Campto 300 mg/15 ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Campto 300 mg/15 ml Infusionskonzentrat
  • Darreichungsform:
  • Infusionskonzentrat
  • Zusammensetzung:
  • irinotecani hydrochloridum trihydricum 300 mg, sorbitolum, acid lacticum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 15 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Campto 300 mg/15 ml Infusionskonzentrat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Zytostatikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53470
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-05-1998
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Pfizer AG

Campto®

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Zusammensetzung

Wirkstoff: Irinotecani hydrochloridum trihydricum.

Hilfsstoffe: Sorbitolum, Acidum lacticum, Aqua ad iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionskonzentrat, Einzeldosis-Stechampullen Cytosafe zu 40 mg/2 ml, 100 mg/5 ml und

300 mg/15 ml Irinotecanhydrochlorid (Konzentration 20 mg/ml).

Klare, hellgelbe sterile Lösung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Campto ist in Kombination mit 5-FU/Folinsäure oder in Kombination mit Bevacizumab und 5-

FU/Folinsäure zur Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasierendem Karzinom des Kolons oder

Rektums indiziert.

Campto ist als Monotherapie indiziert zur Behandlung des fortgeschrittenen Kolorektalkarzinoms

nach Therapieversagen mit 5-Fluorouracil (Second-line Therapie).

Campto ist in Kombination mit Cetuximab indiziert zur Behandlung von Patienten mit EGFR

(epidermal growth factor receptor)-exprimierendem metastasierendem Kolorektalkarzinom, wenn

eine zytotoxische Therapie unter Einschluss von Campto versagt hat.

Dosierung/Anwendung

Campto wird nach Verdünnung als intravenöse Infusion verabreicht. Korrekte Zubereitung und

Anwendung der Infusionslösung siehe «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung».

Erwachsene

In der Monotherapie (Second-line Therapie):

Dosierungsschema «alle 3 Wochen»:

Die empfohlene Dosis beträgt 350 mg/m2 verabreicht als intravenöse Infusion während 30 bis 90

Minuten alle 3 Wochen.

Dosierungsschema «wöchentlich»:

Die empfohlene Dosis von Campto beträgt 125 mg/m2 verabreicht als intravenöse Infusion während

90 Minuten einmal pro Woche während 4 aufeinanderfolgenden Wochen, gefolgt von 2 Wochen

Unterbruch. Üblicherweise wird für Campto in der Monotherapie das Dosierungsschema «alle 3

Wochen» verschrieben. Das Schema «wöchentlich» kann als Alternative herangezogen werden für

Patienten, die einer engmaschigeren Nachbeobachtung bedürfen.

In der Kombinationstherapie mit 5-FU/Folinsäure (First-line Therapie):

Dosierungsschema «wöchentlich» (AIO):

Intravenöse Infusion von Campto 80 mg/m2 über 30-90 Minuten, gefolgt von Folinsäure

(500 mg/m2 als Infusion über 2 h) und 5-FU (2.3 g/m2 als Infusion über 24 h) verabreicht 1 mal pro

Woche während 6 Wochen, gefolgt von einer Woche Pause.

Dosierungsschema «alle 2 Wochen» (De Gramont/dGM):

Alle 2 Wochen am Tag 1 intravenöse Infusion von Campto 180 mg/m2 über 30-90 Minuten, gefolgt

von Folinsäure (200 mg/m2 als Infusion über 2 h) und von 5-FU (400 mg/m2 als Bolus, gefolgt von

600 mg/m2 als Infusion über 22 h). Am Tag 2 werden Folinsäure und 5-FU in denselben

Dosierungen und im gleichen Schema verabreicht.

In der Kombinationstherapie mit Cetuximab:

Die Dosierung von Campto entspricht derjenigen in der Monotherapie (beide Dosierungsschemata).

Cetuximab wird einmal wöchentlich als intravenöse Infusion verabreicht; die Initialdosis beträgt

400 mg/m2 über 2 h, die Folgedosen betragen jeweils 250 mg/m2 über 1 h. Campto ist jeweils

frühestens 1 h nach Beendigung der Cetuximab-Infusion zu applizieren.

Für detaillierte Angaben betreffend der Anwendung und Dosierung von Cetuximab ist die

Fachinformation von Erbitux zu konsultieren.

In der Kombinationstherapie mit Bevacizumab:

Für detaillierte Angaben betreffend der Anwendung und Dosierung von Bevacizumab ist die

Fachinformation von Avastin zu konsultieren.

Behandlungsdauer

Die Behandlung mit Campto sollte fortgesetzt werden bis zu einer objektivierbaren Progression der

Krankheit oder bis zum Auftreten von nicht mehr tolerablen unerwünschten Wirkungen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Dosisanpassung auf Grund unerwünschter Wirkungen

Campto sollte erst nach entsprechender Besserung von sämtlichen unerwünschten Wirkungen der

Schweregrade NCI-CTC 0 oder 1 (National Cancer Institute Common Toxicity Criteria) sowie nach

vollständigem Abklingen der behandlungsbedingten Diarrhoe verabreicht werden.

Bei einer nachfolgenden Infusionsbehandlung sollte die Dosis von Campto und 5-FU, falls

zutreffend, gemäss dem schwersten Grad unerwünschter Wirkungen, die bei der vorangegangenen

Infusion aufgetreten sind, angepasst werden. Die Verabreichung sollte 1 bis 2 Wochen

hinausgeschoben werden, um die Erholung von behandlungsbedingten unerwünschten Wirkungen zu

ermöglichen.

Eine Dosisreduktion von 15 bis 20% für Campto und/oder 5-FU im nächsten Zyklus sollte bei

Auftreten der folgenden unerwünschten Wirkungen vorgenommen werden:

·hämatologische Toxizität: Neutropenie Grad 4, Fieber oder Infektionen verbunden mit einer

Neutropenie (Neutropenie Grad 3-4 und Fieber Grad 2-4), Thrombozytopenie und Leukopenie (Grad

·nicht-hämatologische Toxizität (Grad 3-4).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Untersuchungen bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nach Child Pugh liegen nicht vor.

Bei Patienten mit Hyperbilirubinämie und erhöhten Transaminasen bei Lebermetastasen ist die

Clearance von Irinotecan vermindert (siehe «Pharmakokinetik»). Deshalb ist bei diesen Patienten das

komplette Blutbild häufig zu kontrollieren und die Dosis wie folgt zu reduzieren:

Monotherapie:

Dosierungsschema «wöchentlich»:

·Bei Patienten mit Bilirubin ≤1.5-facher oberer Normalwert «ULN» (Grad 1) und Transaminasen

>5.0-20.0-facher ULN (Grad 3): Startdosis 60 mg/m2.

·Bei Patienten mit Bilirubin >1.5-3.0-facher ULN (Grad 2) und Transaminasen ≤5.0-facher ULN

(Grad 2): Startdosis 60 mg/m2.

·Bei Patienten mit Bilirubin >1.5-3.0-facher ULN (Grad 2) und Transaminasen >5.0-20.0-facher

ULN (Grad 3): Startdosis 40 mg/m2.

Dosierungsschema «alle 3 Wochen»:

·Bei Patienten mit Bilirubin ≤1.5-facher ULN (Grad 1) beträgt die empfohlene Dosis von Campto

350 mg/m2 alle 3 Wochen.

·Bei Patienten mit Bilirubin >1.5-3.0-facher ULN (Grad 2) beträgt die empfohlene Dosis von

Campto 200 mg/m2 alle 3 Wochen.

·Patienten mit Bilirubin >3.0-facher ULN (Grad 3 oder 4) sollten nicht mit Campto behandelt werden

(siehe «Kontraindikationen»).

Kombinationstherapie:

Es liegen keine Daten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor. Eine solche Therapie

kann daher nicht empfohlen werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es wurden keine spezifischen Studien bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

durchgeführt. Deshalb muss Campto bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.

Irinotecan sollte nicht bei Patienten unter Dialyse angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Campto wurde bei Kindern und Jugendlichen klinisch

nicht geprüft. Die Anwendung wird daher nicht empfohlen.

Ältere Patienten

Es wurden keine pharmakokinetischen Studien bei älteren Patienten durchgeführt. Deshalb sollte die

Dosis bei diesen Patienten besonders sorgfältig gewählt werden, da ältere Patienten gehäuft

reduzierte biologische Funktionen aufweisen. Diese Patienten erfordern eine intensivere

Überwachung (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kontraindikationen

·Chronisch-entzündliche Darmerkrankung und/oder Darmobstruktion (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

·Bekannte Überempfindlichkeitsreaktion auf Irinotecan oder einen anderen Inhaltsstoff von Campto.

·Schwangerschaft und Stillzeit (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

·Bilirubinwert >3fach des oberen Normwertes (Grad 4) (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

·Schwere Funktionsstörung des Knochenmarks.

·Performance Status nach WHO-Kriterien >2.

·Dialyse.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Campto sollte nur unter der Leitung von Ärzten angewendet werden, die ausreichend Erfahrung in

der Chemotherapie haben.

Aufgrund der Art und Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen soll Campto nur dann verschrieben

werden, wenn der erwartete Nutzen gegen die möglichen therapeutischen Risiken abgewogen wurde:

·Bei Patienten mit einem Risikofaktor, insbesondere bei denjenigen mit einem Performance Status

nach WHO-Kriterien = 2.

·Bei Patienten, die Empfehlungen für die Behandlung von unerwünschten Wirkungen

möglicherweise nicht beachten (Notwendigkeit einer sofortigen und andauernden antidiarrhöischen

Behandlung kombiniert mit grosser Flüssigkeitseinnahme bei verzögert einsetzender Diarrhoe).

Diese Patienten sollten nur unter strikter Überwachung in einem Spital behandelt werden.

Verzögert einsetzende Diarrhoe

Wenn eine verzögert einsetzende Diarrhoe nicht umgehend und korrekt behandelt wird, kann sie

lebensbedrohlich werden, insbesondere bei gleichzeitiger Neutropenie.

Der Patient sollte über das Risiko der sogenannten «verzögert einsetzenden Diarrhoe», die mehr als

24 h nach der Verabreichung und jederzeit bis zum nächsten Behandlungszyklus auftreten kann,

informiert werden. Weiterhin ist der Patient dahingehend zu informieren, dass bei Auftreten die

entsprechende Behandlung sofort begonnen werden muss und der Arzt sofort zu benachrichtigen ist.

Im Durchschnitt setzten die ersten dünnen Stuhlgänge beim Dosierungsschema «alle 3 Wochen» am

5. Tag und beim Schema «wöchentlich» am 11. Tag nach der Infusion von Campto ein.

Patienten mit erhöhtem Risiko für Durchfall sind solche nach vorangehender Becken-/Abdominal-

Radiotherapie, diejenigen mit Leukozytose und Patienten mit einem Performance Status nach WHO-

Kriterien ≥2.

Sofort nach Abgang des ersten dünnen Stuhls soll der Patient mit der Einnahme von reichlichen

Mengen Flüssigkeit beginnen, die Elektrolyte enthält. Zudem ist eine angemessene antidiarrhoische

Behandlung zu beginnen. Gegenwärtig wird die hochdosierte Einnahme von Loperamid (4 mg zu

Beginn, dann 2 mg alle 2 h) zur Behandlung von Diarrhoe empfohlen. Dieses Therapieschema soll

unverändert während 12 h nach dem letzten dünnen Stuhl beibehalten und nicht modifiziert werden.

Loperamid sollte nicht kürzer als 12 h und auf keinen Fall länger als 48 h kontinuierlich verabreicht

werden, da sonst ein paralytischer Ileus entstehen kann.

Die Therapie der Diarrhoe ist von derjenigen Abteilung des Spitals zu verschreiben, die Campto

anwendet. Bei Spitalentlassung ist sicherzustellen, dass der Patient die entsprechende Medikation bei

sich vorrätig hat, damit die Behandlung einer Diarrhoe sofort begonnen werden kann.

Loperamid soll nicht prophylaktisch verabreicht werden, auch nicht bei Patienten, bei denen nach

vorherigen Behandlungen eine verzögerte Diarrhoe aufgetreten ist.

Eine prophylaktische Gabe eines oralen Breitspektrum-Antibiotikums kann als Begleitmedikation

zur Durchfallbehandlung bei Patienten mit Diarrhoe und gleichzeitiger schwerer Neutropenie (Zahl

der Neutrophilen <500/mm3) erfolgen.

Eine Hospitalisierung verbunden mit einer Antibiotika-Therapie wird in folgenden Fällen zur

Kontrolle der Diarrhoe empfohlen:

·bei Diarrhoe zusammen mit Fieber,

·bei schwerer Diarrhoe, die eine i.v.-Rehydratation erfordert,

·bei Erbrechen zusammen mit verzögerter Diarrhoe,

·bei einer Diarrhoe, die weiter besteht nach einer korrekt verabreichten hochdosierten Loperamid-

Behandlung über 48 h.

Bei Patienten, bei denen eine starke Diarrhoe aufgetreten ist, wird für die nachfolgenden

Behandlungszyklen eine Dosisreduktion empfohlen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Hämatologie

Bei der Behandlung mit Campto wird die Durchführung einer wöchentlichen Kontrolle des gesamten

Blutbildes empfohlen. Patienten sind auf das Risiko von Neutropenien/Infektionen und auf die

Bedeutung von auftretendem Fieber aufmerksam zu machen.

Bei einer febrilen Neutropenie (Temperatur ≥38 °C und Neutrophilenzahl ≤1000/mm3) ist eine

notfallmässige Behandlung im Spital mit einem intravenösen Breitspektrum-Antibiotikum

erforderlich.

Bei Auftreten von schweren hämatologischen Nebenwirkungen sollte die Dosierung von Campto für

die weiteren Verabreichungen reduziert werden (siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Die Behandlung von Patienten, welche eine Bestrahlung des Beckens erhielten, sollte mit

entsprechender Vorsicht erfolgen.

Es besteht erhöhtes Risiko für Infektionen und hämatologische Toxizität bei Patienten mit starker

Diarrhoe.

Übelkeit/Erbrechen

Über Übelkeit und Erbrechen wurde häufig berichtet. Vor jeder Verabreichung von Campto wird

eine prophylaktische Behandlung mit einem Antiemetikum empfohlen. Patienten mit Erbrechen und

verzögert auftretender Diarrhoe sind so schnell wie möglich für die Behandlung zu hospitalisieren.

Akutes cholinerges Syndrom

Falls akute cholinerge Symptome (z.B. sofortiger Durchfall und verschiedene andere Symptome wie

Hyperhidrosis, Abdominalkrämpfe, Miosis, verstärkter Tränen- und/oder Speichelfluss) auftreten,

sollte - falls keine Kontraindikationen vorliegen - Atropin-Sulfat (0.25 mg subkutan) gegeben

werden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Asthma. Falls bei

einer vorangegangenen Behandlung mit Campto bereits cholinerge Reaktionen aufgetreten sind, ist

die prophylaktische Gabe von Atropin-Sulfat bei den darauffolgenden Behandlungszyklen

empfohlen.

Patienten mit Darmobstruktion

Patienten dürfen bis zur Beseitigung der Darmobstruktion nicht mit Campto behandelt werden (siehe

«Kontraindikationen»).

Respirationstrakt

Während einer Irinotecan-Therapie trat gelegentlich eine interstitielle Pneumonie in Form von

pulmonalen Infiltraten auf. Die interstitielle Pneumonie kann tödlich verlaufen. Vorbestehende

Lungenerkrankung, die Anwendung pneumotoxischer Arzneimittel, Bestrahlungstherapie und

Behandlung mit Kolonie- stimulierenden Faktoren sind Risikofaktoren. Patienten, welche

Risikofaktoren aufweisen, sollten vor und während einer Irinotecan-Therapie engmaschig auf

respiratorische Symptome kontrolliert werden.

Immunsupprimierender Effekt/erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

Die Verabreichung von Lebend- oder attenuierten Impfstoffen bei durch eine Chemotherapie

(einschliesslich Irinotecan) immunsupprimierten Patienten kann schwere oder fatale Infektionen

verursachen. Die Immunisierung mit Lebendimpfstoffen sollte bei Patienten unter Irinotecan

vermieden werden.

Bei Verwendung von inaktiven oder Tot-Impfstoffen ist zu berücksichtigen, dass der Impfschutz

vermindert sein kann.

Anderes

Bei Patienten mit Gilbert-Syndrom mit reduzierter Fähigkeit zur Glukuronidierung (homozygot für

UGT1A1×28) sollte die Initialsdosis reduziert und das Blutbild regelmässig überwacht werden.

Seltene Fälle von Niereninsuffizienz, Hypotonie, Hypovolämie, Hyponatriämie und

Kreislaufversagen wurden bei Patienten beobachtet, die Dehydratation im Zusammenhang mit

Durchfall und/oder Erbrechen oder Sepsis entwickelten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Da Campto Sorbitol enthält (siehe «Zusammensetzung»), sollte es bei angeborener Fruktose-

Intoleranz nicht angewendet werden.

Interaktionen

Die pharmakokinetischen Parameter von Irinotecan bei kombinierter Gabe mit 5-FU/Folinsäure sind

vergleichbar mit denjenigen von Irinotecan in der Monotherapie.

Bei Kombination mit Bevacizumab und 5-FU/Folinsäure sind ebenfalls keine klinisch relevanten

pharmakokinetischen Interaktionen beobachtet worden.

Da Campto Anticholinesterase-Aktivität aufweist, ist anzunehmen, dass die neuromuskuläre

Blockade von Suxamethonium verlängert und diejenige von nicht-depolarisierenden Blockern

antagonisiert wird.

CYP3A4-Inhibitoren und/oder UGT1A1-Inhibitoren

Irinotecan und sein aktiver Metabolit SN-38 werden über das humane Cytochrom P4503A4

Isoenzym (CYP3A4) und die Uridin-Diphosphat-Glucuronyltransferase 1A1 (UGT1A1)

metabolisiert (siehe auch «Pharmakokinetik»). Die gleichzeitige Verabreichung von Irinotecan mit

Hemmern von CYP3A4 und/oder UGT1A1 kann die systemische Exposition gegenüber Irinotecan

oder SN-38 erhöhen. Dies sollte bei gleichzeitiger Anwendung mit Irinotecan in Betracht gezogen

werden.

Ketoconazol: Die gleichzeitige Verabreichung von Irinotecan mit Ketoconazol führt zu einer

statistisch signifikanten Verringerung der AUC des Glutaminsäure-Metaboliten und zu einem

deutlichen Anstieg der AUC des aktiven Metaboliten von Irinotecan (SN-38), verglichen mit einer

alleinigen Gabe von Irinotecan.

Inhibitoren der Glukuronidierung: Bei gleichzeitiger Anwendung von Irinotecan mit UGT1A1-

Inhibitoren wie Atazanavir oder Erlotinib (Atazanavir hemmt noch zusätzlich CYP3A4) kann die

systemische Exposition gegenüber SN-38 erhöht sein. Dies sollte bei gleichzeitiger Anwendung

dieser Arzneimittel in Betracht gezogen werden.

CYP3A4-Induktoren

Antikonvulsiva: Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin, Phenobarbital oder Phenytoin

führt zu verminderten Plasmakonzentrationen von Irinotecan und seinen Metaboliten SN-38 und SN-

38-Glukuronid.

Johanniskraut (Hypericum perforatum): In einer pharmakokinetischen Studie (n=5), in der

350 mg/m2 Irinotecan gleichzeitig mit 900 mg Johanniskraut angewendet wurden, sank die

Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten von Irinotecan (SN-38) um 42%.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Informationen über die Anwendung von Campto bei Schwangeren vor. In Studien im

Tier erwies sich Irinotecan als embryotoxisch und teratogen. Campto darf bei schwangeren Frauen

nicht angewendet werden.

Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Campto behandelt werden, sind anzuweisen, dass sie nicht

schwanger werden dürfen; sollte dies eintreten, ist der behandelnde Arzt unverzüglich zu

informieren. Kontrazeptive Massnahmen müssen während und mindestens 3 Monate nach

Beendigung der Behandlung durchgeführt werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Campto in die Muttermilch übertritt. Im Tier wird Irinotecan in die

Muttermilch ausgeschieden. Deshalb sollte während einer Behandlung mit Campto das Stillen

unbedingt unterbrochen werden.

Zusätzliche Informationen siehe «Präklinische Daten».

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Patienten sollten auf das mögliche Auftreten von Verwirrtheit oder von Sehstörungen innerhalb

24 h nach Verabreichung von Campto aufmerksam gemacht und angewiesen werden, auf das Führen

von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen zu verzichten.

Unerwünschte Wirkungen

Die wichtigsten unerwünschten Wirkungen von Campto sind Diarrhoe und Hämatotoxizität.

Diarrhoe, die verzögert, d.h. später als 24 h nach Verabreichung von Campto auftritt, ist eine Dosis-

limitierende Toxizität von Campto. In den klinischen Studien begann der erste dünne Stuhl beim

Dosierungsschema «alle 3 Wochen» durchschnittlich am 5. Tag und beim Schema «wöchentlich» am

11. Tag nach der Infusion von Campto.

Neutropenie ist eine Dosis-limitierende toxische Wirkung. Die Neutropenie war reversibel und nicht

kumulativ. Die mittlere Zeitdauer bis zum Nadir war sowohl in der Monotherapie wie in der

Kombinationstherapie 8 Tage.

Die nachfolgenden unerwünschten Wirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich mit der

Verabreichung von Campto zusammenhängen, stammen von insgesamt 765 Patienten in der

empfohlenen Dosierung von 350 mg/m2 alle 3 Wochen in der Monotherapie. Ein ähnliches

Sicherheitsprofil wurde unter dem wöchentlichen Behandlungsschema der Monotherapie bei 193

Patienten mit einer Dosierung von 125 mg/m2 und in der Kombination mit 5-FU/Folinsäure (199

Patienten: alle 2 Wochen 180 mg/m2 oder wöchentlich 80 mg/m2) beobachtet.

Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (<1/10, ≥1/100),

gelegentlich (<1/100, ≥1/1000), selten (<1/1000, ≥1/10'000), sehr selten (<1/10'000).

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Es wurde ein Fall von akuter Promyelozytenleukämie mit Anhaltspunkten für eine

Sekundärleukämie berichtet; der Patient war mit anderen Zytostatika und Radiotherapie

vorbehandelt; im Anschluss an die Verabreichung von Campto erfolgten weitere Therapien mit

Platin-haltigen Substanzen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Neutropenie wurde in der Monotherapie bei 78.7% der Patienten festgestellt; bei 22.6% dieser

Patienten war sie Grad 4 (Neutrophilenzahl <500/mm3). Von den auswertbaren Zyklen hatten 18%

eine Neutrophilenzahl <1000/mm3, darunter 7.6% mit einer Neutrophilenzahl von <500/mm3. Die

vollständige Restitution war gewöhnlich bis zum 22.Tag erreicht.

Bei der Kombinationstherapie wurde eine Neutropenie bei 79.5% der Patienten beobachtet und war

in 8.7% der Fälle schwer.

Über febrile Neutropenien wurde häufig berichtet. Infektiöse Episoden wurden häufig beobachtet

und waren im Allgemeinen verbunden mit schwerer Neutropenie, wobei zwei Fälle letal endeten.

Anämie wurde in der Monotherapie bei ca. 58.7% der Patienten beobachtet (Hämoglobin <8 g/dl in

8% der Fälle und <6.5 g/dl in 0.9% der Fälle).

In der Kombinationstherapie wurde über eine Anämie bei 96.5% der Patienten (3% mit einem

Hämoglobin <8 g/dl) berichtet.

Von Thrombozytopenie (<100'000/mm3) wurde in der Monotherapie häufig (gesamthaft bei 7.4%

der behandelten Patienten, 1.8% der Behandlungszyklen) berichtet (Thrombozytenzahl <50'000/mm3

bei 0.9% der Patienten und 0.2% der Zyklen). Fast alle Patienten zeigten eine Restitution bis zum 22.

Tag. In der Kombinationstherapie wurde eine Thrombozytopenie (<100'000/mm3) bei 30.3% der

Patienten und 20.4% der Zyklen beobachtet. Es wurde keine schwere Thrombozytopenie

(<50'000/mm3) beobachtet.

Die vollständige Restitution war gewöhnlich innerhalb von 7 bis 8 Tagen erreicht.

Über einen Fall von peripherer Thrombozytopenie mit Antikörpern gegen Thrombozyten wurde nach

Markteinführung von Campto berichtet.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich wurden milde allergische Reaktionen und selten anaphylaktoide Reaktionen beobachtet.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Hypokaliämien, meist in Verbindung mit Durchfall und Erbrechen.

Erkrankungen des Nervensystems

Nach Markteinführung wurde über sehr seltene Fälle von vorübergehenden Sprachstörungen in

Verbindung mit der Infusion von Campto berichtet.

Erkrankungen von Herz und Gefässen

Gelegentliche Fälle von Hypotension und Herz-Kreislaufversagen wurden berichtet. Vor allem bei

Patienten mit vorbestehender Herzerkrankung, anderen bekannten Risikofaktoren für

Herzerkrankungen oder vorangehender zytotoxischer Chemotherapie wurden nach Irinotecan

Therapie ischämische Ereignisse des Myokards beobachtet.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich wurden Lungeninfiltrate als Manifestation einer interstitiellen Pneumonie oder

Pneumonitis beobachtet. Über früh einsetzende Atemnot wurde berichtet.

Nach Markteinführung wurden Fälle von Schluckauf gemeldet.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Eine schwere Diarrhoe wurde in der Monotherapie bei 20% der Patienten, in der

Kombinationstherapie bei 21.6% der Patienten (7.4% der Zyklen) beobachtet.

Schwere Übelkeit und schweres Erbrechen traten sehr häufig bei ungefähr 10% der Patienten in der

Monotherapie trotz einer antiemetischen Behandlung auf, in der Kombinationstherapie häufig bei

3.5% resp. 5% der Patienten.

Bei Dehydratation in Zusammenhang mit Diarrhoe und/oder Erbrechen oder Sepsis wurden selten

Fälle von Niereninsuffizienz, Hypovolämie, Hyponatriämie, Hypotonie und Kreislaufversagen

berichtet.

Obstipation in Zusammenhang mit Campto und/oder Loperamid kam häufig (bei weniger als 10%

der Patienten) vor. Über gelegentliche Fälle von Darmobstruktionen, Ileus oder gastrointestinale

Blutung wurde berichtet. Über seltene Fälle von intestinaler Perforation und von Kolitis inklusive

Typhlitis, ischämischer und ulcerativer Kolitis wurde berichtet.

Über Fälle von pseudomembranöser Kolitis wurde selten berichtet, wobei ein Fall bakteriologisch

dokumentiert ist (Clostridium difficile).

Über andere milde unerwünschte Wirkungen (gelegentlich bis häufig) wie Anorexie,

Abdominalschmerz und Stomatitis wurde berichtet.

Es wurden seltene Fälle von symptomatischer Pankreatitis oder asymptomatischer Erhöhung der

pankreatischen Enzyme und Megakolon beobachtet.

In sehr seltenen Fällen wurde über eine vorübergehende Erhöhung der Amylasen berichtet, teilweise

mit einer vorübergehenden Erhöhung der Lipasen.

Affektionen der Leber und Gallenblase

In der Monotherapie wurde ein leichtes bis mässiges transientes Ansteigen der Serumspiegel von

Transaminasen, alkalischer Phosphatase oder Bilirubin bei Abwesenheit progredienter

Lebermetastasen in 9.2%, 8.1% resp. 1.8% der Patienten beobachtet. Ein leichtes bis mässiges

transientes Ansteigen der Serum-Kreatinin-Spiegel wurde bei 7.3% der Patienten festgestellt.

In der Kombinationstherapie wurden transient erhöhte Serumspiegel (Toxizitätsgrad 1 und 2) von

SGPT, SGOT, alkalische Phosphatase oder Bilirubin bei 18.9%, 12.0%, 10.7% resp. 11.5% der

Patienten beobachtet (bei Abwesenheit progredienter Lebermetastasen). Eine transiente Erhöhung

der Serumspiegel vom Grad 3 wurde in 0.5%, 1%, 0% und 0.5% der Patienten beobachtet. Eine Grad

4-Erhöhung wurde nicht beobachtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Haarausfall war sehr häufig und reversibel: 60% in der Monotherapie und 51.3% in der

Kombinationstherapie. Über milde Hautreaktionen wurde gelegentlich berichtet.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Über früh einsetzende Muskelkontraktionen oder Krämpfe und Parästhesien wurde berichtet.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentliche Fälle von Niereninsuffizienz wurden berichtet.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Ein akutes transientes cholinerges Syndrom war sehr häufig (42.5%) und bei 9% der Patienten unter

Monotherapie resp. 1.5% unter Kombinationstherapie schwer. Die Hauptsymptome waren sofort

einsetzender Durchfall und verschiedene andere Symptome wie Abdominalschmerz, Konjunktivitis,

Rhinitis, Hypotonie, Vasodilatation, Schwitzen, Schüttelfrost, Unwohlsein, Schwindel, Sehstörung,

Miosis, verstärkter Tränen- und Speichelfluss während oder innerhalb der ersten 24 h nach der

Infusion von Campto (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eine stark ausgeprägte Asthenie wurde bei weniger als 10% der Patienten in der Monotherapie und

bei 6.5% der Patienten in der Kombinationstherapie beobachtet. In den Phase-II Studien war die

Asthenie bei 17.6% der Patienten stark ausgeprägt. Der Kausalzusammenhang mit Campto wurde

nicht untersucht. Fieber ohne gleichzeitige Infektion oder schwere Neutropenie trat bei 12% der

Patienten unter Monotherapie und bei 7.5% unter Kombinationstherapie auf.

Über Reaktionen am Applikationsort wurde gelegentlich berichtet.

Kombinationstherapie mit Cetuximab

Die in dieser Rubrik erwähnten Nebenwirkungen beziehen sich auf Irinotecan. Es gibt keine

Hinweise auf eine Beeinflussung des Nebenwirkungsprofils von Irinotecan durch Cetuximab und

umgekehrt. Die in Kombination mit Cetuximab zusätzlich auftretenden Nebenwirkungen sind die mit

Cetuximab erwarteten (zum Beispiel Hautreaktionen >80%). Deshalb ist auch die Fachinformation

von Erbitux zu konsultieren.

Kombinationstherapie mit Bevacizumab:

Hypertonie Grad 3 war das Hauptrisiko bei der Gabe von Irinotecan in Kombination mit

Bevacizumab, 5-FU und Folinsäure.

Zusätzlich zeigte sich ein Anstieg von Diarrhoe und Leukopenie Grad 3 und 4 bei der

Vierfachkombination im Vergleich zu Patienten mit der Behandlung mit Irinotecan/5-FU/Folinsäure

alleine.

Für Angaben betreffend Nebenwirkungen von Bevacizumab ist die Fachinformation von Avastin zu

konsultieren.

Überdosierung

Es gibt Berichte von Überdosierungen nach Dosen von bis zu etwa dem Zweifachen der

empfohlenen therapeutischen Dosis, die möglicherweise lebensbedrohlich sein können. Die dabei

festgestellten hauptsächlichsten Nebenwirkungen waren schwere Neutropenie und Diarrhoe. Ein

Antidot für Campto ist nicht bekannt. Es sollten maximal unterstützende Massnahmen ergriffen

werden, um eine Dehydratation infolge einer Diarrhoe zu vermeiden oder um infektiöse

Komplikationen zu behandeln.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01XX19

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Irinotecan ist ein Zytostatikum, das ein halbsynthetisches Derivat von Camptothecin darstellt.

Irinotecan hemmt spezifisch die DNS-Topoisomerase I. Dadurch werden Einzelstrangbrüche in der

DNS induziert, welche die Replikationsgabel der DNS blockieren und verantwortlich für die

Zytotoxizität sind. Die zytotoxische Wirkung erwies sich als zeitabhängig und S-Phase spezifisch.

In den meisten Geweben wird durch die Carboxylesterasen ein aktiver Metabolit von Irinotecan, der

SN-38 Metabolit, gebildet. SN-38 ist bezüglich Hemmung von gereinigter Topoisomerase I aktiver

und zudem gegen verschiedene murine und humane Tumor-Zelllinien stärker zytotoxisch als

Irinotecan.

Irinotecan zeigt in vivo eine breite antitumorale Aktivität gegen murine Tumormodelle (P03 ductale

Pankreas-Adenokarzinome, MA16/C Mamma-Adenokarzinome, C38 und C51 Kolon-

Adenokarzinome) und gegen humane Xenotransplantate (Co-4 Kolon-Adenokarzinome, Mx-1

Mamma-Adenokarzinome, ST-15 und SC-16 Magen-Adenokarzinome). Irinotecan ist auch wirksam

gegen Tumoren, die das P-Glycoprotein (MDR) exprimieren (Vincristin- und Doxorubicin resistente

P388 Leukämien).

Eine weitere relevante pharmakologische Wirkung von Irinotecan ist seine Anticholinesterase-

Aktivität.

Klinische Wirksamkeit

In der Monotherapie (Second-line Therapie)

In klinischen Studien wurden mehr als 980 Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzinom, die

auf eine vorausgegangene 5-Fluorouracil (5-FU) Therapie resistent waren, mit dem

Dosierungsschema «alle 3 Wochen» behandelt. In 2 Phase-III Studien versus «beste supportive

Therapie» bzw. 5-FU erwies sich Campto bezüglich der medianen Überlebensdauer als signifikant

wirksamer (9.2 versus 6.5 Monate resp. 10.8 versus 8.5 Monate).

In der Kombinationstherapie mit 5-FU/Folinsäure (First-line Therapie)

In einer Phase-III Studie wurden insgesamt 385 zuvor unbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem

Kolorektalkarzinom mit Campto + 5-FU/Folinsäure oder 5-FU/Folinsäure allein mit dem

Dosierungsschema «alle 2 Wochen» (DeGramont/dGM) oder mit dem Schema «wöchentlich» (AIO)

behandelt (siehe Dosierung/Anwendung). Die Ansprechrate (ITT-Population) unter Campto und 5-

FU/Folinsäure war signifikant höher als unter 5-FU/Folinsäure allein (34.8% versus 21.9%).

Aufgetrennt nach dem jeweiligen Therapieschema lauten die Werte für das Schema «wöchentlich»

(AIO) 39.6% versus 25.0% (n=97 Patienten) und für das Schema «alle 2 Wochen» (dGM) 33.1%

versus 21.0% (n=288 Patienten). Die mediane Gesamtüberlebensdauer von allen randomisierten

Patienten war bei der Patientengruppe, die mit Campto und 5-FU/Folinsäure behandelt wurde,

signifikant länger als bei der Patientengruppe mit der 5-FU/Folinsäure Behandlung (16.8 versus 14.0

Monate; p=0.028). Aufgetrennt nach dem jeweiligen Therapieschema lauten die Werte für das

Schema «wöchentlich» (AIO) 19.2 vs 14,1 Monate und für das Schema «alle 2 Wochen» (dGM)

15.6 vs 13,0 Monate.

In der Kombinationstherapie mit Cetuximab

Siehe Fachinformation von Erbitux.

In der Kombinationstherapie mit Bevacizumab

Siehe Fachinformation von Avastin.

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Irinotecan und von SN-38 (aktiver Metabolit) wurde in Phase I und II-

Studien bei 163 Patienten nach intravenöser Infusion über 30 Minuten mit dem Dosierungsschema

«alle 3 Wochen» im Dosisbereich von 100-750 mg/m2 und bei 235 Patienten nach intravenöser

Infusion über 90 Minuten mit dem Dosierungsschema «wöchentlich» im Dosisbereich von 50-

180 mg/m2 untersucht. Die Pharmakokinetik von Irinotecan war bei den beiden Dosierungsschemata

vergleichbar. Eine breite interindividuelle Variabilität der pharmakokinetischen Parameter für SN-38

wurde bei beiden Dosierungsschemata beobachtet.

Beim Dosierungsschema «alle 3 Wochen» unter der empfohlenen Dosis von 350 mg/m2 (n=47)

betrugen die mittleren maximalen Plasmaspiegel (Cmax) für Irinotecan ungefähr 6.2 µg/ml und für

SN-38 ungefähr 92 ng/ml. Die entsprechenden AUC-Werte betrugen ungefähr 24.8 resp.

0.56 µg h/ml.

Beim Dosierungsschema «wöchentlich» unter der empfohlenen Dosis von 125 mg/m2 (n=64)

betrugen die mittleren maximalen Plasmaspiegel (Cmax) für Irinotecan und SN-38 ungefähr

1.7 µg/ml resp. 26 ng/ml. Die entsprechenden AUC-Werte lauten ca. 10.2 resp. 0.23 µg h/ml.

Es wurden keine Hinweise für eine Kumulation von Irinotecan oder von SN-38 beobachtet.

Die maximalen Plasmakonzentrationen (Cmax) für SN-38 wurden 30 bis 90 Minuten nach

Beendigung der Infusion erreicht.

Distribution

Das Verteilungsvolumen im Steady-state (Vdss) betrug im Mittel 150 l/m2. Die in vitro gemessene

Plasmaproteinbindung beträgt für Irinotecan ungefähr 65% und für SN-38 ca. 95%.

Irinotecan ist im Speichel, Schweiss sowie in der Pleuraflüssigkeit quantitativ nachweisbar.

Zurzeit gibt es keine Angaben, ob Irinotecan beim Menschen in den Liquor gelangt, die Plazenta

durchdringt oder in die Muttermilch ausgeschieden wird. Nach Verabreichung von 14C-markiertem

Irinotecan an Ratten wurde eine geringe Radioaktivität im Zentralnervensystem, in der Plazenta und

in der Muttermilch nachgewiesen.

Metabolismus

Irinotecan (CPT-11) unterliegt einer extensiven metabolischen Umwandlung durch verschiedene

Enzymsystem: eine Hydrolyse durch Carboxylesterasen transformiert Irinotecan zum aktiven

Metaboliten SN-38, CYP3A4-vermittelter oxidativer Abbau am terminalen Piperidin-Ring führt zu

verschiedenen pharmakologisch inaktiven Oxidationsprodukten, wovon eines mittels

Carboxylesterasen zu SN-38 hydrolisiert werden kann, und eine UGT1A1-vermittelte

Glucuronidierung führt von SN-38 zum inaktiven Metaboliten SN-38-Glukuronid (SN-38G).

Unverändertes Irinotecan ist die hauptsächlich im Plasma vorliegende Verbindung, gefolgt vom

Glutaminsäurederivat, SN-38-Glukuronid und von SN-38.

Elimination

Die Abnahme der Plasmaspiegel von Irinotecan steht in Übereinstimmung mit einem 2-Kammer-

resp. 3-Kammer-Modell.

Die Gesamtkörperclearance beträgt im Mittel 15 l/h/m2, die terminale Halbwertszeit 10 h.

Mehr als 50% einer i.v. verabreichten Dosis werden unverändert ausgeschieden, 33% in den Faeces

und 22% im Urin.

SN-38-Glucuronid wird biliär und renal eliminiert (weniger als 0.5% der Irinotecan-Dosis).

An der biliären Sekretion von Irinotecan und seinen Metaboliten sind die ATP-abhängigen

Exportsysteme MRP-2 und MXR beteiligt.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Pharmakokinetik von Irinotecan wurde bei 33 Tumorpatienten mit eingeschränkter

Leberfunktion untersucht. Die Clearance nimmt exponentiell mit dem Anstieg des Bilirubins und der

alkalischen Phosphatase ab. Bei Patienten mit einer Bilirubinämie zwischen dem 1.5-Fachen und 3-

Fachen des oberen Normalwertes ist die Irinotecan-Clearance um ca. 40% reduziert. Bei diesen

Patienten führt eine reduzierte Irinotecan-Dosis von 200 mg/m2 zu einer vergleichbaren Exposition

wie eine Dosis von 350 mg/m2 bei Krebspatienten mit normalen Leberparametern.

Niereninsuffizienz

Es wurden keine speziellen Studien bei Patienten mit Niereninsuffizienz durchgeführt.

Präklinische Daten

Mutagenität

Die Mutagenität von Irinotecan und SN-38 wurde in vitro im Chromosomen-Aberrationstest an

CHO-Zellen in vivo im Mikronukleustest an Mäusen gezeigt. Im Ames-Test zeigte sich jedoch kein

mutagenes Potenzial.

Cancerogenität

Bei Ratten, die einmal wöchentlich über 13 Wochen mit einer Maximaldosis von 150 mg/m2 KO

(das ist weniger als die Hälfte der für den Menschen empfohlenen Dosis) behandelt wurden, sind 91

Wochen nach Beendigung der Behandlung keine behandlungsbedingten Tumoren festgestellt

worden.

Embryotoxizität, Foetotoxizität und Teratogenität

Studien an Ratten und Kaninchen haben unerwünschte Effekte (Embryotoxizität, Foetotoxizität und

Teratogenität) gezeigt.

Laktation

Bei säugenden Ratten wurde C14 Irinotecan in der Milch nachgewiesen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Bis heute sind keine Inkompatibilitäten bekannt. Campto soll nicht mit anderen Arzneimitteln oder

anderen als den empfohlenen Infusionslösungen gemischt werden.

Haltbarkeit

Campto darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» angegebenen Verfalldatum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C und vor Licht geschützt aufbewahren. Nicht einfrieren.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Stechampullen Cytosafe:

Campto (Cytosafe) gelöst zu 0.12, 1.4 und 3.0 mg/ml in Infusionslösungen (Natriumchloridlösung

0.9% oder Glucoselösung 5%) und gelagert in Behältern aus LDPE oder PVC ist bei 5 °C oder 30 °C

sowie geschützt vor Licht 28 Tage chemisch und physikalisch stabil. Campto enthält kein

Konservierungsmittel. Nach Anbruch der (Cytosafe) Stechampullen ist die Lösung sofort zu

verwenden. Sofern die Lösung nicht unter strikt aseptischen Bedingungen zubereitet wurde, kann sie

wenn erforderlich maximal 24 Stunden im Kühlschrank (2-8 °C) oder 12 h bei Raumtemperatur (15-

25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahrt werden.

Hinweise für die Handhabung

Zytostatika-Hinweis

Bei der Handhabung von Campto, der Zubereitung der Infusionslösung und der Entsorgung sind die

Vorschriften für Zytostatika zu befolgen.

Zubereitung und Anwendung der Infusionslösung:

Mit Hilfe einer graduierten Spritze soll die gewünschte Menge Campto unmittelbar vor der

Verabreichung unter aseptischen Bedingungen aus der Ampulle entnommen werden und einer 250-

ml-Infusionsflasche oder einem 250 ml-Infusionsbeutel mit einer 0.9%igen Natriumchlorid-Lösung

oder einer 5%igen Glucoselösung beigegeben werden. Durch sorgfältiges manuelles Schwenken

wird dann Campto mit der Infusionslösung gemischt.

Campto sollte nicht mit anderen Arzneimitteln oder anderen Infusionslösungen gemischt werden!

Campto wird in einer 30 bis 90 Minuten dauernden Infusion in eine periphere oder zentrale Vene

infundiert. Das Präparat darf nicht als Bolus-Injektion oder als Infusion, die kürzer als 30 Minuten

oder länger als 90 Minuten dauert, verabreicht werden.

Zulassungsnummer

53470 (Swissmedic).

Packungen

Campto 40 mg/2 ml: 1 Cytosafe Stechampulle [A]

Campto 100 mg/5 ml: 1 Cytosafe Stechampulle [A]

Campto 300 mg/15 ml: 1 Cytosafe Stechampulle [A]

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Stand der Information

Oktober 2014.

LLD V004

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Published on: Mon, 15 Oct 2018 00:00:00 +0200 A rapid qualitative assessment has been done by performing a theoretical analysis on the transmission of low pathogenic avian influenza (LPAI) via fresh meat from poultry reared or kept in captivity for the production of meat (raw poultry meat) or raw table eggs. A predetermined transmission pathway followed a number of steps from a commercial or non‐commercial poultry establishment within the EU exposed to LPAI virus (LPAIV) to the onward virus transmission...

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Published on: Mon, 15 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the EFSA Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Melampsora farlowii, a well‐defined and distinguishable fungus of the family Melampsoraceae. M. farlowii is the causal agent of a leaf and twig rust of hemlocks (Tsuga spp.) in eastern North America. The pathogen is regulated in Council Directive 2000/29/EC (Annex IAI) as a harmful organism whose introduction into the EU is banned. M. farlowii ...

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16-10-2018

Evaluation of confirmatory data following the Article 12 MRL review for teflubenzuron

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Published on: Mon, 15 Oct 2018 00:00:00 +0200 The applicant BASF Agro BV submitted a request to the competent national authority in United Kingdom to evaluate the confirmatory data that were identified for teflubenzuron in the framework of the maximum residue level (MRL) review under Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005 as not available. To address the data gaps, a new metabolism study on leafy crops, a study investigating the nature of residues under standard hydrolytic conditions and a validated ...

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3-10-2018

Sportminister Bruno Bruins brengt verrassingsbezoek aan Talent TeamNL in Buenos Aires

Sportminister Bruno Bruins brengt verrassingsbezoek aan Talent TeamNL in Buenos Aires

Van 6 tot 18 oktober wordt in Buenos Aires, Argentinië, de derde editie van de Jeugd Olympische Spelen gehouden. Toptalenten uit 206 landen tussen de 15 en 18 jaar oud doen hieraan mee. Talent TeamNL bestaat uit 41 sporters die uitkomen in  19 disciplines. Minister voor Sport Bruno Bruins bracht vandaag een verrassingsbezoek aan de Nederlandse ploeg. Hij bezocht het Olympisch Dorp waar de talenten onder leiding van Chef de Mission Mark Huizinga zich voorbereiden op de Spelen die zaterdag beginnen. 

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

28-9-2018

EpiPen and EpiPen Jr auto-injectors may stick in their carrier tube

EpiPen and EpiPen Jr auto-injectors may stick in their carrier tube

Pfizer Canada has advised Health Canada that, in a very small number of cases, some EpiPen (0.3 mg) and EpiPen Jr (0.15 mg) auto-injector devices may not slide out of their carrier tube easily, or at all. This could delay or prevent emergency treatment, possibly leading to patient disability or death.

Health Canada

28-9-2018

Avian influenza overview May – August 2018

Avian influenza overview May – August 2018

Published on: Thu, 27 Sep 2018 00:00:00 +0200 Between 16 May and 15 August 2018, three highly pathogenic avian influenza (HPAI) A(H5N8) outbreaks in poultry establishments and three HPAI A(H5N6) outbreaks in wild birds were reported in Europe. Three low pathogenic avian influenza (LPAI) outbreaks were reported in three Member States. Few HPAI and LPAI bird cases have been detected in this period of the year, in accordance with the seasonal expected pattern of LPAI and HPAI. There is no evidence to date ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

26-9-2018

Technical Report on the notification of syrup from Sorghum bicolor (L.) Moench as a traditional food from a third country pursuant to Article 14 of Regulation (EU) 2015/2283

Technical Report on the notification of syrup from Sorghum bicolor (L.) Moench as a traditional food from a third country pursuant to Article 14 of Regulation (EU) 2015/2283

Published on: Tue, 25 Sep 2018 00:00:00 +0200 Abstract Following a notification from Sorghum Zrt., submitted to the European Commission under Article 14 of Regulation (EU) 2015/2283 to place on the market syrup from Sorghum bicolor (L.) Moench as a traditional food from a third country (TF), and in line with Article 15(2) of that Regulation, EFSA was asked by the European Commission whether there are duly reasoned safety objections to the placing on the market of the TF within the European Union. The ap...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

12-9-2018

FDA takes new steps to address epidemic of youth e-cigarette use, including a historic action against more than 1,300 retailers and 5 major manufacturers for their roles perpetuating youth access

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FDA - U.S. Food and Drug Administration

29-8-2018

Risk to human and animal health related to the presence of 4,15‐diacetoxyscirpenol in food and feed

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Published on: Thu, 16 Aug 2018 00:00:00 +0200 4,15‐Diacetoxyscirpenol (DAS) is a mycotoxin primarily produced by Fusarium fungi and occurring predominantly in cereal grains. As requested by the European Commission, the EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) assessed the risk of DAS to human and animal health related to its presence in food and feed. Very limited information was available on toxicity and on toxicokinetics in experimental and farm animals. Due to the limitations in the avai...

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23-8-2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg vom 15.08.2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg vom 15.08.2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

15-11-2018

Flixabi (Samsung Bioepis NL B.V.)

Flixabi (Samsung Bioepis NL B.V.)

Flixabi (Active substance: infliximab) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)7549 of Thu, 15 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4020/T/30

Europe -DG Health and Food Safety

15-11-2018

alitretinoin

alitretinoin

alitretinoin (Active substance: alitretinoin) - Centralised - Art 28 - (PSUR - Commission Decision (2018)7675 of Thu, 15 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/90/201801

Europe -DG Health and Food Safety

8-11-2018

There's only 1 week until the 2018 Patient Engagement Advisory Committee meeting. Join the @US_FDA on Nov 15 to discuss patient-generated health data from sources like social media, activity trackers, and patient-driven registries.pic.twitter.com/WkDNnXqm

There's only 1 week until the 2018 Patient Engagement Advisory Committee meeting. Join the @US_FDA on Nov 15 to discuss patient-generated health data from sources like social media, activity trackers, and patient-driven registries.pic.twitter.com/WkDNnXqm

There's only 1 week until the 2018 Patient Engagement Advisory Committee meeting. Join the @US_FDA on Nov 15 to discuss patient-generated health data from sources like social media, activity trackers, and patient-driven registries. pic.twitter.com/WkDNnXqmbw

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-10-2018

Imraldi (Samsung Bioepis NL B.V.)

Imraldi (Samsung Bioepis NL B.V.)

Imraldi (Active substance: adalimumab) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)7344 of Wed, 31 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4279/T/15

Europe -DG Health and Food Safety

24-10-2018

Soliris 300 mg Konzentrat

Rote - Liste

22-10-2018

EU/3/16/1640 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/16/1640 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/16/1640 (Active substance: 2-methyl-1-[(4-[6-(trifluoromethyl)pyridin-2-yl]-6-{[2-(trifluoromethyl)pyridin-4-yl]amino}-1,3,5-triazin-2-yl)amino]propan-2-ol methanesulfonate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6989 of Mon, 22 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/253/15/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

22-10-2018

EU/3/15/1495 (Ultragenyx Netherlands B.V.)

EU/3/15/1495 (Ultragenyx Netherlands B.V.)

EU/3/15/1495 (Active substance: Triheptanoin) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6992 of Mon, 22 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/007/15/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

22-10-2018

EU/3/15/1532 (Sirius Regulatory Consulting EU Limited)

EU/3/15/1532 (Sirius Regulatory Consulting EU Limited)

EU/3/15/1532 (Active substance: Insulin human) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6985 of Mon, 22 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

17-10-2018

Interact with experts from CDER, CBER & CDRH to learn what’s important when conducting clinical trials & preparing submissions for FDA review.

Register for FDA #CDERSBIA Clinical Investigator Training Course – November 13-15 in Silver Spring, MD.  https:

Interact with experts from CDER, CBER & CDRH to learn what’s important when conducting clinical trials & preparing submissions for FDA review. Register for FDA #CDERSBIA Clinical Investigator Training Course – November 13-15 in Silver Spring, MD. https:

Interact with experts from CDER, CBER & CDRH to learn what’s important when conducting clinical trials & preparing submissions for FDA review. Register for FDA #CDERSBIA Clinical Investigator Training Course – November 13-15 in Silver Spring, MD. https://go.usa.gov/xPqku  pic.twitter.com/EYNZANlgr9

FDA - U.S. Food and Drug Administration

15-10-2018

Riximyo (Sandoz GmbH)

Riximyo (Sandoz GmbH)

Riximyo (Active substance: rituximab) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6811 of Mon, 15 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

11-10-2018

Rulid_Rulid 300 mg

Rote - Liste

4-10-2018

TYSABRI® 300 mg

Rote - Liste

1-10-2018

EU/3/16/1762 (Pharma Gateway AB)

EU/3/16/1762 (Pharma Gateway AB)

EU/3/16/1762 (Active substance: Synthetic 15-amino-acid macrocyclic peptide acylated with a polyethyleneglycol palmitoylated linker) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6399 of Mon, 01 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/107/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

1-10-2018

Neuroplant® 300 mg Novo

Rote - Liste

25-9-2018

Conducting clinical trials & preparing a submission for #FDA review?

Register for #CDERSBIA’s Clinical Investigator Training Course: November 13-15 to learn about FDA regulations, scientific principles for conducting clinical trials, & more!  https://go.

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Conducting clinical trials & preparing a submission for #FDA review? Register for #CDERSBIA’s Clinical Investigator Training Course: November 13-15 to learn about FDA regulations, scientific principles for conducting clinical trials, & more! https://go.usa.gov/xPqku . pic.twitter.com/Ktqq9Slx0y

FDA - U.S. Food and Drug Administration

24-9-2018

Tomorrow, September 25th at 9:15 AM, join the #FDA for a session at #MedTechCon about our #DigitalHealth Software Precertification #FDAPrecert Pilot Program...

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Tomorrow, September 25th at 9:15 AM, join the #FDA for a session at #MedTechCon about our #DigitalHealth Software Precertification #FDAPrecert Pilot Program...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

21-9-2018

GONAL-f 300 I.E./0,5 ml (Fertigpen)

Rote - Liste

6-9-2018

Valpro TAD® 300 mg/ml Lösung

Rote - Liste