Conoxia

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Conoxia Gas zur medizinischen Anwendung, druckverdichtet 100% v-v
  • Dosierung:
  • 100% v-v
  • Darreichungsform:
  • Gas zur medizinischen Anwendung, druckverdichtet
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Conoxia Gas zur medizinischen Anwendung, druckverdichtet 100% v-v
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE361934
  • Letzte Änderung:
  • 07-04-2018

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Conoxia, 100 % v/v, Gas zur medizinischen Anwendung, druckverdichtet

Sauerstoff

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen

bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt

oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Conoxia und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Conoxia beachten?

Wie ist Conoxia anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Conoxia aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST CONOXIA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Conoxia

enthält Sauerstoff, ein lebenswichtiges Gas.

Eine Behandlung mit Sauerstoff kann unter normalem Druck und unter hohem Druck stattfinden.

a)

Sauerstofftherapie unter normalem Druck (normobare Sauerstofftherapie)

Die Sauerstofftherapie unter normalem Druck wird angewendet:

wenn die Sauerstoffkonzentration des Bluts oder eines bestimmten Organs zu niedrig ist oder

um zu verhindern, dass dieser Zustand eintritt.

bei Patienten mit ungenügender

oder gestörter Atmung, deren Atmung durch einen niedrigen

Sauerstoffgehalt im Blut ausgelöst wird.

zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen. Cluster-Kopfschmerzen sind eine bestimmte Form

von Kopfschmerzen mit kurzen, sehr heftigen Schmerzattacken auf einer Kopfseite.

b)

Sauerstofftherapie unter hohem Druck (hyperbare Sauerstofftherapie)

Eine Sauerstofftherapie unter hohem Druck sollte nur von qualifiziertem Pflegepersonal verabreicht werden,

um ein Verletzungsrisiko durch starke Druckschwankungen zu vermeiden.

Die Sauerstofftherapie unter hohem Druck wird angewendet:

zur Behandlung einer schweren Kohlenmonoxidvergiftung (z. B. wenn der Patient bewusstlos ist)

zur Behandlung der Dekompressionskrankheit (Taucherkrankheit)

zur Behandlung eines Verschlusses im Herzen oder in den Blutgefäßen durch Blasen (Gas- oder

Luftembolie)

als Unterstützungstherapie bei Knochenschwund nach einer Strahlentherapie

als Unterstützungstherapie bei absterbendem Gewebe infolge einer Verletzung, die mit

gasbildenden Bakterien infiziert ist

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON CONOXIA BEACHTEN?

Conoxia darf nicht angewendet werden

Conoxia

mit hohem Druck darf nicht angewendet werden bei unbehandeltem Lungenkollaps

(Pneumothorax). Bei einem Lungenkollaps sammelt sich Luft oder Gas im Brustkorb zwischen zwei

Lungenmembranen (Pleuraspalt). Wenn Sie jemals einen Lungenkollaps hatten, informieren Sie bitte Ihren

Arzt darüber.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Conoxia ist erforderlich

Bevor Sie mit einer Sauerstofftherapie beginnen, sollten Sie Folgendes wissen:

Sauerstoff kann in hoher Konzentration schädliche Wirkungen haben. Die Alveolen in der Lunge

können kollabieren, was die Sauerstoffversorgung des Blutes blockiert. Dies kann bei Anwendung

einer Konzentration von 100 % über mehr als 6 Stunden passieren. Außerdem kann dies bei einer

Konzentration von 60 bis 70 % nach 24 Stunden auftreten, bei einer Konzentration von 40 bis 50 %

am zweiten Tag der Behandlung und bei einer Konzentration von unter 40 % nach mehr als 2 Tagen.

Seien Sie bei der Anwendung von Sauerstoff bei Neugeborenen und Frühgeborenen besonders

vorsichtig, um das Risiko unerwünschter Ereignisse wie Augenschäden zu minimieren. Es sollte die

geringstmögliche effektive Sauerstoffkonzentration genutzt werden, um eine angemessene

Oxygenierung zu erreichen. Fluktuationen in der Sauerstoffsättigung sollten vermieden werden.

Auch bei einer erhöhten Kohlendioxidkonzentration im Blut ist Vorsicht geboten, weil dies in

Extremfällen zur Bewusstlosigkeit führen kann.

Patienten mit Atmungsstörungen

, deren Atmung durch niedrigen Sauerstoffgehalt in ihrem Blut

ausgelöst wird

, müssen von ihrem Arzt genau überwacht werden.

Bei Anwendung der Sauerstofftherapie mit hohem Druck informieren Sie Ihren Arzt über folgende

Zustände:

Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD)

eine Lungenfunktionsstörung aufgrund mangelnder Elastizität des Lungengewebes, die von

(starker) Kurzatmigkeit begleitet wird (Lungenemphysem)

Infektionen der oberen Atemwege

kürzliche Operation am Mittelohr

Operation am Brustkorb zu irgendeinem Zeitpunkt

unbehandeltes hohes Fieber

schwere Epilepsie

Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie)

wenn Sie eine Luftbrust (auch Pneumothorax genannt; Ansammlung von Luft oder Gas im

Brustkorb zwischen zwei Lungenmembranen, einem sogenannten Pleuraspalt) haben oder jemals

hatten und diese erfolgreich behandelt worden ist.

Eine Sauerstofftherapie unter hohem Druck muss bei Schwangeren und gebärfähigen Frauen mit Vorsicht

angewandt werden. Die Vorteile sollten die Risiken aufwiegen, und die Anwendung muss bei jeder Patientin

individuell überdacht werden.

Immer, wenn Sauerstoff eingesetzt wird, muss das erhöhte Risiko einer spontanen Entzündung

berücksichtigt werden.

Bei Anwendung von Conoxia mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw.

vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel handelt.

Die Verabreichung von Sauerstoff kann erwünschte oder unerwünschte Wirkungen von bestimmten anderen

Arzneimitteln verstärken oder abschwächen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere

Informationen benötigen.

Amiodaron (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen): Es gibt Berichte über

Wechselwirkungen.

Bleomycin oder Actinomycin (Arzneimittel gegen Krebs): Wenn eine frühere Lungenschädigung

durch diese Arzneimittel vorhanden ist, kann diese sich infolge einer Sauerstofftherapie verstärken

und möglicherweise tödliche Auswirkungen haben.

Folgende Arzneimittel können die schädlichen Wirkungen von Sauerstoff verstärken:

Adriamycin (Arzneimittel gegen Krebs)

Menadion (Arzneimittel zur Verringerung der Auswirkung von Antikoagulanzien)

Promazin, Chloropromazin und Thioridazin (Arzneimittel gegen schwere psychische

Störungen, bei denen die Patienten die Kontrolle über ihr Verhalten und ihre Aktivitäten

verlieren (Psychose))

Chloroquin (Anti-Malaria-Mittel)

Kortikosteroide (Hormone wie Cortisol, Hydrocortison, Prednisolon und viele andere)

Arzneimittel, die bestimmte Teile des Nervensystems stimulieren.

Furadantin und ähnliche Antibiotika

Eine Sauerstofftherapie kann weitere Auswirkungen haben:

Frühere Behandlung einer Lungenschädigung durch Sauerstoffradikale, beispielsweise die

Behandlung von Paraquatvergiftung. Eine Sauerstofftherapie kann diese Lungenschädigung

verstärken.

Die schädlichen Wirkungen des Sauerstoffs können verstärkt bei Patienten auftreten, die unter

einem Mangel an Vitamin C, E oder Glutathion leiden

Die schädlichen Wirkungen des Sauerstoffs können durch Röntgenstrahlen verstärkt werden

Die schädlichen Wirkungen des Sauerstoffs können verstärkt bei Patienten mit

Schilddrüsenüberfunktion auftreten.

Bei Anwendung von Conoxia zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Während einer Sauerstofftherapie dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Alkohol kann die Atmung

unterdrücken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft ist der Einsatz von Sauerstoff mit normalem Druck (normobare

Sauerstofftherapie) und in geringen Konzentrationen gestattet.

Nur zur Lebensrettung darf Sauerstoff auch während der Schwangerschaft in hoher Konzentration

und mit hohem Druck eingesetzt werden.

Es spricht nichts gegen den Einsatz von Sauerstoff während der Stillzeit.

Eine Sauerstofftherapie unter hohem Druck sollte bei Schwangeren und gebärfähigen Frauen nur eingesetzt

werden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Die Vorteile sollten die Risiken aufwiegen, und die Anwendung

muss bei jeder Patientin individuell überdacht werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Medizinischer Sauerstoff hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit des Patienten oder seine Fähigkeit,

eine Maschine zu bedienen.

3.

WIE IST CONOXIA ANZUWENDEN?

Wenden Sie Conoxia immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder

Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Dosierung:

Sauerstofftherapie unter normalem Druck (normobare Sauerstofftherapie)

Wenn die Sauerstoffkonzentration im Blut oder in einem bestimmten Organ zu niedrig ist

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie lange und wie häufig Sie Conoxia

täglich anwenden sollen, weil

die Dosis ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Das Ziel ist in jedem Fall, die niedrigste,

wirksame Sauerstoffkonzentration anzuwenden. Die verabreichte Sauerstoffkonzentration zum

Einatmen sollte nie unter 21 % liegen und kann bis zu 100 % erhöht werden.

Bei ungenügender oder gestörter Atmung und wenn der Atemantrieb von einer niedrigen

Sauerstoffkonzentration abhängt (Hypoxie) (z. B. bei Lungenkrankheiten wie COPD mit Verengung

der Atemwege und Folgesymptomen wie Husten, chronische Kurzatmigkeit und erhöhte

Schleimbildung, wird die effektive Sauerstoffkonzentration unter 28 % gehalten, in manchen Fällen

sogar unter 24 %. Bei Neugeborenen sollte die effektive Sauerstoffkonzentration zum Einatmen

unter 40 % bleiben und nur in extremen Ausnahmefällen auf 100 % erhöht werden. Es sollte die

geringstmögliche effektive Sauerstoffkonzentration genutzt werden, um eine angemessene

Oxygenierung zu erreichen. Fluktuationen in der Sauerstoffsättigung sollten vermieden werden.

Bei Cluster-Kopfschmerzen wird 15 Minuten lang 100 % Sauerstoff mit einer Flussrate von 7

Litern/Minute verabreicht. Die Therapie ist zur Behandlung einer beginnenden Schmerzattacke

gedacht und wird beim Auftreten der ersten Symptome gestartet.

Anwendung der Sauerstofftherapie unter normalem Druck:

Conoxia ist ein Gas zur Inhalation, das mit der eingeatmeten Luft durch einen Nasenkatheter oder eine

Gesichtsmaske verabreicht wird. Jeglicher Überschuss an Sauerstoff verlässt den Körper beim Ausatmen

und vermischt sich mit der Umgebungsluft (das nennt man „Nichtrückatmungs-System).

Wenn Sie nicht selbstständig atmen können, werden Sie an eine künstliche Beatmung angeschlossen.

Während einer Narkose wird eine Spezialausrüstung mit Rückatmungs- oder Rezirkulations-System

eingesetzt, sodass die ausgeatmete Luft auch wieder eingeatmet wird (das nennt man „Rückatmungs“-

System).

Mit einem sogenannten Oxygenator kann Sauerstoff auch direkt in den Blutstrom injiziert werden. Diese

Technik wird eingesetzt, wenn das Blut aus den Körpers geleitet werden muss, beispielsweise bei einer

Herzoperation.

Anwendung der Sauerstofftherapie unter hohem Druck:

Eine Sauerstofftherapie unter hohem Druck sollte nur von qualifiziertem Pflegepersonal verabreicht

werden, um ein Verletzungsrisiko durch starke Druckschwankungen zu vermeiden. Abhängig von Ihrem

Zustand wird eine Sauerstofftherapie unter hohem Druck bei einem Druck von 1,4 bis 3,0 Atmosphären über

45 bis 300 Minuten pro Therapiesitzung verabreicht. Die Behandlung umfasst in manchen Fällen nur eine

oder zwei Sitzungen, aber eine Langzeitbehandlung kann 30 Sitzungen oder mehr sowie mehrere Sitzungen

pro Tag umfassen.

Eine Sauerstofftherapie unter hohem Druck wird in einer sogenannten Druckkammer verabreicht, die

speziell für die Sauerstofftherapie unter hohem Druck konzipiert wurde. Der Druck in dieser Kammer kann

bis zu dreimal so hoch wie der normale Atmosphärendruck sein.

Die Sauerstofftherapie unter hohem Druck kann auch mithilfe einer eng anliegenden Gesichtsmaske und

einer Kapuze über dem Kopf oder durch einen Trachealtubus verabreicht werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Conoxia angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Sauerstoff bekommen haben, als Sie sollten, sprechen unverzüglich mit Ihrem Arzt oder

Apotheker.

Für Belgien: wenn Sie zu viel Conoxia angewendet haben, setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt, Ihrem

Apotheker oder dem “Antigifcentrum” (070/245.245) in Verbindung.

Die schädlichen Wirkungen des Sauerstoffs sind je nach Druck des eingeatmeten Sauerstoffs und der Dauer

der Behandlung unterschiedlich.

Bei niedrigem Druck (0,5 bis 2,0 bar) treten diese Wirkungen eher im Bereich der Lunge auf als im

zentralen Nervensystem (Hirn und Rückenmark). Bei hohem Druck ist es umgekehrt.

Die Auswirkungen im Lungenbereich sind u. a. Kurzatmigkeit, Husten und Schmerzen im Brustkorb. Die

Auswirkungen im zentralen Nervensystem sind u. a. Übelkeit, Schwindel, Angstgefühle und Verwirrung,

Muskelkrämpfe, Bewusstlosigkeit und epileptische Anfälle.

Wenn Sie die Anwendung von Conoxia vergessen haben

Wenden Sie den Sauerstoff an, sobald es Ihnen wieder einfällt. Verwenden Sie nicht die doppelte Dosis,

wenn Sie eine Therapiesitzung vergessen haben, da medizinischer Sauerstoff in hohen Konzentrationen

schädlich sein kann.

Wenn Sie die Anwendung von Conoxia abbrechen

Brechen Sie die Sauerstoffbehandlung nicht eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie vorher auf jeden Fall

mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung abbrechen möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Conoxia Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die hier beschriebenen Nebenwirkungen sind nach Therapie zusammengefasst.

Die Sauerstofftherapie unter normalem Druck kann zu Folgendem führen:

Leichter Rückgang der Pulsfrequenz und Herzinsuffizienz

Kurzatmigkeit wegen Problemen beim Gasaustausch aufgrund einer Obstruktion der Atemwege

oder eines Kollapses der Alveolen

Brustschmerzen

Müdigkeit

Brustfellentzündung (Pleuritis)

schwere Lungenkrankheit

Bei Patienten mit Atmungsstörungen,

die einer geringen Sauerstoffkonzentration im Blut als Atmungsstimulus

bedürfen

, kann die Verabreichung von Sauerstoff die Atmungseffizienz weiter reduzieren und zu einer

Ansammlung von Kohlendioxid und Übersäuerung des Körpers (Azidose) führen.

Bei Neugeborenen und Frühgeborenen kann die Verabreichung von Sauerstoff zu Augenschäden,

Lungenmissbildung, Blutungen im Herzen, Gehirn oder Rückenmark sowie Entzündung und Nekrose in

Magen und Darm (Gastroenteritis) führen. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt auch bei der kleinsten

Veränderung des Gesundheitszustands des Säuglings.

Die Sauerstofftherapie unter hohem Druck kann zu Folgendem führen:

vorübergehender Sehverlust

Übelkeit

Schwindel

Angstgefühle und Verwirrung

Muskelkrämpfe

Bewusstlosigkeit

epileptische Anfälle

Mittelohrschädigung durch Druckschwankungen

Lungenschädigung durch Druckschwankungen

Schmerzen, möglicherweise begleitet von Entzündung und Blutung in den Nasennebenhöhlen durch

Druckschwankungen

Muskelschmerzen

Diese Nebenwirkungen können mit der Zeit wieder verschwinden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.

WIE IST CONOXIA AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Conoxia nach dem auf dem Druckbehältnis angegebenen Verfalldatum hinter der Abkürzung

„Verw. bis“ oder „Verwendbar bis“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des Monats.

Lagerung

Die Druckbehältnisse müssen bei Temperaturen zwischen – 20 °C und + 65 °C gelagert werden.

Die Druckbehältnisse müssen an einem gut belüfteten Ort gelagert werden, der ausschließlich für

die Lagerung medizinischer Gase vorgesehen ist. An dem Lagerplatz dürfen sich keine

entzündlichen Stoffe befinden.

Die Druckbehältnisse können im Außenbereich gelagert werden, müssen in dem Fall aber abgedeckt

und gut gegen Witterungseinflüsse und Diebstahl geschützt werden.

Die Druckbehältnisse müssen in vertikaler Position gelagert werden. Druckbehältnisse mit einem

konvexen Boden sollten liegend oder in einem Gestell gelagert werden.

Die Druckbehältnisse müssen gegen Umfallen oder andere Stöße geschützt werden, beispielsweise,

indem sie festgebunden oder in einem Gestell untergebracht werden.

Druckbehältnisse, die eine andere Gasart oder das gleiche Gas in anderer Zusammensetzung

enthalten, sollten separat aufbewahrt werden.

Volle und leere Druckbehältnisse müssen getrennt voneinander gelagert werden.

Druckbehältnisse dürfen nicht in der Nähe von Wärmequellen gelagert werden.

Ventil des Druckbehältnisses schließen.

Leeres Druckbehältnis an den Lieferanten zurückgeben.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Conoxia enthält

Der Wirkstoff ist medizinischer Sauerstoff, 100 % v/v.

Es sind keine weiteren Bestandteile enthalten.

Wie Conoxia aussieht und Inhalt der Packung

Conoxia

ist ein farb- und geruchsloses druckverdichtetes Gas zur medizinischen Anwendung.

Conoxia wird in Druckgasbehältnissen aus Stahl, Aluminium oder Komposit gelagert. Die Ventile der

Druckbehältnisse bestehen aus Messing, Stahl oder Aluminium.

Jeder Liter verdichteter Sauerstoff bei 200 bar und 15 °C liefert 212 Liter gasförmigen Sauerstoff bei 1

bar und 15 °C.

Druckbehältnisse mit einem Volumen von x Litern liefern bei 15 °C und 1 bar y m3 gasförmigen

Sauerstoff (siehe Tabelle)

Volumen (x) in Litern

16 x 50

(y) m

gasförmiger

Sauerstoff

10,6

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Linde Gas Therapeutics Benelux B.V.

De Keten 7

5651 GJ Eindhoven

Niederlande

Tel: +31 (0)40 – 2825825

Hersteller

Linde Gas Therapeutics Benelux B.V.

De Keten 7

5651 GJ Eindhoven

Niederlande

Tel: +31 (0)40 – 2825825

Zulassungsnummer

BE361934

Art der Abgabe

Verschreibungspflichtig

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien: Conoxia

Luxemburg: Conoxia

Niederlande: Conoxia

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 03/2012.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Ein Druckbehältnis darf nicht verwendet werden, wenn es erkennbar beschädigt ist oder wenn der

Verdacht einer Beschädigung besteht oder wenn es extremen Temperaturen ausgesetzt war.

Kontakt mit Öl, Schmiermittel oder anderen Kohlenwasserstoffen ist zu vermeiden.

Es darf nur Zubehör verwendet werden, das für den speziellen Typ des Druckbehältnisses und das

Gas geeignet ist.

Um das Risiko einer Beschädigung zu vermeiden, dürfen zum Öffnen oder Schließen des Ventils am

Druckbehältnis keine Zangen oder anderes Werkzeug benutzt werden.

Die Form des Behältnisses darf nicht verändert werden.

Wenn eine Leckage auftritt, ist das Ventil am Druckbehältnis sofort zu schließen, wenn dies

gefahrlos möglich ist. Wenn das Ventil nicht geschlossen werden kann, muss das Druckbehältnis an

einen sicheren Ort außerhalb geschlossener Räumlichkeiten gebracht werden, wo der Sauerstoff

entweichen kann.

Das Ventil eines leeren Druckbehältnisses muss geschlossen werden.

Sauerstoff hat eine stark oxidierende Wirkung und kann mit organischen Substanzen heftig

reagieren. Deswegen ist bei Handhabung und Aufbewahrung von Druckbehältnissen besondere

Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 5 Wie ist Conoxia aufzubewahren?).

Sauerstoff kann eine plötzliche Entzündung glühender oder glimmender Materialien verursachen;

deswegen sind Rauchen und offenes Feuer in der Nähe von Druckbehältnissen verboten.

Die Anschlüsse für Schläuche, Ventile etc. müssen sauber und trocken sein. Wenn sie verschmutzt

sind, müssen sie nach Herstelleranweisung gereinigt werden. Hierbei dürfen keine Lösungsmittel

eingesetzt werden. Benutzen Sie saubere, fusselfreie Stofftücher zum Reinigen und Abtrocknen.

Das Umfüllen von Gas unter Druck von einer in eine andere Flasche ist verboten.