Calcitat - Injektionslösung für Tiere

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Calcitat - Injektionslösung für Tiere
  • Einheiten im Paket:
  • 500 ml undurchsichtige Kunststoffflasche aus PP mit Butylkautschukstopfen und Aluminiumbördelkappe, Laufzeit: 36 Monate,20 x 500
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Calcitat - Injektionslösung für Tiere
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 8-00020
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-06-1987
  • Letzte Änderung:
  • 12-06-2018

Packungsbeilage

1 von 4

PACKUNGSBESCHRIFTUNGEN FÜR ÖSTERREICH

GEBRAUCHSINFORMATION

Calcitat - Injektionslösung für Tiere

1.

NAME

UND

ANSCHRIFT

DES

ZULASSUNGSINHABERS

UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

OGRIS Pharma Vertriebs-Gesellschaft m.b.H., Hinderhoferstraße 3, A-4600 Wels

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

aniMedica GmbH Im Südfeld 9, D-48308 Senden-Bösensell

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Calcitat - Injektionslösung für Tiere

3.

ARZNEILICH WIRKSAME(R) BESTANDTEIL(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

100 ml enthalten:

Wirkstoffe:

Calciumgluconat 1 H

1,55 g

Calciumborogluconat

21,45 g

Calciumhydroxid

0,66 g

Magnesiumchlorid

3,25 g

2-Aminoethyl-dihydrogenphosphat

0,30 g

(entsprechend Ca

2,28 g bzw. 57 mmol und Mg

0,39 g bzw. 16 mmol)

Sonstige Bestandteile:

Methyl-4-hydroxybenzoat

0,10 g

4.

ANWENDUNGSGEBIETE

Rind, Schaf, Ziege: akute Calciummangelzustände, hypocalcämische Gebärparese (Milchfieber)

Mutterschwein: Geburtstetanie (Eklampsie)

Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund, Katze: zur Begleittherapie bei Allergien.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht

anwenden

schwerer

Niereninsuffizienz,

Hypercalcämie,

Hypermagnesiämie,

Hyperparathyreoidismus, Acidose, Kalzinose oder Herzglykosidintoxikation.

Nicht anwenden in Folge hochdosierter Verabreichung von Vit. D3-Präparaten.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der

sonstigen Bestandteile.

6.

NEBENWIRKUNGEN

2 von 4

Auch

therapeutischer

Dosierung

kann

durch

Calciumgehalt

einer

transienten

Hypercalcämie kommen, die sich wie folgt zeigt:

- initiale Bradykardie

- Unruhe, Muskelzittern, Salivation

- Erhöhung der Atemfrequenz

Ein Anstieg der Herzfrequenz nach einer initialen Bradykardie ist als Zeichen für eine beginnende

Überdosierung zu werten. In diesem Fall ist die Infusion abzubrechen.

Verzögerte

Nebenwirkungen

können

Form

Störungen

Allgemeinbefindens

Symptomen einer Hypercalcämie auch noch 6 – 10 Stunden nach der Infusion auftreten und dürfen

nicht als Rezidiv der Hypocalcämie fehldiagnostiziert werden.

An der Injektionsstelle kann es lokal zu Irritationen kommen.

Siehe auch Hinweise für den Fall der Überdosierung unter Abschnitt 12. „Besondere Warnhinweise“.

Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier/Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt ist, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund, Katze.

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur langsamen intravenösen, intramuskulären und subkutanen Anwendung.

Die Lösung ist langsam und körperwarm intravenös zu infundieren. Die Infusionsdauer soll beim Rind

mindestens 5 bis 10 Minuten betragen, beim Kleintier 15 bis 30 Minuten.

Bei der intramuskulären und subkutanen Verabreichung größerer Injektionsvolumina sind diese auf

mehrere Injektionsstellen zu verteilen

Rind:

Akute Calciummangelzustände,

hypocalcämische Gebärparese:

400 bis 440 ml/500 kg KGW

Zur Begleittherapie bei Allergien:

200 bis 300 ml/500 kg KGW

Entsprechend

228 bis 250,8 mmol Ca

64 bis 70,4 mmol Mg

500 kg KGW

Entsprechend

114 bis 171 mmol Ca

32 bis 48 mmol Mg

500 kg KGW

Kalb,

Schaf,

Ziege,

Schwein:

30 ml/50 kg KGW

Entsprechend

17,1 mmol Ca

4,8 mmol Mg

pro 50 kg KGW

Ferkel:

3 ml/ 5 kg KGW

Entsprechend

1,71 mmol Ca

0,48 mmol Mg

pro 5 kg KGW

Hund:

4 ml/10 kg KGW

Entsprechend

2,28 mmol Ca

0,64 mmol Mg

pro 10 kg KGW

Katze:

1 ml/ 2,5 kg KGW

Entsprechend

0,57 mmol Ca

0,16 mmol Mg

pro 2,5 kg KGW

3 von 4

Die Dosierungsangaben sind Richtwerte und immer dem bestehenden Defizit und dem jeweiligen

Kreislaufzustand anzupassen.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Eine

Behandlung

Regel

ausreichend;

Sonderfällen

eine

zweite

Infusion

erforderlich.

Eine

erste

Nachbehandlung

darf

frühestens

nach

Stunden

vorgenommen

werden.

Weitere

Nachbehandlungen nach 24 Stunden, wenn sichergestellt ist, dass das Anhalten der Symptome auf

einen weiterhin bestehenden hypocalcämischen Zustand zurückzuführen ist.

Für die Behandlung akuter Calciummangelzustände und der hypocalcämischen Gebärparese ist die

Lösung durch den Tierarzt intravenös bzw. fraktioniert intravenös und subkutan zu applizieren.

10.

WARTEZEIT

Rind, Schaf, Ziege:

essbare Gewebe

0 Tage

Milch

0 Tage

Schwein:

essbare Gewebe

0 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25° C lagern! Vor Licht schützen!

dürfen

Arzneimittel

nach

Etikett

Durchstechflasche

angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: 3 Tage

Nach der ersten Entnahme im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Die intravenöse Applikation muss langsam erfolgen.

Vorsicht bei digitalisierten Patienten. Während der Infusion sind Herz- und Kreislauf zu kontrollieren. Bei

Auftreten

Symptomen

einer

Überdosierung

(insbesondere

Herzrhythmusstörungen,

Unruhe,

Blutdruckabfall) ist die Infusion sofort abzubrechen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Bei versehentlicher Selbstinjektion oder Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die

Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation

Eine Anwendung während Trächtigkeit und Laktation ist möglich.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Calcium

steigert

Wirksamkeit

Herzglykosiden.

Durch

Calcium

werden

kardialen

Wirkungen von β-Adrenergika und Methylxanthinen verstärkt. Glucocorticoide erhöhen durch Vit. D-

Antagonismus die renale Ausscheidung von Calcium.

4 von 4

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich

Bei zu schneller intravenöser Infusion oder Überdosierung kann es zu einer Hypercalcämie und/oder

Hypermagnesiämie mit kardiotoxischen Erscheinungen wie Tachykardie nach initialer Bradykardie,

Herzrhythmusstörungen

schweren

Fällen

ventrikulärem

Herzflimmern

Herzstillstand,

kommen.

weitere

hypercalcämische

Symptome

sind

beachten:

motorische

Schwäche,

Muskelzittern,

gesteigerte

Erregbarkeit,

Unruhe,

Schweißausbrüche,

Polyurie,

Blutdruckabfall,

Depression sowie Koma.

Symptome einer Hypercalcämie können auch noch 10 Stunden nach der Applikation auftreten und

dürfen aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome nicht als Rezidiv der Hypocalcämie fehldiagnostiziert

werden.

Beim Auftreten von Symptomen einer Überdosierung ist die Behandlung sofort abzubrechen.

Als Gegenmaßnahme kann in Fällen einer Hypercalcämie die renale Calciumausscheidung durch Gabe

eines Schleifendiuretikums (z. B. Furosemid) in Verbindung mit einer lnfusion isotonischer NaCI-

Lösung erhöht werden.

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen

Tierarzneimitteln gemischt werden.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

15.

WEITERE ANGABEN

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Z. Nr.: 8-00020

Packungsgröße(n):

1 x 500 ml

sowie Bündelpackungen zu

20 x 500 ml

Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.