CHORAPUR 5000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • CHORAPUR 5000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Choriongonadotropin 5000.I.E.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • CHORAPUR 5000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • 90893.00.00
  • Letzte Änderung:
  • 27-11-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

CHORAPUR 5000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Choriongonadotropin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist CHORAPUR 5000 I.E. und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von CHORAPUR 5000 I.E. beachten?

Wie ist CHORAPUR 5000 I.E. anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist CHORAPUR 5000 I.E. aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist CHORAPUR 5000 I.E. und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff von CHORAPUR gehört zur Gruppe der Gonadotropine (Sexualhormone), die bei

Frauen die Freisetzung von Eizellen aus dem Eierstock und bei Männern die Produktion des

männlichen Hormons Testosteron regulieren.

CHORAPUR enthält als Wirkstoff Choriongonadotropin (hCG) – ein Eiweißhormon, das aus

dem Urin schwangerer Frauen gewonnen wird. Gonadotropine spielen eine wichtige Rolle bei

der Fruchtbarkeit und Fortpflanzung.

Frauen

CHORAPUR 5000 I.E. wird bei weiblicher Unfruchtbarkeit angewendet, um den Eisprung

auszulösen (Ovulationsauslösung).

CHORAPUR 5000 I.E. wird auch zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Förderung der

Fruchtbarkeit angewendet, um die Produktion von Eizellen im Rahmen der medizinisch

assistierten Reproduktion (IVF-Behandlung) zu unterstützen.

Männer

CHORAPUR 5000 I.E. wird angewendet bei Männern zur Beurteilung der Funktionsfähigkeit

Hoden

Unterfunktion

Geschlechtsorgane

infolge

eines

Mangels

Sexualhormonen vor einer Stimulationstherapie.

Kinder

CHORAPUR 5000 I.E. wird angewendet bei Jungen mit verspätetem Auftreten der Pubertät

(Pubertas tarda).

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von CHORAPUR 5000 I.E. beachten?

CHORAPUR 5000 I.E. darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Choriongonadotropin oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Tumoren

Hypothalamus

(Teil

Zwischenhirns)

oder

Hypophyse

(Hirnanhangdrüse)

wenn bei Ihnen eine Vergrößerung der Eierstöcke oder eine oder mehrere Eierstockzysten

vorliegen, die nicht auf einem polyzystischen Ovarialsyndrom beruhen

wenn Sie Blutungen ungeklärter Ursache aus der Scheide haben

wenn bei Ihnen Eierstock-, Gebärmutter- oder Brustkrebs festgestellt wurde

wenn Sie innerhalb der letzten drei Monate eine Eileiterschwangerschaft hatten

wenn Sie an schwerwiegenden Venenentzündungen (Phlebitis) oder an Blutgerinnseln in

den Venen (aktiven thromboembolischen Erkrankungen) leiden

wenn

einem

Überstimulationssyndrom

Eierstöcke

(OHSS

ovarielles

Hyperstimulationssyndrom) leiden

wenn eine normale Schwangerschaft aus organischen Gründen nicht möglich ist, z. B. bei

Funktionsschwäche der Eierstöcke, bei Missbildungen der Geschlechtsorgane, die nicht mit

einer Schwangerschaft vereinbar sind, oder bei Bindegewebsgeschwulsten oder wenn Sie

bereits die Menopause erreicht haben

wenn bei Ihnen sexualhormon-abhängige Tumoren, wie z.B. Prostatakrebs oder Brustkrebs

(beim Mann) bekannt oder vermutet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie CHORAPUR anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder in der

Vergangenheit hatten, da es durch die Anwendung von CHORAPUR zu einer Verschlechterung

kommen kann:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Nierenerkrankungen

Epilepsie (Fallsucht)

migräneartige Kopfschmerzen

Die Behandlung mit CHORAPUR kann das Risiko einer Thrombose erhöhen. Unter einer

Thrombose versteht man die Bildung eines Blutgerinnsels in einem Blutgefäß, meistens in den

Venen der Beine oder der Lunge. Auch die Schwangerschaft selbst kann ein erhöhtes Risiko für

das Auftreten einer Thrombose darstellen. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt hierauf an, bevor Sie

die Behandlung mit CHORAPUR beginnen, wenn

Sie bereits wissen, dass Sie ein erhöhtes Thromboserisiko haben

Sie oder jemand aus Ihrer nahen Verwandtschaft bereits eine Thrombose hatte

Sie stark übergewichtig sind

Bevor Ihr Arzt mit einer Behandlung beginnt, müssen die Ursachen für Ihre Unfruchtbarkeit bzw.

die Ihres Partners und mögliche Gegenanzeigen für eine Schwangerschaft genau abgeklärt

sein.

Arzt

muss

eine

gründliche

Untersuchung

durchführen,

Veränderungen

Geschlechtsorgane

oder

nicht

Keimdrüsen

zusammenhängende

Störungen

Hormonhaushaltes auszuschließen (wie z. B. Erkrankungen der Schilddrüse, Nebennieren oder

Hirnanhangdrüse).

Während der Behandlung ist eine engmaschige Überwachung durch Ihren Arzt sehr wichtig.

Üblicherweise werden in regelmäßigen Abständen Ultraschalluntersuchungen durchgeführt und

Blut abgenommen. Dies ist besonders wichtig, da Sie durch die Behandlung mit CHORAPUR

einem erhöhten Risiko für das Entstehen eines Überstimulationssyndroms der Eierstöcke

(OHSS) ausgesetzt sind (siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Das passiert, wenn die Eierstöcke auf die Behandlung überreagieren und zu viele Follikel

bilden. In der Regel bildet sich ein OHSS während der Monatsblutung von selbst zurück. Ein

OHSS kann nach Eintreten einer Schwangerschaft schwerer und langwieriger sein. Deshalb

werden

ärztliche

Kontrollen

für

mindestens

zwei

Wochen

nach

hCG-Anwendung

empfohlen.

Symptome von mildem und mäßigem OHSS sind:

Bauchschmerzen oder -beschwerden

aufgeblähter Bauch

Übelkeit

Erbrechen

Durchfall

Gewichtszunahme

Bei schweren Fällen von OHSS können zusätzliche Symptome auftreten wie:

erschwerte Atmung

vermindertes Wasserlassen

Sehr

selten

können

schweren

Fällen

OHSS

Komplikationen

Drehung

Eierstöcke und Blutgerinnsel in Venen oder Arterien auftreten.

Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, auch wenn die Symptome erst einige Tage nach Gabe der

letzten

Spritze

auftreten.

Es kann sich um

Anzeichen für

eine

erhöhte

Aktivität

Eierstöcken

handeln,

schwerwiegend

werden

könnten.

Wenn

diese

Symptome

schwerwiegend werden, muss die Behandlung der Unfruchtbarkeit abgebrochen werden, und

Sie müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Das Einhalten der empfohlenen Dosierung und die sorgfältige Überwachung Ihrer Behandlung

reduzieren das Risiko für das Auftreten dieser Symptome.

Patientinnen

einer

Funktionsstörung

Eierstöcke

vermehrter

Follikelbildung

(polyzystisches Ovarialsyndrom) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von OHSS.

Kommt

Hilfe

einer

Gonadotropintherapie

einer

Schwangerschaft,

Wahrscheinlichkeit erhöht, Zwillinge oder Mehrlinge zu bekommen.

Die Anzahl der Fehlgeburten sowohl bei Patientinnen, die keine oder zu wenige Eizellen bilden,

als auch bei Frauen, die sich einer Technik der assistierten Reproduktion unterziehen, wie z. B.

IVF, ist höher als in der Durchschnittsbevölkerung, aber vergleichbar mit den Fehlgeburtsraten

bei Frauen mit anderen Störungen der Fruchtbarkeit.

Frauen

vorgeschädigten

Eileitern

besteht

leicht

erhöhtes

Risiko

für

eine

Eileiterschwangerschaft.

Die Häufigkeit von Missbildungen nach der assistierten Reproduktionstechnologie kann etwas

höher

sein

natürlichen

Empfängnis.

Dies

kann

Zusammenhang

unterschiedlichen Voraussetzungen bei den Eltern (z. B. Alter der Mutter, Spermienqualität) und

mit dem vermehrten Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften stehen.

Ihr Arzt wird Sie während der Behandlung besonders überwachen, wenn Sie an einer klinisch

bedeutsamen Krankheit leiden, bei der eine Schwangerschaft zu einer Verschlechterung Ihres

Zustandes führen könnte.

Nach der Anwendung von CHORAPUR kann es bis zu einer Dauer von 10 Tagen zu einem

falsch positiven Schwangerschaftstest kommen.

Kinder

Zur Vermeidung von Problemen mit den Knochen oder einer vorzeitigen Pubertät sollte

CHORAPUR

Jungen

Pubertät

Vorsicht

angewendet

werden.

Skelettentwicklung sollte regelmäßig überwacht werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von CHORAPUR kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Die Anwendung von CHORAPUR als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit

führen.

Anwendung von CHORAPUR 5000 I.E. zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

CHORAPUR wird zur Behandlung der Unfruchtbarkeit angewendet (siehe Abschnitt 1 „Was ist

CHORAPUR 5000 I.E. und wofür wird es angewendet?“).

CHORAPUR darf in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen

von Maschinen durchgeführt. Es ist anzunehmen, dass CHORAPUR keinen Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

CHORAPUR enthält Natrium

CHORAPUR enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml Lösungsmittel,

d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist CHORAPUR 5000 I.E. anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung:

Dieses Arzneimittel wird Ihnen von einem in der Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen

erfahrenen Arzt in einen Muskel gespritzt.

Zur Auslösung des Eisprungs und Stimulation der Eierstöcke:

Die empfohlene Dosis beträgt einmalig 5.000 I.E. oder 10.000 I.E. hCG (entsprechend 1 oder 2

Durchstechflaschen CHORAPUR 5000 I.E.). Die Anwendung soll 24 bis 48 Stunden nach

Erreichen der optimalen Stimulation der Eierstöcke erfolgen.

Wenn CHORAPUR 5000 I.E. zur Auslösung des Eisprungs nach Stimulation der Eierstöcke

angewendet wird, wird empfohlen, am Tag der Injektion und am darauf folgenden Tag

Geschlechtsverkehr zu haben.

Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Hoden bei Unterfunktion der Geschlechtsorgane infolge

eines Mangels an Sexualhormonen:

Die empfohlene Dosis beträgt einmalig 5.000 I.E. hCG (entsprechend 1 Durchstechflasche

CHORAPUR 5000 I.E.).

Kinder

Bei Jungen mit verspäteter Pubertät:

empfohlene

Dosis

beträgt:

5.000 I.E.

(entsprechend

Durchstechflasche

CHORAPUR 5000 I.E.) wöchentlich über 3 Monate.

Jungen,

keinen

Hoden

haben,

oder

Jungen

einem

Hoden

(Differenzialdiagnose des Hodenhochstands):

Die empfohlene Dosis beträgt einmalig 5.000 I.E. hCG (entsprechend 1 Durchstechflasche

CHORAPUR 5000 I.E.).

Wenn Sie eine größere Menge CHORAPUR 5000 I.E. angewendet haben, als Sie sollten

Es wurden keine Fälle von akuter Überdosierung berichtet. Es besteht jedoch die Möglichkeit,

dass bei Frauen eine Überdosis ein Überstimulationssyndrom der Eierstöcke auslösen kann

(siehe

Abschnitt

„Was

sollten

Anwendung

CHORAPUR

5000

I.E.

beachten?“).

Wenn Sie die Anwendung von CHORAPUR 5000 I.E. vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen

haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von CHORAPUR 5000 I.E. abbrechen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Hormone zur Behandlung der Unfruchtbarkeit, wie z. B. das hCG in CHORAPUR, können

eine

erhöhte

Aktivität

Eierstöcken

verursachen

einem

Überstimulationssyndrom

Eierstöcke

(OHSS)

führen.

Symptomen

können

Bauchschmerzen,

aufgeblähter

Bauch,

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall

Gewichtszunahme

gehören.

schweren

Fällen

OHSS

können

Flüssigkeitsansammlungen im Bauch, im Becken und/oder in der Brusthöhle, erschwerte

Atmung und vermindertes Wasserlassen auftreten. Seltene Komplikationen wie Blutgerinnsel

in Blutgefäßen (Thromboembolie) und Drehung der Eierstöcke (Torsion der Ovarien) wurden

bei schweren Fällen von OHSS berichtet. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich bemerken,

wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, auch wenn die Symptome erst einige Tage nach Gabe

der letzten Spritze auftreten.

Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) können im Zusammenhang mit der

Anwendung von CHORAPUR auftreten. Zu den Symptomen können Hautausschlag, Jucken,

Schwellungen des Halses und erschwerte Atmung gehören. Wenn Sie diese Symptome bei

sich bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufig:

Vergrößerung der männlichen Brustdrüsen (Gynäkomastie)

Kopfschmerzen

Reaktionen und Schmerzen an der Einstichstelle

Häufig:

Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen

mildes bis mäßiges Überstimulationssyndrom der Eierstöcke (OHSS), Schwellung der

Brust, Hodenschmerz

Hitzewallungen (nur bei Männern beobachtet)

Ausschlag, Talgdrüsenentzündung (Akne vulgaris)

Gelegentlich:

Durchfall

Störung der Ausscheidung von Salzen und Wasser

schweres Überstimulationssyndrom der Eierstöcke (OHSS)

Depression, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit

Nicht bekannt:

Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen)

Bildung von Blutgerinnseln in Blutgefäßen

aufgeblähter Bauch

Ausschlag, juckende Quaddeln (Nesselsucht), Jucken

Empfindlichkeit und Schmerzen in der Brust

Fieber, Müdigkeit (Fatigue), Schwäche (Asthenie)

wurden

Größenzunahme

männlichen

Gliedes

Versteifungsneigung

bzw.

Vergrößerungen der Vorsteherdrüse (Prostata) beobachtet.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Gelegentlich treten bei Jungen für die Zeit der Behandlung leichte psychische Veränderungen

auf, wie man sie zu Beginn der Pubertät beobachten kann (pubertäres Verhalten).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen,

dass

mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist CHORAPUR 5000 I.E. aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Nicht

einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Pulver darf nur in dem der Packung beiliegenden Lösungsmittel aufgelöst werden.

Die Injektionslösung ist sofort nach der Herstellung zu verwenden.

Verwenden Sie die Lösung nicht, wenn sie Partikel enthält und nicht klar ist.

Die Lösung darf nicht mit anderen Produkten gemischt werden.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was CHORAPUR 5000 I.E. enthält

Der Wirkstoff ist hochgereinigtes humanes Choriongonadotropin (hCG).

Die sonstigen Bestandteile des Pulvers sind Lactose-Monohydrat und Natriumhydroxid-

Lösung (3,8 %).

Die Bestandteile des Lösungsmittels sind Natriumchlorid, Salzsäure 10 % und Wasser

für Injektionszwecke.

Wie CHORAPUR 5000 I.E. aussieht und Inhalt der Packung

CHORAPUR 5000 I.E. besteht aus einem Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer

Injektionslösung.

Aussehen des Pulvers: weißer Lyophilisatkuchen

Aussehen des Lösungsmittels: klare farblose Lösung

CHORAPUR 5000 I.E. ist in Packungen mit 1, 3 oder 5 Durchstechflaschen mit Pulver und der

entsprechenden Anzahl Ampullen mit Lösungsmittel erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Ferring GmbH

Wittland 11

D-24109 Kiel

Mitvertreiber

Ferring Arzneimittel GmbH

Fabrikstraße 7

D-24103 Kiel

Telefon: 0431 - 58 52 0

Telefax: 0431 - 58 52 74

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien, Deutschland, Ungarn, Malta, Polen, Slowakei, Vereinigtes Königreich: CHORAPUR

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt im September 2016 überarbeitet.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail-Adresse: info-

service@ferring.de

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Art der Anwendung

CHORAPUR muss nach der Herstellung der Lösung sofort intramuskulär injiziert

werden.

Stecken Sie zum Auflösen des Pulvers eine Nadel auf die Spritze.

Ziehen Sie das gesamte Lösungsmittel aus der Ampulle und füllen Sie es in die

Durchstechflasche mit Pulver. Das Pulver sollte sich schnell auflösen, so dass eine

klare

Lösung

entsteht.

Wenn

nicht,

rollen

Durchstechflasche

vorsichtig

zwischen Ihren Fingern (Händen), bis die Lösung klar ist. Schütteln sollte vermieden

werden.

Die fertige Lösung enthält 5.000 I.E. pro ml.

Ziehen Sie die benötigte Menge der fertigen Lösung aus der Durchstechflasche in die

Spritze auf, stecken Sie eine Nadel zur Injektion auf und wenden sie die Lösung

sofort an.

CHORAPUR, FERRING und das FERRING-Logo sind Warenzeichen von Ferring B.V. © 2016

Ferring B.V.

29-6-2018

Informationsbrief zu Cetrotide

Informationsbrief zu Cetrotide

Cetrotide® 0,25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung (Cetrorelixacetat): Gefahr des Herausziehens des Spritzenkolbens

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

23-6-2018

Informationsbrief zu Actilyse® Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung (Alteplase) bei akutem ischämischen Schlaganfall: Wichtige Anwendungserweiterung bei Jugendlichen ≥ 16 Jahren

Informationsbrief zu Actilyse® Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung (Alteplase) bei akutem ischämischen Schlaganfall: Wichtige Anwendungserweiterung bei Jugendlichen ≥ 16 Jahren

Actilyse® wurde zur Behandlung eines akuten ischämischen Schlaganfalls bei jugendlichen Patienten ≥ 16 Jahren zugelassen.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte