Boostrix Polio - Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Boostrix Polio - Injektionssuspension in einer Fertigspritze
  • Einheiten im Paket:
  • 1 Stück mit Nadel, Laufzeit: 36 Monate,1 Stück ohne Nadel, Laufzeit: 36 Monate,10 Stück mit Nadel, Laufzeit: 36 Monate,10 Stück
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Boostrix Polio - Injektionssuspension in einer Fertigspritze
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Diphtherie-Pertussis-Po
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 2-00302
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-11-2004
  • Letzte Änderung:
  • 30-11-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Boostrix

®

Polio - Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Diphtherie-, Tetanus, Pertussis (azellulär) und inaktivierter Poliomyelitis - Impfstoff

(adsorbiert, verminderter Antigengehalt)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor der Impfstoff Ihnen

oder Ihrem Kind verabreicht wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieser Impfstoff wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben und darf daher

nicht an Dritte weitergegeben werden.

Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Boostrix Polio und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie oder Ihr Kind vor der Anwendung von Boostrix Polio beachten?

Wie ist Boostrix Polio anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Boostrix Polio aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Boostrix Polio und wofür wird es angewendet?

Boostrix Polio ist ein Impfstoff, der bei Kindern ab dem vollendeten 3. Lebensjahr und bei

Jugendlichen und Erwachsenen als Auffrischimpfung (Boosterimpfung) angewendet wird, um

folgende vier Krankheiten zu vermeiden: Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis

(Keuchhusten) und Poliomyelitis (Kinderlähmung). Der Impfstoff wirkt, indem er den Körper

eine eigene Schutzfunktion (Antikörper) gegen diese Erkrankungen aufbauen lässt.

Diphtherie: Diphtherie betrifft hauptsächlich die Atemwege und gelegentlich die Haut. Im

Allgemeinen kommt es zu einer Entzündung (Schwellung) der Atemwege, die starke

Beschwerden beim Atmen und in manchen Fällen auch Ersticken verursachen kann. Die

Bakterien setzen außerdem ein Toxin (Gift) frei, das zu Nervenschäden, Herzproblemen

und sogar zum Tod führen kann.

Tetanus (Wundstarrkrampf): Tetanusbakterien gelangen durch Schnittverletzungen,

Kratzer oder andere Wunden in den Körper. Besonders infektionsanfällige Wunden sind

Verbrennungen, Knochenbrüche, tiefe Wunden oder durch Erde, Staub, Pferdemist/Dung

oder Holzsplitter verunreinigte Wunden. Die Bakterien setzen ein Toxin (Gift) frei, das

Muskelsteifigkeit, schmerzhafte Muskelkrämpfe und Krampfanfälle bis hin zum Tod

verursachen kann. Die Muskelkrämpfe können so stark sein, dass sie Knochenbrüche

der Wirbelsäule verursachen können.

Pertussis (Keuchhusten): Pertussis ist eine hochinfektiöse Erkrankung. Die Krankheit

betrifft die Atemwege und verursacht dabei schwere Hustenanfälle, die das normale

Atmen beeinträchtigen können. Das Husten wird oft von einem „keuchenden” Geräusch

begleitet, daher auch die häufige Bezeichnung „Keuchhusten”. Der Husten kann 1 bis 2

Monate oder länger anhalten. Pertussis kann auch zu Ohrinfektionen, lang andauernder

Bronchitis, Lungenentzündung, Krampfanfällen und Hirnschäden bis hin zum Tod führen.

Poliomyelitis (Kinderlähmung): Bei der Poliomyelitis, die auch einfach als „Polio”

bezeichnet wird, handelt es sich um eine Virusinfektion mit unterschiedlichen

Erkrankungserscheinungen. Oft kommt es nur zu einer leichten Erkrankung, in manchen

Fällen führt sie aber zu bleibenden Schäden oder auch zum Tod. In ihrer schwersten

Verlaufsform verursacht die Poliomyelitis eine Muskellähmung, welche auch die Muskeln

betrifft, die zum Atmen oder Gehen benötigt werden. Es bleiben möglicherweise

schmerzhafte Veränderungen der befallenen Gliedmaßen zurück.

Keiner der in dem Impfstoff enthaltenen Bestandteile kann Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten

oder Kinderlähmung verursachen.

2.

Was sollten Sie oder Ihr Kind vor der Anwendung von Boostrix Polio beachten?

Boostrix Polio darf nicht angewendet werden,

wenn Sie/Ihr Kind schon einmal eine allergische Reaktion auf Boostrix Polio, auf einen

der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder auf

Neomycin oder Polymyxin gezeigt haben/hat. Eine allergische Reaktion kann sich

durch juckende Hautausschläge, Atemnot oder Anschwellen des Gesichts oder der

Zunge äußern.

wenn Sie/Ihr Kind früher bereits eine allergische Reaktion auf eine Impfung gegen

Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten) oder Poliomyelitis gezeigt haben/hat.

wenn bei Ihnen/Ihrem Kind innerhalb von sieben Tagen nach einer früheren Impfung

mit einem Impfstoff gegen Pertussis (Keuchhusten) Störungen des Nervensystems

(Enzephalopathie) aufgetreten sind.

wenn Sie/Ihr Kind eine vorübergehende Verminderung der Blutplättchen (wodurch sich

das Risiko für Blutungen oder Blutergüsse erhöht) oder Erkrankungen des Gehirns

oder der Nerven nach einer früheren Impfung mit einem Impfstoff gegen Diphtherie

und/oder Tetanus gezeigt haben/hat.

wenn Sie/Ihr Kind eine schwere Infektion mit Fieber (über 38 ºC) haben/hat. Eine

leichte Infektion dürfte zwar unproblematisch sein, Sie sollten aber zuerst mit dem Arzt

darüber sprechen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Boostrix Polio Ihnen oder Ihrem

Kind verabreicht wird.

wenn Sie/Ihr Kind nach einer früheren Impfung mit Boostrix Polio oder einem anderen

Impfstoff mit Pertussiskomponente irgendwelche Probleme hatten/hatte, insbesondere:

Temperaturerhöhung (≥ 40 ºC) innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung

Kollaps oder schockähnlicher Zustand innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung

anhaltendes Schreien über drei Stunden und länger innerhalb von 48 Stunden nach

der Impfung

Krämpfe oder Krampfanfälle mit oder ohne Temperaturerhöhung innerhalb von drei

Tagen nach der Impfung

wenn Sie/Ihr Kind an einer nicht diagnostizierten oder fortschreitenden Erkrankung des

Gehirns oder an nicht kontrollierter Epilepsie leiden/leidet. Sobald die Erkrankung unter

Kontrolle gebracht wurde, sollte der Impfstoff verabreicht werden.

wenn Sie/Ihr Kind an einer Blutgerinnungsstörung leiden/leidet oder leicht Blutergüsse

bekommen/bekommt.

wenn Sie/Ihr Kind zu Fieberkrämpfen neigen/neigt oder diese in der Familie

aufgetreten sind.

wenn Sie/Ihr Kind aus irgendwelchen Gründen (einschließlich einer HIV-Infektion) lang

andauernde Probleme mit dem Immunsystem haben/hat. Man kann Ihnen/Ihrem Kind

zwar Boostrix Polio verabreichen, jedoch kann der Schutz vor einer Infektion

möglicherweise nicht so gut sein wie bei Kindern oder Erwachsenen mit einem

unbeeinträchtigtem Immunsystem.

Nach oder sogar vor einer Nadelinjektion kann es (meist bei Jugendlichen) zu einer

Ohnmacht kommen. Informieren Sie daher den Arzt oder das medizinische Fachpersonal,

wenn Sie/Ihr Kind bei einer früheren Injektion schon einmal ohnmächtig geworden sind/ist.

Wie bei jedem Impfstoff kann es sein, dass nicht bei allen Geimpften eine schützende

Immunantwort aufgebaut wird.

Anwendung von Boostrix Polio zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel oder Impfstoffe

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel oder Impfstoffe angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel oder Impfstoffe anzuwenden.

Boostrix Polio kann gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden. Verschiede

Injektionsstellen sollten für jede Impfung gewählt werden.

Boostrix Polio wirkt möglicherweise nicht so gut, wenn Sie/Ihr Kind Arzneimittel

einnehmen/einnimmt, die die Fähigkeit des Immunsystems verschlechtern, Infektionen zu

bekämpfen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken und den Nutzen einer Verabreichung von

Boostrix Polio während der Schwangerschaft besprechen.

Es ist nicht bekannt, ob Boostrix Polio in die Muttermilch übergeht. Ihr Arzt wird mit Ihnen

über den möglichen Nutzen und das mögliche Risiko einer Verabreichung von Boostrix Polio

während der Stillzeit sprechen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor

Ihnen oder Ihrem Kind dieses Arzneimittel verabreicht wird.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Verabreichung von Boostrix Polio auf die

Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, auswirkt.

Boostrix Polio beinhaltet Neomycin und Polymyxin

Dieser Impfstoff enthält Neomycin und Polymyxin (Antibiotika). Informieren Sie bitte Ihren

Arzt, wenn Sie/Ihr Kind früher bereits eine allergische Reaktion gegenüber diesen

Bestandteilen gezeigt haben/hat.

3.

Wie ist Boostrix Polio anzuwenden?

Boostrix Polio wird als Injektion in den Muskel verabreicht.

Der Impfstoff darf nie in ein Blutgefäß (intravasal) verabreicht werden.

Sie/Ihr Kind erhalten/erhält eine einzige Boostrix Polio-Impfung.

Ihr Arzt wird feststellen, ob Sie/Ihr Kind vorhergehende Impfungen gegen Diphterie,

Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis (Keuchhusten) oder Polio erhalten haben/hat.

Boostrix Polio kann bei Ihnen/Ihrem Kind auch zur Vorbeugung gegen Tetanus

(Wundstarrkrampf) bei einer Verletzung geimpft werden, obwohl zusätzliche

Vorkehrungen, wie beispielsweise das sorgfältige Verbinden der Wunde und/oder die

Verabreichung von Tetanus-Antitoxin zur Verringerung des Risikos eines Ausbruchs

der Erkrankung getroffen werden.

Ihr Arzt wird Sie bezüglich einer Wiederholungsimpfung beraten.

Jede Verabreichung soll mittels beigefügter Selbstklebeetikette im Impfpass dokumentiert

werden.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann dieser Impfstoff Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wie bei allen Injektionsimpfstoffen können schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische

und anaphylaktoide Reaktionen) sehr selten (weniger als 1 Fall pro 10.000 verimpften

Dosen) auftreten. Anzeichen hierfür können sein:

Ausschlag, der jucken oder Blasen bilden kann

Schwellung der Augenpartie und des Gesichts

Erschwertes Atmen oder Schlucken

Plötzlicher Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust

Solche Reaktionen erscheinen gewöhnlich noch bevor Sie die Arztpraxis verlassen.

Kontaktieren Sie in jedem Fall unverzüglich einen Arzt, wenn Sie eines dieser

Anzeichen bemerken.

Nebenwirkungen, die in klinischen Studien bei Kindern von vier bis acht Jahren auftraten

Sehr häufig

(Nebenwirkungen, die bei mehr als 1 von 10 Impfstoffdosen auftreten

können):Schmerzen, Rötung und/oder Schwellung an der Injektionsstelle

Schläfrigkeit

Häufig (Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 10 Impfstoffdosen auftreten können):

Fieber von oder höher als 37,5 °C (einschließlich Fieber gleich oder höher 39 °C)

Bluten, Juckreiz und Verhärtung an der Injektionsstelle

Große Schwellung der Gliedmaße, in die injiziert wurde

Appetitverlust

Reizbarkeit

Kopfschmerzen

Gelegentlich (Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 100 Impfstoffdosen auftreten können):

Durchfall, Übelkeit, Erbrechen

Magenschmerzen

Geschwollene Lymphdrüsen in Nacken, Achselhöhlen oder Lenden

(Lymphadenopathie)

Schlafstörungen

Teilnahmslosigkeit

Trockener Hals

Müdigkeit

Coadministration mit Masern-, Mumps-, Röteln-Impfung (MMR) oder mit Masern-, Mumps-,

Röteln- und Varizella-Impfung (MMRV) bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren:

In Studien bei denen Boostrix Polio gleichzeitig mit MMR oder MMRV-Impfung verabreicht

wurde, wurden Hautausschläge und Erkrankungen der oberen Atemwege (einschließlich

Nasenrinnen und Rachenschmerzen sehr häufig berichtet. Fieber, Reizbarkeit, Müdigkeit,

Appettitverlust und gastrointestinale Störungen (einschließlich Diarrhö und Erbrechen)

wurden mit einer höheren Häufigkeit (sehr haufig) häufiger berichtet als in Studien bei denen

Boostrix Polio alleine verabreicht wurde.

Nebenwirkungen, die während klinischer Studien bei Erwachsenen, Jugendlichen und

Kindern ab einem Alter von zehn Jahren auftraten

Sehr häufig

(Nebenwirkungen, die bei mehr als 1 von 10 Impfstoffdosen auftreten

können):Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle

Müdigkeit

Kopfschmerzen

Häufig (Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 10 Impfstoffdosen auftreten können):

Fieber 37,5 °C oder höher

Blaue Flecken, Juckreiz, Verhärtung, Wärmegefühl oder Taubheit an der

Injektionsstelle

Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen

Gelegentlich (Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 100 Impfstoffdosen auftreten können):

Fieber höher als 39 °C

Große Schwellung der Gliedmaße, in die injiziert wurde

Kältegefühl

Schmerzen

Schwindel

Gelenks- und Muskelschmerzen

Juckreiz

Herpes im Mund

Geschwollene Lymphknoten in Hals, Achselhöhlen oder Lenden (Lymphadenopathie)

Verminderter Appetit

Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen (Parästhesie)

Schläfrigkeit

Asthma

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei der routinemäßigen Anwendung von Boostrix

Polio festgestellt und beziehen sich nicht auf eine spezielle Altersgruppe:

Kollaps oder vorübergehende Bewusstlosigkeit

Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Kehle, wodurch es zu

Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen kommen kann (Angioödem).

Krampfanfälle (mit oder ohne Fieber)

Nesselausschlag (Urtikaria)

Unübliche Schwäche (Asthenia)

Zusätzlich traten folgende Nebenwirkungen während klinischer Studien mit Boostrix

(GlaxoSmithKlines Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis) auf:

Nebenwirkungen bei Kindern von 4 bis 8 Jahren

Gelegentlich (Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 100 Impfstoffdosen auftreten können):

Aufmerksamkeitsstörungen

tränende Augen mit juckenden und verkrusteten Augenlidern (Bindehautentzündung)

Schmerzen

Nebenwirkungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren

Sehr häufig (Nebenwirkungen, die bei mehr als 1 von 10 Impfstoffdosen auftreten können):

allgemeines Unwohlsein

Häufig (Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 10 Impfstoffdosen auftreten können):

Häufig: harter Knoten oder Abszess an der Einstichstelle

Gelegentlich (Nebenwirkungen, die bei bis zu 1 von 100 Impfstoffdosen auftreten können):

Infektion der oberen Atemwege

Halsweh und Schluckbeschwerden (Pharyngitis)

Ohnmachtsanfälle (Synkope)

Husten

Durchfall

starkes Schwitzen (Hyperhydrose)

Hautrötung

Gelenks- und Muskelsteife

grippeähnliche Symptome wie entzündeter Hals, rinnende Nase, Husten und

Kältegefühl

Nach einer Impfung gegen Tetanus wurde sehr selten (in bis zu 1 pro 10.000 Impfdosen)

über eine vorübergehende Nervenentzündung berichtet. Diese verursacht Schmerzen,

Schwäche und Lähmungen der Extremitäten und breitet sich häufig bis zur Brust und zum

Gesicht aus (Guillain-Barré-Syndrom).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem

anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Boostrix Polio aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel außer Sicht und Erreichbarkeit für Kinder auf.

Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Umkarton und der Fertigspritze nach „Verwendbar

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des Monats.

Im Kühlschrank lagern (2 ºC bis 8 ºC).

Nicht einfrieren. Durch Gefrieren wird der Impfstoff zerstört.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie oder Ihr Kind es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Boostrix Polio enthält

Die Wirkstoffe sind:

Diphtherietoxoid

mindestens 2 Internationale Einheiten (I.E.) (2,5 Lf.)

Tetanustoxoid

mindestens 20 Internationale Einheiten (I.E.) (5 Lf.)

Antigene von Bordetella pertussis

Pertussistoxoid

8 Mikrogramm

Filamentöses Hämagglutinin

8 Mikrogramm

Pertactin

2,5 Mikrogramm

Inaktiviertes Poliomyelitisvirus

Typ 1 (Mahoney-Stamm)

40 D-Antigeneinheiten

Typ 2 (MEF-1 Stamm)

8 D-Antigeneinheiten

Typ 3 (Saukett- Stamm)

32 D-Antigeneinheiten

adsorbiert an wasserhaltiges Aluminiumhydroxid (Al(OH)

0,3 Milligramm Al

und Aluminiumphosphat (AlPO

0,2 Milligramm Al

vermehrt in VERO-Zellen

In diesem Impfstoff sind Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphat als Adjuvantien

enthalten. Adjuvantien sind Substanzen, die bestimmten Impfstoffen zugesetzt werden,

um die Schutzwirkung des Impfstoffes zu beschleunigen, zu verbessern und/oder zu

verlängern.

Die sonstigen Bestandteile sind: Medium 199 (als Stabilisator bestehend aus

Aminosäuren, Mineralsalzen und Vitaminen), Natriumchlorid, Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Boostrix Polio aussieht und Inhalt der Packung

Injektionssuspension in einer Fertigspritze.

Boostrix Polio ist eine weiße, leicht milchige Flüssigkeit, die in einer Fertigspritze (0,5 ml)

enthalten ist.

Boostrix Polio ist in der Packungsgröße 1 Stück (mit einer Nadel) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

GlaxoSmithKline Pharma GmbH, Wien.

Hersteller

GlaxoSmithKline Biologicals s. a., Rixensart, Belgien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Boostrix Polio: België/Belgique/Belgien, България, Česká republika, Danmark,

Deutschland, Eesti, Ελλάδα, España, Ísland, Latvija, Lietuva, Luxembourg/Luxemburg,

Magyarország, Nederland, Norge, Österreich, Polska, Portugal, Slovenija, Slovenská

republika, Suomi/Finland, Sverige

Boostrix Polio Lag: Slovenská republika

Boostrix Tetra: France

IPV-Boostrix: Ireland, Malta

Polio Boostrix: Italia

Boostrix-IPV: România, United Kingdom

Zulassungsnummer: 2-00302

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2016.

Weitere Informationsquellen:

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der AGES

Medizinmarktaufsicht verfügbar.

Die folgenden Informationen sind ausschließlich für medizinisches Fachpersonal

bestimmt:

Vor Gebrauch ist der Impfstoff gut zu schütteln, bis eine homogene trüb-weiße Suspension

entsteht. Der Impfstoff soll visuell auf etwaige Fremdpartikel und/oder Abweichungen im

Aussehen untersucht werden. Gegebenenfalls ist der Impfstoff zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu entsorgen.