Captopril-Mepha 50

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Captopril-Mepha 50 Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • captoprilum 50 mg, excipiens pro Kompression.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Captopril-Mepha 50 Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Hypertonie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53672
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-06-1996
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Captopril-Mepha Tabletten

Mepha Pharma AG

Was ist Captopril-Mepha und wann wird es angewendet?

Captopril-Mepha, mit dem Wirkstoff Captopril aus der Familie der sogenannten ACE-Hemmer, ist

ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdruckes und der Herzinsuffizienz

(Herzmuskelschwäche) und gewisser Nierenfunktionsstörungen bei Diabetikern vom Typ I

(diabetische Nephropathie). Es kann auch nach einem Herzinfarkt verschrieben werden. Es wirkt

durch Hemmung von körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sind.

Dadurch kann der Blutdruck gesenkt und die Leistung des Herzens verbessert werden.

Captopril-Mepha ist nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zu verwenden.

Wann darf Captopril-Mepha nicht eingenommen werden?

Captopril-Mepha darf nicht eingenommen werden,

·wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Captopril, einen der Hilfsstoffe von

Captopril-Mepha oder einen anderen ACE-Hemmer sind.

·wenn Sie in der Vergangenheit in Folge einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine

Gewebeschwellung (Angioödem) hatten.

·wenn Sie zu Gewebeschwellungen (Angioödem) neigen.

·während der Schwangerschaft und Stillzeit (siehe «Darf Captopril-Mepha während einer

Schangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»)

·wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und das Arzneimittel Aliskiren

(Rasilez®) zur Senkung des Blutdrucks einnehmen.

·Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, welche die Wirkstoffkombination

Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der Herzinsuffizienz) enthalten, da ein erhöhtes

Risiko für Angioödeme (Schwellungen im Gesicht, an Augen, Lippen oder Zunge, Atemprobleme)

besteht.

Wann ist bei der Einnahme von Captopril-Mepha Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Mass bei Behandlungsbeginn

und Dosiserhöhung, aber auch in Verbindung mit Alkohol. Bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,

sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie unter folgenden gesundheitlichen

Problemen leiden:

·starkes Erbrechen oder Durchfall

·regelmässige Blutwäsche (Hämodialyse)

·Einschränkungen der Leberfunktion

·Nierenprobleme

·Herzprobleme

·Durchblutungsstörungen

·Blutbildveränderungen

·Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)

·bestimmte Erkrankungen des Bindegewebes (Kollagenosen)

Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie eine salzarme Diät machen oder eine

Desensibilisierung gegen Bienen- oder Wespengift erhalten.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber, dass Sie Captopril-Mepha einnehmen, wenn Sie

vor einer Operation stehen oder Narkosemittel erhalten sollen.

Suchen Sie sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

·plötzliche Gewebeschwellung mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge müssen sofort

behandelt werden.

·übermässiger Blutdruckabfall oder Überempfindlichkeitsreaktionen können unter Umständen

lebensbedrohlich werden.

Nehmen Sie das Mittel auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen sollte die Anwendung von Captopril-Mepha nur unter sorgfältiger

medizinischer Überwachung erfolgen. Im Allgemeinen sollte Captopril Kindern 3-mal täglich

verabreicht werden.

Ältere Patientinnen und Patienten und Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion

Ältere Patientinnen und Patienten und Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis anpassen.

Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie Kaliumpräparate, kaliumhaltige

Salzersatzpräparate, Arzneimittel, die den Kaliumhaushalt beeinflussen, beispielsweise Arzneimittel

gegen Infektionen (z.B das auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannte Co-trimoxazol) oder

entwässernde Arzneimittel (Diuretika), Arzneimittel zur Behandlung von Gicht oder Arzneimittel zur

Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit, orale Antidiabetika oder Insulin) anwenden.

Es ist für Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auch wichtig zu wissen, wenn Sie andere blutdrucksenkende

Arzneimittel, Sympathomimetika, Arzneimittel gegen Krebs, gegen psychische Störungen oder

Depressionen, schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel (z.B. gegen

Gelenkentzündung) einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie Arzneimittel zur Verhinderung

der Abstossung transplantierter Organe der Klasse mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus) einnehmen, da eventuell ein erhöhtes Risiko eines Angioödems besteht.

Captopril kann einen falsch positiven Urintest auf Aceton bewirken.

Dieses Arzneimittel enthält Laktose (Milchzucker). Falls bei Ihnen eine Unverträglichkeit gegenüber

einigen Zuckern besteht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin bevor Sie dieses Arzneimittel

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen, oder äusserlich anwenden!

Dies gilt vor allem für:

·Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der

Herzinsuffizienz).

Darf Captopril-Mepha während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Captopril-Mepha darf in der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht eingenommen werden. Frauen im

gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit Captopril-Mepha eine zuverlässige

Schwangerschaftsverhütung einhalten. Falls eine Schwangerschaft während der Behandlung mit

Captopril-Mepha auftritt, müssen Sie sofort den Arzt bzw. die Ärztin informieren.

Wie verwenden Sie Captopril-Mepha?

Captopril-Mepha kann vor, während und nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Dosis wird

vom Arzt bzw. von der Ärztin festgelegt.

Vor allem ältere Patientinnen und Patienten sollten während der Behandlung mit Captopril-Mepha

darauf achten, jeden Tag genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Meist werden folgende

Dosierungen festgelegt:

Bei hohem Blutdruck

Die übliche Tagesdosierung beträgt 1 Tablette Captopril-Mepha 50 morgens. Wenn sich der

Blutdruck normalisiert hat, kann der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis auf 1 Tablette Captopril-Mepha

25 täglich reduzieren. Ist aber eine weitere Blutdrucksenkung erforderlich, kann der Arzt bzw. die

Ärztin die Dosis auf maximal 3 Tabletten Captopril-Mepha 50 täglich steigern. In vielen Fällen kann

der Arzt bzw. die Ärztin statt einer Dosiserhöhung nach etwa 4-6 Wochen zusätzlich einen

harntreibenden Wirkstoff (Diuretikum) verordnen, da diese beiden Arzneimittel sich ideal ergänzen.

Wenn Sie vor Behandlungsbeginn mit Captopril-Mepha bereits Diuretika eingenommen haben oder

unter einer salzarmen Diät stehen, beträgt die erste Dosis Captopril 12.5 mg (1 Tablette Captopril-

Mepha 12.5), wobei Ihr Blutdruck nach Einnahme der ersten Dosis in der Praxis des Arztes bzw. der

Ärztin während 1 Stunde überwacht werden sollte.

Älteren Patientinnen und Patienten und solchen mit Nierenfunktionsstörungen werden im

allgemeinen tiefere Dosierungen verschrieben.

Bei Herzinsuffizienz

Es empfiehlt sich, die Behandlung der Herzinsuffizienz mit Captopril-Mepha unter strenger

Kontrolle des Arztes bzw. der Ärztin vorzunehmen. Bei Herzinsuffizienz wird Captopril-Mepha

meist zusätzlich zur Grundbehandlung (ein Diuretikum; evtl. Digitalis) verabreicht.

Die erste Dosis (½-1 Tablette Captopril-Mepha 12.5) sollte in der Praxis des Arztes bzw. der Ärztin

eingenommen und der Blutdruck während 1 Stunde regelmässig kontrolliert werden.

Bei Therapiebeginn beträgt die übliche Dosierung 2-3mal täglich ½-1 Tablette Captopril-Mepha

12.5. Die übliche Erhaltungsdosis ist 2(-3)mal täglich 1 Tablette Captopril-Mepha 25.

Nach Herzinfarkt

Die Dosierung wird je nach Ihrem individuellen Ansprechen vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet

und angepasst.

Bei diabetischer Nephropathie

Die übliche Erhaltungsdosis liegt bei bis zu 3-4mal täglich 1 Tablette Captopril-Mepha 25.

Sollten Sie jedoch einmal die Einnahme vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein, sondern

fahren Sie am folgenden Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Falls Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

Kontakt aufnehmen, sodass eine allfällige medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann. Das

wahrscheinlichste Symptom einer Überdosierung ist ein Gefühl von Benommenheit oder Schwindel

infolge eines plötzlichen, übermässigen Blutdruckabfalls.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Captopril-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Captopril-Mepha auftreten:

Häufig: Schlafstörungen, Geschmacksstörungen, Schwindel, trockener, irritierender (nicht

produktiver) Husten und Atemnot; Übelkeit, Erbrechen, Magenverstimmungen, Bauchschmerzen,

Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit; Juckreiz (mit oder ohne Ausschlag), Ausschlag,

Haarausfall.

Gelegentlich: Probleme mit dem Herzen, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen meist an den

Händen (Reynaud-Syndrom), Gesichtsrötung, Blässe; Schwellungen des Gesichts, der Lippen, der

Zunge, der Hände und Füsse, Brustschmerzen, Erschöpfung, Unwohlsein.

Selten: Appetitlosigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen und Empfindungsstörungen; Entzündungen

der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung/Aphthen; Nierenfunktionsstörungen (einschliesslich

Nierenversagen), Veränderungen beim Wasserlassen.

Sehr selten: Veränderungen des Blutbilds, Erkrankungen der Lymphknoten, Absinken des

Blutzuckerspiegels, Verwirrung, Depression; Durchblutungsstörungen des Gehirns, einschliesslich

Schlaganfall und Ohnmacht; verschwommenes Sehen; Herzstillstand, Schock; krampfartige

Verengung der Bronchien, Schnupfen, allergische Entzündung der

Lungenbläschen/Lungenentzündung; Magengeschwür, Entzündung der Bauchspeicheldrüse;

Beeinträchtigung der Leberfunktion, Hepatitis (Gelbsucht, Leberentzündung); Lichtempfindlichkeit;

Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen; Impotenz, Brustvergrösserung beim Mann; Fieber.

Da gewisse Nebenwirkungen von Ihnen nicht wahrgenommen werden können (eventuelle Probleme

mit der Nieren- oder Leberfunktion), sollten Sie die regelmässigen Termine für

Kontrolluntersuchungen, die Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin vornimmt, einhalten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und in der Originalpackung aufbewahren. Für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Captopril-Mepha enthalten?

Captopril-Mepha enthält 12.5 mg, 25 mg oder 50 mg Captopril als Wirkstoff, Laktose sowie weitere

Hilfsstoffe. Die Tabletten sind teilbar (mit Bruchrille).

Zulassungsnummer

53672 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Captopril-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Captopril-Mepha zu 12.5 mg: Packungen zu 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar)

Captopril-Mepha zu 25 mg: Packungen zu 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar)

Captopril-Mepha zu 50 mg: Packungen zu 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar)

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 5.2

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