Cydectin Triclamox Rind Pour-on Lösung ad us. vet.[E]

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Cydectin® Triclamox Rind Pour-on Lösung ad us. vet.[E]
  • Darreichungsform:
  • Cydectin® Triclamox Rind Pour-on Lösung ad us. vet.[E]
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie die Packungsbeilage für medizinisches Fachpersonal.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Cydectin® Triclamox Rind Pour-on Lösung ad us. vet.[E]
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antiparasitikum für Rinder

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Institut für Veterinärpharmakologie
  • Zulassungsnummer:
  • 62071
  • Letzte Änderung:
  • 03-11-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Cydectin

Triclamox Rind Pour-on Lösung ad us. vet.

Zoetis Schweiz GmbH

HINWEIS: Exportspezialität (Nur für den Vertrieb im Ausland zugelassen)!

Antiparasitikum für Rinder

ATCvet: QP54AB52

Zusammensetzung

Moxidectinum 5 mg, Triclabendazolum 200 mg,

Antioxid.: Butylhydroxytoluolum

Excip. ad solut. pro 1 ml

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Moxidectin - Triclabendazol

Eigenschaften / Wirkungen

Moxidectin ist ein Endektozid, das gegen viele Parasiten wirkt. Es ist ein makrozyklisches

Lakton der zweiten Generation aus der Milbemycin-Familie. Sein Wirkungsmechanismus

besteht im Wesentlichen in der Beeinflussung der neuromuskulären Übertragung der

GABA (Gamma-Aminobuttersäure)-gesteuerten oder der Glutamat-gesteuerten

Chloridkanäle. Moxidectin stimuliert die Freisetzung von GABA und verstärkt seine

Bindung an die postsynaptischen Rezeptoren und bindet an die Glutamat-gesteuerten

Chloridkanäle. Dadurch öffnen sich die Chloridkanäle an der postsynaptischen

Verbindung, die Chloridionen strömen ein und induzieren einen irreversiblen Stillstand.

Dies führt zur schlaffen Paralyse und schliesslich zum Tod der dem Arzneimittel

ausgesetzten Parasiten.

Triclabendazol ist ein Flukizid und gehört der Klasse der Benzimidazol-Anthelminthika an.

Der Wirkungsmechanismus sowie die pharmakodynamischen Interaktionen zwischen

Leberegeln und den diversen Metaboliten von Triclabendazol sind noch nicht aufgeklärt.

Pharmakokinetik

Moxidectin verteilt sich in allen Körpergeweben, aber aufgrund seiner Lipophilie reichert es

sich überwiegend im Fettgewebe an. Moxidectin unterliegt einer Biotransformation durch

Hydroxylierung. Es wird überwiegend über die Fäzes ausgeschieden. Die wesentlichen

pharmakokinetischen Parameter von Moxidectin nach Verabreichung der Endformulierung

als Pour-on sind: AUC

last

50,9 ± 10,9 ng*Tag*ml

4,7 ± 1,9 ng*ml

8,7 ± 6,4 Tage, MRT (mittlere Verweildauer) 10,7 ± 2,4 Tage.

Der Hauptanteil von Triclabendazol als Lösung zum Eingeben wird bei Ratten, Schafen,

Ziegen und Kaninchen entweder unverändert oder über biliäre Ausscheidungsprodukte

innerhalb von 6 - 10 Tagen über die Fäzes ausgeschieden. Die Ausscheidung über den

Urin ist minimal. Sulfon-, Sulfoxid-, Keton- und 4-Hydroxy-Triclabendazol-Derivate sind die

Hauptmetaboliten, die im Blutplasma nachgewiesen wurden. Kinetische Plasmastudien zu

Sulfoxid- und Sulfon-Derivaten nach peroraler Gabe bei verschiedenen Species zeigten

ein Überwiegen von Sulfoxid bei Kaninchen, Schafen und Menschen und von Sulfon bei

Pferden, Hunden und Rindern.

Die wesentlichen pharmakokinetischen Parameter des wirksamen Metaboliten

Triclabendazol-Sulfoxid nach Verabreichung der kombinierten Endformulierung sind:

last

26,9 ± 6,7 µg*Tag*ml

2,9 ± 1,0 µg*ml

3,3 ± 0,8 Tage, MRT

9,7 ± 2,6 Tage. Die wesentlichen pharmakokinetischen Parameter des wirksamen

Metaboliten Triclabendazol-Sulfon nach Verabreichung der kombinierten Endformulierung

sind: AUC

last

110,2 ± 28,8 µg*Tag*ml

7,8 ± 2,9 µg*ml

12,9 ± 8,6 Tage,

MRT 13 ± 2,6 Tage.

Indikationen

Ausschliesslich zur Behandlung von Mischinfektionen mit Moxidectin- bzw. Triclabendazol-

empfindlichen Nematoden und Leberegeln.

Parasit

Adulte

Stadien

Inhibierte

Stadien

Nematoden

L4

Nematoden des Magen-Darm-Traktes:

Haemonchus placei

Ostertagia ostertagi

Trichostrongylus axei

Nematodirus helvetianus

Cooperia oncophora

Cooperia punctata

Oesophagostomum radiatu

m

Bunostomum phlebotomum

Nematoden des Respirations-Traktes:

Dictyocaulus viviparus

Trematoden

Leberegel:

unreife

(6 - 8

Wochen)

Fasciola hepatica

(6 - 8

Wochen)

1 ml pro 10 kg Körpergewicht (0.5 mg Moxidectin/kg und 20 mg Triclabendazol/kg) als

einmalige äusserliche Applikation (Pour-on).

Unmittelbar auf Fell und Haut entlang der Wirbelsäule des Tieres vom Widerrist bis zum

Schwanzansatz auftragen.

Nur auf saubere, gesunde Haut auftragen.

Für eine korrekte Dosierung sollte das Körpergewicht so genau wie möglich bestimmt

werden. Wenn Tiere in Gruppen und nicht einzeln behandelt werden, sollten sie

entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und behandelt werden, um eine

zu geringe Dosierung oder eine Überdosierung zu vermeiden. Bei Regenfällen vor oder

nach der Behandlung bleibt die volle Wirksamkeit der Cydectin Triclamox Rind Pour-On-

Lösung erhalten.

Überdosierung

In einem Verträglichkeitsversuch wurden jeweils 4 Tiere einem 3- und 5-fachen der

empfohlenen Dosis ausgesetzt. Es wurden keine Anzeichen einer Überdosierung

beobachtet. Anzeichen einer Überdosierung wären in Übereinstimmung mit der

Wirkungsweise von Moxidectin vorübergehend vermehrter Speichelfluss, Depression,

Schläfrigkeit und Ataxie. Die Symptome klingen in der Regel innerhalb von 24 -

48 Stunden vollständig ab.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der

sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei laktierenden Tieren oder trächtigen Tieren, deren Milch für den

Konsum vorgesehen ist.

Vorsichtsmassnahmen

Besondere Sorgfalt sollte auf die Vermeidung nachfolgend aufgeführter Vorgehensweisen

verwendet werden, da sie das Risiko der Entwicklung von Resistenzen erhöhen und

schliesslich zu einem Therapieversagen beitragen können:

-Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über

einen längeren Zeitraum hinweg

Zu niedrige Dosierung aufgrund eines unterschätzten Körpergewichtes, einer nicht der

Arzneimittelinformation entsprechenden Anwendung des Tierarzneimittels, oder bei

fehlender Kalibrierung des Dosierungsbehältnisses (falls zutreffend)

Bei klinischen Fällen mit Verdacht auf Resistenzen gegen Anthelminthika sollten

geeignete weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden (z.B. Bestimmung der

reduzierten Eizahl im Kot). Wenn die Testergebnisse den Verdacht auf Resistenz gegen

ein bestimmtes Anthelminthikum erhärten, sollte ein Anthelminthikum einer anderen

Substanzklasse mit einem unterschiedlichen Wirkmechanismus angewendet werden.

Im Jahr 2010 wurde in Europa über keine Moxidectin Resistenzen berichtet. Hingegen gibt

es Berichte über Resistenzen gegenüber anderen makrozyklischen Laktonen, namentlich

in einigen europäischen Ländern gegen Cooperia oncophora. In der südlichen

Hemisphäre sind auch Resistenzen gegen Moxidectin bekannt.

Resistenzen von gewissen Stämmen von Cooperia spp. gegenüber anderen

makrozyklischen Laktonen können auf Moxidectin übertragen werden.

Über eine Resistenz von Fasciola hepatica gegen Triclabendazol bei Rindern wurde in

einigen europäischen Ländern berichtet. Falls Rinder auf derselben Weide grasen wie

Schafe, können resistente F. hepatica, welche vom Schaf stammen auf Rinder übertragen

werden. Daher sollte die Anwendung des Tierarzneimittels unter Berücksichtigung lokaler

epidemiologischer Informationen (regional, pro Hof) über die Empfindlichkeiten der

Parasiten, die lokale Anwendung des Tierarzneimittels in der Vergangenheit und

Empfehlungen, unter welchen Bedingungen das Tierarzneimittel angewendet werden

kann, erfolgen, um weitere Resistenzselektionen gegen Antiparasitika einzuschränken.

Dieses Tierarzneimittel ist unschädlich bei der Anwendung bei tragenden und laktierenden

Tieren und Zuchttieren.

Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren

Dieses Tierarzneimittel wurde speziell als Pour-on-Lösung zum Übergiessen für Rinder

entwickelt. Es darf nicht auf andere Weise oder bei anderen Tierarten verabreicht werden.

Alle Tiere aus derselben Gruppe sollten behandelt werden.

Um mögliche Sekundärreaktionen infolge Absterbens von Hypoderma-Larven im

Oesophagus oder Rückenmark des Tieres zu vermeiden, wird empfohlen, Cydectin

Triclamox Pour-on-Lösung nach Beendigung der Flugphase und bevor die Larven ihren

Endsitz erreichen, zu verabreichen.

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten

Keine bekannt.

Essbare Gewebe: 91 Tage

Milch: Nicht bei Rindern anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr oder für

industrielle Zwecke vorgesehen ist, auch nicht bei trächtigen Tieren, die für die

Milchproduktion vorgesehen sind.

Wechselwirkungen

Keine bekannt.

Sonstige Hinweise

Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender

-Schutzkleidung und -handschuhe während der Anwendung tragen.

-Während der Handhabung des Tierarzneimittels nicht rauchen, trinken oder essen.

-Direkten Kontakt mit Haut und Augen vermeiden.

-Nach der Anwendung Hände waschen.

Bei direktem Kontakt mit den Augen oder der Haut sofort mit reichlich fliessendem

Wasser aus- bzw. abspülen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der

sonstigen Bestandteile sollten das Präparat nicht anwenden.

Lagerungshinweise

Vor Licht geschützt und unter 25° C lagern. Nicht einfrieren.

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 24 Monate

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 6 Monate

Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "Exp" bezeichneten Datum

verwendet werden.

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit

anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Moxidectin ist giftig für Fische und andere im Wasser lebende Organismen. Leere

Flaschen und Arzneimittelreste müssen unschädlich beseitigt werden.

Packungen

Nur für den Vertrieb im Ausland bestimmt.

Exportspezialität: Vertrieb in der Schweiz nicht zugelassen!

Abgabekategorie: A

Swissmedic Nr. 62'071

Informationsstand: 10/2011

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

24-1-2019

Pargenta-50 ad us. vet., Injektionsloesung

Pargenta-50 ad us. vet., Injektionsloesung

● Änderung der Absetzfristen für alle Nutztierspezies! ● Änderungen Pferd: Neue Dosierung und neue Applikationsfrequenz ● Änderung Rind, Schaf, Ziege, Schwein: Neue Dosierung und neue Applikationsfrequenz, keine s.c. Applikation mehr ● Änderung Hund und Katze: keine s.c. Applikation mehr ● Änderung Text: "Eigenschaften/Wirkungen", "Indikationen", "Dosierung/Anwendung", "Anwendungseinschrä...

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

11-12-2018

Zulvac 8 Bovis ad us. vet., Suspension zur Injektion fuer Rinder

Zulvac 8 Bovis ad us. vet., Suspension zur Injektion fuer Rinder

● Änderung Text gesamte Arzneimittelinformation

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

4-9-2018

Bovilis Blue-8 ad us. vet., Injektionssuspension fuer Rinder und Schafe

Bovilis Blue-8 ad us. vet., Injektionssuspension fuer Rinder und Schafe

● Die Neuzulassung erfolgte am 04.09.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

Es gibt keine Neuigkeiten betreffend dieses Produktes.