BeneFIX 250

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • BeneFIX 250 Trockensubstanz zur i.v. Injektion
  • Darreichungsform:
  • Trockensubstanz zur i.v. Injektion
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: nonacogum alfa 250 U. I., histidinum, glycinum, Zucker, polysorbatum 80, für Glas. Freigabe: natrii chloridum, aqua ad iniectabilia 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • BeneFIX 250 Trockensubstanz zur i.v. Injektion
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Hämophilie B

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 54510
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-02-1998
  • Letzte Änderung:
  • 09-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

BeneFIX®

Pfizer AG

Zusammensetzung

Pulver

Wirkstoff: Nonacogum alfa (rekombinanter Blutgerinnungsfaktor IX).

Hilfsstoffe: Histidinum, Glycinum, Saccharum, Polysorbatum 80.

Lösungsmittel

Natriumchlorid-Lösung (0.234%) zur Injektion: Natrii chloridum, aqua ad injectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Weisses/nahezu weisses Pulver und klares, farbloses Lösungsmittel zur Herstellung einer

Injektionslösung.

BeneFIX 250

Durchstechflasche à 250 I.E. Nach Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel (5 ml):

50 I.E./ml.

BeneFIX 500

Durchstechflasche à 500 I.E. Nach Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel (5 ml):

100 I.E./ml.

BeneFIX 1000

Durchstechflasche à 1000 I.E. Nach Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel (5 ml):

200 I.E./ml.

BeneFIX 2000

Durchstechflasche à 2000 I.E. Nach Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel (5 ml):

400 I.E./ml.

BeneFIX 3000

Durchstechflasche à 3000 I.E. Nach Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel (5 ml):

600 I.E./ml.

BeneFIX 250, 500, 1000, 2000 und 3000

Die Aktivität (I.E.) wird anhand eines Ein-Stufen-Tests gemäss Europäischer Pharmakopöe

bestimmt. Die spezifische Aktivität von BeneFIX beträgt mindestens 200 I.E./mg Protein.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B (angeborener Mangel an

Faktor IX).

Dosierung/Anwendung

Die Therapie muss unter Aufsicht eines in der Behandlung von Hämophilie erfahrenen Arztes

eingeleitet werden.

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird

empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren. Die

Patienten können eine der ablösbaren Etiketten von der Durchstechflasche in ihrem Tagebuch

einkleben um die Chargennummer zu dokumentieren.

Kontrolle der Behandlung

Zur Bestimmung der benötigten Dosis und Infusionshäufigkeit wird während der Behandlung eine

genaue Kontrolle des Faktor-IX-Spiegels empfohlen. Das Ansprechen des individuellen Patienten

auf Faktor IX kann individuell unterschiedlich sein, da individuell schwankende Halbwertszeiten und

Wiederfindungsraten (recovery-Werte) gefunden werden. Bei unter- oder übergewichtigen Patienten

kann eine Anpassung der auf dem Körpergewicht basierenden Dosis erforderlich sein. Insbesondere

bei grösseren chirurgischen Eingriffen ist eine präzise Überwachung der Substitutionstherapie durch

Gerinnungsanalyse (Faktor-IX-Aktivität im Plasma) unerlässlich.

Bei Verwendung des einstufigen In-vitro-Gerinnungstests auf Basis der Thromboplastinzeit (aPTT)

zur Bestimmung der Faktor-IX-Aktivität in Blutproben des Patienten können die Ergebnisse der

Faktor-IX-Aktivität sowohl von der Art des verwendeten aPTT-Reagenz als auch vom verwendeten

Referenzstandard erheblich beeinflusst werden. Dies ist besonders dann zu beachten, wenn das Labor

und/oder die im Test verwendeten Reagenzien gewechselt werden.

Dosierung

Die Behandlung mit allen Faktor-IX-Präparaten, einschliesslich BeneFIX, erfordern eine individuelle

Anpassung der Dosierung. Dosierung und Dauer der Substitutionstherapie sind vom Schweregrad

des Faktor-IX-Mangels, Ort und Ausmass der Blutung und vom klinischen Zustand des Patienten

abhängig.

Die Anzahl der verabreichten Faktor-IX-Einheiten wird in Internationalen Einheiten (I.E.), die dem

aktuellen WHO-Standard für Faktor-IX-Präparate entsprechen, angegeben. Die Faktor-IX-Aktivität

im Plasma wird entweder in Prozenten (bezogen auf normales Plasma vom Menschen) oder in

Internationalen Einheiten (bezogen auf einen internationalen Standard für Faktor IX im Plasma)

angegeben.

Eine Internationale Einheit (I.E.) an Faktor-IX-Aktivität entspricht der Menge von Faktor IX in 1 ml

normalem humanem Plasma.

Bedarfsbehandlung

Die Berechnung der benötigten Dosis an BeneFIX kann auf der Grundlage erfolgen, dass eine

Einheit der Faktor-IX-Aktivität pro kg Körpergewicht bei Patienten ≥12 Jahre den Spiegel an

zirkulierendem Faktor IX durchschnittlich um 0.7 I.E./dl, bei Patienten <12 Jahren durchschnittlich

um 0.6 I.E./dl (üblicher Bereich, altersabhängig von 0.34 bis 1.4 I.E./dl) erhöht (= beobachtete

Recovery, weitere Informationen siehe «Pharmakokinetik»).

Die benötigte Dosis wird unter Verwendung der nachfolgenden Formel bestimmt:

Erforderliche Faktor-IX-Einheiten (I.E.) = Körpergewicht (kg) × erwünschter Faktor-IX-Anstieg (%)

oder (I.E./dl) × reziproke beobachtete Recovery.

Die zur Berechung gemäss obenstehender Formel erforderliche «reziproke beobachtete Recovery»

ist daher bei Patienten ≥12 Jahre durchschnittlich 1.4 I.E./kg; bei Patienten <12 Jahre

durchschnittlich 1.7 I.E./kg.

Die zu verabreichende Dosis und die Häufigkeit der Anwendung sollten stets an der individuellen

klinischen Wirksamkeit ausgerichtet sein.

Bei den folgenden hämorrhagischen Ereignissen darf die Faktor-IX-Aktivität im angeführten

Zeitraum nicht unter den angegebenen Aktivitätsspiegel im Plasma (in % des Normalwerts oder in

I.E./dl) fallen. Die folgende Tabelle kann als Richtlinie für Blutungsepisoden und chirurgische

Eingriffe verwendet werden:

Grad der Blutung/Art der

Operation

Benötigter Faktor-

IX- Spiegel (in %

oder I.E./dl)

Dosierungshäufigkeit (Stunden)/Therapiedauer (in

Tagen)

Blutung

Frühe Hämarthrose,

Muskel- oder orale

Blutung

20-40

Wiederholung alle 24 Stunden. Mindestens 1 Tag, bis

die durch Schmerzen angezeigte Blutung gestillt oder

Heilung erfolgt ist.

Mittelschwere

Hämarthrose,

Muskelblutung oder

Hämatome

30-60

Injektion alle 24 Stunden für 3-4 Tage oder länger

wiederholen, bis Schmerzen und Behinderungen

beseitigt sind.

Lebensbedrohende

Blutungen

60-100

Injektion alle 8-24 Stunden wiederholen, bis die

Gefahr vorüber ist.

Chirurgische Eingriffe

Kleine, einschliesslich

Zahnextraktionen

30-60

Alle 24 Stunden, mindestens 1 Tag, bis Wundheilung

erreicht ist.

Grosse

80-100

(prä- und

postoperativ)

Injektion alle 8-24 Stunden bis zur adäquaten

Wundheilung wiederholen, danach Therapie für

mindestens 7 weitere Tage fortsetzen, um eine

Faktor-IX-Aktivität von 30%-60% (I.E./dl)

aufrechtzuerhalten.

Prophylaxe

BeneFIX kann zur Langzeitprophylaxe von Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie B

verabreicht werden. In klinischen Studien wurde zur routinemässigen Sekundärprophylaxe bei

vorbehandelten Patienten (PTP) eine Dosis von ca. 40 I.E./kg (Bereich: 13-78 I.E./kg) in 3- bis 4-

tägigem Abstand verabreicht.

In einigen Fällen, besonders bei jüngeren Patienten, können kürzere Dosierungsintervalle oder

höhere Dosen erforderlich sein.

Überwachung im Hinblick auf Inhibitoren

Die Patienten müssen auf die Bildung von Faktor-IX-Inhibitoren überwacht werden. Wird die

erwartete Faktor-IX-Aktivität im Plasma nicht erreicht oder können Blutungen nicht mit einer

angemessenen Dosis gestillt werden, muss ein biologischer Test durchgeführt werden, um

festzustellen, ob ein Faktor-IX-Inhibitor vorhanden ist.

Bei Patienten mit hohen Inihibitorspiegeln kann sich eine Faktor-IX-Therapie als nicht wirksam

erweisen und andere therapeutische Massnahmen müssen in Betracht gezogen werden. Die

Behandlung solcher Patienten sollte von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung von Hämophilie

durchgeführt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Pädiatrie

Es gibt für Kinder im Alter unter 6 Jahren in begrenztem Umfang Daten zur Bedarfsbehandlung und

Behandlung bei chirurgischen Eingriffen mit BeneFIX.

Die mittlere Prophylaxedosis (±Standardabweichung) betrug 63.7 (±19.1) I.E./kg verabreicht in 3-

bis 7-tägigem Abstand. Bei jüngeren Patienten können kürzere Dosierungsintervalle oder höhere

Dosen erforderlich sein. Der Faktor-IX-Verbrauch zur Routineprophylaxe betrug bei den 22

auswertbaren Patienten pro Jahr 4'607 (±1'849) I.E./kg bzw. monatlich 378 (±152) I.E./kg.

Sowohl die Faktor-IX-Aktivität im Plasma, als auch die pharmakokinetischen Parameter, wie z.B.

Recovery und Halbwertszeit, müssen entsprechend den klinischen Erfordernissen eng überwacht

werden, um die Dosierung je nach Bedarf anzupassen.

Ältere Patienten

In den klinischen Studien mit BeneFIX war keine ausreichende Zahl von Patienten im Alter von 65

Jahren oder älter eingeschlossen, um feststellen zu können, ob diese Patienten anders auf die

Behandlung reagieren als jüngere Patienten. Wie bei allen Patienten, die mit BeneFIX behandelt

werden, muss die Dosis bei älteren Patienten individuell angepasst werden.

Art der Verabreichung

Nachdem das Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung mit dem mitgelieferten Lösungsmittel

(0.234%ige w/v Natriumchlorid-Lösung) aus der Fertigspritze aufgelöst wurde, wird BeneFIX

intravenös (i.v.) verabreicht (siehe «Hinweise für die Handhabung»).

Die Lösung sollte sofort oder innerhalb von 3 Stunden verabreicht werden.

Die Anwendung als kontinuierliche Infusion ist nicht zugelassen und wird nicht empfohlen (siehe

auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», «Unerwünschte Wirkungen» und «Sonstige

Hinweise»).

BeneFIX sollte langsam injiziert werden, um lokalisierte Reaktionen wie Schmerzen und Brennen zu

vermeiden. In den meisten Fällen wurde eine Injektionsrate von 4 ml/min verwendet. Die

Injektionsrate sollte dem Zustand des Patienten angepasst werden.

Im Falle einer vermuteten Überempfindlichkeitsreaktion im Zusammenhang mit der Verabreichung

von BeneFIX, sollte die Infusionsrate vermindert oder die Infusion gestoppt werden (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Agglutination von roten Blutkörperchen im Schlauchsystem oder der Spritze

Es wurde während der Verabreichung von BeneFIX über Agglutination von roten Blutkörperchen im

Schlauchsystem oder der Spritze berichtet. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen im

Zusammenhang mit diesen Berichten beobachtet. Um die Möglichkeit einer Agglutination zu

minimieren, ist es wichtig, die Blutmenge, die in das Infusionsbesteck gelangt, zu begrenzen. Es darf

kein Blut in die Spritze gelangen. Wenn eine Agglutination von roten Blutkörperchen im

Schlauchsystem oder in der Spritze bemerkt wird, muss das ganze Material (Schlauchsystem,

Spritze, BeneFIX-Lösung) verworfen werden und der Verabreichungsvorgang mit einer neuen

Packung wiederholt werden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Bekannte Überempfindlichkeit gegen Hamsterproteine.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeit

Wie bei allen intravenös verabreichten Proteinprodukten können Überempfindlichkeitsreaktionen

vom allergischen Typ auftreten. BeneFIX enthält Spuren von Hamsterproteinen. Es wurden bei

Faktor-IX-Produkten, wie auch bei BeneFIX, potentiell lebensbedrohliche

anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen beobachtet. Wenn Symptome von Überempfindlichkeit

auftreten, sollten Patienten angewiesen werden, die Anwendung des Arzneimittels sofort

abzubrechen und ihren Arzt aufzusuchen. Die Patienten müssen über frühe Anzeichen von

Überempfindlichkeitsreaktionen aufgeklärt werden, darunter Atembeschwerden, Kurzatmigkeit,

Schwellung, Urtikaria, Juckreiz, Engegefühl in der Brustgegend, Bronchospasmus, Laryngospasmus,

verschwommenes Sehen, Stenoseatmung, Blutdruckabfall und Anaphylaxie.

In einigen Fällen führten diese Reaktionen zu einer schweren Anaphylaxie. Bei Schock muss die

Behandlung den Regeln der modernen Schocktherapie folgen. Im Falle von schweren allergischen

Reaktionen sollten alternative hämostatische Massnahmen in Erwägung gezogen werden.

Aktivitätsneutralisierende Antikörper (Inhibitoren)

Bei Patienten, die bereits mit Faktor-IX-haltigen Produkten behandelt wurden (previously treated

patients = PTPs), werden gelegentlich Inhibitoren nachgewiesen. Da bei klinischen Studien ein mit

BeneFIX behandelter PTP einen klinisch relevanten niedrigtitrigen Inhibitor entwickelte und da zur

Antigenität des rekombinanten Faktor IX noch wenig Erfahrungswerte vorliegen, müssen Patienten,

die mit BeneFIX behandelt werden, sorgfältig auf die Bildung von Faktor-IX-Inhibitoren überwacht

werden. Für diese Inhibitoren muss unter Verwendung geeigneter biologischer Testverfahren eine

Titration in Bethesda-Einheiten (B.U.) durchgeführt werden.

In der Literatur wurde über einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten eines Faktor-IX-

Inhibitors und allergischen Reaktionen berichtet. Der einzige vorbehandelte Patient, der einen

geringen Inhibitortiter aufwies, zeigte ebenfalls vorübergehend während der Anwesenheit des

Inhibitors allergische Reaktionen (leichtes Engegefühl in der Brust). Deshalb sollten Patienten, die

eine allergische Reaktion entwickeln, auf die Anwesenheit eines Inhibitors untersucht werden.

Weiterhin sollte bedacht werden, dass bei Patienten mit Faktor-IX-Inhibitoren ein erhöhtes

anaphylaktisches Risiko bei erneuter Exposition gegenüber Faktor IX besteht. Vorläufige

Informationen weisen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen grösseren Deletionsmutationen

des Faktor-IX-Gens und erhöhtem Risiko zu Inhibitorbildung sowie zu akuten

Hypersensitivitätsreaktionen hin. Patienten mit bekannten grösseren Deletionsmutationen des Faktor-

IX-Gens sollten genau auf Anzeichen und Symptome von akuten Hypersensitivitätsreaktionen

beobachtet werden, speziell während der Anfangsphase der erstmaligen Exposition gegenüber dem

Produkt.

Aufgrund des Risikos von allergischen Reaktionen auf Faktor-IX-Konzentrate, sollte die anfängliche

Behandlung mit Faktor IX nach Ermessen des behandelnden Arztes unter medizinischer

Beobachtung erfolgen, um die Möglichkeit einer angemessenen Therapie der allergischen

Reaktionen sicherzustellen.

Thrombotische Ereignisse

Obwohl BeneFIX nur Faktor IX enthält, muss das Risiko einer Thrombosebildung und einer

Verbrauchskoagulopathie (DIC) berücksichtigt werden. Da bei Verwendung von Konzentraten mit

Faktor-IX-Komplexen in der Vergangenheit thromboembolische Komplikationen beobachtet

wurden, können Produkte mit Faktor IX eine potentielle Gefährdung darstellen für Patienten, die

Anzeichen einer Fibrinolyse aufweisen oder unter Verbrauchskoagulopathie (DIC) leiden. Wegen

des Risikos thromboembolischer Komplikationen ist bei Patienten mit Lebererkrankungen, bei frisch

operierten Patienten, bei Neugeborenen und bei Patienten, bei denen das Risiko thrombotischer

Ereignisse oder einer Verbrauchskoagulopathie besteht, eine klinische Beobachtung mit geeigneten

biologischen Testverfahren erforderlich, um Frühzeichen von Thrombose und

Verbrauchskoagulopathie festzustellen. In den genannten Fällen muss der Vorteil einer Behandlung

mit BeneFIX gegen die Risiken abgewogen werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung von BeneFIX als kontinuierliche Infusion ist nicht

belegt (siehe auch «Dosierung/Anwendung» und «Unerwünschte Wirkungen»). Nach

Markteinführung gab es Berichte über das Auftreten von thrombotischen Ereignissen, einschliesslich

des lebensbedrohlichen Vena-cava-superior-Syndroms (SVC-Syndrom) bei kritisch kranken

Neugeborenen, die eine kontinuierliche Infusion von BeneFIX über einen zentralvenösen Katheter

erhielten (siehe auch «Unerwünschte Wirkungen»). BeneFIX ist für die Verabreichung als

kontinuierliche Infusion nicht zugelassen.

Kardiovaskuläre Ereignisse

Bei Patienten mit bestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren kann sich durch die

Substitutionstherapie mit Faktor IX das kardiovaskuläre Risiko erhöhen.

Nephrotisches Syndrom

Es liegen Berichte über das Auftreten eines nephrotischen Syndroms nach versuchter

Immuntoleranzinduktion bei Hämophilie B-Patienten mit Faktor-IX-Inhibitor und allergischen

Reaktionen in der Anamnese vor. Die Sicherheit und Wirksamkeit von BeneFIX zur

Immuntoleranzinduktion wurde nicht nachgewiesen.

Besondere Populationen

Zur Behandlung von Patienten, die noch nicht mit Faktor-IX-Präparaten behandelt wurden

(previously untreated patients = PUPs), mit BeneFIX liegen keine ausreichenden Ergebnisse aus

klinischen Studien vor.

Interaktionen

Es wurden keine Wechselwirkungen von Produkten mit humanem Blutgerinnungsfaktor IX (rDNA)

mit anderen Arzneimitteln gemeldet.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es wurden keine Reproduktionsstudien bei Tieren mit Faktor-IX-Präparaten durchgeführt. Wegen

des geringen Auftretens von Hämophilie B bei Frauen gibt es keine Erfahrungen zur Anwendung

von Faktor IX während der Schwangerschaft und Stillzeit. Deshalb sollte Faktor IX in der

Schwangerschaft und Stillzeit nur bei eindeutiger Indikationsstellung angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

BeneFIX hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen.

Unerwünschte Wirkungen

Überempfindlichkeitsreaktionen oder allergische Reaktionen (mit z.B. Angioödem, Brennen und

Stechen an der Infusionsstelle, Schüttelfrost, Hitzegefühl, generalisierte Urtikaria, Kopfschmerzen,

Quaddeln, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe, Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Kribbeln,

Erbrechen, Keuchen) wurden beobachtet, die in manchen Fällen zu schwerer Anaphylaxie

(einschliesslich Schock) fortschreiten können. In manchen Fällen entwickelten sich diese Reaktionen

zu einer schweren Anaphylaxie, und sie traten in enger zeitlicher Beziehung mit der Entwicklung

von Faktor-IX-Inhibitoren (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») auf.

Sehr selten wurde eine Entwicklung von Antikörpern gegen Hamsterproteine mit entsprechenden

Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet.

Entwicklung von Inhibitoren

Patienten mit Hämophilie B können neutralisierende Antikörper (Inhibitoren) gegen Faktor IX

entwickeln. Wenn solche Inhibitoren auftreten, manifestiert sich dieser Zustand als unzureichendes

klinisches Ansprechen. In solchen Fällen wird empfohlen, ein spezialisiertes Hämophilie-Zentrum

aufzusuchen.

Bei Hämophilie-B-Patienten mit Faktor-IX-Inhibitoren und allergischen Reaktionen in der

Anamnese wurde nach versuchter Immuntoleranz-Induktion über das Auftreten eines nephrotischen

Syndroms berichtet.

Thromboembolische Ereignisse

Es besteht ein potenzielles Risiko für das Auftreten thromboembolischer Ereignisse nach der

Verabreichung von Faktor-IX-Produkten, siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Die untenstehenden Daten werden gemäss der MedDRA-Systemorganklasse (SOC und Preferred

Term-Level) aufgeführt. Die Häufigkeiten wurden nach der folgenden Konvention eingeteilt: sehr

häufig (≥1/10); häufig (<1/10, ≥1/100); gelegentlich (<1/100, ≥1/1'000), nicht bekannt (auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). In der Tabelle sind Nebenwirkungen

aufgeführt, die in klinischen Studien mit PTPs und nach der Markteinführung gemeldet worden sind.

Die Häufigkeiten basieren auf den behandlungsbedingten Nebenwirkungen unabhängig von der

Kausalität in gepoolten klinischen Studien mit 224 Probanden.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich: Zellulitis an der Infusionsstelle (einschliesslich Zellulitis).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Faktor-IX-Hemmung aufgrund neutralisierender Antikörper.

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Überempfindlichkeit (einschliesslich Arzneimittelüberempfindlichkeit, Angioödem,

Bronchospasmus, Keuchen, Dyspnoe und Laryngospasmus).

Nicht bekannt: Anaphylaktische Reaktion*.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerz (einschliesslich Migräne, Sinus-Kopfschmerz) (26.8%).

Häufig: Schwindelgefühl, Dysgeusie.

Gelegentlich: Somnolenz, Tremor.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehstörungen (einschliesslich Flimmerskotom und verschwommenes Sehen).

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Tachykardie (einschliesslich erhöhte Herzfrequenz, Sinustachykardie).

Gefässerkrankungen

Häufig: Phlebitis, Rötung (einschliesslich Hitzewallungen, Wärmegefühl, Hauterwärmung).

Gelegentlich: Hypotension (einschliesslich erniedrigter Blutdruck).

Nicht bekannt: Vena-cava-superior-Syndrome* (bei kritisch kranken Neugeborenen, die eine

kontinuierliche Infusion von BeneFIX über einen zentralvenösen Katheter erhielten), tiefe

Venenthrombose*, Thrombose*, Thrombophlebitis*.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: Husten (einschliesslich produktiver Husten) (14.3%).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Erbrechen, Übelkeit.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag (einschliesslich makulöser Ausschlag, papulöser Ausschlag und makulopapulöser

Ausschlag), Urtikaria.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Niereninfarkt#.

# entwickelt von einem Hepatitis C-Antikörper-positiven Patienten 12 Tage nach einer Dosis

BeneFIX wegen einer Blutungsepisode.

Nicht bekannt: Nephrotisches Syndrom†.

† gemeldet nach versuchter Immuntoleranz-Induktion bei Hämophilie-B-Patienten mit Faktor-IX-

Inhibitoren und allergischen Reaktionen in der Anamnese.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Fieber (18.8%).

Häufig: Beschwerden im Brustraum (einschliesslich Schmerz im Brustraum und Engegefühl im

Brustraum), Reaktionen an der Infusionsstelle (einschliesslich Pruritus an der Infusionsstelle und

Erythem an der Infusionsstelle), Schmerz an der Infusionsstelle (einschliesslich Schmerz an der

Injektionsstelle, Beschwerden an der Infusionsstelle).

Nicht bekannt: unzureichendes klinisches Ansprechen*.

Untersuchungen

Nicht bekannt: unzureichende Faktor-IX-Recovery* (Dies ist ein wortgetreuer Begriff, kein

MedDRA 17.1 PT zugeordnet).

* Unerwünschte Wirkungen identifiziert nach der Markteinführung

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen

Überempfindlichkeitsreaktionen/Allergische Reaktionen

Falls vermutete Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, die möglicherweise mit der

Verabreichung von BeneFIX im Zusammenhang stehen könnten, siehe «Dosierung/Anwendung»

und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Entwicklung von Inhibitoren

Bei 1 von 65 mit BeneFIX behandelten Patienten (einschliesslich 9 Patienten aus einer Studie in der

Chirurgie), die zuvor Plasmaprodukte erhalten hatten, wurde ein klinisch relevanter, geringer

Inhibitortiter nachgewiesen. Bei diesem Patienten konnte die Behandlung mit BeneFIX fortgesetzt

werden, ohne Anstieg der Inhibitoren oder anaphylaktischer Reaktionen gegenüber anamnestischen

Werten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Pädiatrie

Allergische Reaktionen könnten bei Kindern häufiger auftreten als bei Erwachsenen.

Es gibt keine ausreichenden Daten über das Auftreten von Inhibitoren bei PUPs (siehe auch

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Überdosierung

Es wurden keine Symptome einer Überdosierung im Zusammenhang mit rekombinanten

Koagulationsfaktor-IX-Präparaten gemeldet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B02BD04

BeneFIX enthält rekombinanten Blutgerinnungsfaktor IX (Nonacog alfa). Beim rekombinanten

Blutgerinnungsfaktor IX handelt es sich um ein einkettiges Glykoprotein mit 415 Aminosäuren und

einer relativen Molekülmasse von ca. 55'000 Dalton, das zur Familie der Serin-Proteasen der

Vitamin K-abhängigen Blutgerinnungsfaktoren gehört. Die primäre Aminosäuresequenz ist

vergleichbar mit der Allelform Ala148 des plasmaisolierten Faktors IX. Einige post-translationale

Modifikationen des rekombinanten Moleküls unterscheiden sich von denen des plasmaisolierten

Moleküls.

Der rekombinante Blutgerinnungsfaktor IX BeneFIX ist ein Glykoprotein, das von gentechnisch

veränderten Säugetierzellen (Ovarial-Zelllinie des Chinesischen Hamsters [CHO]) sezerniert wird.

Der rekombinante Blutgerinnungsfaktor IX ist ein rekombinantes Proteintherapeutikum, dessen

strukturelle und funktionelle Eigenschaften mit denen des endogenen Faktor IX vergleichbar sind.

Faktor IX wird durch einen Komplex aus Faktor VII und Gewebefaktor auf exogenem Weg

(extrinsisches System) sowie durch Faktor XIa auf endogenem Weg (intrinsisches System) aktiviert.

Der aktivierte Faktor IX aktiviert in Verbindung mit dem aktivierten Faktor VIII den Faktor X. Dies

führt zur Umwandlung von Prothrombin in Thrombin, das dann Fibrinogen in Fibrin umsetzt. Damit

wird die Blutgerinnung (Gerinnselbildung) ermöglicht. Die Aktivität des Faktors IX ist bei

Hämophilie B entweder nicht vorhanden oder aber stark vermindert. Eine Substitutionstherapie kann

erforderlich sein.

Hämophilie B ist eine X-chromosomal rezessiv vererbbare Blutgerinnungsstörung aufgrund eines

verminderten Faktor IX-Spiegels, die – entweder spontan oder aufgrund eines Unfalls oder

chirurgischen Eingriffs – zu einer profusen Blutung in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen

führt. Da bei einer Substitutionstherapie der Faktor-IX-Plasmaspiegel erhöht ist, werden eine

vorübergehende Korrektur des Faktormangels und eine Abnahme der Blutungstendenz ermöglicht.

In zwei offenen Studien erwies sich BeneFIX bei einmal wöchentlicher Gabe von 100 I.E./kg als

unbedenklich. Aufgrund der Halbwertszeit des Produkts und der begrenzten Daten aus

pharmakokinetischen Studien bezüglich der einmal wöchentlichen Gabe kann dieses

Dosierungsschema im Allgemeinen jedoch nicht zur Langzeitprophylaxe bei Patienten mit schwerer

Hämophilie B empfohlen werden.

Pädiatrie

Die Wirksamkeitsanalyse in Studie 3090A1-301-WW basierte auf 22 auswertbaren pädiatrischen

Patienten, die ein Prophylaxeregime erhielten, darunter 4 Patienten, die nach kurzer Zeit der

Bedarfsbehandlung zur Prophylaxebehandlung wechselten. 2 Patienten unterzogen sich operativen

Eingriffen (Beschneidung und Einsatz eines Portkatheters). Die Sicherheitsanalyse von 25

auswertbaren Patienten zeigte ein erwartungsgemässes Sicherheitsprofil. Das einzige dokumentierte

schwerwiegende Ereignis, welches mit BeneFIX im Zusammenhang stand, wurde bei dem einzigen

eingeschlossenen PUP berichtet, bei dem Überempfindlichkeit und Entwicklung von Hemmkörpern

auftrat.

Pharmakokinetik

In einer randomisierten Crossover-Studie zur Pharmakokinetik an 24 vorbehandelten Patienten (≥12

Jahre) mit einer Dosis von 75 IE/kg wurde gezeigt, dass BeneFIX rekonstituiert mit Natriumchlorid-

Lösung 0.234% pharmakokinetisch dem zuvor vertriebenen BeneFIX (rekonstituiert mit sterilem

Wasser) entspricht. Darüber hinaus wurden bei 23 der obigen Patienten nach wiederholter

Verabreichung von BeneFIX die pharmakokinetischen Parameter für sechs Monate nachverfolgt und

waren dabei unverändert im Vergleich zu den bei der ersten Auswertung erhalten Parameter. Eine

Zusammenfassung der pharmakokinetischen Daten wird in nachfolgender Tabelle präsentiert.

Berechnete pharmakokinetische Parameter für BeneFIX (75 IE/kg) zum Zeitpunkt 0 und nach 6

Monaten bei vorbehandelten Patienten mit Hämophilie B

Parameter

Zeitpunkt 0,

n=24

Nach 6 Monaten,

n=23

Mittelwert ± SD Mittelwert ± SD

Cmax (IE/dl)

54.5 ± 15.0

57.3 ± 13.2

AUC∞ (IE∙h/dl)

940 ± 237

923 ± 205

t½ (h)

22.4 ± 5.3

23.8 ± 6.5

CL (ml/h/kg)

8.47 ± 2.12

8.54 ± 2.04

Recovery

(IE/dl pro IE/kg)

0.73 ± 0.20

0.76 ± 0.18

Abkürzungen: AUC∞ = Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve von 0 bis unendlich;

Cmax = Maximalkonzentration; t½ = Plasma-Eliminationshalbwertszeit; CL = Clearance; SD =

Standardweichung.

Es wurde ein populations-pharmakokinetisches Modell entwickelt, welches gesammelte Daten von

92 Kindern im Alter von 0.6 bis 12 Jahren und 99 Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von über

12 Jahren verwendet. Die untenstehende Tabelle zeigt die mittels des finalen 2-Kompartment-

Modells geschätzten Parameter. Bei Kindern fanden sich im Durchschnitt eine höhere Clearance, ein

grösseres Verteilungsvolumen, eine kürzere Halbwertszeit und eine niedrigere Recovery als bei

Erwachsenen.

Mittelwert ± SD der PK Parameter basierend auf individuellen Bayes-Schätzungen aus einer

Populations-PK-Untersuchung

Altersgruppe (Jahre)

Kleinkinder

(<2 Jahre)

Kinder

(2 bis 12 Jahre)

Jugendliche und Erwachsene

(>12 Jahre)

Anzahl Probanden

Clearance (ml/h/kg)

13.1 ± 2.1

13.2 ± 2.8

8.5 ± 2.2

Vss (ml/kg)

252 ± 35

260 ± 26

229 ± 55

Eliminationshalbwertszeit (h) 15.6 ± 1.2

16.7 ± 1.8

22.9 ± 4.8

Recovery (I.E./dl pro I.E./kg) 0.61 ± 0.10 0.59 ± 0.08

0.72 ± 0.18

PK = Pharmakokinetik; SD = Standardabweichung (Standard Deviation); Vss = Verteilungsvolumen

(Volume of distribution at steady state)

Präklinische Daten

Präklinische Daten zeigen auf der Basis konventioneller Studien zur Genotoxizität kein potentielles

Risiko.

Es wurden keine Studien zur Kanzerogenität, zur Beeinträchtigung der Fertilität oder zur fetalen

Entwicklung durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

BeneFIX darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden. Es sollte nur das beigepackte

Infusionsset verwendet werden. Behandlungsfehler können, als Folge einer Adsorption des humanen

Blutgerinnungsfaktors IX an der Innenoberfläche einiger Infusionsbestecke, auftreten.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Eine vorübergehende Korrektur der partiellen Thromboplastinzeit (PTT) wurde beobachtet. Es wurde

keine Auswirkung auf die normale Prothrombinzeit festgestellt.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Das Produkt enthält keine Konservierungsmittel, und die rekonstituierte Lösung sollte sofort oder

innerhalb von 3 Stunden nach Rekonstitution verwendet werden. Die chemische und physikalische

Stabilität bei der Anwendung wurde für 3 Stunden bei Temperaturen bis 25 °C nachgewiesen.

Die rekonstituierte Lösung enthält Polysorbat 80, welches erfahrungsgemäss die Extraktionsrate von

Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) aus Polyvinyl (PVC) erhöht. Bei der Auflösung und

Verabreichung von BeneFIX sollte dieser Faktor mitberücksichtigt werden. Es ist wichtig, dass die

Angaben unter Gebrauchsanweisung genau befolgt werden.

Besondere Lagerungshinweise

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Bei 2-30 °C lagern.

BeneFIX nicht einfrieren, um eine Beschädigung der Fertigspritze zu vermeiden.

Hinweise für die Handhabung

Genaue Anweisungen zur Auflösung und Verabreichung sind der Gebrauchsanweisung zu

entnehmen.

Nachdem das Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung mit dem mitgelieferten Lösungsmittel

(0.234%ige w/v Natriumchlorid-Lösung) aus der Fertigspritze aufgelöst wurde, wird BeneFIX

intravenös (i.v.) verabreicht.

Die Lösung sollte klar und farblos sein. Die Lösung bei sichtbarer Trübung oder Verfärbung

verwerfen.

Nach dem Auflösen ist die Lösung unverzüglich oder innerhalb von 3 Stunden zu verwenden.

Da die Anwendung von BeneFIX als kontinuierliche Infusion nicht untersucht wurde, sollte

BeneFIX nicht mit anderen Infusionslösungen gemischt oder als Tropfinfusion gegeben werden.

Nicht verwendete Lösung, leere Durchstechflaschen sowie verwendete Kanülen und Spritzen

sachgemäss entsorgen.

Zulassungsnummer

54510 (Swissmedic).

Packungen

Jede Packung BeneFIX enthält:

·1 Durchstechflasche mit Pulver zur intravenösen Injektion nach Auflösen.

·1 Fertigspritze mit Lösungsmittel mit einem Spritzenkolben.

·1 sterilen Adapter für die Durchstechflasche als Hilfsmittel zur Rekonstitution.

·1 steriles Infusionsset.

·2 Alkoholtupfer.

·1 Heftpflaster.

·1 Tupfer aus Verbandmull.

BeneFIX 250

Pulver mit 250 I.E. rekombinantem Blutgerinnungsfaktor IX (Nonacog alfa) und 5 ml

Natriumchlorid-Lösung (0.234%) zur Injektion [B].

BeneFIX 500

Pulver mit 500 I.E. rekombinantem Blutgerinnungsfaktor IX (Nonacog alfa) und 5 ml

Natriumchlorid-Lösung (0.234%) zur Injektion [B].

BeneFIX 1000

Pulver mit 1000 I.E. rekombinantem Blutgerinnungsfaktor IX (Nonacog alfa) und 5 ml

Natriumchlorid-Lösung (0.234%) zur Injektion [B].

BeneFIX 2000

Pulver mit 2000 I.E. rekombinantem Blutgerinnungsfaktor IX (Nonacog alfa) und 5 ml

Natriumchlorid-Lösung (0.234%) zur Injektion [B].

BeneFIX 3000

Pulver mit 3000 I.E. rekombinantem Blutgerinnungsfaktor IX (Nonacog alfa) und 5 ml

Natriumchlorid-Lösung (0.234%) zur Injektion [B].

Zulassungsinhaberin

Pfizer AG, Zürich.

Stand der Information

November 2017.

LLD V015

Gebrauchsanweisung

Verwenden Sie BeneFIX immer genau nach Anweisung des Arztes. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt

oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung von BeneFIX wird vom Arzt festgelegt. Die Dosierung und die Behandlungsdauer

hängen von Ihrem individuellen Bedarf für die Faktor-IX-Substitutionstherapie und von Ihren

pharmakokinetischen Daten (Recovery und Halbwertszeit), die regelmässig überprüft werden

müssen, ab. Möglicherweise bemerken Sie einen Unterschied in der Dosis, die Sie erhalten, wenn Sie

von einem aus Plasma hergestellten Faktor-IX-Produkt zu BeneFIX wechseln.

Im Ermessen des Arztes kann während der Behandlung mit BeneFIX eine Dosisänderung erfolgen.

Auflösung und Verabreichung

Die unten beschriebene Vorgehensweise stellt nur eine Richtlinie für das Auflösen und die

Verabreichung von BeneFIX dar. Bitte halten Sie sich genau an die von Ihrem Arzt beschriebenen

Anweisungen, insbesondere zur Venenpunktion.

Nachdem das Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung mit dem mitgelieferten Lösungsmittel

(0.234%ige w/v Natriumchlorid-Lösung) aus der Fertigspritze aufgelöst wurde, wird BeneFIX

intravenös (i.v.) verabreicht.

Vor Durchführung der folgenden Verfahren stets die Hände waschen. Bitte unbedingt auf eine

aseptische Arbeitsweise (das heisst sauber und keimfrei) achten.

Auflösung

BeneFIX wird nach Auflösen mit dem sterilen Lösungsmittel zur Injektion intravenös (i.v.)

verabreicht.

1.Bringen Sie eine Durchstechflasche mit gefriergetrocknetem BeneFIX und die Fertigspritze mit

Lösungsmittel auf Zimmertemperatur.

2.Entfernen Sie die «flip-off»-Schutzkappe aus Plastik von der BeneFIX-Durchstechflasche, so dass

der mittlere Teil des Gummistopfens sichtbar wird.

3.Wischen Sie den Gummistopfen der Durchstechflasche mit einem der beiliegenden Alkoholtupfer

oder mit einer anderen Lösung zur Desinfektion ab, und lassen Sie ihn trocknen. Berühren Sie den

Gummistopfen nach der Reinigung nicht mehr mit der Hand und lassen Sie ihn nicht mit anderen

Oberflächen in Berührung kommen.

4.Ziehen Sie die Folie von der klaren Verpackung des Adapters für die Durchstechflasche.

Entnehmen Sie den Adapter nicht aus der Verpackung.

5.Stellen Sie die Durchstechflasche auf eine ebene Oberfläche. Halten Sie die Verpackung des

Adapters fest und platzieren Sie den Adapter senkrecht über der Durchstechflasche. Drücken Sie den

Adapter kräftig auf, bis die Spitze des Adapters den Verschlussstopfen der Durchstechflasche

vollständig durchdringt und der Adapter oben auf der Durchstechflasche richtig einrastet.

6.Heben Sie die Verpackung vom Adapter ab und entsorgen Sie diese.

7.Befestigen Sie den Spritzenkolben an der Fertigspritze mit dem Lösungsmittel, indem Sie den

Kolben in die Öffnung des Verschlussstopfens der Spritze einsetzen und dann den Kolben kräftig

andrücken und einschrauben, bis er fest in dem Stopfen sitzt.

8.Brechen Sie die beschädigungsresistente Plastikkappe an der Perforation von der Spritze ab, indem

sie die Perforation der Kappe brechen. Dies erreichen Sie durch ein Hin- und Herbiegen der Kappe

bis die Perforation bricht. Berühren Sie weder die Innenseite der Kappe noch die Spitze der Spritze.

Legen Sie die Kappe mit der Bruchstelle nach oben ab, denn es kann sein, dass die Kappe nochmals

aufgesteckt werden muss (wenn Sie das aufgelöste BeneFIX nicht sofort anwenden).

9.Stellen Sie die Durchstechflasche auf eine ebene Oberfläche. Verbinden Sie die Spritze mit dem

Lösungsmittel mit dem Adapter, indem Sie die Spitze der Spritze auf den Adapter aufstecken und die

Spritze dann mit Druck im Uhrzeigersinn einschrauben, bis sie fest sitzt.

10.Drücken Sie langsam den Spritzenstempel hinunter, um alles Lösungsmittel in die

Durchstechflasche mit BeneFIX zu injizieren.

11.Schwenken Sie die Durchstechflasche leicht, bis das Pulver gelöst ist, ohne die Spritze zu

entfernen.

12.Die fertige Lösung sollte vor Verabreichung optisch auf Teilchen geprüft werden. Die Lösung

sollte klar und farblos erscheinen.

Anmerkung: Wenn Sie mehr als eine Durchstechflasche BeneFIX je Infusion verwenden, sollte jede

Durchstechflasche wie oben beschrieben aufgelöst werden. Die Lösungsmittelspritze wird entfernt,

wobei der Adapter auf der Durchstechflasche verbleibt, und eine separate, grössere Luer-Lock-

Spritze kann benutzt werden, um die Lösungen der einzelnen Durchstechflaschen aufzuziehen.

13.Stellen Sie sicher, dass der Spritzenstempel noch vollständig nach unten gedrückt ist und drehen

Sie die Durchstechflasche auf den Kopf. Ziehen Sie die Lösung langsam vollständig in die Spritze

auf.

14.Nehmen Sie die Spritze vom Adapter ab, indem Sie sie vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn

drehend abziehen. Verwerfen Sie die Durchstechflasche mit dem darauf befestigten Adapter.

Anmerkung: Wenn die Lösung nicht sofort gebraucht wird, sollte die Spritzenkappe vorsichtig

wieder aufgesetzt werden. Berühren Sie weder die Spritzenspitze noch das Innere der Kappe.

BeneFIX unverzüglich oder innerhalb von 3 Stunden nach Auflösen verabreichen. Die

gebrauchsfertige Lösung kann bis zur Verabreichung bei Raumtemperatur gelagert werden.

Verabreichung (intravenöse Injektion)

Verwenden Sie zur Verabreichung von BeneFIX die Lösungsmittel-Fertigspritze oder eine sterile

Luer-Lock-Einmalspritze aus Kunststoff. Ziehen Sie die Lösung mit Hilfe des Adapters aus der

Durchstechflasche auf.

BeneFIX sollte über mehrere Minuten intravenös verabreicht werden. Ihr Arzt kann Ihre empfohlene

Infusionsrate verändern, um die Infusion für Sie angenehmer zu machen.

BeneFIX nicht mit Infusionslösungen mischen oder als kontinuierliche Infusion («Tropf»)

verabreichen, da die Verwendung von BeneFIX als kontinuierliche Infusion nicht untersucht wurde.

Um Verletzungen zu vermeiden, nicht verwendete Lösung, leere Durchstechflaschen sowie

verwendete Kanülen und Spritzen bitte in einem dafür vorgesehenen Behälter entsorgen.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

9-10-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/CMDh/84404/2018
vom 21.02.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Interferon alfa-2a

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/CMDh/84404/2018 vom 21.02.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Interferon alfa-2a

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Interferon alfa-2a infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

26-9-2018

Gleptosil ad us. vet., Injektionsloesung

Gleptosil ad us. vet., Injektionsloesung

● Änderung Text "Zusammensetzung", "Unerwünschte Wirkungen" und zusätzliche Packungsgrösse: 250 ml

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

21-9-2018

Pending EC decision:  Jivi, damoctocog alfa pegol, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Jivi, damoctocog alfa pegol, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

7-9-2018

Orphan designation:  Recombinant human beta-glucuronidase (vestronidase alfa),  for the: Treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome)

Orphan designation: Recombinant human beta-glucuronidase (vestronidase alfa), for the: Treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome)

On 21 March 2012, orphan designation (EU/3/12/973) was granted by the European Commission to NDA Regulatory Science Ltd, United Kingdom, for recombinant human beta-glucuronidase for the treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome).

Europe - EMA - European Medicines Agency

3-8-2018

Scientific guideline:  Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Scientific guideline: Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

31-7-2018

Public Notification: Black Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Black Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Black Rhino 25000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-7-2018

Public Notification: Krazzy Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Krazzy Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Krazzy Rhino 25000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

14-11-2018

Caring for a loved one? Be prepared for any situation. 4 tips to help you keep you loved one safe:  http://www.fda.gov/caregivertips  #NationalFamilyCaregiversMonthpic.twitter.com/DpNpz8NCDe

Caring for a loved one? Be prepared for any situation. 4 tips to help you keep you loved one safe: http://www.fda.gov/caregivertips  #NationalFamilyCaregiversMonthpic.twitter.com/DpNpz8NCDe

Caring for a loved one? Be prepared for any situation. 4 tips to help you keep you loved one safe: http://www.fda.gov/caregivertips  #NationalFamilyCaregiversMonth pic.twitter.com/DpNpz8NCDe

FDA - U.S. Food and Drug Administration

13-11-2018

Nplate® 125/250/500 Mikrogramm Pulver

Rote - Liste

12-11-2018

Ruconest (Pharming Group N.V.)

Ruconest (Pharming Group N.V.)

Ruconest (Active substance: Conestat alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7548 of Mon, 12 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

6-11-2018

Arilin® 250 mg

Rote - Liste

6-11-2018

Tetracyclin Wolff® 250 mg

Rote - Liste

1-11-2018

Ovitrelle 250 Mikrogramm/0,5 ml

Rote - Liste

30-10-2018

EU/3/14/1250 (Akcea Therapeutics UK Ltd)

EU/3/14/1250 (Akcea Therapeutics UK Ltd)

EU/3/14/1250 (Active substance: Phosphorothioate oligonucleotide targeted to transthyretin) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)7282 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/098/13/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

30-10-2018

AGGRASTAT 250 Mikrogramm/ml Konzentrat

Rote - Liste

29-10-2018

Replagal (Shire Human Genetic Therapies AB)

Replagal (Shire Human Genetic Therapies AB)

Replagal (Active substance: Agalsidase alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7250 of Mon, 29 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

22-10-2018

BeneFIX® 250/500/1000/2000/3000 I.E.

Rote - Liste

11-10-2018

Avalox® 400 mg/250 ml Infusionslösung

Rote - Liste

9-10-2018

Testoviron®-Depot-250

Rote - Liste

5-10-2018

Faslodex® 250 mg Injektionslösung

Rote - Liste

2-10-2018

PegIntron (Merck Sharp and Dohme B.V.)

PegIntron (Merck Sharp and Dohme B.V.)

PegIntron (Active substance: Peginterferon alfa-2b) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6484 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/280/T/135

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

Vimizim (BioMarin International Limited)

Vimizim (BioMarin International Limited)

Vimizim (Active substance: elosulfase alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6491 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/002779/T/0026

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

ViraferonPeg (Merck Sharp and Dohme B.V.)

ViraferonPeg (Merck Sharp and Dohme B.V.)

ViraferonPeg (Active substance: Peginterferon alfa-2b) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6477 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/329/T/128

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

IntronA (Merck Sharp and Dohme B.V.)

IntronA (Merck Sharp and Dohme B.V.)

IntronA (Active substance: Interferon alfa-2b) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6487 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/281/T/116

Europe -DG Health and Food Safety

24-9-2018

Kanuma (Alexion Europe SAS)

Kanuma (Alexion Europe SAS)

Kanuma (Active substance: sebelipase alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6245 of Mon, 24 Sep 2018

Europe -DG Health and Food Safety

24-9-2018

Ovitrelle (Merck Europe B.V.)

Ovitrelle (Merck Europe B.V.)

Ovitrelle (Active substance: Choriogonadotrophin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6220 of Mon, 24 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/320/T/75

Europe -DG Health and Food Safety

7-9-2018

Klacid Saft® Forte 250 mg/5 ml

Rote - Liste

7-9-2018

Myconormin® 250 mg Tabletten

Rote - Liste

7-9-2018

Klacid® Pro, 250 mg Filmtabletten

Rote - Liste

5-9-2018

Tyverb® 250 mg Filmtabletten

Rote - Liste

4-9-2018

Epoetin alfa Hexal (Hexal AG)

Epoetin alfa Hexal (Hexal AG)

Epoetin alfa Hexal (Active substance: epoetin alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5857 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/726/II/WS/1406

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

Binocrit (Sandoz GmbH)

Binocrit (Sandoz GmbH)

Binocrit (Active substance: epoetin alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5856 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/725/II/WS/1406

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

Abseamed (Medice Arzneimittel PUtter GmbH and Co KG)

Abseamed (Medice Arzneimittel PUtter GmbH and Co KG)

Abseamed (Active substance: epoetin alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5860 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/727/WS/1406

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

VEYVONDI (Baxalta Innovations GmbH)

VEYVONDI (Baxalta Innovations GmbH)

VEYVONDI (Active substance: vonicog alfa) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5866 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4454

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

Fibrogammin® 250/1250

Rote - Liste

27-8-2018

Mepsevii (Ultragenyx Germany GmbH)

Mepsevii (Ultragenyx Germany GmbH)

Mepsevii (Active substance: vestronidase alfa) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5714 of Mon, 27 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4438

Europe -DG Health and Food Safety

27-8-2018

Beromun (BELPHARMA s.a.)

Beromun (BELPHARMA s.a.)

Beromun (Active substance: Tasonermin (Tumor Necrosis Factor alfa-1a)) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5699 of Mon, 27 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/206/T/40

Europe -DG Health and Food Safety

27-8-2018

Aranesp (Amgen Europe B.V.)

Aranesp (Amgen Europe B.V.)

Aranesp (Active substance: darbepoetin alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5707 of Mon, 27 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

22-8-2018

Luveris (Merck Europe B.V.)

Luveris (Merck Europe B.V.)

Luveris (Active substance: Lutropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5631 of Wed, 22 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/000292/T/0077

Europe -DG Health and Food Safety

22-8-2018

Pergoveris (Merck Europe B.V.)

Pergoveris (Merck Europe B.V.)

Pergoveris (Active substance: follitropin alfa / lutropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5629 of Wed, 22 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/000714/T/0059

Europe -DG Health and Food Safety

8-8-2018

GONAL-f (Merck Europe B.V.)

GONAL-f (Merck Europe B.V.)

GONAL-f (Active substance: Follitropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5445 of Wed, 08 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/71/T/140

Europe -DG Health and Food Safety

6-8-2018

ReFacto AF (Pfizer Europe MA EEIG)

ReFacto AF (Pfizer Europe MA EEIG)

ReFacto AF (Active substance: Moroctocog alfa ) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5374 of Mon, 06 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/232/T/146

Europe -DG Health and Food Safety

2-8-2018

EU/3/18/2046 (Italfarmaco S.p.A.)

EU/3/18/2046 (Italfarmaco S.p.A.)

EU/3/18/2046 (Active substance: Givinostat) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5278 of Thu, 02 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/062/18

Europe -DG Health and Food Safety

1-8-2018

Daxas 250 Mikrogramm Tabletten

Rote - Liste