Catapresan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Catapresan Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • clonidini hydrochloridum 0.15 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Catapresan Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antihypertensivum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 33148
  • Berechtigungsdatum:
  • 04-06-1970
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Catapresan®

BOEHRINGER INGELHEIM

Was ist Catapresan und wann wird es angewendet?

Catapresan ist ein Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck. Catapresan darf nur auf Verschreibung

des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Beendigung einer Behandlung mit Catapresan darf nur von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin

bestimmt werden und soll durch schrittweise Verminderung der Dosis über 2–4 Tage erfolgen. Ein

plötzliches Absetzen von Catapresan kann zu einer raschen Erhöhung des Blutdruckes und/oder

Nervosität, Zittern, Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Die Wiederaufnahme der Behandlung mit

Catapresan sollte diese Symptome beheben.

Wann darf Catapresan nicht angewendet werden?

Bei Herzkrankheiten mit langsamem Puls (Sinusknoten-Syndrom, AV-Block 2. oder 3. Grades) soll

Catapresan nicht angewandt werden, ebenso bei erwiesener Überempfindlichkeit gegen den

Wirkstoff oder einem anderen Inhaltsstoff.

Wann ist bei der Einnahme von Catapresan Vorsicht geboten?

Bei Nierenfunktionsstörungen, niedrigem Puls, Durchblutungsstörungen, Herzleiden, Depressionen,

Störungen der Nervenbahnen (Polyneuropathie) und Neigung zu Verstopfung, wird Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin die Dosis anpassen und Sie unter Umständen zu häufigeren Kontrollen aufbieten.

Tragen Sie Kontaktlinsen, sollten Sie darauf aufmerksam werden, dass Catapresan die

Tränensekretion vermindern kann.

Catapresan Tabletten enthalten Milchzucker (Laktose). Patienten und Patientinnen, die an gewissen

seltenen angeborenen Störungen des Zuckerstoffwechsels leiden, sollten dieses Präparat nicht

einnehmen.

Während der Behandlung mit Catapresan können unerwünschte Effekte, wie z.B. Schwindel,

Schläfrigkeit und verschwommenes Sehen auftreten. Daher ist beim Führen eines Fahrzeugs oder

Bedienen von Maschinen Vorsicht angebracht. Wenn die genannten Nebenwirkungen bei Ihnen

auftreten, sollten Sie potenziell gefährliche Tätigkeiten wie das Führen eines Fahrzeugs oder das

Bedienen von Maschinen meiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden. Dies gilt insbesondere bei der Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln,

Arzneimitteln gegen Depression (Trizyklika) oder andere seelische Leiden (Neuroleptika) sowie bei

gewissen Herzpräparaten (auch Digitalis), anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln,

wassertreibenden Arzneimitteln und «Rheumamitteln» (wie Acetylsalicylsäure und anderen

NSAIDs). Diese Begleitarzneimittel können entweder die Wirkung von Catapresan verändern oder

die Verträglichkeit verschlechtern. Ferner kann eine erhöhte Alkoholempfindlichkeit auftreten.

Darf Catapresan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Nur Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann entscheiden, ob Sie Catapresan während der Schwangerschaft

anwenden dürfen. Während der Stillzeit sollte Catapresan nicht eingenommen werden. Wenn Sie

schwanger sind, es werden möchten oder stillen, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw.

Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wie verwenden Sie Catapresan?

Catapresan muss durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin individuell dosiert werden, weshalb Sie sich

genau an seine bzw. ihre Verschreibung halten und nicht ohne Rücksprache mit ihm bzw. mit ihr die

Behandlung ändern oder abbrechen sollen.

Catapresan ist nur für Erwachsene bestimmt.

Normalerweise wird die Behandlung mit einer halben Tablette vor dem Schlafengehen begonnen.

Mehr als 2 Tabletten pro Tag (morgens und abends genommen) sind selten notwendig.

Allfällige Dosiserhöhungen werden durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt und erfolgen meist

in Zeitabständen von jeweils 2–4 Wochen. Die Tabletten sollen unzerkaut mit reichlich Wasser

geschluckt werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Catapresan haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Catapresan auftreten:

Zu Beginn der Behandlung können sehr häufig eine leichte Schläfrigkeit, Schwindel, insbesondere

beim Aufstehen, und auch Mundtrockenheit auftreten. Diese Begleiterscheinungen verschwinden in

der Regel bei Fortsetzung der Behandlung. Andernfalls sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

darüber informieren.

Es wurden auch folgende Nebenwirkungen beobachtet: Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen, Appetitverlust, Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Ohnmacht,

zu starke Blutdrucksenkung (u.a. beim Aufstehen) langsamer oder schneller Puls, Herzschwäche,

verminderte Libido, Potenzstörungen, depressive Verstimmung, Albträume,

Wahrnehmungsstörungen, Wahnvorstellungen, Unruhe, Verwirrtheit, Angstzustände, Delirium,

Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien, Jucken, Nesselsucht, Schwellungen u.a. an Gesicht,

Lippen oder Zunge), Müdigkeit, Unwohlsein, vorübergehende Erhöhung der Blutzuckerwerte,

Verminderung der Tränensekretion, verschwommenes Sehen, trockene Nase, Haarausfall,

Brustdrüsenvergrösserung (beim Mann) und Durchblutungsstörungen, Muskel- und

Gelenkschmerzen, Beinkrämpfe, Blässe, Fieber, Veränderungen der Leberfunktion. In diesen Fällen

oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt

oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Wirkung von Alkohol, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln kann verstärkt werden. Dies gilt

besonders bei Therapiebeginn.

Das Arzneimittel soll nicht über 30 °C gelagert werden.

Catapresan ist wie alle Arzneimittel vor dem Zugriff von Kindern geschützt aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Catapresan enthalten?

1 Tablette (teilbar) enthält: 150 Mikrogramm Clonidinhydrochlorid als Wirkstoff sowie Milchzucker

(Lactose-Monohydrat) und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

33148 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Catapresan? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen à 100 Tabletten (teilbar).

Zulassungsinhaberin

Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.