Codidol retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Codidol retard 120 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 36 Monate,20 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Codidol retard 120 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Dihydrocodein
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-19120
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-10-1990
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage

154-CD6,9,12-16/06-GI/1

2016-06-30 vr

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Codidol retard 60 mg - Filmtabletten

Codidol retard 90 mg - Filmtabletten

Codidol retard 120 mg - Filmtabletten

Dihydrocodeinhydrogentartrat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was sind Codidol retard Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Codidol retard Filmtabletten beachten?

Wie sind Codidol retard Filmtabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Codidol retard Filmtabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Codidol retard Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?

Der Wirkstoff von Codidol retard Filmtabletten ist Dihydrocodein (als Dihydrocodeinhydrogentartrat),

das eine mäßig starke bis starke schmerzstillende Wirkung hat.

Codidol retard Filmtabletten setzen den Wirkstoff im Magen-Darm-Trakt kontrolliert und verzögert frei.

Dies gewährleistet eine Wirkdauer von 12 Stunden. Codidol retard Filmtabletten brauchen deshalb nur 2

x täglich eingenommen zu werden.

Da Codidol retard Filmtabletten eine für 12 Stunden berechnete Wirkstoffmenge enthalten, dürfen sie

keinesfalls zerstoßen oder zerkaut eingenommen werden, da in diesem Fall der Wirkstoff zu rasch vom

Körper aufgenommen wird. Dies kann zu einer möglicherweise lebensbedrohlichen Überdosierung

führen. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im

Ganzen zu schlucken.

Codidol retard Filmtabletten wurden Ihnen zur Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen

verschrieben.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Codidol retard Filmtabletten beachten?

Codidol retard Filmtabletten dürfen NICHT eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Dihydrocodein oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittles sind,

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wenn Ihre Atmung zu schwach ist, um Ihr Blut angemessen mit Sauerstoff anzureichern (schwere

Ateminsuffizienz mit Hypoxie),

bei schwerer Atemschwäche (Atemdepression),

bei schwerer Verengung der Atemwege,

bei schwerem Bronchialasthma,

während eines Asthmaanfalls,

bei Bewusstlosigkeit,

bei schwerer Herzschwäche (Cor pulmonale),

bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Mitteln gegen Depressionen, (Monoaminooxidase-

Hemmern, zum Beispiel Moclobemid) oder innerhalb zwei Wochen nach deren Absetzen,

in der Schwangerschaft (unmittelbar vor oder während der Geburt),

in der Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Codidol retard einnehmen.

Dies gilt besonders, wenn bei Ihnen einer der folgenden Punkte zutrifft oder in der Vergangenheit

zugetroffen hat:

Erkrankungen und Zuständen, bei welchen die Atmung gestört ist (zum Beispiel bei bestimmten

chronischen Lungenerkrankungen und Bronchialasthma),

Abhängigkeit von Alkohol, Opioiden oder anderen Drogen – auch in der Vergangenheit,

Kopfverletzungen und/oder erhöhter Hirndruck (zum Beispiel bei Gehirnerkrankungen),

Herzschwäche (Cor pulmonale),

Schilddrüsenunterfunktion,

Darmerkrankungen, die mit Verengungen einhergehen,

Verstopfung,

Entzündung der Bauchspeicheldrüse,

Gallenwegserkrankungen oder nach Gallenblasenoperationen,

schwere Lebererkrankungen,

Störungen der Leberfunktion,

schwere Nierenfunktionsstörung,

Prostatavergrößerung,

höheres Alter,

Anfallsleiden – auch in der Vergangenheit,

Husten mit starker Schleimproduktion.

Allgemeine Informationen zu Missbrauch, Abhängigkeit und Toleranz

Sie dürfen Codidol retard auf keinen Fall zur Injektion aufbereiten und spritzen, denn dies kann ernste bis

hin zu möglicherweise tödlichen Gesundheitsschäden verursachen.

Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit (Sucht) von Opioid-Schmerzmitteln wie Codidol retard

bei bestimmungsgemäßer Anwendung bei Schmerzpatienten ist selten.

Bei Langzeitanwendung von Codidol retard kann sich Gewöhnung entwickeln. Dies bedeutet, dass mit

der Zeit immer höhere Dosen zur Schmerzkontrolle erforderlich werden. Auch körperliche Abhängigkeit

kann vorkommen, und wenn Sie Codidol retard nicht mehr benötigen, kann plötzliches Absetzen

Entzugserscheinungen hervorrufen. Dies lässt sich durch langsames Ausschleichen (schrittweises

Vermindern der Dosis) verhindern. Gewöhnung und körperliche Abhängigkeit können durch Gabe nach

einem fixen Zeitschema deutlich vermindert werden.

Dosierung bei Umstieg auf ein anderes starkes Schmerzmittel

Patienten, die auf eine wirksame Dosis eines vergleichbaren Schmerzmittels (Opioid) eingestellt sind,

dürfen nur unter ärztlicher Überwachung auf ein anderes Opioid umgestellt werden. Da die Dosierung

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beim Umstieg neu anzupassen ist, kann sonst eine ausreichende Schmerzlinderung nicht gewährleistet

werden.

Einnahme von Codidol retard Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Codidol retard mit folgenden Arzneimitteln kann es zu einer

gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommen:

Beruhigungs- und Schlafmittel

Narkosemittel (bei Operationen, auch zahnärztlichen Eingriffen)

Bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen (zum Beispiel bei der Behandlung von

Ängsten, Depressionen oder Psychosen)

Bestimmte Arzneimittel gegen Allergien oder Reisekrankheit

andere Arzneimittel, die eine dämpfende Wirkung auf das Gehirn haben, wie zum Beispiel andere

starke Schmerzmittel

Falls Sie solche Arzneimittel verwenden, teilen Sie dies bitte Ihrem behandelnden Arzt mit, da im

Allgemeinen eine entsprechende Anpassung der Dosierung notwendig ist. Die gegenseitige

Wirkungsverstärkung könnte sonst zu einer möglicherweise lebensbedrohenden Atemschwäche führen.

Folgende Arzneimittel dürfen NICHT mit Codidol retard kombiniert werden:

Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (Monoaminooxidase-Hemmer, zum Beispiel

Moclobemid). Bis zu zwei Wochen nach deren Absetzen darf Codidol retard nicht eingenommen

werden.

Die Wirkung folgender Arzneimittel wird durch die gleichzeitige Anwendung mit Codidol retard

beeinflusst:

Arzneimittel zur Erleichterung des Abhustens von Bronchialschleim. Es kann zu einer

Abschwächung von deren Wirkung kommen.

Arzneimittel gegen Hustenreiz. Es muss mit Verstärkung der Wirkung gerechnet werden.

In beiden Fällen kann es in der Folge zu Schleimstau in den Bronchien kommen.

Einnahme von Codidol retard Filmtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Während der Anwendung von Codidol retard sollten Sie keinen Alkohol trinken, da bestimmte

Nebenwirkungen verstärkt werden können (wie zum Beispiel eine unter Umständen sogar

lebensbedrohliche Atemschwäche).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Schwangerschaft

Die Einnahme von Codidol retard während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Über eine

Anwendung entscheidet der Arzt.

Eine längere Einnahme von Dihydrocodein in der Schwangerschaft

kann zur Gewöhnung des ungeborenen Kindes an Dihydrocodein und infolgedessen nach der Geburt zu

Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen.

Codidol retard darf nicht unmittelbar vor oder während der Geburt eingenommen werden.

154-CD6,9,12-16/06-GI/4

Stillzeit

Codidol retard darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Falls eine Behandlung mit Codidol

retard erforderlich ist, müssen Sie abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

ACHTUNG: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen!

Dies ist insbesondere zu Beginn einer Behandlung mit Codidol retard, nach Dosiserhöhung oder

Präparatewechsel zu erwarten, sowie bei Zusammenwirken von Codidol retard mit Alkohol oder anderen

Substanzen, die dämpfend auf das Gehirn wirken. Patienten, die auf eine stabile Dosis eingestellt sind,

sind nicht unbedingt beeinträchtigt.

Beobachten Sie zuerst, ob Ihre Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist. Besprechen

Sie dann mit Ihrem Arzt, ob Sie Fahrzeuge oder Maschinen bedienen dürfen.

Codidol retard Filmtabletten enthalten Milchzucker (Lactose).

Bitte nehmen Sie Codidol retard Filmtabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie sind Codidol retard Filmtabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Codidol retard Filmtabletten sollen alle 12 Stunden eingenommen werden.

Nehmen Sie die Filmtabletten im Ganzen mit ausreichend Wasser ein.

Die Filmtabletten dürfen nicht zerkaut oder zerstoßen werden.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im

Ganzen zu schlucken.Codidol retard Filmtabletten können unabhängig von der Nahrungsaufnahme

eingenommen werden.

Codidol retard Filmtabletten dürfen nur eingenommen werden. Die Filmtabletten dürfen niemals

missbraucht werden, indem sie aufgelöst und injiziert werden, denn dies kann ernste, möglicherweise

tödliche Gesundheitsschäden zur Folge haben.

Dosierung

Codidol retard soll so kurz wie möglich und in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.

Die Dosierung ist abhängig von der Stärke der Schmerzen, dem Alter des Patienten und dem

vorhergehenden Schmerzmittelgebrauch. Codidol retard Filmtabletten stehen in den Stärken 60 mg, 90

mg und 120 mg zur Verfügung. Der Arzt kann Ihnen eine Stärke alleine oder mehrere Stärken zur

unterschiedlichen Einnahme während des Tages oder während der Nacht verschreiben.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis wie folgt:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Die Anfangsdosis beträgt im Allgemeinen 1 Codidol retard 60 mg Filmtablette alle 12 Stunden: Halten

Sie bitte den Zeitplan exakt ein. Bei Bedarf kann die Dosis von Ihrem Arzt erhöht werden. Die geeignete

Dosis ist jene, die Ihre Schmerzen volle 12 Stunden beherrscht und keine beziehungsweise nur erträgliche

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Nebenwirkungen verursacht. Sie dürfen nicht mehr als 2 Codidol retard 120 mg Filmtabletten täglich

einnehmen.

Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren

Es wurden mit Codidol retard Filmtabletten keine klinischen Studien durchgeführt; es kann daher keine

Dosisempfehlung gegeben werden.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion, Patienten mit Hypothyreose

(Schilddrüsenunterfunktion)

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion und bei Patienten mit Hypothyreose

(Schilddrüsenunterfunktion) kann eventuell mit einer geringeren Dosis eine ausreichende

Schmerzlinderung erzielt werden.

Ältere Patienten

Es sollte beachtet werden, dass bei älteren Patienten eventuell mit einer geringeren Dosis die Schmerzen

ausreichend behandelt werden können.

Wenn Sie eine größere Menge von Codidol retard eingenommen haben, als Sie sollten

könnten Zeichen einer Überdosierung von Dihydrocodein auftreten. Je nach Schwere der Vergiftung

können folgende Anzeichen auftreten:

Störungen der Atmung (zum Beispiel verlangsamte oder unregelmäßige Atmung) bis hin zum

Atemstillstand

Kleine („stecknadelkopfgroße“) Pupillen

Übelkeit, Erbrechen

Ungeschickte, ungezielte Bewegungen

Benommenheit, Bewusstseinsstörungen von Schläfrigkeit bis zum Koma

Verlangsamter Herzschlag

Niedriger Blutdruck

Kreislaufversagen

Muskelschädigung (Rhabdomyolyse)

Rufen Sie bitte beim ersten Auftreten eines dieser Anzeichen sofort den nächsten erreichbaren Arzt

zu Hilfe.

Für den Arzt: Informationen zur Behandlung einer Vergiftung mit Dihydrocodein sind am Ende

dieser Gebrauchsinformation zu finden!

Wenn Sie die Einnahme von Codidol retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen

Sie die verordnete Dosis ein und setzen Sie die Einnahme in 12 Stunden fort.

Wenn Sie die Einnahme von Codidol retard abbrechen,

können die Schmerzen wiederkehren. Möchten Sie die Behandlung abbrechen, wenden Sie sich bitte an

Ihren Arzt. Im Allgemeinen wird ein Abbruch der Behandlung keine Nachwirkungen haben.

Bei Patienten, die Codidol retard über einen sehr langen Zeitraum angewendet haben, kann es jedoch zu

Nachwirkungen kommen, wie Erregbarkeit, Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, unwillkürlichen

Bewegungen, Zittern oder Magen-Darmbeschwerden. Wenn eine dieser Nachwirkungen nach Abbruch

der Behandlung bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

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Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Verstopfung und Übelkeit.

Eine Verstopfung kann mit einem Abführmittel behandelt werden.

Bei Übelkeit und Erbrechen kann Ihnen Ihr Arzt ein Mittel gegen Erbrechen verschreiben.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bei Patienten, die mit Codidol retard behandelt wurden, wurden folgende Nebenwirkungen beschrieben:

Häufige Nebenwirkungen

Schläfrigkeit, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, trockener Mund

Gelegentliche Nebenwirkungen

Halluzinationen, Verwirrtheit, Arzneimittelabhängigkeit, Stimmungsschwankungen, schlechte Stimmung,

Kopfschmerzen, Atemschwäche (bedingt durch Wirkung auf das Nervensystem), Atemnot, Krämpfe,

Missempfinden (vor allem in Händen und Füßen), Müdigkeit bis Benommenheit, Schwindel,

Darmlähmung, Durchfall, Harnverhalten, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Ausschlag, Nesselausschlag,

Niedriger Blutdruck, Schwäche, Ermüdung, Unwohlsein, Entzugssyndrom, Histaminfreisetzung mit

allergischen Reaktionen (zum Beispiel ist bei Patienten mit Asthma ein Asthmaanfall möglich),

Schwellung der Haut und Schleimhäute, Gallenschmerzen, erhöhte Leberwerte

Seltene Nebenwirkungen

Sehstörungen (bedingt durch Wirkung auf das Nervensystem)

Nicht bekannt

Arzneimittelentzugssyndrom Neugeborenes

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Gewöhnung und Abhängigkeit können sich, insbesondere durch regelmäßige, missbräuchliche

Anwendung, entwickeln. Bei sachgerechter Anwendung bei der Behandlung von mäßig starken bis

starken Schmerzen stellt das jedoch kein besonderes Problem dar.

Meldungen von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Codidol retard Filmtabletten aufzubewahren?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdrückpackung nach

„verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Codidol retard Filmtabletten enthalten

Der Wirkstoff ist:

Codidol retard 60 mg Filmtabletten:

60 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat entsprechend 40 mg Dihydrocodein,

Codidol retard 90 mg Filmtabletten:

90 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat entsprechend 60 mg Dihydrocodein,

Codidol retard 120 mg Filmtabletten:

120 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat entsprechend 80 mg Dihydrocodein.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose (Milchzucker), Hydroxyethylcellulose, Cetylstearylalkohol,

Magnesiumstearat, Talkum, gereinigtes Wasser.

Filmüberzug bestehend aus Hypromellose, Polydextrose, Macrogol, Talkum.

Wie Codidol retard Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

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Längliche, beidseits gewölbte, weiße bis cremefarbene Retard-Filmtabletten mit der Prägung DHC 60,

DHC 90 beziehungsweise DHC 120 auf der einen und einer Schmuckrille auf der anderen Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen. Codidol retard Filmtabletten sind in Packungen mit 10 und 20 Stück erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Mundipharma Gesellschaft m.b.H.,

A-1070 Wien

Hersteller

Mundipharma GmbH.,

D-65549 Limburg/Lahn

Mundipharma Gesellschaft m.b.H.,

A-1070 Wien

Zulassungsnummern

Codidol retard 60 mg Filmtabletten:

Z.Nr.:

1-19119

Codidol retard 90 mg Filmtabletten:

Z.Nr.:

1-19121

Codidol retard 120 mg Filmtabletten:

Z.Nr.:

1-19120

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2016.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Dihydrocodein-Überdosierung

Symptome:

Zeichen von Dihydrocodein-Intoxikation und Überdosierung sind stecknadelkopfgroße Pupillen,

Ataxie, Erbrechen, Atemdepression und Somnolenz bis hin zu Stupor oder Koma, Bradykardie,

Apnoe, Kreislaufversagen, Hypotonie, Rhabdomyolyse, mit – bei massiver Überdosierung –

letalem Ausgang.

Behandlung:

Die Atemwege müssen freigehalten werden, und eine Überwachung der Atmung oder künstliche

Beatmung sind erforderlich.

Eine Magenspülung kann besonders nach der Gabe von Retard-Präparaten angezeigt sein, um den

nicht resorbierten Medikamentenanteil zu entfernen.

Allgemeine Maßnahmen (zum Beispiel Überwachung des Wasser- und Elektrolythaushaltes und

des Kreislaufs) sind angezeigt.

Bei massiver Überdosierung ist die i.v.-Gabe von 0,4 mg Naloxon angezeigt. In 2 bis 3-minütigen

Abständen muss diese Einzeldosis solange wie nötig wiederholt werden. Naloxon kann auch

mittels Infusion von 2 mg in 500 ml Kochsalzlösung oder 5 %iger Glucose (0,004 mg/ml)

verabreicht werden.

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte auf die vorhergehende Bolusverabreichung und auf das

Ansprechen des Patienten abgestimmt sein. Da die Wirkdauer von Naloxon relativ kurz ist,

muss der Patient sorgfältig bis zum zuverlässigen Wiedereintritt der spontanen Atmung

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überwacht werden. Bei der weiteren Behandlung der Überdosierung ist zu beachten, dass aus

Codidol retard Filmtabletten bis zu 12 Stunden Dihydrocodein freigesetzt wird.

Bei weniger schweren Überdosierungen soll 0,2 mg Naloxon i.v. verabreicht werden, gefolgt von

0,1 mg alle 2 Minuten nach Bedarf.

Naloxon sollte nicht verabreicht werden, wenn keine signifikanten klinischen Zeichen einer Atem-

oder Kreislaufdepression vorliegen. Naloxon soll bei Patienten, von denen bekannt oder

anzunehmen ist, dass sie physisch von Dihydrocodein abhängig sind, mit Vorsicht verabreicht

werden. Abrupte oder völlige Aufhebung der Dihydrocodein-Wirkung kann ein akutes

Entzugssyndrom bewirken.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

7-6-2018

Kalymin® retard

Rote - Liste

25-5-2018

Dusodril®/Dusodril® retard

Rote - Liste