Ciprofloxacin Fresenius i.v. 400 mg / 200 ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ciprofloxacin Fresenius i.v. 400 mg / 200 ml Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • ciprofloxacinum 400 mg natrii chloridum, Säure sulfuricum, natrii hydroxidum, Wasser ad iniectabilia q.s. die Lösung für 200 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ciprofloxacin Fresenius i.v. 400 mg / 200 ml Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Infektionskrankheiten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57929
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-12-2007
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Ciprofloxacin Fresenius i.v.

Fresenius Kabi (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Ciprofloxacin.

Hilfsstoffe: Natrii chloridum, Acidum sulfuricum, Natrii hydroxidum (zur pH-Wert Einstellung),

Aqua ad inj.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösung

1 ml enthält: 2 mg Ciprofloxacin

50 ml enthalten: 100 mg Ciprofloxacin

100 ml enthalten: 200 mg Ciprofloxacin

200 ml enthalten: 400 mg Ciprofloxacin

pH-Wert: 4,0-4,9

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Ciprofloxacin ist zur Behandlung der folgenden Infektionen angezeigt.

Vor Behandlungsbeginn sollten besonders die verfügbaren Informationen zu Resistenzen beachtet

werden.

Erwachsene

·Untere Atemwegsinfektionen verursacht durch Gram-negative Bakterien

·Exazerbationen der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)

·bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose oder bei Bronchiektasen

·Pneumonie

·Chronische eitrige Otitis media

·Akute Verschlechterung der chronischen Sinusitis, insbesondere wenn sie durch Gram-negative

Bakterien verursacht ist

·Harnwegsinfektionen

·Infektionen des Genitaltraktes

·Epididymoorchitis, einschliesslich durch empfindliche Neisseria gonorrhoeae verursachte Fälle

·Entzündliche Erkrankungen des Beckens (PID), einschliesslich durch empfindliche Neisseria

gonorrhoeae verursachte Fälle

·Infektionen des Gastrointestinaltrakts (z.B. Reisediarrhö)

·Intraabdominale Infektionen

·Durch Gram-negative Bakterien verursachte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes

·Maligne externe Otitis

·Infektionen der Knochen und Gelenke

·Inhalation von Milzbranderregern (postexpositionelle Prophylaxe und Heilbehandlung)

Ciprofloxacin kann zur Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber angewendet werden,

wenn der Verdacht besteht, dass das Fieber durch eine bakterielle Infektion verursacht ist.

Kinder und Jugendliche

·Durch Pseudomonas aeruginosa verursachte bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose

·Bei Kindern ab 1 Jahr als Mittel der dritten Wahl bei der Behandlung von komplizierten Infektionen

der Harnwege sowie bei Pyelonephritis durch E. coli. Die Indikation zur Behandlung soll nur nach

Rücksprache mit einem Spezialisten, d.h. einem infektologischen Pädiater oder Infektologen, gestellt

werden.

Ciprofloxacin kann auch zur Behandlung von schweren Infektionen bei Kindern und Jugendlichen

eingesetzt werden, wenn dies als notwendig angesehen wird.

Die Behandlung sollte nur von einem in der Behandlung von zystischer Fibrose und/oder schweren

Infektionen bei Kindern und Jugendlichen erfahrenen Arzt initiiert werden (vgl. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen, Pharmakodynamik»).

Klinische Studien wurden zu den oben erwähnten Indikationen durchgeführt. Für andere

Indikationen ist die klinische Erfahrung begrenzt.

Kinder unter 6 Jahren sollten mit einer geeigneten galenischen Form behandelt werden,

Ciprofloxacin Suspension eines anderen Herstellers oder Infusion, vgl. Rubrik

«Dosierung/Anwendung».

Milzbrand (Erwachsene und Kinder)

Zur Postexpositionsprophylaxe und zur Behandlung des Milzbrandes nach Inhalation des Erregers

Bacillus anthracis. Die Wirksamkeit von Ciprofloxacin bei Milzbrand wurde tierexperimentell belegt

(siehe Rubrik «Eigenschaften/ Wirkungen»). Bei Kindern, Heranwachsenden und Schwangeren

sollte nach Feststellung des Resistenzmusters des beteiligten Bacillus anthracis-Stammes die

Möglichkeit einer Umstellung der Therapie auf (Amino-)Penicilline überprüft werden.

Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden,

insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.

Dosierung/Anwendung

Dosierung und Behandlungsdauer bei Erwachsenen

Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere der Erkrankung sowie nach dem klinischen und

bakteriologischen Verlauf.

Grundsätzlich sollte die Behandlung wenigstens 3 Tage über die Entfieberung bzw. das

Verschwinden klinischer Symptome hinaus konsequent weiter durchgeführt werden.

Übliche Dosierung bei parenteraler Gabe in Einzel-/Tagesdosen

Indikationen

Tagesdosis

in mg

Gesamtbehandlungsdauer

(einschliesslich schnellstmöglichen

Wechsels auf orale Behandlung)

Infektionen der unteren Atemwege

2× 400 mg

3× 400 mg

7 bis 14 Tage

Infektionen der oberen

Atemwege

Akute Exazerbation

einer chronischen

Sinusitis

2× 400 mg

3× 400 mg

7 bis 14 Tage

Chronische eitrige Otitis

media

2× 400 mg

3× 400 mg

7 bis 14 Tage

Maligne externe Otitis

3× 400 mg

28 Tage bis zu 3 Monate

Harnwegsinfektionen

Komplizierte und

unkomplizierte

Pyelonephritis

2× 400 mg

3× 400 mg

7 bis 21 Tage, es kann unter

einigen bestimmten Umständen

über 21 Tage hinaus verlängert

werden (wie Abszesse)

Prostatitis

2× 400 mg

3× 400 mg

2 bis 4 Wochen (akut)

Infektionen des

Genitaltraktes

Epididymoorchitis und

entzündliche

Erkrankungen des

Beckens

2× 400 mg

3× 400 mg

mindestens 14 Tage

Infektionen des

Gastrointestinaltrakts und

intraabdominale

Infektionen

Durch bakterielle

Erreger einschliesslich

Shigella spp. ausser

Shigella dysenteriae

Typ 1 verursachte

Diarrhö und empirische

Therapie der schweren

Reisediarrhö

2× 400 mg

1 Tag

Durch Shigella

2× 400 mg

5 Tage

dysenteriae Typ 1

verursachte Diarrhö

Durch Vibrio cholerae

verursachte Diarrhö

2× 400 mg

3 Tage

Typhus

2× 400 mg

7 Tage

Durch Gram-negative

Bakterien verursachte

intraabdominale

Infektionen

2× 400 mg

3× 400 mg

5 bis 14 Tage

Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes

2× 400 mg

3× 400 mg

7 bis 14 Tage

Infektionen der Knochen und Gelenke

2× 400 mg

3× 400 mg

höchstens 3 Monate

Neutropenische Patienten mit Fieber, wenn der

Verdacht besteht, dass das Fieber durch eine

bakterielle Infektion verursacht ist.

Ciprofloxacin sollte gemäss offiziellen

Empfehlungen mit geeigneten antibakteriellen

Substanzen kombiniert werden.

2× 400 mg

3× 400 mg

Die Therapie sollte über den

gesamten Zeitraum der

Neutropenie fortgesetzt werden

Obwohl die Wirksamkeit in klinischen Studien belegt ist, gilt Ciprofloxacin nicht als Mittel der

ersten Wahl für die Behandlung von vermuteten oder diagnostizierten Pneumonien, welche durch

Streptococcus pneumoniae verursacht sind.

Eine 60 Minuten dauernde Infusion mit 400 mg Ciprofloxacin, alle 8 Stunden, ist bezüglich der AUC

gleichwertig einer oralen Gabe von 750 mg Ciprofloxacin alle 12 Stunden.

Dosierung und Behandlungsdauer bei Kindern und Jugendlichen

Indikationen

Tagesdosis in mg

Gesamtbehandlungsdauer

(einschliesslich schnellstmöglichen

Wechsels auf orale Behandlung)

Zystische Fibrose bei Kindern

und Jugendlichen (5–17 Jahre)

mit akuten Infektionsschüben

3× 10 mg/kg Körpergewicht

mit einer maximalen

Einzeldosis von 400 mg.

Die Infusionsdauer beträgt

60 Minuten.

10 bis 14 Tage

Komplizierte

Harnwegsinfektionen und

Pyelonephritis

3× 6 mg/kg Körpergewicht

bis 3× 10 mg/kg

Körpergewicht mit einer

maximalen Einzeldosis von

400 mg

10 bis 21 Tage

Andere schwere Infektionen

3× 10 mg/kg Körpergewicht

Entsprechend der Art der

mit einer maximalen

Einzeldosis von 400 mg

Infektionen

Erfahrungen zur Dosierung bei Kindern mit eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion liegen nicht

vor.

Dosierung bei älteren Patienten

Ältere Patienten sollten die niedrigste mögliche Dosierung erhalten. Im Falle einer verminderten

Nierenfunktion ist die Dosierung entsprechend anzupassen (vgl. spezielle Dosierungsanweisungen

weiter unten).

Dosierung und Behandlungsdauer bei Milzbrand

Erwachsene, Jugendliche und Kinder:

Die Behandlung sollte unverzüglich nach einer vermuteten oder bestätigten Inhalation von

Milzbranderregern einsetzen und zunächst mit intravenösem Ciprofloxacin begonnen werden. Bei

Kindern, Heranwachsenden und Schwangeren sollte nach Feststellung des Resistenzmusters des

beteiligten Bacillus anthracis-Stammes die Möglichkeit einer Umstellung der Therapie auf

(Amino-)Penicilline überprüft werden.

Therapeutische Wirksamkeit kann nach Anwendung folgender Dosierungen aufgrund der

Empfindlichkeit der Erreger in vitro und der jeweils zu erwartenden Plasmaspiegel angenommen

werden (siehe auch Rubrik «Eigenschaften/Wirkungen»).

Erwachsene

2-mal täglich 400 mg

Kinder/Jugendlic

2-mal täglich 10 mg/kg Körpergewicht.

Die maximale Einzeldosis bei Kindern sollte 400 mg nicht überschreiten

(Maximale Tagesdosis: 800 mg Ciprofloxacin).

Bei einer intravenös begonnenen Postexpositionsprophylaxe oder Behandlung nach Inhalation von

Milzbranderregern kann nach klinischem Bild auf orale Weiterbehandlung umgestellt werden. Die

Gesamtbehandlungsdauer (intravenös und oral) ist 60 Tage.

Spezielle Dosierungsanweisungen – Erwachsene

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Ausmass der Nierenfunktionsstörung

Maximale

Tagesdosis

Kreatinin-Clearance

Serumkreatininwert

30-60 ml/min/1,73 m²

1,4-1,9 mg/100 ml (124-

168 µmol/l)

800 mg

<30 ml/min/1,73 m²

>2,0 mg/100 ml (177 µmol/l)

400 mg

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und Hämodialyse

Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min/1,73 m2

Dosierung gemäss oben stehendem Schema.

Kreatinin-Clearance <30 ml/min/1,73 m2

Ciprofloxacin Fresenius i.v. soll an den Dialysetagen, nach der Dialyse, gegeben werden. Dabei ist

die Dosierung wie in obiger Tabelle für Kreatinin-Clearance <30 ml/min/1,73 m² vorzunehmen.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und kontinuierlicher ambulatorischer

Peritonealdialyse

Ciprofloxacin Infusionslösung kann dem Dialysat (intraperitoneal) zugeführt werden: 50 mg

Ciprofloxacin/Liter Dialysat 4-mal täglich (alle 6 Stunden).

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei eingeschränkter Leberfunktion ist die Ciprofloxacin-Elimination nur wenig verändert, es ist

keine Dosisanpassung erforderlich. Bei gleichzeitig eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion ist

die Dosierung dem Grad der Nierenfunktionseinschränkung anzupassen.

Art der Verabreichung

In schweren Fällen oder wenn der Patient nicht in der Lage ist Tabletten einzunehmen, empfiehlt es

sich, die Therapie mit intravenös angewendetem Ciprofloxacin zu beginnen, bis der Wechsel zu einer

oralen Einnahme (Ciprofloxacin-Präparat eines anderen Herstellers) möglich ist. Vergleiche Rubrik

«Hinweise für die Handhabung».

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Ciprofloxacin, einem anderen Wirkstoff vom Chinolontyp oder

einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Ciprofloxacin soll bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse nicht bei schwangeren oder stillenden

Frauen angewandt werden. Bezüglich der Anwendung bei Milzbrand siehe Rubriken

«Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten» und «Schwangerschaft/Stillzeit».

Kinder und Jugendliche sollten bis zum Abschluss der Wachstumsphase nicht mit Ciprofloxacin

behandelt werden, da auf Grund von Ergebnissen aus Tierversuchen Gelenkknorpelschädigungen

beim noch nicht erwachsenen Organismus nicht ausgeschlossen werden können. Bezüglich der

Anwendung bei Mukoviszidose, Milzbrand, komplizierten Infektionen der Harnwege sowie

Pyelonephritis durch E. coli siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Die Kombination von Ciprofloxacin und Tizanidin ist kontraindiziert, da Ciprofloxacin den

Serumspiegel von Tizanidin so weit erhöhen kann, dass klinisch relevante unerwünschte

Arzneimittelwirkungen von Tizanidin (Hypotonie, Somnolenz, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen,

Leberfunktionsstörungen, Miosis, Atemdepression, Koma, Unruhe) auftreten könnten.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Fluorchinolone, einschliesslich Ciprofloxacin, können zu schwerwiegenden, potenziell irreversiblen,

unerwünschten Wirkungen verschiedener Organsysteme führen, die zusammen bei einem Patienten

auftreten können. Diese unerwünschten Wirkungen sind Tendinitis und Sehnenrupturen, Arthralgien,

Effekte auf das periphere sowie zentrale Nervensystem. Diese unerwünschten Wirkungen können

innerhalb von Stunden bis Wochen nach Anwendung von Ciprofloxacin und bei Patienten jeden

Alters sowie bei Patienten ohne bereits bestehende Risikofaktoren auftreten.

Bei ersten Anzeichen oder Symptomen einer schwerwiegenden unerwünschten Wirkung sollte

Ciprofloxacin Fresenius i.v. sofort abgesetzt werden. Die Anwendung von Ciprofloxacin Fresenius

i.v. bei Patienten, die unter Fluorchinolonen schwerwiegende unerwünschte Wirkungen hatten ist zu

vermeiden.

Herzerkrankungen

Ciprofloxacin verursacht bei einigen Patienten im EKG eine Verlängerung des QT-Intervalls (siehe

auch Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»). Da Frauen im Vergleich zu Männern zu einem

verlängerten QTc-Ausgangswert neigen, reagieren sie möglicherweise empfindlicher auf QTc-

verlängernde Begleitmedikationen. Ebenso können ältere Patienten empfindlicher für Arzneimittel-

assoziierte Einflüsse auf das QT-Intervall sein. Bei Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt

werden, die das QT-Intervall verlängern können (z.B. Antiarrhythmika der Klasse IA oder der Klasse

III, trizyklische Antidepressiva, Makroliden oder Antipsychotika), sollte die gleichzeitige

Anwendung von Ciprofloxacin mit Vorsicht erfolgen. Ebenfalls sollte die gleichzeitige Anwendung

von Ciprofloxacin bei Patienten mit Risiko für QT-Verlängerungen (z.B. bei angeborenem QT-

Syndrom, bei unkorrigiertem Elektrolytungleichgewicht wie Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie

und bei Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt oder Bradykardie) mit Vorsicht

erfolgen.

Schwere Infektionen und gemischte Infektionen mit grampositiven und anaeroben Erregern

Ciprofloxacin Monotherapie ist für die Behandlung von schweren Infektionen und solchen

Infektionen, die durch grampositive oder anaerobe Erreger verursacht sein könnten, nicht geeignet.

In derartigen Fällen muss Ciprofloxacin mit anderen geeigneten antibakteriellen Substanzen

kombiniert werden.

Streptokokken-Infektionen (einschliesslich Streptococcus pneumoniae)

Wegen seiner unzureichenden Wirksamkeit wird Ciprofloxacin nicht für die Behandlung von

Streptokokken-Infektionen empfohlen.

Infektionen des Genitaltraktes

Infektionen des Genitaltraktes können durch Fluorchinolon-resistente Neisseria gonorrhoeae

verursacht werden. Sofern diese Infektionen durch Neisseria gonorrhoeae verursacht sind, oder ein

Verdacht darauf besteht, ist es besonders wichtig, Informationen zur lokalen Prävalenz von

Resistenzen gegenüber Ciprofloxacin zu beschaffen und durch mikrobiologische Resistenztestungen

zu bestätigen.

Kinder und Jugendliche

Eine Behandlung von Kindern und Jugendlichen sollte nur nach einer sorgfältigen Nutzen-/Risiko-

Abwägung begonnen werden. Zu berücksichtigen sind insbesondere mögliche unerwünschte

Wirkungen auf Gelenke und/oder das umgebende Gewebe. Wie auch von anderen Gyrasehemmern

bekannt, verursacht Ciprofloxacin Schädigungen an den gewichtstragenden Gelenken juveniler

Tiere. Die Auswertung der Sicherheitsdaten von jugendlichen Patienten mit zystischer Fibrose

(Mukoviszidose) oder komplizierten Harnwegsinfekten zeigten keine Hinweise auf bleibende

Gelenk-/Knorpelschädigungen.

Die heutigen Erkenntnisse bei Kindern und Jugendlichen stützen die Anwendung von Ciprofloxacin

bei akuten, durch P. aeruginosa verursachten Infektionsschüben einer zystischen Fibrose, bei

Milzbrand, komplizierten Infektionen der Harnwege sowie Pyelonephritis durch E. coli (siehe

Rubriken «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten» sowie «Dosierung/Anwendung»).

Ciprofloxacin wird bei anderen Indikationen nicht empfohlen.

Gastrointestinaltrakt

Hinter schweren und anhaltenden Durchfällen während oder nach der Therapie kann sich eine

pseudomembranöse Kolitis verbergen, die sofort behandelt werden muss. In solchen Fällen ist

Ciprofloxacin abzusetzen und eine geeignete Diagnostik und Therapie einzuleiten (z.B. Vancomycin

oral, 4× 250 mg täglich). Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert.

Hepatobiliäres System

Fälle von Leberzellnekrose und lebensbedrohlicher Leberversagen sind im Zusammenhang mit

Ciprofloxacin berichtet worden (siehe Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»). Die Behandlung mit

Ciprofloxacin sollte unterbrochen werden, wenn sich Anzeichen und Symptome einer

Lebererkrankung wie Anorexie, Ikterus, Dunkelfärbung des Urins, Pruritus oder

schmerzempfindliches Abdomen entwickeln. Die Leberfunktion sollte bei Anzeichen einer

Funktionsstörung überprüft werden. Speziell bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen in der

Anamnese, können vorübergehende erhöhte Transaminasewerte, erhöhte Blutwerte für alkaline

Phosphatase und cholestatischer Ikterus auftreten.

Überempfindlichkeit

In sehr seltenen Fällen wurde über anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen (z.B. Gesichts-,

Gefäss- und Kehlkopfödem; Atemnot bis hin zum bedrohlichen Schock), teilweise schon nach

Ersteinnahme, berichtet. In diesen Fällen ist Ciprofloxacin sofort abzusetzen, eine ärztliche

Behandlung (z.B. Schocktherapie) ist erforderlich.

Photosensibilisierung

In seltenen Fällen kann Ciprofloxacin Photosensitivitätsreaktionen oder phototoxische Reaktionen

verursachen. Patienten sollten es vermeiden, sich während der Therapie mit Ciprofloxacin längere

Zeit dem Sonnenlicht auszusetzen. Falls dies nicht möglich ist, sollte eine Sonnenschutzcreme mit

genügend hohem Lichtschutzfaktor verwendet und bedeckende Kleidung getragen werden.

Zentrales Nervensystem

Bei Patienten die mit Fluorchinolonen einschliesslich Ciprofloxacin behandelt wurden, wurde ein

erhöhtes Risiko zentralnervöser unerwünschter Wirkungen, welche bereits nach der ersten Gabe

auftreten können, beobachtet, wie Krampfanfälle, erhöhter Hirndruck (einschliesslich Pseudotumor

cerebri), Tremor, toxische Psychose.

Fluorchinolone wie Ciprofloxacin können Krampfanfälle auslösen oder die Krampfschwelle

herabsetzen. Falls Krampfanfälle auftreten sollte die Behandlung mit Ciprofloxacin unterbrochen

werden. Bei Epileptikern und Patienten mit anderer Vorschädigung des Zentralnervensystems (z.B.

erniedrigte Krampfschwelle, Krampfanfälle in der Vorgeschichte, verringerte Hirndurchblutung,

Veränderung in der Gehirnstruktur oder Schlaganfall) ist Ciprofloxacin nur nach sorgfältiger Nutzen-

Risiko-Abwägung anzuwenden, da diese Patienten wegen möglicher zentralnervöser

Nebenwirkungen gefährdet sind. Fälle von Status epilepticus sind berichtet worden (vgl. Rubrik

«Unerwünschte Wirkungen»).

Bereits nach der ersten Gabe von Fluorchinolonen wie Ciprofloxacin können auch psychiatrische

Reaktionen auftreten (Nervosität, Agitation, Schlaflosigkeit, Angstzustände, Albträume, paranoide

Gedanken, Verwirrtheit, Tremor, Halluzinationen und Depressionen).

In sehr seltenen Fällen wurde beobachtet, dass sich eine Depression oder psychotische Reaktionen

gesteigert haben, so dass es zu Suizidgedanken oder selbstgefährdendem Verhalten wie

Suizidversuchen kam (vgl. Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»). Bei Auftreten solcher Reaktionen

muss Ciprofloxacin Fresenius i.v. abgesetzt werden und es sind angemessene Massnahmen zu

ergreifen. Beim Einsatz von Ciprofloxacin Fresenius i.v. bei psychotischen Patienten oder bei

Patienten mit einer Historie psychiatrischer Erkrankungen ist Vorsicht angeraten.

Periphere Neuropathie

Bei Patienten, die mit Fluorchinolonen einschliesslich Ciprofloxacin behandelt wurden, wurden Fälle

sensorischer oder sensorimetrischer Polyneuropathien berichtet, die mit Parästhesie, Hypästhesie,

Dysästhesie oder Schwächegefühl einhergehen können. Derartige Neuropathien können sich rasch

manifestieren. Patienten, die mit Ciprofloxacin behandelt werden, sollten instruiert werden, beim

Auftreten von neuropathischen Symptomen wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl

oder Schwächegefühl die Behandlung abzubrechen und sich an ihren Arzt bzw. ihre Ärztin zu

wenden. Dadurch kann das mögliche Risiko für die Herausbildung eines irreversiblen

Nervenschadens verringert werden.

Muskelskelettsystem

Ciprofloxacin sollte bei Patienten mit Myasthenia gravis mit Vorsicht angewendet werden, da sich

die Symptome verschlimmern können (siehe Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»).

Beidseitige Sehnenentzündungen und Sehnenrupturen - vorwiegend bei der Achillessehne - können

unter der Behandlung mit Fluorchinolonen einschliesslich Ciprofloxacin auftreten. Diese

unerwünschten Wirkungen können innerhalb von 48 Stunden oder Tagen nach Beginn der

Behandlung auftreten, möglicherweise auch noch mehrere Monate nach Ende der Behandlung. Das

Risiko einer Tendinitis oder einer Sehnenruptur ist bei Patienten über 60 Jahre und bei gleichzeitiger

Gabe von Kortikosteroiden erhöht. Die Tagesdosis sollte bei älteren Patienten entsprechend der

Kreatinin-Clearance angepasst werden (siehe «Dosierung/Anwendung»). Daher sind diese Patienten

nach Verordnung von Ciprofloxacin engmaschig zu überwachen.

Bei Verdacht auf Tendinitis ist die Behandlung mit Ciprofloxacin Fresenius i.v. unverzüglich

abzubrechen und eine entsprechende Therapie (z.B. Immobilisation) der betroffenen Sehne(n)

einzuleiten.

Ciprofloxacin sollte generell nicht angewendet werden bei Patienten mit einer positiven Anamnese

für Sehnenerkrankungen/-beschwerden, die mit einer Chinolonbehandlung assoziiert auftreten.

Dennoch kann nach mikrobiologischer Abklärung des Erregers und sorgfältiger Nutzen-Risiko-

Abwägung in sehr seltenen Fällen Ciprofloxacin an diese Patienten für die Behandlung bestimmter

schwerer Infektionen verordnet werden, insbesondere nach Scheitern der Standardtherapie oder

Vorliegen einer bakteriellen Resistenz, bei der die mikrobiologischen Daten die Anwendung von

Ciprofloxacin rechtfertigen.

Cytochrom 450

Ciprofloxacin ist ein mässig starker Inhibitor von Cytochrom P450 1A2 Enzymen. Vorsicht ist

geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von Arzneimitteln, welche durch dieselben Enzyme

metabolisiert werden (wie z.B. Theophyllin, Methylxanthin, Coffein, Tizanidin, Duloxetin, Clozapin,

Ropinirol oder Olanzapin). Erhöhte Plasmaspiegel und arzneimittelspezifische Nebenwirkungen

können durch Hemmung der Clearance dieser Arzneimittel entstehen (siehe Rubriken

«Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Reaktionen an der Injektionsstelle

Die intravenöse Gabe soll durch eine langsame Infusion über eine Dauer von 60 Minuten erfolgen.

Lokale Reaktionen wurden nach der intravenösen Gabe von Ciprofloxacin beobachtet. Diese

Reaktionen sind häufiger, wenn die Infusionsdauer 30 Minuten oder weniger beträgt oder kleine

Venen der Hand benützt werden. Sie können sich als lokale Hautreaktionen äussern, die sich nach

Beendigung der Infusion rasch zurückbilden. Eine erneute intravenöse Anwendung ist nur dann

kontraindiziert, wenn die Reaktionen wieder auftreten oder sich verschlechtern.

Sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Eine langfristige und wiederholte Anwendung kann zu Superinfektionen mit resistenten Bakterien

oder Sprosspilzen führen.

Auf die Möglichkeit einer Kreuzresistenz zwischen Ciprofloxacin und anderen Fluorchinolonen ist

zu achten.

Da Ciprofloxacin vorwiegend über den Urin und weniger auch über das hepatobiliäre System

ausgeschieden wird, ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Vorsicht geboten. Es wurde

in seltenen Fällen von Kristallurie berichtet, weshalb die Patienten angewiesen werden sollten, genug

zu trinken.

Bei Patienten, für welche der Natriumspiegel kritisch sein kann (z.B. bei Herzinsuffizienz,

Nierenversagen, nephrotisches Syndrom) muss bei Anwendung von Ciprofloxacin Fresenius i.v.

Infusionslösung die zusätzliche Zufuhr von Natrium berücksichtigt werden. Ciprofloxacin Fresenius

i.v. enthält 15,1 mmol (347 mg) Natrium pro 100ml Infusionslösung. Patienten, bei denen ein

Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase besteht oder in der Familiengeschichte vorkam,

neigen zu hämolytischen Reaktionen auf Chinolone. Deshalb sollte Ciprofloxacin bei diesen

Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden.

Interaktionen

Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern können

Vorsicht ist geboten wenn Ciprofloxacin gleichzeitig mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall

verlängern können, angewendet wird (Antiarrhythmika der Klasse IA oder der Klasse III,

trizyklische Antidepressiva, Makroliden, Psychopharmaka), da Ciprofloxacin einen additiven Effekt

auf die QT-Verlängerung haben kann.

Interaktionen mit Wirkstoffen, welche via Cytochrom P450 1A2 Isoenzyme metabolisiert werden

Ciprofloxacin ist ein mässig starker Inhibitor von Cytochrom P450 1A2 Enzymen. Vorsicht ist

geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von Arzneimitteln, welche durch dieselben Enzyme

metabolisiert werden wie z.B. Theophyllin, Methylxanthin, Coffein, Tizanidin, Duloxetin, Clozapin,

Ropinirol oder Olanzapin (s. Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Tizanidin

Tizanidin darf nicht zusammen mit Ciprofloxacin verabreicht werden. Die gleichzeitige Gabe von

Ciprofloxacin und Tizanidin führte bei Probanden zu einer Erhöhung der Tizanidin – Serumspiegel.

Der Wert für Cmax stieg um das 7-fache (Einzelwerte im Bereich 4– bis 21–fach), derjenige für das

AUC um das 10-fache (Einzelwerte im Bereich 6– bis 24–fach). Die Erhöhung der Tizanidin–

Spiegel ging einher mit einer Verstärkung der hypotonischen und sedativen Effekte wie Übelkeit ,

Erbrechen, Leberfunktionsstörungen, Miosis, Atemdepression, Koma oder Unruhe (siehe

«Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Duloxetin

Die gleichzeitige Einnahme von Duloxetin mit starken Inhibitoren des CYP450 Isoenzyms 1A2, wie

z.B. Fluvoxamin, führte zu einer Erhöhung der Werte für Cmax und AUC für Duloxetin. Obwohl

noch keine Berichte über eine solche Interaktion zwischen Ciprofloxacin und Duloxetin vorliegen,

könnte eine solche bei gleichzeitger Gabe von Ciprofloxacin und Duloxetin auftreten.

Clozapin

Die gleichzeitige Gabe von 250 mg Ciprofloxacin und Clozapin während 7 Tagen führte zu einer

Erhöhung der Serumwerte für Clozapin und dessen Metaboliten N-Desmethylclozapin um 29% bzw.

31%. Es wird zu einer klinischen Überwachung und entsprechender Anpassung der Clozapin-

Dosierung während und kurz nach der Behandlung mit Ciprofloxacin geraten.

Ropinirol

Die gleichzeitige Einnahme von Ciprofloxacin mit Ropinirol (einem mässigen Inhibitor von CYP450

1A2) im Rahmen einer klinischen Studie führte zu einem Anstieg von Cmax und AUC für Ropinirol

von 60% bzw. 84%. Obwohl die Behandlung mit Ropinirol im Allgemeinen gut toleriert wurde,

legen einzelne Fallberichte zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen den Verdacht nahe, dass die

gleichzeitige Einnahme von Ciprofloxacin und Ropinirol zu einer Interaktion zwischen diesen beiden

Wirkstoffen führen kann. Es wird zu einer Überwachung und entsprechender Anpassung der

Ropinirol-Dosierung während und kurz nach Beendigung der Behandlung mit Ciprofloxacin geraten.

Lidocain

Ciprofloxacin reduziert in gesunden Probanden die Elimination von intravenös verabreichtem

Lidocain (einem weiteren mässigen Inhibitor von CYP450 1A2) um 22%. Obwohl die

Verabreichung von Lidocain intravenös gut vertragen wurde, kann eine Interaktion mit Ciprofloxacin

mit entsprechenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen nicht ausgeschlossen werden.

Sildenafil

Bei gleichzeitiger Gabe von 500 mg Ciprofloxacin und 50 mg Sildenafil in gesunden Probanden

wurde Cmax und AUC von Sildenafil um ca. das Zweifache erhöht. Daher ist bei der gleichzeitigen

Verschreibung von Sildenafil und Ciprofloxacin Vorsicht geboten.

Theophyllin

Die gleichzeitige Gabe von Ciprofloxacin und Theophyllin kann zu einem unerwünschten Anstieg

der Theophyllin-Konzentration im Serum in toxische Bereiche führen. Auf diese Weise können

durch Theophyllin verursachte Nebenwirkungen auftreten, die selten lebensbedrohlich oder tödlich

sein können. Falls auf eine gleichzeitige Anwendung beider Präparate nicht verzichtet werden kann,

soll die Serumkonzentration von Theophyllin kontrolliert und seine Dosierung angemessen reduziert

werden.

Andere Xanthin Derivate

Bei gleichzeitiger Gabe von Ciprofloxacin und Coffein oder Pentoxifyllin (Oxypentifyllin) wurde

erhöhte Serum-Konzentrationen dieser Derivate beschrieben.

Phenytoin

Die gleichzeitige Gabe von Ciprofloxacin und Phenytoin kann zu erhöhten oder verminderten

Phenytoin-Serumkonzentrationen führen, weswegen eine Überwachung der Arzneimittelspiegel

empfohlen wird.

NSAID

Aus tierexperimentellen Untersuchungen ist bekannt, dass die Kombination sehr hoher Dosen von

Chinolonen (Gyrasehemmern) und einigen nichtsteroidalen Antiphlogistika (wie z.B. Fenbufen,

nicht aber Acetylsalicylsäure) Krämpfe auslösen kann.

Ciclosporin

Bei der zeitgleichen Gabe von Ciprofloxacin und Ciclosporin wurde in Einzelfällen ein

vorübergehender Anstieg der Serumkreatininkonzentration beobachtet. Aus diesem Grund ist bei

diesen Patienten eine engmaschige Kontrolle (2-mal wöchentlich) des Serumkreatininwertes

erforderlich.

Vitamin-K-Antagonisten

Die gleichzeitige Gabe von Ciprofloxacin und einem Vitamin-K-Antagonist (z.B. Warfarin,

Acenocoumarol, Phenprocoumon oder Fluindione) kann die gerinnungshemmende Wirkung

verstärken. Das Risiko kann mit der zu Grunde liegenden Infektion, mit dem Alter und mit dem

allgemeinen Zustand des Patienten variieren, so dass der Effekt von Ciprofloxacin auf das erhöhte

INR (International Normalized Ratio) schwierig zu beurteilen sein kann. Das INR sollte während

und unmittelbar nach Co-Administration von Ciprofloxacin und einem Vitamin-K-Antagonist häufig

kontrolliert werden.

Orale Antidiabetika

Einzelfälle von Hypoglykämie wurden beobachtet bei der gleichzeitigen Gabe von Ciprofloxacin und

oralen Antidiabetika (überwiegend Sulfonylharnstoffe wie z.B. Glibenclamid und Glimepirid),

wahrscheinlich verursacht durch eine Verstärkung der Wirksamkeit der Antidiabetika.

Probenecid

Probenecid beeinflusst die renale Sekretion von Ciprofloxacin. Die gleichzeitige Gabe von

Probenecid (1000 mg) und Ciprofloxacin (500 mg) erhöhte die Serumkonzentration von

Ciprofloxacin zu etwa 50%, die Eliminationshalbwertzeit blieb unverändert, was bei Patienten,

welche diese beiden Medikamente gleichzeitig erhalten, beachtet werden sollte.

Methotrexat

Bei gleichzeitiger Gabe von Ciprofloxacin und Methotrexat können durch kompetitive Hemmung der

tubulären Sekretion von Methotrexat dessen Plasmaspiegel erhöht sein. Da dies zu einem

gesteigerten Risiko Methotrexat bedingter toxischer Reaktionen führen kann, sollten die Patienten

sorgfältig überwacht werden.

Tacrolimus

Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleichzeitig mit Tacrolimus und Ciprofloxacin

behandelt werden, da sich die von beiden Stoffen bekannte Nephrotoxizität oder Neurotoxizität

durch die gleichzeitige Gabe verstärken könnte.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Tierversuche haben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen ergeben, jedoch besteht die

Möglichkeit einer Schädigung des wachsenden Knorpels. Ciprofloxacin tritt in das Nabelschnurblut

und das Fruchtwasser über.

Ciprofloxacin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist

eindeutig indiziert. Bezüglich der präventiven Anwendung nach Exposition mit Milzbranderregern

siehe «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten».

Stillzeit

Ciprofloxacin konnte in der Muttermilch in ähnlichen Konzentrationen wie im mütterlichen Serum

nachgewiesen werden. Aufgrund der Möglichkeit einer Schädigung des wachsenden Knorpels, sollte

Ciprofloxacin in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt im

verstärkten Mass im Zusammenwirken mit Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Folgende unerwünschte Arzneimittelwirkungen wurden mit Ciprofloxacin in klinischen Studien

(n= 51'621) sowie im Rahmen der Marktüberwachung beobachtet:

Infektionen

Gelegentlich (0,1–1%): Mykotische Superinfektionen.

Selten (0,01–0,1%): Antibiotika-assoziierte Kolitis (in sehr seltenen Fällen ist ein fataler Ausgang

möglich).

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Gelegentlich (0,1–1%): Eosinophilie.

Selten (0,01–0,1%): Leukopenie, Anämie, Neutropenie, Leukozytose, Thrombozytopenie,

Thrombozytämie.

Sehr selten (<0,01%): Hämolytische Anämie, Agranulocytose, Panzytopenie (lebensbedrohlich),

Knochenmarksdepression (lebensbedrohlich).

Störungen des Immunsystems

Gelegentlich (0,1–1%): Hautreaktionen (siehe «Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes»).

Selten (0,01–0,1%): Allergische Reaktionen, allergisches Ödem/Angioödem

Sehr selten (<0,01%): Anaphylaktische Reaktionen, Arzneimittelfieber, anaphylaktischer Schock

(lebensbedrohlich, teilweise schon nach Ersteinnahme), Überempfindlichkeitsreaktionen vom Typ

der Serumkrankheit.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten (0,01–0,1%): Hyperglykämie, Hypoglykämie.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich (0,1–1%): Psychomotorische Hyperaktivität/Erregtheit.

Selten (0,01–0,1%): Verwirrung und Orientierungslosigkeit, Angstzustände, Albträume,

Depressionen (bis hin zu selbstgefährdendem Verhalten wie Suizidgedanken und Suizid oder

Suizidversuch), Halluzinationen.

Sehr selten (<0,01%): Psychotische Reaktionen (bis hin zu selbstgefährdendem Verhalten wie

Suizidgedanken und Suizid oder Suizidversuch).

Störungen des Nervensystems

Gelegentlich (0,1–1%): Kopfschmerzen, Benommenheit, Schlafstörungen, Geschmacksstörungen,

Müdigkeit, Schlaflosigkeit.

Selten (0,01–0,1%): Parästhesie, Dysästhesie, Hypoästhesie, Tremor, Krämpfe (inkl. Status

epilepticus), Schwindel.

Sehr selten (<0,01%): Migräne, Koordinationsstörungen, Geruchstörungen, Hyperästhesie,

intrakraniale Hypertonie (Pseudotumor cerebri).

Meldungen aus Marktbeobachtungen: Periphere Neuropathie, Polyneuropathie, Anosmie (in der

Regel reversibel bei Absetzung der Medikation), stechender Schmerz.

Augenleiden

Selten (0,01–0,1%): Sehstörungen.

Sehr selten (<0,01%): Farbenfehlsichtigkeit, Diplopie.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Selten (0,01–0,1%): Tinnitus, Taubheit.

Sehr selten (<0,01%): Schwerhörigkeit.

Funktionsstörungen des Herzens

Selten (0,01–0,1%): Tachykardie, Synkopen.

Meldungen aus Marktbeobachtungen: QT-Streckenverlängerung, ventrikuläre Arrhythmien,

Torsades de pointes. Diese unerwünschten Wirkungen wurden überwiegend in Patienten mit

weiteren Risikofaktoren für QT-Streckenverlängerungen beobachtet.

Funktionsstörungen der Gefässe

Selten (0,01–0,1%): Vasodilatation, Hypotonie.

Sehr selten (<0,01%): Vaskulitis, Hitzewallung.

Meldungen aus Marktbeobachtungen: Hypertonie.

Atmungsorgane (respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen)

Selten (0,01–0,1%): Dyspnoe (einschliesslich Asthmaanfälle).

Sehr selten (<0,01%): Brustschmerzen.

Gastrointestinale Störungen

Häufig (1–10%): Übelkeit, Durchfall, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit.

Gelegentlich (0,1–1%): Erbrechen, Schmerzen im gastrointestinalen Bereich/Unterleib, Dyspepsie,

Flatulenz.

Sehr selten (<0,01%): Pankreatitis, Pseudomembranöse Colitis.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Gelegentlich (0,1–1%): Transaminasewerte erhöht, Bilirubinämie.

Selten (0,01–0,1%): Leberfunktionsstörung, Ikterus, (nicht infektiöse) Hepatitis.

Sehr selten (<0,01%): Leberzellnekrose (in sehr seltenen Fällen bis hin zum lebensbedrohlichen

Leberausfall).

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich (0,1–1%): Rash, Pruritus, makropapulärer Rash, Urtikaria.

Selten (0,01–0,1%): Photosensitivitätsreaktionen, Blasenbildung, Hyperpigmentation.

Sehr selten (<0,01%): Petechien, Erythema multiforme minor, hämorrhagische Bullae, Erythema

nodosum, Stevens-Johnson-Syndrom (potenziell lebensbedrohlich), toxische epidermale Nekrolyse

(potenziell lebensbedrohlich).

Meldungen aus Marktbeobachtungen: Lyell-Syndrom, akute generalisierte exanthematische

Pustulose (AGEP).

Muskelskelettsystem (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der

Knochen)

Gelegentlich (0,1–1%): Arthralgie.

Selten (0,01–0,1%): Myalgie, Arthritis*, erhöhter Muskeltonus, Verkrampfungen.

Sehr selten (<0,01%): Muskelschwäche, Verstärkung der Symptome bei Patienten mit Myasthenia

gravis, Tendinitis, partielle oder vollständige Sehnenruptur (vor allem der Achillessehne; siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Bein- und Rückenschmerzen,

Sehnenscheidenentzündung.

* Diese Häufigkeitsangabe basiert auf Studiendaten bei Erwachsenen. Bei Kindern tritt Arthropathie

häufig auf (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Funktionsstörungen der Nieren und der ableitenden Harnwege

Gelegentlich (0,1–1%): Nierenfunktionsstörungen.

Selten (0,01–0,1%): Nierenversagen, Hämaturie, Kristallurie, interstitielle Nephritis.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig (1–10%): Überempfindlichkeitsreaktionen an der Injektions- oder Infusionsstelle.

Gelegentlich (0,1–1%): Unspezifische Schmerzen, Unwohlsein, Fieber.

Selten (0,01–0,1%): Ödeme, Schweissausbrüche.

Sehr selten (<0,01%): Gangstörungen, Phlebitis, allgemeines Schwächegefühl.

Untersuchungen

Gelegentlich (0,1–1%): alkaline Phosphatase erhöht.

Selten (0,01–0,1%): Prothrombinwerte ausserhalb der Norm, Lipase- und Amylasewerte erhöht.

Meldungen aus Marktbeobachtungen: erhöhte INR (International Normalized Ratio) bei Patienten in

Behandlung mit Vitamin K Antagonisten.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind in der Untergruppe der parenteral oder sequentiell

behandelten Patienten mit grösserer Häufigkeit aufgetreten:

Häufig: Erbrechen, Transaminasewerte vorübergehend erhöht, Rash.

Gelegentlich: Thrombozytopenie, Thrombozytämie, Verwirrung und Orientierungslosigkeit,

Halluzinationen, Parästhesie, Dysästhesie, Krämpfe, Schwindel, Sehstörungen, Taubheit,

Tachykardie, Vasodilatation, Hypotonie, vorübergehende Leberfunktionsstörung, Ikterus,

Nierenfunktionsstörungen, Ödeme.

Selten: Panzytopenie, Knochenmarksdepression, anaphylaktischer Schock, psychotische Reaktionen,

Migräne, Geruchstörungen, Schwerhörigkeit, Vaskulitis, Pankreatitis, Leberzellnekrose, Petechien,

Sehnenruptur.

Überdosierung

Symptome

Bei Vorkommen einer akuten, exzessiven Überdosierung wurde in einigen Fällen eine reversible

Nierentoxizität beobachtet.

Massnahmen

Abgesehen von den üblichen Notfallmassnahmen empfiehlt es sich, die Nierenfunktion und den

Urin-pH-Wert zu überwachen und gegebenenfalls Azidifizierung, um eine Kristallurie zu vermeiden.

Durch Hämo- oder Peritonealdialyse wird nur ein kleiner Prozentsatz von Ciprofloxacin (<10%) aus

dem Körper entfernt. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten, um eine Kristallurie zu

vermeiden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01MA02

Ciprofloxacin Fresenius i.v. (Ciprofloxacin) ist ein synthetisches Antibiotikum aus der Gruppe der

Chinolone.

Wirkungsmechanismus

Als ein Fluorchinolon-Antibiotikum besitzt Ciprofloxacin eine bakterizide Wirkung, die auf der

Hemmung der Topoisomerase II (DNS-Gyrase) und Topoisomerase IV, beruht. Beide Enzyme

werden für die bakterielle Replikation, Transkription, Rekombination und Reparatur der DNS

benötigt.

Ciprofloxacin verhindert, dass die für den normalen Stoffwechsel des Bakteriums notwendige

Information vom Chromosom abgelesen werden kann. Dies führt zu einer schnellen Abnahme der

Vermehrungsfähigkeit der Bakterien.

Ciprofloxacin zeichnet sich ferner dadurch aus, dass aufgrund seiner besonderen Wirkungsweise

keine generelle Parallelresistenz zu allen anderen Antibiotika ausserhalb der Chinolon-Gruppe

besteht. Somit ist Ciprofloxacin z.T. auch wirksam bei solchen Bakterien, die resistent gegen z.B.

Aminoglykoside, Penicilline, Cephalosporine, Tetracycline und andere Antibiotika sind.

Resistenz

Resistenzentwicklung gegenüber Ciprofloxacin – wie auch gegenüber anderen Chinolonen – wurde

bei Staphylococcus spp. beobachtet. Das gilt insbesondere für methicillinresistente Stämme von S.

aureus. Eine Zunahme der Resistenz wurde ebenfalls bei Pseudomonas aeruginosa beschrieben.

Wenn man die Literatur sorgfältig analysiert, zeigt sich, dass insbesondere solche Patienten gefährdet

sind, die über lange Zeit eine Antibiotika-Therapie erhalten müssen, wie bei zystischer Fibrose oder

Osteomyelitis.

Ähnlich ist die Situation bei besonders infektionsgefährdeten Patienten einzuschätzen, die aus

prophylaktischen oder therapeutischen Gründen eine intensive Antibiotika-Therapie benötigen (z.B.

Leukämiepatienten, bei denen eine selektive Suppression der Darmflora durchgeführt wird;

polytraumatisierte oder chirurgische Patienten, die über längere Zeit intensivmedizinischer

Massnahmen bedürfen).

Resistenzmechanismus

In vitro Resistenzen gegen Ciprofloxacin können durch einen schrittweisen Mutationsprozess der

DNS-Gyrase und Topoisomerase IV entstehen. Der Grad der hierdurch entstehenden Kreuzresistenz

zwischen Ciprofloxacin und anderen Fluorchinolonen ist variabel. Einzelmutationen führen

gewöhnlich nicht zu klinischen Resistenzen, während Mehrfachmutationen generell zu klinischen

Resistenzen gegenüber vielen oder allen Wirkstoffen der Stoffklasse führen.

Resistenzmechanismen, die andere Antibiotika inaktivieren, wie Permeationsbarrieren (häufig bei

Pseudomonas aeruginosa) und Effluxmechanismen, können die Empfindlichkeit gegen Ciprofloxacin

beeinflussen. Von plasmid-vermittelten, durch qnr-Gene codierten Resistenzen wurde berichtet.

Resistenzmechanismen die Penizilline, Cephalosporine, Aminoglykoside, Makrolide und

Tetrazykline inaktivieren, müssen nicht unbedingt auch die antibakterielle Wirksamkeit von

Ciprofloxacin vermindern. Organismen die gegen diese Antibiotika resistent sind, können gegen

Ciprofloxacin empfindlich sein.

Die bakterizide Konzentration (minimal bactericidal concentration, MBC) übersteigt im Allgemeinen

nicht die hemmende Konzentration (minimal inhibitory concentration, MIC) um mehr als einen

Faktor 2.

Pharmakodynamik

In-vitro Empfindlichkeitsdaten

Grenzwerte trennen empfindliche Stämme von Stämmen mit intermediärer Empfindlichkeit und

letztere von resistenten Stämmen:

EUCAST klinische MHK-Grenzwerte [mg/l] bzw. Disk Diffusionstest-Werte [mm]1 für

Ciprofloxacin (Version 3.1, www.escmid.org)

Spezies

Sensibel

[mg/l]

[mm]

Resistent

[mg/l]

[mm]

Enterobacteriaceae

≤0,5

≥22

>1

<19

Pseudomonas spp.

≤0,5

≥25

>1

<22

Acinetobacter spp.

≤1

>1

≥21

<21

Staphylococcus spp.2

≤1

≥20

>1

<20

S. pneumoniae3

≤0,12

≥50

≥2

<18

H. influenzae4

≤0,5

≥26

>0,5

<26

M. catarrhalis4

≤0,5

≥23

>0,5

<23

N. meningitidis5

≤0,03

>0,06

Keiner Spezies zuzuordnende Grenzwerte6, 7 ≤0,5

>1

1 5 µg Ciprofloxacin Disk

2 Staphylococcus spp.-Grenzwerte für Ciprofloxacin beziehen sich auf die Hochdosistherapie.

3 Wildtyp S. Pneumoniae wird nicht als empfindlich gegenüber Ciprofloxacin angesehen und wird

daher als intermediär eingestuft.

4 Stämme mit einem MHK oberhalb des S/I-Grenzwertes (S/I: Sensibel/Intermediär) sind sehr selten

bzw. wurden bisher nicht beschrieben. Die Identifikation und die Bestimmung der antimikrobiellen

Empfindlichkeit solcher Isolate muss wiederholt werden; falls die Resultate bestätigt werden, sollte

die Probe einem Referenzlabor vorgelegt werden. Diese Stämme sollten als resistent angesehen

werden, bis belegt ist, dass MHK-Werte höher als die oben angegebenen Grenzwerte antimikrobiell

wirksam sind. «Low-level» Resistenz gegenüber Fluorchinolonen (Ciprofloxacin MHK von 0,125-

0,5 mg/l) kann unter Umständen bei Haemophilus influenzae auftreten. Es liegen keine Hinweise

vor, dass diese «low level» Resistenz von klinischer Relevanz bei Atemwegsinfektionen mit H.

influenzae ist.

5 Grenzwerte gelten nur für die Prophylaxe von Krankheiten verursacht durch Meningokokken

6 «Keiner Spezies zuzuordnende Grenzwerte» wurden hauptsächlich auf Basis von

pharmakokinetischen/pharmakodynamischen Daten ermittelt und sind unabhängig von der MHK-

Verteilung bestimmter Spezies. Sie sind nur anwendbar auf Spezies, die keine Spezies-spezifischen

Grenzwerte haben und sind nicht anwendbar auf Spezies, bei denen die Interpretationskriterien noch

zu bestimmen sind (Gram-negative Anaerobier).

7 Grenzwerte gelten für parenterale Dosen von 2× 400 mg bis 3× 400 mg.

Mikrobiologische Empfindlichkeit

Die Häufigkeit der erworbenen Resistenz kann für ausgewählte Spezies geographisch und zeitlich

variieren, und lokale Informationen über Resistenzen sind wünschenswert, insbesondere wenn

schwere Infektionen behandelt werden. Bei Bedarf sollte der Rat eines Experten eingeholt werden,

wenn die örtliche Prävalenz der Resistenz den Nutzen des Wirkstoffes bei mindestens einigen

Infektionen in Frage stellt.

Üblicherweise empfindliche Spezies (in vitro):

Aerobe grampositive Mikroorganismen

·Bacillus anthracis

Aerobe gramnegative Mikroorganismen

·Aeromonas spp.

·Brucella spp.

·Citrobacter koseri

·Francisella tularensis

·Haemophilus ducreyi

·Haemophilus influenzae

·Legionella spp.

·Moraxella catarrhalis

·Neisseria meningitidis

·Pasteurella spp.

·Salmonella spp.

·Shigella spp.

·Vibrio spp.

·Yersinia pestis

Anaerobe Mikroorganismen

·Mobiluncus

Andere Mikroorganismen

·Chlamydia trachomatis

·Chlamydia pneumoniae

·Mycoplasma hominis

·Mycoplasma pneumoniae

Spezies, die variierende Empfindlichkeit gegen Ciprofloxacin zeigen:

·Acinetobacter baumannii

·Burkholderia cepacia

·Campylobacter spp.

·Citrobacter freundii

·Enterococcus faecalis

·Enterobacter aerogenes

·Enterobacter clocae

·Escherichia coli

·Klebsiella pneumoniae

·Klebsiella oxytoca

·Morganella morganii

·Neisseria gonorrhoeae

·Proteus mirabilis

·Proteus vulgaris

·Providencia spp.

·Pseudomonas aeruginosa

·Pseudomonas fluorescens

·Serratia marcescens

·Staphylococcus aureus (Methicillin-empfindlich)

·Staphylococcus saprophyticus

·Streptococcus spp.

·Peptostreptococcus spp.

·Propionibacterium acnes

Von Natur aus resistente Spezies

·Staphylococcus aureus (Methicilin-resistent)

·Stenotrophomonas maltophilia

·Actinomyces

·Enterococcus faecium

·Listeria monocytogenes

·Mycoplasma genitalium

·Ureaplasma urealitycum

·Anaerobe Mikroorganismen, ausser Mobiluncus, Peptostreptococcus, Propionibacterium

acnes

Ciprofloxacin bei Milzbrand

Die empfohlene Dosis zur Behandlung von Milzbrand basiert überwiegend auf in vitro

Empfindlichkeitsdaten und Daten aus Tier-experimentellen Studien sowie auf limitierten Daten von

Menschen. Eine 60-tägige Behandlung mit 500 mg Ciprofloxacin 2-mal täglich wird als effektiv

angesehen um eine Infektion zu verhindern. Der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin wird

aufgefordert sich an nationalen und/oder internationalen Richtlinien zur Behandlung von Milzbrand

zu orientieren.

Bei Erwachsenen und Kindern wurden nach Verabreichung der empfohlenen Dosen Ciprofloxacin

durchschnittliche Plasmaspiegel erreicht, die gleich oder oberhalb der bei Rhesusaffen gemessenen

liegen, die Milzbrandsporen inhaliert hatten und danach mit Ciprofloxacin behandelt wurden. Der

Unterschied in der Mortalität der mit Ciprofloxacin behandelten Tiere zur unbehandelten

Kontrollgruppe war zugunsten der behandelten Tiere statistisch signifikant (p= 0,001).

Die Pharmakokinetik von Ciprofloxacin beim Menschen ist umfassend untersucht (siehe auch Rubrik

«Pharmakokinetik»).

Verträglichkeitsdaten nach Langzeitgabe an Kinder, inklusive der Wirkungen auf das

Knorpelgewebe sind nur sehr begrenzt verfügbar (siehe Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»).

In einer placebokontrollierten Studie wurden Rhesusaffen einer zu inhalierenden Dosis von

Milzbrandsporen ausgesetzt, die im Durchschnitt dem 11-fachen der LD50 entsprach (ca. 5,5× 105,

Bandbreite 5-30 LD50). Die minimale Hemmkonzentration (MHK90) für den eingesetzten B.

anthracis-Stamm war mit 0,08 µg/ml bestimmt worden. Nach oraler Gabe von 125 mg Ciprofloxacin

im Abstand von 12 Stunden über 30 Tage wurden zum Zeitpunkt Tmax (1 Stunde nach der

Einnahme) wie auch im steady state Serumspitzenspiegel von 0,98 µg/ml bis 1,69 µg/ml erreicht.

Die durchschnittlichen Serumspiegel 12 Stunden nach der Einnahme, die so genannten «trough»-

Spiegel, lagen zwischen 0,12 und 0,19 µg/ml. Eine Therapie wurde 24 Stunden nach der Exposition

mit Milzbrandsporen eingeleitet. Die Mortalität war bei den Tieren, die über 30 Tage mit

Ciprofloxacin oral behandelt worden waren, deutlich geringer (1/9 Tieren) als in der Placebogruppe

(9/10 Tieren). Der Unterschied war hochsignifikant (p= 0,001). Das eine mit Ciprofloxacin

behandelte Tier verstarb nach Abschluss der 30-tägigen Behandlung.

Pharmakokinetik

Bei Erwachsenen wurde im Steady State nach intravenöser Applikation von 400 mg alle 12 Stunden

ein Serumspitzenspiegel von 4,56 µg/ml gemessen. Es wurde im Steady State 12 Stunden nach der

letzten Applikation der so genannte Trough-Spiegel mit durchschnittlich 0,2 µg/ml bestimmt.

Bei 10 Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren wurden nach zweimaliger Infusion von 10 mg/kg über

30 Minuten im Abstand von 12 Stunden Serumspitzenkonzentrationen von 8,3 µg/ml erreicht, die

Trough-Konzentrationen variierten zwischen 0,09 und 0,26 µg/ml. Im Anschluss nahmen die Kinder

Ciprofloxacin in einer Dosis von 15 mg/kg ein. Langfristige Sicherheitsdaten, inkl. Daten betreffend

Wirkungen auf Gelenke und/oder das umgebende Gewebe, nach Einnahme von Ciprofloxacin sind

limitiert, siehe auch Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Absorption

Nach einer Infusion wurden maximale Serumkonzentrationen am Ende der Infusionen erreicht

(1,8 mg/l nach Infusion von 100 mg während 30 Min.; 3,4 mg/l nach Infusion von 200 mg während

30 Min.; 3,9 mg/l nach Infusion von 400 mg während 60 Min.). Die Pharmakokinetik erwies sich

dabei als linear.

Distribution

Ciprofloxacin ist an den Orten der Infektion, nämlich in den Flüssigkeiten und Geweben des

Körpers, in mehrfach höheren Konzentrationen enthalten als im Serum. Das Verteilungsvolumen von

Ciprofloxacin beträgt im steady state 2-3 l/kg. Da die Proteinbindung von Ciprofloxacin gering ist

(20-30%) und die Substanz im Blutplasma überwiegend in nicht ionisierter Form vorliegt, kann

nahezu die gesamte Menge der applizierten Dosis frei in den Extravasalraum diffundieren. Auf diese

Weise können die Konzentrationen in bestimmten Körperflüssigkeiten und Geweben die

korrespondierenden Serumspiegel deutlich überschreiten.

Nur geringe Konzentrationen von Ciprofloxacin gelangen in den cerebrospinalen Liquor, die

Maximalkonzentration beträgt etwa 6-10% derjenigen des Serums.

Nach intravenöser Gabe sind die Ciprofloxacin-Konzentrationen in der Gallenflüssigkeit um ein

Mehrfaches höher als im Serum.

Metabolismus/Elimination

Die durchschnittliche Serumhalbwertszeit beträgt ca. 4 Stunden. Nach intravenöser Infusion werden

71% der verabreichten Dosis mit dem Urin und weitere 17,8% mit dem Faeces ausgeschieden. Die

nicht-renale Ausscheidung von Ciprofloxacin erfolgt hauptsächlich durch aktive transintestinale

Sekretion als auch durch Metabolisierung. Ca. 10-20% einer Einzeldosis werden als Metabolite

ausgeschieden. Die im Einzelnen wiedergefundenen Mengen der Metaboliten sind nachstehend

aufgeführt:

Ausscheidung (in %

der Ciprofloxacin-

Dosis)

intravenöse

Anwendung

Substanz

Harn

Faeces

Ciprofloxacin

61,5

15,2

Desethylenciprofloxacin 1,3

Sulfociprofloxacin

Oxociprofloxacin

Summe

71,0

17,8

Ein viertes Abbauprodukt (Formylciprofloxacin) wurde zu weniger als 0,1% in nur einigen Proben

gefunden.

Drei der vier Ciprofloxacin-Metaboliten zeigen eine der Nalidixinsäure vergleichbare bzw. geringere

antibakterielle Aktivität. Der mengenmässig kleinste Metabolit (Formylciprofloxacin) ist gleichzeitig

der aktivste und seine Wirksamkeit entspricht weitgehend der von Norfloxacin.

Mehr als 90% der renalen Ausscheidung erfolgt in den ersten 24 Stunden. Ein Vergleich der

pharmakokinetischen Parameter einer zweimonatigen und dreimonatigen intravenösen Gabe

erbrachte keinerlei Hinweise einer Kumulation von Ciprofloxacin und seiner Metaboliten.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten sollte die Kreatinin-Clearance geprüft werden, da die Eliminationshalbwertszeit

verlängert sein kann.

Kinetik bei eingeschränkter Nierenfunktion

Erwachsene:

Bei eingeschränkter Nierenfunktion (ab einer Kreatinin-Clearance <20 ml/min) ist die Dosis zu

halbieren oder das Dosierungsintervall zu verdoppeln.

Kinder:

Pädiatrische Patienten mit einer Nierenfunktion weniger als 50 ml/min Kreatinin-Clearance wurden

aus der Studie bei Kindern mit komplizierten Harnwegsinfektionen und Pyelonephritis

ausgeschlossen. Es liegen keine Angaben über Dosisanpassungen bei Kindern mit mässiger bis

schwerer Niereninsuffizienz vor.

Kinetik bei eingeschränkter Leberfunktion

Aufgrund der geringen Metabolisierungsrate von Ciprofloxacin ist eine Kumulation bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion unwahrscheinlich.

Kinetik bei Kindern

Es sind nur begrenzte Daten zur Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten verfügbar. In einer

Studie mit an zystischer Fibrose erkrankten Kindern (älter als ein Jahr) wurde keine

Altersabhängigkeit von Cmax und AUC festgestellt. Die Clearance war höher als bei Erwachsenen

(ohne zystische Fibrose) und die in der Studie verwendete Dosis war deutlich höher (berechnet auf

mg/kg Basis) als die bei Erwachsenen verwendete. Bei Mehrfach-Dosierung (3-mal täglich 10

mg/kg) trat kein relevanter Anstieg von Cmax und AUC auf. Nach einer 1-stündigen intravenösen

Infusion von 10 mg/kg bei 10 Kindern unter 1 Jahr mit schwerer Sepsis betrug Cmax 6,1 mg/l

(Bereich 4,6–8,3 mg/l) während im Vergleich dazu bei Kindern von 1–5 Jahren Cmax bei 7,2 mg/l

(Bereich 4,7–11,8 mg/l) lag. Die AUC-Werte in den genannten Altersgruppen betrugen 17,4 mg*h/l

(Bereich 11,8–32,0 mg*h/l) und 16,5 mg*h/l (Bereich 11,0–23,8 mg*h/l). Diese Werte liegen in dem

Bereich, der bei Erwachsenen bei entsprechenden therapeutischen Dosen ermittelt wurde. Basierend

auf populationspharmakokinetischen Analysen bei pädiatrischen Patienten mit verschiedenen

Infektionen wurde eine Halbwertszeit von ca. 4–5 Stunden berechnet.

Präklinische Daten

Akute Toxizität

Die akute Toxizität von Ciprofloxacin kann als sehr gering eingestuft werden. Nach intravenöser

Infusion betrug die LD50 je nach Tierspezies 125–290 mg/kg.

Chronische Toxizität (Untersuchungen über 6 Monate)

In der höchsten Dosisgruppe (20 mg/kg) wurden bei Affen leicht erhöhte Harnstoff- und

Kreatininkonzentrationen registriert sowie Alterationen der distalen Nierentubuli.

Kanzerogenitäts- und Mutagenitätstudien

In Kanzerogenitätsstudien an Mäusen (21 Monate) und Ratten (24 Monate) mit Dosen bis zu 1000

mg/kg Körpergewicht pro Tag bei Mäusen und 125 mg/kg Körpergewicht pro Tag bei Ratten

(Steigerung nach der 22. Woche auf 250 mg/kg Körpergewicht pro Tag) ergaben sich bei keiner

Dosisgruppe Hinweise auf eine kanzerogene Wirkung.

Die Resultate der in vitro und in vivo Mutagenitätsstudien ergaben keine Verdachtsmomente für eine

mutagene Wirkung von Ciprofloxacin. Diese Bewertung steht im Einklang mit den negativen

Ergebnissen der Kanzerogenitätsstudien an Ratten und Mäusen.

Reproduktionstoxikologische Untersuchungen

Die Fertilitätsleistungen, die intrauterine Entwicklung und die postnatale Entwicklung der Jungtiere

(Ratten) sowie die Fertilitätsleistung der F1-Generation wurden durch Ciprofloxacin nicht

beeinträchtigt. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte für embryotoxische oder teratogene Wirkungen

durch Ciprofloxacin. Es wurden keinerlei Einflüsse auf die peri– und postnatale Entwicklung der

Tiere festgestellt. Am Ende der Aufzuchtphase waren an den Gelenken der Jungtiere histologisch

keine Schädigungen nachweisbar.

Spezielle Verträglichkeitsuntersuchungen: Untersuchungen zur Gelenkverträglichkeit

Wie auch von anderen Gyrasehemmern bekannt, verursacht Ciprofloxacin Schädigungen an den

grossen, gewichttragenden Gelenken juveniler Tiere. Das Ausmass der verursachten Knorpelschäden

ist alters-, spezies- und dosisabhängig, und eine Entlastung der Gelenke reduziert die

Knorpelschäden erheblich. In den mit ausgewachsenen Tieren durchgeführten Studien (Ratte, Hund)

fanden sich keine Hinweise auf Knorpelläsionen.

In einer Studie mit jungen Beagle-Hunden rief Ciprofloxacin nach zweiwöchiger Behandlung mit

Dosen 1,3 bis 3,5 mal höher als die therapeutische Dosis schwere Gelenkschäden hervor, die auch

nach 5 Monaten noch gefunden wurden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Ciprofloxacin Fresenius i.v. darf nicht mit Lösungen gemischt werden, welche bei einem pH von

ungefähr 4 nicht stabil sind. Optische Zeichen der Inkompatibilität sind z.B. Ausfällung, Trübung,

Verfärbung. Ciprofloxacin Fresenius i.v. darf nur mit den unter Kompatibilitäten aufgeführten

Arzneimitteln gemischt werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Die in vitro Aktivität von Ciprofloxacin gegen Mycobacterium tuberculosis kann zu falschnegativen

bakteriologischen Ergebnissen bei Proben von Patienten führen, die derzeitig Ciprofloxacin

einnehmen.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichnetem Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern.

Nicht kühlen, nicht einfrieren (Niederschlagsbildung möglich).

Beutel bis zur Verwendung im Aluminiumbeutel aufbewahren (lichtempfindlich). Flaschen bis zur

Verwendung im Karton aufbewahren (lichtempfindlich).

Wegen der Gefahr einer mikrobiellen Kontamination muss die Lösung sofort nach Anbruch resp.

Verdünnung verwendet werden.

Hinweise für die Handhabung

Die intravenöse Gabe von Ciprofloxacin erfolgt über eine Dauer von 60 Minuten. Die Infusion ist –

sofern die Kompatibilität mit anderen Infusionslösungen/Arzneimitteln nicht erwiesen ist –

grundsätzlich getrennt zu applizieren. Die langsame Infusion in eine grosse Vene minimiert das

Unbehagen für den Patienten und reduziert das Risiko einer Venenirritation.

Kompatibilitäten

Ciprofloxacin Fresenius i.v. ist mit NaCl 0,9%, Ringerlösung, Ringerlactat, Glucose 5%, 10%,

Glucose 5% mit NaCl 0,225% sowie Glucose 5% mit NaCl 0,45% Mischlösungen kompatibel bei

einer Ciprofloxacin Konzentration von 0,4-1 mg/ml. Die Kompatibilität dieser Lösungen wurde für

Mischungsverhältnis-Bereiche von 1:1 und 1:4 geprüft, entsprechend einer Ciprofloxacin-

Konzentration von 0,4 bis 1 mg/ml. Die Infusionslösung ist, sofern die Kompatibilität nicht erwiesen

ist, grundsätzlich getrennt zu applizieren.

Keine Mischungen in Glasflaschen zubereiten. Aus mikrobiologisch-hygienischen Gründen sollen

diese Infusionslösungen möglichst bald nach ihrer Herstellung verwendet werden.

Im Anschluss an die intravenöse Anwendung ist eine orale Weiterbehandlung möglich.

Zulassungsnummer

57929 (Swissmedic).

Packungen

Freeflex-Beutel (Polyolefin) mit Aluminium Umverpackung oder Polyethylen-Flasche (KabiPac)

Ciprofloxacin Fresenius i.v. 100 mg/50 ml:

10 Freeflex-Beutel [A]

1, 10 Flaschen [A]

Ciprofloxacin Fresenius i.v. 200 mg/100 ml:

10 Freeflex-Beutel [A]

1, 10 Flaschen [A]

Ciprofloxacin Fresenius i.v. 400 mg/200 ml:

10 Freeflex-Beutel [A]

1, 10 Flaschen [A]

Zulassungsinhaberin

Fresenius Kabi (Schweiz) AG, 6370 Oberdorf NW.

Stand der Information

Juni 2017.

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Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

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