Clarithromycin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Clarithromycin 1A Pharma 250 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 14 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Clarithromycin 1A Pharma 250 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Clarithromycin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-26246
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-02-2006
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Clarithromycin 1A Pharma 250 mg - Filmtabletten

Clarithromycin 1A Pharma 500 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Clarithromycin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Clarithromycin 1A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Clarithromycin 1A Pharma beachten?

Wie ist Clarithromycin 1A Pharma einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Clarithromycin 1A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST CLARITHROMYCIN 1A PHARMA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Clarithromycin ist ein Antibiotikum aus der Reihe der Makrolid-Antibiotika.

Antibiotika

hemmen

Wachstum

bestimmten

Bakterien

(Krankheitserreger),

Infektionen hervorrufen.

Clarithromycin wird bei Infektionen, die durch Clarithromycin-empfindliche Erreger verursacht

werden, angewendet.

Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich

wie z. B. Mandelentzündung, Rachenentzündung, Entzündungen der Nebenhöhlen. Bei

Ohrenentzündungen liegen bis jetzt keine Erfahrungen vor.

Infektionen der unteren Atemwege

wie z. B. Bronchitis und Lungenentzündung

Infektionen der Haut

Eiterflechte

(Impetigo),

Wundrose

(Erysipel),

Entzündungen

Haarwurzel

(Follikulitis), tiefgehende Entzündungen des Haarbalges (Furunkulose), Wundinfektion

In Kombination mit einer geeigneten antibakteriellen Behandlung und einem adäquaten

Magenpräparat

Behandlung

Helicobacter

pylori

Vorbeugung

wiederkehrenden Geschwüren im Verdauungstrakt bei Patienten mit Geschwüren, die durch

Helicobacter pylori verursacht wurden (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Clarithromycin 1A Pharma

einzunehmen?“).

Clarithromycin

Pharma

wird

Erwachsenen

Jugendlichen

über

Jahren

angewendet.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON CLARITHROMYCIN 1A PHARMA

BEACHTEN?

Clarithromycin 1A Pharma darf nicht eingenommen werden

wenn

allergisch

gegen

Clarithromycin,

andere

Makrolid-Antibiotika

(wie

z.B.

Erythromycin oder Azithromycin) oder gegen einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn

gleichzeitig

Ergotamin

oder

Dihydroergotamin

(Mutterkornalkaloide),

Ticagrelor

oder

Ranolazin

(zur

Verhinderung

Blutgerinnseln,

Behandlung

Herzerkrankungen), Colchicin (zur Behandlung von Gicht) behandelt werden

wenn

gleichzeitig

Cisaprid

(Behandlung

Magen-/Darmerkrankungen),

Pimozid (Beruhigungsmittel), Terfenadin oder Astemizol (gegen Heuschnupfen oder zur

Allergiebehandlung)

behandelt

werden,

Kombination

dieser

Arzneimittel

manchmal schwerwiegende Störungen des Herzrhythmus auslösen kann. Fragen Sie

Ihren Arzt bzgl. alternativer Arzneimittel um Rat.

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen,

denen

bekannt

ist,

dass

schwerwiegende Störungen des Herzrhythmus auslösen

wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel einnehmen

(Lovastatin oder Simvastatin)

wenn Sie einen zu geringen Kaliumgehalt (Hypokaliämie) im Blut haben, da dies zu

schweren Herzrhythmusstörungen führen kann

wenn Sie eine Herzrhythmusstörung (ventrikuläre Arrhythmie, einschließlich Torsade de

pointes) oder Abweichung im EKG (Elektrokardiogramm, Aufzeichnung der elektrischen

Aktivität des Herzens), die „Long-QT-Syndrom“ genannt wird, schon einmal hatten oder

derzeit haben.

wenn

unter

einer

schweren

Leberfunktionsstörung

einer

gleichzeitigen

Nierenfunktionsstörung leiden

wenn Sie gleichzeitig mit Midazolam (bei Angst oder als Schlafmittel) zum Einnehmen

behandelt werden

Wenn Sie denken, dass eine dieser genannten Voraussetzungen auf Sie zutrifft, konsultieren

Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Clarithromycin.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Clarithromycin 1A Pharma einnehmen

wenn Sie eine eingeschränkte Leberfunktion haben, da Clarithromycin hauptsächlich

über die Leber ausgeschieden wird; daher dürfen Sie Clarithromycin 1A Pharma nur mit

Vorsicht

einnehmen.

Wenn

Symptome

einer

Lebererkrankung

auftreten,

Appetitlosigkeit, Gelbsucht, Verfärbung des Urins oder Schmerzen im Bauchraum, ist die

Behandlung abzubrechen und ein Arzt zu konsultieren.

wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Die Clarithromycin-Dosis muss

entsprechend dem Grad der Einschränkung reduziert werden (siehe auch Abschnitt 3.

„Wie ist Clarithromycin 1A Pharma einzunehmen?“). Bei älteren Patienten muss eine

Nierenfunktionseinschränkung bedacht werden.

wenn Sie überempfindlich gegenüber Lincomycin oder Clindamycin (beide Arzneistoffe

sind

Antibiotika)

reagieren.

besteht

Gefahr,

dann

auch

Clarithromycin

überempfindlich zu reagieren. Eine Verordnung von Clarithromycin 1A Pharma muss in

diesem Fall mit Vorsicht erfolgen.

wenn

Ihnen

Herzgefäßerkrankungen,

bekannte

unregelmäßige

Herztätigkeit

(Herzrhythmusstörungen), schwere Herzschwäche, Störungen des Elektrolythaushaltes

und/oder ein abnormal niedriger Magnesiumspiegel im Blut (Hypomagnesiämie) oder

langsamer

Puls

(Puls

<

Schläge/min)

vorliegen

aufgrund

Risikos

einer

Verlängerung

QT-Intervalls

oder

wenn

gleichzeitig

andere

Arzneimittel

einnehmen,

einer

Verlängerung

QT-Intervalls

führen.

Patienten

angeborener oder nachweisbar erworbener QT-Verlängerung dürfen Clarithromycin 1A

Pharma

nicht

einnehmen

(siehe

Abschnitte

„Clarithromycin

Pharma

darf

nicht

eingenommen werden“ und „Einnahme von Clarithromycin 1A Pharma zusammen mit

anderen Arzneimitteln“).

wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

Orale Antidiabetika/Insulin:

Die gleichzeitige Anwendung von oralen Antidiabetika/Insulin und Clarithromycin kann zu

einem Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) führen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass H. pylori eine Unempfindlichkeit (Resistenz)

gegen Clarithromycin entwickelt.

Die längerfristige oder wiederholte Anwendung von Clarithromycin kann zu einer erneuten

Infektion

(Superinfektion)

nicht

empfindlichen

Erregern

führen.

Zeichen

einer

möglichen Folgeinfektion (Fieber, Verschlechterung des Allgemeinzustandes) ist zu achten.

Tritt eine derartige Superinfektion auf, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, damit er über das

weitere Vorgehen (z. B. Absetzen der Therapie mit Clarithromycin 1A Pharma bzw. Einleiten

einer anderen Therapie) entscheiden kann.

Eine ernst zu nehmende schwere Schleimhautentzündung des Darms (pseudomembranöse

Kolitis) - deren Schweregrad im Bereich von leicht bis lebensbedrohend liegen kann - wurde

in Zusammenhang mit der Anwendung von Clarithromycin berichtet. Wenden Sie sich daher

bitte an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen schwere, anhaltende, manchmal blutig-schleimige

Durchfälle,

eventuell

krampfartigen

Bauchschmerzen

während

oder

nach

Behandlung mit Clarithromycin 1A Pharma auftreten. Arzneimittel, die die Magentätigkeit

hemmen, dürfen auf keinen Fall angewendet werden.

Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Colchicin enthalten (ein Mittel zur Behandlung der

Gicht), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Es gab Berichte über teilweise schwere

Nebenwirkungen,

insbesondere

älteren

Patienten

oder

Patienten

Nierenfunktionsstörungen. Colchicin darf nicht gemeinsam mit Clarithromycin angewendet

werden (siehe Abschnitt „Clarithromycin 1A Pharma darf nicht eingenommen werden“).

Falle

einer

schweren

Überempfindlichkeitsreaktion,

Anaphylaxie,

schwere

Hautveränderungen

bzw.

Abschälen

Haut,

hohes

Fieber,

Schwächegefühl,

Gesichtsschwellungen, Einblutungen unter der Haut, Gelenksbeschwerden oder Magen-

/Darm-Beschwerden muss die Therapie mit Clarithromycin sofort abgebrochen und ein Arzt

verständigt werden.

Clarithromycin hemmt das Stoffwechselenzym CYP3A4. Die gleichzeitige Anwendung von

anderen Arzneimitteln, die weitgehend über dieses Enzym abgebaut werden, muss auf Fälle

mit eindeutiger Indikation beschränkt werden (siehe Abschnitt „Einnahme von Clarithromycin

1A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Einnahme von Clarithromycin 1A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen:

Digoxin, Chinidin oder Disopyramid (Herzpräparate)

Warfarin (Blutverdünnungsmittel)

Ergotamin, Dihydroergotamin oder Eletriptan (gegen Migräne)

Carbamazepin, Valproat oder Phenytoin (Mittel zur Behandlung der Epilepsie oder

bipolarer Störungen (manische Depression))

Colchicin (gegen Gicht)

Theophyllin (gegen Asthma oder Emphysem)

Terfenadin oder Astemizol (gegen Heuschnupfen oder Allergie)

Triazolam, Alprazolam, oder Midazolam intravenös oder in der Mundhöhle

angewendet (gegen Angstzustände oder zum Einschlafen)

Cisapirid oder Omeprazol (gegen Magenerkrankungen)

Quetiapin, Pimozid, Ziprasidon oder Johanniskraut (gegen Schizophrenie oder

andere psychiatrische Erkrankungen)

Zidovudin, Ritonavir, Atazanavir, Saquinavir, Nevirapin oder Efavirenz oder Etravirin

(gegen HIV)

Rifabutin (ein Antibiotikum gegen manche Infektionen)

Itraconazol oder Fluconazol (gegen Pilzinfektionen)

Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil (gegen erektile Dysfunktion - Potenzmittel)

Tolterodin (Behandlung der überaktiven Blase)

Methylprednisolon (ein Steroid zur Behandlung von Entzündungen)

Vinblastin (Krebsmittel)

Aprepitant (zur Prävention von Übelkeit während einer Chemotherapie)

Cilostazol (zur Verbesserung der Beindurchblutung)

Rifampicin, Rifapentin (zur Behandlung der Tuberkulose)

Jegliches ß-Lactamantibiotikum (bestimmte Penicilline und Cephalosporinantibiotika)

Tacrolimus oder Cyclosporin (nach Organtransplantationen)

Nateglinid oder Repaglinid (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit)

Aminoglykoside (bestimmte Antibiotika zur Behandlung von Infektionen)

Kalziumkanalblocker (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

Arzneimittel gegen zu hohen Cholesterinspiegel (wie z.B. Lovastatin oder

Simvastatin)

Einnahme

von

Clarithromycin

1A

Pharma

zusammen

mit

Nahrungsmitteln

und

Getränken

Clarithromycin 1A Pharma kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Nahrungsmittel haben keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Nahrungsmittel führen lediglich

zu einer leichten Verzögerung der Aufnahme von Clarithromycin.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Über die Anwendung entscheidet der Arzt.

Die Sicherheit von Clarithromycin während der Schwangerschaft oder der Stillzeit wurde

nicht nachgewiesen. Clarithromycin 1A Pharma darf daher während der Schwangerschaft

bzw. der Stillzeit nur angewendet werden, wenn davon ausgegangen werden kann, dass der

Nutzen das Risiko überwiegt. Clarithromycin geht in die Muttermilch über.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Es liegen keine Daten über Auswirkungen von Clarithromycin auf die Verkehrstüchtigkeit

oder das Bedienen von Maschinen vor. Vor der Entscheidung, ob ein Patient Auto fahren

oder Maschinen bedienen kann, muss die Möglichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen

Benommenheit,

Schwindel,

Verwirrtheit

Desorientierung

Betracht

gezogen

werden.

Clarithromycin 1A Pharma enthält Lactose.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Clarithromycin 1A Pharma erst nach

Rücksprache

Ihrem

Arzt

ein,

wenn

Ihnen

bekannt

ist,

dass

unter

einer

Zuckerunverträglichkeit leiden.

Clarithromycin 1A Pharma enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

3.

WIE IST CLARITHROMYCIN 1A PHARMA EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Die Dosierung von Clarithromycin ist abhängig vom klinischen Zustand des Patienten und

muss in jedem Fall vom Arzt festgelegt werden. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten

folgende Dosierungsrichtlinien:

Übliche Dosierung:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen morgens und abends je 250 mg

Clarithromycin. Je nach Schweregrad der Infektionen kann die Tagesdosis auf zweimal

täglich 500 mg erhöht werden.

Behandlung zur Elimination von Helicobacter pylori bei Jugendlichen und Erwachsenen:

Die übliche Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren ist 2 x täglich 500 mg

Clarithromycin über mindestens 7 Tage. Diese Dosierung oder die Therapiedauer können

gegebenenfalls vom Arzt geändert werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Ihr Arzt wird die Dosis gegebenenfalls anpassen.

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Ihr Arzt wird die Dosis gegebenenfalls anpassen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Einnahme von Clarithromycin 1A Pharma kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

Dauer

Behandlung

wird

Ihrem

Arzt

festgelegt.

bakteriellen

Infektionskrankheiten richtet sich die Behandlungsdauer nach dem Verlauf der Erkrankung.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung oder Behandlungsdauer. Wenn

Sie glauben, dass das Arzneimittel zu schwach oder zu stark wirkt, so sprechen Sie mit

Ihrem Arzt oder Apotheker.

Kinder unter 12 Jahren

Clarithromycin Tabletten sind für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Für Kinder unter 12 Jahren stehen andere Darreichungsformen zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Clarithromycin 1A Pharma eingenommen haben als

Sie sollten

Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn Sie versehentlich zu viel Clarithromycin 1A Pharma

eingenommen haben oder ein Kind versehentlich mehrere Tabletten geschluckt hat. Bei

Überdosierung können u.a. Erbrechen und Magen-/Darm-Beschwerden auftreten.

Hinweis für den Arzt:

Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Clarithromycin 1A Pharma vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Einnahme von Clarithromycin 1A Pharma vergessen haben, sollten

Sie diese so rasch als möglich nachholen. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten an einem Tag

ein als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.

Wenn Sie die Einnahme von Clarithromycin 1A Pharma abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf

die Behandlung mit Clarithromycin keinesfalls ohne Rücksprache mit dem Arzt geändert oder

abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der

Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, beenden Sie die Clarithromycin-

Einnahme und wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt:

Schwerer, langanhaltender Durchfall, der mit Schleim- bzw. Blutbeimengungen

durchsetzt sein kann. Durchfall kann auch noch innerhalb von 2 Monaten nach der

Clarithromycin-Behandlung auftreten.

Hautausschlag, Atemprobleme, Bewusstlosigkeit oder Schwellung von Gesicht und

Rachen. Kontaktieren Sie sofort einen Arzt, da diese Anzeichen einer schweren

allergischen Reaktion sein können, die einer Notfallbehandlung bedürfen.

Appetitverlust, Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht), dunkler Urin, Juckreiz oder

Bauchspannen. Kontaktieren Sie sofort einen Arzt, da dies Anzeichen für ein

Leberversagen sein kann.

Schwere Hautreaktionen, wie Blasenbildung der Haut, Mund, Lippen, Augen und

Genitalien (Symptome einer seltenen allergischen Reaktion, genannt Stevens-

Johnson Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse) oder ein roter, schuppiger

Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen (exanthematische Pustulose).

Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Muskelschmerzen oder –schwäche, bekannt als Rhabdomyolyse (Zerfall von

Muskelzellen, kann in weiterer Folge zu Nierenproblemen führen).

Weitere Nebenwirkungen:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schlaflosigkeit

Störung des Geschmacksempfindens, Kopfschmerzen, Geschmacksstörung

Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörung (Dyspepsie), Übelkeit, Bauchschmerzen

abnormaler Leberfunktionstest

Hautausschlag, übermäßiges Schwitzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Kandidosen und Vaginalinfektionen

Veränderungen im Blutbild (Leukopenie, Neutropenie, Eosinophilie), Blutarmut (Anämie)

Störungen der weißen Blutzellen

Überempfindlichkeit

Appetitlosigkeit,

gesteigerter

Appetit,

Veränderungen

Elektrolythaushalts

(Hyperchlorämie, Hyperurikämie, Hypokalziämie)

Angstgefühl

Benommenheit, Schläfrigkeit, Zittern, Schwindelgefühl

Bindehautentzündung, Sehstörungen

Drehschwindel, Hörstörungen, Tinnitus

Herzrhythmusstörungen (Herzrasen, Verlängerung des QT-Intervalls)

Schnupfen, Asthma, erschwertes Atmen, Lungenerkrankungen

Entzündungen

(Gastritis,

Stomatitis,

Glossitis),

Blähungen,

Verstopfung,

Mundtrockenheit, Aufstoßen, Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt

Gallenstauung,

Leberentzündung,

Erhöhung

bestimmter

Leberwerte

(Alanin-

Aminotransferase,

Aspartat-Aminotransferase,

γ-Glutamyltransferase,

Hyperbilirubinämie)

Juckreiz, Nesselsucht, trockene Haut, Ekzem

Rückenschmerzen

zu viele Proteine im Harn, Blut im Harn, Eiter im Harn

Ausfluss aus dem Genitalbereich

Krankheitsgefühl, Schwächegefühl, Schmerzen im Brustraum, Schwellungen im Gesicht,

Schmerzen, Durst, Schüttelfrost, Müdigkeit

Erhöhung

bestimmter

Laborwerte

alkalische

Phosphatase,

Blutlaktatdehydrogenase)

Häufigkeit

nicht

bekannt

(Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar):

Hautrötung (Erysipel, Erythrasma)

Veränderungen im Blutbild (Thrombozytopenie, Agranulozytose)

schwere allergische Reaktion, Angioödem (Haut- und Schleimhautschwellungen)

niedriger Blutzuckerspiegel

psychotische

Störung,

Manie,

Verwirrtheit,

Depersonalisation,

Depression,

Desorientierung, Halluzinationen, abnormale Träume

Krämpfe, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Missempfindungen (Parästhesie)

Taubheit, Hörverlust

Herzrhythmusstörungen

(Torsade

pointes,

ventrikuläre

Tachykardie),

Kammerflimmern

Blutungen

akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, Verfärbungen der Zunge, Verfärbungen der

Zähne

arzneimittelinduzierter Ausschlag, Akne

Nierenversagen, entzündliche Erkrankung der Niere

Verlängerung der Blutungszeit, veränderte Farbe des Urins

In dem unwahrscheinlichen Fall, dass ihre Infektion durch Erreger ausgelöst wurde, welche

durch

Clarithromycin

nicht

behandelt

werden

können,

werden

sich

Ihre

Beschwerden

verschlimmern. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, wenden Sie sich an ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST CLARITHROMYCIN 1A PHARMA AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Umkarton/der

Blisterpackung

nach

„Verwendbar

bis“/„Verw.

bis“

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie das Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Clarithromycin 1A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist Clarithromycin.

Clarithromycin 1A Pharma 250 mg - Filmtabletten:

1 Tablette enthält 250 mg Clarithromycin.

Clarithromycin 1A Pharma 500 mg - Filmtabletten

1 Tablette enthält 500 mg Clarithromycin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

mikrokristalline Cellulose

Magnesiumstearat

Croscarmellose-Natrium

Cellulosepulver

hochdisperses Siliciumdioxid

Tablettenüberzug:

Opadry, OY-L-28900 weiß, bestehend aus:

Lactose-Monohydrat

Titandioxid (E 171)

Hypromellose

Macrogol 4000

Wie Clarithromycin 1A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, längliche und konvexe Filmtabletten mit einer Bruchrille auf beiden Seiten.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgrößen:

Clarithromycin 1A Pharma 250 mg - Filmtabletten: 14 Filmtabletten

Clarithromycin 1A Pharma 500 mg - Filmtabletten: 7 und 14 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

1A Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Sandoz S.R.L., 540472 Targu-Mures, Rumänien

Z.Nr.:

Clarithromycin 1A Pharma 250 mg - Filmtabletten: 1-26246

Clarithromycin 1A Pharma 500 mg - Filmtabletten: 1-26245

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome einer Überdosierung:

Aus Berichten geht hervor, dass bei Einnahme großer Mengen von Clarithromycin mit dem

Auftreten gastrointestinaler Symptome gerechnet werden muss. Überdosierungssymptome

können mit dem Nebenwirkungsprofil weitgehend übereinstimmen. Ein Patient mit einer

bipolaren Störung in der Anamnese nahm 8 Gramm Clarithromycin ein und zeigte danach

einen beeinträchtigten Mentalzustand, paranoides Verhalten, Hypokaliämie und Hypoxämie.

Behandlung einer Überdosierung:

Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit einer Überdosierung auftreten, sollten durch

die rasche Entfernung von noch nicht resorbiertem Wirkstoff (wie z.B. durch Magenspülung)

und entsprechende unterstützende Maßnahmen behandelt werden.

Clarithromycin ist wie andere Makrolide nicht hämodialysierbar und durch Peritonealdialyse

nicht zu entfernen.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

4-6-2018

Clarithromycin-ratiopharm® Granulat

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