Convenia

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Convenia
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Convenia
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Hunde, Katzen
  • Therapiebereich:
  • Antibakterielle Mittel zur systemischen Anwendung (Cephalosporine)
  • Anwendungsgebiete:
  • Hunde, Für die Behandlung von Haut-und Weichteil-Infektionen wie pyodermien, Wunden und Abszessen assoziiert mit Staphylococcus pseudintermedius, β-hämolytische Streptokokken, Escherichia coli und / oder Pasteurella multocida. Zur Behandlung von Harnwegsinfektionen im Zusammenhang mit Escherichia coli und / oder Proteus spp. Als Begleitbehandlung zur mechanischen oder chirurgischen Parodontaltherapie bei schweren Infektionen der Gingiva und des Parodontalgewebes mit Porphyromonas spp. und Prevotella spp. Katzen Zur Behandlung von Haut- und Weichteilabszessen und -wunden bei Pasteurella multocida, Usobacterium spp. , Bacteroides spp. , Prevotella oralis, β-hämolytische Streptokokken und / oder Staphylococcus pseudintermedius. Zur Behandlung von Infektionen der Harnwege mit Escherichia coli.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/V/C/000098
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-06-2006
  • EMEA-Code:
  • EMEA/V/C/000098
  • Letzte Änderung:
  • 23-02-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Telehon

© European Medicines Agency, 2013. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

EMA/215997/2006

EMEA/V/C/000098

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Convenia

Cefovecin

Das vorliegende Dokument ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen

Beurteilungsberichts (EPAR), in dem erläutert wird, wie der Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP)

die vorgelegten Unterlagen beurteilte, um zu Empfehlungen bezüglich der Anwendung des

Tierarzneimittels zu gelangen.

Dieses Dokument kann das persönliche Gespräch mit dem Tierarzt nicht ersetzen. Wenn Sie

weitere Informationen über den Gesundheitszustand oder die Behandlung Ihres Tieres benötigen,

wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt. Weitere Informationen zur Grundlage der Empfehlungen

des CVMP entnehmen Sie bitte der wissenschaftlichen Diskussion (die ebenfalls Teil des EPAR ist).

Was ist Convenia?

Convenia enthält Cefovecin, ein Antibiotikum, das durch Injektion verabreicht, d. h. unter die Haut

gespritzt wird. Es wird zur Behandlung von Hunden und Katzen eingesetzt.

Jede Packung Convenia enthält zwei Durchstechflaschen, eine mit dem Pulver, und die andere mit

dem Verdünnungsmittel. Vor Gebrauch wird das Pulver in dem Verdünnungsmittel aufgelöst, um

eine gebrauchsfertige Injektionslösung herzustellen.

Wofür wird Convenia angewendet?

Convenia wird zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch bestimmte Bakterien

hervorgerufen werden (weitere Hinweise finden Sie in der Zusammenfassung der Merkmale des

Arzneimittels [SPC]). Das Mittel wird üblicherweise als Einzelinjektion verabreicht und wirkt bis zu

14 Tage lang. Je nach Infektionsart kann die Injektion gegebenenfalls (bis zu dreimal) wiederholt

werden.

Convenia wird zur Behandlung von Haut- und Weichteilinfektionen bei Hunden eingesetzt; dabei

handelt es sich um Infektionen der Haut und der direkt darunter liegenden Schichten, wie z. B.

Convenia

EMA/215997/2006

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Wunden, Abszesse und Pyodermie (eine Hautinfektion mit Ausschlag und Pusteln). Bei Hunden wird

das Mittel auch zur Behandlung von Harnwegsinfektionen verabreicht, die durch bestimmte

Bakterien verursacht werden.

Bei Katzen wird Convenia zur Behandlung von Haut- und Weichteilinfektionen wie Wunden und

Abszessen verwendet. Das Mittel wird bei Katzen auch zur Behandlung von Harnwegsinfektionen

eingesetzt, die durch bestimmte Bakterien verursacht werden.

Wie wirkt Convenia?

Cefovecin, der Wirkstoff von Convenia, gehört zu der Antibiotikagruppe der so genannten

Cephalosporine der dritten Generation. Sämtliche Cephalosporin-Antibiotika einschließlich

Cefovecin töten Bakterien, indem sie den Aufbau der Bakterienzellwände stören, so dass die

Bakterien absterben und die Infektion ausheilt. Wie andere Antibiotika wirkt auch Cefovecin nicht

gegen jede Art von Bakterien.

Cefovecin unterscheidet sich von ähnlichen Cephalosporin-Antibiotika, da es nach der Injektion

sehr lange im Körper des Hundes bzw. der Katze verweilt. Eine Injektion wirkt bis zu 14 Tage.

Wie wurde Convenia untersucht?

Daten aus Laborstudien mit verschiedenen Bakterien haben gezeigt, dass Cefovecin gegen die in

der Produktinformation (SPC und Packungsbeilage) angegebenen Bakterien wirksam ist.

Convenia wurde an Hunden mit Haut- und Weichteilinfektionen untersucht (dabei wurde es mit

einem anderen Antibiotikum verglichen, das Amoxicillin und Clavulansäure enthält). Weiterhin

wurde es an Hunden mit Harnwegsinfekten getestet (und mit einem anderen Cephalosporin-

Antibiotikum namens Cefalexin verglichen).

Convenia wurde ebenfalls an Katzen mit Haut- und Weichteilinfektionen untersucht (dabei wurde es

mit einem anderen Antibiotikum verglichen, das Amoxicillin und Clavulansäure enthält). Ferner

wurde es im Rahmen einer kleinen Studie an Katzen mit Harnwegsinfekten getestet und mit

Cefalexin verglichen.

In den Studien wurde die Wirksamkeitsquote gemessen, d. h. wie viele Infektionen geheilt werden

konnten.

Welchen Nutzen hat Convenia in diesen Studien gezeigt?

Bei der Heilung von Infektionen erwies sich Convenia in sämtlichen Studien als ebenso wirksam wie

das Vergleichsantibiotikum. Convenia hat den Vorteil einer lang anhaltenden Wirksamkeit.

Welche Risiken sind mit Convenia verbunden?

Bis heute wurden keinerlei Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Convenia gemeldet. Dennoch

sollte es Hunden oder Katzen nicht gegeben werden, die bereits allergisch auf Cephalosporine oder

penicillinartige Antibiotika reagiert haben.

Außerdem darf Convenia nicht an Jungtiere unter 8 Wochen oder an Hunde und Katzen mit

schweren Nierenschäden (Funktionsstörung der Nieren) verabreicht werden.

Convenia darf anderen Tierarten wie Meerschweinchen und Kaninchen nicht gegeben werden, da es

hierfür nicht zugelassen ist und sich als schädlich erweisen könnte.

Convenia

EMA/215997/2006

Seite 3/3

Da keine Studien über Zuchttiere vorliegen und Convenia außergewöhnlich lange im Körper

wirksam bleibt, sollte es trächtigen oder säugenden Hunden bzw. Katzen nicht verabreicht werden.

Nach der letzten Injektion von Convenia sollten die behandelten Tiere mindestens 12 Wochen lang

nicht zu Zuchtzwecken eingesetzt werden.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen von Personen, die das

Arzneimittel verabreichen oder mit dem Tier in Kontakt kommen,

getroffen werden?

Cephalosporin- und Penicillin-Antibiotika können beim Menschen Allergien auslösen, die manchmal

sehr schwerwiegend sein können. Daher sollte Convenia nicht von Personen gegeben werden, die

überempfindlich (allergisch) auf derartige Antibiotika reagieren oder angewiesen wurden, mit

diesen Wirkstoffen nicht zu arbeiten. Penicillin- oder Cephalosporin-Allergiker sollten jeglichen

Kontakt mit Abfallprodukten oder Streu von Tieren, die mit Convenia behandelt wurden, meiden.

Beim Umgang mit Convenia ist Vorsicht geboten, und es sind alle empfohlenen

Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, um die Exposition (Aussetzung) gegenüber dem Produkt zu

vermeiden. Sollten nach versehentlicher Exposition gegenüber Convenia irgendwelche Symptome

wie Hautausschläge auftreten, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren. Schwellungen im Gesicht, an

Lippen oder Augen oder Schwierigkeiten beim Atmen sind Alarmsymptome und müssen umgehend

ärztlich behandelt werden.

Warum wurde Convenia zugelassen?

Der Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP) kam zu dem Schluss, dass die Vorteile von Convenia bei

der Behandlung von Hunden und Katzen mit bestimmten Infektionen der Haut, der Weichteile und

der Harnwege gegenüber den Risiken überwiegen, und empfahl, die Genehmigung für das

Inverkehrbringen von Convenia zu erteilen. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist im Modul zur

wissenschaftlichen Diskussion dieses EPAR zu finden.

Weitere Informationen über Convenia:

Am 19. Juni 2006 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen

von Convenia in der gesamten Europäischen Union. Informationen über den Verschreibungsstatus

dieses Arzneimittels finden Sie auf dem Etikett bzw. der Umverpackung.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im April 2013 aktualisiert.

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION

Convenia 80 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Hunde

und Katzen

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber :

Zoetis Belgium SA

Rue Laid Burniat 1

1348 Louvain-la-Neuve

BELGIEN

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller

Haupt Pharma Latina S.r.l.

S.S. 156 Km 47,600

04100 Borgo San Michele

Latina

ITALIEN

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Convenia 80 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Hunde und

Katzen

Cefovecin

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Eine 23 ml Durchstechflasche mit

lyophilisiertem Pulver enthält:

Wirkstoff:

852 mg Cefovecin (als Natriumsalz)

Sonstige Bestandteile:

19,17 mg Methyl-4-hydroxybenzoat (E218)

2,13 mg Propyl-4-hydroxybenzoat (E216)

Eine 19 ml Durchstechflasche mit

Lösungsmittel enthält:

Sonstige Bestandteile:

13 mg/ml Benzylalkohol

10,8 ml Wasser für Injektionszwecke

Eine 5 ml Durchstechflasche mit

lyophilisiertem Pulver enthält:

Wirkstoff:

340 mg Cefovecin (als Natriumsalz)

Sonstige Bestandteile:

7,67 mg Methyl-4-hydroxybenzoat (E218)

0,85 mg Propyl-4-hydroxybenzoat (E216)

Eine 10 ml Durchstechflasche mit

Lösungsmittel enthält:

Sonstige Bestandteile:

13 mg/ml Benzylalkohol

4,45 ml Wasser für Injektionszwecke

Die anweisungsgemäß rekonstituierte Injektionslösung enthält:

80,0 mg/ml Cefovecin (als Natriumsalz)

1,8 mg/ml Methyl-4-hydroxybenzoat (E218)

0,2 mg/ml Propyl-4-hydroxybenzoat (E216)

12,3 mg/ml Benzylalkohol

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Nur für folgende Infektionen, die einer längeren Behandlung bedürfen. Die antimikrobielle

Wirkungsdauer von Convenia nach einmaliger Injektion beträgt bis zu 14 Tage.

Hunde:

Zur Behandlung von Haut- und Weichteilinfektionen wie Pyodermien, Wunden und Abszessen

hervorgerufen durch

Staphylococcus pseudintermedius, β

-hämolytische

Streptokokken

, Escherichia

coli

und/oder

Pasteurella multocida

Zur Behandlung von Harnwegsinfektionen hervorgerufen durch

Escherichia coli

und/oder

Proteus

Spezies.

Als Begleittherapie zur mechanischen oder chirurgischen periodontalen Therapie bei der Behandlung

von schweren Infektionen des Zahnfleisches und des periodontalen Gewebes hervorgerufen durch

Porphyromonas

spp. und

Prevotella

spp. (Siehe auch Abschnitt 12: Besondere Warnhinweise - Für

das Tier).

Katzen:

Zur Behandlung von Haut- und Weichteil-Abszessen und Wunden hervorgerufen durch

Pasteurella

multocida

Fusobacterium

-spp.,

Bacteroides

-spp.,

Prevotella oralis

-haemolytische Streptokokken

und/oder

Staphylococcus pseudintermedius

Zur Behandlung von Harnwegsinfektionen hervorgerufen durch

Escherichia coli

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden in Fällen von bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine oder Penicilline.

Nicht anwenden bei kleinen Pflanzenfressern (z. B. Meerschweinchen, Kaninchen).

Nicht anwenden bei Hunden und Katzen, die jünger als 8 Wochen alt sind.

6.

NEBENWIRKUNGEN

In sehr seltenen Fällen sind gastrointestinate Effekte wie Erbrechen und/oder Durchfall beobachtet

worden.

In sehr seltenen Fällen wurden neurologische Symptome und Reaktionen an der Injektionsstelle nach

Anwendung des Produktes berichtet.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)

- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie

diese bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Hund und Katze.

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Hunde und Katzen: 8 mg Cefovecin pro kg Körpergewicht (1 ml/10 kg Körpergewicht).

Dosierungstabelle

Körpergewicht (Hund und Katze)

Zu verabreichendes Volumen

2,5 kg

0,25 ml

5 kg

0,5 ml

10 kg

1,0 ml

20 kg

2,0 ml

40 kg

4,0 ml

60 kg

6,0 ml

Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung ziehen Sie das benötigte Volumen des mitgelieferten

Lösungsmittels aus der Durchstechflasche auf (für die 852 mg lyophilisiertes Pulver enthaltende

23 ml Durchstechflasche verwenden Sie zum Rekonstituieren 10 ml des Lösungsmittels bzw. für die

340 mg lyophilisiertes Pulver enthaltende 5 ml Durchstechflasche 4 ml des Lösungsmittels) und geben

es in die Durchstechflasche mit dem Lyophilisat. Schütteln Sie die Durchstechflasche, bis das Pulver

sich sichtlich vollständig aufgelöst hat.

Haut- und Weichteilinfektionen beim Hund:

Einmalige subkutane Injektion. Wenn erforderlich, kann die Behandlung im Abstand von je 14 Tagen

bis zu weiteren drei Malen wiederholt werden. Gemäß den Regeln der guten veterinärmedizinischen

Praxis sollte eine Pyodermie über das Abklingen klinischer Anzeichen hinaus behandelt werden.

Schwerwiegende Infektionen des Zahnfleisches und der periodontalen Gewebe beim Hund:

Einmalige subkutane Injektion von 8 mg pro kg Körpergewicht (1 ml pro 10 kg Körpergewicht).

Haut- und Weichteil-Abszesse und Wunden bei der Katze:

Einmalige subkutane Injektion. Wenn erforderlich, kann eine weitere Dosis 14 Tage nach der ersten

verabreicht werden.

Harnwegsinfektionen bei Hunden und Katzen:

Einmalige subkutane Injektion.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Um sicherzustellen, dass eine angemessene Dosis gewählt und nicht unterdosiert wird, ist das

Gewicht des Tieres so genau wie möglich zu ermitteln.

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen

Tierarzneimitteln gemischt werden.

Eine Pyodermie tritt oft als Folge einer anderen zu Grunde liegenden Erkrankung auf. Es ist daher

ratsam, diese zu Grunde liegende Ursache zu ermitteln und das Tier entsprechend zu behandeln.

10.

WARTEZEIT(EN)

Nicht zutreffend

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

anwenden.

Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 28 Tage.

Wie bei anderen Cephalosporinen kann es vorkommen, dass die Farbe der rekonstituierten Lösung in

dieser Zeit dunkler wird. Die Wirksamkeit wird jedoch bei fachgerechter Lagerung nicht

beeinträchtigt.

Vor der Rekonstitution

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach der Rekonstitution

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

:

Es ist ratsam, Cephalosporine der dritten Generation nur zur Behandlung solcher Erkrankungen zu

nutzen, die auf andere antimikrobielle Substanzen oder Cephalosporine der ersten Generation schlecht

angesprochen haben oder erfahrungsgemäß schlecht ansprechen. Der Einsatz des Präparats sollte nach

Durchführung einer Empfindlichkeitsprüfung und unter Berücksichtigung offiziell und lokal geltender

Bestimmungen zum Einsatz antimikrobiell wirksamer Substanzen erfolgen.

Die grundlegende Bedingung bei der Behandlung von periodontalen Erkrankungen ist der

mechanische und/oder chirurgische Eingriff eines Tierarztes.

Die Unbedenklichkeit von Convenia während Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Behandelte

Tiere sollten frühestens 12 Wochen nach Verabreichung der letzten Gabe für Zuchtzwecke benutzt

werden.

Es liegen keine Untersuchungen über die Verträglichkeit von CONVENIA bei Tieren mit schwerer

Nierenfunktionsstörung vor.

Vorsicht ist angebracht bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cefovecin, andere

Cephalosporine, Penicilline und andere Arzneimittel. Wenn eine allergische Reaktion auftritt, ist die

Gabe von Cefovecin einzustellen und eine geeignete Therapie gegen die allergische Reaktion

einzuleiten. Schwerwiegende akute Überempfindlichkeitsreaktionen können je nach klinischem Bild

eine Behandlung mit Adrenalin oder andere Notfallmaßnahmen erforderlich machen, beispielsweise

die Gabe von Sauerstoff, Volumentherapie, Gabe von intravenösen Antihistaminika oder

Kortikosteroiden oder das Freihalten der Atemwege. Der behandelnde Tierarzt sollte bedenken, dass

die allergischen Symptome nach Beendigung der symptomatischen Therapie wiederaufflammen

können.

Die gleichzeitige Verabreichung anderer stark proteinbindender Wirkstoffe (z. B. Furosemid,

Ketoconazol oder nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) kann zu einer kompetitiven Verdrängung

des Cefovecins führen und unerwünschte Wirkungen hervorrufen.

Wiederholte Verabreichung (acht Gaben) der fünffachen empfohlenen Dosis im Abstand von 14

Tagen wurde von jungen Hunden gut vertragen. Leichte, vorübergehende Schwellungen an der

Einstichstelle wurden nach der ersten und zweiten Gabe beobachtet. Die einmalige Verabreichung der

22,5-fachen empfohlenen Dosis verursachte ein vorübergehendes Ödem und Beschwerden an der

Einstichstelle.

Wiederholte Verabreichung (acht Gaben) der fünffachen empfohlenen Dosis im Abstand von 14

Tagen wurde von jungen Katzen gut vertragen. Die einmalige Verabreichung der 22,5-fachen

empfohlenen Dosis verursachte ein vorübergehendes Ödem und Beschwerden an der Einstichstelle.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Penicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, Verschlucken oder Hautkontakt

Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) auslösen. Eine bestehende Überempfindlichkeit gegen

Penicilline kann zu Kreuz-Hypersensitivität auch gegen Cephalosporine führen und umgekehrt. Die

allergischen Reaktionen auf diese Substanzen können gelegentlich auch schwerwiegend sein.

Vermeiden Sie die Handhabung dieses Tierarzneimittels, wenn Sie wissen, dass Sie allergisch

dagegen sind, oder wenn Ihnen geraten wurde, nicht mit Substanzen dieser Art in Kontakt zu

kommen.

Gehen Sie mit dem Tierarzneimittel vorsichtig um und befolgen Sie alle empfohlenen

Vorsichtsmaßnahmen, um eine Exposition zu vermeiden.

Wenn nach einer Exposition Hautausschlag oder andere Symptome auftreten, ist unverzüglich ein

Arzt zu Rate zu ziehen und dieser Warnhinweis vorzulegen. Schwellungen des Gesichts oder der

Lippen sowie Atemschwierigkeiten sind ernstere Symptome, die sofortiger ärztlicher Behandlung

bedürfen.

Wenn bei Ihnen eine Allergie gegen Penicilline oder Cephalosporine bekannt ist, vermeiden Sie den

Kontakt mit benutzter Streu. Im Falle eines Kontakts ist die Haut mit Wasser und Seife zu waschen.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den

örtlichen Vorschriften zu entsorgen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur unter http://www.ema.europa.eu/.

15.

WEITERE ANGABEN

Cefovecin ist ein Cephalosporin der dritten Generation mit Breitbandwirkung gegen grampositive und

gramnegative Bakterien. Es unterscheidet sich von anderen Cephalosporinen dadurch, dass es

hochgradig an Proteine gebunden wird und eine lange Wirkdauer besitzt. Wie bei allen

Cephalosporinen beruht die Wirkung von Cefovecin auf der Hemmung der bakteriellen

Zellwandsynthese; Cefovecin wirkt bakterizid.

Cefovecin zeigt

in vitro

Aktivität gegen

Staphylococcus pseudintermedius

Pasteurella multocida

die bei Hautinfektionen bei Hunden und Katzen isoliert wurden. Anaerobe Bakterien wie

Bacteriodes

spp. und

Fusobacterium

spp. aus felinen Abszessen erwiesen sich als empfindlich.

Prophyromonas

gingivalis

Prevotella intermedia,

die aus dem periodontalen Gewebe des Hundes isoliert wurden

,

erwiesen sich ebenfalls als empfindlich. Außerdem wirkt Cefovecin

in vitro

gegen Stämme von

Escherichia coli

, welche bei Harnwegsinfektionen bei Hunden und Katzen isoliert wurden.

Cephalosporin-Resistenz entsteht durch Enzym-Inaktivierung (

-laktamase-Produktion) oder durch

andere Mechanismen. Resistenzen treten chromosomen- oder plasmidgebunden auf, in Verbindung

mit Transposons oder Plasmiden besteht die Möglichkeit einer Übertragung. Auch Kreuzresistenzen

mit anderen Cephalosporinen und sonstigen Beta-Laktam-Antibiotika können auftreten.

Ausgehend von einem vorgeschlagenen mikrobiologischen Grenzwert von S ≤ 2 μg/ml wurde bei den

Isolaten aus den Feldstudien bei den Gattungen

Pasteurella multocida

Fusobacterium

spp. und

Porphyromonas

spp keine Resistenz festgestellt. Ausgehend von einem vorgeschlagenen

mikrobiologischen Grenzwert von I ≤ 4 μg/ml trat in weniger als 0,02 % der Isolate von

S.

pseudintermedius

und der beta-hämolytischen

Streptokokken

eine Cefovecin-Resistenz auf und bei

3,4% von

Prevotella intermedia

Isolaten. Der Anteil der Cefovecin-resistenten Isolate von

E. coli

Prevotella oralis

Bacteroides

spp. und

Proteus

spp. belief sich auf 2,3 %, 2,7 %, 3,1 % bzw. 1,4 %.

Der Anteil der Cefovecin-resistenten Isolate beträgt bei den Koagulase-negativen

Staphylococci

spp.

(z. B.

S. xylosus

S. schleiferi

S. epidermidis

) 9,5 %. Isolate von

Pseudomonas

spp.,

Enterococcus

spp. und

Bordetella bronchiseptica

besitzen eine inhärente Resistenz gegen Cefovecin.

Cefovecin besitzt einzigartige pharmakokinetische Eigenschaften, mit einer extrem langen

Eliminationshalbwertszeit sowohl beim Hund als auch bei der Katze.

Das Tierarzneimittel ist als Einzelpackung mit einer 5 ml oder einer 23 ml Durchstechflasche mit dem

gefriergetrockneten Pulver und einer zweiten Durchstechflasche mit Lösungsmittel erhältlich. Die

Rekonstitution ergibt 4 ml bzw. 10 ml Injektionslösung. Es werden möglicherweise nicht alle

Packungsgrößen in Verkehr gebracht.