Betaisodona Wundgaze

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Betaisodona Wundgaze
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück zu 10 x 10 cm, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Betaisodona Wundgaze
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Povidon-Iod
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-22615
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-06-1998
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

361-BWGZ-16/07-GI-1

2016-07-11

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

BETAISODONA Wundgaze

Wirkstoff: Povidon-Iod

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung

dieses

Arzneimittels

beginnen,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen.

Heben

Packungsbeilage

auf.

Vielleicht

möchten

diese

später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Betaisodona Wundgaze und wofür wird sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Betaisodona Wundgaze beachten?

Wie ist Betaisodona Wundgaze anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Betaisodona Wundgaze aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Betaisodona Wundgaze und wofür wird sie angewendet?

Povidon-Iod wirkt umfassend keimtötend. Es ist wirksam gegen Bakterien, Pilze,

Sporen, Viren und Einzeller (Protozoen).

Zuverlässige Desinfektion verhindert weitgehend Infektionen und begünstigt eine

rasche, problemlose Heilung.

Entwicklung

einer

Widerstandsfähigkeit

Infektionserregern

(Resistenz)

gegen Povidon-Iod ist aufgrund der Wirkungsweise nicht zu befürchten.

Durch

Bindung

Povidon

verliert

weitgehend

reizenden

Eigenschaften

alkoholischer

Iodzubereitungen

verträglich

für

Haut,

Schleimhaut und Wunden.

Beim Wirkungsvorgang entfärbt sich das Iod, die Tiefe der Braunfärbung zeigt daher

seine Wirksamkeit an. Bei Entfärbung ist die Wundgaze zu erneuern. Povidon-Iod ist

wasserlöslich und leicht abwaschbar.

361-BWGZ-16/07-GI-2

Anwendungsgebiete

Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung zur

Vorbeugung

Behandlung

Wundinfektionen

nach

Verbrennungen,

Schnitt- und Schürfwunden.

Behandlung von Druck- und Unterschenkelgeschwüren (Dekubitus, arterielle und

venöse/variköse sowie verletzungsbedingte Ulcera), weiters von Hautinfektionen

und infizierten Hauterkrankungen.

vorbeugenden

Behandlung

infektionsgefährdeten

Hautbezirken,

Druckstellen und von Operationswunden.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Betaisodona Wundgaze

beachten?

Betaisodona Wundgaze darf NICHT angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Povidon-Iod oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn

Schilddrüsenüberfunktion

(Hyperthyreose)

oder

anderen

Schilddrüsenerkrankungen leiden,

wenn Sie an der seltenen chronischen Hautentzündung Dermatitis herpetiformis

Duhring leiden,

vor und nach einer Strahlentherapie der Schilddrüse mit Iod (Radio-Iod-Therapie)

bis zum Abschluss der Behandlung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Betaisodona Wundgaze

anwenden.

Bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten ist Povidon-Iod

nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt und äußerst limitiert

anzuwenden. Gegebenenfalls sollte die Schilddrüsenfunktion überwacht werden.

versehentliche

Verschlucken

Povidon-Iod

durch

Neugeborene,

Säuglinge

Kleinkinder

muss

vermieden

werden.

Siehe

Abschnitt

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit zur sicheren Anwendung

in dieser Zeit.

Nach Schilddrüsenerkrankungen (insbesondere bei älteren Patienten) oder im

Falle eines Kropfes sollte Povidon-Iod über längere Zeit oder großflächig nur

nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt angewendet werden, da

eine

nachfolgende

Schilddrüsenüberfunktion

nicht

gänzlich

ausgeschlossen

werden kann. Auch nach Absetzen der Therapie (bis zu 3 Monaten) ist bei diesen

Patienten

Anzeichen

einer

Schilddrüsenüberfunktion

achten

gegebenenfalls die Schilddrüsenfunktion zu überwachen.

oder

nach

einer

Radio-Iod-Behandlung

Schilddrüsenkrebs

sollte

Betaisodona Wundgaze nicht angewendet werden.

Beeinflussung diagnostischer Untersuchungen:

Unter der Anwendung von Povidon-Iod kann die Iod-Aufnahme der Schilddrüse

herabgesetzt sein; dies kann zu Störungen bei verschiedenen Untersuchungen

Schilddrüse

führen

eine

geplante

Behandlung

(Radio-Iod-Therapie)

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unmöglich

machen.

Abstand

Wochen

nach

Absetzen

Behandlung mit Povidon-Iod sollte eingehalten werden.

Wegen

oxidierenden

Wirkung

Povidon-Iod

können

verschiedene

Laboruntersuchungen falsch-positive Ergebnisse liefern (unter anderem Toluidin

und Guajak-Harz zur Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)- oder Glucosebestimmung

im Stuhl oder Urin).

Durch die oxidative Eigenschaft von Povidon-Iod können Metalle rostig werden,

Kunststoffe sind im Allgemeinen Povidon-Iod-beständig. Von Fall zu Fall kann

eine meist wieder verschwindende Verfärbung auftreten.

Povidon-Iod ist aus Textilien und anderen Materialien mit warmem Wasser und

Seife,

hartnäckigen

Fällen

Salmiakgeist

(Ammoniak)

oder

Fixiersalz

(Natriumthiosulfat-Lösung), leicht entfernbar.

Anwendung von Betaisodona Wundgaze zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Verwenden Sie NICHT gleichzeitig

Betaisodona

Wundgaze

Wasserstoffperoxid,

enzymatische

oder

silber-

sowie

taurolidinhältige

Wundbehandlungsmittel

beziehungsweise

Desinfektionsmittel, da es zur gegenseitigen Wirkungsabschwächung kommt,

Betaisodona Wundgaze und quecksilberhaltige Präparate, da sich eine ätzende

Verbindung (Quecksilberiodid) bilden kann,

Betaisodona

Wundgaze

octenidinhältige

Wundbehandlungsmittel,

vorübergehend zu dunklen Verfärbungen kommen kann,

Betaisodona

Wundgaze

Taurolidin,

Chemotherapeutikum

gegen

Bakterien und Pilze, da Taurolidin zu einer Säure (Ameisensäure) umgewandelt

werden kann, die intensives Brennen hervorruft.

Eiweiß,

Blut-

oder

Eiterbestandteile

können

Wirksamkeit

Betaisodona

Wundgaze beeinträchtigen.

Wenn Sie eine Lithiumtherapie erhalten, soll Betaisodona Wundgaze mit Vorsicht

und nur kurzfristig angewendet werden. In diesem Fall können größere Iod-Mengen

über die Haut aufgenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Eine

Anwendung

Schwangeren

während

Stillzeit

darf

nach

ausdrücklicher

Anweisung

Arztes

erfolgen;

eine

Überwachung

Schilddrüsenfunktion bei der Mutter beziehungsweise dem Säugling ist angezeigt.

Eine Behandlung soll nur kurz dauern. Iod gelangt über die Plazenta (Mutterkuchen)

in den Fötus (ungeborenes Kind) und geht auch in die Muttermilch über.

361-BWGZ-16/07-GI-4

Die versehentliche orale Aufnahme (durch den Mund) von Betaisodona durch den

Säugling durch Kontakt mit der behandelten Körperstelle der stillenden Mutter muss

vermieden werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Betaisodona Wundgaze hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das

Bedienen von Maschinen.

3.

Wie ist Betaisodona Wundgaze anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen

Betaisodona

Wundgaze

Umhüllung,

entfernen

Schutzfolie und legen Sie die Wundgaze direkt auf die erkrankte beziehungsweise

verletzte Hautstelle. Die Wundgaze können Sie auf Wundgröße zuschneiden. Über

Wundgaze

können

einen

Verband

anlegen.

Erneuern

jedem

Verbandwechsel

Wundgaze.

stark

infizierten

oder

absondernden

(sezernierenden)

Wunden

können

Wundgaze

auch

mehrmals

täglich

wechseln.

Führen Sie die Behandlung mit Betaisodona Wundgaze so lange fort, wie noch

Anzeichen einer Infektion bestehen.

Betaisodona Wundgaze verklebt nicht mit der Wunde und lässt sich leicht entfernen.

Wenden

Betaisodona

Wundgaze

nicht

gemeinsam

anderen

Wundbehandlungsmitteln an.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben,

dass die Wirkung von Betaisodona Wundgaze zu stark oder zu schwach ist.

Neugeborene und Säuglinge unter 6 Monaten

Bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten ist Betaisodona

Wundgaze nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt und äußerst

limitiert anzuwenden.

Wenn Sie eine größere Menge von Betaisodona Wundgaze angewendet haben,

als Sie sollten,

Lesen Sie bitte den Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wenn Sie die Anwendung von Betaisodona Wundgaze vergessen haben,

erneuern Sie den Verband so rasch wie möglich.

Wenn Sie die Anwendung von Betaisodona Wundgaze abbrechen,

wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

361-BWGZ-16/07-GI-5

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Bewertung

Nebenwirkungen

werden

folgende

Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Immunsystems:

Selten: Überempfindlichkeit

Sehr

selten:

akute

allergische

Allgemeinreaktionen

(anaphylaktische

Reaktion)

häufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und eventuell Atemnot

Endokrine Erkrankungen (Drüsen und Hormone)

Sehr selten: Schilddrüsenüberfunktion bei Patienten, die dazu neigen

Nicht bekannt: Schilddrüsenunterfunktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht

bekannt:

Störungen

Elektrolythaushalts

stoffwechselbedingte

Übersäuerung des Blutes und des Körpers

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, die sich in Form von Jucken,

Rötung, Bläschen oder ähnlichem äußern können.

Sehr

selten:

allergische,

schmerzhafte

Schwellung

Haut

Schleimhaut

(Angioödem)

Erkrankungen der Nieren- und Harnwege

Nicht bekannt: akutes Nierenversagen

, Anzahl der gelösten Stoffe im Blut zu groß

oder zu klein

Patienten

einer

Schilddrüsenfunktionsstörung

Krankengeschichte

(siehe

Besondere

Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung) nach Aufnahme einer größeren

Menge von Iod, zum Beispiel im Zuge einer großflächigen Anwendung von

Povidon-Iod bei der Behandlung von Wunden und Verbrennungen über

einen längeren Zeitraum

Schilddrüsenunterfunktion

nach

längerfristiger

oder

übermäßiger

Anwendung von Povidon-Iod

361-BWGZ-16/07-GI-6

Kann nach Aufnahme einer größeren Menge von Povidon-Iod (zum Beispiel

Behandlung von Verbrennungen) auftreten

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn

Nebenwirkungen

bemerken,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt der zuständigen Behörde anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen,

dass

mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Betaisodona Wundgaze aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Umhüllung und dem Karton nach

„Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.

Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Betaisodona Wundgaze enthält

Der Wirkstoff ist: 300 mg Povidon-Iod-Komplex, Gesamtgehalt: 1 % verfügbares Iod.

Die sonstigen Bestandteile sind: Macrogol, gereinigtes Wasser,

Gittertüll aus gebleichtem Musselin, 100 % Baumwolle

Wie Betaisodona Wundgaze aussieht und Inhalt der Packung

Imprägnierter Verband

361-BWGZ-16/07-GI-7

10 Stück zu 10 x 10 cm

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mundipharma Gesellschaft m.b.H.,

A-1070 Wien

Hersteller:

Mundipharma GmbH.,

D-65549 Limburg/Lahn

Zulassungsnummer

1-22615

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2016.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

5-12-2018

Betaisodona® Wundgaze

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