Calciumboro-Kel

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Calciumboro-Kel Injektionslösung 279,24 mg/ml;40 mg/ml
  • Dosierung:
  • 279,24 mg/ml;40 mg/ml
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Calciumboro-Kel Injektionslösung 279,24 mg/ml;40 mg/ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Mineralien

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE-V265736
  • Letzte Änderung:
  • 17-04-2018

Packungsbeilage

Packungsbeilage – DE Version

CALCIUMBORO-kel

B. PACKUNGSBEILAGE

Packungsbeilage – DE Version

CALCIUMBORO-kel

GEBRAUCHSINFORMATION

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

KELA nv

Sint Lenaartseweg 48

2320 Hoogstraten, Belgien

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

CALCIUMBORO-kel

Injektionslösung.

3.

WIRKSTOFFE UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Wirkstoffe:

Calcii gluconas 279,24 mg – Magnesii chlordium 40 mg

Sonstige Bestandteile:

Acidum boricum – Methylis parahydroxybenzoas (E218) 1 mg – Aqua ad iniectabilia q.s. ad 1 ml

4.

ANWENDUNGSGEBIETE

Akute Hypokalzämie bei Kühen und Mutterschafen (Gebärparese, Kalbefieber).

Akute Hypomagnesiämie bei Rindern (Kopfkrankheit, Weidetetanie).

5.

GEGENANZEIGEN

Absolute Gegenanzeigen: Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße.

Relative Gegenanzeigen:

Hyperparathyreoidismus, Niereninsuffizienz, Azidose, Vergiftung mit Herzglykosiden.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Im Anschluss an eine Behandlung sind als Folge einer zeitweiligen Hyperkalzämie besonders

Nebenwirkungen des kardiovaskulären Systems festzustellen. Bei den meisten behandelten Tieren ist

anfänglich eine Bradykardie zu beobachten, die sich zu einer leichten Tachykardie mit kräftigem

Pulsschlag entwickelt.

Diese Symptome können sich in einigen Fällen zu einer ausgeprägten

Tachykardie entwickeln, mit unregelmäßigem Pulsschlag (Extrasystolen) und sogar Herzlähmungen

(Herzkammerflimmern, Herzblock), selbst mit tödlichem Ausgang. Bei zu schneller intravenöser

Verabreichung erhöht sich das Risiko schwerer Nebenwirkungen.

Andere, während oder nach der Behandlung zu beobachtende Nebenwirkungen sind: Muskeltremor,

erhöhter Speichelfluss, Tränenfluss, Zähneknirschen, häufiges Harnen oder Koten und Störungen des

zentralen Nervensystems, die von einer Depression (Anorexie, allgemeine Schwäche, Benommenheit)

bis zu einer erhöhten Reizbarkeit und Erregung reichen können.

Packungsbeilage – DE Version

CALCIUMBORO-kel

7.

ZIELTIERARTEN

Rind, Schaf

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Ausgewachsene Rinder (500-600 kg):

500 ml (entsp. 12,5 g Calcium + 2,4 g Magnesium)

oder die ganze Flasche infundieren.

Schaf:

1 ml pro kg Körpergewicht.

Bei einem Rezidiv nach der Therapie muss zwischen der ersten und zweiten Behandlung eine

Zeitspanne von mindestens 6 Stunden liegen.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Sehr langsam intravenös verabreichen, d. h. über einen Zeitraum von mindestens 5 Minuten.

Das Produkt ist nicht zur subkutanen Verabreichung geeignet.

10.

WARTEZEIT

Keine (0 Tage)

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Bei Temperaturen unter 25 °C aufbewahren. Nicht einfrieren.

Nach dem Öffnen unverzüglich verbrauchen.

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Das Produkt darf ausschließlich intravenös verabreicht werden!

Sofern möglich, ist die Lösung zuerst auf Körpertemperatur zu erwärmen.

Damit die Injektion so aseptisch wie möglich erfolgen kann, müssen geeignete Maßnahmen getroffen

werden.

Es wird empfohlen, das Infusionsgerät stets auf vorhandene Lufteinschlüsse zu kontrollieren.

Es wird außerdem empfohlen, den Herzschlag während der intravenösen Verabreichung regelmäßig zu

kontrollieren.

Bei einer zu schnellen intravenösen Injektion und/oder Überdosierung können die Symptome einer

Hyperkalzämie auftreten, die unter 6. „Nebenwirkungen“ beschrieben sind.

Ist ein plötzlicher Anstieg des Herzschlags oder ein ausgesprochen unregelmäßiger Herzschlag

festzustellen, muss die intravenöse Verabreichung sofort beendet werden. Die Behandlung kann evtl.

später fortgesetzt werden. Die Verabreichung muss in diesem Fall allmählich erfolgen, unter

regelmäßiger Kontrolle des Herzschlags. Mögliche Weiterbehandlung: Na-EDTA langsam intravenös

verabreichen.

Wechselwirkungen:

Ein erhöhter Calciumspiegel im Blut kann die therapeutische, aber auch die toxische Wirkung von

Herzglykosiden, Sympathomimetika und Methylxanthinen (u. a. Koffein) erhöhen. Calcium

antagonisiert die akute neuromuskulär blockierende Wirkung von Aminoglykosidantibiotika.

Andererseits kann Magnesium die neuromuskulär blockierende Wirkung einiger Arzneimittel (u. a.

muskelentspannende Mittel wie z. B. Succinylcholin) erhöhen. Calcium bildet zusammen mit

Tetracyclin-Antibiotika Komplexe und kann zu einer Inaktivität ihrer antimikrobiellen Aktivität

führen. CALCIUMBORO-kel nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln verabreichen.

Packungsbeilage – DE Version

CALCIUMBORO-kel

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstandene Abfälle sind gemäß

den örtlichen Bestimmungen zu entsorgen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Juni 2016

15.

WEITERE ANGABEN

Art der Abgabe: Verschreibungspflichtig.

Register-Nr. : BE-V265736