Chorapur

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Chorapur Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung 1500 IU
  • Dosierung:
  • 1500 IU
  • Darreichungsform:
  • Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Chorapur Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung 1500 IU
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Gonadotropinen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE494622
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

CHORAPUR 1500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

CHORAPUR 5000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Choriongonadotropin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist CHORAPUR und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von CHORAPUR beachten?

Wie ist CHORAPUR anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist CHORAPUR aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist CHORAPUR und wofür wird es angewendet?

CHORAPUR gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Gonadotropine (Sexualhormone). Es

kontrolliert die Freigabe von Eizellen aus den weiblichen Eierstöcken und steuert die Produktion des

männlichen Hormons Testosteron bei Männern.

CHORAPUR enthält den Wirkstoff humanes Choriongonadotropin (hCG) (ein Proteinhormon), das

aus dem Harn schwangerer Frauen extrahiert und gereinigt wird. Die Gonadotropine spielen eine

entscheidende Rolle in der Fruchtbarkeit und Fortpflanzung.

Bei Frauen

Bei weiblicher Unfruchtbarkeit können sie verwendet werden, um Frauen zum Eisprung zu

veranlassen (Ovulationsinduktion). CHORAPUR wird auch gemeinsam mit anderen

Fruchtbarkeitsmedikamenten angewendet, um die Produktion von Eizellen in medizinisch

unterstützten Fortpflanzungsprogrammen (IVF-Behandlung) anzuregen.

Bei Männern

CHORAPUR wird bei Männern zur Behandlung einer geringen Spermienzahl angewendet.

CHORAPUR wird entweder alleine oder in Kombination mit anderen Gonadotropinen (hMG, FSH)

angewendet. CHORAPUR wird bei Männern auch vor einer Stimulierungsbehandlung angewendet,

um die Funktion der Hoden zu beurteilen, wenn die Fortpflanzungsorgane aufgrund eines Mangels an

Sexualhormonen nicht korrekt funktionieren.

Bei Kindern

CHORAPUR wird bei Kindern angewendet, um eine verzögerte Pubertät zu behandeln, oder bei

Kindern, deren Hoden nicht oder nicht vollständig in den Hodensack abgesunken sind.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von CHORAPUR beachten?

CHORAPUR darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Choriongonadotropin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie Tumore im Gehirn oder der Hypophyse haben.

wenn Sie an Eierstockzysten oder vergrößerten Eierstöcken leiden (außer wenn diese durch

polyzystisches Ovarialsyndrom verursacht werden).

wenn Sie vaginale Blutungen haben, deren Ursache nicht bekannt ist.

wenn bei Ihnen Eierstock-, Gebärmutter- oder Brustkrebs diagnostiziert wurde.

wenn Sie in den vergangenen drei Monaten eine extrauterine Schwangerschaft hatten.

wenn Sie an schwerer Phlebitis (Venenentzündung) oder Blutgerinnseln in den Venen (aktive

thromboembolische Störungen) leiden.

wenn Sie an Ovariellem Hyperstimulationssyndrom (OHSS – Überstimulierung der Eierstöcke)

leiden.

wenn eine normale Schwangerschaft auf natürlichem Wege nicht möglich ist, z.B. im Fall einer

Ovarialinsuffizienz, bei Fehlbildungen der Sexualorgane, die mit einer Schwangerschaft

unvereinbar sind oder bei Fibromen, oder wenn die Wechseljahre bei Ihnen frühzeitig eingetreten

sind.

wenn Sie wissen oder vermuten, dass Sie an sexualhormonabhängigen Tumoren leiden, z.B.

Prostatakrebs oder (männlicher) Brustkrebs.

wenn bekannt ist, dass die Ursache nicht abgesunkener Hoden nicht mittels Hormonen behandelt

werden kann (Leistenbruch, Erkrankung der Leistenregion nach einer Operation, abnorme Position

der Hoden).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie CHORAPUR

anwenden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder gelitten

haben, da diese durch die Anwendung von CHORAPUR verschlimmert werden können:

Herzerkrankung;

Nierenerkrankung;

Epilepsie;

Migräneartige Kopfschmerzen.

Eine Behandlung mit CHORAPUR kann das Risiko einer Thrombose erhöhen. Eine Thrombose ist die

Bildung eines Blutgerinnsels in einem Blutgefäß, meistens in den Beinvenen oder in der Lunge. Die

Schwangerschaft selbst kann das Thromboserisiko ebenso erhöhen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt

vor einer Behandlung mit CHORAPUR, wenn:

Sie wissen, dass Sie ein erhöhtes Thromboserisiko aufweisen.

Sie oder ein naher Verwandter von Ihnen bereits eine Thrombose hatten.

Sie übergewichtig sind.

Vor einer Behandlung müssen die Unfruchtbarkeit von Ihnen oder Ihrem Partner sowie mögliche

Gründe, warum eine Schwangerschaft nicht möglich ist, ermittelt werden. Sie müssen gründlich

untersucht werden, um eventuelle Veränderungen der Fortpflanzungsorgane oder hormonelle

Störungen auszuschließen, die nicht mit den Geschlechtsdrüsen in Zusammenhang stehen (z.B.

Störungen der Schilddrüse, Nebenniere oder Hypophyse).

Während der Behandlung ist eine enge Kontrolle durch Ihren Arzt von großer Bedeutung.

Normalerweise werden regelmäßige Ultraschalluntersuchungen und Blutabnahmen ausgeführt. Dies

ist besonders wichtig, da die Behandlung mit CHORAPUR das Risiko des Ovariellen

Hyperstimulationssyndroms (OHSS) (siehe auch Abschnitt 4 “Welche Nebenwirkungen sind

möglich?”) erhöht. Dies tritt ein, wenn die Eierstöcke auf die Behandlung überreagieren und zu viele

Follikel bilden. Normalerweise löst sich OHSS selbst während eines Menstruationszyklus. OHSS kann

schwerer und langwieriger sein, wenn eine Schwangerschaft eintritt. Deshalb wird empfohlen, dass Ihr

Arzt Sie nach der hCG-Verabreichung mindestens zwei Wochen lang kontrolliert.

Symptome von leichtem oder mittelschwerem OHSS sind:

Schmerzen oder Beschwerden im Bauch;

Schwellung im Bauch;

Übelkeit;

Erbrechen;

Durchfall.

Gewichtszunahme

In schweren Fällen von OHSS können zusätzliche Symptome auftreten, wie z.B.:

Atembeschwerden;

Verminderte Harnausscheidung.

In sehr seltenen Fällen können bei schweren Fällen von OHSS Komplikationen auftreten,

beispielsweise eine Verdrehung der Eierstöcke und Blutgerinnsel in Venen oder Arterien.

Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, selbst wenn die Symptome einige Tage nach der

Verabreichung der letzten Injektion auftreten. Sie können Anzeichen für ein hohes Aktivitätsniveau in

den Eierstöcken sein, das sich verschlimmern kann.

Wenn diese Symptome schlimmer werden, muss die Unfruchtbarkeitsbehandlung eingestellt werden

und müssen Sie in einem Krankenhaus behandelt werden.

Die Einhaltung Ihrer empfohlenen Dosis und die sorgfältige Kontrolle Ihrer Behandlung wird Ihr

Risiko, dass diese Symptome eintreten, vermindern.

Patienten mit polyzystischem Ovarialsyndrom haben ein erhöhtes OHSS-Risiko.

Bei Schwangerschaften, die durch eine Gonadotropin-Therapie herbeigeführt werden, ist die Chance

einer Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaft höher als bei normalen Schwangerschaften.

Die Anzahl der Fehlgeburten sowohl bei Patienten, die nicht genug oder überhaupt keine Eizellen

bilden können als auch bei Frauen, die sich einem medizinisch unterstützten Fortpflanzungsprogramm

wie z.B. IVF unterziehen, ist höher als bei der Durchschnittspopulation, aber vergleichbar zur

Fehlgeburtenrate von Frauen mit anderen Fruchtbarkeitsstörungen.

Frauen mit vor-geschädigten Eileitern haben ein leicht erhöhtes Risiko von extrauterine

Schwangerschaften.

Die Häufigkeit von Fehlbildungen nach einer Schwangerschaftsbehandlung kann geringfügig höher

sein als bei einer natürlichen Empfängnis. Dies kann mit einer Reihe von Voraussetzungen bei den

Eltern zusammenhängen (z.B. Alter der Mutter, Spermienqualität) oder auch mit dem vermehrten

Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften.

Ihr Arzt wird Sie während der Behandlung besonders kontrollieren, wenn Sie an einer klinisch

signifikanten Krankheit leiden, die durch eine Schwangerschaft verschlimmert werden könnte.

CHORAPUR kann bis zu 10 Tage nach der Verabreichung zu einem falschen positiven

Schwangerschaftstest führen.

Die Anwendung von CHORAPUR kann bei Drogentests zu einem positiven Ergebnis führen. Die

Anwendung von CHORAPUR zu Doping-Zwecken kann zu einer Gefährdung Ihrer Gesundheit

führen.

Kinder

CHORAPUR muss bei präpubertären Knaben vorsichtig angewendet werden, um Knochenprobleme

oder frühzeitige Pubertät zu vermeiden. Die Skelett-Entwicklung muss regelmäßig überprüft werden.

Anwendung von CHORAPUR zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel

angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Interaktionen mit anderen medizinischen Produkten sind unbekannt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

CHORAPUR ist für die Behandlung von Unfruchtbarkeit angezeigt (siehe Abschnitt “Was ist

CHORAPUR und wofür wird es angewendet?” weiter oben).

CHORAPUR darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien über die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen ausgeführt. Es wird erwartet, dass CHORAPUR keinen Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

CHORAPUR enthält Natrium

CHORAPUR enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml Lösungsmittel, d.h.

es ist nahezu “natriumfrei”.

3.

Wie ist CHORAPUR anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem

Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung:

Dieses Arzneimittel wird von einem Arzt, der Erfahrung in der Behandlung von Fertilitätsproblemen

hat, als Injektion in den Muskel verabreicht.

CHORAPUR 1500 I.E.

Eine Behandlung mit CHORAPUR muss von einem Arzt ausgeführt werden, der Erfahrung in der

Behandlung von Fertilitätsproblemen hat.

Bei männlichen Patienten beträgt die empfohlene Dosis 1 Durchstechflasche zweimal wöchentlich

(entspricht 3000 I.E. pro Woche). Da die Entwicklung von Spermien ungefähr 74 Tage dauert, muss

die Behandlung mindestens 3 Monate lang fortgesetzt werden, bevor eine Verbesserung erwartet

werden kann. Während dieser Behandlung wird Ihr Arzt Ihren Testosteronspiegel kontrollieren. Es

kann erforderlich sein, die Dosis zu steigern.

Wenn die Reaktion auf CHORAPUR alleine nicht zufriedenstellend ist, kann Ihr Arzt entscheiden,

Ihnen gleichzeitig mit CHORAPUR ein anderes Arzneimittel zu verabreichen. Sobald unter

Anwendung einer Kombination dieser Arzneimittel eine Verbesserung erzielt wurde, kann diese in

einigen Fällen durch die alleinige Verwendung von CHORAPUR aufrechterhalten werden.

Anwendung bei Kindern

Die Behandlung von nicht abgesenkten Hoden muss enden, wenn das Kind 1 Jahr alt ist.

Die empfohlene Dosis beträgt 250 I.E./Dosis (0,17 ml der 1500 I.E.-Durchstechflasche). Dieses

Arzneimittel wird bei Säuglingen 5 Wochen lang zweimal wöchentlich verabreicht.

CHORAPUR 5000 I.E.

Eine Behandlung mit CHORAPUR muss von einem Arzt ausgeführt werden, der Erfahrung in der

Behandlung von Fertilitätsproblemen hat.

Zur Auslösung des Eisprungs und zur Stimulation der Eierstöcke:

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Durchstechflasche (5000 I.E.) oder 2 Durchstechflaschen

(10 000 I.E.). Die Verabreichung muss 24 bis 48 Stunden nach der Erreichung einer optimalen

Stimulation der Eierstöcke ausgeführt werden.

Wenn CHORAPUR für die Induktion eines Eisprungs nach der Stimulation der Eierstöcke verwendet

wird, wird empfohlen, am Tag der Injektion und am Tag nach der Injektion Geschlechtsverkehr zu

haben.

Für die Beurteilung der Funktion der Hoden in Fällen, in denen die Fortpflanzungsorgane aufgrund

mangelnder Sexualhormone nicht korrekt funktionieren:

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Durchstechflasche (5000 I.E.) einmalig.

Anwendung bei Kindern

Bei Jungen mit verzögerter Pubertät:

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Durchstechflasche (5000 I.E.) pro Woche über einen Zeitraum von

3 Monaten.

Bei Fehlen von einem oder beiden Hoden:

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Durchstechflasche (5000 I.E.) einmalig.

Wenn Sie eine größere Menge von CHORAPUR angewendet haben, als Sie sollten

Es wurden keine Fälle einer Überdosierung gemeldet. Es ist jedoch möglich, dass eine Überdosis ein

Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS) verursachen kann. Siehe Abschnitt 2 “Was sollten Sie

vor der Anwendung von CHORAPUR beachten?”.

Wenn Sie eine größere Menge von CHORAPUR haben angewendet, kontaktieren Sie

sofort Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum

(070/245.245).

Wenn Sie die Anwendung von CHORAPUR vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von CHORAPUR abbrechen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Hormone, die zur Behandlung von Unfruchtbarkeit verwendet werden, wie beispielsweise

CHORAPUR, können ein hohes Aktivitätsniveau in den Eierstöcken verursachen, das zu einer

Erkrankung mit der Bezeichnung Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS) führen kann. Die

Symptome umfassen: Bauchschmerzen, Schwellung im Bauch, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und

Gewichtszunahme. In Fällen von schwerem OHSS können auch eine Flüssigkeitsansammlung im

Bauch, Becken und/oder der Brusthöhle, Atembeschwerden und verminderte Harnausscheidung

auftreten. Die Bildung von Blutgerinnseln in Blutgefäßen (Thromboembolie) und Eierstockdrehung

(Ovarialtorsion) wurden als seltene Komplikationen bei schwerem OHSS gemeldet. Wenn Sie eines

dieser Symptome wahrnehmen, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, selbst wenn diese einige

Tage nach der letzten Injektion auftreten.

Bei der Anwendung von CHORAPUR können allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen

auftreten. Die Symptome können umfassen: Hautausschlag, Juckreiz, Halsschwellung und

Atembeschwerden. Wenn Sie eines dieser Symptome wahrnehmen, kontaktieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt.

Die Beurteilung der Nebenwirkungen basiert auf folgenden Häufigkeitsgraden:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1000 Personen betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Personen betreffen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufig

Vergrößerung der männlichen Brustdrüsen (Gynäkomastie);

Kopfschmerzen;

Reaktionen und Schmerzen an der Injektionsstelle.

Häufig

Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen;

Leichtes bis mittelschweres Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS), Brustschwellung,

schmerzende Hoden;

Hitzewallungen (nur bei Männern festgestellt);

Hautausschlag (Exanthem), Entzündung der Talgdrüsen (Acne vulgaris).

Gelegentlich

Durchfall;

Gestörte Ausscheidung von Salzen und Wasser;

Schweres Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS);

Depression, Reizbarkeit, Unruhe.

Nicht bekannt:

Überempfindlichkeits- (allergische) Reaktionen;

Bildung von Blutgerinnseln in Blutgefäßen;

Schwellung im Bauch;

Hautausschlag, Nesselausschlag, Juckreiz;

Schmerzempfindliche Brust und Brustschmerzen;

Fieber, Müdigkeit (Erschöpfung), Schwäche (Asthenie).

Eine Zunahme der Penis- sowie Erektionsgröße sowie ein Wachstum der Prostata wurden beobachtet.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern

Gelegentlich geringfügige emotionale Veränderungen bei Knaben, ähnlich wie jene zu Beginn der

Pubertät, können während der Behandlung auftreten (pubertäres Verhalten).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte, Abteilung Vigilanz

Eurostation II, Victor Hortaplein 40/40, B-1060 Brüssel

Website: www.fagg-afmps.be – E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist CHORAPUR aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Nicht einfrieren.

Im Originalbehältnis aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Pulver darf nur mit dem in der Verpackung mitgelieferten Lösungsmittel aufgelöst werden.

Die Injektionslösung muss unverzüglich nach der Aufbereitung verwendet werden.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Partikel bemerken oder wenn die Lösung

nicht klar ist.

Die Lösung darf nicht mit anderen Produkten gemischt werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was CHORAPUR enthält

Der Wirkstoff ist hochreines humanes Choriongonadotropin (hCG).

Die sonstigen Bestandteile im Pulver sind Lactose-Monohydrat und Natriumhydroxid.

Die Bestandteile im Lösungsmittel sind Natriumchlorid, Salzsäure 10% und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie CHORAPUR aussieht und Inhalt der Packung

CHORAPUR ist ein Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung, 1500 I.E. und

5000 I.E.

Aussehen des Pulvers: weißer lyophilisierter Kuchen.

Aussehen des Lösungsmittels: klare farblose Lösung.

CHORAPUR 1500 I.E. und 5000 I.E. werden in Packungen von 1, 3 oder 5 Pulver-

Durchstechflaschen mit der entsprechenden Anzahl Lösungsmittel-Ampullen geliefert.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Ferring N.V., Capucienenlaan 93C, B-9300 Aalst

Hersteller:

Ferring GmbH, Wittland 11, D-24109 Kiel, Deutschland

Zulassungsnummer

CHORAPUR 1500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung: BE494613

CHORAPUR 5000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung: BE494622

Art der Abgabe

Verschreibungspflichtig.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 04/2016.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Art der Anwendung

CHORAPUR muss sofort nach der Rekonstitution intramuskulär verabreicht werden.

Befestigen Sie eine Rekonstitutionsnadel an der Spritze.

Entziehen Sie der Lösungsmittel-Ampulle den gesamten Inhalt und injizieren Sie diesen in die

Pulver-Durchstechflasche. Das Pulver muss sich rasch in eine klare Lösung auflösen. Andernfalls

rollen Sie die Durchstechflasche vorsichtig zwischen den Fingern (Händen), bis die Lösung klar ist.

Schütteln ist zu vermeiden.

Die rekonstituierte Lösung enthält 1500 I.E. oder 5000 I.E. pro ml.

Ziehen Sie abhängig von der erforderlichen Dosis die entsprechende Menge der rekonstituierten

Lösung von der Durchstechflasche in die Spritze, wechseln Sie zu einer Injektionsnadel

(hypodermischen) und verabreichen Sie unverzüglich.