thrombozytopenie, Neutropenie, febrile Neutropenie, Megaloblastose und einer

Senkung der Anzahl der Retikulozyten führen. Die Schwere dieser Nebenwirkungen ist dosis-

und schemagebunden. Zelluläre Veränderungen in der Morphologie des Knochenmarks und

den peripheren Abstrichen können vorkommen.

Nach konstanten Infusionen oder akuten Injektionen von 50 mg/m² bis 600 mg/m² über 5

Tage folgt die Unterdrückung der weißen Blutkörperchen einem biphasischen Verlauf.

Ungeachtet des anfänglichen Gehalts, des Dosierungsniveaus oder -schemas tritt während der

ersten 24 Stunden eine anfängliche Senkung mit einem Nadir vom 7. bis zum 9. Tag ein.

Darauf folgt ein kurzer Anstieg mit einem Höhepunkt rund um den 12. Tag. Zwischen dem

15. und dem 24. Tag wird ein zweiter und noch niedrigerer Tiefpunkt beobachtet. Während

der darauffolgenden 10 Tage gibt es einen schnellen Anstieg bis über den ursprünglichen

Ausgangswert. Die Thrombozytendepression ist am 5. Tag wahrnehmbar, die stärkste

Depression tritt zwischen dem 12. und dem 15. Tag auf. Darauf folgt in den darauffolgenden

10 Tagen ein schneller Anstieg bis über den ursprünglichen Ausgangswert.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Virale, bakterielle, parasitäre, Schimmelpilz- und Saprophyteninfektionen an gleich welcher

Stelle am Körper können verbunden sein mit der Anwendung von Cytarabin, allein oder in

Kombination mit anderen Pharmaka mit immunsuppressiven Eigenschaften, nach der

Verabreichung von immunsuppressiven Dosen, die die zelluläre oder humorale Immunität

beeinflussen. Diese Infektionen können leicht sein, aber auch schwer und in einigen Fällen

letal.

Cytarabin-Syndrom

Ein Cytarabin-Syndrom (immunallergischer Effekt) wurde durch Castleberry beschrieben. Es

wird durch Fieber, Myalgie, Knochenschmerzen, gelegentlich Thorakodynie, Exantheme,

makulopapulösen Ausschlag, Konjunktivitis und Übelkeit gekennzeichnet. Dieses Syndrom

tritt meist 6 bis 12 Stunden nach der Verabreichung des Arzneimittels auf. Kortikosteroide

haben sich bei der Behandlung oder Prävention dieses Syndroms als wirksam erwiesen. Wenn

man denkt, dass die Symptome des Syndroms behandelt werden können, sollte die die

Anwendung von Kortikosteroiden in Erwägung gezogen werden. Wenn sie wirksam sind,

kann die Therapie mit Cytarabin fortgesetzt werden.

Weitere Nebenwirkungen sind:

Infektionen und parasitäre Erkrankungen:

Gelegentlich: Pneumonie, Sepsis (Immunsuppression)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Häufig: Anämie, Megaloblastose, Leukopenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems:

Nicht bekannt: Anaphylaxie, allergisches Ödem

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Häufig: Anorexie, Hyperurikämie

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Bei hohen Dosen zerebellare und zerebrale Beeinträchtigung mit Eintrübung des

Bewusstseinszustands, Dysarthrie, Nystagmus

Gelegentlich:

Kopfschmerzen,

periphere

Neuropathie,

Paraplegie

intrathekaler

Verabreichung

Nicht bekannt: Neurale Toxizität, Neuritis, Schwindel

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Augenerkrankungen:

Häufig: Reversible hämorrhagische Konjunktivitis (Photophobie, Brennen, Sehstörungen,

vermehrte Tränenbildung), Keratitis

Nicht bekannt: Konjunktivitis (eventuell zusammen mit Ausschlag)

Herzerkrankungen:

Gelegentlich: Perikarditis

Sehr selten: Arrhythmie

Gefäßerkrankungen:

Nicht bekannt: Thrombophlebitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Gelegentlich: Dyspnoe, Halsschmerzen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Häufig: Dysphagie, abdominale Schmerzen, Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen, orale/anale

Entzündung oder Ulzeration

Gelegentlich: Ösophagitis, Ösophagusulzeration, Pneumatosis cystoides intestini,

nekrotisierende Kolitis, Peritonitis

Nicht bekannt: Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen:

Häufig: Reversible Nebenwirkungen auf die Leber mit erhöhten Leberenzymwerten

Nicht bekannt: Leberfunktionsstörung, Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: Reversible Nebenwirkungen der Haut, wie z. B. Erythem, Epidermolysis bullosa,

Urtikaria, Vaskulitis, Alopezie

Gelegentlich: Lentigo, Hautulzeration, Pruritus, Brennen der Handflächen und Fußsohlen

Sehr selten: Neutrophile ekkrine Hidradenitis

Nicht bekannt: Sommersprossenbildung, Hautausschlag

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Gelegentlich: Myalgie, Arthralgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Häufig: Niereninsuffizienz, Harnretention

Nicht bekannt: Nierendysfunktion

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Häufig: Fieber, Thrombophlebitis an der Injektionsstelle

Gelegentlich: Zellulitis an der Injektionsstelle

Nicht

bekannt: Thoracodynie,

Reaktionen

der Injektionsstelle (Schmerzen

Entzündungen an der subkutanen Injektionsstelle)

SCHEMATA MIT HOHEN DOSEN (siehe auch Abschnitt 4.4)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen: Sepsis, Leberabszess

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Als profunde Panzytopenie, die 15–25 Tage andauern kann, neben einer schwerwiegenderen

Knochenmarkaplasie als bei konventionellen Dosen.

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Erkrankungen des Nervensystems:

Nach der Behandlung mit hohen Cytarabindosen treten bei 8 bis 37 % der behandelten

Patienten Symptome einer

zerebralen oder zerebellaren Beeinträchtigung

Persönlichkeitsveränderungen, Lethargie, verminderte Aufmerksamkeit, Dysarthrie, Ataxie,

Tremor, Nystagmus, Kopfschmerz, Verwirrung, Somnolenz, Schwindel, Koma und

Konvulsionen. Bei hochdosierter Therapie wurden auch periphere motorische und sensorische

Polyneuropathie berichtet.

Bei älteren Patienten (>55 Jahre) kann die Inzidenz noch höher sein. Andere prädisponierende

Faktoren sind Leber- und Nierenfunktionsstörungen, vorausgegangene Behandlungen des

ZNS (z. B. Strahlentherapie) und Alkoholmissbrauch. ZNS-Störungen sind in den meisten

Fällen reversibel.

Das Risiko einer ZNS-Toxizität ist erhöht, wenn die Cytarabintherapie (bei hochdosierter

intravenöser Gabe) in Kombination mit einer anderen ZNS-toxischen Therapie verabreicht

wird, z. B. Strahlentherapie oder zytotoxische Agentien in hoher Dosierung.

Augenerkrankungen:

Corneale Toxizität, hämorrhagische Konjunktivitis und reversible Läsionen der Hornhaut

sind beschrieben. Diese Phänomene können durch Corticosteroid-haltige Augentropfen

verhindert oder reduziert werden.

Herzerkrankungen: letale Kardiomyopathie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Es kann zu klinischen Anzeichen wie bei Lungenödem/Adult Respiratory Distress Syndrome

(ARDS) kommen, vor allem bei einer hochdosierten Therapie. Die Reaktion wird

wahrscheinlich

durch

eine

Verletzung

alveolären

Kapillaren

verursacht.

Eine

Einschätzung der Häufigkeit (die in verschiedenen Publikationen mit 10 bis 26 % angegeben

wird) ist schwierig, da es sich bei den Patienten meist um Rückfallpatienten handelt, wo

anderen Faktoren ebenfalls eine Rolle bei der Reaktion spielen könnten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Besonders bei der Behandlung mit hohen Cytarabindosen können zusätzlich zu den häufig

vorkommenden Symptomen verstärkt schwerwiegende Reaktionen auftreten. Über

Darmperforation oder Nekrosen mit Ileus, nekrotisierende Kolitis, Darmulzera (worunter

Pneumatosis cystoides intestinalis die zu Peritonitis führt) wurde berichtet. Pankreatitis wurde

auch beobachtet nach hochdosierter Behandlung.

Leber- und Gallenerkrankungen:

Leberschädigung mit Verstärkung einer Hyperbilirubinämie, Hepatomegalie, Budd-Chiari-

Syndrom (Verschluss der Lebervenen) wurden nach hochdosierter Behandlung beobachtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Hautausschlag mit Abschuppen,

Alopezie

Skelettmuskulatur-, und Bindegewebserkrankungen:

Nach Behandlung mit Cytarabin wurde Rhabdomyolyse beobachtet.

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Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust:

Amenorrhö und Azoospermie

Weitere:

Die gastrointestinalen Nebenwirkungen sind geringer wenn Cytarabin in Form einer Infusion

verabreicht wird.

Eine diffuse interstitielle Pneumonie ohne deutlichen Hinweis auf einen Zusammenhang mit

Cytarabin wurde bei Patienten festgestellt, die mit mittleren experimentellen Dosen Cytarabin

(1 g/m²),

eventuell

Kombination

anderen

Chemotherapeutika

(Amsacrin,

Daunorubicin, Etoposid) behandelt wurden.

Bei der Behandlung eines Leukämierezidivs wurde nach der experimentellen Verabreichung

von hohen Dosen Cytarabin ein ADRS („adult respiratory distress syndrome“) mit einer

schnellen

Progression

Lungenödem

einer

Röntgenuntersuchung

nachweisbaren Kardiomegalie gemeldet. Ein tödlicher Ausgang wurde berichtet.

INTRATHEKALE ANWENDUNG

Die häufigsten gemeldeten Reaktionen nach intrathekaler Verabreichung sind Übelkeit,

Erbrechen und Fieber. Diese Reaktionen sind nicht sehr schwer und verschwinden spontan. In

einer Studie wurde Paraplegie gemeldet. Es wurde nekrotisierende Leukenzephalopathie mit

und ohne Konvulsionen festgestellt. In einigen Fällen hatten diese Patienten auch intrathekal

Methotrexat und/oder Hydrocortison erhalten und eine Bestrahlung des Zentralnervensystems

absolviert. In einer bestimmten Studie wurde nur Neurotoxizität erwähnt. Bei zwei Patienten

Remission,

deren

Behandlung

eine

kombinierte

systemische

Chemotherapie,

prophylaktische Bestrahlung des Zentralnervensystems und intrathekales Cytarabin umfasste,

wurde Blindheit festgestellt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung über Föderalagentur für Arzneimittel und

Gesundheitsprodukte, Abteilung Vigilanz, EUROSTATION II, Victor Hortaplein, 40/40, B-

1060 BRUSSEL, Website: www.fagg-afmps.be, E-Mail: adversedrugreactions@fagg-

afmps.be anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Ein spezifisches Antidot gegen Cytarabin steht bei Überdosierungen nicht zur

Verfügung. Abbruch der Therapie mit anschließender Behandlung der resultierenden

Knochenmarkdepression, einschließlich Vollblut- oder Thrombozytentransfusion, und

gegebenenfalls Antibiotikagabe wird empfohlen.

Nach Gabe von 12 einstündigen i.v.-Infusionen von je 4,5 g/m

in Abständen von 12

Stunden traten inakzeptable und irreversible ZNS-toxische Wirkungen mit teilweise

letalem Ausgang auf.

Cytarabin kann durch Hämodialyse eliminiert werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, ATC-Code: L01 BC01

BEL 17C14

Cytarabin ist ein antineoplastisches Arzneimittel aus der Gruppe der Antimetabolite

(Antagonisten von Pyrimidin- oder Purinbasen). Cytarabin hemmt die DNA-Synthese,

hat aber nur wenig Einfluss auf die Synthese von RNA und Proteinen. Daneben besteht

auch eine immunsuppressive Wirkung, die dosisabhängig die humorale und/oder die

Gewebeantwort betreffen kann.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Plasmahalbwertszeit beträgt ca. 2 Stunden. Eine Diffusion in den Liquor findet nur

sehr begrenzt statt. Cytarabin wird in Blut und Geweben rasch metabolisiert: etwa 85%

der applizierten Dosis werden innerhalb von 24 Stunden mit dem Urin ausgeschieden,

77% in Form von Metaboliten und 8% als nicht metabolisiertes Cytarabin.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Nicht zutreffend.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Cytarabine Hikma Onco-Tain 1000 mg/10 ml

Natriumhydroxid – Salzsäure – Wasser für Injektionszwecke ad 10 ml

Cytarabine Hikma Onco-Tain 2000 mg/20 ml

Natriumhydroxid – Salzsäure – Wasser für Injektionszwecke ad 20 ml

6.2

Inkompatibilitäten

Cytarabine erwies sich als physikalisch inkompatibel mit Heparin, Insulin,

Methotrexat, 5-Fluoruracil, Nafcillin, Oxacillin, Penicillin G und Hydrocortison-

Natriumsuccinat.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

18 Monate.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Aufbewahren bei Raumtemperatur (15-25°C), um den Inhalt vor licht zu schützen. Nicht im

Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Sollte sich infolge einer versehentlichen Einwirkung von Temperaturen unter 15 °C während

des Transports oder der Lagerung ein Niederschlag gebildet haben, kann dieser wieder

aufgelöst werden, indem das Produkt langsam auf 55 °C erwärmt für maximal 30 Minuten

und währenddessen adäquat geschüttelt wird. Produkt vor Gebrauch abkühlen lassen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Cytarabine Hikma Onco-Tain 1000 mg/10 ml

1 Durchstechflasche mit 10 ml Inhalt zur Herstellung einer Infusionslösung mit 1 g

Cytarabin.

Cytarabine Hikma Onco-Tain 2000 mg/20 ml

BEL 17C14

1 Durchstechflasche mit 20 ml Inhalt zur Herstellung einer Infusionslösung mit 2 g

Cytarabin.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Hikma Farmacêutica (Portugal), S.A.

Estrada do Rio da Mó, n.º 8, 8A e 8B,

Fervença

2705-906 Terrugem SNT

Portugal

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Cytarabine Hikma Onco-Tain 1000 mg/10 ml

BE 189165

Cytarabine Hikma Onco-Tain 2000 mg/20 ml

BE 189174

Verschreibungspflichtig.

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

08/09/1997

10.

STAND DER INFORMATION

05/2017

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 07/2017.

BEL 17C14

19-9-2018

National dietary survey in 2012‐2016 on the general population aged 1‐79 years in the Netherlands

National dietary survey in 2012‐2016 on the general population aged 1‐79 years in the Netherlands

Published on: Tue, 18 Sep 2018 00:00:00 +0200 During the years 2012‐2016, the Dutch National Food Consumption survey was conducted in the Netherlands. For the survey, a random sample was drawn from consumer panels stratified by age and gender and maintained representative to the population with regard to region, address density and educational level. Complete results were obtained for 4,313 persons (response rate 65%); including toddlers, children, adolescents, adults and elderly. Pregnant or lactating ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

13-9-2018

October 10, 2018: Meeting of the Oncologic Drugs Advisory Committee

October 10, 2018: Meeting of the Oncologic Drugs Advisory Committee

October 10, 2018: Meeting of the Oncologic Drugs Advisory Committee Meeting Announcement

FDA - U.S. Food and Drug Administration

11-9-2018

Risk assessment of substances used in food supplements: the example of the botanical Gymnema sylvestre

Risk assessment of substances used in food supplements: the example of the botanical Gymnema sylvestre

Published on: Tue, 28 Aug 2018 00:00:00 +0200 Botanicals and preparations derived from these are among the substances frequently added to foods and food supplements, yet the safety of many botanicals has not been systematically assessed. In the context of the EU‐FORA fellowship programme, the fellow performed an assessment on the safety of the botanical Gymnema sylvestre, in accordance with EFSA's guidance on the assessment of safety of botanicals. Although preparations of G. sylvestre are marketed as f...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

11-9-2018

Novel foods: a risk profile for the house cricket (Acheta domesticus)

Novel foods: a risk profile for the house cricket (Acheta domesticus)

Published on: Tue, 28 Aug 2018 00:00:00 +0200 Novel foods could represent a sustainable alternative to traditional farming and conventional foodstuffs. Starting in 2018, Regulation (EU) 2283/2015 entered into force, laying down provisions for the approval of novel foods in Europe, including insects. This Approved Regulation establishes the requirements that enable Food Business Operators to bring new foods into the EU market, while ensuring high levels of food safety for European consumers. The present ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

11-9-2018

Preparation of Dutch food consumption data for risk assessment

Preparation of Dutch food consumption data for risk assessment

Published on: Mon, 27 Aug 2018 00:00:00 +0200 The availability of detailed and high‐quality food consumption data collected at an individual level is essential for assessing the exposure to potential risks in the food chain. During the years 2012–2016, the Dutch National Food Consumption Survey was conducted in the Netherlands as part of the EU Menu survey, following the EFSA 2009 guidance on ‘General principles for the collection of national food consumption data in the view of a pan‐European dietary s...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

29-8-2018

Scientific Opinion about the Guidance of the Chemical Regulation Directorate (UK) on how aged sorption studies for pesticides should be conducted, analysed and used in regulatory assessments

Scientific Opinion about the Guidance of the Chemical Regulation Directorate (UK) on how aged sorption studies for pesticides should be conducted, analysed and used in regulatory assessments

Published on: Mon, 27 Aug 2018 00:00:00 +0200 The EFSA Panel on Plant Protection Products and their Residues reviewed the guidance on how aged sorption studies for pesticides should be conducted, analysed and used in regulatory assessment. The inclusion of aged sorption is a higher tier in the groundwater leaching assessment. The Panel based its review on a test with three substances taken from a data set provided by the European Crop Protection Association. Particular points of attention were the quali...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

29-8-2018

Explanatory note on the determination of newly expressed protein levels in the context of genetically modified plant applications for EU market authorisation

Explanatory note on the determination of newly expressed protein levels in the context of genetically modified plant applications for EU market authorisation

Published on: Mon, 20 Aug 2018 00:00:00 +0200 Genetically modified organisms are subject to a risk assessment and regulatory approval before entering the European market. According to legislation (Directive 2001/18/EC, Regulation (EC) No 1829/2003 and Regulation (EU) No 503/2013) and the EFSA guidance documents on the risk assessment of food and feed from genetically modified (GM) plants and on the environmental risk assessment of GM plants, applicants need to perform a molecular characterisation of any...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

29-8-2018

Risk to human and animal health related to the presence of 4,15‐diacetoxyscirpenol in food and feed

Risk to human and animal health related to the presence of 4,15‐diacetoxyscirpenol in food and feed

Published on: Thu, 16 Aug 2018 00:00:00 +0200 4,15‐Diacetoxyscirpenol (DAS) is a mycotoxin primarily produced by Fusarium fungi and occurring predominantly in cereal grains. As requested by the European Commission, the EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) assessed the risk of DAS to human and animal health related to its presence in food and feed. Very limited information was available on toxicity and on toxicokinetics in experimental and farm animals. Due to the limitations in the avai...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

29-8-2018

Safety assessment of the process ‘General Plastic’, based on Starlinger Decon technology, used to recycle post‐consumer PET into food contact materials

Safety assessment of the process ‘General Plastic’, based on Starlinger Decon technology, used to recycle post‐consumer PET into food contact materials

Published on: Fri, 10 Aug 2018 00:00:00 +0200 This scientific opinion of the EFSA Panel on Food Contact Materials, Enzymes, Flavourings and Processing Aids (CEF Panel) deals with the safety evaluation of the recycling process General Plastic (EU register No RECYC153), which is based on the Starlinger Decon technology. The decontamination efficiency of the process was demonstrated by a challenge test. The input of this process is hot caustic washed and dried poly(ethylene terephthalate) (PET) flakes orig...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

22-8-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu Hematek Modified Wright / Wright-Giemsa Stain Pack von Siemens Healthcare Diagnostics Inc. Tarrytown

Dringende Sicherheitsinformation zu Hematek Modified Wright / Wright-Giemsa Stain Pack von Siemens Healthcare Diagnostics Inc. Tarrytown

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

30-7-2018

ANSES recommends that certain populations avoid the consumption of food supplements containing melatonin

ANSES recommends that certain populations avoid the consumption of food supplements containing melatonin

Under the national nutrivigilance scheme, reports of adverse effects likely to be associated with the consumption of food supplements containing melatonin have been brought to the attention of ANSES. A retrospective analysis of these reports, combined with the considerable level of consumption of this type of supplement, led ANSES to conduct an assessment of the potential health risks. In its Opinion of February 2018, the Agency highlighted the existence of populations and situations at risk, for which t...

France - Agence Nationale du Médicament Vétérinaire

26-7-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    Ninlaro, Ixazomib, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): Ninlaro, Ixazomib, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

25-7-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Enfortumab vedotin, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Enfortumab vedotin, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

24-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu Applimed cannula needle straight with olive, 100mm, stainless steel, G18,diameter 1.19mm, included in Medline Sterile Procedure Trays von Medline International France SAS

Dringende Sicherheitsinformation zu Applimed cannula needle straight with olive, 100mm, stainless steel, G18,diameter 1.19mm, included in Medline Sterile Procedure Trays von Medline International France SAS

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

18-7-2018

FDA approves first cancer drug through new oncology review pilot that enables greater development efficiency

FDA approves first cancer drug through new oncology review pilot that enables greater development efficiency

FDA approves first cancer drug through new oncology review pilot that enables greater development efficiency

FDA - U.S. Food and Drug Administration

12-7-2018

Oncologic Drugs Advisory Committee Roster

Oncologic Drugs Advisory Committee Roster

This page contains the ODAC roster, which lists the current members and the current number of vacancies for the committee.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

19-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Pevonedistat, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Pevonedistat, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

19-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Niraparib, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Niraparib, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

19-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Durvalumab, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Durvalumab, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

19-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Tremelimumab, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Tremelimumab, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

19-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Veliparib, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Veliparib, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

6-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Quizartinib, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Quizartinib, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

6-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Binimetinib, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Binimetinib, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

6-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Encorafenib, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Encorafenib, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

6-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    Rydapt, Midostaurin, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): Rydapt, Midostaurin, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

6-6-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Selumetinib, Therapeutic area: Oncology

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Selumetinib, Therapeutic area: Oncology

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

1-6-2018

SunMed Holdings, LLC Issues a Nationwide Recall of STAT-Check and Medline Manual Resuscitator Bags

SunMed Holdings, LLC Issues a Nationwide Recall of STAT-Check and Medline Manual Resuscitator Bags

On May 29, 2018, SunMed Holdings, LLC initiated a nationwide recall of 18,808 units of STAT-Check and Medline resuscitator bags which were distributed between February 1, 2018 to May 13, 2018. The patient port retaining ring of the affected bags may not fully seat which may allow the patient port to detach during use. If this takes place, the resuscitator bags may not deliver air to the patient and result in a delay in treatment and life-threatening health consequences. There have been no reported injuri...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

1-6-2018

STAT-Check and Medline Manual Resuscitator Bags by SunMed Holdings: Recall - Patient Port May Detach During Use

STAT-Check and Medline Manual Resuscitator Bags by SunMed Holdings: Recall - Patient Port May Detach During Use

The patient port retaining ring of the affected bags may not fully seat which may allow the patient port to detach during use.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

29-5-2018

Benzodiazepines/benzodiazepine like products and opioids: Concomitant use

Benzodiazepines/benzodiazepine like products and opioids: Concomitant use

The Co-ordination Group for Mutual Recognition and Decentralised Procedures – Human (CMDh) recommends texts for the product informations of benzodiazepines/benzodiazepine like products and opioids.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

29-5-2018

Under Armour Inc. recalls Yard Low DT and Highland Yard DT Cleats

Under Armour Inc. recalls Yard Low DT and Highland Yard DT Cleats

The Yard DT cleats are prone to splitting and/or breaking apart. If the Yard DT cleat were to crack or otherwise break while the user is trying to change directions while running, the user could sustain an injury.

Health Canada

22-5-2018

May 21, 2018: Oncologist and Office Manager Sentenced in Connection with Administering Unapproved, Foreign Drugs

May 21, 2018: Oncologist and Office Manager Sentenced in Connection with Administering Unapproved, Foreign Drugs

May 21, 2018: Oncologist and Office Manager Sentenced in Connection with Administering Unapproved, Foreign Drugs

FDA - U.S. Food and Drug Administration

18-5-2018

7K and Poseidon 4500 by Shoreside Enterprises: Voluntary Recall - Due to Presence of Undeclared Sildenafil and/or Tadalafil

7K and Poseidon 4500 by Shoreside Enterprises: Voluntary Recall - Due to Presence of Undeclared Sildenafil and/or Tadalafil

Use of products with the undeclared active ingredients, sildenafil and tadalafil, may pose a threat to consumers because the active ingredient may interact with nitrates found in some prescription drugs (such as nitroglycerin) and may cause a significant drop in blood pressure that may be life threatening. Among the adult male population who are most likely to use these products, adult males who use nitrates for cardiac conditions are the most at risk from these products. These products are considered ta...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

16-5-2018

FDA Drug Safety Communication: FDA warns that gadolinium-based contrast agents (GBCAs) are retained in the body; requires new class warnings

FDA Drug Safety Communication: FDA warns that gadolinium-based contrast agents (GBCAs) are retained in the body; requires new class warnings

FDA is requiring a new class warning and other safety measures for all gadolinium-based contrast agents (GBCAs) for magnetic resonance imaging (MRI) concerning gadolinium remaining in patients’ bodies, including the brain, for months to years after receiving these drugs. Gadolinium retention has not been directly linked to adverse health effects in patients with normal kidney function, and we have concluded that the benefit of all approved GBCAs continues to outweigh any potential risks.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

17-4-2018

Epic Products, LLC, Issues Voluntary Nationwide Recall of All Lots of Euphoric Capsules Due to Presence of Undeclared Sildenafil and Tadalafil

Epic Products, LLC, Issues Voluntary Nationwide Recall of All Lots of Euphoric Capsules Due to Presence of Undeclared Sildenafil and Tadalafil

Overland Park, KS, Epic Products, LLC is voluntarily recalling all lots of Euphoric capsules, packaged in 1 count blister cards, 3 count bottles, and 12 count bottles to the consumer level. FDA analysis found samples of Euphoric to be tainted with undeclared sildenafil and tadalafil, active ingredients in two FDA-approved prescription drug products, also known as phosphodiesterase 5-inhibitors (PDE-5 inhibitors), used to treat male erectile dysfunction (ED). The presence of sildenafil and tadalafil in E...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

14-4-2018

'Rhino 69 Extreme 50000' Recalled due to Presence of Active Ingredient 'Tadalafil'

'Rhino 69 Extreme 50000' Recalled due to Presence of Active Ingredient 'Tadalafil'

AMA Wholesale Inc. (Distributor/Re-seller), is voluntarily recalling Rhino 69 Extreme 50000 capsules to the consumer level. FDA analysis found the product to be tainted with undeclared tadalafil. Tadalafil is an active ingredient in a FDA-approved prescription drug that is used for erectile dysfunction.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

30-11-2017

Nutra Labs Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Dietary Supplements Bull and Chao Jimengnan Tablets Due to Undeclared Active Pharmaceutical Ingredients

Nutra Labs Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Dietary Supplements Bull and Chao Jimengnan Tablets Due to Undeclared Active Pharmaceutical Ingredients

Nutra Labs Inc. is voluntarily recalling lots sold by their firm of the male enhancement supplements Bull 1800 mg Capsules with the production date of 05/08/2016, and Chao Jimengnan 150 mg Tablets with Lot # 20151018 to the consumer level. FDA analysis found the products to be tainted with sildenafil, 0.026mg/capsule for Bull, and 70.46mg/tablet for Chao Jimengnan respectively. Sildenafil is the active pharmaceutical ingredient in an FDA approved product used for erectile dysfunction, making Bull capsule...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

12-6-2015

CUG certificates for login to DKMAnet must be replaced

CUG certificates for login to DKMAnet must be replaced

The Danish Health and Medicines Authority has to replace the system used to issue Closed User Group (CUG) certificates to users of DKMAnet who cannot obtain a NemID employee certificate, i.e. primarily users employed in companies without a Danish CVR registration number. If you are currently using a CUG certificate of the old type to log in to DKMAnet, you must obtain a new certificate before 1 September 2015.

Danish Medicines Agency

16-1-2014

Reimbursement of medicines bought in another EU/EEA country

Reimbursement of medicines bought in another EU/EEA country

From 1 January 2014, you can obtain reimbursement of prescription-only medicines bought in another EU/EEA country under the general reimbursement rules of the Danish Health Act. You have to be covered by the national health insurance in Denmark and have a health insurance card (the yellow card) and the medicine must be reimbursable in Denmark.

Danish Medicines Agency

9-7-2013

Voluntary Harmonisation Procedure (VHP) for the assessment of multinational clinical trial applications

Voluntary Harmonisation Procedure (VHP) for the assessment of multinational clinical trial applications

The Voluntary Harmonisation Procedure is a procedure which makes it possible to obtain a coordinated assessment of an application for a clinical trial that is to take place in several European countries.

Danish Medicines Agency

22-2-2012

Changed criteria for single reimbursement for osteoporosis medicines other than alendronate

Changed criteria for single reimbursement for osteoporosis medicines other than alendronate

As of 5 March 2012, it will only be possible to obtain a single reimbursement grant for the other medicines used in osteoporosis treatment for patients that cannot use alendronate. The criteria for single reimbursement are changed because of the large price gaps between the different medicines, where the reimbursement price of alendronate is by far the lowest.

Danish Medicines Agency

25-1-2012

Review concluded regarding general reimbursement for Xarelto®

Review concluded regarding general reimbursement for Xarelto®

The Danish Medicines Agency has completed its review of an application for general reimbursement for two new strengths of Xarelto®. The product maintains general reimbursement.

Danish Medicines Agency

19-10-2007

Warning: Illegal sibutramine-containing weight-loss products sold on the internet

Warning: Illegal sibutramine-containing weight-loss products sold on the internet

The illegal Chinese weight-loss products LiDa (DaiDaiHuaJioaNang) and Miaozi are being sold on the internet, e.g. at the Danish language version of www.hurtigslank.dk (www.fastslim.dk).

Danish Medicines Agency

27-8-2018

Vyxeos (Jazz Pharmaceuticals Ireland Ltd)

Vyxeos (Jazz Pharmaceuticals Ireland Ltd)

Vyxeos (Active substance: daunorubicin / cytarabine) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5695 of Mon, 27 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4282

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

DepoCyte (Pacira Limited)

DepoCyte (Pacira Limited)

DepoCyte (Active substance: Cytarabine) - Centralised - Withdrawal - Commission Decision (2018)4490 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

Rubraca (Clovis Oncology UK Limited)

Rubraca (Clovis Oncology UK Limited)

Rubraca (Active substance: rucaparib) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3344 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4272

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

News and press releases:  Meeting highlights from the Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) 14-17 May 2018

News and press releases: Meeting highlights from the Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) 14-17 May 2018

PRAC concludes two referrals, maintains recommendation on HES solutions for infusion and issues precautionary advice on HIV medicine

Europe - EMA - European Medicines Agency

15-5-2018

Pemetrexed Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Oncology Plc.)

Pemetrexed Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Oncology Plc.)

Pemetrexed Fresenius Kabi (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3060 of Tue, 15 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

23-3-2018

EU/3/18/1995 (Loxo Oncology Limited)

EU/3/18/1995 (Loxo Oncology Limited)

EU/3/18/1995 (Active substance: Larotrectinib) - Orphan designation - Commission Decision (2018)1884 of Fri, 23 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/213/17

Europe -DG Health and Food Safety