Bisostad

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Bisostad 10 mg Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 50 Tabletten in PVC/PE/PVDC/AI Blisterpackung im Aluminium-Beutel, Laufzeit: 60 Monate,20 Tabletten in PVC/PE/PVDC/AI Blisterpac
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Bisostad 10 mg Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Bisoprolol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-24130
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-07-2001
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Bisostad 10 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Bisoprolol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Bisostad und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Bisostad beachten?

Wie ist Bisostad einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Bisostad aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST BISOSTAD UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Bisostad ist ein herzspezifischer Beta-Rezeptorenblocker, wirkt blutdrucksenkend und vermindert die

Herzarbeit und damit den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels.

Bisostad wird angewendet zur Behandlung von:

hohem Bludruck

Angina pectoris (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels mit Schmerzen in der Brust)

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON BISOSTAD BEACHTEN?

Bisostad darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Bisoprolol oder einen der sonstigen Bestandteile

von Bisostad sind.

wenn Sie eine akute Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) haben oder während einer

Verschlechterung einer bestehenden Herzmuskelschwäche, die eine intravenöse Behandlung mit

Substanzen erfordert, die die Herzkraft stärken.

wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erleiden, ausgelöst durch Störungen der Herzfunktion.

wenn Sie bestimmte Störungen der Erregungsleitung im Herzen haben ( AV Block II. oder III.

Grades, ohne Herzschrittmacher).

wenn Sie bestimmte Störungen der Herztätigkeit haben (Sick Sinus Syndrom und Sinuatrialer

Block)

wenn Sie einen stark verlangsamten Puls haben

wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck haben

wenn Sie schweres

Bronchialasthma oder eine schwere, chronische Atemwegserkrankung mit

Verengung der Atemwege haben

wenn Sie fortgeschrittene Durchblutungstörungen der Gliedmaßen haben oder wenn Sie

Gefäßverengungen im Bereich der Finger und Zehen haben (Raynaud Syndrom)

wenn Sie unter einer stoffwechselbedingten Übersäuerung des Körpers leiden (metabolische

Azidose)

wenn Sie einen unbehandelten Tumor der Nebenniere haben, der einen Anstieg des Blutdrucks

verursacht (Phäochromocytom). Bevor der Arzt Ihnen Bisoprolol verschreibt, muss zuerst diese

Erkrankung behandelt werden.

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Floctafenin (ein entzündungshemmendes,

schmerzstillendes Medikament) oder Sultoprid (ein Medikament zur Behandlung psychischer

Störungen) enthalten.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bisostad ist erforderlich

wenn Sie eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) als Begleiterkrankung haben

wenn Sie Atemprobleme haben, verursacht durch plötzliche Verengung der Atemwege im Zuge

von Asthma oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen (Bronchospasmen)

wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus) und Ihre Blutzuckerwerte stark schwanken

(Symptome eines stark erniedrigten Blutzuckers können verschleiert sein). Ihr Arzt wird die

Blutzuckerwerte während der Behandlung regelmäßig messen.

wenn Sie eine Lebererkrankung haben

wenn Sie eine Nierenerkrankung haben

wenn Sie streng fasten

wenn Sie wegen Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) in Behandlung sind. Bisoprolol

kann die Überempfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Substanzen und die Schwere der

allergischen Reaktion verstärken. Eine Behandlung mit Adrenalin (Epinephrin) führt in diesem

Fall möglicherweise nicht zum gewünschten Erfolg.

wenn Sie geringgradige Erregungsleitungsstörungen des Herzens (AV Block I. Grades) haben.

wenn Sie Durchblutungsstörungen des Herzmuskels infolge von zeitweiligen krampfartigen

Verengungen der Herzkranzgefäße haben (Prinzmetal-Angina)

wenn Sie Durchblutungsstörungen der Gliedmaße (in Händen und Füßen) haben. Die

Beschwerden können sich vor allem zu Beginn der Behandlung verschlechtern.

Bisostad soll nicht zur Behandlung einer chronischen Herzmuskelschwäche verwendet werden.

Vor einer Vollnarkose muss der Narkosearzt über eine Behandlung mit Bisostad informiert werden, da

es zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln kommen kann. Falls es notwendig ist,

Bisostad vor einer Operation abzusetzen, sollte dies schrittweise erfolgen und zirka 48 Stunden vor

der Narkose abgeschlossen sein. Dies muss vom behandelnden Arzt entschieden werden.

Bei Patienten mit Bronchialasthma oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen mit Verengung

der Atemwege, die Beschwerden verursachen können, sollte eine begleitende bronchienerweiternde

Behandlung erfolgen. Gelegentlich kann eine Zunahme des Atemwegwiderstandes bei Patienten mit

Asthma auftreten und daher eine Dosiserhöhung Ihres Asthmamittels erforderlich machen.

Bei Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte sollte

die Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch

den Arzt erfolgen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Bisostad, falls dies zutrifft.

Bei Patienten mit einem Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) darf Bisoprolol erst nach

Behandlung mit einem Alpha-Blocker verabreicht werden.

Die Behandlung mit Bisoprolol kann die Anzeichen einer Überfunktion der Schilddrüse verschleiern.

Wenn Sie Kontaktlinsen verwenden, berücksichtigen Sie, dass Bisostad den Tränenfluss vermindert

und das Risiko einer Augenirritation erhöhen kann.

Bei Auftreten von Komplikationen seitens des Herzens, bei zu starkem Blutdruckabfall

(Benommenheit, Schwindel), Atemnot oder bei versehentlicher Überdosierung, legen Sie sich hin. Es

ist umgehend ärztlicher Rat einzuholen.

Die Anwendung des Arzneimittels Bisostad kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen.

Bei Einnahme von Bisostad mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen /

anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Einnahme mit folgenden Arzneimitteln ist kontraindiziert:

Sie dürfen keine Arzneimittel gemeinsam mit Bisostad einnehmen, die Floctafenin (ein

entzündungshemmendes, schmerzstillendes Medikament) oder Sultoprid (zur Behandlung

psychischer Störungen) enthalten.

Die gleichzeitige Einnahme mit folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen:

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen

(Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ und zu einem geringeren Teil vom

Diltiazem-Typ)

Bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel (zentral wirksame Hypertensiva, z.B.

Clonidin, Methyldopa, Moxonodin, Rilmenidin)

Die gleichzeitige Einnahme mit folgenden Arzneimitteln darf nur mit besonderer Vorsicht

erfolgen:

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag

(Herzrhythmusstörungen)z.B.Chinidin, Disopyramid, Lidocain, Phenytoin, Flecainid,

Propafenon und Amiodaron (Klasse-I-Antiarrhythmika und Klasse-III-

Antiarrhythmika)

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen

(Calciumantagonisten) wie Felodipin und Amlodipin

Parasympathomimetika (u.a. Medikamente gegen Darm- und Blasenschwäche,

angeborene Muskelschwäche und Alzheimer)

lokale Betablocker, einschließlich Augentropfen zur Behandlung des grünen Stars

Insulin und andere blutzuckersenkende Arzneimittel: die blutzuckersenkende

Wirkung kann verstärkt werden und Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers -

insbesondere schneller Puls - können verschleiert oder abgeschwächt sein.

Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind daher erforderlich.

Narkosemittel: Der Narkosearzt muss vor einer Vollnarkose über die Behandlung mit

Bisostad informiert werden

Medikamente zur Unterstützung der Herztätigkeit (Digitalisglykoside)

Bestimmte entzündungshemmende und fiebersenkende Arzneimittel (NSAR) - die

blutdrucksenkende Wirkung von Bisostad kann vermindert werden.

ß-Sympathomimethika (blutgefäßverengende, abschwellende Medikamente) z.B.

Isoprenalin, Dobutamin

Arzneimittel mit Wirkung auf das Nervensystem (Sympathomimetika mit

- und ß-

mimetischer Wirkung, z.B. Adrenalin, Noradrenalin) - Ansteigen des Blutdrucks

Arzneimittel gegen Depressionen, Schlafmittel, stark beruhigende Medikamente und

andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z.B. trizyklische Antidepressiva, Barbiturate,

Phenothiazine, Baclofen)

Arzneimittel zur Behandlung von Migräne (Ergotaminderivate)

Jodhaltige Kontrastmittel (werden bei bildgebenden Untersuchungen verwendet)

Die gleichzeitige Einnahme mit folgenden Arzneimitteln ist zu beachten:

Mefloquin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Malaria)

Monoaminoxidase-Hemmer (Medikamente gegen Depressionen)

Kortikosteroide (entzündungshemmende Medikamente)

Arzneimittel, die zur Ausschüttung körpereigener Arzneimittel-abbauender Stoffe

führen (z.B. Rifampicin) - die Körperverweildauer des Wirkstoffes Bisoprolol kann

geringfügig verkürzt werden (eine Dosiserhöhung ist im Allgemeinen nicht

erforderlich)

Bei Einnahme von Bisostad zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Bisostad kann Benommenheit und Schwindelgefühl auslösen und diese Beschwerden können durch

Alkohol verstärkt werden. Wenn Sie darunter leiden sollten Sie vermeiden Alkohol zu trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie denken, dass Sie schwanger sein

könnten oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Bisostad nicht einnehmen, außer Ihr Arzt entscheidet, dass es

unbedingt notwendig ist. Bisoprolol kann zu Fehlgeburten, Wachstumsstörungen und vorzeitigen

Wehen führen.Wenn Sie Bisostad während der Schwangerschaft einnehmen, müssen der Fetus und

das Neugeborene sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Bisoprolol in die Muttermilch übergeht. Die Anwendung von Bisoprolol in der

Stillzeit wird daher nicht empfohlen

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Zu Beginn der Behandlung, bei Dosisanpassung oder durch Alkoholgenuss kann es zu Schläfrigkeit,

Schwindelgefühl und zu verminderter Reaktionsfähigkeit kommen. Wenn Sie derartige

Nebenwirkungen bei sich feststellen, dürfen Sie kein Kraftfahrzeug lenken und / oder keine

Maschinen bedienen.

3.

WIE IST BISOSTAD EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Bisostad immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt

oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bitte halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Im Allgemeinen nimmt man

bei Bluthochdruck oder Angina pectoris 1 x täglich 5 mg Bisoprolol.

Die Tablette kann in zwei Hälften geteilt werden.

Bei leichteren Formen des Bluthochdrucks kann der Arzt auch 1 x täglich 2,5 mg verordnen.

Für Einzeldosierungen unter 5 mg stehen Bisostad 5 mg Filmtabletten zur Verfügung.

Bei nicht ausreichender Wirkung kann der Arzt die Dosis auf 1 x täglich 10 mg erhöhen.

Eine weitere Dosiserhöhung ist nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt. Die empfohlene Maximaldosis

ist 20 mg Bisoprolol pro Tag.

Art der Einnahme

Sie sollten Bisostad möglichst morgens vor, während oder nach dem Frühstück unzerkaut mit einer

ausreichenden Menge Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) einnehmen.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichten oder mittleren Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung

erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung soll die Dosis 10 mg Bisoprolol

einmal täglich nicht übersteigen. Für Patienten, die eine Dialyse erhalten ist keine zusätzliche Dosis

Bisostad notwendig, da eine Dialyse Bisoprolol nicht entfernt.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichten oder mittleren Leberfunktionsstörungen ist eine Dosisanpassung nicht

erforderlich.

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung sollte die Dosis 10 mg einmal täglich nicht

übersteigen.

Ältere Patienten

Gewöhnlich ist keine Dosisanpassung erforderlich. Es wird empfohlen mit der niedrigst möglichen

Dosis zu beginnen.

Kinder und Jugendliche

Zu diesem Arzneimittel gibt es keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen, daher kann die

Anwendung nicht empfohlen werden.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt. Die Behandlung mit Bisostad ist

gewöhnlich eine Langzeittherapie.

Wenn Sie eine größere Menge von Bisostad eingenommen haben, als Sie sollten

verständigen Sie bitte unverzüglich einen Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der

Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Die häufigsten

Anzeichen einer Überdosierung sind ein langsamer Herzschlag, stark erniedrigter Blutdruck mit

Schwindel und Benommenheit, Atemprobleme, ungenügende Herztätigkeit und ein niedriger

Blutzuckerspiegel, der Benommenheit und Zittern verursachen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Bisostad vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Bisostad abbrechen

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und hören Sie nicht plötzlich mit der

Einnahme von Bisostad auf. Die Therapie muss von Ihrem Arzt langsam und schrittweise beendet

werden, ansonsten kann es zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Herzerkrankung kommen.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Bisostad Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die beschriebenen Nebenwirkungen können im Allgemeinen bei allen Betablockern (bestimmte

Arzneimittel zur Blutdrucksenkung) auftreten.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Patienten

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Immunsystems:

Selten: Auftreten von Abwehrstoffen (Antikörpern) gegen körpereigenes Gewebe mit damit

verbundenen Erscheinungen wie eine bestimmte Hauterkrankung (Lupus Syndrom), die nach

Absetzen der Behandlung verschwinden.

Psychiatrische Erkrankungen:

Gelegentlich: Schlafstörungen, Depressionen

Selten: Albträume, Halluzinationen

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Schwindelgefühl*, Kopfschmerz*, Schwitzen*

Selten: Ohnmacht

Augenerkrankungen:

Selten: verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten)

Sehr selten: Bindehautentzündung

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:

Selten: Hörstörungen

Herzerkrankungen:

Gelegentlich: Störungen der Herztätigkeit (AV-Erregungsstörungen), Verschlechterung schon

bestehender Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Verlangsamung der Herztätigkeit

Gefäßerkrankungen:

Häufig: Kältegefühl und Taubheit in den Gliedmaßen

Gelegentlich: Benommenheit, Schwindel durch plötzlichen Blutdruckabfall beim Aufstehen nach

längerem Liegen oder Sitzen (orthostatische Hypotonie)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Gelegentlich: Atemnot (Bronchospasmen) bei Patienten mit Asthma oder obstruktiven

Atemwegserkrankungen in der Vorgeschichte

Selten:

Allergischer Schnupfen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Häufig: Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung.

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten: Gelbsucht (Hepatitis)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (Jucken, Hautrötung, Hautausschlag)

Sehr selten: Beta-Rezeptorenblocker können Schuppenflechte auslösen, verschlechtern oder zu

Schuppenflechte ähnlichen Hautausschlägen führen; Haarausfall

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Gelegentlich: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Gelenkserkrankung

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

Selten: Potenzstörungen

Allgemeine Erkrankungen:

Häufig: Müdigkeit*

Gelegentlich: Schwächegefühl

Untersuchungen:

Selten: Erhöhung der Blutfettwerte (Triglyzeride), Erhöhung der Leberwerte (GOT, GPT), erniedrigte

Blutzuckerwerte

Einzelne Fälle von erhöhten Blutzuckerwerten, erhöhten Bilirubinwerten, erhöhtem Kaliumspiegel im

Blut, verminderter Anzahl der Blutplättchen oder weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie,

Thrombozytopenie, Agranulozytose) wurden beobachtet.

Ein Fall von erhöhter Harnsäurekonzentration im Blut (Hyperurikämie) während der Behandlung mit

Bisoprolol ist aufgetreten.

* Diese Erscheinungen treten insbesondere zu Beginn der Behandlung auf. Sie sind leichterer Art und

verschwinden in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Wochen nach Behandlungsbeginn.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST BISOSTAD AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach Verw. bis angegebenen Verfalldatum

nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme

hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Bisostad enthält

Der Wirkstoff ist Bisoprololhemifumarat.

1 Filmtablette enthält 10 mg Bisoprololhemifumarat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

mikrokristalline Cellulose, Calciumhydrogenphosphat, vorverkleisterte Maisstärke, Crospovidon,

hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Hypromellose, Macrogol 400, Titandioxid (E171),

Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E 172)

Wie Bisostad aussieht und Inhalt der Packung

Die Tablette ist gelb bis orange, rund, beidseitig gewölbt, mit beidseitiger Bruchrille und der Prägung

„BSL10“ auf einer Seite.

PVC/PE/PVDC/Al Blister mit 20 oder 50 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Z.Nr.: 1-24130

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2014.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome einer Überdosierung

Die häufigsten Anzeichen der Überdosierung eines β-Blockers sind Bradykardie, Hypotonie,

Bronchospasmen, akute Herzinsuffizienz sowie Hypoglykämie.

Die Empfindlichkeit gegenüber hohen Bisoprolol-Einzeldosen zeigt eine große interindividuelle

Streuung.

Therapie bei Überdosierung

Bei einer Überdosierung sollte die Behandlung mit Bisoprolol gestoppt und mit einer supportiven und

symptomatischen Behandlung begonnen werden. Die wenigen zur Verfügung stehenden Daten lassen

auf eine sehr schlechte Dialysierbarkeit von Bisoprolol schließen. Basierend auf den erwarteten

pharmakologischen Wirkungen und den Empfehlungen für andere β-Blocker, sollten die folgenden

allgemeinen Maßnahmen ergriffen werden, falls klinisch erforderlich.

Bradykardie: Intravenöse Gabe von Atropin 0,5 - 2,0 mg i.v. oder Orciprenalin 0,5 - 1 mg langsam

i.v.bis zum Wirkungseintritt. Bei unzureichender Wirkung kann vorsichtig Isoprenalin oder eine

andere positiv chronotrop wirkende Substanz gegeben werden. Gegebenenfalls kann ein

Herzschrittmacher notwendig sein.

Hypotonie: Intravenöse Gabe von Flüssigkeit und gefäßverengenden Substanzen. Auch die Gabe von

Glucagon i.v. kann sinnvoll sein.

AV-Block (II. oder III. Grades): Die Patienten sollten sorgfältig überwacht und einer

Infusionsbehandlung mit Isoprenalin unterzogen werden. Falls angebracht sollte ein Herzschrittmacher

gelegt werden.

Akute Verschlechterung der Herzinsuffizienz: Intravenöse Gabe von Diuretika, positiv inotropen

Medikamenten sowie Vasodilatatoren.

Bronchospasmen: Bronchialerweiternde Medikamente wie z.B. Isoprenalin, ß2-Sympathomimetika

und/oder Aminophyllin.

Hypoglykämie: Intravenöse Gabe von Glucose.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

13-12-2018

Bisoprolol comp. AbZ Filmtabletten

Rote - Liste

13-12-2018

Bisoprolol comp.-CT

Rote - Liste

21-9-2018

Bisoprolol comp. Heumann

Rote - Liste

29-8-2018

Rasilez HCT (Noden Pharma DAC)

Rasilez HCT (Noden Pharma DAC)

Rasilez HCT (Active substance: aliskiren hemifumarate / hydrochlorothiazide) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5769 of Wed, 29 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/964/R/87

Europe -DG Health and Food Safety