Captopril "ratiopharm"

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Captopril "ratiopharm" 25 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 60 Monate,60 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Captopril "ratiopharm" 25 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Captopril
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-23075
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-06-1999
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Captopril „ratiopharm“ 25 mg-Tabletten

Wirkstoff: Captopril

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Captopril „ratiopharm“ und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Captopril „ratiopharm“ beachten?

Wie ist Captopril „ratiopharm“ einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Captopril „ratiopharm“ aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST CAPTOPRIL „RATIOPHARM“ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Captopril „ratiopharm“ hemmt die Bildung eines körpereigenen, gefäßverengenden Stoffes. Dadurch

wirkt Captopril „ratiopharm“ gefäßerweiternd. Es senkt einen erhöhten Blutdruck und verbessert die

Herzleistung bei Herzschwäche.

Captopril ”ratiopharm” kann die Komplikationen, die nach einem Herzinfarkt auftreten können,

verringern. Captopril ”ratiopharm” kann eine weitere Verschlechterung der Nierenerkrankung im

Rahmen einer Zuckerkrankheit, die die Gabe von Insulin erfordert, verzögern.

Captopril „ratiopharm“ eignet sich zur Behandlung von

Bluthochdruck,

chronischer Herzmuskelschwäche in Kombination mit Entwässerungsmitteln und, wenn

erforderlich, anderen herzkreislaufwirksamen Arzneimitteln (Digitalis, Betablocker),

Herzinfarkt:

Kurzzeitbehandlung (4 Wochen): bei kreislaufmäßig stabilen Patienten innerhalb von 24

Stunden nach einem akuten Herzinfarkt.

Langzeitvorbeugung einer mit Beschwerden einhergehenden Herzmuskelschwäche bei

kreislaufmäßig stabilen Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion ohne Beschwerden.

Nierenerkrankung bei Patienten mit insulinabhängiger Zuckerkrankheit (diabetische Nephropathie

bei Typ-I-Diabetikern)

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON CAPTOPRIL „RATIOPHARM“

BEACHTEN?

Captopril „ratiopharm“darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Captopril, einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels oder andere ähnliche Wirkstoffe (ACE-Hemmer) sind

wenn nach Einnahme eines ACE-Hemmers schon einmal ein sogenanntes Angioödem

(Schwellung von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Hals und/oder Kehlkopf, eventuell in

Verbindung mit Schluckbeschwerden oder Atemnot) aufgetreten ist

wenn Sie an einem angeborenen Angioödem leiden bzw wenn dessen Ursache nicht bekannt ist.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind.

Es ist auch besser, Captopril „ratiopharm“ in der frühen Schwangerschaft zu vermeiden – siehe

Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie

an anderen Krankheiten oder an einer Allergie leiden,

noch andere Arzneimittel einnehmen – auch solche, die ohne Rezept in der Apotheke

erhältlich sind,

eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet –

z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren

eines der folgenden Arzneimittel anwenden, da sich das Risiko eines Angioödems (rasche

Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen) erhöht:

Sirolimus, Everolimus (werden zur Verhinderung einer Abstoßung des

Organtransplantats verwendet), Temsirolimus (gegen Krebs), und andere Arzneimittel,

die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Captopril „ratiopharm“ darf nicht eingenommen werden“.

Geben Sie unbedingt Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder wenn Sie

eine Schwangerschaft planen). Captopril „ratiopharm“ wird in der frühen Schwangerschaft nicht

empfohlen, und es darf nicht eingenommen werden, wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind, da

es Ihrem Baby in dieser Phase schweren Schaden zufügen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft,

Stillzeit und Zeugungs/-Gebärfähigkeit“)

Wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden bzw. folgende Umstände bei Ihnen vorliegen, informieren

Sie bitte Ihren Arzt. Dieser wird die nötigen Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Flüssigkeits- und/oder Salzmangel (z.B. infolge Durchfall, Erbrechen, salzarmer Ernährung,

Behandlung mit Entwässerungsmitteln, Dialyse)

Herzmuskelschwäche

Angina pectoris (Durchblutungsstörung des Herzmuskels)

Durchblutungsstörung des Gehirns

Einengungen im Bereich der linken Herzkammer (Aorten- bzw. Mitralklappenverengung,

bestimmte Erkrankung mit Verdickung des Herzmuskels)

Nierenfunktionsstörungen

beidseitige Einengung der Nierenschlagader bzw. Einengung der Nierenschlagader bei Einzelniere

Zuckerkrankheit

Gefäßbindewebserkrankungen (z. B. Sklerodermie)

Anwendung von kaliumsparenden Entwässerungsmitteln, Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen

Salzen; Arzneimitteln, die zu einem erhöhten Kalium-Blutspiegel führen können (z.B. Heparin

[blutgerinnungshemmendes Arzneimittel]);

Einnahme von allopurinolhältigen Mitteln gegen Gicht/erhöhten Harnsäurespiegel;

procainamidhältigen Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen; Arzneimitteln, die die körpereigene

Abwehrreaktion unterdrücken.

Unter folgenden Umständen sollte die gleichzeitige Anwendung von Captopril „ratiopharm“

unterbleiben:

Verwendung bestimmter Dialysemembranen (High-Flux-Dialysemembranen)

Anwendung einer bestimmten Form der Blutwäsche zur Entfernung von Blutfetten (LDL-Apherese

mit Dextransulfat)

Behandlung zur Abschwächung der Überempfindlichkeit gegenüber Insektengiften

(Desensibilisierung)

Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, falls Sie sich solchen Behandlungen unterziehen müssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

Schwellung von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Schleimhaut, Zunge und/oder Kehlkopf, Schluck-

und/oder Atembeschwerden

Zeichen einer Infektion (wie Fieber, Lymphknotenschwellung und/oder Halsentzündung), die auf

normale Behandlung nicht ansprechen

starke Schwindel- oder Ohnmachtsanfälle

starke Bauchschmerzen (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen)

Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten

plötzliche, ungeklärte Hautreaktionen wie Hautausschlag, Hautbrennen, Hautrötung oder

Hautabschälung

In diesem Fall dürfen Sie Captopril „ratiopharm“ nicht weiter einnehmen und Ihr Arzt wird

entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Während der Behandlung mit Captopril „ratiopharm“ kann ein trockener Husten auftreten, der nach

Absetzen der Behandlung wieder verschwindet.

Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe kann die blutdrucksenkende Wirkung von Captopril

„ratiopharm“ schwächer sein als bei nicht-schwarzen Patienten.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch in der Zahnarztordination) stehen, teilen Sie Ihrem

Narkosearzt mit, dass Sie Captopril „ratiopharm“ einnehmen, da es unter der Narkose zu einem

plötzlichen Blutdruckabfall kommen kann.

Die Behandlung des Bluthochdruckes mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen

Kontrolle. Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und Untersuchungen

unbedingt ein.

Einnahme von Captopril „ratiopharm“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Dies gilt insbesondere, wenn Sie zudem Folgendes anwenden:

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet

werden (Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus (gegen Krebs) und andere Arzneimittel, die zur

Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe Abschnitt „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“.

Kaliumpräparate, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe, Diuretika

(Wassertabletten, insbesondere jene, die als kaliumsparend bezeichnet werden), andere

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem Körper erhöhen können (wie Heparin

[blutgerinnungshemmendes Arzneimittel] und Co-Trimoxazol, auch bekannt als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol [Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen])

andere herzkreislaufwirksame Arzneimittel (blutdrucksenkende Arzneimittel, Entwässerungsmittel,

procainamidhältige Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Nitroglycerin und andere Nitrate,

gefäßerweiternde Mittel, Sympathomimetika [z.B.: Adrenalin, Noradrenalin])

Arzneimittel gegen depressive Erkrankungen einschließlich Lithium

Arzneimittel gegen Psychosen (schwere psychische Störungen wie z.B.: Schizophrenie)

bestimmte schmerz- und entzündungshemmenden Arzneimittel (nichtsteroidale Antirheumatika)

allopurinolhältige Arzneimittel gegen Gicht/erhöhten Harnsäurespiegel

Arzneimittel, die das Wachstum von Tumoren hemmen

Arzneimittel, die die körpereigene Abwehrreaktion unterdrücken

blutzuckersenkende Arzneimittel (einschließlich Insulin)

Captopril kann bestimmte Laborergebnisse beeinflussen (falsch positiver Urintest auf Aceton).

Informieren Sie daher den Arzt über die Einnahme von Captopril „ratiopharm“.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen, wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „Captopril „ratiopharm“ darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Geben Sie unbedingt Ihrem Arzt Bescheid,, wenn Sie glauben, dass sie schwanger sind (oder wenn Sie

eine Schwangerschaft planen) Ihr Arzt wird Ihnen normalerweise raten, die Einnahme von Captopril

„ratiopharm“ zu beenden, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder sobald Sie wissen, dass Sie

schwanger sind und wird Ihnen ein anderes Medikament statt Captopril „ratiopharm“ verschreiben.

Captopril „ratiopharm“ wird in der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen und es darf gar nicht

eingenommen werden, wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind, da es Ihrem Baby in dieser

Phase schwere Schäden zufügen kann.

Stillzeit

Geben Sie Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen möchten.

Captopril „ratiopharm“ wird für stillende Mütter nicht empfohlen.

Das Stillen von Neugeborenen (erste Wochen nach der Geburt) und speziell von Frühgeborenen wird,

während der Einnahme von Captopril „ratiopharm“ nicht empfohlen

Im Falle von älteren Babys sollte Ihr Arzt Sie über Nutzen und Risiken bei der Einnahme von

Captopril „ratiopharm“ während der Stillzeit im Vergleich zu anderen Therapien beraten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Dies beruht jedoch auf der individuellen Empfindlichkeit und gilt insbesondere für den Beginn der

Behandlung oder bei Änderung der Dosis und auch in Verbindung mit Alkohol. Sie sollten daher

beobachten, wie Sie auf die Einnahme von Captopril „ratiopharm“ reagieren, bevor Sie ein Fahrzeug

lenken oder Maschinen bedienen.

Captopril „ratiopharm“ enthält Lactose (Milchzucker).

Bitte nehmen Sie Captopril „ratiopharm“ daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST CAPTOPRIL „RATIOPHARM“ EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Captopril „ratiopharm“ immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Bluthochdruck:

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 25 bis 50 mg täglich auf zwei Gaben verteilt. Um den

angestrebten Blutdruck zu erreichen, kann der Arzt die Dosis im Abstand von mindestens 2 Wochen je

nach Notwendigkeit schrittweise auf 100 - 150 mg/Tag, auf zwei Gaben verteilt, steigern. Ihr Arzt

wird Ihnen Captopril „ratiopharm“ alleine oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden

Arzneimitteln, insbesondere mit Entwässerungsmitteln (unter Umständen nur einmal täglich),

verordnen. Bei Patienten mit Flüssigkeitsmangel, Bluthochdruck infolge Nierenschlagaderverengung

oder Herzmuskelschwäche wird der Arzt die Behandlung unter engmaschiger Überwachung einleiten

und anfänglich eine Dosis von 6,25 mg oder 12,5 mg zweimal täglich verordnen. Im weiteren Verlauf

wird der Arzt die Dosis allmählich auf 50 mg pro Tag und, falls nötig, auf 100 mg pro Tag in ein oder

zwei Dosen erhöhen.

Herzmuskelschwäche:

Der Arzt wird die Behandlung unter engmaschiger Überwachung einleiten. Die Anfangsdosis beträgt

normalerweise 6,25 mg-12,5 mg zweimal oder dreimal täglich.

Der Arzt wird die Dosis schrittweise - in Abständen von mindestens 2 Wochen - erhöhen, um die

Wirkung auf Ihren Blutdruck zu ermitteln. Je nachdem wie Sie auf die Behandlung ansprechen beträgt

die Erhaltungsdosis 75 bis maximal 150 mg täglich in geteilten Gaben.

Herzinfarkt:

Kurzzeitbehandlung:

Sobald sich Ihr Zustand stabiliert hat, wird die Behandlung mit Captopril „ratiopharm“ im

Krankenhaus so schnell wie möglich begonnen. Nach einer Anfangsdosis von 6,25 mg wird der Arzt

zwei Stunden später eine Dosis von 12,5 mg und 12 Stunden später eine Dosis von 25 mg

verabreichen. Ab dem nächsten Tag wird die Dosis auf 100 mg pro Tag, aufgeteilt auf 2 Einnahmen,

gesteigert. Sofern keine unerwünschten Kreislaufreaktionen auftreten, wird diese Dosis die nächsten 4

Wochen beibehalten. Nach Ende der 4wöchigen Behandlung wird der Arzt Ihren Zustand neuerlich

bewerten, bevor eine Entscheidung bezüglich einer weiteren Behandlung getroffen wird.

Langzeitbehandlung:

Wenn innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem akuten Herzinfarkt keine Behandlung mit Captopril

erfolgt ist, wird der Arzt – sobald sich Ihr Zustand stabilisiert hat - die Behandlung zwischen dem 3.

und 16. Tag nach dem Infarkt beginnen. Die Behandlung sollte im Krankenhaus unter strenger

Überwachung (besonders des Blutdrucks) begonnen werden, bis eine Dosis von 75 mg erreicht ist. Die

Anfangsdosis muss niedrig sein, insbesondere wenn Ihr Blutdruck zu Beginn der Behandlung normal

oder niedrig ist. Der Arzt wird die Behandlung mit einer Dosis von 6,25 mg beginnen, gefolgt von

12,5 mg 3mal täglich über 2 Tage, und danach 25 mg 3mal täglich, sofern bei Ihnen keine

unerwünschten Kreislaufreaktionen auftreten. Für einen wirksamen Herzschutz während der

Langzeitbehandlung wird eine Dosierung von 75 – 150 mg täglich aufgeteilt auf zwei oder drei Dosen

empfohlen.

Captopril „ratiopharm“ kann zusammen mit anderen Arzneimitteln, wie sie bei Herzinfarkt

üblicherweise angewendet werden (wie z.B. Arzneimittel, die Blutgerinnsel auflösen, Betablocker und

Acetylsalicylsäure), gegeben werden.

Nierenerkrankung bei Patienten mit insulinabhängiger Zuckerkrankheit

(diabetische Nephropathie bei Typ-I-Diabetikern):

Die empfohlene tägliche Dosierung von Captopril beträgt 75 - 100 mg in geteilten Dosen. Falls eine

zusätzliche Blutdrucksenkung gewünscht ist, wird Ihnen der Arzt weitere blutdrucksenkende

Arzneimittel zusätzlich verordnen.

Besondere Patientengruppen

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Eine Dosisanpassung ist erforderlich. Der Arzt wird entweder die Dosierungsabstände verlängern oder

die Dosis vermindern.

Ältere Patienten:

Ältere Patienten können empfindlicher auf Captopril reagieren, da bei dieser Patientengruppe mitunter

die Nierenfunktion verringert und andere Organfunktionen beeinträchtigt sind. Der Arzt wird daher

die Behandlung mit einer niedrigeren Anfangsdosis (6,25 mg 2mal täglich) beginnen und die Dosis

vorsichtig steigern, bis der gewünschte Blutdruck erreicht ist, wobei die Erhaltungsdosis so niedrig

wie möglich sein sollte.

Kinder und Jugendliche:

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist bisher noch nicht

nachgewiesen.

Captopril „ratiopharm“ 25 mg-Tabletten sind für Kinder nicht geeignet, da die in dieser Altersgruppe

erforderliche Dosierung mit Captopril „ratiopharm“ 25 mg-Tabletten nicht gewährleistet werden kann.

Die Anwendung von Captopril bei Jugendlichen (12-18 Jahre) sollte unter sorgfältiger medizinischer

Überwachung begonnen werden. Nach einer Testdosis von 6,25 mg können bei guter Verträglichkeit

12,5 bis 25 mg 2 bis 3 mal täglich verabreicht werden. So nötig, können bis zu 150 mg täglich in

aufgeteilten Dosen verabreicht werden.

Der Arzt wird die Dosis und den Einnahmeabstand je nach Ansprechen individuell anpassen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Sie können die Tabletten vor, während und nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B.

1 Glas Wasser) einnehmen.

Dauer der Anwendung

Captopril „ratiopharm“ soll so lange eingenommen werden, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat. Auch

wenn Sie keinerlei Beschwerden spüren, soll Captopril „ratiopharm“ weiterhin regelmäßig

eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Captopril „ratiopharm“ eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie irrtümlich zu viele Tabletten eingenommen haben, können Blutdruckabfall,

Kreislaufschock, Regungslosigkeit, verlangsamter Herzschlag, Störungen des Mineralstoffhaushaltes

und Nierenversagen auftreten.

Bei starkem Blutdruckabfall und Schwindelgefühl sollen Sie sich hinlegen und die Beine hochlagern.

Verständigen Sie bitte bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser über das

weitere Vorgehen entscheiden kann.

Für den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser

Packungsbeilage!

Wenn Sie die Einnahme von Captopril „ratiopharm“ vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Captopril „ratiopharm“ abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es

hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Captopril „ratiopharm“ auftreten:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schlafstörungen

Geschmacksstörung, Schwindel

trockener Reizhusten, Atemnot

Übelkeit, Erbrechen, Magenverstimmung, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung,

Mundtrockenheit

Juckreiz mit oder ohne Ausschlag, Ausschlag und Haarausfall

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Herzprobleme wie ungewöhnlich rascher und/oder unregelmäßiger Puls, Brustschmerzen

infolge mangelnder Herzmuskeldurchblutung (Angina pectoris), Herzklopfen

Blutdruckabfall, Durchblutungsstörungen der Finger (Raynaud-Syndrom), anfallsweise

Gesichtsrötung, Blässe

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Gliedmaßen, Hals und/oder Kehlkopf, eventuell in

Verbindung mit Schluckbeschwerden oder Atemnot (Angioödem) (siehe auch „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“)

Brustschmerzen, Erschöpfung, Unwohlsein

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Appetitlosigkeit

Benommenheit, Kopfschmerzen und Empfindungsstörungen (z.B. Kribbeln)

Entzündung/Geschwüre der Mundschleimhaut

allergische Reaktion im Magen-Darm-Trakt, die starke Bauchschmerzen (mit oder ohne

Übelkeit und Erbrechen) verursacht (intestinales Angioödem)

Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen, vermehrte bzw. verminderte

Harnmenge, vermehrtes Harnlassen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Verminderung bzw. Fehlen von bestimmten weißen Blutkörperchen, Verminderung aller

Blutkörperchen (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung), Blutarmut

(Anämie), Blutplättchenmangel, Lymphknotenerkrankungen, Vermehrung bestimmter weißer

Blutkörperchen (Eosinophilie), Autoimmunerkrankungen

erhöhte Blutkaliumwerte, erniedrigte Blutzuckerwerte

Verwirrung, Depression

Durchblutungsstörungen des Gehirns (einschließlich Schlaganfall und Bewusstlosigkeit)

verschwommenes Sehen

Herzstillstand, Herz-Kreislauf-Schock

Atemstörungen infolge Verengung der Atemwege, Schnupfen, allergische Lungenentzündung

Entzündung der Zungenschleimhaut, Magen-Darm-Geschwüre,

Bauchspeicheldrüsenentzündung

Beeinträchtigung der Leberfunktion und Gallestauung (einschließlich Gelbsucht),

Leberentzündung einschließlich Zerfall von Lebergewebe, erhöhte Leber- bzw. Bilirubinwerte

(Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs)

Nesselsucht, schwere Hautreaktionen (einschließlich Blasen- und Schuppenbildung),

Lichtempfindlichkeit

Muskel- bzw. Gelenkschmerz

bestimmte Nierenfunktionstörung mit Ausscheidung von Eiweiß im Harn (nephrotisches

Syndrom)

Impotenz, Vergrößerung der männlichen Brustdrüse

Fieber

Veränderung bestimmter Laborwerte im Zusammenhang mit den angeführten

Nebenwirkungen, erhöhte Blutsenkung. Informieren Sie daher bitte den behandelnden Arzt

über die Einnahme von Captopril „ratiopharm“.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST Captopril „ratiopharm“ AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Captopril „ratiopharm“ enthält

Der Wirkstoff ist: Captopril

1 Tablette enthält 25 mg Captopril.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Hydriertes Rizinusöl, Hochdisperses

Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Wie Captopril „ratiopharm“ aussieht und Inhalt der Packung

Captopril „ratiopharm“ sind weiße, runde, gewölbte Tabletten mit einseitiger Kreuz-Snap-Tab.

Die Tablette kann in gleiche Dosen (Viertel) geteilt werden.

Captopril „ratiopharm“ ist in PVC-/PVDC-/Aluminium-Folien-Blisterpackungen mit 30 und

60 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH

Albert-Schweitzer-Gasse 3

A-1140 Wien

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143

Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.: 1-23075

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome einer Überdosierung sind schwere Hypotonie, Schock, Stupor, Bradykardie,

Elektrolytstörungen und Nierenversagen.

Therapie einer Überdosierung:

Wenn die Einnahme erst kurze Zeit zurückliegt, sollten Maßnahmen zur Resorptionsverhinderung

(z.B. Magenspülung, Verabreichung von Adsorbenzien und Natriumsulfat innerhalb von 30 Minuten

nach Einnahme), und zur Beschleunigung der Elimination eingeleitet werden. Bei Auftreten einer

Hypotonie sollte der Patient in Schocklage gelagert werden und schnell eine Salz- und

Volumensubstitution erhalten. Eine Behandlung mit Angiotension-II sollte erwogen werden.

Bradykardie oder ausgeprägte vagale Reaktionen sollten durch Verabreichung von Atropin behandelt

werden. Eine Schrittmachertherapie kann in Erwägung gezogen werden.

Captopril kann durch Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden.

11-9-2018

Broschüre für den Apotheker

Broschüre für den Apotheker

Bortezomib - Bortezomib-ratiopharm® - Information für Ärzte

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

11-9-2018

Poster

Poster

Bortezomib - Bortezomib-ratiopharm® - Information für Ärzte

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

13-12-2018

Ampicillin-ratiopharm®

Rote - Liste

13-12-2018

Paracetamol-ratiopharm® Lösung

Rote - Liste

13-12-2018

Zolpidem-ratiopharm 5 mg Filmtabletten

Rote - Liste

13-12-2018

Isotretinoin-ratiopharm® Weichkapseln

Rote - Liste

28-11-2018

Leflunomide ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Leflunomide ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Leflunomide ratiopharm (Active substance: leflunomide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)8045 of Wed, 28 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

27-11-2018

Fentanyl-ratiopharm® Matrixpflaster

Rote - Liste

27-11-2018

Paroxetin-ratiopharm 40 mg Tabletten

Rote - Liste

27-11-2018

Nevirapin-ratiopharm® 200 mg Tabletten

Rote - Liste

14-11-2018

Clopidogrel ratiopharm (Teva B.V.)

Clopidogrel ratiopharm (Teva B.V.)

Clopidogrel ratiopharm (Active substance: clopidogrel) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7602 of Wed, 14 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

14-11-2018

Desloratadine ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Desloratadine ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Desloratadine ratiopharm (Active substance: desloratadine) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7603 of Wed, 14 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

12-11-2018

Paracetamol-ratiopharm® Zäpfchen

Rote - Liste

31-10-2018

Eporatio (ratiopharm GmbH)

Eporatio (ratiopharm GmbH)

Eporatio (Active substance: epoetin theta) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7336 of Wed, 31 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

24-10-2018

Loratadin-ratiopharm® 10 mg Tabletten

Rote - Liste

15-10-2018

Diazepam-ratiopharm 10 mg Zäpfchen

Rote - Liste

15-10-2018

Glib-ratiopharm S Tabletten

Rote - Liste

1-10-2018

Diclofenac-ratiopharm 30 mg/g Gel

Rote - Liste

28-9-2018

Lormetazepam-ratiopharm®

Rote - Liste

28-9-2018

Colestyramin-ratiopharm

Rote - Liste

28-8-2018

Rasagilin-ratiopharm 1 mg Tabletten

Rote - Liste

30-7-2018

Rasagiline ratiopharm (Teva B.V.)

Rasagiline ratiopharm (Teva B.V.)

Rasagiline ratiopharm (Active substance: rasagiline) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5108 of Mon, 30 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Tramadol-ratiopharm

Rote - Liste