Coditussin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Coditussin Bronchialpastillen
  • Darreichungsform:
  • Bronchialpastillen
  • Zusammensetzung:
  • codeini phosphas hemihydricus 5 mg, color.: E 150, excipiens für die Torte.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Coditussin Bronchialpastillen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Reizhusten bei Erkältungen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 66331
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-12-2017
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Coditussin® Bronchialpastillen

Dr. Heinz Welti AG

Was sind Coditussin Bronchialpastillen und wann werden sie angewendet?

Coditussin Bronchialpastillen enthalten den Wirkstoff Codein. Codein setzt die Reizschwelle des

Hustenzentrums herauf und dämpft dadurch den Hustenreiz und vermindert die Hustenfrequenz.

Coditussin Bronchialpastillen werden zur Linderung von Reizhusten bei Erkältungen angewendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Rauchen trägt zur Entstehung von Husten bei (Raucherhusten). Wenn Sie rauchen, können Sie durch

Verzicht darauf die Wirkung von Coditussin Bronchialpastillen unterstützen.

Wann dürfen Coditussin Bronchialpastillen nicht angewendet werden?

Coditussin Bronchialpastillen dürfen nicht angewendet werden:

·bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Codein oder einem der Inhaltsstoffe.

·bei Fructose-Unverträglichkeit (einer seltenen angeborenen Störung des Zuckerstoffwechsels).

·bei einer akuten Phase eines Asthmaanfalls und anderen Zuständen, die mit einer schweren

Einschränkung der Atemfunktion einhergehen.

·bei gewissen entzündlichen Darmerkrankungen (Divertikulitis) und unmittelbar nach

Darmoperationen.

·bei Abhängigkeit von Substanzen, die mit Codein chemisch verwandt sind (sogenannte Opioide).

·nach chirurgischen Eingriffen im Magen-Darm-Trakt.

·bei Verengungen des Mageneingangs, Zwölffingerdarms und Magenausgangs.

·bei einer Behandlung mit gewissen Arzneimitteln gegen Gemütsstörungen (sogenannte

Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) bei Depressionen).

·während der Schwangerschaft und Stillzeit. Stillende Frauen dürfen Codein nicht einnehmen, da

Codein dem Säugling schaden kann, weil es in die Muttermilch übergeht.

·Codein-haltige Arzneimittel zur Behandlung von Husten und Erkältung dürfen bei Kindern unter 12

Jahren aufgrund des Risikos für schwerwiegende Nebenwirkungen, einschliesslich Atemstörungen,

nicht angewendet werden.

·Patientinnen und Patienten jeden Alters, die bekanntermassen «ultraschnelle Metabolisierer» sind,

also Codein sehr schnell in Morphin umwandeln, dürfen Codein nicht zur Behandlung von Husten

und Erkältung anwenden, da bei ihnen ein höheres Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen

aufgrund von Codein vorliegt.

Wann ist bei der Einnahme von Coditussin Bronchialpastillen Vorsicht geboten?

Bei starker Absonderung von Bronchialschleim sollen Coditussin Bronchialpastillen vorsichtshalber

nicht eingenommen werden, da durch die Hemmung des Hustenreflexes der Bronchialschleim nicht

abgehustet werden kann.

Bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die an Atemstörungen leiden, wird Codein nicht

empfohlen, da diese Patientenpopulation unter Umständen anfälliger für durch Codein bedingte

Atemstörungen ist.

Die gleichzeitige Einnahme gewisser Arzneimittel gegen Schlafstörungen, Erregungszustände,

Depressionen oder gegen Allergien kann die Wirkung von Coditussin Bronchialpastillen verstärken.

Ihr Arzt oder Apotheker bzw. ihre Ärztin oder Apothekerin wird Ihnen erklären, bei welchen

Arzneimitteln das der Fall ist und was zu beachten ist, wenn eine gleichzeitige Einnahme notwendig

ist.

Bei Einnahme über eine längere Zeit kann Gewöhnung und Abhängigkeit eintreten.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse bei gleichzeitiger

Einnahme alkoholischer Getränke.

Bei Leber- und Nierenerkrankungen oder wenn sich zeigen sollte, dass bei Ihnen aufgrund einer

erblichen Veranlagung der Wirkstoff Codein langsamer ausgeschieden wird, sollten Sie Coditussin

Bronchialpastillen vorsichtshalber nur auf ärztliche Verordnung einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Dürfen Coditussin Bronchialpastillen während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden?

Coditussin Bronchialpastillen dürfen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Stillende Frauen dürfen Codein nicht einnehmen, da Codein dem Säugling schaden kann, weil es in

die Muttermilch übergeht.

Wie verwenden Sie Coditussin Bronchialpastillen?

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: alle 1 bis 2 Stunden 1 Pastille im Mund zergehen lassen,

maximal 9 Pastillen pro Tag. Wenn der Husten nach 5 – 7 Tagen Behandlung nicht verschwunden

oder beträchtlich zurückgegangen ist oder sich sogar verschlechtert hat, sollten Sie einen Arzt bzw.

eine Ärztin aufsuchen, damit die Ursache des Hustens abgeklärt und falls nötig eine spezielle

Behandlung eingeleitet wird.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen können Coditussin Bronchialpastillen haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Coditussin Bronchialpastillen auftreten:

Häufig können Verstopfungen und Magen-Darm-Beschwerden, sowie Müdigkeit oder

Kopfschmerzen auftreten.

Gelegentlich kann es bei der Einnahme höherer Dosen zu Sehstörungen (verschwommenes Sehen,

Schielen), Blutdruckabfall (Schwarzwerden vor den Augen, Schwindelanfälle) und

Atembeschwerden (Verlangsamung und Verflachung der Atmung) kommen.

In seltenen Fällen können Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen,

Ohrensausen, Bronchialkrämpfe, Mundtrockenheit und in sehr seltenen Fällen

Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) oder Euphorie auftreten. Allergische Reaktionen

machen sich durch Juckreiz, Hautrötung, Schweissausbrüche, Herzklopfen und Unwohlsein

bemerkbar und können in Einzelfällen bis zur Ohnmacht gehen. Bei Auftreten von plötzlicher

Atemnot oder Überempfindlichkeitsreaktionen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt

bzw. die Ärztin zu konsultieren.

Codein kann Abhängigkeit und leichte Entzugserscheinungen erzeugen. Aufgrund des enthaltenen

Süssungsmittels Sorbitol können sich bei höheren Dosen Blähungen oder leichter Durchfall

einstellen, welche jedoch durch Herabsetzen der Dosis wieder verschwinden.

Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Verwendung anderer Arzneimittel siehe: «Wann ist bei der

Einnahme von Coditussin Bronchialpastillen Vorsicht geboten?».

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Coditussin Bronchialpastillen enthalten?

1 Pastille enthält: den Wirkstoff Codeinphosphat 5.0 mg. Dieses Produkt enthält zusätzliche

Hilfsstoffe Sorbitol, Maltitol, Farbstoff: Zuckercouleur (E150), Aromastoffe sowie weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

66331(Swissmedic).

Wo erhalten Sie Coditussin Bronchialpastillen? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung

Packungen à 40 Pastillen.

Zulassungsinhaberin

Dr. Heinz Welti AG, Gebenstorf.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.