Clindamycin-MIP

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Clindamycin-MIP 150 mg/ml Injektionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 1 x 2 ml, Laufzeit: 24 Monate,5 x 2 ml, Laufzeit: 24 Monate,10 x 2 ml (KP), Laufzeit: 24 Monate,50 x 2 ml (KP), Laufzeit: 24 Mon
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Clindamycin-MIP 150 mg/ml Injektionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Lincosamides
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-24973
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-06-2003
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung

Clindamycinphosphat

Lesen

Sie

die

gesamte

Packungsbeilage

sorgfältig

durch,

bevor

Sie

mit

der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung

beachten?

Wie ist Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was

ist

Clindamycin-MIP®

150 mg/ml

Injektionslösung

und

wofür

wird

es

angewendet?

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung ist ein Antibiotikum zur intramuskulären

Injektion oder intravenösen Infusion nach Verdünnung aus der Gruppe der Lincosamide.

Clindamycin

wirkt

hauptsächlich

durch

eine

Hemmung

Wachstums

Bakterien,

abhängig von der Konzentration am Ort der Infektion und der Empfindlichkeit der Bakterien

kann Clindamycin aber die Bakterien auch abtöten.

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung wird eingesetzt zur Therapie akuter und

chronischer bakterieller Infektionen durch Clindamycin-empfindliche Erreger, wie

Infektionen der Knochen und Gelenke

Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches

Infektionen im Zahn- und Kieferbereich

Infektionen der tiefen Atemwege

Infektionen des Becken- und Bauchraumes

Infektionen des weiblichen Beckens und der weiblichen Geschlechtsorgane

Infektionen der Haut und Weichteile

Scharlach

Blutvergiftung (Septikämie)

Entzündung der Herzklappen (Endokarditis)

2.

Was

sollten

Sie

vor

der

Anwendung

von

Clindamycin-MIP®

150

mg/ml

Injektionslösung beachten?

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Clindamycin oder Lincomycin (es besteht

eine gleichzeitige Allergie gegen beide Stoffe) oder einen der sonstigen Bestandteile

von Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung sind,

wenn

überempfindlich

gegen

Benzylalkohol

oder

Lokalanästhetika

(wie

z.B.

Lidocain oder mit Lidocain verwandte Arzneistoffe) sind,

bei Neugeborenen (insbesondere unreifen Frühgeborenen).

Besondere

Vorsicht

bei

der

Anwendung

von

Clindamycin-MIP®

150

mg/ml

Injektionslösung ist erforderlich

eingeschränkter

Leberfunktion

(siehe

auch

Abschnitt

Dosierung

Lebererkrankungen)

bei Störungen der neuromuskulären Übertragung, z.B. Myasthenia gravis (krankhafte

Muskelschwäche), Parkinson-Krankheit (sog. Schüttellähmung)

bei Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte, z.B. früheren Entzündungen des

Dickdarms

In sehr seltenen Fällen können schwere akute allergische Reaktionen (Schwellung von

Gesicht, Gefäßen oder Kehlkopf, Atemnot, bis hin zum Schock) bei der Anwendung von

Arzneimitteln wie Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung auftreten. In diesem Fall ist

eine sofortige Behandlung durch einen Arzt (Schockbehandlung) erforderlich.

sehr

seltenen

Fällen

Entstehung

einer

Antibiotika-verursachten

Dickdarmentzündung (Kolitis) während oder bis zu drei Wochen nach der Anwendung von

Clindamycin möglich. Diese ist durch wässrige oder mehrmals tägliche Durchfälle, z.T. mit

Blut oder Schleim, Fieber und schwere Bauchkrämpfe charakterisiert. In diesem Fall wird Ihr

Arzt über ein Absetzen von Clindamycin entscheiden und, falls erforderlich, eine geeignete

Behandlung beginnen. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen

nicht eingenommen werden.

Bei längerer Anwendung (über 3 Wochen) sollte eine regelmäßige Kontrolle von Blutbild

sowie Leber- und Nierenfunktion durchgeführt werden.

Langfristige und wiederholte Anwendung von Clindamycin kann auf Haut und Schleimhäuten

sowohl zu einer Infektion mit Erregern führen, gegen die Clindamycin unwirksam ist, als auch

zu einer Besiedlung mit Sprosspilzen.

Clindamycin-MIP®

mg/ml

Injektionslösung

sollte

nicht

akuten

Infektionen

Atemwege angewendet werden, wenn diese durch Viren verursacht sind.

Clindamycin-MIP®

mg/ml

Injektionslösung

eignet

sich

nicht

Behandlung

einer

Hirnhautentzündung.

Eine Clindamycin-Behandlung ist u.U. eine mögliche Behandlungsalternative bei Penicillin-

Allergie

(Penicillin-Überempfindlichkeit).

Eine

Kreuzallergie

zwischen

Clindamycin

Penicillin ist nicht bekannt und aufgrund der Strukturunterschiede der Substanzen auch nicht

zu erwarten. Es gibt jedoch in Einzelfällen Informationen über allergische Reaktionen auch

gegen Clindamycin bei Personen mit bereits bestehender Penicillin-Allergie. Dies sollte bei

einer Clindamycin-Behandlung von Patienten mit Penicillin-Allergie beachtet werden.

Auch wenn Ihre Beschwerden sich bessern oder ganz verschwinden, darf die Behandlung

mit Clindamycin ohne Rücksprache mit dem Arzt keinesfalls geändert oder abgebrochen

werden, damit eine erneute Verschlechterung oder ein Wiederauftreten der Erkrankung

verhindert wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Beobachtungen am Menschen haben bisher keine Hinweise auf einen negativen Einfluss

Clindamycin

Schwangerschaft

oder

Gesundheit

Fötus

oder

Neugeborenen ergeben. Dennoch sollten während der Schwangerschaft und Stillzeit Nutzen

und Risiko von Ihrem Arzt sorgfältig abgewogen werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger werden.

Beim gestillten Säugling sind Sensibilisierungen (Erzeugung einer Überempfindlichkeit),

Durchfälle und Sprosspilzbesiedlung nicht auszuschließen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Clindamycin

geringen

oder

mäßigen

Einfluss

Verkehrstüchtigkeit

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen.

Einige

Nebenwirkungen

(z.B.

Schwindel,

Schläfrigkeit,

siehe

Abschnitt

können

Konzentrations-

Reaktionsfähigkeit

beeinträchtigen und die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

einschränken.

Anwendung

von

Clindamycin-MIP®

150

mg/ml

Injektionslösung

mit

anderen

Arzneimitteln

Bitte

informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Clindamycin sollte nicht mit Makrolid-Antibiotika (z. B. Erythromycin) kombiniert werden, da

hierbei eine gegenseitige Wirkungsverminderung nicht auszuschließen ist.

Clindamycin kann aufgrund seiner neuromuskulär-blockierenden Eigenschaften die Wirkung

Muskelrelaxantien

(Arzneimittel

Muskelerschlaffung)

verstärken

(z.B.

Ether,

Tubocurarin,

Pancuroniumhalogenid).

Hierdurch

können

Operationen

unerwartete,

lebensbedrohliche Zwischenfälle auftreten.

Warfarin und gleichartige Medikamente zur Blutverdünnung: Die Wahrscheinlichkeit von

Blutungen kann erhöht sein. Regelmäßige Blutuntersuchungen können erforderlich sein, um

die Blutgerinnung zu überprüfen.

Die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln

("Anti-Baby-Pille") ist bei gleichzeitiger Anwendung von Clindamycin in Frage gestellt. Daher

sollten während der Behandlung mit Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung andere

empfängnisverhütende Maßnahmen zusätzlich angewendet werden.

Clindamycin-MIP®

mg/ml

Injektionslösung

darf

nicht

zusammen

Ampicillin,

Phenytoin-Natrium, Barbituraten, Aminophyllin, Calciumgluconat und Magnesiumsulfat als

gemischte Injektion gegeben werden. Die Verabreichung dieser Arzneistoffe muss getrennt

erfolgen.

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung enthält Benzylalkohol und Natrium

Benzylalkohol kann bei Säuglingen und Kindern bis zu 3 Jahren toxische und allergische

Reaktionen hervorrufen.

Eine Durchstechflasche mit 2 ml Lösung enthält ca. 0,5 mmol (11,5 mg) Natrium, eine

Durchstechflasche

4 ml

Lösung

enthält

1 mmol

(23 mg)

Natrium,

eine

Durchstechflasche mit 6 ml Lösung enthält ca. 1,5 mmol (34,5 mg) Natrium. Wenn Sie eine

kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung anzuwenden?

Arzt

wird

über

notwendige

Dauer

Häufigkeit

Anwendung

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung informieren. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt

oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Dauer

Behandlung

abhängig

Grunderkrankung

Krankheitsverlauf.

Bei Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es

hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung kann intramuskulär injiziert oder intravenös

infundiert

werden.

Clindamycin-MIP®

150 mg/ml

Injektionslösung

darf

keinen

Fall

intravenös injiziert, sondern nur nach Verdünnung infundiert werden.

Bei intramuskulärer Gabe sollte eine Einzeldosis von 600 mg Clindamycin nicht überschritten

werden.

intravenöser

Infusion

Clindamycin-MIP®

150 mg/ml

Injektionslösung

verdünnen, dass die Konzentration nicht mehr als 12 mg Clindamycin pro ml Lösung beträgt.

Dies entspricht einem Endvolumen der verdünnten Lösung von mindestens 25 ml für 2 ml

Clindamycin-MIP®

150 mg/ml

Injektionslösung

(300

Clindamycin),

50 ml

für

4 ml

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung (600 mg Clindamycin) bzw. 75 ml für 6 ml

Clindamycin-MIP®

150 mg/ml

Injektionslösung

(900

Clindamycin).

Infusionsgeschwindigkeit sollte 30 mg Clindamycin pro Minute (2,5 ml/min) nicht übersteigen.

Als Einzelinfusion sollten nicht mehr als 1.200 mg Clindamycin pro Stunde gegeben werden.

Als Lösungsmittel eignen sich z.B. Wasser für Injektionszwecke, Glucoselösung (5 %),

Ringerlactatlösung und physiologische Kochsalzlösung.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahren erhalten

mäßig

schweren

Infektionen

täglich

12 ml

Clindamycin-MIP®

150 mg/ml

Injektionslösung (entsprechend 1,2 bis 1,8 g Clindamycin)

schweren

Infektionen

täglich

18 ml

Clindamycin-MIP®

150 mg/ml

Injektionslösung (entsprechend 2,4 bis 2,7 g Clindamycin)

in 2 bis 4 Einzeldosen.

Die maximale Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre beträgt 32 ml

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung (entsprechend 4,8 g Clindamycin) in 2 bis 4

Einzeldosen.

Kinder

Alter

über

Wochen

Jahre

erhalten

Abhängigkeit

Schweregrad der Infektion 20 bis 40 mg Clindamycin pro kg Körpergewicht in 3 bis 4

Einzeldosen.

Dosierung bei Leber- und Nierenerkrankungen

mäßig

schwerer

schwerer

Einschränkung

Leberfunktion

schwerer

Einschränkung der Nierenfunktion wird Ihr Arzt möglicherweise eine andere Dosierung

verordnen.

obigen

Angaben

sind

lediglich

eine

ungefähre

Vorgabe

für

ansonsten

gesunde Patienten.

Dosierung bei Hämodialyse ("Blutwäsche"):

Clindamycin wird durch Hämodialyse ("Blutwäsche") nicht aus dem Blut entfernt. Es ist daher

vor oder nach einer Dialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich.

Wenn

eine

größere

Menge

von

Clindamycin-MIP®

150

mg/ml

Injektionslösung

angewendet wurde, als vorgesehen

Überdosierungserscheinungen wurden bisher nicht beobachtet. Wenden Sie sich an einen

Arzt oder das Pflegepersonal, wenn Sie annehmen, dass Ihnen eine zu große Menge an

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung verabreicht wurde.

Wenn

die

Behandlung

mit

Clindamycin-MIP®

150

mg/ml

Injektionslösung

unterbrochen oder vorzeitig beendet wird

Wenn die Behandlung unterbrochen oder vorzeitig beendet wird, kann die Infektion erneut

ausbrechen. Setzen Sie das Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Bitte

beachten

Sie,

dass

Clindamycin

sicher

ausreichend

wirken

kann,

wenn

regelmäßig angewendet wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung Nebenwirkungen

haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10 000 Behandelten

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die häufigsten Nebenwirkungen bei einer Clindamycin-Behandlung sind Nebenwirkungen im

Magen/Darmbereich,

welche

häufig

sehr

häufig

auftreten.

umfassen

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall und sind meist leichter Natur. Diese

Nebenwirkungen sind abhängig von der Art der Verabreichung und der Dosis und klingen oft

während oder nach der Behandlung ab.

Allergische Reaktionen kommen gelegentlich bis selten vor.

Nebenwirkungen, die sehr selten auftreten, jedoch sofortige Gegenmaßnahmen erfordern,

sind

pseudomembranöse

Enterocolitis

(schwere

Darmerkrankung,

charakterisiert

durch

wässrige oder mehrmals tägliche Durchfälle, z.T. mit Blut oder Schleim, Fieber und schwere

Bauchkrämpfe) und eine akute Überreaktion des Immunsystems (anaphylaktischer Schock)

(siehe

auch

Abschnitt

Kontaktieren

sofort

Arzt

Symptomen

einer

pseudomembranösen Colitis oder einer akuten Überreaktion des Immunsystems. Der Arzt

wird über ein Absetzen der Therapie und Gegenmaßnahmen entscheiden.

Überempfindlichkeitsreaktionen und anaphylaktischer Schock treten manchmal bereits nach

Erstanwendung auf.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Vorübergehende Auswirkungen auf das Blutbild (toxischer oder

allergischer Natur, in Form von Thrombozytopenie, Leukopenie,

Eosinophilie, Neutropenie, Granulozytopenie oder Agranulozytose)

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Arzneimittelfieber,

Überempfindlichkeitsreaktionen durch Benzylalkohol

Sehr selten:

Anaphylaktischer Schock (Überreaktion des Immunsystems mit

Schwellungen von Gesicht, Gefäßen oder Kehlkopf, Atemnot bis hin

zu Kreislaufversagen)

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich:

Blockade der Übertragung von Nervenreizen auf Muskel

(neuromuskulär-blockierender Effekt; siehe auch Abschnitt 2,

Unterkapitel " Anwendung von Clindamycin-MIP® 150 mg/ml

Injektionslösung mit anderen Arzneimitteln")

Sehr selten:

Störungen der Geschmacks- und Geruchswahrnehmung

Nicht bekannt:

Schwindel, Kopfschmerzen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig bis sehr häufig:

Magen-Darm-Beschwerden, z.B. Bauchschmerzen, Übelkeit,

Erbrechen, Durchfall

Sehr selten:

Pseudomembranöse Enterocolitis (Dickdarmentzündung)

Nicht bekannt:

Entzündungen der Speiseröhre, der Zunge oder der Mundhöhle

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten bis

gelegentlich:

Leichter, vorübergehender Anstieg der Serumtransaminasen

(Laborwerte dieser Enzyme sind ein Maß für die Leberfunktion)

Sehr selten:

Vorübergehende Hepatitis (Leberentzündung) mit Gelbsucht,

verursacht durch einen Gallestau

Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Allergische Reaktionen, z.B. Masern-ähnlicher Ausschlag, Juckreiz,

Nesselsucht

Selten:

Schwellungen (z.B. Quincke-Ödem);

Schwerer Hautausschlag, z.T. mit Blasenbildung oder großflächiger

Abhebung der Haut (Erythema exsudativum multiforme (z.B.

Stevens-Johnson-Syndrom), Lyell-Syndrom);

Juckreiz, Scheidenkatarrh (Ausfluss), abschilfernde und

bläschenbildende Hautentzündung (desquamatöse und bullöse

Dermatitis)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten:

Gelenkschwellungen

Sehr selten:

Gelenkentzündung (Polyarthritis)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich:

Nach intramuskulärer Injektion: Reaktionen an der Injektionsstelle

wie z.B. Schmerzen, Verhärtungen und sterile Abszesse

(Gewebseinschmelzung).

Nach intravenöser Infusion: Reaktionen an der Infusionsstelle wie

z.B. Schmerzen und Venenentzündungen mit Ausbildung eines

Blutgerinnsels (Thrombophlebitis).

Nicht bekannt:

Rasche intravenöse Injektion kann zu Unverträglichkeitsreaktionen in

Form von Hitzegefühl, Brechreiz oder selten zu ernsthaften Herz-

Kreislauf-Störungen (z.B. Blutdruckabfall und Herzstillstand) führen.

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung darf daher nicht

intravenös injiziert, sondern nur als Infusion verabreicht werden.

Hierfür ist Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung vorher zu

verdünnen (siehe auch Abschnitt 3).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE

IST

CLINDAMYCIN-MIP®

150 mg/ml

INJEKTIONSLÖSUNG

AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern. Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor

Licht zu schützen.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Die chemische und physikalische Stabilität nach Verdünnung wurde über 24 Stunden

Lagerdauer bei Raumtemperatur (15°C - 25°C) nachgewiesen. Vom mikrobiologischen

Standpunkt aus, sollte die zubereitete Injektionslösung sofort verbraucht werden. Falls dies

nicht geschieht, liegt die Verantwortung für Lagerungsbedingungen und Lagerdauer beim

Anwender.

Normalerweise

kann

eine

Lagerdauer

Stunden

8°C

überschritten werden, wenn die Zubereitung der Injektionslösung unter kontrollierten und

validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden hat.

Bei Lagerung im Kühlschrank kann es zur Bildung von Kristallen kommen, die sich bei

Raumtemperatur wieder auflösen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass vor der

Applikation alle Kristalle vollständig gelöst sind.

Sie dürfen Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung nach dem auf dem Etikett und

dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung enthält

Der Wirkstoff ist Clindamycinphosphat.

Durchstechflasche

Lösung

enthält

356,4

Clindamycinphosphat,

entsprechend 300 mg Clindamycin.

Durchstechflasche

Lösung

enthält

712,8

Clindamycinphosphat,

entsprechend 600 mg Clindamycin.

Durchstechflasche

Lösung

enthält

1.069,2

Clindamycinphosphat,

entsprechend 900 mg Clindamycin.

sonstigen

Bestandteile

sind

Benzylalkohol

Injektionslösung),

Natriumedetat, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.

Wie Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung aussieht und Inhalt der Packung

Durchstechflaschen mit klarer, farbloser bis leicht gelblicher Injektionslösung.

Clindamycin-MIP®

mg/ml

Injektionslösung

Packungen

oder

Durchstechflaschen mit je 2, 4 oder 6 ml Lösung (entsprechend 300 mg, 600 mg oder

900 mg Clindamycin) erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den

Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

MIP Pharma Austria GmbH

Maria-Theresien-Str. 7/II

A-6020 Innsbruck

Hersteller:

Chephasaar

Chem.-pharm. Fabrik GmbH

Mühlstraße 50

D-66386 St. Ingbert

Z.Nr.: 1-24973

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Clindasol® 150 mg/ml Injektionslösung

Österreich:

Clindamycin-MIP® 150 mg/ml Injektionslösung

Finnland:

Clindamycin MIP 150 mg/ml injektioliuos

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2015.

14-9-2018

Development of an automated multienzymatic biosensor for risk assessment of pesticide contamination in water and food

Development of an automated multienzymatic biosensor for risk assessment of pesticide contamination in water and food

Published on: Mon, 27 Aug 2018 00:00:00 +0200 The goal of this research is to better address the problems related to the widespread presence of pesticides in the environment. Despite the unquestionable utility of the pesticides against various pests in the agricultural field, most pesticides and the corresponding pesticide residues are toxic to the environment and hazardous to human health. The recent literature on organophosphate compounds emphasises a clear correlation between their use and the occurr...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

10-8-2018

Sivextro (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Sivextro (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Sivextro (Active substance: tedizolid phosphate) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5522 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2846/T/28

Europe -DG Health and Food Safety

2-8-2018

EU/3/18/2047 (Glycomine SARL)

EU/3/18/2047 (Glycomine SARL)

EU/3/18/2047 (Active substance: Liposomal mannose-1-phosphate) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5279 of Thu, 02 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/055/18

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

EU/3/02/124 (BioMarin International Limited)

EU/3/02/124 (BioMarin International Limited)

EU/3/02/124 (Active substance: 3,4-diaminopyridine phosphate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)4095 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/050/02/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

30-5-2018

Clindamycin AbZ 300 mg Hartkapseln

Rote - Liste