Bondronat 6 mg/6 mL

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Bondronat 6 mg/6 mL Infusionslösungskonzentrat
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösungskonzentrat
  • Zusammensetzung:
  • Säure ibandronicum 6 mg, natrii ibandronas hydricus, natrii chloridum, Säure aceticum glaciale, natrii acetas trihydricus, Wasser ad iniectabilia q.s. die Lösung für 6 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Bondronat 6 mg/6 mL Infusionslösungskonzentrat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Behandlung von Knochenmetastasen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57424
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-10-2005
  • Letzte Änderung:
  • 16-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Bondronat® 50 mg Filmtabletten/2 mg/2 ml, 6 mg/6 ml Infusionslösungskonzentrat

Roche Pharma (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Acidum ibandronicum ut Natrii ibandronas hydricus.

Hilfsstoffe

Filmtabletten: Excipiens pro compresso obducto. Die Filmtabletten enthalten Laktose.

Infusionslösungskonzentrat: Natrii chloridum, Natrii acetas, Acidum acetas glaciale, Aqua ad

iniectabilia q.s. pro solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten

50 mg Ibandronsäure (entspricht 56,25 mg Ibandronsäure, Mononatriumsalz).

Infusionslösungskonzentrat

1 Durchstechflasche zu 2 ml enthält 2 mg Ibandronsäure (entspricht 2,25 mg Ibandronsäure,

Mononatriumsalz).

1 Durchstechflasche zu 6 ml enthält 6 mg Ibandronsäure (entspricht 6,75 mg Ibandronsäure,

Mononatriumsalz).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Infusionslösungskonzentrat 2 mg/2 ml

Behandlung von tumorinduzierter Hypercalcämie (mit oder ohne Metastasen).

Behandlung von Patientinnen mit Knochenmetastasen bei Mammakarzinom und mit schwerer

Niereninsuffizienz (Creatinin-Clearance <30 ml/min) (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Filmtabletten 50 mg/Infusionslösungskonzentrat 6 mg/6 ml

Behandlung von Patientinnen mit Knochenmetastasen bei Mammakarzinom.

Dosierung/Anwendung

Hypercalcämie

Übliche Dosierung

Vor der Behandlung mit Bondronat sollte bei Patienten ein angemessener Flüssigkeitsausgleich

(Rehydratation) mit 0,9%-iger Natriumchloridlösung vorgenommen werden. Die Dosierung richtet

sich nach dem Schweregrad der Hypercalcämie und nach der Art des Tumors. Im Allgemeinen

benötigen Patienten mit osteolytischen Knochenmetastasen geringere Dosen als Patienten mit

humoraler Hypercalcämie. Bei den meisten Patienten mit schwerer Hypercalcämie

(albuminkorrigierte Serumcalciumspiegel* ≥3 mmol/l oder ≥12 mg/dl) ist eine Einmaldosis von

4 mg ausreichend. Bei Patienten mit mässiggradiger Hypercalcämie (albuminkorrigierte

Serumcalciumspiegel <3 mmol/l oder <12 mg/dl) ist eine Dosis von 2 mg wirksam.

* Hinweis zur Berechnung albuminkorrigierter Serumcalciumspiegel:

Korrigierter Serumcalciumspiegel (mmol/l) = Serumcalcium (mmol/l) - [0,02 × Albumin (g/l)] + 0,8

oder

Korrigierter Serumcalciumspiegel (mg/dl) = Serumcalcium (mg/dl) + 0,8 × [4 - Albumin (g/dl)].

(Umrechnung des albuminkorrigierten Serumcalciumspiegelwertes von mmol/l in mg/dl: mmol/l -

Wert mit Faktor 4 multiplizieren.)

In den meisten Fällen kann ein erhöhter Serumcalciumspiegel durch eine einmalige Infusion von

Bondronat innerhalb von 7 Tagen in den Normbereich gesenkt werden. Die mittlere Dauer bis zum

Rezidiv (Wiederanstieg des albuminkorrigierten Serumcalciumspiegels über 3 mmol/l) betrug bei

einer Dosis von 2 mg bzw. 4 mg 18-19 Tage. Bei einer Dosis von 6 mg betrug die mediane Dauer bis

zum Rezidiv 26 Tage. Bei Wiederauftreten der Hypercalcämie bzw. bei nicht ausreichender Wirkung

kann die Behandlung wiederholt werden, wobei jedoch eine Gesamtdosis von 6 mg Bondronat pro

hypercalcämische Episode - bis zum Vorliegen weitergehender klinischer Erfahrung - nicht

überschritten werden darf.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Da keine klinischen Daten vorliegen, können keine Dosisempfehlungen für Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz gegeben werden. Bei diesen Patienten ist der potentielle Nutzen einer

Verabreichung von Bondronat gegen die potentiellen Risiken abzuwägen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Nierenfunktion nach Ermessen des

Arztes kontrolliert werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Anweisungen für Applikationsart

Bondronat Infusionslösungskonzentrat wird nach Verdünnung als intravenöse Infusion über 2

Stunden verabreicht.

Hierzu sollte der Inhalt der Durchstechflaschen mit 500 ml isotonischer Kochsalzlösung oder 500 ml

5%-iger Glucoselösung verdünnt werden.

Da die intraarterielle Anwendung von Präparaten, die nicht ausdrücklich zur intraarteriellen Therapie

empfohlen werden, zu Schäden führen kann, wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass die

intravenöse Infusion von Bondronat gewährleistet sein muss.

Knochenmetastasen bei Mammakarzinom

Orale Anwendung

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Filmtablette 50 mg täglich.

Bondronat 50 mg Filmtabletten sollen nach einer nächtlichen Nüchternperiode (von mindestens 6

Stunden) und vor der ersten Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme des Tages eingenommen werden.

Ebenso sollen vor der Einnahme der Bondronat 50 mg Filmtabletten andere Arzneimittel und

Ergänzungsstoffe (einschliesslich Calcium) vermieden werden. Nach Einnahme der Filmtabletten

sollte noch mindestens 30 Minuten nüchtern geblieben werden. Leitungswasser darf zu jeder Zeit

während der laufenden Behandlung mit Bondronat getrunken werden.

·Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit einem Glas Leitungswasser (180 bis 240 ml) im Stehen oder

im aufrechten Sitzen geschluckt werden.

·Um möglichen oropharyngealen Ulcerationen vorzubeugen, dürfen die Filmtabletten nicht gekaut

oder gelutscht werden.

·Bondronat Filmtabletten dürfen nur mit normalem Leitungswasser eingenommen werden, da einige

Mineralwasser hohe Konzentrationen von Calciumsalzen enthalten.

·Die Patientinnen dürfen sich nach der Einnahme während 60 Minuten nicht hinlegen.

Intravenöse Anwendung

Die empfohlene Dosis beträgt 6 mg intravenös alle 3–4 Wochen.

Bondronat Infusionslösungskonzentrat wird nach Verdünnung als intravenöse Infusion verabreicht.

Die Infusionsdauer beträgt mindestens 15 Minuten.

Hierzu sollte der Inhalt der Durchstechflaschen entweder mit 100 ml isotonischer Kochsalzlösung

oder mit 100 ml 5%-iger Glucoselösung verdünnt werden (siehe «Sonstige Hinweise»).

Bondronat darf nur intravenös verabreicht werden, da eine intraarterielle oder eine paravenöse

Applikation zu Gewebeschäden führen kann.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patientinnen mit Leberinsuffizienz

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patientinnen mit Niereninsuffizienz

Filmtabletten

Bei Patientinnen mit leichter Niereninsuffizienz (CLCr ≥50 und <80 ml/min) ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Bei Patientinnen mit mittelschwerer Niereninsuffizienz (CLCr ≥30 und

<50 ml/min) wird eine Anpassung der Dosierung auf eine Filmtablette zu 50 mg jeden zweiten Tag

empfohlen. Bei Patientinnen mit schwerer Niereninsuffizienz (CLCr <30 ml/min) beträgt die

empfohlene Dosis eine Filmtablette zu 50 mg einmal wöchentlich (siehe «Pharmakokinetik, Kinetik

spezieller Patientengruppen»).

Infusionslösungskonzentrat

Bei Patientinnen mit leichter Niereninsuffizienz (CLCr ≥50 und <80 ml/min) ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Bei Patientinnen mit mittelschwerer Niereninsuffizienz (CLCr ≥30 und

<50 ml/min) oder mit schwerer Niereninsuffizienz (CLCr <30 ml/min), die zur Prävention skelettaler

Ereignisse im Falle von Brustkrebs und Knochenmetastasen behandelt werden, sollten die

nachfolgenden Dosisempfehlungen befolgt werden.

Creatinin-Clearance

Dosierung/Infusionsdauer1 Infusionsvolumen2

(ml/min)

≥50, <80

6 mg/15 Minuten

100 ml

≥30,<50

4 mg/1 Stunde

500 ml

<30

2 mg/1 Stunde

500 ml

1 Verabreichung alle 3 bis 4 Wochen.

2 0.9% Kochsalzlösung oder 5% Glucoselösung.

Ältere Patientinnen

Bei älteren Patientinnen ist keine Dosisanpassung notwendig.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit ist bei Jugendlichen und Kindern unter 18 Jahren nicht untersucht

worden.

Kontraindikationen

·Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff (Ibandronsäure) oder einem der

Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

·Hypocalcämie.

·Bei Ösophagusanomalien, welche die Ösophagusentleerung verzögern, wie Strikturen oder

Achalasie darf nicht oral behandelt werden.

·Bei Unfähigkeit, während mindestens 60 Minuten zu stehen oder aufrecht zu sitzen darf nicht oral

behandelt werden.

·Während der Schwangerschaft und Stillzeit.

·Bei Kindern und Jugendlichen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber anderen Bisphosphonaten.

Bei Patienten, die mit intravenös verabreichter Ibandronsäure behandelt wurden, wurden Fälle von

anaphylaktischen Reaktionen/anaphylaktischem Schock, einschliesslich tödlich verlaufenden

Ereignissen, gemeldet.

Bei Verabreichung einer intravenösen Injektion von Bondronat sollten geeignete medizinische

Unterstützungs- und Überwachungsmassnahmen bereitstehen. Bei Auftreten von anaphylaktischen

oder anderen schweren Überempfindlichkeits-/allergischen Reaktionen ist die Injektion sofort

abzubrechen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

In randomisierten placebokontrollierten klinischen Studien bei Patientinnen mit Brustkrebs bedingten

metastatischen Knochenerkrankungen wurden unter Behandlung mit Bondronat keine Hinweise auf

eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion bei der Langzeittherapie beobachtet. Dennoch wird

aufgrund der klinischen Beurteilung der jeweiligen Patientin empfohlen, während der Behandlung

mit Bondronat die Nierenfunktion, Calcium-, Phosphat- und Magnesium-Serumspiegel zu

überwachen.

Vor Beginn der Behandlung mit Bondronat sollten eine Hypocalcämie und andere Störungen des

Mineralstoffwechsels wirksam behandelt werden. Bei allen Patientinnen ist eine ausreichende

Aufnahme von Calcium und Vitamin D wichtig. Bei unzureichender Zufuhr mit der Nahrung sollte

eine Calcium- und/oder Vitamin-D-Substitution stattfinden.

Oral verabreichte Bisphosphonate können lokale Reizungen der oberen Magenschleimhaut

verursachen. Wegen dieser möglichen Reizwirkungen und eines Potenzials für eine

Verschlechterung der zugrunde liegenden Erkrankung ist bei der Verabreichung von Bondronat an

Patientinnen mit aktiven Problemen im oberen Gastrointestinaltrakt (z.B. Barrett-Ösophagus,

Dysphagie, andere ösophageale Erkrankungen, Gastritis, Duodenitis oder Ulkus) Vorsicht geboten.

Im Zusammenhang mit oral verabreichten Bisphosphonaten sind Dysphagie, Ösophagitis und

Ösophagus- oder Magenulzerationen beobachtet worden. Diese waren in einigen Fällen schwer und

machten eine Hospitalisation erforderlich oder waren von ösophagealen Strikturen oder

Perforationen gefolgt, gingen aber selten mit Blutungen einher. Deshalb müssen die

Dosierungsanweisungen genau beachtet werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Der Arzt sollte während der oralen Therapie besonders auf Symptome achten, die auf eine mögliche

ösophageale Reaktion hindeuten. Die Patientinnen sollten angewiesen werden, Bondronat abzusetzen

und einen Arzt aufzusuchen, wenn sich Symptome einer Ösophagusreizung wie z.B. neue oder

zunehmende Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken, retrosternale Schmerzen oder

Sodbrennen entwickeln.

Da die Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) mit Magen-Darm-Reizungen

verbunden sein kann, ist bei gleichzeitiger oraler Verabreichung von Bondronat Vorsicht geboten.

Beim Flüssigkeitsausgleich (Rehydrierung) ist bei Patientinnen mit erhöhtem Risiko einer

Herzinsuffizienz wegen der Gefahr kardialer Dekompensation besondere Vorsicht geboten.

Es wurde nicht untersucht, ob Bondronat einen Einfluss auf Reaktionsvermögen, Urteilskraft und

kognitive Fähigkeiten hat.

Bei mit Bisphosphonaten behandelten Patienten wurde über Osteonekrose des Kiefers (Osteonecrosis

of the Jaw, ONJ) berichtet. Die meisten Fälle betrafen Krebspatienten, die sich zahnärztlichen

Eingriffen unterzogen, einige traten jedoch bei Patienten mit postmenopausaler Osteoporose und

anderen Diagnosen auf. Osteonekrosen des Kiefers stehen im Allgemeinen im Zusammenhang mit

Zahnextraktionen und/oder lokalen Infektionen (einschliesslich Osteomyelitis). Bekannte

Risikofaktoren für Osteonekrose des Kiefers umfassen Krebserkrankungen, Begleittherapien (z.B.

Chemotherapie einschliesslich Angiogenese-Inhibitoren, Radiotherapie, Kortikosteroide) und

Komorbiditäten (z.B. Anämie, Koagulopathie, Infektion, vorbestehende Zahnerkrankungen). Die

meisten gemeldeten Fälle betrafen Patienten, die intravenös mit Bisphosphonaten behandelt wurden,

doch einige kamen bei oral behandelten Patienten vor.

Bei Patienten, die während Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose des Kiefers (ONJ) entwickeln,

kann sich der Zustand durch Zahnchirurgie verschlimmern. Für Patienten, die zahnärztliche Eingriffe

benötigen, sind keine Daten verfügbar, die andeuten, ob das Absetzen der Bisphosphonat-

Behandlung das Risiko einer ONJ reduziert. Eine zahnärztliche Untersuchung mit geeigneten

Vorsorgemassnahmen sollte vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten bei Patienten mit

gleichzeitigen Risikofaktoren (z.B. Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide,

schlechte Mundhygiene) erwogen werden. Die klinische Beurteilung des behandelnden Arztes sollte

als Leitlinie des Behandlungsplans für den einzelnen Patienten dienen, unter individueller

Nutzen/Risiko-Abschätzung.

Bei Patienten unter Bisphosphonattherapie, einschliesslich Ibandronsäure, wurde auch über Fälle von

Osteonekrose an anderen orofazialen Stellen einschliesslich des äusseren Gehörgangs berichtet. Die

Risikofaktoren sind ähnlich wie bei ONJ. Zu den zusätzlichen Risikofaktoren können wiederholte

kleine Verletzungen gehören (z.B. gewohnheitsmässiger Gebrauch von Wattestäbchen). Die

Möglichkeit einer Osteonekrose des äusseren Gehörgangs sollte in Betracht gezogen werden bei

Patienten unter Bisphosphonat-Behandlung, die Ohrsymptome einschliesslich chronischer

Ohrenentzündungen aufweisen.

Atypische Femurfrakturen

Unter der Therapie mit Bisphosphonaten wurden atypische subtrochanterische und diaphysäre

Femurfrakturen berichtet, hauptsächlich bei Patienten, die über längere Zeit gegen Osteoporose

behandelt wurden. Diese transversalen Frakturen oder kurzen Schrägfrakturen können an jeder Stelle

entlang des Femurs von knapp unterhalb des Trochanter minor bis zu den Kondylen auftreten. Diese

Frakturen treten nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma auf und manche Patienten

verspüren bereits Wochen bis Monate vor der Ausbildung einer vollständigen Femurfraktur

Schmerzen im Oberschenkel oder im Bereich der Leiste, oftmals verbunden mit röntgenologischen

Merkmalen einer Stressfraktur. Die Frakturen treten häufig bilateral auf; daher sollte bei Patienten,

die mit Bisphosphonaten behandelt werden und eine Femurschaftfraktur erleiden, auch der

kontralaterale Femur untersucht werden. Auch wurde eine schlechte Heilung dieser Frakturen

berichtet. Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte bis zu einer Beurteilung

des Patienten auf der Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung ein Abbruch der

Therapie mit Bisphosphonaten erwogen werden.

Diese Frakturen wurden auch bei Patienten mit Osteoporose berichtet, die nicht mit Bisphosphonaten

behandelt wurden.

Die Bondronat Filmtabletten enthalten Laktose und sollten Patienten nicht verabreicht werden, die an

den seltenen erblichen Problemen einer Galaktoseintoleranz, des Lapp-Laktasemangels oder einer

Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden.

Interaktionen

Wechselwirkungen mit der Nahrung (orale Anwendung)

Produkte, die Calcium und andere mehrwertige Kationen enthalten (wie z.B. Aluminium,

Magnesium oder Eisen), einschliesslich Milch und andere Nahrungsmittel, können die Resorption

von Bondronat Filmtabletten beeinträchtigen. Deshalb darf eine Nahrungsaufnahme frühestens 30

Minuten nach oraler Einnahme von Bondronat erfolgen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Ibandronsäure mit Melphalan/Prednisolon an Patientinnen mit

multiplem Myelom wurden keine Wechselwirkungen beobachtet.

Interaktionsstudien bei Frauen in der Postmenopause haben gezeigt, dass kein

Wechselwirkungspotenzial mit Tamoxifen oder einer Hormonersatztherapie (Östrogen) besteht.

Die intravenöse Gabe von Ranitidin bewirkt eine Zunahme der Bioverfügbarkeit von Ibandronsäure

von etwa 20% (liegt innerhalb des Normalbereichs der Bioverfügbarkeit von Ibandronsäure). Es ist

keine Dosisanpassung erforderlich, wenn Bondronat zusammen mit H2-Antagonisten oder anderen

Arzneimitteln, die den pH-Wert des Magensafts erhöhen, verabreicht wird.

In klinischen Studien ist Bondronat gleichzeitig mit üblichen Krebsmedikamenten, Diuretika,

Antibiotika und Analgetika verabreicht worden, ohne dass klinisch manifeste Wechselwirkungen

aufgetreten wären.

Klinisch bedeutsame Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind unwahrscheinlich.

Ibandronsäure wird nur renal ausgeschieden und unterliegt keiner Biotransformation.

Vorsicht ist geboten, wenn Bisphosphonate zusammen mit Aminoglykosiden verabreicht werden, da

beide Substanzgruppen zu einer Senkung des Serumcalciumspiegels über längere Zeiträume führen

können. Auch auf eine möglicherweise gleichzeitig bestehende Hypomagnesiämie ist zu achten.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Bondronat darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es liegen keine

hinreichenden Daten für die Anwendung von Ibandronsäure bei Schwangeren vor. Studien an Ratten

haben eine geringfügige Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe «Präklinische Daten»). Das

potenzielle Risiko für den Foetus ist nicht bekannt (siehe «Kontraindikationen»).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Ibandronsäure beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird.

Studien an laktierenden Ratten haben gezeigt, dass nach intravenöser Verabreichung niedrige

Konzentrationen von Ibandronsäure in der Muttermilch zu finden sind. Bondronat darf während der

Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Folgende unerwünschte Wirkungen wurden beobachtet:

Organklasse

orale Anwendung

intravenöse

Anwendung

Infektionen

Infektion

häufig

Orale Candidiasis

selten

Blut- und Lymphsystem

Anämie

gelegentlich

selten

Lymphödem

selten

Immunsystem

Überempfindlichkeit

sehr selten

Bei Patienten, die mit Ibandronsäure behandelt wurden, wurden

Fälle von anaphylaktischen Reaktionen/anaphylaktischem

Schock, einschliesslich tödlich verlaufenden Ereignissen,

sehr selten

sehr selten

gemeldet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Es wurde über allergische Reaktionen, einschliesslich Asthma

Exazerbationen, berichtet.

sehr selten

sehr selten

Es wurden schwere unerwünschte Hautreaktionen, einschliesslich

Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme und bullöse

Dermatose, berichtet.

sehr selten

sehr selten

Endokrine Störungen

Parathormon erhöht

gelegentlich

häufig

Gewichtsverlust

selten

Anstieg der alkalischen Phosphatase

selten

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Hypocalcämie

häufig

häufig

Hypophosphatämie

selten

Psychiatrische Störungen

Angst

selten

Amnesie

selten

Nervensystem

Kopfschmerzen

häufig

Benommenheit

häufig

Dysgeusia

gelegentlich

häufig

Parästhesie

gelegentlich

Schlafstörungen

selten

Zirkumorale Parästhesie

selten

Hyperästhesie

selten

Läsion der Nervenwurzel

selten

Neuralgie

selten

Migräne

selten

Parosmie

selten

Augen

Katarakt

häufig

Uveitis, Iridoskleritis, Skleritis

sehr selten

sehr selten

Unter der Behandlung mit Bisphosphonaten einschliesslich

Ibandronsäure wurden entzündliche okulare Ereignisse wie zum

Beispiel Uveitis, Iridoskleritis und Skleritis gemeldet. In einigen

Fällen heilten diese Ereignisse nicht ab, bevor das Bisphosphonat

abgesetzt wurde.

Ohr und Innenohr

Taubheit

selten

Herz

Schenkelblock

häufig

Herzklopfen

selten

Myocardischämie

selten

Gefässe

Hypertonie

selten

Atmungsorgane

Lungenödem

selten

Stridor

selten

Bronchospasmen

sehr selten

Gastrointestinale Störungen

Diarrhöe

häufig

Dyspepsie

häufig

häufig

Nausea

häufig

Erbrechen

häufig

Bauchschmerzen

häufig

häufig

Pharyngitis

häufig

Oesophagitis

häufig

Zahnerkrankung

häufig

Mundtrockenheit

gelegentlich

Hämorrhagisches Duodenalulcus

gelegentlich

Gastritis

gelegentlich

Dysphagie

gelegentlich

selten

Gastroenteritis

selten

Stomatitis

selten

Leber und Galle

Erhöhte Gamma-GT

häufig

Cholelithiasis

selten

Haut

Bläschen

häufig

Ekchymose

häufig

Pruritus

gelegentlich

Cheilitis

selten

Rash

selten

Haarausfall

selten

Angioneurotisches Ödem

sehr selten

Muskelskelettsystem

Myalgie

häufig

Arthralgie

häufig

Knochenschmerzen

häufig

Rigor

gelegentlich

selten

Atypische subtrochanterische und diaphysäre Femurfrakturen

(Klasseneffekt der Bisphosphonate) wurden berichtet (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

selten

selten

Osteonekrose des Kiefers und anderer orofazialer Stellen,

einschliesslich des äusseren Gehörgangs (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»)

sehr selten

sehr selten

Nieren und Harnwege

Erhöhtes Kreatinin

häufig

Blasenentzündung

selten

Harnstauung

selten

Reproduktionssystem

Vaginitis

selten

Allgemeine Störungen

Fieber

sehr häufig

(11,1%)

Asthenie

häufig

häufig

Peripheres Ödem

häufig

Übermässiger Durst

häufig

«Flu-like» Syndrom

gelegentlich

häufig

Schüttelfrost

gelegentlich

Brustschmerzen

gelegentlich

Unwohlsein

gelegentlich

Schmerzen

gelegentlich

Schmerzen an der Injektionsstelle

selten

Hypothermie

selten

Die verminderte Calcium-Ausscheidung im Urin geht häufig mit einer nicht behandlungsbedürftigen

Abnahme des Serum-Phosphat-Spiegels einher. Der Serum-Calcium-Spiegel kann auf

hypocalcämische Werte abfallen (berichtet bei ca. 3% der Patienten in klinischen Studien).

Bei Bisphosphonaten wurden bronchospastische Reaktionen bei Patientinnen mit Acetylsalicylsäure-

sensitivem Asthma in Zusammenhang berichtet.

Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen über die Behandlung einer Überdosierung mit Bondronat

vor. Eine orale Überdosierung kann jedoch zu unerwünschten Wirkungen im oberen

Gastrointestinaltrakt führen, wie z.B. Magenverstimmung, Sodbrennen, Ösophagitis, Gastritis oder

Magenulkus. Bei Überdosierung sollten Milch oder Antazida gegeben werden, um Bondronat zu

binden. Aufgrund des Risikos einer Ösophagusreizung sollte kein Erbrechen ausgelöst werden und

die Patientin sollte eine völlig aufrechte Haltung beibehalten.

Standard Hämodialyseverfahren resultieren in einer signifikanten Clearance der Ibandronsäure.

In präklinischen Untersuchungen wurden nach Gabe hoher Dosen von Bondronat toxische

Schädigungen an Nieren und Leber beobachtet. Deshalb sollte bei Überdosierung die Nieren- und

Leberfunktion kontrolliert werden.

Tritt eine klinisch bedeutsame Hypocalcämie auf, kann sie durch Infusion von Calciumgluconat

behoben werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M05BA06

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Bondronat gehört zu der Stoffklasse der Bisphosphonatverbindungen, welche gezielt am Knochen

ansetzen. Ihre selektive Beeinflussung des Knochengewebes beruht auf der hohen Affinität

gegenüber dem mineralischen Knochenanteil. Bisphosphonate bewirken eine Hemmung der

Osteoklastenaktivität; der genaue Mechanismus ist noch nicht geklärt.

In vivo verhindert Ibandronsäure die experimentell erzeugte Knochenzerstörung, die durch den

Ausfall der Gonadenfunktion, durch Retinoide, Tumore oder Tumorextrakte verursacht wird. Bei

Ratten wurde die endogene Knochenresorption ebenfalls gehemmt, was im Vergleich zu

unbehandelten Tieren zu einer erhöhten Knochenmasse führte.

Dadurch wird ein übersteigerter Knochenabbau verhindert und erhöhte Calciumspiegel werden

normalisiert. Dosierungen, die wesentlich höher waren als die pharmakologisch wirksamen Dosen

zeigten keine Wirkung auf die Mineralisation des Knochens. In klinischen Studien konnte

nachgewiesen werden, dass der Hemmeffekt von Bondronat auf die tumorbedingte Osteolyse und

insbesondere auf die tumorbedingte Hypercalcämie durch eine Verminderung des Serumcalciums

und der Calciumausscheidung im Urin gekennzeichnet ist. Je nach Ausgangswerten des

Serumcalciums, Dosierung und Tumortyp, wurde ein Absinken des Serumcalciumspiegels in den

Normalbereich bei bis zu 100% der Patientinnen und Patienten erreicht.

Klinische Wirksamkeit

Behandlung der tumorinduzierten Hypercalcämie

Klinische Studien zur malignen Hypercalcämie zeigten, dass die hemmende Wirkung von

Ibandronsäure auf die tumorinduzierte Osteolyse und insbesondere auf die tumorinduzierte

Hypercalcämie durch eine Abnahme des Serumcalciums und der Calciumausscheidung im Urin

gekennzeichnet ist.

Serumcalciumwerten ≥3,0 mmol/l nach adäquater Rehydratation die folgenden mittleren

Responderraten mit den zugehörigen Konfidenzintervallen (KI) erhalten:

Dosis

2 mg

4 mg

6 mg

Ansprechrate

(obere - untere Grenze des 90% KI)

(44-63)

(62-86)

(64-88)

Bei diesen Patienten und Dosen betrug die mediane Dauer bis zum Erreichen normocalcämischer

Werte 4 bis 7 Tage. Die mediane Dauer bis zum Rezidiv (Wiederanstieg Albumin-korrigierter

Serumcalciumwerte über 3,0 mmol/l) betrug 18 bis 26 Tage.

Behandlung von Knochenmetastasen bei Mammakarzinom

Die Behandlung von Knochenmetastasen eines Mammakarzinoms mit 50 mg Filmtabletten von

Bondronat ist in zwei randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studien mit einer Dauer von

96 Wochen beurteilt worden. Patientinnen mit einem Mammakarzinom und radiologisch bestätigten

Knochenmetastasen wurden entweder einer Gruppe mit Placebo (277 Patientinnen) oder der Gruppe

mit 50 mg Bondronat (287 Patientinnen) randomisiert zugeteilt. Ein kombinierter primärer Endpunkt,

die skelettale Morbiditätsrate pro Zeiteinheit (skeletal morbidity period rate, SMPR), basierte auf der

Bestrahlung von Knochengewebe, der operativen Behandlung von Frakturen sowie der Inzidenz

vertebraler und nicht-vertebraler Frakturen. Gepoolte Daten aus diesen Studien haben bezüglich

Verringerung der SMPR einen signifikanten Vorteil von Bondronat gegenüber Placebo aufgezeigt.

Zudem wurde bei den mit Bondronat behandelten Patientinnen gegenüber denjenigen der Placebo-

Gruppe eine Verminderung des Risikos skelettaler Ereignisse (skeletal-related event, SRE)

festgestellt. Die Ergebnisse dieser Studien sind unten zusammengefasst. Ausserdem wurde die

intravenöse Verabreichung von 6 mg Bondronat in einer randomisierten, placebokontrollierten

Phase-III-Studie von 96 Wochen Dauer mit den gleichen Endpunkten beurteilt. Patientinnen mit

einem Mammakarzinom und radiologisch bestätigten Knochenmetastasen wurden entweder einer

Gruppe mit Placebo (158 Patientinnen) oder der Gruppe mit 6 mg Bondronat (154 Patientinnen)

randomisiert zugeteilt. Die Resultate sind in der unten stehenden Tabelle zusammengefasst:

Behandlung

SMPR pro Patientin

SREs

Verringerung der

Morbiditätsrate gegenüber

Placebo

p-Wert

Risikoverminderung

gegenüber Placebo (%)

p-Wert

Filmtabletten

(50 mg täglich)

0,16

0,041

0,003

Intravenöse

Infusion

(6 mg alle 3 bis 4

Wochen

0,29

0,004

0,003

Zu den sekundären Endpunkten gehörten die Messung der Knochenschmerzen, der Lebensqualität

sowie die Bestimmung der Knochenresorptionsmarker im Urin. Unter Bondronat verbesserten sich

diese Messwerte gegenüber Placebo.

In einer Studie mit 130 Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs wurde die Sicherheit von

Bondronat bei einer Infusionsdauer von einer Stunde mit derjenigen bei einer Infusionsdauer von 15

Minuten verglichen. In Bezug auf die Nierenfunktion wurden keine Unterschiede festgestellt. Das

Nebenwirkungsprofil von Bondronat stimmte bei einer Infusionsdauer von 15 Minuten mit dem

bekannten Sicherheitsprofil bei längeren Infusionszeiten überein; im Zusammenhang mit der

Infusionsdauer von 15 Minuten sind keine neuen unerwünschten Wirkungen beobachtet worden.

Die Infusionsdauer von 15 Minuten ist bei Krebspatientinnen mit einer Creatinin-Clearance von

<50 ml/min nicht untersucht worden.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach oraler Verabreichung wird Ibandronsäure rasch im oberen Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die

maximalen Plasmakonzentrationen wurden im Nüchternzustand innerhalb von 0,5 bis 2 Stunden

(Median: 1 Stunde) erreicht, die absolute Bioverfügbarkeit betrug etwa 0,6%. Das Ausmass der

Resorption ist eingeschränkt, wenn Ibandronsäure zusammen mit Nahrung oder Getränken (ausser

Leitungswasser) eingenommen wird.

Die Bioverfügbarkeit ist um etwa 90% verringert, wenn Ibandronsäure nicht nüchtern, sondern mit

einem Standardfrühstück eingenommen wird. Wird Ibandronsäure 30 Minuten vor einer Mahlzeit

eingenommen, kommt es zu einer Abnahme der Bioverfügbarkeit um etwa 50%. Wird Ibandronsäure

60 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen, sinkt die Bioverfügbarkeit nicht relevant.

Die Plasmakonzentration von Ibandronsäure nimmt nach oraler Verabreichung von bis zu 100 mg

bzw. nach intravenöser Verabreichung von bis zu 6 mg proportional zur Dosis zu.

Die Bioverfügbarkeit fiel um etwa 75% geringer aus, wenn Bondronat in Tablettenform 2 Stunden

nach einer Standardmahlzeit verabreicht wurde. Es wird daher empfohlen, die Filmtabletten nach

dem Fasten über Nacht einzunehmen; mit der Nahrungsaufnahme sollte während mindestens 30

Minuten nach der Einnahme der Dosis zugewartet werden.

Distribution

Beim Menschen beträgt das terminale Verteilungsvolumen offenbar mindestens 90 l. Nach

erstmaliger systemischer Exposition bindet Ibandronsäure rasch an das Knochengewebe. Die Menge,

die das Knochengewebe erreicht, wird auf 40-50% der zirkulierenden Dosis geschätzt. Die

Proteinbindung im Humanplasma beträgt bei therapeutischen Konzentrationen etwa 87%, so dass

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln durch Verdrängung unwahrscheinlich sind.

Metabolismus

Es gibt keine Hinweise dafür, dass Ibandronsäure beim Menschen oder bei Tieren einem

Metabolismus unterliegt.

Elimination

Der systemisch verfügbare Anteil von Ibandronsäure, der nicht vom Knochengewebe absorbiert

wird, wird unverändert über die Nieren ausgeschieden. Nach oraler Verabreichung wird der nicht

resorbierte Anteil von Ibandronsäure unverändert im Stuhl ausgeschieden.

Die terminale Halbwertzeit liegt im Bereich von 10-60 Stunden. Die anfänglichen Plasmaspiegel

fallen rasch und erreichen 10% der maximalen Werte innerhalb von 3 bzw. 8 Stunden nach

intravenöser respektive oraler Gabe.

Bei Patientinnen mit metastatischer Knochenerkrankung war nach 48 Wochen Behandlung mit

Ibandronsäure, einmal alle 4 Wochen intravenös gegeben, keine systemische Akkumulation zu

beobachten.

Die Gesamt-Clearance von Ibandronsäure ist mit durchschnittlichen Werten im Bereich von 84-

160 ml/min gering. Die renale Clearance (etwa 60 ml/min bei gesunden Frauen in der

Postmenopause) macht 50-60% der Gesamt-Clearance aus und korreliert mit der Creatinin-

Clearance. Es wird angenommen, dass der Unterschied zwischen der offensichtlichen Gesamt-

Clearance und der renalen Clearance auf den Anteil zurückzuführen ist, der vom Knochengewebe

aufgenommen wird.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patientinnen mit leichter Niereninsuffizienz (Creatinin-Clearance CLcr >50-<80 ml/min) bzw.

bei Patientinnen mit mässig gradiger Niereninsuffizienz (CLcr >30-<50 ml/min), die eine

Einzeldosis von 6 mg intravenös (Infusionsdauer von 15 Minuten) erhielten, ist die AUC im

Vergleich zu gesunden Probanden um 14% bzw. um 86% erhöht.

Patientinnen mit schwerer Niereninsuffizienz (CLcr ≤30 ml/min) wiesen 2–3 Mal höhere

Plasmakonzentrationen auf als Patientinnen mit normaler Nierenfunktion (CLcr >90 ml/min) (s.

«Dosierung/Anwendung, Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Patientinnen mit Leberinsuffizienz

Für Patientinnen mit eingeschränkter Leberfunktion liegen keine pharmakokinetischen Daten zu

Ibandronsäure vor. Die Leber spielt keine signifikante Rolle bei der Clearance von Ibandronsäure, da

diese nicht metabolisiert, sondern durch einerseits intakt über die Niere ausgeschieden wird und

andererseits in den Knochen aufgenommen wird. Deshalb ist eine Dosisanpassung bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion nicht erforderlich.

Ältere Patientinnen

Es sollte berücksichtigt werden, dass die Nierenfunktion mit dem Alter abnimmt.

Pädiatrie

Es liegen keine Daten über die Anwendung von Bondronat bei Patientinnen unter 18 Jahren vor.

Geschlecht/Rasse

Es gibt bisher keinen Hinweis, dass Geschlecht, oder ethnische Zugehörigkeit die

pharmakokinetischen Parameter beeinflussen.

Präklinische Daten

Wie bei anderen Bisphosphonaten wurde die Niere als primäres Zielorgan der systemischen Toxizität

ermittelt. Bei Tieren wurden toxische Wirkungen in Dosen beobachtet, die über der Maximaldosis

beim Menschen liegen.

Mutagenität/Karzinogenität

Es wurden keine Anzeichen für ein karzinogenes oder genotoxisches Potenzial beobachtet.

Reproduktionstoxizität

Bei oral mit Ibandronsäure behandelten Ratten und Kaninchen wurden keine Anzeichen für eine

unmittelbare toxische oder teratogene Wirkung auf den Foetus beobachtet, und bei Ratten zeigten

sich in einer extrapolierten Dosis, die weit über der beim Menschen zu erwartenden Exposition liegt,

keine unerwünschten Wirkungen auf die Entwicklung der F1-Nachkommen. In

Reproduktionsstudien an Ratten wurden die für die Wirkstoffklasse der Bisphosphonate zu

erwartenden unerwünschten Wirkungen festgestellt. Hierzu gehören eine geringere Anzahl an

Einnistungsstellen für die befruchteten Eizellen in der Gebärmutterschleimhaut, eine

Beeinträchtigung des natürlichen Geburtsverlaufs (Dystokie) und eine Zunahme viszeraler

Veränderungen (Nierenbecken-Harnleiter-Syndrom).

In Fertilitätsstudien beeinträchtigte Ibandronsäure in einer Dosis von 1,2 mg/kg/Tag i.v. die Fertilität

von Rattenweibchen. Bei Verabreichung einer Dosis von 1,0 bis 16 mg/kg/Tag p.o. und

1,2 mg/kg/Tag i.v. nahm die Zahl der Nidationsstellen ab.

Teratogenität

Bei intravenös oder oral mit Ibandronsäure behandelten Ratten und Kaninchen wurden keine

Anzeichen einer direkten fetalen Toxizität oder teratogener Effekte beobachtet.

Andere

Die unerwünschten Wirkungen von Ibandronsäure in Studien zur Reproduktionstoxizität bei Ratten

entsprachen den Effekten, die man für diese Substanzklasse (Bisphosphonate) erwarten würde. Dazu

gehören eine verringerte Anzahl der Nidationsstellen, eine Beeinträchtigung der natürlichen Geburt

(Dystokie), eine Zunahme viszeraler Abweichungen (Nierenbecken-Harnleitersyndrom) sowie

Zahnanomalien bei der ersten Filialgeneration (F1) von Ratten.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Um mögliche Unverträglichkeiten auszuschliessen, sollte Bondronat Infusionslösungskonzentrat nur

mit isotonischer Kochsalzlösung oder mit 5%-iger Glucoselösung verdünnt werden. Bondronat darf

nicht mit Calcium-haltigen Lösungen gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Infusionslösungskonzentrat

Die verdünnten Infusionszubereitungen sind nicht konserviert. Die chemische und physikalische

Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde bei 2-8 °C für 24 Stunden gezeigt. Aus

mikrobiologischen Gründen ist die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar nach der Verdünnung

zu verwenden.

Besondere Lagerungshinweise

Filmtabletten

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um die Filmtabletten vor

Feuchtigkeit zu schützen.

Infusionslösungskonzentrat

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.

Das Infusionslösungskonzentrat ist zur einmaligen Anwendung bestimmt, nicht verwendete Reste

sind zu verwerfen.

Hinweis zur Handhabung

Die Freisetzung pharmazeutischer Präparate in die Umwelt ist auf ein Minimum zu reduzieren. Das

Arzneimittel sollte nicht ins Abwasser entsorgt werden und die Entsorgung im Haushaltsabfall ist zu

vermeiden. Wählen Sie möglichst die anerkannten Sammelstellen Ihres Ortes.

Zulassungsnummer

53626, 56360, 57424 (Swissmedic).

Packungen

Bondronat 50 mg: 28 Filmtabletten [B]

Bondronat 2 mg/2 ml: 1 Durchstechflasche [B]

Bondronat 6 mg/6 ml: 1 Durchstechflasche [B]

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.

Stand der Information

Mai 2016.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

14-8-2018

Genius Premium Craft Boxes recalls Do-It-Yourself Slime Kits

Genius Premium Craft Boxes recalls Do-It-Yourself Slime Kits

Health Canada’s sampling and evaluation program has determined the Do-It-Yourself Slime Kits do not meet the Canadian toy safety requirements related to boric acid content.

Health Canada

10-8-2018

FDA approves first-of-its kind targeted RNA-based therapy to treat a rare disease

FDA approves first-of-its kind targeted RNA-based therapy to treat a rare disease

FDA approves new drug for treatment of polyneuropathy caused by hereditary transthyretin-mediated amyloidosis (hATTR). This is the first FDA-approved treatment for this rare, debilitating and often fatal genetic disease and the first FDA approval of a new class of drugs called small interfering ribonucleic acid (siRNA) treatment.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

3-8-2018

Scientific guideline:  Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Scientific guideline: Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

9-1-2018

Adding Folic Acid to Corn Masa Flour May Prevent Birth Defects

Adding Folic Acid to Corn Masa Flour May Prevent Birth Defects

When consumed by women before and during pregnancy, folic acid, a B vitamin, may help prevent neural tube defects (NTDs).

FDA - U.S. Food and Drug Administration

3-8-2012

Danish Pharmacovigilance Update, 21 June 2012

Danish Pharmacovigilance Update, 21 June 2012

Among the topics covered in this issue of Danish Pharmacovigilance Update are: Decrease in the number of intoxications and suicide attempts using drugs containing acetylsalicylic acid or paracetamol.

Danish Medicines Agency

14-6-2010

Changes in reimbursements for anti-ulcer medicines

Changes in reimbursements for anti-ulcer medicines

The Reimbursement Committee and the Danish Medicines Agency have reviewed medicinal products for the treatment of heartburns, sour eructations and ulcers ('acid-related disorders') in order to assess whether they meet the criteria for public reimbursement.

Danish Medicines Agency

9-4-2010

Consultation responses on the Reimbursement Committee’s recommendation concerning the reimbursement status of medicinal products in ATC group A02 (drugs for acid related disorders)

Consultation responses on the Reimbursement Committee’s recommendation concerning the reimbursement status of medicinal products in ATC group A02 (drugs for acid related disorders)

The Reimbursement Committee’s recommendation concerning the future reimbursement status of medicinal products in ATC group A02 (drugs for acid related disorders) was open for consultation until 15 March 2010.

Danish Medicines Agency

17-12-2009

Consultation on the Reimbursement Committee's recommendation concerning the reimbursement status of medicinal products in ATC group A02 (drugs for acid related disorders)

Consultation on the Reimbursement Committee's recommendation concerning the reimbursement status of medicinal products in ATC group A02 (drugs for acid related disorders)

At the request of the Danish Medicines Agency, the Reimbursement Committee has reassessed the reimbursement status of medicinal products in ATC group A02 (drugs for acid related disorders).

Danish Medicines Agency

6-8-2018

Zoledronic acid Accord (Accord Healthcare Limited)

Zoledronic acid Accord (Accord Healthcare Limited)

Zoledronic acid Accord (Active substance: zoledronic acid) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5386 of Mon, 06 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

1-8-2018

Ucedane (Lucane Pharma)

Ucedane (Lucane Pharma)

Ucedane (Active substance: carglumic acid) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5230 of Wed, 01 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

EU/3/17/1932 (Millendo Therapeutics SAS)

EU/3/17/1932 (Millendo Therapeutics SAS)

EU/3/17/1932 (Active substance: Synthetic cyclic 8 amino acid analogue of human unacylated ghrelin) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5049 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/066/17/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

11-7-2018

Vantavo (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Vantavo (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Vantavo (Active substance: alendronic acid / colecalciferol) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4511 of Wed, 11 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1180/T/30

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Granupas (Eurocept International B.V.)

Granupas (Eurocept International B.V.)

Granupas (Active substance: Para-aminosalicylic acid) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4256 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2709/T/25

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

EU/3/11/849 (Merck Sharp and Dohme B.V.)

EU/3/11/849 (Merck Sharp and Dohme B.V.)

EU/3/11/849 (Active substance: (S)-{8-fluoro-2-2[4-(3-methoxyphenyl)-1-piperazinyl]-3-[2-methoxy-5-(trifluoromethyl)-phenyl]-3,4-dihydro-4-quinazolinyl} acetic acid) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)4102 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/090/10/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

19-6-2018

Dany's BienenWohl (Dany Bienenwohl GmbH)

Dany's BienenWohl (Dany Bienenwohl GmbH)

Dany's BienenWohl (Active substance: oxalic acid dihydrate) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3892 of Tue, 19 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/4667

Europe -DG Health and Food Safety

4-6-2018

Chenodeoxycholic acid Leadiant (Leadiant GmbH)

Chenodeoxycholic acid Leadiant (Leadiant GmbH)

Chenodeoxycholic acid Leadiant (Active substance: chenodeoxycholic acid) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3627 of Mon, 04 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

1-6-2018

Valproate

Valproate

Valproate (Active substance: medicinal products containing substances related to valproate (sodium valproate, valproic acid, valproate semisodium, valpromide, valproate magnesium)) - Community Referrals - Art 31 - Commission Decision (2018)3623 of Fri, 01 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/A-31/1454

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/14/1400 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/14/1400 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/14/1400 (Active substance: (1S,4R,5R,7S)-3,4-dibenzyl-2-oxo-6,8-dioxa-3-azabyciclo[3.2.1]octane-7-carboxylic acid-L-lysine) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3402 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/185/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/10/826 (Eurocept International B.V.)

EU/3/10/826 (Eurocept International B.V.)

EU/3/10/826 (Active substance: Para-aminosalicylic acid) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3396 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/072/10/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/14/1328 (Roche Registration GmbH)

EU/3/14/1328 (Roche Registration GmbH)

EU/3/14/1328 (Active substance: 4-{[(2R,3S,4R,5S)-4-(4-chloro-2-fluoro-phenyl)-3-(3-chloro-2-fluoro-phenyl)-4-cyano-5-(2,2-dimethyl-propyl)-pyrrolidine-2-carbonyl]-amino}-3-methoxy-benzoic acid) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3149 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/13/1220 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/13/1220 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/13/1220 (Active substance: Poly[2-[(4-{[1-carboxy-2-(hexadecylcarbamoyl)ethyl]sulfanyl}-2,3-bis({2-[((2S)-2-(2-{[(2R)-2-carbamoyl-(2-{[(2S)-1-ethoxy-3-(3-hydroxy-4oxo-1,4-dihydropyridin-1-yl)-1-oxopropan-2-yl]carbamoyl}ethyl]sulfanyl}-3-{[(2S)-1-ethoxy-3-(3-hydroxy-4-oxo-1,4-dihydropyridin-1-yl)-1-oxopropan-2-yl]carbamoyl}propanamido)-3-(3-hydroxy-4-oxo-1,4-dihydropyridin-1-yl)propanoyl Ethyl ester) )-methoxy]acetyl}oxy)butyl)sulfanyl]-3-(hexadecylcarbamoyl)propanoic acid]-poly(ethylene glycol)-este...

Europe -DG Health and Food Safety

15-5-2018

Orphacol (Laboratoires CTRS)

Orphacol (Laboratoires CTRS)

Orphacol (Active substance: Cholic acid) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3061 of Tue, 15 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2007 (Dr Philippe Moullier)

EU/3/18/2007 (Dr Philippe Moullier)

EU/3/18/2007 (Active substance: Adeno-associated viral vector serotype 8 containing the human acid alpha-glucosidase gene) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2403 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/255/17

Europe -DG Health and Food Safety

23-3-2018

EU/3/18/1991 (TurnKey PharmaConsulting Ireland Limited)

EU/3/18/1991 (TurnKey PharmaConsulting Ireland Limited)

EU/3/18/1991 (Active substance: Docosahexaenoic acid ethyl ester) - Orphan designation - Commission Decision (2018)1880 of Fri, 23 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/235/17

Europe -DG Health and Food Safety

23-3-2018

EU/3/18/2000 (Amicus Therapeutics UK Ltd)

EU/3/18/2000 (Amicus Therapeutics UK Ltd)

EU/3/18/2000 (Active substance: Recombinant human acid alpha-glucosidase) - Orphan designation - Commission Decision (2018)1877 of Fri, 23 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/230/17

Europe -DG Health and Food Safety

21-3-2018

EU/3/17/1861 (Roivant Sciences Ireland Limited)

EU/3/17/1861 (Roivant Sciences Ireland Limited)

EU/3/17/1861 (Active substance: (S)-8-{2-amino-6-[1-(5-chloro-biphenyl-2-yl)-(R)-2,2,2-trifluoro-ethoxy]-pyrimidin-4-yl}-2,8-diaza-spiro[4.5]decane-3-carboxylic acid ethyl ester) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)1826 of Wed, 21 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/299/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

21-3-2018

EU/3/14/1363 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/14/1363 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/14/1363 (Active substance: 4-[[(1S,4S)-5-[[4-[4-(oxazol-2-yl)phenoxy]phenyl]methyl]-2,5-diazabicyclo[2.2.1]hept-2-yl]methyl]benzoic acid) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)1818 of Wed, 21 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/131/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

8-3-2018

Mycophenolate mofetil, mycophenolic acid

Mycophenolate mofetil, mycophenolic acid

Mycophenolate mofetil, mycophenolic acid (Active substance: mycophenolate mofetil or mycophenolic acid) - Centralised - Art 28 - (PSUR - Commission Decision (2018)1540 of Thu, 08 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/10550/201705

Europe -DG Health and Food Safety

5-2-2018

Oxybee (Dany Bienenwohl GmbH)

Oxybee (Dany Bienenwohl GmbH)

Oxybee (Active substance: oxalic acid dihydrate) - New authorisation - Commission Decision (2018)684 of Mon, 05 Feb 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/4296

Europe -DG Health and Food Safety

24-11-2017

Gadolinium

Gadolinium

Gadolinium (Active substance: gadodiamide, gadopentetic acid, gadobenic acid, gadoxetic acid, gadoteridol, gadobutrol and gadoteric acid) - Community Referrals - Art 31 - Commission Decision (2017)7941 of Fri, 24 Nov 2017 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/A-31/1437

Europe -DG Health and Food Safety