Carboplatine Hospira

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Carboplatine Hospira Injektionslösung, Infusionslösung 10 mg-ml Onco-Tain
  • Dosierung:
  • 10 mg-ml Onco-Tain
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung, Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Carboplatine Hospira Injektionslösung, Infusionslösung 10 mg-ml Onco-Tain
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE165995
  • Letzte Änderung:
  • 06-04-2018

Packungsbeilage

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

BEL 17E15

BEL 17E15

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Carboplatine Hospira Onco-Tain 150 mg/15 ml Injektions-/Infusionslösung

Carboplatine Hospira Onco-Tain 450 mg/45 ml Injektions-/Infusionslösung

Carboplatine Hospira Onco-Tain 600 mg/60 ml Injektions-/Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

10 mg/ml.

Carboplatine Hospira Onco-Tain 150 mg/15 ml Injektions-/Infusionslösung:

Carboplatin 150 mg – Sonstiger Bestandteil: Wasser für Injektionszwecke q.s. ad 15 ml.

Carboplatine Hospira Onco-Tain 450 mg/45 ml Injektions-/Infusionslösung:

Carboplatin 450 mg – Sonstiger Bestandteil: Wasser für Injektionszwecke q.s. ad 45 ml.

Carboplatine Hospira Onco-Tain 600 mg/60 ml Injektions-/Infusionslösung:

Carboplatin 600 mg – Sonstiger Bestandteil: Wasser für Injektionszwecke q.s. ad 60 ml.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektions-/Infusionslösung

Art der Anwendung: intravenöse Anwendung (i.v.)

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1.

Anwendungsgebiete

Carboplatine Hospira ist angezeigt zur Behandlung des metastasierten Ovarialkarzinoms (epithelialen

Ursprungs), und zwar als Initialtherapie oder als Zweitlinienbehandlung, wenn andere Behandlungen

nicht erfolgreich waren.

Carboplatine Hospira ist außerdem angezeigt zur Behandlung des kleinzelligen und nichtkleinzelligen

Bronchialkarzinoms und zur Behandlung von Plattenepithelkarzinomen im Kopf- und Halsbereich.

Auch bei Behandlung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) mit Carboplatin wurde ein

signifikantes Ansprechen auf die Therapie festgestellt.

4.2.

Dosierung und Art der Anwendung

Hinweis:

Aluminiumhaltige Kanülen oder Infusionssets dürfen weder bei der Zubereitung noch bei der

Verabreichung verwendet werden, sofern sie dabei in Kontakt mit Carboplatin kommen können.

Aluminium reagiert chemisch mit Carboplatin und verursacht dadurch Ausfällungen und/oder dessen

Wirkungsverlust. Wie Chemotherapeutika-Abfälle dieser Art zu behandeln und entsorgen sind, muss

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noch festgelegt werden. Es wurden hierzu bereits verschiedene Richtlinien publiziert, in denen jedoch

keine genügende Übereinstimmung besteht, um eine Aussage über die Notwendigkeit bzw.

Angemessenheit der in diesen Richtlinien empfohlenen Vorgehensweisen treffen zu können.

Die Sicherheitsmaßnahmen für Gefahrstoffe müssen bei der Zubereitung und Verabreichung

eingehalten werden. Die Vorbereitung muss mit Schutzhandschuhen, Gesichtsmaske und

Schutzkleidung von Personal durchgeführt werden, das für den sicheren Umgang ausgebildet ist.

Dosierung:

Carboplatine Hospira wird ausschließlich intravenös verabreicht. Dazu wird entweder lyophilisiertes

Pulver aufgelöst oder eine gebrauchsfertige Lösung verwendet.

Die empfohlene Carboplatin-Dosis für nicht vorbehandelte erwachsene Patienten mit normaler

Nierenfunktion beträgt 400 mg/m

; sie wird als einmalige Infusion über 15–60 Minuten verabreicht.

Die Behandlung mit Carboplatine Hospira darf frühestens nach einem Zeitraum von 4 Wochen

wiederholt werden und/oder wenn die Neutrophilen- und Thrombozytenzahlen wieder auf mindestens

2000 bzw. 100.000 Zellen/mm

angestiegen sind. Die Anzahl der Verabreichungen (Zyklen) richtet

sich nach dem klinischen Ansprechen und nach dem Zustand des Patienten.

Eine Reduktion der Anfangsdosis um 20–25% wird empfohlen für Patienten mit folgenden

Risikofaktoren:

vorherige myelosuppressive Behandlung,

niedriger Leistungsstatus (ECOG/Zubrod-Score 2–4 oder Karnofsky-Index < 80).

Um die weitere Dosierung jeweils adäquat anpassen zu können, sollte während der ersten

Carboplatin-Zyklen eine wöchentliche Kontrolle der hämatologischen Parameter erfolgen.

Nierenfunktionsstörung:

Patienten, deren Kreatinin-Clearance unter 60 ml/min liegt, haben ein erhöhtes Risiko für eine

schwerwiegende Knochenmarkdepression. Die Inzidenz schwerer Leukopenie, Neutropenie oder

Thrombozytopenie lag bei Anwendung folgender Dosen bei etwa 25%:

Carboplatin 250 mg/m

i.v. an Tag 1 bei Patienten mit einer anfänglichen Kreatinin-

Clearance zwischen 41 und 59 ml/min.

Carboplatin 200 mg/m

i.v. an Tag 1 bei Patienten mit einer anfänglichen Kreatinin-

Clearance zwischen 16 und 40 ml/min.

Für Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 15 ml/Min. oder weniger liegen keine ausreichenden

Daten vor und es kann daher keine Empfehlung für die Behandlung gegeben werden.

Alle bisher angegebenen empfohlenen Werte gelten für den ersten Behandlungszyklus. Die

nachfolgenden Dosen müssen entsprechend der Verträglichkeit für den Patienten so angepasst

werden, dass die Knochenmarkdepression im gewünschten Rahmen bleibt.

Die optimale Anwendung von Carboplatine Hospira in Kombination mit anderen

knochenmarkdepressiven Arzneimitteln erfordert eine Dosisanpassung entsprechend der Art der

Behandlung und dem angewendeten Zeitplan.

Bei Patienten ab 65 Jahren kann eine Anpassung der Anfangs- oder Folgedosen nach dem

körperlichen Zustand des Patienten erforderlich sein.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung von Carboplatine Hospira (150 mg/450 mg/600 mg)

bei Kindern ist bisher noch nicht in Studien untersucht.

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Alternative Möglichkeit für die Berechnung der Dosis:

Die Carboplatin-Dosis kann

anhand einer mathematischen Formel berechnet werden, die die

Nierenfunktion des Patienten oder auch die Nierenfunktion und den gewünschten Grenzwert für die

Thrombozyten berücksichtigt.

Im Gegensatz zur empirischen Festsetzung auf der Basis der Körperoberfläche können bei

Anwendung dieser Formel die individuellen Abweichungen der Nierenfunktion berücksichtigt

werden, sodass sowohl eine Unterdosierung (bei Patienten mit überdurchschnittlicher Nierenfunktion)

als auch die Überdosierung (bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion) vermieden werden

können.

Die Berechnungsformel nach Calvert beruht auf der glomerulären Filtrationsrate (GFR; in ml/min)

und der Fläche unter der Kurve (AUC) in Abhängigkeit von der Zeit:

Dosis (in mg) = Fläche unter der Kurve x (GFR + 25).

Hinweis: Die Calvert-Formel liefert die Gesamtdosis für Carboplatin in mg, nicht in mg/m

Ziel-AUC (= Fläche unter

der Kurve)

Therapieschema

Vorbehandlung

5–7 mg/ml

min.

Monotherapie mit Carboplatin

nein

4–6 mg/ml

min.

Monotherapie mit Carboplatin

4–6 mg/ml

min.

Carboplatin + Cyclophosphamid

nein

Für Patienten, die bereits eine belastende Chemotherapie erhalten haben und denen Carboplatine

Hospira in Monotherapie verabreicht werden soll, kann die folgende Berechnungsformel nach Egorin

verwendet werden:

x

P

N

P

BSA

Cl

D

a

a

CR

D = Carboplatin-Dosis in mg/m

= Kreatinin-Clearance in ml/min.

BSA = Körperoberfläche in m

= Thrombozytenzahl vor der Behandlung

N = gewünschte minimale Anzahl der Thrombozyten

Als belastende Chemotherapie werden in diesem Zusammenhang folgende Schemata definiert:

Mitomycin C, Nitrosoharnstoff, Cyclophosphamid und Cisplatin, Kombination aus fünf oder mehr

verschiedenen Zytostatika; Strahlentherapie ≥ 4500 rad (auf ein Bestrahlungsfeld von höchstens 20

cm x 20 cm oder mehrere Bestrahlungsfelder).

Art der Anwendung: intravenöse Anwendung (i.v.)

4.3.

Gegenanzeigen

Die Anwendung von Carboplatine Hospira ist kontraindiziert:

bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Platinhaltige

Verbindungen oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

bei Patienten mit einer vorbestehenden schweren Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance

< 30 ml/min), es sei denn, die möglichen Vorteile der Behandlung überwiegen nach Einschätzung

des Arztes und des Patienten die Risiken

bei Patienten mit schwerer Knochenmarkdepression

bei Patienten mit blutenden Tumoren

gleichzeitige Anwendung mit Gelbfieber-Impfstoff (siehe Abschnitt 4.5)

schwangere oder stillende Patientinnen (siehe Abschnitt 4.6)

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4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Hämatologische Toxizität

Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS)

Das hämolytisch–urämische Syndrom (HUS) ist eine lebensbedrohliche Nebenwirkung. Die

Behandlung mit Carboplatin sollte bei den ersten Anzeichen einer mikroangiopathischen

hämolytischen Anämie abgebrochen werden, wie schnell abnehmenden Hämoglobinwerten mit

gleichzeitiger Thrombozytopenie, Erhöhung von Serumbilirubin, Serumkreatinin, Harnstoff-

Stickstoff im Blut oder Laktat-Dehydrogenase

LDH) im Blut. Ein Niereninsuffizienz ist

möglicherweise bei Absetzen der Therapie nicht reversibel und kann eine Dialyse erfordern.

Knochenmarkdepression:

Der Schweregrad der Knochenmarksuppression ist bei Patienten mit vorhergehender Behandlung (vor

allem mit Cisplatin) und/oder solchen mit beeinträchtigter Nierenfunktion erhöht.

Die Initialdosen von Carboplatin bei solchen Patienten sind entsprechend zu reduzieren (siehe

Abschnitt 4.2) und die toxischen Wirkungen sind durch regelmäßige hämatologische Kontrollen

zwischen den Zyklen sorgfältig zu überwachen.

Eine Kombinationstherapie von Carboplatin mit anderen myelosuppressiven Therapien muss

hinsichtlich Dosierungen und Zeitplan der Verabreichung sehr sorgfältig geplant werden, um so

additive Wirkungen auf ein Minimum zu beschränken..

Die myelosuppressive Wirkungen können durch Kombination von Carboplatin mit anderen

myelosuppressiven Substanzen oder Strahlentherapien verstärkt werden. Patienten mit einer schweren

und persistierenden Myelosuppression haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen, mitunter mit

tödlichem Ausgang (siehe Abschnitt 4.8). Wenn diese Anzeichen auftreten, muss die

Carboplatinbehandlung unterbrochen werden, und eine Dosisanpassung oder ein Abbruch der

Behandlung muss in Betracht gezogen werden.

Kontrolle der hämatologischen Parameter:

Die Knochenmarkdepression (Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie) ist dosisabhängig und

dosislimitierend. Unter Behandlung mit Carboplatin sollte daher eine regelmäßige Kontrolle der

hämatologischen Parameter im peripheren Blut erfolgen und im Falle einer Toxizität ist das Blutbild

bis zur Genesung zu kontrollieren. Bei Patienten mit einer Monotherapie mit Carboplatin ist der

mediane Tag der niedrigsten Werte (Nadir) Tag 21, und bei Patienten mit einer Kombinationstherapie

mit Carboplatin mit anderen Chemotherapeutika Tag 15. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, den

nachfolgenden Carboplatin-Zyklus erst dann zu beginnen, wenn sich die Anzahl der Leukozyten,

Neutrophilen und Thrombozyten normalisiert hat. Die Behandlung sollte nicht vor 4 Wochen nach der

vorherigen Reihe von Injektionen wiederholt werden und/oder wenn die Neutrophilen- und

Thrombozytenzahlen wieder auf mindestens 2.000 bzw. 100.000 Zellen/mm³ angestiegen sind.

Akute promyeloische Leukämie und Myelodysplasiesyndrom (MDS)/akute myeloische Anämie

(AML) wurden Jahre nach der Behandlung mit Carboplatin und anderen antineoplastischen

Behandlungen berichtet.

Anämie ist häufig und kumulativ und erfordert sehr selten eine Transfusion.

Hämolytische Anämie mit Vorliegen serologischer medikamentös induzierter Antikörper wurde bei

mit Carboplatin behandelten Patienten berichtet. Dieses Ereignis kann tödlich sein.

Lebervenenverschlusskrankheit

Fälle von Lebervenenverschlusskrankheit (Sinusobstruktionssyndrom) wurden berichtet, von denen

einige tödlich waren. Patienten müssen auf Zeichen und Symptome einer auffälligen Leberfunktion

oder portalen Hypertonie, die nicht offensichtlich die Folge von Lebermetastasen ist, überwacht

werden.

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Tumorlysesyndrom (TLS)

In den Erfahrungen nach der Markteinführung wurde das Tumorlysesyndrom (TLS) bei Patienten

nach der Anwendung von Carboplatin als Monotherapie oder in Kombination mit anderen

Chemotherapeutika berichtet. Patienten mit hohem Risiko eines TLS, z. B. Patienten mit hoher

Proliferationsrate, starker Tumorlast und starker Empfindlichkeit für zytotoxische Wirkstoffe müssen

eng überwacht werden, und es müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen werden.

Posteriores Reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)

Es liegen Berichte vor von mit Carboplatin und Chemotherapiekombination behandelten Patienten,

die das posteriore reversible Enzephalopathie-Syndrom (PRES) entwickelten. Hierbei handelt es sich

um eine seltene neurologische, schnell entwickelnde, nach Absetzen der Behandlung reversible

Störung, die epileptische Anfälle, Hypertonie, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Erblindung, und weitere

visuelle und neurologische Störungen umfassen kann (siehe Abschnitt 4.8). Die Diagnose eines PRES

muss durch bildgebende Verfahren, vorzugsweise eine Magnetresonanztomographie (MRT), bestätigt

werden.

Warnhinweise:

Carboplatine Hospira sollte nur unter der Aufsicht von Ärzten, die in der antineoplastischen Therapie

Erfahrung haben, verabreicht werden. .

Um die Behandlung unter bestmöglichen Umständen durchführen und möglichen Komplikationen

angemessen begegnen zu können, muss eine adäquate therapeutische Infrastruktur zur Verfügung

stehen.

Die hämatologischen Parameter sind engmaschig zu überwachen und Nieren- und Leberfunktionstests

müssen durchgeführt werden.

Es wird empfohlen, die hämatologische Untersuchung zu Beginn der Therapie durchzuführen und

dann wöchentlich zu wiederholen. Auf diese Weise kann die Dosis immer wieder angepasst werden.

Auch eine neurologische Untersuchung sollte regelmäßig stattfinden. Es wird empfohlen, die

Therapie mit Carboplatine Hospira bei Eintreten einer Knochenmarkdepression zu unterbrechen,

wenn die Nieren- oder Leberfunktion nicht normal ist.

Nierenfunktion und Kombination mit anderen nephrotoxischen Arzneimitteln:

Obwohl Carboplatin selbst nur ein begrenztes nephrotoxisches Potenzial hat, kann eine gleichzeitige

Anwendung mit Aminoglykosiden eine Erhöhung der Nephro- und Ototoxizität hervorrufen. Da die

durch Carboplatin hervorgerufene Knochenmarkdepression von der renalen Clearance abhängt, sollte

die Carboplatin-Dosis an die Nierenfunktion und bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln mit

nephrotoxischem Potenzial entsprechend angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Wirkung von Carboplatin auf das

hämatopoetische System ausgesprochener und länger, als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion.

In dieser Risikogruppe muss die Therapie mit Carboplatin mit besonderer Vorsicht durchgeführt

werden (siehe Abschnitt 4.2).

Inzidenz und Schwere nephrotoxischer Wirkungen können bei Patienten mit vorbestehenden

Nierenfunktionsstörungen erhöht sein. Ob diese Wirkungen durch eine adäquate Hydrierung

verhindert werden können, ist nicht eindeutig geklärt. Jedenfalls ist bei schwerwiegenden

Änderungen der Nierenfunktion eine Dosisreduktion oder ein Abbruch der Therapie erforderlich. Das

Risiko von Nierenfunktionsstörungen ist bei Patienten erhöht, bei denen bereits früher einmal

nephrotoxische Wirkungen infolge einer Cisplatin-Therapie aufgetreten sind.

Übelkeit und Erbrechen:

Carboplatin kann Übelkeit und Erbrechen verursachen; dies betrifft vor allem vorbehandelte Patienten

(insbesondere Patienten, die zuvor mit Cisplatin behandelt wurden). Die Prämedikation mit

Antiemetika sowie die Verlängerung der Verabreichungszeit (via kontinuierliche Infusion oder

Verteilung auf 5 aufeinander folgende Tage) haben sich als wirksam erwiesen, um Häufigkeit und

Intensität dieser Nebenwirkungen zu vermindern.

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

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Neurotoxizität:

Periphere neurotoxische Wirkungen kommen im Allgemeinen häufig vor und sind nur leicht

ausgeprägt, beschränkt auf Parästhesie und Einschränkungen der Muskel-Sehnen-Reflexe. Bei

Patienten über 65 Jahre und/oder bei mit Cisplatin vorbehandelten Patienten steigt die Häufigkeit.

Kontrollen und neurologische Untersuchungen sollten regelmäßig durchgeführt werden.

Allergische Reaktionen:

Fälle von allergischen Reaktionen gegen Carboplatin wurden gemeldet. Solche Reaktionen können

bereits einige Minuten nach der Verabreichung auftreten und müssen so schnell wie möglich mit

adäquaten Maßnahmen behandelt werden.

Kreuzreaktionen, manchmal mit tödlichem Ausgang, wurden mit allen Platinderivate gemeldet (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.8).

Ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen (einschließlich anaphylaktischer Reaktionen) besteht

bei Patienten, die zuvor bereits andere Platinderivate erhalten haben (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).

Der Gummistopfen der Durchstechflasche enthält getrockneten Naturkautschuk (ein Latexderivat),

der Allergien verursachen kann.

Sehstörungen:

Sehstörungen einschließlich Verlust des Sehvermögens wurden bei Patienten mit beeinträchtigter

Nierenfunktion nach der Anwendung von Carboplatin in höherer als der empfohlenen Dosierung

gemeldet. Eine Besserung und/oder vollständige Rückkehr des Sehvermögens tritt einige Wochen

nach Beendigung der Behandlung ein.

Anwendung bei älteren Patienten:

In Studien mit einer Kombinationstherapie mit Carboplatin und Cyclophosphamid entwickelten ältere

Patienten, die mit Carboplatin behandelt wurden, häufiger schwere Thrombozytopenie als jüngere

Patienten. Da die Nierenfunktion bei älteren Patienten häufig vermindert ist, sollte die Nierenfunktion

bei der Festlegung der Dosierung berücksichtigt werden (siehe Abschnitte 4.2).

Weitere Wirkungen:

Sehr hohe Dosen von Carboplatin (bis zu 5 Mal und mehr der empfohlenen Dosis in Monotherapie)

führten zu schwerwiegenden Veränderungen der Leberfunktion.

Die Karzinogenität von Carboplatin wurde nicht untersucht, aber Substanzen mit ähnlichen

Mechanismen und ähnlicher Mutagenität werden als karzinogen beschrieben. Carboplatin hat sich

sowohl in vivo als auch in vitro als mutagen erwiesen.

Die Verabreichung von Lebend- oder abgeschwächten Lebendimpfstoffen bei durch

Chemotherapeutika, einschließlich von Carboplatin, immunsupprimierten Patienten kann zu schweren

oder letalen Infektionen führen. Eine Impfung mit einem Lebendimpfstoff sollte bei Patienten, die

Carboplatin erhalten, vermieden werden. Totimpfstoffe oder inaktivierte Impfstoffe dürfen

verabreicht werden; das Ansprechen auf solche Impfstoffe kann jedoch reduziert sein..

Kinder und Jugendliche

Störungen des Hörvermögens wurden unter Behandlung mit Carboplatin gemeldet. Ototoxizität kann

bei Kindern stärker ausgeprägt sein. Junges Alter, eine höhere kumulative Dosis der Chemotherapie,

ZNS-Tumoren, Niereninsuffizienz und gleichzeitige Bestrahlung des ZNS werden als Risikofaktoren

betrachtet. Fälle von Hörverlust mit verzögertem Eintritt wurden bei Kindern und Jugendlichen

berichtet. Eine langfristige audiometrische Nachbeobachtung mit jährlichen Hörtests und häufigeren

Tests, falls Hörverlust festgestellt wird, wird in dieser Patientengruppe empfohlen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kumulative

Toxizität

für

Knochenmark

Kombination

anderen

Myelosuppressiva.

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Kumulative Nephrotoxizität bei Anwendung mit potenziell nephrotoxischen Arzneimitteln

(siehe Abschnitt 4.4). Die gleichzeitige Anwendung nephrotoxischer oder ototoxischer

Arzneimittel kann die Toxizität aufgrund der durch Carboplatin bedingten Veränderungen der

renalen Clearance erhöhen oder verschlimmern.

Orale Antikoagulanzien: Aufgrund des erhöhten Thromboserisikos bei Tumorerkrankungen

werden Antikoagulanzien häufig eingesetzt.

Die hohe intraindividuelle Variabilität der

Gerinnungsfähigkeit im Verlaufe von Erkrankungen und die Möglichkeit einer Wechselwirkung

zwischen oralen Antikoagulanzien und Chemotherapie gegen Tumorerkrankungen erfordern daher

bei Einsatz von oralen Antikoagulanzien häufigere Kontrollen der INR.

Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert

Gelbfieber-Impfstoff: Risiko einer generalisierten

und eventuell letalen Impfkrankheit

(siehe Abschnitt 4.3).

Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen

Abgeschwächte Lebendimpfstoffe (mit Ausnahme von Gelbfieber-Impfstoff): Risiko einer

systemischen, möglicherweise letalen Erkrankung. Dieses Risiko ist bei Patienten mit einer

bestehenden Immunbeeinträchtigung durch ihre Grundkrankheit erhöht. Es wird nach Möglichkeit

die Anwendung eines inaktivierten Impfstoffs (z. B. bei Poliomyelitis) empfohlen.

Phenytoin, Fosphenytoin: Bei gleichzeitiger Anwendung von Carboplatin und Phenytoin ist

das Risiko für Krampfanfälle erhöht, infolge einer Verminderung der gastrointestinalen Resorption

von Phenytoin durch das Zytostatikum oder eines Wirksamkeitsverlustes von Carboplatin durch

eine verstärkte hepatische Metabolisierung durch Phenytoin.

Gleichzeitige Anwendung, die zu berücksichtigen ist

Ciclosporin (und damit auch Tacrolimus und Sirolimus): Übermäßige Immunsuppression

mit Risiko einer Lymphoproliferation.

Aminoglykoside: Die gleichzeitige Anwendung von Carboplatin mit Aminoglykosid-

Antibiotika muss aufgrund der kumulativen Nephrotoxizität und Ototoxizität mit Vorsicht

erfolgen, insbesondere bei Patienten mit Nierenversagen.

Schleifendiuretika: Die gleichzeitige Anwendung von Carboplatin mit Schleifendiuretika

muss aufgrund der kumulativen Nephrotoxizität und Ototoxizität mit Vorsicht erfolgen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Schwangerschaft ist eine formale Kontraindikation. Wie bei jeder Chemotherapie muss während der

gesamten Dauer der Behandlung sowie mindestens sechs Monate danach eine zuverlässige

Verhütungsmethode angewendet werden, wenn einer der beiden Partner mit Carboplatin behandelt

wird.

Carboplatin hat sich in vivo wie auch in vitro als mutagen erwiesen.

Carboplatin hat sich bei Ratten als embryotoxisch und teratogen erwiesen, wenn es in der Phase der

Organogenese verabreicht wurde. Carboplatin kann dem Fetus bei Anwendung während der

Schwangerschaft schaden (siehe Abschnitt 4.4). Es wurden keine kontrollierten Studien bei

schwangeren Frauen durchgeführt..

Frauen im gebärfähigen Alter muss empfohlen werden, eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Stillzeit:

Das Stillen ist kontraindiziert. Es ist nicht bekannt ob Carboplatin in die Muttermilch übergeht.

Aufgrund der möglichen Toxizität für den Säugling muss eine Entscheidung darüber getroffen

werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder auf die Behandlung verzichtet werden soll.

Fertilität:

Bei Patienten mit einer antineoplastischen Therapie kann es infolge einer Gonadensuppression, zu

Amenorrhoe oder Azoospermie kommen. Diese Wirkungen sind offensichtlich von der Höhe der

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Dosis und der Dauer der Therapie abhängig und können irreversibel sein. Eine Prognose des Grades

der Beeinträchtigung der testikulären und ovariellen Funktion wird durch die häufige Anwendung von

Kombinationen mit verschiedenen antineoplastisch wirkenden Arzneimitteln erschwert, wodurch sich

auch die Bewertung der Wirkung der einzelnen Wirkstoffe schwierig gestaltet.

Männern im geschlechtsreifen Alter, die mit Carboplatin behandelt werden, wird empfohlen, während

der Behandlung und bis zu 6 Monate nach Abschluss der Behandlung kein Kind zu zeugen, und sich

vor Therapiebeginn über eine Spermakonservierung beraten zu lassen, da aufgrund der Behandlung

mit Carboplatin eine irreversible Unfruchtbarkeit auftreten kann.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt. Carboplatin kann jedoch Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und

Ototoxizität hervorrufen. Die Patienten sollten daher auf den möglichen Einfluss dieser

Nebenwirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

hingewiesen werden.

4.8.

Nebenwirkungen

Die Häufigkeit der gemeldeten Nebenwirkungen beruht auf einer kumulativen Datenbank von 1.893

Patienten, die eine Monotherapie mit Carboplatin zur Injektion erhalten haben, sowie auf den

Erfahrungen nach Markteinführung..

Die Liste wird nach Systemorganklassen, MedDRA bevorzugter Terminologie und Häufigkeit mit den

folgenden Häufigkeitskategorien aufgeführt:: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10),

gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), und nicht

bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklasse

Häufigkeit

MedDRA- Terminologie

Gutartige, bösartige und

unspezifische Neubildungen

(einschl. Zysten und Polypen)

Nicht bekannt

Mit der Behandlung verbundene

sekundäre Malignität

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Häufig

Infektionen*

Nicht bekannt

Lungeninfektion

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Sehr häufig

Thrombozytopenie, Neutropenie,

Leukopenie, Anämie

Häufig

Hämorrhagie*

Nicht bekannt

Knochenmarkdepression, febrile

Neutropenie, hämolytisch-

urämisches Syndrom,

hämolytische Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig

Überempfindlichkeit,

anaphylaktoide Reaktion

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Nicht bekannt

Tumorlysesyndrom,

Dehydratation, Anorexie,

Hyponatriämie

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Periphere Neuropathie,

Parästhesie, Einschränkung der

Muskel-Sehnen-Reflexe,

sensorische Störungen, Dysgeusie

Nicht bekannt

Schlaganfall*, Enzephalopathie,

posteriore reversible

Enzephalopathie-Syndrom (PRES)

Augenerkrankungen

Häufig

Sehstörungen (einschl. seltener

Fälle von Verlust des

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Systemorganklasse

Häufigkeit

MedDRA- Terminologie

Sehvermogens)

Erkrankungen des Ohrs und des

Labyrinths

Häufig

Ototoxizität

Herzerkrankungen

Häufig

Kardiovaskuläre Störung*

Nicht bekannt

Herzversagen*, Kounis Syndrom

(allergische vasospastische

Angina)

Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt

Embolie*, Hypertonie, Hypotonie,

Venenverschlusskrankheit

(tödlich)

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Häufig

Atemstörung, interstitielle

Lungenerkrankung,

Bronchospasmus

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Erbrechen, Übelkeit,

Bauchschmerzen

Häufig

Diarrhö, Obstipation,

Schleimhauterkrankung

Nicht bekannt

Stomatitis, Pankreatitis

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Häufig

Alopezie, Hauterkrankung

Nicht bekannt

Urtikaria, Ausschlag, Erythem,

Pruritus

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen

Häufig

Skelettmuskulaturerkrankung

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Häufig

Erkrankung des Urogenitaltrakts

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Asthenie

Nicht bekannt

Nekrose am Verabreichungsort,

Reaktion am Verabreichungsort,

Extravasation am

Verabreichungsort, Erythem am

Verabreichungsort, Malaise

Untersuchungen

Sehr häufig

Verminderte renale Kreatinin-

Clearance, erhöhte Blutharnstoff,

erhöhte alkalische Phosphatase im

Blut, erhöhte Aspartat-

Aminotransferase, anormale

Leberfunktionstests, verminderter

Natriumgehalt im Blut,

verminderter Kaliumgehalt im

Blut, verminderter Calciumgehalt

im Blut, verminderter

Magnesiumgehalt im Blut.

Häufig

erhöhter Bilirubingehalt im Blut,

erhöhter Creatiningehalt im Blut,

erhöhter Harnsäuregehalt

im Blut

* Tödlich in < 1 %, tödliche kardiovaskuläre Ereignisse in < 1 % umfassten Herzversagen,

Lungenembolie und Schlaganfall gemeinsam.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Die Knochenmarkdepression stellt den dosislimitierenden Faktor von Carboplatin dar.

Nach einer Einzelgabe von Carboplatin in der maximalen verträglichen Dosis an Patienten mit

normalen Ausgangswerten wird Folgendes beobachtet:

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

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Thrombozytopenie:

Die Thrombozytenzahl fällt bei 25% der Patienten unter 50.000/mm

ab. Der Nadir tritt

gewöhnlich an Tag 21 ein.

Leukopenie:

Die Leukozytenzahl fällt bei 14% der Patienten unter 2000/mm

ab. Der Nadir tritt gewöhnlich an

Tag 21 ein.

Hämoglobin-Abfall:

Anämie mit Hämoglobinwerten unter 8 g/dl wurde bei 15 % der Patienten mit normalen

Ausgangswerten beobachtet. Die Anämiehäufigkeit erhöht sich mit vermehrter Exposition mit

Carboplatin.

Neutropenie:

Eine Neutrophilenzahl unter 1000/mm

tritt bei 18% der Patienten auf; der Nadir tritt an Tag 21

ein.

Die Knochenmarkdepression kann ausgeprägter sein und länger dauern bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion,

bei vorbehandelten Patienten, insbesondere mit Cisplatin vorbehandelten Patienten,

erniedrigtem Leistungsstatus,

einem Alter über 65 Jahre,

gleichzeitiger Anwendung weiterer Substanzen, die selbst myelotoxisch wirken.

Die Knochenmarkdepression ist im Allgemeinen reversibel und nicht kumulativ, wenn Carboplatin in

Monotherapie und in der empfohlenen Dosierung angewendet wird.

Infektiöse und hämorrhagische Komplikationen werden bei 4% bzw. 5% der mit Carboplatin

behandelten Patienten gemeldet. Diese Komplikationen haben bei weniger als 1 % der Patienten zum

Tod geführt.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Die Nephrotoxizität von Carboplatin stellt normalerweise keinen dosislimitierenden Faktor dar und

erfordert keine vorbeugenden Maßnahmen wie z. B. intensive Hydratation oder forcierte Diurese.

Dennoch tritt bei 14%, 6%, bzw. 5% der Patienten eine Erhöhung von Harnstoff, Kreatinin oder

Harnsäure auf. Sie ist im Allgemeinen nur mäßig ausgeprägt und bei etwa 50% der Patienten

reversibel.

Die Kreatinin-Clearance, der empfindlichste Parameter für die Nierenfunktion bei mit Carboplatin

behandelten Patienten, wird herangezogen, um die Knochenmarkdepression in Abhängigkeit von der

Clearance des Arzneimittels abzuschätzen. Bei 27% der Patienten, die Ausgangswerte von 60 ml/min

und mehr aufwiesen, trat unter Behandlung mit Carboplatin eine Abnahme der Kreatinin-Clearance

auf.

Häufigkeit und Schweregrad der nephrotoxischen Wirkungen können erhohen bei Patienten, deren die

Nierenfunktion bereits vor der Anwendung von Carboplatin eingeschränkt war. Ob dieses Problem

durch eine entsprechende Hydratation behoben werden kann, wurde nicht eindeutig nachgewiesen;

dennoch empfiehlt es sich, bei deutlich veränderten Nierenfunktionsparametern die Dosis zu

verringern oder die Behandlung zu unterbrechen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Erbrechen tritt bei 65 % der Patienten auf; von diesen leiden 1/3 (insbesondere mit Cisplatin

vorbehandelte Patienten) an schwerem Erbrechen. Übelkeit wurde bei 15 % der Patienten

festgestellt.

Vorbehandelte

Patienten

scheinen

insgesamt

anfälliger

für

Erbrechen

sein.

Übelkeit und Brechreiz klingen gewöhnlich innerhalb von 24 Stunden nach der Behandlung ab

und können durch Antiemetika gelindert (oder sogar vollständig vermieden) werden.

Erbrechen tritt häufiger auf, wenn Carboplatin zusammen mit anderen Emetika verabreicht wird.

Die sonstigen gastrointestinalen Beschwerden waren Schmerzen bei 8 % der Patienten, Diarrhö

und Obstipation bei 6 % der Patienten.

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

BEL 17E15

Erkrankungen des Immunsystems

Allergische Reaktionen durch Carboplatin wurden gelegentlich gemeldet und umfassten z. B.

erythematöser Ausschlag, Fieber ohne ersichtliche Ursache oder Pruritus. Anaphylaxie, Angioödem

oder anaphylaktoide Reaktionen, die manchmal zum Tod führen können, können innerhalb von

wenigen Minuten nach der Injektion des Präparats auftreten (einschließlich Bronchospasmus,

Dyspnoe,

anaphylaktischer

Schock,

Urtikaria

[Nesselfieber],

Hitzewallungen,

Tachykardie,

Hypotonie, Gesichtsödem, pfeifende Atmung).

Diese Reaktionen können mit Antihistaminika, Adrenalin und/oder Glukokortikoiden unter Kontrolle

gebracht werden. Sie entsprechen den nach Anwendung anderer Platinverbindungen beobachteten

Reaktionen und können innerhalb von Minuten nach Beginn der Infusion auftreten. Die Inzidenz

allergischer Reaktionen kann nach vorheriger Exposition einer Platin-Therapie ansteigen, aber

allergische Reaktionen wurden andererseits auch schon im Rahmen der allerersten Carboplatin-Gabe

beobachtet. Die Patienten sollten sorgfältig auf mögliche allergische Reaktionen überwacht und mit

adäquaten Mitteln behandelt werden.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen):

Sekundäre akute Malignitäten nach zytostatischen Kombinationsbehandlungen mit Carboplatin

wurden gemeldet.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Eine Verschlechterung des Hörvermögens wurde bei 15% der mit Carboplatin behandelten Patienten

gemeldet. Es handelt sich dabei um einen Hörverlust im Hochfrequenz-Bereich (4000–8000 Hz).

Sehr seltene Fälle von Hypoakusie wurden berichtet.

Bei mit Cisplatin vorbehandelten Patienten, die unter dieser Therapie einen Hörverlust ausbildeten,

kann die Beeinträchtigung des Hörvermögens persistieren oder sich verschlechtern.

Klinisch

signifikanter Hörverlust wurde beobachtet, wenn Carboplatin in höheren als den empfohlenen Dosen

oder in Kombination mit anderen ototoxischen Substanzen angewendet wird.

Ototoxizität kann bei Kindern stärker ausgeprägt sein, und Fälle von Hörverlust mit verzögertem

Einsetzen bei Kindern und Jugendlichen wurden gemeldet (siehe Abschnitt 4.4.).

Erkrankungen des Nervensystems

Periphere Neuropathie bei 4% der Patienten. Bei der Mehrzahl der Patienten beschränkt sich die

Neurotoxizität auf Parästhesien und eine Abnahme der Sehnenreflexe.

Häufigkeit und Intensität dieser Nebenwirkung nehmen zu mit dem Alter des Patienten (> 65 Jahre),

der Dauer der Behandlung mit Carboplatin und bei vorausgegangener Behandlung mit Cisplatin.

Störungen der Hörfähigkeit sowie sonstige klinisch signifikante sensorische Störungen (einschließlich

Störungen der Sehfähigkeit und Veränderung des Geschmacksempfindens) betrafen lediglich 1% der

Patienten.

Auf toxische Wirkungen im Zentralnervensystem zurückzuführende Symptome wurden bei 5% der

Patienten berichtet; sie schienen häufig auf der Anwendung von Antiemetika zurückzuführen zu sein.

Die allgemeine Häufigkeit neurologischer Nebenwirkungen scheint bei Patienten, die Carboplatin im

Rahmen einer Kombinationstherapie erhalten, größer zu sein. Dies könnte auch mit einer längeren

kumulativen Exposition in Verbindung stehen.

Herz- und Gefäßerkrankungen

Es wurden Einzelfälle kardiovaskulärer Ereignisse (Herzinsuffizienz, Lungenembolie) sowie

Einzelfälle von zerebrovaskulärer Ereignisse gemeldet.

Leber- und Gallenerkrankungen:

Veränderung der Leberfunktion bei Patienten mit normalen Ausgangswerten wurde beobachtet,

einschließlich einer Erhöhung von Gesamtbilirubin bei 5 %, SGOT bei 15 % und alkalischer

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

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Phosphatase bei 24 % der Patienten. Diese Veränderungen waren im Allgemeinen leicht und bei etwa

der Hälfte der Patienten umkehrbar.

Bei einer beschränkten Anzahl von Patienten, die sehr hohe Dosierungen von Carboplatin und

autologe Knochenmarktransplantation erhielten, trat ein starker Anstieg der Leberfunktionstörungen

auf.

Akute, fulminanten Leberzellnekrosen traten nach hochdosiertem Carboplatin auf.

Untersuchungen:

Eine Abnahme der Serumelektrolytkonzentrationen von Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium

wird bei 29%, 20%, 22% bzw. 29% der Patienten beobachtet.

Insbesondere Fälle von früher Hyponatriämie wurden gemeldet. Die Elektrolytverluste sind gering

und treten meist ohne klinische Symptome auf.

Im Allgemeinen ist jedoch kein Elektrolytsupplement während der Carboplatin-Behandlung

erforderlich.

Ein ursächlicher Zusammenhang konnte bisher nicht eindeutig festgestellt werden, jedoch muss bei

Patienten, die weitere Risikofaktoren aufweisen (z. B. gleichzeitige Diuretikabehandlung), das Risiko

einer Hyponatriämie berücksichtigt werden.

Durch ein Natriumsupplement oder eine Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr lässt sich das Problem

einer Hyponatriämie in den meisten Fällen beheben.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Alopezie tritt vermehrt auf bei Patienten, die Carboplatin in Kombination mit weiteren Zytostatika

erhalten.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Reaktionen an der Injektionsstelle: Lokale Reaktionen wie Rötung, Brennen, Urtikaria, Schwellung

oder Schmerzen nach Injektion wurden gemeldet. Auch Nekrosen infolge einer Extravasation wurden

beschrieben. Fieber, Schüttelfrost und Mukositis wurden gelegentlich beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das :

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz - EUROSTATION II - Victor Hortaplein, 40/40 - B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be - e-mail: adversedrugreactions@fagg-afmps.be

anzuzeigen.

4.9.

Überdosierung

Für den Fall einer Überdosierung von Carboplatin steht kein spezifisches Antidot zur Verfügung. Die

zu erwartenden Komplikationen im Falle einer Überdosierung stehen mit der

Knochenmarkdepression und der Beeinträchtigung der Leber- und Nierenfunktion sowie des

Hörvermögens in Verbindung. Die Anwendung von höheren Carboplatin-Dosen als empfohlen wurde

mit einem Verlust des Sehvermögens in Zusammenhang gebracht (siehe Abschnitt 4.4).

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1.

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere antineoplastische mittel, Platinhaltige verbindungen, ATC-

Code: L01XA02

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

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Carboplatin verfügt über ähnliche biochemische Eigenschaften wie Cisplatin. Es bewirkt vorwiegend

eine Vernetzung zwischen DNS-Strängen und damit eine Verzögerung der Zellproliferation.

5.2.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance

60 ml/min, die Carboplatin in Dosen von 300–500

mg/m

erhalten, verringern sich die Plasmakonzentrationen biphasisch mit durchschnittlicher Alpha-

Beta-Halbwertszeit

von 1,6 bzw.

Stunden.

Gesamtclearance,

das scheinbare

Verteilungsvolumen und die mittlere Verweildauer im Serum betragen 73 ml/min, 1,6 l bzw. 3,5

Stunden. Die C

-Werte und die Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve (von null bis

unendlich) steigen linear mit der Dosis an. Demnach zeigt Carboplatin bei Patienten mit einer

Kreatinin-Clearance

60 ml/min dosisunabhängig eine lineare Pharmakokinetik im Bereich der

untersuchten Dosen.

Plasma

wurden

keine

wesentlichen

Mengen

anderer

freier

ultrafiltrierbarer

Platinverbindungen neben Carboplatin gefunden, obwohl das von Carboplatin stammende Platin an

Plasmaproteine gebunden ist und langsam eliminiert wird. Die minimale terminale Halbwertszeit

beträgt 5 Tage.

Der wichtigste Ausscheidungsweg für Carboplatin ist die renale Exkretion. Bei Patienten mit einer

Kreatinin-Clearance von etwa 60 ml/min oder mehr werden 70% der Carboplatin-Dosis innerhalb von

12–16 Stunden mit dem Urin ausgeschieden. Das gesamte Platin im 24-Stunden-Urin liegt in Form

von Carboplatin vor und nur 3–5% der Dosis werden nach 24–96 Stunden ausgeschieden.

Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 60 ml/min nimmt die renale Clearance und auch die

Gesamtclearance von Carboplatin proportional zur Kreatinin-Clearance ab. Daher muss die

Dosierung von Carboplatin bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 60 ml/min reduziert werden

(siehe Abschnitt 4.2). Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um die mögliche Ausscheidung durch

Galle oder Darm zu bestimmen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1.

Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke.

6.2.

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3.

Dauer der Haltbarkeit

Vor dem Anbruch: 2 Jahre.

Die chemische und physikalische Gebrauchsstabilität von unverdünnter Carboplatin Lösung in

punktierten Durchstechfläschchen wurde für 14 Tage bei 2 bis 8°C nachgewiesen, wenn vor Licht

geschützt.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Andernfalls ist der

Anwender für die Aufbewahrungszeit und Aufbewahrungsbedingungen verantwortlich. Das Produkt

darf normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 - 8°C aufbewahrt werden, es sei denn, die

Rekonstitution/Verdünnung (etc.)fand unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

stattt.

Verdünnt:

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

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Die chemische und physikalische Stabilität wurde für 56 Tage nach Verdünnung mit 5% Glukose bis

Konzentrationen von 0,2 mg/ml und 3,5 mg/ml nachgewiesen, wenn gelagert bei 2 bis 8 ºC in Nicht-

PVC-(Polyolefin) Infusionsbeutel und vor Licht geschützt.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Andernfalls ist der

Anwender für die Aufbewahrungszeit und Aufbewahrungsbedingungen verantwortlich. Das Produkt

darf normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 - 8°C aufbewahrt werden, es sei denn, die

Rekonstitution/Verdünnung (etc.) fand unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

statt.

6.4.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25ºC lagern, und vor Licht geschützt.

Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5.

Art und Inhalt des Behältnisses

Carboplatine Hospira Onco-Tain 150 mg/15 ml Injektions-/Infusionslösung:

1 Durchstechflasche mit 150 mg/15 ml in hellem Glas Typ I in einer schützenden Plastikfolie.

Carboplatine Hospira Onco-Tain 450 mg/45 ml Injektions-/Infusionslösung:

1 Durchstechflasche mit 450 mg/45 ml in hellem Glas Typ I in einer schützenden Plastikfolie.

Carboplatine Hospira Onco-Tain 600 mg/60 ml Injektions-/Infusionslösung:

1 Durchstechflasche mit 600 mg/60 ml in hellem Glas Typ I in einer schützenden Plastikfolie

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Carboplatine Hospira sollte vor der Verabreichung auf sichtbare Fremdpartikel und Verfärbung

überprüft werden. Lassen sich opake Partikel, Verfärbungen oder Fremdpartikel visuell feststellen,

darf die Lösung nicht verwendet werden.

Die Lösung enthält keine Konservierungsstoffe. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial

ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Hospira Benelux BVBA

Pleinlaan 17

1050 Brüssel

Belgien

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Carboplatine Hospira Onco-Tain 150 mg/15 ml Injektions-/Infusionslösung:

BE 165986

Carboplatine Hospira Onco-Tain 450 mg/45 ml Injektions-/Infusionslösung:

BE 165977

Carboplatine Hospira Onco-Tain 600 mg/60 ml Injektions-/Infusionslösung:

BE 165995

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

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Verschreibungspflichtig.

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 30.06.2009.

10.

STAND DER INFORMATION

05/2017

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 06/2017.

BEL 17E15

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13-7-2018

Hospira Issues Voluntary Nationwide Recall of Daptomycin for Injection Lyophilized Powder for Solution, Due to Infusion Reactions

Hospira Issues Voluntary Nationwide Recall of Daptomycin for Injection Lyophilized Powder for Solution, Due to Infusion Reactions

Hospira, Inc., a Pfizer company, is voluntarily recalling 8 lots of Hospira’s Daptomycin for Injection 500 mg, Lyophilized Powder For Solution, Single Dose Vial (NDC 0409-0106-01) to the Hospital/Retail level. The product is being recalled due to adverse event reports indicative of infusion reactions.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

4-6-2018

Hospira Issues a Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Naloxone Hydrochloride Injection, USP, in the Carpuject™ Syringe System due to the Potential Presence of Particulate Matter

Hospira Issues a Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Naloxone Hydrochloride Injection, USP, in the Carpuject™ Syringe System due to the Potential Presence of Particulate Matter

Hospira, Inc., a Pfizer company, is voluntarily recalling lots 72680LL and 76510LL of Naloxone Hydrochloride Injection, USP, 0.4 mg/mL, 1 mL in 2.5 mL, Carpuject Single-use cartridge syringe system (NDC 0409-1782-69), to the hospital/institution level due to the potential presence of embedded and loose particulate matter on the syringe plunger.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

4-6-2018

Naloxone Hydrochloride Injection, USP, 0.4 mg/mL, 1 mL in 2.5 mL in the Carpuject™ Single-use Cartridge Syringe System   by Hospira: Recall - Due to the Potential Presence of Particulate Matter

Naloxone Hydrochloride Injection, USP, 0.4 mg/mL, 1 mL in 2.5 mL in the Carpuject™ Single-use Cartridge Syringe System by Hospira: Recall - Due to the Potential Presence of Particulate Matter

The patient has a low likelihood of experiencing adverse events ranging from local irritation, allergic reactions, phlebitis, end-organ granuloma, tissue ischemia, pulmonary emboli, pulmonary dysfunction, pulmonary infarction, and toxicity.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

10-9-2018

Retacrit (Hospira UK Limited)

Retacrit (Hospira UK Limited)

Retacrit (Active substance: epoetin zeta) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5946 of Mon, 10 Sep 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Bortezomib Hospira (Pfizer Europe MA EEIG)

Bortezomib Hospira (Pfizer Europe MA EEIG)

Bortezomib Hospira (Active substance: bortezomib) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5515 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4207/T/10

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

Inflectra (Hospira UK Limited)

Inflectra (Hospira UK Limited)

Inflectra (Active substance: Infliximab) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3054 of Wed, 16 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

15-5-2018

Pemetrexed Hospira (Hospira UK Limited)

Pemetrexed Hospira (Hospira UK Limited)

Pemetrexed Hospira (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3059 of Tue, 15 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety