Carvedilol 6.25 mg Helvepharm

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Carvedilol 6.25 mg Helvepharm Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • carvedilolum 6.25 mg, excipiens pro Kompression.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Carvedilol 6.25 mg Helvepharm Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Alpha- und Beta-Rezeptorenblocker

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57821
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-01-2007
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Carvedilol Helvepharm 6,25/12,5/25 mg

Helvepharm AG

Was ist Carvedilol Helvepharm und wann wird es angewendet?

Carvedilol Helvepharm enthält einen blutdrucksenkenden Wirkstoff. Zwei Wirkungen dieses

Wirkstoffes führen zur Blutdrucksenkung. Einerseits wirkt er als Betablocker, indem er das Herz und

den Kreislauf gegen übermässige Stressreize abschirmt, und anderseits erweitert er die kleinen

Blutgefässe in der Peripherie.

Carvedilol Helvepharm darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung des

erhöhten Blutdrucks (Hypertonie) angewendet werden.

Ferner wird Carvedilol Helvepharm zur Prophylaxe von Durchblutungsstörungen der

Herzkranzgefässe (Angina pectoris) eingesetzt. Carvedilol Helvepharm bewirkt, dass das Herz

weniger belastet wird. Es kommt daher mit dem vorhandenen Blutangebot eher aus, das infolge der

verengten Herzkranzgefässe eingeschränkt ist.

Carvedilol Helvepharm wird auch zur Behandlung der Herzinsuffizienz (Herzleistungsschwäche)

zusammen mit Herzglykosiden, einem Diuretikum (wassertreibendes Arzneimittel) und einem ACE-

Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Inhibitor) eingesetzt. Bei Herzleistungsschwäche ist das

Herz nicht mehr in der Lage, die ausreichende Menge Blut aus den Herzkammern in die Schlagadern

auszustossen. Zusätzlich mit den anderen Arzneimitteln wird Ihr Blutdruck gesenkt, das

Schlagvolumen des Herzens nimmt zu.

Was sollte dazu beachtet werden?

Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Carvedilol Helvepharm unterstützen, indem Sie

nicht rauchen, sich möglichst fettarm ernähren, sich viel körperliche Bewegung verschaffen und auf

ein normales Körpergewicht achten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob eine salzarme Diät

während der Behandlung mit Carvedilol Helvepharm notwendig ist.

Wann darf Carvedilol Helvepharm nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Carvedilol Helvepharm oder gegen einen der Hilfsstoffe oder andere

Betablocker, langsamen Puls, bestimmten Herz- und Lebererkrankungen, bei stark erniedrigtem

Blutdruck (unterhalb von 85 mmHg), schweren Kreislaufstörungen, bestimmten

Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma, chronische Bronchitis, Rhinitis), während einer

Desensibilisierung bei Allergien und bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmern (Arzneimittel

gegen Depressionen) darf Carvedilol Helvepharm nicht angewendet werden. Bei Langsam-

Metabolisierern kann es zu einer erhöhten Carvedilol-Konzentration kommen. Mangels Erfahrung

darf Carvedilol Helvepharm bei diesen Patienten oder Patientinnen deshalb nicht angewendet

werden.

Wann ist bei der Einnahme von Carvedilol Helvepharm Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an Herz-, Leber-, Nieren- oder Atemwegserkrankungen, Durchblutungsstörungen,

Schilddrüsenerkrankungen, Zuckerkrankheit, Schuppenflechte (Psoriasis) leiden oder früher

asthmatische Beschwerden hatten,

·sich einer Operation unterziehen müssen,

·schwere unerwünschte Hautreaktionen erleiden,

·ein Tumor der Nebennieren haben,

·unter Hypertonie leiden,

·Allergien haben oder

·an anderen Krankheiten leiden,

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Bei Diabetikern kann Carvedilol Helvepharm die Symptome eines Blutzuckerabfalls

(Hypoglykämie) verschleiern oder abschwächen. Diabetiker sollten jede Änderung bezüglich ihrer

Blutzuckerwerte ihrem Arzt oder ihrer Ärztin mitteilen.

Sie könnten beim Stehen unter Blutdruckabfällen leiden, welche zu Schwindel und selten zu

Ohnmachtsanfällen führen könnten. Sie sollten sich setzen oder hinlegen, wenn sich diese Symptome

bemerkbar machen.

Carvedilol Helvepharm soll bei Kindern nicht angewendet werden.

Bei älteren Patienten oder Patientinnen besteht die Gefahr eines verstärkten Blutdruckabfalles.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Cyclosporin (ein Arzneimittel zur Verhinderung von

Abstossungsreaktionen nach Organtransplantationen) kann die Wirkung von Cyclosporin verstärkt

werden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie deshalb engmaschig überwachen und eventuell die

Dosierung von Cyclosporin anpassen.

Die gleichzeitige Einnahme von Carvedilol Helvepharm mit Rifampicin (Antibiotikum,

Tuberkulostatikum) oder nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR – wie z.B, Acetylsalicylsäure oder

Ibuprofen) kann zu einem Anstieg des Blutdrucks und zu einer beeinträchtigten Blutdruckkontrolle

führen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Insulin, Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer oder Nifedipin mit

Carvedilol Helvepharm kann es zu einem stärkerem Blutdruckabfall kommen. Bei Insulin können die

Symptome einer Hypoglykämie zudem maskiert oder abgeschwächt werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Carvedilol Helvepharm mit Antiarrhytmika (z.B. Verapamil,

Diltiazem oder Amiodaron), Digoxin oder Reserpin und Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer kann

das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und sollte daher nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

Herzinsuffizienz-Patienten oder Patientinnen sollten ihren Arzt oder ihre Ärztin aufsuchen, sobald

sie Zeichen oder Symptome einer Verschlechterung ihrer Herzinsuffizienz bemerken

(Gewichtszunahme oder Kurzatmigkeit).

Die gleichzeitige Behandlung mit gewissen Bronchodilatatoren kann deren Wirkung beeinträchtigt

werden.

Falls Sie Clonidin gegen Bluthochdruck oder Migräne einnehmen, sollten Sie weder Clonidin noch

Carvedilol Helvepharm von sich aus absetzen, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber

gesprochen zu haben. Die gleichzeitige Einnahme von Clonidin kann zu einer Veränderung des

Blutdrucks und der Herzfrequenz führen und sollte deshalb mit dem Arzt oder der Ärztin

abgesprochen werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ärztin, falls Sie sich einer Operation unterziehen müssen, dass

Sie Carvedilol Helvepharm einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ärztin, falls Sie Cimetidin einnehmen.

Carvedilol Helvepharm kann aufgrund der möglichen Nebenwirkungen (z.B. Schwindel, Müdigkeit)

die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen,

beeinträchtigen! Dies gilt besonders bei Behandlungsbeginn, nach einer Dosissteigerung, bei

Präparatewechsel oder wenn zusätzlich Alkohol konsumiert wird. Deshalb ist Vorsicht im

Strassenverkehr und beim Bedienen von Maschinen geboten.

Patienten oder Patientinnen, welche unter Schwindel oder Müdigkeit leiden, sollten nicht Auto

fahren oder gefährliche Aufgaben wahrnehmen.

Bei Kontaktlinsenträgern kann sich die Verminderung der Tränenflüssigkeit negativ auf den

Tragkomfort von Linsen auswirken.

Carvedilol Helvepharm enthält Milchzucker (Laktose). Wenn bei Ihnen eine Milchzucker-

Unverträglichkeit besteht, sollten Sie Carvedilol Helvepharm nicht einnehmen.

Darf Carvedilol Helvepharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Carvedilol Helvepharm darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Carvedilol Helvepharm?

Behandlung des erhöhten Blutdrucks

Zu Beginn der Behandlung wird während zwei Tagen, ältere Patienten oder Patientinnen während

zwei Wochen, ½ Tablette à 25 mg oder 1 Tablette à 12,5 mg eingenommen. Anschliessend wird

normalerweise täglich eine Tablette à 25 mg eingenommen. Falls nötig, kann der Arzt oder die

Ärztin eine Erhöhung der Dosierung auf höchstens 2 Tabletten à 25 mg täglich anordnen. Bei einigen

Patienten oder Patientinnen, besonders bei älteren, kann der Blutdruck manchmal schon mit einer ½

Tablette à 25 mg pro Tag genügend gesenkt werden.

Angina pectoris

Zu Beginn der Behandlung wird während zwei Tagen morgens und abends je ½ Tablette à 25 mg

oder 1 Tablette à 12,5 mg eingenommen. Anschliessend wird normalerweise morgens und abends je

1 Tablette à 25 mg eingenommen. Falls nötig, kann der Arzt oder die Ärztin eine Erhöhung der

Dosierung anordnen.

Behandlung der Herzinsuffizienz

Zu Beginn der Behandlung wird während 2 Wochen 2 mal täglich je ½ Tablette Carvedilol

Helvepharm à 6,25 mg eingenommen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird die Dosierung von Carvedilol

Helvepharm genau mit Ihnen besprechen. In der Regel wird anschliessend während 2 Wochen 2-mal

täglich je 1 Tablette Carvedilol Helvepharm à 6,25 mg (oder ½ Tablette à 12,5 mg), dann während 2

Wochen 2-mal täglich je 1 Tablette Carvedilol Helvepharm à 12,5 mg (oder ½ Tablette à 25 mg) und

anschliessend während 2 Wochen 2-mal täglich je 1 Tablette Carvedilol Helvepharm à 25 mg

eingenommen.

Sie sollten Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, sobald Sie unter Schwindel oder

Ohnmachtsanfällen beim Anpassen der Dosierung leiden.

Ältere Patienten oder Patientinnen sollten im Allgemeinen die Dosierung von 2× täglich 1 Tablette à

25 mg nicht überschreiten.

Die Anwendung und Sicherheit von Carvedilol Helvepharm ist bei Kindern und Jugendlichen bisher

nicht geprüft worden. Carvedilol Helvepharm wird deshalb für die Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Die Tabletten werden mit etwas Flüssigkeit, während den Mahlzeiten, unzerkaut geschluckt.

Carvedilol Helvepharm sollte wie alle diese Arzneimittel nach längerer Einnahme schrittweise

abgesetzt werden. Unterbrechen Sie daher die Einnahme des Arzneimittels nicht ohne Anordnung

durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Carvedilol Helvepharm haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Carvedilol Helvepharm auftreten.

Schwindel, Kopfschmerzen und Erschöpfung können zu Beginn der Behandlung auftreten und gehen

meist vorüber.

Sehr häufig wurden Herzinsuffizienz, Erschöpfung, Schwindel, Kopfschmerzen und niedriger

Blutdruck beobachtet.

Häufig wurden Anämie, langsamer Puls, Ödeme, Sehstörungen, trockene Augen, Augenreizungen,

Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bronchitis,

Lungenentzündung, Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfektionen, Gewichtszunahme,

hohe Cholesterinspiegel im Blut, veränderte Blutzuckerwerte bei Patienten mit Diabetes, Schmerzen

in den Armen und Beinen, plötzlich einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit, Depression,

Nierenversagen, Atemnot, Lungenödem, Asthma, erhöhter Blutdruck, Kältegefühl in Händen und

Füssen.

Gelegentlich wurden auch unregelmässiger Herzschlag, Schmerzen in der Herzgegend (Angina

Pectoris), Verstopfung, Kribbeln in Händen und Füssen, Schlafstörungen, Albträume,

Halluzinationen, Verwirrtheit, Impotenz, Hautreaktionen (z.B. Juckreiz, Hautausschläge) beobachtet.

Selten wurden Mundtrockenheit, veränderte Leberwerte im Blut, verstopfte Nase und Störungen

beim Wasserlassen beobachtet.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn solche Störungen länger anhalten.

Sehr seltene Fälle von schweren unerwünschten Hautreaktionen wie toxische epidermale Nekrolyse

(TEN) und Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) wurden während der Behandlung mit Carvedilol

Helvepharm gemeldet. Bei solchen Erscheinungen sollten Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

informieren.

Zusätzlich wurden nach Markteinführung Fälle von Haarausfall und unwillkürlichem Harnverlust bei

Frauen in möglichen Zusammenhang mit Carvedilol berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Carvedilol Helvepharm soll nicht über 30 °C gelagert und für Kinder unerreichbar aufbewahrt

werden.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen, (da sich die Tabletten

unter Lichteinfluss verfärben können). Verfärbte Tabletten sind nicht mehr zu verwenden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Bitte bringen Sie nicht mehr benötigte Arzneimittel zur Entsorgung in Ihre Apotheke zurück.

Was ist in Carvedilol Helvepharm enthalten?

Carvedilol Helvepharm enthält Carvedilol als Wirkstoff, Laktose-monohydrat (Milchzucker) sowie

weitere Hilfsstoffe und ist als Tabletten (mit Bruchrille, teilbar) zu 6,25 mg, 12,5 mg und 25 mg

erhältlich.

Zulassungsnummer

57821 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Carvedilol Helvepharm? Welche Packungen sind erhältlich?

Carvedilol Helvepharm ist in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Carvedilol Helvepharm 6,25 mg

Packungen mit 14 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Carvedilol Helvepharm 12,5 mg

Packungen mit 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Carvedilol Helvepharm 25 mg

Packungen mit 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Zulassungsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.