Cinqaero

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Cinqaero Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • reslizumabum 100 mg, saccharum, natrii acetas trihydricus, acidum aceticum glaciale, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 10 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Cinqaero Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Zusatztherapie bei schwerem eosinophilem Asthma bei Erwachsenen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 66340
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-11-2017
  • Letzte Änderung:
  • 02-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

CINQAERO® Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Teva Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Reslizumab.

Hilfsstoffe:

Saccharum, Natrii acetas trihydricus, Acidum aceticum glaciale, Aqua ad iniectabile.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Jede Durchstechflasche enthält 100 mg

Reslizumab in 10 ml (10 mg/ml).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

CINQAERO wird angewendet als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerem

eosinophilem Asthma, das durch folgende Kriterien gekennzeichnet ist:

·Mindestens eine Exazerbation in den vorausgegangenen 12 Monaten unter hochdosierten

inhalativen Kortikosteroiden plus einem weiteren Antiasthmatikum.

·Eosinophilenzahl im Blut von ≥0.4G/L (entspricht ≥400 Zellen/µL) vor Behandlungsbeginn oder

≥0.4G/L bevor eine Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden begonnen worden war.

Dosierung/Anwendung

CINQAERO sollte von Ärzten verschrieben werden, die Erfahrung in der Diagnose und Behandlung

des oben genannten Anwendungsgebiets haben (s. «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten»).

Dosierung

Die empfohlene Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht und beträgt 3 mg/kg einmal alle vier

Wochen.

Nach spätestens 8 Gaben CINQAERO sollte der Therapieerfolg beurteilt und über die Fortführung

der Behandlung entschieden werden. Zur Beurteilung des Ansprechens auf die Zusatztherapie sind

eine sorgfältige Erfassung der Asthmakontrolle, des Bedarfs an systemischen Kortikosteroiden und

der Exazerbationshäufigkeit vor und unter der Behandlung notwendig. Im Falle eines Ansprechens

ist CINQAERO für die Langzeitbehandlung vorgesehen. Der Nutzen und die Notwendigkeit einer

Fortführung der Therapie sollte mindestens jährlich überprüft werden, basierend auf der ärztlichen

Beurteilung des Krankheitsschweregrads und der Exazerbationskontrolle.

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird

empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Versäumte Dosis

Wird eine Reslizumab-Infusion am vereinbarten Termin versäumt, sollte die Verabreichung

schnellstmöglich mit der vorgesehenen Dosis und gemäss dem Dosierungsschema fortgesetzt

werden. Es darf nicht eine doppelte Dosis angewendet werden, um eine versäumte Dosis

nachzuholen.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von Reslizumab bei Patienten über 75 Jahren vor. Da

bei Patienten über 65 Jahren und Patienten im Alter von 18 bis <65 Jahren eine ähnliche Reslizumab-

Exposition beobachtet wurde, wird eine Dosisanpassung nicht empfohlen (s. «Pharmakokinetik»).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich (s.

«Pharmakokinetik»).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich (s.

«Pharmakokinetik»).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von CINQAERO bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist

für das Anwendungsgebiet von CINQAERO nicht erwiesen.

Art der Anwendung

CINQAERO wird als intravenöse Infusion verabreicht. Es darf weder subkutan, oral noch

intramuskulär verabreicht werden.

Für Anweisungen zur Zubereitung der Infusionslösung und deren Anwendung, siehe unter «Sonstige

Hinweise».

Die Infusion muss sofort beendet werden, wenn es beim Patienten zu einer

Überempfindlichkeitsreaktion gegen Reslizumab oder einen der sonstigen Bestandteile kommt (s.

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Reslizumab oder einem der Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Reslizumab sollte nicht zur Behandlung von akuten Asthma-Exazerbationen angewendet werden.

Während der Behandlung können Asthma-assoziierte Symptome oder Exazerbationen auftreten.

Patienten sollten angewiesen werden, medizinischen Rat einzuholen, wenn sich ihr Asthma nach

Behandlungsbeginn weiterhin nicht kontrollieren lässt oder sich verschlimmert.

Überempfindlichkeit und verabreichungsbedingte Reaktionen

CINQAERO sollte von einer medizinischen Fachkraft angewendet werden, die in der Lage ist,

Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Anaphylaxie zu behandeln (s. «Hinweise zur

Anwendung»)

Über akute schwere systemische Reaktionen, einschliesslich anaphylaktischer Reaktionen wurde im

Zusammenhang mit Reslizumab berichtet (s. «Unerwünschte Wirkungen»). Diese Nebenwirkungen

wurden während oder innerhalb von 20 Minuten nach Abschluss der Infusion berichtet. Patienten

sollten während und für einen angemessenen Zeitraum nach der Verabreichung von Reslizumab

unter Beobachtung gestellt werden. Beim Auftreten einer anaphylaktischen Reaktion ist die

Verabreichung von Reslizumab sofort zu beenden und eine entsprechende medizinische Behandlung

einzuleiten; Reslizumab darf danach nicht wieder verabreicht werden (s. «Kontraindikationen»).

Patienten sollten darüber aufgeklärt werden, wie sie Symptome von schwerwiegenden allergischen

Reaktionen erkennen können.

Parasitäre Infektionen (Wurmerkrankungen)

An der immunologischen Reaktion infolge von Wurminfektionen können Eosinophile beteiligt sein.

Bestehende Wurminfektionen sollten bei Patienten behandelt werden, bevor mit einer Reslizumab-

Therapie begonnen wird. Falls es während der Behandlung mit Reslizumab bei Patienten zu einer

Infektion kommt und diese nicht auf eine antihelminthische Behandlung ansprechen, ist ein

vorübergehendes Absetzen der Therapie in Erwägung zu ziehen.

Interaktionen

Mit Reslizumab wurden keine formellen Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen

durchgeführt.

Reslizumab wurde nicht bei Patienten untersucht, die, mit Ausnahme von oralen Kortikosteroiden

(OCS), gleichzeitig Immunsuppressiva einnehmen; das Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von

Reslizumab ist daher bei diesen Patienten nicht bekannt.

Zur Impfantwort bei Impfungen während einer Therapie mit Reslizumab liegen keine

aussagekräftigen Erfahrungen vor. Das Risiko bei Verabreichung von Lebendimpfstoffen unter

Reslizumab ist nicht untersucht.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als

300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Reslizumab bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität. Aus Vorsichtsgründen soll CINQAERO

während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, es sei denn dies ist eindeutig erforderlich

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Reslizumab in die Muttermilch übergeht. Die zur Verfügung stehenden

pharmakodynamischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass Reslizumab in die Milch

übergeht. Unter Abwägung der Vorteile des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung

für die Mutter muss entweder abgestillt oder die Behandlung mit Cinqaero eingestellt werden.

Fertilität

Bisher liegen keine Daten zur Fertilität beim Menschen vor. Die zur Verfügung stehenden

präklinischen Daten weisen nicht auf eine Auswirkung auf die Fertilität hin.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine spezifischen Studien zum Einfluss von CINQAERO auf die Fahrtüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung war ein Anstieg der Creatin-Phosphokinase im Blut bei

etwa 2% der Patienten. Anaphylaktische Reaktionen traten bei weniger als 1% der Patienten auf.

Während kontrollierten klinischen Studien, lag der Anteil der Patienten, welche die Studie aufgrund

unerwünschter Wirkungen abgebrochen haben sowohl in der Reslizumab-Gruppe als auch in der

Placebo-Gruppe bei 5%.

Auflistung der unerwünschten Wirkungen

Insgesamt erhielten 2'195 Probanden mindestens eine Dosis Reslizumab. Davon wurden 1'006

Patienten für mindestens 6 Monate, 759 Patienten für mindestens 1 Jahr und 238 Patienten für mehr

als 2 Jahre (bis zu 3 Jahre) behandelt.

In placebokontrollierten Asthma-Studien, in denen 1'028 Patienten bis zu 52 Wochen lang mit einer

intravenös verabreichten Reslizumab-Dosis von 3 mg/kg behandelt wurden, wurden die folgenden

unerwünschten Nebenwirkungen berichtet. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-

Systemorganklasse und Häufigkeit aufgelistet. Die Häufigkeiten sind definiert als sehr häufig

(≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr

selten (<1/10'000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Anaphylaktische Reaktion.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Myalgie.

Untersuchungen

Häufig: Anstieg der Creatin-Phosphokinase im Blut.

Anaphylaktische Reaktion

In den placebokontrollierten sowie den Open-Label Asthma-Studien wurde als schwerwiegende

Nebenwirkung eine anaphylaktische Reaktion berichtet, die bei 3 Patienten (0.19%) auf Reslizumab

zurückgeführt wurde. Diese Reaktionen traten während oder innerhalb von 20 Minuten nach

Abschluss der Reslizumab-Infusion frühestens nach der zweiten Dosis auf und klangen nach einer

Standardbehandlung ohne Nachwirkung vollständig ab. Manifestationen betrafen unter anderem die

Haut oder Schleimhäute, und es kam zu Dyspnoe, Giemen, gastrointestinalen Symptomen und

Schüttelfrost. Diese Fälle führten zum Abbruch der Behandlung (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Myalgie

In den placebokontrollierten Asthma-Studien wurde in der 3 mg/kg-Reslizumab-Gruppe von 0,97%

der Patienten (10 von 1'028) Myalgie berichtet, verglichen mit 0,55% der Patienten (4 von 730) in

der Placebo-Gruppe.

Anstieg der Creatin-Phosphokinase im Blut

Der Anstieg von Creatin-Phosphokinase im Blut war in den meisten Fällen vorübergehend und

asymptomatisch und hat nicht zu einem Abbruch der Behandlung geführt.

Malignitäten

Die Auswirkung der Verringerung von Eosinophilen durch einen anti-IL 5 Wirkstoff, wie

Reslizumab, auf die Entwicklung von bösartigen Tumoren ist nicht bekannt. In placebokontrollierten

klinischen Studien wurde bei 6 von 1'028 Patienten (0.6%), die mit 3 mg/kg Reslizumab behandelt

wurden, von mindestens einem bösartigem Tumor berichtet, verglichen mit 2 von 730 Patienten

(0.3%) in der Placebo-Gruppe. Die in der Reslizumab-Gruppe beobachteten Malignitäten waren

divers und ohne Häufung bei bestimmten Gewebetypen. Die Mehrheit der Malignitäten wurde

innerhalb einer Reslizumab-Exposition von weniger als 6 Monaten diagnostiziert.

Überdosierung

Die höchste Einzeldosis, die intravenös verabreicht wurde, lag bei 12,1 mg/kg und war ohne

klinische Konsequenzen für den Patienten. Für den Fall einer Überdosierung wird empfohlen, dass

der Patient auf alle Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen überwacht wird und eine

entsprechende symptomatische Behandlung erhält.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R03DX08

Wirkmechanismus

Reslizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper (IgG4, kappa), der gegen das humane

Interleukin-5 (IL-5) gerichtet ist. Reslizumab bindet spezifisch an IL-5 und stört die Bindung von IL-

5 an dessen Zelloberflächenrezeptor. IL-5 ist ein wichtiges Zytokin für die Differenzierung, Reifung,

Rekrutierung und Aktivierung von humanen Eosinophilen. Reslizumab bindet mit pikomolarer

Affinität an humanes IL-5 und hemmt dadurch dessen biologische Funktion; somit werden die

Überlebensrate und Aktivität der Eosinophilen verringert.

Pharmakodynamische Wirkungen

Auswirkung auf Eosinophile im Sputum

In einer 15-wöchigen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Phase-2-

Studie mit 3 mg/kg Reslizumab wurde die Wirkung von Reslizumab bei Patienten mit Asthma und

erhöhten Eosinophilenzahlen im Sputum (mindestens 3%) untersucht. Am Ende der Therapie wurden

in einer Untergruppe von 38 erwachsenen Patienten die Eosinophilenzahlen im Sputum gemessen. In

dieser Studie wurde der Anteil der Eosinophilen im Sputum in der Reslizumab-Gruppe am Ende der

Therapie im Vergleich zum mittleren Ausgangswert von 17.4% (Standardabweichung: 15.9%) um

82% verringert.

Auswirkung auf Eosinophile im Blut

In den klinischen Studien I und II mit 3 mg/kg Reslizumab waren ab der ersten Dosis und während

der 52 Behandlungswochen Verringerungen der Eosinophilenzahlen im Blut zu sehen, ohne

Anzeichen von Tachyphylaxie. In den gepoolten Daten lagen die mittleren Eosinophilenzahlen zu

Studienbeginn in den Placebogruppen bei 655 µl-1 (n = 476) und in den mit Reslizumab behandelten

Gruppen bei 654 µl-1 (n = 477) und nach 52 Wochen bei 514 µl-1 (n = 405) bzw. 61 µl-1 (n = 407).

Bei den Reslizumab-Patienten, die an der 90-tägigen Nachuntersuchung teilnahmen, näherten sich

die Eosinophilenwerte wieder dem Ausgangswert an (394 µl-1, n = 36). Die Abnahme der

Eosinophilen im Blut war abhängig von den Reslizumabspiegeln.

Klinische Wirksamkeit

Übersicht zur klinischen Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Reslizumab bei eosinophilem Asthma (Eosinophile im Blut ≥400 µl-1) wurde

in drei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien (Studien I bis III) über 16 bis

52 Wochen untersucht, an denen 1'268 Patienten teilnahmen, deren mittelschweres bis schweres

Asthma mit mittleren bis hohen Dosen ICS (mindestens 440 µg Fluticasonpropioat oder

gleichwertige Behandlung) mit oder ohne anderen Antiasthmatika nur unzureichend zu kontrollieren

war; eine vorherige Immuntherapie mit Allergenen war erlaubt.

Studien I und II waren 52-wöchige, randomisierte, placebokontrollierte Studien mit Patienten, die in

den vorausgegangenen zwölf Monaten mindestens eine Asthma-Exazerbation hatten, die einer

systemischen Kortikosteroid-Anwendung bedurfte. Orale Kortikosteroide [OCS]-

Erhaltungstherapien (Prednison-Äquivalenzdosis von bis zu 10 mg pro Tag) waren erlaubt. Die

Patienten erhielten 13 Dosen mit Placebo oder mit 3 mg/kg Reslizumab, die einmal alle 4 Wochen

verabreicht wurden.

Studie III war eine 16-wöchige, randomisierte, placebokontrollierte Studie. Eine vorherige Asthma-

Exazerbation war für diese Studie nicht erforderlich. OCS-Erhaltungstherapien waren nicht erlaubt.

Die Patienten erhielten 4 Dosen mit Placebo oder mit 0,3 mg/kg bzw. 3 mg/kg Reslizumab, die

einmal alle 4 Wochen verabreicht wurden.

Tabelle 1 zeigt die Demografie und Merkmale zu Studienbeginn in den Studien I, II und III.

Tabelle 1: Demografie und Merkmale zu Studienbeginn in den Asthma-Studien I-III

Demografie oder Merkmale zu Studienbeginn

Studie I

(n = 489)

Studie II

(n = 464)

Studie III

(n = 315)

Demographie

Alter, Mittelwert in Jahren

46,65

46,97

43,89

Dauer der Asthma-Erkrankung, Mittelwert in Jahren

19,28

18,41

20,35

Lungenfunktionstests

FEV1a vor Bronchodilatation, vorhergesagter Mittelwert in

64,31

69,21

70,14

Eosinophilenzahlen

Mittlere Eosinophilenzahl im Blut zu Studienbeginn, µl-1

Exazerbationen in der Vorgeschichte

Mittlere Anzahl Exazerbationen im vorherigen Jahr

1,99

1,94

2,03

Anteil Patienten mit den Stufen 4 und 5 gemäss GINAc

GINA 4, %

GINA 5, %

<1

Patienten mit refraktärem Asthmad

n. v.b

a FEV1 = Einsekundenkapazität

b n. v. = nicht verfügbar

c Die GINA-Klassifizierung basiert auf der Definition der Global Initiative for Asthma

(GINA): Patienten der GINA-Stufe 4 erhielten mittlere bis hohe Dosen ICS sowie ein

weiteres Antiasthmatikum. Patienten der GINA-Stufe 5 erhielten zusätzlich eine begleitende

OCS-Erhaltungstherapie.

d Der Anteil an Patienten mit refraktärem Asthma (entspricht der Definition für refraktäres

Asthma, die im Jahr 2000 auf dem von der American Thoracic Society [ATS]/European

Respiratory Society [ERS] gehaltenen Seminar getroffen wurde) in den Studien I und II

wurde post-hoc analysiert.

Studien I und II

In den Studien I und II bestand der primäre Wirksamkeitsparameter in der Häufigkeit der Asthma-

Exazerbationen bei jedem Patienten während des 52-wöchigen Behandlungszeitraums. In beiden

Studien war eine Asthma-Exazerbation definiert als eine Verschlechterung des Asthmas, die der

folgenden medizinischen Intervention bedurfte:

1.Anwendung von systemischen Kortikosteroiden oder erhöhter Bedarf an ICS-Behandlungen über 3

oder mehr Tage und/oder

2.Asthma-bedingte Notfallbehandlung, die mindestens zu einer der folgenden Situationen führte:

ungeplanter Besuch beim jeweiligen Facharzt zur Behandlung mit Inhalativa oder einer anderen

dringenden Behandlung, um eine Verschlechterung von Asthma-Symptomen zu verhindern; ein

Besuch in der Notaufnahme zur Behandlung des Asthmas; oder Asthma-bedingte

Krankenhauseinweisung.

Gesamtpopulation

In den Studien I und II kam es bei Patienten, die 3 mg/kg Reslizumab erhielten, zu signifikanten

Verringerungen bei den Asthma-Exazerbationen (50% bzw. 59%) im Vergleich zu Placebo (siehe

Tabelle 2). Die Gesamtreduktion betrug 54%.

Tabelle 2: Häufigkeit der Asthma-Exazerbationen während des 52-wöchigen

Behandlungszeitraums – Studien I und II, gepoolte Daten (Studien I und II) für die

Gesamtpopulation und GINA 4 und 5 Untergruppe

Behandlungsgruppen

Asthma-

Exazerbationsratea

Verringerung in %

Daten pro Studie

Studie I

Reslizumab 3 mg/kg

(n=245)

0.90

(p<0.0001)

Placebo

(n=244)

1.80

Studie II

Reslizumab 3 mg/kg

(n=232)

0.86

(p<0.0001)

Placebo

(n=232)

2.12

Gepoolte Studien I und II

Gesamtpopulation

Reslizumab 3 mg/kg

(n=477)

0.84

(p<0.0001)

Placebo

(n=476)

1.81

Untergruppe GINA 4 und 5

Reslizumab 3 mg/kg

(n=383)

95% CIb

0.85

(0.64, 1.12)

Placebo

(n=380)

95% CIb

1.95

(1.50, 2.53)

a Rate wurde nach Stratifikationsfaktoren adjustiert (zu Studienbeginn angewendete OCS und

geographische Region).

b CI = Konfidenzintervall

In der Patienten-Untergruppe, die OCS-Therapien zur Behandlung ihrer Asthma-Exazerbation

benötigte, konnte Reslizumab die Häufigkeit von Asthma-Exazerbationen um 56% (p <0,0001) in

Studie I und um 60% (p <0,0001) in Studie II nachweislich verringern. Unter 3 mg/kg Reslizumab

wurde eine Verringerung der Asthma-Exazerbationen beobachtet, die zu einer

Krankenhauseinweisung oder dem Aufsuchen einer Notaufnahme führten (34% [p = 0,2572] in

Studie I und 31% [p = 0,4020] in Studie II).

Der Anteil der Patienten, bei denen es während des 52-wöchigen Behandlungszeitraums in den

Studien I und II zu keiner Asthma-Exazerbation kam, war in der 3 mg/kg-Reslizumab-Gruppe höher

(62% bzw. 75%) als in der Placebogruppe (46% bzw. 55%).

Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma

In den Studien I und II wird von einem schweren eosinophilen Asthma ausgegangen, wenn ein

Patient in die GINA-Stufen 4 und 5 eingeordnet werden kann (mittlere bis hochdosierte ICS, z.B.

≥440 µg Fluticasonpropionat, plus ein weiteres Antiasthmatikum, mit oder ohne OCS-

Erhaltungstherapie) und zu Behandlungsbeginn eine Eosinophilenzahl von ≥400 µl-1 im Blut

aufweist. Eine Kohorte von 763 Patienten erfüllte in den Studien I und II dieses Kriterium. Die

primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte werden in Tabelle 2 und 3 aufgeführt.

In den gepoolten Studien I und II kam es bei Patienten, die 3 mg/kg Reslizumab erhielten, im

Vergleich zu Placebo zu signifikanten Verringerungen der Asthma-Exazerbationen (56% in der

Untergruppe GINA 4 und 5).

Die Auswirkung von einmal alle 4 Wochen verabreichtem 3 mg/kg Reslizumab hinsichtlich der

sekundären Endpunkte, wie etwa FEV1, Asthma Quality of Life Questionnaire (AQLQ), Asthma

Control Questionnaire (ACQ) und Asthma Symptom Utility Index (ASUI), spricht ebenfalls für die

Wirksamkeit von 3 mg/kg Reslizumab im Vergleich zu Placebo. Bedeutende klinische

Verbesserungen in FEV1 und ACQ wurden bereits 4 Wochen nach der ersten Verabreichung von

Reslizumab beobachtet (AQLQ nach 16 Wochen) und hielten bis Woche 52 an. Die Ergebnisse von

FEV1, ACQ und AQLQ der Gesamtpopulation und der GINA 4 und 5 Untergruppe sind in Tabelle 3

zusammengefasst.

Tabelle 3: Behandlungsunterschiede basierend auf der mittleren Veränderung gegenüber

Studienbeginn für ausgewählte sekundäre Wirksamkeitsvariablen – gepoolte Daten (Studien I und

II) für die Gesamtpopulation und GINA 4 und 5 Untergruppen

Gesamtpopulation

Untergruppe GINA 4 und 5

Wirksamkeitsvariablea

Über 16 Wochen

Über 52 Wochen

Über

16 Wochen

Über

52 Wochen

FEV1 (mL)

Mittlere Differenz (95%

CIb)

(p-Wert)

(73, 160)

(p<0.0001)

(66, 154)

(p<0.0001)

(94, 192)

(80, 179)

Mittlere Differenz (95%

CIb)

(p-Wert)

-0.232

(-0.325, -0.139)

-0.250

(-0.343, -0.156)

-0.321

(-0.424,

-0.218)

-0.330

(-0.433,

-0.226)

AQLQ

Mittlere Differenz (95%

CIb)

(p-Wert)

0.226

(0.094, 0.359)

(p<=0.0001)

0.272

(0.155, 0.388)

(p<=0.0001)

0.295

(0.151, 0.438)

0.346

(0.219, 0.473)

a Die Werte stehen für die Behandlungsunterschiede zwischen Placebo und Reslizumab 3 mg/kg

basierend auf adjustierten Mittelwerte über den angegebenen Zeitraum für jede Behandlungsgruppe,

mit Ausnahme des AQLQ, bei dem die Veränderung bis Woche 16 der erste Zeitpunkt war, an dem

der AQLQ ausgewertet wurde.

b CI = Konfidenzintervall

Patienten mit schwerem refraktärem eosinophilem Asthma

Im Vergleich zu Placobo wurde mit Reslizumab eine bedeutende Reduktion der Asthma-

Exazerbationen in der refraktären Population (59%) und in der nicht-refraktären Population (49%)

erreicht. Die Ergebnisse wurden durch die sekundären Wirksamkeitsendpunkte bestätigt und

entsprechen der Gesamtpopulation.

Studie III

Der primäre Endpunkt war die Veränderung der FEV1 nach 16 Wochen im Vergleich zum

Ausgangswert. In Studie III kam es bei Patienten, die 3 mg/kg Reslizumab erhielten, im Vergleich

zum Ausgangswert zu signifikant höheren Zunahmen bei der FEV1 als unter Placebo

(Behandlungsunterschied: 160 ml, p = 0,0018). Verbesserungen der FEV1 waren 4 Wochen nach der

ersten Reslizumab-Dosis zu verzeichnen.

Immunogenität

In 16 bis 52 Wochen andauernden placebokontrollierten Phase-3-Studien wurden bei 53 von

983 Patienten mit Asthma (5%), die 3 mg/kg Reslizumab erhielten, niedrige Titer von häufig nur

vorübergehend auftretenden Antikörpern gegen Reslizumab gefunden. In einer unverblindeten

Phase-3-Fortsetzungsstudie wurden bei 49 von 1'014 Patienten mit Asthma (5%), die bis zu

36 Monate lang 3 mg/kg Reslizumab erhielten, niedrige Titer von häufig nur vorübergehend

auftretenden Antikörpern gegen Reslizumab gefunden. Klinische Daten von Patienten mit anti-

Reslizumab Antikörpern zeigten bis anhin keine Hinweise auf Auswirkungen auf die systemische

Reslizumab-Exposition, Eosinophilenzahl, Wirksamkeit oder Sicherheit.

Pharmakokinetik

Maximale Serumkonzentrationen von etwa 80 µg/ml sind üblicherweise zum Infusionsende hin zu

beobachten. Ausgehend vom Maximalwert kommt es im Allgemeinen zu einer biphasischen

Abnahme der Reslizumab-Konzentrationen im Serum. Nach Mehrfachgabe kommt es zu einem

Anstieg der Reslizumab-Konzentrationen im Serum auf das etwa 1,5- bis 1,9-Fache. Im Dosisbereich

von 0,3 mg/kg bis 3,0 mg/kg war keine offensichtliche Abweichung von der dosisproportionalen

Pharmakokinetik von Reslizumab zu beobachten. Die interindividuelle Variabilität der maximalen

und Gesamtexposition liegt bei etwa 20-30%.

Auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen(PopPK)-Analyse scheinen gegen Reslizumab

gerichtete zirkulierende Antikörper keine Auswirkung auf die systemische Reslizumab-Exposition zu

haben.

Verteilung

Reslizumab weist ein Verteilungsvolumen von etwa 5 l auf, was auf eine minimale Verteilung in das

extravasale Gewebe schliessen lässt.

Biotransformation

Wie bei anderen monoklonalen Antikörpern geht man auch bei Reslizumab davon aus, dass es durch

enzymatische Proteolyse in kleine Peptide und Aminosäuren abgebaut wird. Da Reslizumab an ein

gelöstes Ziel bindet, ist eine vom Zielprotein unabhängige lineare Clearance zu erwarten.

Elimination

Die Clearance von Reslizumab beträgt etwa 7 ml/Stunde. Die Halbwertszeit von Reslizumab liegt

bei etwa 24 Tagen.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik von Reslizumab bei Erwachsenen (18-65 Jahre; n = 759) war vergleichbar mit

der bei älteren Patienten (älter als 65 Jahre; n = 30).

Geschlecht

Bei der Pharmakokinetik von Reslizumab gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen

Männern und Frauen.

Ethnische Herkunft

PopPK-Analysen deuteten darauf hin, dass sich die Pharmakokinetik von Reslizumab zwischen

ethnischen Gruppen (Weisse, Schwarze und Asiaten) nicht signifikant unterscheidet.

Eingeschränkte Leberfunktion

Reslizumab wurde nicht bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion untersucht. Eine direkte

Auswirkung der Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Reslizumab ist nicht zu erwarten, da

Antikörper hauptsächlich auf katabolischem Wege abgebaut werden. In einer PopPK-Analyse

wurden Patienten entsprechend ihrer zu Studienbeginn ermittelten Leberfunktion klassifiziert. Bei

den meisten Patienten waren die Werte der Leberfunktionstests normal (n = 766, etwa 95%) oder

leicht erhöht (entweder Gesamtbilirubin oberhalb der oberen Normgrenze [ONG] aber weniger oder

gleich dem 1,5-Fachen der ONG oder Aspartat-Aminotransferase oberhalb der ONG und

Gesamtbilirubin weniger oder gleich der ONG; n = 35, etwa 4%). Zwischen diesen Gruppen war

kein signifikanter Unterschied in der Pharmakokinetik von Reslizumab zu beobachten.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Da Reslizumab ein Antikörper mit einem Molekulargewicht von 147 kDa ist, wird eine

Ausscheidung über den Urin nicht erwartet. In der populationspharmakokinetischen Analyse war die

Nierenfunktion bei den meisten Patienten normal (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR]

grösser als oder gleich 90 ml/min/1,73 m2; n = 294, etwa 37%), leicht eingeschränkt (eGFR 60-

89 ml/min/1,73 m2; n = 446, etwa 56%) oder mittelschwer eingeschränkt (eGFR 30-

59 ml/min/1,73 m2; n = 63, etwa 8%). Zwischen diesen Nierenfunktionsgruppen war kein

nennenswerter Unterschied in der Pharmakokinetik von Reslizumab zu beobachten. Reslizumab

wurde nicht bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion oder terminaler

Niereninsuffizienz untersucht.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential

lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Sicherheitspharmakologische Daten zur intravenöse Verabreichung von 100 mg/kg Reslizumab an

Ratten und 25 mg/kg Reslizumab an Affen zeigen keine Effekte auf die wichtigsten Parameter der

Organfunktionen (Herz-Kreislauf, Nieren, Magen und Darm, ZNS).

Karzinogenität

Eine zweiwöchentliche intravenöse Verabreichung von bis zu 516 mg/kg Reslizumab (maximal

mögliche Dosis) an rasH2-transgene Mäuse über 26 Wochen wurde gut vertragen. Es wurden keine

Anzeichen von Onkogenität, Mortalität, hämatopoetischen Neoplasien oder makroskopischen oder

mikroskopischen Befunden festgestellt.

Mutagenität

Reslizumab zeigte im Ames-Test mit S.typhimurium und E.coli mit und ohne metabolischer

Aktivierung keine Mutagenität und führte im in vitro Chromosomenaberrationstest an humanen

peripheren Lymphozyten mit und ohne metabolischer Aktivierung zu keinen Aberrationen.

Reproduktionstoxikologie

Fertilität

In einer Studie an Mäusen, denen bis zu 50 mg/kg (150 mg/m2) Reslizumab verabreicht wurde, was

bis zu dem 6-fachen der humanen AUC nach intravenöser Verabreichung der empfohlenen

Dosierung von 3 mg/kg (111 mg/m2) entspricht, wurden keine Auswirkungen auf die Fertilität

festgestellt.

Trächtigkeit

Tierexperimentelle Reproduktionsstudien an trächtigen Mäusen und Kaninchen mit intravenös

verabreichtem Reslizumab während der Organogenese zeigten keine Hinweise von embryo-fetalen

Fehlentwicklungen. Die Exposition der Mäuse entsprach in etwa dem 6-fachen, diejenige der

Kaninchen in etwas dem 17-fachen der humanen Exposition bei Verabreichung der empfohlenen

Dosierung.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, ausser unter diesem Abschnitt aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln

gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Haltbarkeit nach Anbruch und Verdünnung

Die chemische und physikalische in-use Stabilität in 0,9%iger Natriumchlorid-Infusionslösung

wurde für bis zu 16 Stunden bei 2-8 °C und 25 °C und vor Licht geschützt nachgewiesen. Aus

mikrobiologischen Gründen sollte die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar nach der

Verdünnung verwendet werden. Falls dies nicht möglich ist, liegen Aufbrauchfristen und

Lagerbedingungen in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht länger als

16 Stunden bei 2 °C-25 °C betragen.

Lagerungshinweise

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern. Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht

zu schützen. Nicht einfrieren.

Hinweise für die Handhabung

CINQAERO ist als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung in einer Durchstechflasche zum

einmaligen Gebrauch erhältlich. Die Infusionslösung darf nach der Verdünnung nur intravenös

angewendet werden und ist wie folgt auf aseptische Weise zuzubereiten:

Zubereitung der Infusionslösung

1.CINQAERO aus dem Kühlschrank nehmen. Die Durchstechflasche darf nicht geschüttelt werden.

2.Das Arzneimittel sollte vor der Verabreichung visuell kontrolliert werden. Es ist ein klares bis

leicht trübes opaleszierendes, farbloses bis leicht gelbliches Konzentrat. Im Konzentrat können

proteinartige Partikel enthalten sein, die durchsichtigen bis weissen unförmigen Partikeln ähneln, von

denen einige fibröse Merkmale aufweisen können. Dies ist bei proteinhaltigen Lösungen nicht

ungewöhnlich. Das Konzentrat darf nicht verwendet werden, wenn Verfärbungen (ausser einer

leichten Gelbfärbung) oder fremde Partikel vorhanden sind.

3.Das berechnete Volumen des Konzentrats sollte mittels einer geeigneten Injektionsspritze aus einer

oder mehreren Durchstechflaschen entnommen werden. Das benötigte Volumen (in ml) wird anhand

des Körpergewichts (in kg) des Patienten berechnet: 0,3 × Körpergewicht (in kg). So ist z.B. bei

einem Körpergewicht von 60 kg ein Volumen von 18 ml (180 mg) erforderlich

(0,3 × 60 kg = 18 ml).

4.Den Spritzeninhalt langsam in einen Infusionsbeutel geben, in dem 50 ml einer 0,9%igen

(9 mg/ml) Natriumchlorid-Infusionslösung enthalten sind. Den Beutel vorsichtig umdrehen, um die

Lösung zu mischen. Das Arzneimittel darf, ausser mit einer 0,9%igen (9 mg/ml) Natriumchlorid-

Infusionslösung, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

5.Das Konzentrat enthält keinerlei Konservierungsmittel. Nicht verwendetes Konzentrat in der/den

Durchstechflasche(n) muss verworfen werden.

6.Es wird empfohlen, die Infusionslösung unmittelbar nach der Zubereitung anzuwenden.

CINQAERO-Lösungen, die in einer 0,9%igen (9 mg/ml) Natriumchlorid-Infusionslösung verdünnt

wurden, können bis zu 16 Stunden bei 2-25 °C vor Licht geschützt aufbewahrt werden.

7.CINQAERO ist kompatibel mit Infusionsbeuteln aus Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyolefin

(PO).

Hinweise zur Anwendung

1.CINQAERO sollte von einer medizinischen Fachkraft angewendet werden, die in der Lage ist,

Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Anaphylaxie zu behandeln (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Der Patient ist während der Infusion und für einen

angemessenen Zeitraum danach zu beobachten. Patienten sollten darüber aufgeklärt werden, wie sie

Symptome von schwerwiegenden allergischen Reaktionen erkennen können.

2.Falls die Infusionslösung im Kühlschrank aufbewahrt wurde, sollte sie zuerst Raumtemperatur

erreichen (15-25 °C).

3.Die Infusionslösung sollte über einen Zeitraum von 20-50 Minuten intravenös verabreicht werden.

Die Infusionsdauer kann je nach zu infundierendem Gesamtvolumen variieren.

4.Die Infusionslösung darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln über denselben intravenösen

Infusionsschlauch infundiert werden. Es wurden keine physikalischen oder biochemischen

Kompatibilitätsstudien durchgeführt, um die gleichzeitige Anwendung von Reslizumab mit anderen

Arzneimitteln zu untersuchen.

5.Für die Infusion ist ein Infusionsbesteck mit integriertem sterilem, nicht pyrogenem Filter (0,2 µm

Porengrösse) mit geringer Proteinbindung zu verwenden. CINQAERO ist kompatibel mit

integrierten Infusionsfiltern mit geringer Proteinbindung, die aus Polyethersulfon (PES),

Polyvinylidenfluorid (PVDF), Nylon oder Celluloseacetat (CA) bestehen.

6.Nach Abschluss der Infusion ist das Infusionsbesteck mit steriler 0,9%iger (9 mg/ml)

Natriumchlorid-Infusionslösung zu spülen, um sicherzustellen, dass die gesamte CINQAERO-

Infusionslösung verabreicht wurde.

7.Für eine bessere Rückverfolgbarkeit sollte der Name und die Chargennummer des verabreichten

Präparates in der Patientenakte vermerkt werden.

Zulassungsnummer

66340 (Swissmedic).

Packungen

Durchstechflasche zu 10 ml, 10 mg/ml: OP 1 (B)

Zulassungsinhaberin

Teva Pharma AG, Basel.

Stand der Information

Oktober 2017.

Interne Versionsnummer: 1.4

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