Co-Amoxi-Mepha 1000 Dispersible

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Co-Amoxi-Mepha 1000 Dispersible dispersierbare Tabletten
  • Darreichungsform:
  • dispersierbare Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • amoxicillinum anhydricum 875 mg bis amoxicillinum trihydricum, Säure clavulanicum 125 mg, kalii clavulanas sind, aspartamum, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Co-Amoxi-Mepha 1000 Dispersible dispersierbare Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Infektionskrankheiten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57339
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-02-2007
  • Letzte Änderung:
  • 16-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Co-Amoxi-Mepha Lactab® Co-Amoxi-Mepha Dispersible Dispergierbare Tabletten

Mepha Pharma AG

Was ist Co-Amoxi-Mepha und wann wird es angewendet?

Co-Amoxi-Mepha ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Penicilline. Es besteht aus zwei

Wirkstoffen: Clavulansäure und Amoxicillin.

Clavulansäure beherrscht den Hauptabwehr- oder Resistenzmechanismus zahlreicher resistenter

Bakterien gegenüber Penicillinen und schützt auf diese Weise Amoxicillin, das damit die Bakterien

zerstören kann. Diese Wirkungsweise macht Co-Amoxi-Mepha gegen zahlreiche bakterielle

Infektionen wirksam.

Co-Amoxi-Mepha 375/625/1000 darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur

ausschliesslichen Behandlung der folgenden bakteriellen Infektionen angewendet werden:

·Nasen-, Hals-, Mandeln-, Stirn-/Kieferhöhlen- und Ohreninfektionen;

·Infektionen der Atemwege (Bronchien und Lungen);

·Infektionen der Nieren, Blase und Harnwege;

·Infektionen der Geschlechtsorgane (Gonorrhoe, Schleimausscheidung);

·Gynäkologische Infektionen;

·Infektionen der Haut und Weichteile (Furunkel, Abszesse, etc.).

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer

gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Antibiotikum in Co-Amoxi-Mepha ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche

Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht

richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von

sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren

neuen Infektionen dürfen Sie Co-Amoxi-Mepha nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Häufig verschwinden die Krankheitssymptome, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Die

Behandlung darf deshalb nicht vorzeitig abgebrochen werden, auch wenn Sie sich besser fühlen.

Je nach Umständen und gemäss Vorschrift des Arztes bzw. der Ärztin kann die Behandlung bis zu

zwei Wochen oder länger dauern.

Wann darf Co-Amoxi-Mepha nicht eingenommen werden?

Sie sollten Co-Amoxi-Mepha 375/625/1000 nicht einnehmen, wenn Sie früher auf Co-Amoxi-

Mepha, auf Penicilline oder Cephalosporine allergisch reagiert haben. Eine Allergie oder eine

Überempfindlichkeit zeigt sich z.B. in Symptomen wie rote Hautflecken, Fieber, Asthma, Atemnot,

Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und der Schleimhäute,

Hautausschlägen oder einer schmerzhaften Zunge.

Bei bekannter oder vermuteter Überempfindlichkeit auf einen der anderen Bestandteile des

Arzneimittels darf Co-Amoxi-Mepha nicht angewendet werden.

Sie dürfen Co-Amoxi-Mepha 375/625/1000 nicht einnehmen, wenn Sie an Pfeiffer'schem

Drüsenfieber oder an einer lymphatischen Leukämie leiden.

Für Patientinnen und Patienten mit Phenylketonurie

Co-Amoxi-Mepha 625/1000 Dispersible, dispergierbare Tabletten, sind wegen des in ihnen

enthaltenen Süssstoffes Aspartam, der im Körper zu einer sogenannten Aminosäure (Phenylalanin)

umgewandelt wird, nicht für Patientinnen und Patienten geeignet, die an einer seltenen angeborenen

Stoffwechselstörung der Eiweissstoffe (sogenannte Phenylketonurie) leiden.

Wann ist bei der Einnahme von Co-Amoxi-Mepha Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Wenn Sie ein orales empfängnisverhütendes Mittel (Pille) nehmen, besteht die Möglichkeit, dass

seine Wirksamkeit während einer Antibiotika-Therapie herabgesetzt ist. Dieser Hinweis gilt auch für

Co-Amoxi-Mepha. Deshalb kann Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin weitere

Massnahmen zur Empfängnisverhütung empfehlen.

Bei Einnahme von Co-Amoxi-Mepha sind Verdauungsstörungen möglich. Bei schweren Magen-

Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall ist das Präparat abzusetzen und der Arzt bzw. die

Ärztin sofort zu benachrichtigen. Er bzw. sie ist ebenfalls beim Auftreten von Hautausschlag oder

Juckreiz zu benachrichtigen.

Beim Auftreten von Durchfall dürfen keine Arzneimittel, welche die Darmperistaltik

(Darmbewegung) hemmen, eingenommen werden.

Wenn Sie an Allergien, allergischem Asthma, Heuschnupfen oder Nesselfieber leiden, ist bei der

Einnahme von Co-Amoxi-Mepha 375/625/1000 wegen möglicher Überempfindlichkeit besondere

Vorsicht geboten.

Patientinnen und Patienten, welche gleichzeitig Allopurinol-haltige Präparate (z.B. Zyloric®)

einnehmen müssen, neigen vermehrt zu Ausschlägen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden; er

bzw. sie wird Ihnen dann eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Dosierung verordnen, die vom

nachstehenden Schema im Kapitel «Übliche Dosierung» abweichen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Blutverdünner (Antikoagulantien) einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Mycophenolat-Mofetil-haltige Präparate, die

nach Organtransplantation zur Prophylaxe von akuten Transplantatabstossungsreaktionen eingesetzt

werden, einnehmen.

Wenn Sie Digoxin-haltige Präparate einnehmen, müssen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin informieren.

Bei ungenügender Nieren- oder Leberfunktion ist ganz besondere Vorsicht angezeigt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Co-Amoxi-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Über die Einnahme von Arzneimitteln jeglicher Art während einer Schwangerschaft ist mit grösster

Vorsicht und nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder

Apothekerin zu entscheiden. In Studien bei schwangeren Frauen mit vorzeitigem Blasensprung

wurde berichtet, dass die vorbeugende Behandlung mit Co-Amoxi-Mepha ein erhöhtes Risiko von

teilweise schwerwiegenden gewebsschädigenden Darmentzündungen beim Neugeborenen

verursachen kann.

Stillzeit

Da Co-Amoxi-Mepha in geringer Menge in die Muttermilch übertritt, ist bei Säuglingen mit der

Möglichkeit einer Überempfindlichkeitsreaktion (mit Symptomen wie Hautrötung und Fieber) oder

Durchfall zu rechnen. Deshalb sollte Co-Amoxi-Mepha während der Stillzeit nicht eingenommen

oder abgestillt werden.

Orientieren Sie auf jeden Fall Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn

Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen. Es sind die einzigen, die entscheiden können, ob

Sie während diesen Zeiten Co-Amoxi-Mepha einnehmen dürfen.

Wie verwenden Sie Co-Amoxi-Mepha?

Übliche Dosierung

Co-Amoxi-Mepha 375/625/1000 ist vorzugsweise zu Beginn der Mahlzeiten mit mindestens einem

halben Glas Wasser einzunehmen. Falls nötig kann die Co-Amoxi-Mepha 1000 Lactab in zwei Teile

gebrochen werden (Bruchrille), um diese nacheinander zu schlucken. Bitte beachten Sie jedoch, dass

die Teilung an der Bruchrille nicht zur Halbierung der Dosis geeignet ist.

Die dispergierbaren Tabletten Co-Amoxi-Mepha 625/1000 Dispersible können als ganze Tablette

oder aufgeschwemmt eingenommen werden. Um die Tablette zu dispergieren, wird sie in ca. ½ Glas

Wasser aufgeschwemmt (gut verrühren), oder man lässt sie direkt im Mund zerfallen. Damit wird

eine optimale Wirkung und Verträglichkeit erzielt.

Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, gilt folgende Dosierung:

Erwachsene

Leichte, mittelschwere bis schwere Infektionen

·3× tgl. Co-Amoxi-Mepha 625 mg (500/125) oder in bestimmten Fällen

·2× tgl. Co-Amoxi-Mepha 1 g (875/125).

Eine begonnene Antibiotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet

durchgeführt werden.

Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Brechen

Sie aus diesem Grund die Therapie nicht vorzeitig ab, selbst wenn Sie sich wohler fühlen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Co-Amoxi-Mepha haben?

Gastrointestinale Störungen wie Magenbeschwerden oder Übelkeit. Ebenfalls vorkommen können

Reaktionen wie Brechreiz, Appetitlosigkeit, Blähungen, Erbrechen, Durchfall, weicher Stuhl,

Dyspepsie, Bauchschmerzen und Entzündung der Zunge oder der Mundschleimhaut.

Wenn Co-Amoxi-Mepha zu Beginn der Mahlzeiten eingenommen wird, sind Magen-Darm-

Beschwerden weniger häufig.

Allergische Reaktionen sind mit Co-Amoxi-Mepha häufig, wie bei allen Arzneimitteln der Gruppe

der Penicilline.

Hautausschläge, Hautrötungen, Juckreiz und Urtikaria (Nesselsucht) können auftreten.

Ebenfalls können Pilzinfektionen der Haut/Schleimhäute auftreten.

Gelegentlich können Schwindelgefühl und Kopfschmerzen auftreten.

Sehr selten können Hyperaktivität, Erregung, Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrung,

Verhaltensänderungen, Benommenheit, Krämpfe und Empfindungsstörungen auftreten.

Selten stellte man oberflächliche Zahnverfärbungen fest. Diese Erscheinung verschwindet

gewöhnlich mit dem Zähneputzen wieder.

Sehr selten wurde eine dunkel belegte Zunge, Hyperkinese (übermässige Bewegungsaktivität),

Blutbildveränderungen, Verlängerung der Blutungsdauer und Prothrombinzeit, Leberentzündung

(Hepatitis), Nierenentzündung und Nierenfunktionsstörungen beobachtet.

Bei der Verabreichung von Amoxicillin im Alter von 0–9 Monate können Zahnschmelzschäden (z.B.

weisse Streifung, Verfärbung) der definitiven Schneidezähne nicht ausgeschlossen werden.

Über Gelbsucht wurde selten berichtet.

Konsultieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin beim Auftreten von:

·Nesselfieber, grossflächigem Hautausschlag, Hautrötungen;

·gelblicher Farbe der Haut oder des weissen Teils der Augen;

·plötzlich einsetzenden Bauchschmerzen oder Erbrechen;

·schweren, blutigen oder anhaltenden Durchfällen;

·Atemproblemen in Form von Asthmaanfällen und Heuschnupfen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, trocken und nicht über 25 °C lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Wenn Sie eine Verfärbung der Co-Amoxi-Mepha Lactab feststellen, könnte es sich um eine

Veränderung des Präparates handeln. Falls dies eintritt, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Nach Beendigung der Behandlung ist das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle

(Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen zu bringen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Co-Amoxi-Mepha enthalten?

Co-Amoxi-Mepha 375 mg (250/125) Lactab

1 Lactab enthält: Amoxicillin 250 mg, Clavulansäure 125 mg, Verhältnis Amoxicillin/Clavulansäure

2:1.

Hilfsstoffe: Hilfsstoffe zur Herstellung von Lactab.

Co-Amoxi-Mepha 625 mg (500/125) Lactab

1 Lactab enthält: Amoxicillin 500 mg, Clavulansäure 125 mg, Verhältnis Amoxicillin/Clavulansäure

4:1.

Hilfsstoffe: Hilfsstoffe zur Herstellung von Lactab.

Co-Amoxi-Mepha 1 g (875/125) Lactab (mit Zierrille)

1 Lactab enthält: Amoxicillin 875 mg, Clavulansäure 125 mg, Verhältnis Amoxicillin/Clavulansäure

7:1.

Hilfsstoffe: Hilfsstoffe zur Herstellung von Lactab.

Co-Amoxi-Mepha 625 mg Dispersible (500/125) dispergierbare Tablette

1 Tablette enthält: Amoxicillin 500 mg, Clavulansäure 125 mg, Verhältnis

Amoxicillin/Clavulansäure 4:1.

Hilfsstoffe: Aspartam, Aromastoffe sowie weitere Hilfsstoffe zur Herstellung von dispergierbaren

Tabletten.

Co-Amoxi-Mepha 1000 dispergierbare Tablette

1 Tablette enthält: Amoxicillin 875 mg, Clavulansäure 125 mg, Verhältnis

Amoxicillin/Clavulansäure 7:1.

Hilfsstoffe: Aspartam, Aromastoffe sowie weitere Hilfsstoffe zur Herstellung von dispergierbaren

Tabletten.

Zulassungsnummer

53981 (Co-Amoxi-Mepha 375 Lactab), 53995 (Co-Amoxi-Mepha 625 Lactab), 55730 (Co-Amoxi-

Mepha 1000 Lactab), 57338 (Co-Amoxi-Mepha 625 Dispersible), 57339 (Co-Amoxi-Mepha 1000

Dispersible) (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Co-Amoxi-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Co-Amoxi-Mepha 375

Packungen zu 16 Lactab.

Co-Amoxi-Mepha 625

Packungen zu 10 und 20 Lactab.

Co-Amoxi-Mepha 1000

Packungen zu 12 und 20 Lactab (mit Zierrille).

Co-Amoxi-Mepha 625 Dispersible

Packungen zu 10 und 20 dispergierbare Tabletten.

Co-Amoxi-Mepha 1000 Dispersible

Packungen zu 12 und 20 dispergierbare Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 6.2