Ciproxine

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ciproxine Filmtablette 250 mg
  • Dosierung:
  • 250 mg
  • Darreichungsform:
  • Filmtablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ciproxine Filmtablette 250 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Fluorchinolone

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE146657
  • Letzte Änderung:
  • 07-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Ciproxine 250 mg Filmtabletten

Ciprofloxacin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Ciproxine und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ciproxine beachten?

Wie ist Ciproxine einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ciproxine aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Ciproxine und wofür wird es angewendet?

Ciproxine enthält den Wirkstoff Ciprofloxacin. Ciprofloxacin ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der

Fluorchinolone gehört. Ciprofloxacin wirkt, indem es Bakterien abtötet, die Infektionen verursachen.

Es wirkt nur bei bestimmten Bakterienstämmen.

Erwachsene

Ciproxine wird bei Erwachsenen zur Behandlung der folgenden bakteriellen Infektionen angewendet:

Bestimmte Infektionen der Atemwege

Bestimmte lang anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündungen der Ohren oder der Nasen-

nebenhöhlen

Harnwegsinfektionen

Infektionen der Geschlechtsorgane bei Männern und Frauen

Infektionen des Magen-Darm-Trakts und Infektionen des Bauchraums

Bestimmte Infektionen der Haut und der Weichteilgewebe

Infektionen der Knochen und Gelenke

Vorbeugung gegen Infektionen durch das Bakterium Neisseria meningitidis

Behandlung nach einer Inhalation von Milzbranderregern

Ciprofloxacin kann zur Behandlung von Patienten angewendet werden, bei denen eine verminderte

Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) und Fieber vorliegt, bei dem der Verdacht

besteht, durch eine bakterielle Infektion bedingt zu sein.

Wenn Sie unter einer schweren Infektion leiden oder einer Infektion, die von verschiedenen

Bakterientypen verursacht wird, werden Sie möglicherweise eine zusätzliche antibiotische Behandlung

zu Ciproxine bekommen.

Kinder und Jugendliche

Ciproxine wird bei Kindern und Jugendlichen unter Aufsicht eines hierauf spezialisierten Arztes zur

Behandlung der folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt:

Infektionen der Lunge und der Bronchien bei Kindern und Jugendlichen, die an zystischer Fibrose

1/10

leiden

komplizierte Infektionen der Harnwege, einschließlich Infektionen mit Beteiligung der

Nierenbecken (Pyelonephritis)

Behandlung nach einer Inhalation von Milzbranderregern

Ciproxine kann auch zur Behandlung von anderen speziellen schweren Infektionen bei Kindern und

Jugendlichen eingesetzt werden, wenn Ihr Arzt dies als notwendig ansieht.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ciproxine beachten?

Ciproxine darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff, andere Chinolonpräparate oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie Tizanidin einnehmen (siehe Abschnitt 2: Bei Einnahme von Ciproxine zusammen mit

anderen Arzneimitteln).

Warhinweise und Vorsichtmaßname

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie Ciproxine einnehmen:

wenn Sie jemals Nierenprobleme hatten, da Ihre Behandlung eventuell angepasst werden muss

wenn Sie unter Epilepsie oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden

wenn Sie in der Vergangenheit Sehnenprobleme bei einer früheren Behandlung mit Antibiotika

wie Ciproxine hatten

wenn Sie zuckerkrank sind, denn Sie laufen unter Ciprofloxacin eventuell Gefahr auf

Unterzuckerungwenn Sie unter Myasthenia gravis leiden (ein Typ der Muskelschwäche), denn die

Symptome können sich verschlimmern

wenn Sie Herzprobleme haben. Vorsicht ist bei der Anwendung von Ciprofloxacin geboten, wenn

Sie mit einem verlängerten QT-Intervall (sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung der

Herzaktivität) geboren wurden oder dies in der Vergangenheit in Ihrer Familie aufgetreten ist, Ihr

Salzhaushalt im Blut gestört ist (insbesondere bei niedrigem Kalium- oder Magnesiumspiegel im

Blut), Ihr Herzrhythmus sehr langsam ist (so genannte „Bradykardie“), bei Ihnen eine

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) vorliegt, Sie in der Vergangenheit einen Herzinfarkt

(Myokardinfarkt) hatten, Sie eine Frau oder ein älterer Patient sind oder Sie andere Arzneimittel

einnehmen, die zu anormalen EKG-Veränderungen führen (siehe Abschnitt 2:Bei Einnahme von

Ciproxine zusammen mit anderen Arzneimitteln)

wenn Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie an einem Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel

(G6PD) leiden, da Sie sonst das Risiko einer Blutarmut durch Ciprofloxacin erleiden.

Für die Behandlung bestimmter Infektionen der Geschlechtsorgane kann Ihr Arzt zusätzlich zu

Ciprofloxacin ein weiteres Antibiotikum verschreiben. Wenn sich die Symptome nach

3 Behandlungstagen nicht bessern, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Während der Einnahme von Ciproxine

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn eines der folgenden Ereignisse während der Einnahme

von Ciproxine eintritt. Ihr Arzt wird entscheiden, ob die Behandlung mit Ciproxine beendet werden

muss.

Schwere, plötzliche Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische/r Reaktion/Schock,

Angioödem). Schon bei der ersten Einnahme besteht eine geringe Gefahr, dass Sie eine schwere

allergische Reaktion erleiden, die sich in folgenden Symptomen äußern kann: Engegefühl in der

Brust, Gefühl von Schwindel, Übelkeit oder drohende Ohnmacht oder Schwindelgefühl beim

Aufstehen. Sollte dies eintreten, beenden Sie die Einnahme von Ciproxine und wenden sich

unverzüglich an Ihren Arzt.

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Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und Sehnenentzündungen können

gelegentlich auftreten, insbesondere wenn Sie älter sind und gleichzeitig mit Kortikosteroiden

behandelt werden. Entzündungen und Risse der Sehnen können bereits innerhalb der ersten

48 Stunden nach Behandlungsbeginn oder noch bis zu mehreren Monaten nach Absetzen der

Ciproxine-Behandlung auftreten. Beim ersten Anzeichen von Schmerzen oder einer Entzündung

beenden Sie die Einnahme von Ciproxine, wenden Sie sich an Ihren Arzt und stellen den

schmerzenden Körperabschnitt ruhig. Vermeiden Sie jede unnötige Anstrengung, da dies das

Risiko eines Sehnenrisses erhöhen kann.

Wenn Sie unter Epilepsie oder anderen neurologischen Erkrankungen wie zerebrale Ischämie

oder Schlaganfall leiden, könnten Nebenwirkungen auftreten, die mit dem zentralen Nervensystem

in Zusammenhang stehen. Wenn ein Krampfanfall auftritt, beenden Sie die Einnahme von

Ciproxine und wenden sich sofort an Ihren Arzt.

Es ist möglich, dass Beschwerden einer Nervenschädigung wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln,

Benommenheit und/oder Muskelschwäche auftreten. Wenn dies passiert, beenden Sie die

Einnahme von Ciproxine und wenden sich sofort an Ihren Arzt.

Es ist möglich, dass psychiatrische Reaktionen nach der ersten Einnahme von Ciproxine

auftreten. Wenn Sie unter Depressionen oder einer Psychose leiden, können sich Ihre Symptome

unter der Behandlung mit Ciproxine verschlimmern. In seltenen Fällen kann eine Depression oder

Psychose zu Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen oder einem vollendeten Selbstmord

führen. Wenn dies passiert, wenden sich sofort an Ihren Arzt.

Unterzuckerung wurde am meisten bei Diabetikern gemeldet, vor allem bei älteren Personen.

Sollte dies auftreten, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

Während der Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Ciproxine, und selbst mehrere Wochen

nachdem Sie die Behandlung beendet haben, können Durchfälle auftreten. Bei starkem oder

anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder Schleim enthält,

beenden Sie die Einnahme von Ciproxine sofort, und wenden Sie sich an Ihren Arzt, da dies

lebensbedrohlich sein kann. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten

oder verlangsamen.

Bei einer Beeinträchtigung des Sehens oder der Augen wenden Sie sich bitte umgehend an

Ihren Augenarzt.

Ihre Haut reagiert empfindlicher auf Sonnenlicht und UV-Licht, wenn Sie Ciproxine

einnehmen. Setzen Sie sich daher nicht starker Sonneneinstrahlung oder künstlichem UV-Licht,

wie z.B. auf einer Sonnenbank, aus.

Informieren Sie den Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie Ciproxine einnehmen, wenn Sie eine

Blut- oder Urinprobe abgeben müssen.

Wenn Sie an Nierenproblemen leiden, informieren Sie Ihren Arzt, da Ihre Dosis gegebenenfalls

angepasst werden muss.

Ciproxine kann Leberschäden verursachen. Wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen

wie Appetitverlust, Gelbsucht (gelb werden der Haut), dunkler Urin, Juckreiz oder

schmerzempfindlicher Bauch, wenden sich sofort an Ihren Arzt.

Ciproxine kann zu einer Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen führen, und Ihre

Widerstandskraft gegen Infektionen kann vermindert werden. Wenn Sie eine Infektion mit

Symptomen wie Fieber und schwerwiegender Verschlechterung des Allgemeinzustandes, oder

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Fieber zusammen mit lokalen Infektionssymptomen wie Hals-/Rachen-/Mundschmerzen oder

Schmerzen beim Wasserlassen haben, sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen. Eine

Blutabnahme kann eine mögliche Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)

zeigen. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt über die Arzneimittel informieren, die Sie nehmen.

Bei Einnahme von Ciproxine zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor

kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel

handelt.

Nehmen Sie Ciproxine und Tizanidin nicht zusammen ein, da dies Nebenwirkungen wie niedrigen

Blutdruck und Schläfrigkeit verursachen kann (siehe Abschnitt 2: Ciproxine darf nicht eingenommen

werden).

Von folgenden Arzneimitteln ist bekannt, dass sie zu Wechselwirkungen mit Ciproxine in Ihrem

Körper führen. Wird Ciproxine zusammen mit diesen Arzneimitteln eingenommen, kann die

therapeutische Wirkung dieser Arzneimittel beeinträchtigt werden. Außerdem kann sich die

Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen erhöhen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Warfarin, Acenocumarol, Phenprocoumon oder Fluindion) oder

andere gerinnungshemmende Arzneimittel zum Einnehmen (zur Blutverdünnung)

Probenecid (bei Gicht)

Methotrexat (bei bestimmten Krebserkrankungen, Schuppenflechte, rheumatoider Arthritis)

Theophyllin (bei Atembeschwerden)

Tizanidin (zur Entspannung der Skelettmuskulatur bei multipler Sklerose)

Olanzapin (ein Antipsychotikum)

Clozapin (ein Antipsychotikum)

Ropinirol (bei Parkinson-Krankheit)

Phenytoin (bei Epilepsie)

Metoclopramid (bei Übelkeit und Erbrechen)

Ciclosporin (bei Hauterkrankungen, rheumatoider Arthritis und Organtransplantation)

Andere Arzneimittel, die Ihren Herzrhythmus verändern können: Arzneimittel, die zur Gruppe der

Antiarrhythmika gehören (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol,

Dofetilid, Ibutilid), trizyklische Antidepressiva, einige antimikrobielle Wirkstoffe (die zur Gruppe

der Makrolide gehören), einige Antipsychotika

Zolpidem (bei Schlafstörungen)

Ciproxine kann die Konzentration der folgenden Arzneimittel in Ihrem Blut erhöhen:

Pentoxifyllin (bei Kreislauferkrankungen)

Koffein

Duloxetin (bei Depression, diabetischen Nervenschädigungen oder Inkontinenz)

Lidocain (bei Herzerkrankungen oder als Narkosemittel)

Sildenafil (z. B. bei erektiler Dysfunktion)

Agomelatin (bei Depression)

Einige Arzneimittel vermindern die Wirkung von Ciproxine. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn

Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen oder einnehmen möchten:

Antazida (Arzneimittel gegen Übersäuerung des Magens)

Omeprazol

Mineralergänzungsmittel

Sucralfat

Einen polymeren Phosphatbinder (z.B. Sevelamer oder Lanthancarbonat)

Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel, die Kalzium, Magnesium, Aluminium oder Eisen

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enthalten.

Wenn Sie diese Präparate unbedingt benötigen, nehmen Sie Ciproxine circa zwei Stunden vorher oder

nicht früher als vier Stunden nachher ein.

Bei Einnahme von Ciproxine zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Wenn Sie Ciproxine nicht zu den Mahlzeiten einnehmen, essen oder trinken Sie bei Einnahme der

Tabletten nicht gleichzeitig Milchprodukte (wie Milch oder Joghurt) oder mit Kalzium angereicherte

Getränke, da diese Produkte die Aufnahme des Wirkstoffs beeinträchtigen können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie Schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Vorzugsweise sollte die Einnahme von Ciproxine während der Schwangerschaft vermieden werden.

Wenn Sie stillen, dürfen Sie Ciproxine nicht einnehmen, weil Ciprofloxacin in die Muttermilch geht

und Ihrem Kind schaden kann.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ciproxine kann Ihre Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Es kann zu einigen Nebenwirkungen am

Nervensystem kommen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie wissen, wie Sie auf Ciproxine reagieren, ehe

Sie sich an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen. In Zweifelsfällen fragen Sie

bitte Ihren Arzt.

3.

Wie ist Ciproxine einzunehmen?

Ihr Arzt wird Ihnen genau erklären, in welcher Dosis und Häufigkeit und für welchen Zeitraum Sie

Ciproxine einnehmen müssen. Dies ist von der Art und Schwere der Infektion abhängig, an der Sie

erkrankt sind.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie unter Nierenproblemen leiden, da Ihre Dosis gegebenenfalls

angepasst werden muss.

Die Behandlung dauert üblicherweise 5 bis 21 Tage, kann jedoch bei schweren Infektionen länger

sein. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der mit Ihrem Arzt getroffenen Absprache.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, wie viele

Tabletten Sie einnehmen sollen und wie Sie Ciproxine einnehmen sollen.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit viel Flüssigkeit ein. Sie sollten die Tabletten wegen

ihres unangenehmen Geschmacks nicht kauen.

Versuchen Sie, die Tabletten möglichst täglich zu etwa der gleichen Zeit einzunehmen.

Sie können die Tabletten zusammen mit einer Mahlzeit oder unabhängig von den Mahlzeiten

einnehmen. Eine kalziumhaltige Mahlzeit wird die Aufnahme des Wirkstoffs nur unwesentlich

beeinflussen. Nehmen Sie jedoch Ciproxine Tabletten nicht mit Milchprodukten, wie Milch

oder Joghurt, oder mit Mineralsstoffen angereicherten Getränken (z.B. mit Kalzium

angereicherter Orangensaft) ein.

Achten Sie darauf, dass Sie während der Behandlung mit dieses Arzneimittel ausreichend Flüssigkeit

zu sich nehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ciproxine eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Ciproxine eingenommen haben, nehmen Sie sofort Kontakt auf mit Ihrem Arzt,

Apotheker oder dem Antigiftzentrum (070/245.245). Nehmen Sie möglichst Ihre Tabletten oder die

Packung mit, um sie dem Arzt zu zeigen.

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Wenn Sie die Einnahme von Ciproxine vergessen haben

Nehmen Sie die übliche Dosis schnellstmöglich ein und setzen Sie anschließend die Behandlung, wie

verordnet, fort. Ist jedoch fast der Zeitpunkt für die Einnahme der nächsten Dosis gekommen, nehmen

Sie die vergessene Dosis nicht ein, sondern fahren Sie, wie gewohnt, mit der Einnahme fort. Nehmen

Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Achten Sie

darauf, dass Sie den Behandlungsverlauf vollständig durchführen.

Wenn Sie die Einnahme von Ciproxine abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie den Behandlungsverlauf vollständig durchführen, auch wenn Sie sich nach

einigen Tagen besser fühlen. Wenn Sie dieses Arzneimittel zu früh absetzen, ist es möglich, dass Ihre

Infektion nicht vollständig geheilt wird und die Symptome der Infektion erneut auftreten oder sich Ihr

Zustand verschlechtert. Es ist auch möglich, dass Sie eine Resistenz gegen dieses Antibiotikum

entwickeln.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Der folgende Abschnitt enthält die schwerwiegendsten Nebenwirkungen, die Sie sich selbst erkennen

kann:

Brechen Sie die Einnahme von Ciproxine ab und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, um eine

Behandlung mit einem anderen Antibiotikum zu erwägen, wenn Sie eine der folgenden schweren

Nebenwirkungen feststellen:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)

Krampfanfall (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

Schwere, plötzliche allergische Reaktion mit Symptomen wie Beklemmung in der Brust,

Schwindelgefühl, Übelkeit oder Schwäche oder Schwindel beim Aufstehen (anaphylaktische

Reaktion/Schock) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Muskelschwäche, Sehnenentzündung die zu Sehnenriss führen könnte, insbesondere an der

großen Sehne hinten am Knöchel (Achillessehne) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen)

Ein schwerer lebensbedrohlicher Hautausschlag, meist in Form von Blasen oder Geschwüren

in Mund, Rachen, Nase, Augen oder an anderen Schleimhäuten wie den Genitalien, der sich

zu großflächiger Blasenbildung oder Abschälen der Haut entwickeln kann (Stevens-Johnson-

Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Unübliche Gefühle von Schmerzen, Brennen, Prickeln, Taubheitsgefühl oder Muskelschwäche

in den Gliedmaßen (Neuropathie) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen)

Eine Arzneimittelreaktion, die Ausschlag, Fieber, Entzündung innerer Organe, Abweichungen

im Blutbild und systemische Erkrankung verursacht (DRESS - Arzneimittelexanthem mit

Eosinophilie und systemischen Symptomen, AGEP - akutes generalisiertes pustulöses

Exanthem).

Andere Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit Ciproxine beobachtet wurden, sind

nachstehend aufgeführt durch wie wahrscheinlich sie sind:

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Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

Übelkeit, Durchfall

Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung bei Kindern

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

Gelenkschmerzen bei Erwachsenen

Superinfektionen mit Pilzen

eine hohe Konzentration von eosinophilen Granulozyten, bestimmte weiße Blutkörperchen

Appetitverlust

Überaktivität oder Unruhe

Kopfschmerz, Benommenheit, Schlaf-, oder Geschmacksstörungen

Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen wie Magenverstimmung

(Völlegefühl/Sodbrennen), oder Blähungen

Anstieg bestimmter Substanzen im Blut (Transaminasen und/oder Bilirubin)

Hautausschlag, Juckreiz, oder Nesselsucht

Nierenfunktionsstörung

Muskel- und Knochenschmerzen, allgemeines Unwohlsein (Kraftlosigkeit), oder Fieber

Anstieg der alkalischen Phosphatase im Blut (eine bestimmte Substanz im Blut)

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Personen betreffen)

Muskelschmerzen, Entzündung der Gelenke, erhöhter Muskeltonus und Krämpfe

durch Antibiotika ausgelöste Schleimhautentzündung des Dickdarms (Kolitis) (sehr selten mit

möglichem tödlichen Ausgang) (siehe Abschnitt 2: Warhinweise und Vorsichtmaßname)

Veränderungen des Blutbildes (Leukozytopenie, Leukozytose, Neutropenie, Anämie),

Verminderung oder Erhöhung eines Blutgerinnungsfaktors (Thrombozyten)

allergische Reaktion, Schwellung (Ödem) oder rasches Anschwellen von Haut und Schleimhäuten

(Angioödem) (siehe Abschnitt 2: Warhinweise und Vorsichtmaßname)

Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie)

Verminderung des Blutzuckers (Hypoglykämie) (siehe Abschnitt 2: Warhinweise und

Vorsichtmaßname)

Verwirrtheit, Desorientiertheit, Angstzustände, Albträume, Depressionen (die möglicherweise zu

Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen oder vollendetem Selbstmord führen) (siehe

Abschnitt 2: Warhinweise und Vorsichtmaßname), oder Halluzinationen

Kribbeln, ungewöhnliche Empfindlichkeit auf Sinnesreize, herabgesetzte Empfindlichkeit der

Haut, Zittern, oder Schwindel

Sehstörungen, einschließlich Doppeltsehen (siehe Abschnitt 2: Warhinweise und

Vorsichtmaßname)

Ohrgeräusche oder Hörverlust oder vermindertes Hörvermögen

Herzjagen (Tachykardie)

Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), niedriger Blutdruck, oder Ohnmacht

Atemnot, einschließlich asthmatischer Symptome

Leberfunktionsstörung, Gelbsucht (Gallestauung), oder Leberentzündung

Lichtempfindlichkeit (siehe Abschnitt 2: Warhinweise und Vorsichtmaßname)

Nierenversagen, Blut oder Kristalle im Harn, Entzündung der Harnwege

Flüssigkeitsretention oder übermäßige Schweißbildung

erhöhte Spiegel des Enzyms Amylase

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Personen betreffen)

verringerte Anzahl bestimmter roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie); gefährliche

Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) (siehe Abschnitt 2:

Warhinweise und Vorsichtmaßname); Verminderung bestimmter roter und weißer Blutkörperchen

und Blutplättchen (Panzytopenie), die lebensbedrohlich sein kann, und herabgesetzte Funktion des

Knochenmarks, die ebenfalls lebensbedrohlich sein kann

allergische Reaktion, eine sogenannte Serumkrankheit-ähnliche Reaktion (siehe Abschnitt 2:

Warhinweise und Vorsichtmaßname)

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psychische Störungen (psychotische Reaktionen, die möglicherweise zu Selbstmordgedanken,

Selbstmordversuchen oder vollendetem Selbstmord führen) (siehe Abschnitt 2: Warhinweise und

Vorsichtmaßname)

Migräne, Koordinationsstörung, unsicherer Gang (Gangstörung), Störung des Geruchsinnes

(olfaktorische Störung), Erhöhung des Schädelinnendrucks (Hirndruck und Pseudotumor Cerebri)

Störungen beim Farbensehen

Entzündung der Blutgefäßwände (Vaskulitis)

Pankreatitis

Absterben von Leberzellen (Lebernekrose), sehr selten bis hin zum lebensbedrohlichen

Leberausfall (siehe Abschnitt 2: Warhinweise und Vorsichtmaßname)

Kleine, punktförmige Einblutungen in die Haut (Petechien); verschiedene Hautveränderungen und

-ausschläge Verschlimmerung der Symptome einer Myasthenia gravis (siehe Abschnitt 2:

Warhinweise und Vorsichtmaßname)

Nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)

Gefühl besonderer Erregtheit (Manie) oder Gefühl von großem Optimismus und Überaktivität

(Hypomanie)

anormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzrhythmus, Veränderung

des Herzrhythmus (so genannte „Verlängerung des QT-Intervalls“, sichtbar im EKG, einer

elektrischen Aufzeichnung der Herzaktivität)

Beeinträchtigung der Blutgerinnung (bei Patienten, die mit Vitamin-K-Antagonisten behandelt

werden)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über

Belgien:

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Luxemburg:

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des Médicaments

Site internet: http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Ciproxine aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „EXP“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

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Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ciproxine enthält

Der Wirkstoff ist Ciprofloxacin.

Jede Filmtablette enthält 250 mg Ciprofloxacin (als Hydrochlorid).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Magnesiumstearat, Maisstärke, hochdisperses

Siliciumdioxid.

Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol 4000, Titandioxid (E 171).

Wie Ciproxine aussieht und Inhalt der Packung

Ciproxine 250 mg Tabletten: runde, fast weiße bis leicht gelbliche Filmtabletten mit der Markierung

„CIP Bruchkerbe 250“ auf einer Seite und ein Bayer Kreuz auf der anderen Seite.

Die Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

Verpackungen mit 6, 8, 10, 12, 14, 16, 20, 28, 50, 100, 160 oder 500 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Bayer SA-NV

J.E. Mommaertslaan 14

B-1831 Diegem (Machelen)

Hersteller

Bayer Pharma AG

Bayer HealthCare Manufacturing S.r.l.

Via delle Groane 126

D-51368 Leverkusen

20024 Garbagnate Milanese

Deutschland

Italien

Zulassungsnummer

BE146657

Art der Abgabe

Verschreibungspflichtig

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich:

Ciproxin

Belgien:

Ciproxine

Bulgarien:

Ciprobay

Frankreich:

Ciflox

Deutschland:

Ciprobay

Ungarn:

Ciprobay

Irland:

Ciproxin

Italien:

Ciproxin

Luxemburg:

Ciproxine

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Malta:

Ciproxin

Norwegen:

Ciproxin

Portugal:

Ciproxina

Slowenien:

Ciprobay

Großbritannien:

Ciproxin

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 09/2016.

Hinweis/Medizinische Aufklärung

Antibiotika werden für die Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt. Sie sind nicht wirksam gegen

virale Infektionen.

Wenn Ihr Arzt Antibiotika verschrieben hat, brauchen Sie sie genau für Ihre derzeitige Krankheit.

Trotz Antibiotikabehandlung können manchmal einige Bakterien überleben und weiterwachsen. Dieses

Phänomen wird Resistenz genannt. Hierdurch können Antibiotika unwirksam werden.

Falsche Anwendung von Antibiotika vermehrt Resistenzentwicklungen. Sie können den Bakterien sogar

helfen, resistent zu werden, und damit Ihre Heilung verzögern oder die antibiotische Wirkung verringern,

wenn Sie folgendes nicht beachten:

Dosierung

Häufigkeit der Einnahme

Dauer der Anwendung

Folglich, um die Wirksamkeit dieses Arzneimittels zu bewahren:

1 - Nehmen Sie Antibiotika nur, wenn sie Ihnen verschrieben wurden.

2 - Befolgen Sie genau die Einnahmeanweisungen.

3 - Verwenden Sie kein Antibiotikum erneut ohne medizinische Verschreibung, selbst wenn Sie eine

ähnliche Krankheit behandeln wollen.

4 - Geben Sie Ihr Antibiotikum niemals einer anderen Person, da es möglicherweise ungeeignet für

deren Krankheit sein kann.

5 - Geben Sie nach beendeter Behandlung das nicht verwendete Medikament Ihrem Apotheker zurück,

um eine sachgerechte Entsorgung zu gewährleisten.

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