Brinerdin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Brinerdin - Dragees
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 36 Monate,50 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Brinerdin - Dragees
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Reserpin und Diuretika,

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 14187
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

Brinerdin – Dragees  

Reserpin/Clopamid/Dihydroergocristin 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme 

dieses Arzneimittels beginnen. 

-  Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals 

lesen. 

-  Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. 

-  Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte 

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome 

haben wie Sie. 

-  Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie 

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, 

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. 

Diese Packungsbeilage beinhaltet

1.  Was sind Brinerdin - Dragees und wofür werden sie angewendet? 

2.  Was müssen Sie vor der Einnahme von Brinerdin - Dragees beachten? 

3.  Wie sind Brinerdin - Dragees einzunehmen? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie sind Brinerdin - Dragees aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1.  WAS SIND BRINERDIN - DRAGEES UND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET? 

Brinerdin  ist  zur  Behandlung  des  erhöhten  Blutdruckes  jeden  Schweregrades  und  jeder 

Ursache geeignet. 

Der Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine häufige und ernstzunehmende Erkrankung. Obwohl 

sie  selbst  zunächst  oft  jahrelang  keine  Beschwerden  verursacht,  kann  sie  unbehandelt  zu 

schwerwiegenden  Folgeerkrankungen,  wie  Herzinfarkt,  Schlaganfall  und  Nierenversagen 

führen und somit die Lebenserwartung erheblich verkürzen. 

Eine  entsprechende  Behandlung  kann  jedoch  die  bedrohlichen Folgen des Bluthochdrucks 

entscheidend  vermindern.  Da  der  Bluthochdruck  sich  nicht  von  allein  bessert,  ist  meist  die 

langfristige  Einnahme  eines  Medikamentes  und  die  Befolgung  ärztlicher  Ratschläge  zur 

Lebensführung erforderlich. 

Oft  sind  zur  ausreichenden  Senkung  des  erhöhten  Blutdruckes  mehrere  Wirkstoffe 

erforderlich. Die in Brinerdin enthaltenen Substanzen unterstützen einander in ihrer Wirkung. 

Dadurch  kann  die  Blutdrucksenkung  mit  wesentlich  geringeren  Mengen  an  Wirkstoffen 

erzielt werden, was auch Schwere und Häufigkeit unerwünschter Wirkungen vermindert. 

Reserpin  bewirkt  eine  Blutdrucksenkung,  indem  es  zur  Reduktion  blutdruckerhöhender 

Substanzen im Körper führt. 

Clopamid  bewirkt  eine  Steigerung  der  Salzausscheidung  durch  die  Nieren,  die  auch  eine 

vermehrte  Ausscheidung  von  Wasser  bedingt.  Es  gehört  zur  chemischen  Gruppe  der 

Thiazide und ist ein Sulfonamid-Abkömmling. 

Dihydroergocristin  hemmt  die  Blutdruckerhöhung  durch  "Stress",  wie  z.B.  körperliche 

Anstrengungen oder Aufregung. 

Brinerdin senkt den Blutdruck in der Mehrzahl der Fälle in 4-7 Tagen. Die optimale Wirkung 

wird nach 1-4 Wochen erreicht. 

2.  WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON BRINERDIN - DRAGEES 

BEACHTEN? 

Brinerdin darf nicht eingenommen werden bei 

 Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile von Brinerdin. Wenn bei Ihnen 

schon einmal eine Arzneimittelüberempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Sulfonamiden (das 

sind Mittel, die z.B. bei Entzündungen eingenommen werden) festgestellt worden ist, 

sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen. 

 Brinerdin enthält Erdnussöl und darf nicht eingenommen werden, wenn Sie 

überempfindlich (allergisch) gegenüber Erdnüssen oder Soja sind. 

 stark herabgesetzter Leber- oder Nierenfunktion 

 stark vermindertem Blutkalium- oder stark erhöhtem Blutkalziumspiegel 

 Addison'scher Erkrankung (Unterfunktion der Nebennierenrinde) 

 Harnverhaltung 

 schwerer Blutgefäßverkalkung im Gehirnbereich 

 schweren  Erkrankungen  der  Herzkranzgefäße,  frischem  Herzinfarkt,  fortgeschrittener 

Arterienverkalkung 

 bestehenden  oder  vorangegangenen  Entzündungen  oder  Geschwüren  im  Magen-

Darmtrakt (Ulcus, Colitis, Gastroenteritis) 

 Neigung zu Depressionen oder depressiver Stimmungslage 

 Elektroschockbehandlung 

 in der Schwangerschaft und Stillzeit 

Besondere  Vorsicht  bei  der  Einnahme  von  Brinerdin  ist  in  folgenden  Fällen 

erforderlich: 

Bitte  melden  Sie  besondere  Reaktionen  und  Nebenwirkungen  sowie  den  Eintritt  einer 

Schwangerschaft unverzüglich Ihrem Arzt. 

Insbesondere bei Zuckerkrankheit, Gicht, Leber- und Nierenerkrankungen sind regelmäßige 

ärztliche  Untersuchungen  bzw.  Labortests  notwendig  (bei  stark  herabgesetzter 

Nierenfunktion darf Brinerdin nicht eingesetzt werden, siehe Abschnitt: "Brinerdin darf nicht 

eingenommen werden bei:") 

Während  der  Einnahme  von  Brinerdin  sollte  der  Serumkaliumspiegel  in  regelmäßigen 

Zeitabständen  kontrolliert  werden.  Dies  ist  insbesondere  bei  Vorliegen  von  Leber-  oder 

Nierenerkrankungen  und  während  der  Einnahme  bestimmter  Medikamente  (siehe  "Bei 

Einnahme von Brinerdin mit anderen Arzneimitteln") notwendig. Wenn Sie auf kaliumreiche 

Ernährung  (Dörrobst,  Gemüse,  Fruchtsäfte,  Fisch,  fettarmer  Käse)  achten,  kann  in  der 

Regel  auf  die  Zufuhr  von  zusätzlichem  Kalium  verzichtet  werden.  Wird  jedoch  eine 

zusätzliche  Kaliumeinnahme  notwendig,  so  soll  diese  nicht  zur  gleichen  Tageszeit  wie  die 

Einnahme von Brinerdin erfolgen. 

Bei Langzeitbehandlung sollte das Blutbild in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. 

Die  Dosierung  von  Medikamenten,  die  bei  Zuckerkrankheit  verwendet  werden,  muss 

eventuell neu eingestellt werden. 

Die  Dosierung  von  Brinerdin  muss  bei  gleichzeitiger  Anwendung  mit  Corticosteroiden  und 

anderen  entzündungshemmenden  Arzneimitteln  (nicht-steroidale  Antiphlogistika)  eventuell 

neu eingestellt werden. 

Beim  Auftreten  folgender  unerwünschter  Wirkungen  ist  ehestens  ärztliche  Beratung 

erforderlich: 

  starker Durst 

  Empfindungsstörungen, Kribbeln oder Kältegefühl in Fingern oder Zehen 

  Benommenheit,  depressive  Verstimmung,  allmählich  auftretende  Schlaflosigkeit,  Angst, 

Konzentrations- und Antriebsmangel 

  Hautausschlag, starke Müdigkeit, blaue Flecken nach geringfügigen Verletzungen 

1 Tablette enthält 92,32 mg Milchzucker (Lactosemonohydrat). Wenn Ihnen bekannt ist, 

dass Sie einzelne Zucker nicht vertragen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, 

bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen. 

Erdnussöl kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen. 

Die Anwendung von Brinerdin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. 

Bei Einnahme von Brinerdin mit anderen Arzneimitteln 

Bitte  informieren  Sie  Ihren  Arzt  oder  Apotheker,  wenn  Sie  andere  Arzneimittel 

einnehmen/anwenden  bzw.  vor  kurzem  eingenommen/angewendet  haben,  auch  wenn  es 

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. 

Brinerdin  kann  die  Ausscheidung  von  Lithium  verändern.  Wenn  Sie  Lithium  einnehmen, 

sollten  Sie  daher  Ihrem  Arzt  eine  gleichzeitige  Behandlung  mit  Brinerdin  bekanntgeben, 

damit der Lithiumspiegel überprüft und die Dosierung angepasst werden kann. 

Die  blutzuckersenkende  Wirkung  oraler  Antidiabetika  (Mittel,  welche  bei  Zuckerkrankheit 

eingenommen  werden)  wird  durch  Brinerdin  vermindert.  Bei  Zuckerkrankheit  sollten  Sie 

daher  mit  Ihrem  Arzt  sprechen,  damit  er  die  Dosierung  blutzuckersenkender  Medikamente 

bzw. die Diät überprüfen kann. 

Cholestyramin  (Mittel  zur  Senkung  des  Cholesterinspiegels)  kann  die  Aufnahme  von 

Clopamid  in  den  Körper  herabsetzen;  dieses  Mittel  sollte  daher  einige  Stunden  vor  oder 

nach der Einnahme von Brinerdin genommen werden. 

Die Wirkung von Medikamenten, die zur Hemmung der Blutgerinnung eingenommen werden 

(Cumarinderivate), kann vermindert werden. 

Bei Kaliummangel wird die Wirkung von Digitalisglykosiden (Herzmedikamente) verstärkt. 

Die  Reserpin-Komponente  kann  die  Wirkung  von Levodopa (Medikament, das z.B. bei der 

Parkinson'schen Erkrankung eingenommen wird) vermindern. 

Wenn  ein  MAO-Hemmer  (Medikament  gegen  Depressionen)  zusammen  mit  einem 

reserpinhältigen  Mittel  eingenommen  wird,  kann  es  zu  einer  Verstärkung  der  zentral 

dämpfenden Wirkung sowie zu einer mittelschweren bis schweren Erhöhung des Blutdrucks 

und zu hohem Fieber kommen. 

Brinerdin  und  andere  Mittel,  die  den  Blutdruck  senken  oder  im  Gehirn  wirken  (Alkohol, 

Psychopharmaka  wie  Beruhigungsmittel  oder  Schlafmittel,  Mittel  gegen  Heuschnupfen  und 

andere Allergien) verstärken sich gegenseitig in der Wirkung.  

Schwangerschaft und Stillzeit 

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. 

Die Einnahme von Brinerdin in der Schwangerschaft sollte vermieden werden. 

Stillende  Mütter  sollen  Brinerdin  nicht  einnehmen.  Ist  eine  Einnahme  von  Brinerdin 

notwendig, sollte abgestillt werden. 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 

  Achtung:  dieses  Arzneimittel  kann  die  Reaktionsfähigkeit  und  Verkehrstüchtigkeit 

beeinträchtigen. 

 Wie  bei  anderen  Mitteln,  die  zur  Behandlung  des  Bluthochdruckes  angewendet  werden, 

kann  die  Reaktionsfähigkeit  durch  Senkung  des  Blutdruckes  oder  durch  Müdigkeit 

beeinträchtigt werden. 

Dies  ist  insbesondere  am  Anfang  der  Behandlung  oder  bei  Wechseln  des  Medikamentes, 

bei  älteren  Menschen  oder bei der gleichzeitigen Einnahme von Alkohol oder Schlafmitteln 

zu  berücksichtigen.  Vorsicht  ist  geboten  bei  Tätigkeiten,  die  eine  erhöhte  Aufmerksamkeit 

erfordern, wie das Lenken eines Fahrzeuges oder das Bedienen von Maschinen. 

3.  WIE SIND BRINERDIN - DRAGEES EINZUNEHMEN? 

Nehmen Sie Brinerdin immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei 

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.  

Die Dragees werden mit etwas Flüssigkeit unzerkaut eingenommen. 

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, bitte folgende Dosierungsangaben beachten: 

Beginn der Behandlung mit Brinerdin 

Zunächst  1  Dragee  täglich.  Die  Blutdrucksenkung  durch  Brinerdin  erfolgt  langsam  und 

schonend. Sollte eine Dosiserhöhung notwendig sein, wird diese von Ihrem Arzt nach Ablauf 

von mindestens einer Woche vorgenommen. Bei schwerer Hypertonie können 2-3 Dragees 

täglich erforderlich sein. 

In einigen schweren Fällen kann Ihr Arzt die Behandlung mit 2 Dragees täglich beginnen. 

Dauerbehandlung 

1 Dragee täglich oder jeden zweiten Tag genügt in den meisten Fällen. 

Brinerdin  kann  erforderlichenfalls  gleichzeitig  mit  anderen  blutdrucksenkenden  Medikamenten 

genommen werden. 

Da keine ausreichenden Erfahrungen mit der Behandlung bei Kindern und Jugendlichen bis 

zu 18 Jahren vorliegen wird die Anwendung von Brinerdin bei Kindern und Jugendlichen 

nicht empfohlen. 

Wenn Sie eine größere Menge von Brinerdin eingenommen haben, als Sie sollten 

Wenn  Sie  versehentlich  mehr  Brinerdin-Dragees  eingenommen  haben  als  Sie  sollten, 

wenden  Sie  sich  bitte  an  Ihren  Arzt  oder  Apotheker  oder  an  die  Ambulanzstation  in einem 

Krankenhaus. 

Wenn Sie die Einnahme von Brinerdin vergessen haben 

Wenn  Sie  einmal  eine  Dosis  vergessen  haben,  nehmen  Sie  diese  sobald  Sie  sich  daran 

erinnern.  Wenn  jedoch  fast  die  Zeit  für  die  nächste  Dosis  erreicht  ist,  nehmen  Sie  einfach 

diese Dosis zur gewohnten Zeit. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um eine vergessene 

Dosis wettzumachen. 

Wenn Sie die Einnahme von  Brinerdin abbrechen 

Die Anwendungsdauer von Brinerdin wird von Ihrem Arzt festgelegt und Sie sollten daher die 

Behandlung mit Brinerdin nicht selbstständig abbrechen. 

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt 

oder Apotheker. 

4.  WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH? 

Wie  alle  Arzneimittel  kann  Brinerdin  Nebenwirkungen  haben,  die  aber  nicht  bei  jedem 

auftreten müssen. 

Magen-Darmstörungen  (Übelkeit,  Erbrechen,  krampfartige  Beschwerden,  Verstopfung, 

Durchfall),  Müdigkeit,  plötzlicher  Blutdruckabfall  beim  Aufstehen  mit  Schwindelgefühl  oder 

Schwarzwerden vor den Augen, Mundtrockenheit und Kopfschmerzen sind möglich. 

Muskelschwäche  bedingt  durch  eine  Senkung  des  Kaliumblutspiegels,  Schwindel, 

Verminderung  der  roten  und  weißen  Blutkörperchen  sowie  der  Blutplättchen  und  erhöhte 

Kalziumwerte im Blut können auftreten. 

Wegen  der  Reserpin-Komponente  kann  es  zu  einer  Verstärkung  der  Magensaftsekretion, 

Gefühl  der  verstopften  Nase,  depressionsartigen  Zuständen,  Mundtrockenheit  und  evtl. 

Erhöhung des Prolaktinspiegels (Hormonspiegel) kommen. 

Wegen  der  Clopamid-Komponente  kann  es  zu  einer  Erhöhung  des  Harnsäurespiegels 

kommen. 

Während  der  Einnahme  von  Brinerdin  kann  eine  bestehende  Neigung  zur  Zuckerkrankheit 

zutage treten oder eine bestehende Zuckerkrankheit verschlechtert werden. 

Überempfindlichkeit  auf  Sulfonamid-Derivate  ist  sehr  selten  und  kann  Hautblutungen 

(Purpura),  Nesselausschlag  (Urticaria)  oder  Überempfindlichkeitserscheinungen  bei 

(Sonnen-) Lichtbestrahlung (Photoallergie) verursachen. 

Informieren  Sie  bitte  Ihren  Arzt  oder  Apotheker,  wenn  eine  der  aufgeführten 

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht 

in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. 

5.  WIE SIND BRINERDIN - DRAGEES AUFZUBEWAHREN? 

Nicht über 25 °C lagern. 

Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren. 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem dem Umkarton angegebenen Verfalldatum 

nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. 

6.  WEITERE INFORMATIONEN 

Was Brinerdin – Dragees  enthalten 

-  Die Wirkstoffe in Brinerdin sind  Reserpin, Clopamid und Dihydroergocristin. Jedes Dragee 

enthält 0,1 mg Reserpin, 5,0 mg Clopamid und 0,5 mg Dihydroergocristin als Mesilat 

-  Die sonstigen Bestandteile sind 92,32 mg Lactosemonohydrat, 12,637 mg Saccharose, 

Stearinsäure, Polyvinylpyrrolidon, Talk, Maisstärke, Cetylalkohol, 0,032 mg Erdnussöl, 

Polyethylenglykol, Cellulose, Kieselsäure, Eisenoxid rot (E 172), Titandioxid (E171) 

Wie Brinerdin - Dragees aussehen und Inhalt der Packung 

Brinerdin – Dragees (Fleischfarbene, runde, bikonvexe überzogene Tabletten) sind in 

Packungen zu 20 und 50 Stück erhältlich.  

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. 

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller 

Novartis Pharma GmbH, Wien  

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im  August 2010 

Z.Nr. 14.187 

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: 

Überdosierung 

Symptome: 

Übelkeit,  Erbrechen,  Diarrhoe,  Hitzegefühl,  Kopfschmerzen,  Schwindel,  Durst, 

Hypokaliämie,  Muskelschwäche;  Hypotonie,  Bradykardie,  Herzarrhythmien,  Depression, 

Verwirrtheit und Koma können auftreten. 

Maßnahmen: 

Elimination  des  Medikamentes  durch  Magenspülung,  gefolgt  von  Gaben  von  Aktivkohle. 

Sofern  es  angezeigt  erscheint,  symptomatische  Behandlung  inklusive  Überwachung  des 

kardiovaskulären  Systems;  Ersatz  von  Flüssigkeitsverlust  und  Wiederherstellung  des 

Elektrolyt-Gleichgewichtes.  Bei  Vergiftung  vorsichtige  Gabe  von  Plasma  oder 

Sympathomimetika  wie  Noradrenalin.  Bei  ausgeprägter  Bradykardie  Gabe  von 

Parasympatholytika  wie  Atropin.  Der  Vergiftete  sollte  mindestens  72  Stunden  lang 

beobachtet werden.